DE3603473C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Es ist durch die US-PS 43 68 447 ein solches Verfahren bekannt, magnetische Ring
kerne durch spiralförmiges Wickeln eines dünnen Bandes aus
amorphem Metall herzustellen. Amorphe Metalle haben im Ge
gensatz zu den üblichen Metallen keine kristalline Struktur,
sondern einen vollständig ungeordneten Atomaufbau. Amorphe
Metallegierungen auf Eisen-, Nickel- oder Kobaltbasis zeich
nen sich durch sehr kleine Koerzitivfeldstärken, hohe Per
meabilitätswerte und geringe Ummagnetisierungsverluste aus.
Ein aus einer solchen amorphen Metallegierung hergestelltes
Metallband ergibt daher magentische Ringkerne mit hervorra
genden Eigenschaften.
Beim gegenwärtigen Stand der Technik werden amorphe Metall
bänder fast ausschließlich im Schmelzspinnverfahren herge
stellt ("etz", Bd. 102, 1981, Heft 21, S. 1096 ff). Die
Metallschmelze wird dabei auf eine schnell bewegte Kühl
fläche gerichtet, z. B. auf eine rotierende Kühlwalze. Auf
der Walzenoberfläche erstarrt das Material zu einem dünnen
Metallband, das dann abgezogen werden kann. Mit diesem
Verfahren lassen sich Metallbänder mit Bandbreiten von
etwa 1 mm bis 100 mm und mit einer Banddicke von etwa 20
bis 50 µm herstellen. Dickere amorphe Metallbänder können
mit dem Schmelzspinnverfahren nicht hergestellt werden, da
bei größerer Banddicke die Wärme nicht mehr schnell genug
abgeführt werden kann. Die nach dem herkömmlichen Schmelz
spinnverfahren hergestellten Metallbänder haben durchwegs
eine konstante Bandbreite. Ein durch spiralförmiges Wickeln
eines solchen amorphen Metallbandes hergestellter Ringkern
hat daher einen rechteckigen Kernquerschnitt.
Aus der DE-PS 9 04 324 ist ein Verfahren zur Hestellung ma
gnetischer Ringkerne mit im wesentlichen kreisförmigem
Querschnitt bekannt, bei welchem ein von einer Vorrats
spule gezogenes Band aus magnetischem Werkstoff längs bei
der Kanten durch Schneidwerkzeuge zugeschnitten wird, die
von der Schablone so gesteuert sind, daß das Band nach
dem Wickeln auf einen Wickeldorn einen Kern mit angenähert
kreisförmigen oder halbkreisförmigem Querschnitt bildet.
Dieses Verfahren ist aufwendig, und seine Anwendung bei im
Schmelzspinnverfahren hergestellten Bändern aus amorphem
Metall ist wegen der geringen Banddicke mit beträchtlichen
technischen Schwierigkeiten verknüpft.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens,
das eine sehr einfache und präzise Fertigung von Ringker
nen mit beliebigem vorgegebenem Kernquerschnitt durch spi
ralförmiges Wickeln eines Bandes aus amorphem Metall er
möglicht.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren
gemäß Anspruch 1 gelöst.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung entsteht im Schmelz
spinnvorgang von vornherein ein Metallband veränderlicher
Breite, das beim Wickeln zu einem Ringkern den vorgegebe
nen Kernquerschnitt ergibt. Somit entfällt jede Notwendig
keit einer Nachbearbeitung des Metallbandes. Insbesondere
ist es möglich, das von der Kühlwalze der Schmelzspinn
vorrichtung abgezogene Metallband unmittelbar einer Ring
kern-Wickelvorrichtung zuzuführen. Diese Maßnahme ergibt
den zusätzlichen Vorteil, daß die Abmessungen des entste
henden Ringkernwickels erfaßt und zur Steuerung oder Re
gelung der Breite des Metallbandes herangezogen werden
können.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer
Schmelzspinnvorrichtung, die eine Kühlwalze, einen eine
Metallschmelze enthaltenden Tiegel und eine Düse mit einem
Austrittsschlitz, durch den ein Schmelzstrahl auf die Ober
fläche der Kühlwalze gerichtet wird, aufweist, ist in An
spruch 5 beschrieben.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird erläutert in der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung darge
stellt ist. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer
Anlage zur Herstellung von magneti
schen Ringkernen nach der Erfindung,
Fig. 2 eine diametrale Schnittansicht eines
mit der Anlage von Fig. 1 herge
stellten magnetischen Ringkerns,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des
zur Herstellung des Ringkerns von
Fig. 2 verwendeten Metallbandes,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf
die Schmelzspinnvorrichtung bei
einer Stellung des Austrittsschlit
zes der Düse zur Erläuterung einer
bevorzugten Maßnahme zur Änderung
der effektiven Breite des Austritts
schlitzes und
Fig. 5 eine Ansicht ähnlich Fig. 4 bei
einer anderen Stellung des Austritts
schlitzes der Düse.
Die in Fig. 1 gezeigte Anlage zur Herstellung eines
magnetischen Ringkerns enthält eine Schmelzspinnvorrich
tung 10 zur Herstellung eines Bandes 11 aus amor
phem Metall und eine Ringkern-Wickelvorrichtung 12. Die
Schmelzspinnvorrichtung 10 enthält eine Kühlwalze 13,
die durch einen nicht dargestellten motorischen Antrieb
in der Pfeilrichtung in eine gleichförmige Drehbewegung
um ihre Achse versetzt wird, und einen Schmelztiegel 14,
der eine Schmelze 15 aus der Metallegierung enthält, aus
der das Metallband 11 hergestellt
werden soll. Die Schmelze 15 wird durch eine Induktions
spule 16 oder eine andere Heizeinrichtung auf
der erforderlichen Temperatur gehalten. Am unteren Ende
des Schmelztiegels 14 ist eine Düse 17 angebracht. Die
Schmelze 15 wird im Schmelztiegel 14 unter Druck gesetzt,
so daß ein Schmelzstrahl 18 durch die Düse 17 auf die
Umfangsfläche der rotierenden Kühlwalze 13 gespritzt wird,
wo sie extrem rasch abgekühlt wird. Das dadurch auf der
Umfangsfläche der Kühlwalze 13 entstehende Metallband 11
hat eine sehr geringe Dicke und ist bereits nach einer
Strecke, die einem Bruchteil des Walzenumfangs entspricht,
soweit erstarrt und abgekühlt, daß es von der Kühlwalze
13 abgezogen werden kann.
Das nach diesem Schmelzspinnverfahren hergestellte
Band 11 besteht aus amorphem Metall. Amorphe Metalle haben
im Gegensatz zu den üblichen Metallen keine kristalline
Struktur, sondern einen vollständig ungeordneten Atomauf
bau, weil das schnelle Abschrecken die Kristallisation
des Metalls verhindert. Die ungeordnete Flüssigkeits
struktur der Schmelze wird gewissermaßen im Festkörper
zustand bei Raumtemperatur eingefroren. Weil diese Vor
gänge beim Glas ähnlich ablaufen und das Glas im festen
Zustand ebenfalls einen amorphen Aufbau zeigt, nennt man
amorphe Metalle häufig auch metallische Gläser. Mit dem
Schmelzspinnverfahren können heutzutage Bänder aus
amorphem Metall mit einer Banddicke von etwa 20 bis 50 µm
und mit Bandbreiten von etwa 1 mm bis 100 mm hergestellt
werden.
Da aus dem Metallband 11 magnetische Ringkerne für Trans
formatoren oder Induktionsspulen hergestellt werden sol
len, muß das amorphe Metall eine ferromagnetische Legie
rung sein. Amorphe Metallegierungen auf Eisen-, Nickel-
oder Kobaltbasis zeichnen sich durch sehr kleine Koerzi
tivfeldstärken, hohe Permeabilitätswerte und geringe
Ummagnetisierungsverluste aus. Mit dem aus einer solchen
amorphen Metallegierung hergestellten Band 11 können
daher Ringkerne mit hervorragenden magnetischen Eigen
schaften, erzeugt werden.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anlage werden die Ring
kerne durch unmittelbares spiralförmiges Aufwickeln des
von der Kühlwalze 13 abgezogenen amorphen Metallbandes
11 mittels der Ringkern-Wickelvorrichtung 12 hergestellt.
Die Ringkern-Wickelvorrichtung 12 ist von an sich bekann
ter Bauart und enthält einen Wickeldorn 19, der durch
einen nicht dargestellten motorischen Antrieb in der
Pfeilrichtung in Drehung versetzt wird. Das auf dem Um
fang des Wickeldorns 19 spiralförmig aufgewickelte Metall
band 11 bildet einen Ringkernwickel 20 von zunehmender
radialer Dicke. Eine nicht dargestellte Drehzahlregel
einrichtung an sich bekannter Art regelt die Drehzahl des
Wickeldorns 19 derart, daß die Umfangsgeschwindigkeit des
Ringkernwickels 20 bei zunehmendem Radius stets gleich
der Geschwindigkeit ist, mit der das amorphe Metallband
11 von der Kühlwalze 13 abläuft.
Wenn das amorphe Metallband 11, wie beim Schmelzspinn
verfahren üblich, mit konstanter Breite hergestellt werden würde,
hätten die daraus hergestellten Ringkerne einen recht
eckigen Kernquerschnitt. Eine Besonderheit der in Fig. 1
dargestellten Anlage besteht darin, daß die Breite des
Metallbandes 11 bei seiner Herstellung im Schmelzspinn
verfahren derart verändert wird, daß jeder daraus herge
stellte Ringkernwickel 20 einen im wesentlichen kreis
runden Kernquerschnitt hat.
Fig. 2 zeigt einen diametralen Schnitt durch einen in
dieser Weise hergestellten fertigen Ringkernwickel 20,
und Fig. 3 zeigt schematisch die Änderung der Breite des
Metallbandes 11, die erforderlich ist, damit der daraus
hergestellte Ringkern
wickel 20 den in Fig. 2 dargestellten Kernquerschnitt
hat. Zu diesem Zweck hat der Anfangsabschnitt 11 a des
Metallbandes 11 eine kleinste Breite B min . Dann nimmt
die Breite des Metallbandes 11 zum mittleren Bandab
schnitt 11 b hin bis zu einer maximalen Breite B max all
mählich zu. Von der Mitte des Metallbandes an nimmt
die Breite allmählich wieder ab, bis sie am Endabschnitt
11 c wieder den kleinsten Wert B min erreicht. Die größte
Breite B max ist gleich dem Durchmesser des Kernquer
schnitts. Die Breite des Metallbandes müßte sich theore
tisch nach beiden Seiten hin bis zum Wert Null verrin
gern. In der Praxis genügt es, wenn die kleinste Breite
B min etwa ein Viertel der maximalen Breite B max beträgt;
die dadurch bedingten Abflachungen des Kernquerschnitts
sind vernachlässigbar, wie die Schnittansicht von Fig. 2
erkennen läßt.
Infolge der geringen Dicke des Metallbandes ist die zum
Wickeln eines Ringkerns erforderliche Länge des Metall
bandes sehr groß; sie kann, je nach der Dicke des Metall
bandes, mehrere hundert Meter betragen. Die in Fig. 3
durch gestrichelte Linien stark gestaucht angedeutete
Breitenänderung erfolgt also in Wirklichkeit nur sehr
allmählich.
Die erforderliche Änderung der Breite des Metallbandes
11 während seiner Herstellung im Schmelzspinnverfahren
erfolgt bei der Anlage von Fig. 1 dadurch, daß die
effektive Breite des Austrittsschlitzes der Düse 17
geändert wird. Zu diesem Zweck ist an der Düse 17 eine
Schlitzbreiten-Verstellvorrichtung 21 angebracht, die derart
ausgebildet ist, daß sie eine Einstellung der effek
tiven Breite des Austrittsschlitzes der Düse 17 ermög
licht. Unter der "effektiven Breite" des Austrittsschlitzes
der Düse 17 ist die Breite zu verstehen, die für die
Breite des im Schmelzspinnverfahren hergestellten Metall
bandes 11 maßgeblich ist.
Eine weitere Besonderheit der Anlage von Fig. 1 besteht
darin, daß die Breite des Metallbandes 11 mit Hilfe eines
Regelkreises 22 in Abhngigkeit von der fortschreitenden
Bildung des Ringkernwickels 20 geregelt wird. Zu diesem
Zweck wird der Ringkernwickel 20 berührungslos durch
eine optische Abtastvorrichtung 25 abgetastet. Die opti
sche Abtastvorrichtung 25 enthält eine Lichtquelle 26
und eine photoelektrische Wandleranordnung 27. Die Licht
quelle 26 erzeugt ein paralleles Lichtbündel 28, das
derart auf die photoelektrische Wandleranordnung 27 ge
richtet ist, daß es von dem Ringkernwickel 20 teilweise
abgefangen wird. Bei der bevorzugten Ausführungsform der
optischen Abtastvorrichtung 25 enthält die photoelektri
sche Wandleranordnung 27 eine zweidimensionale Anordnung
von lichtempfindlichen Elementen, deren Ausdehnung sowohl
in der radialen Richtung des Ringkernwickels 20 (parallel
zur Zeichenebene von Fig. 1) als auch in der axialen
Richtung (senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 1) größer
als die größten vorkommenden Abmessungen des Ringkern
wickels sind. Das von der Lichtquelle 26 erzeugte paral
lele Lichtbündel 28 hat in den beiden Dimensionsrich
tungen entsprechend große Abmessungen, und die Anordnung
ist derart getroffen, daß der größte vorkommende Querschnitt
des Ringkernwickels 20, der senkrecht zum Lichtbündel 28
steht, vollständig innerhalb des Lichtbündels 28 und der
Erfassungsfläche der photoelektrischen Wandleranordnung
27 liegt. Bei der Bildung des Ringkernwickels 20 wird
dann entsprechend dem jeweils erreichten Wickelquer
schnitt ein zunehmender Bereich der photoelektrischen
Wandleranordnung 27 abgeschattet. Die photoelektrische
Wandleranordnung 27 liefert am Ausgang elektrische Signa
le, die für die Abmessungen des abgeschatteten Bereichs
kennzeichnend sind. Für die photoelektrische Wandleran
ordnung 27 eignet sich besonders vorteilhaft eine CCD-
Bildwandlermatrix, welche die durch die Abschattung er
zeugten Helligkeitsunterschiede in der üblichen Weise
in ein elektrisches Videosignal umwandelt, das am Ausgang
abgegeben wird. Aus dem elektrischen Videosignal können
die axialen und radialen Abmessungen des abgeschatteten
Bereichs und somit die entsprechenden Abmessungen der
Querschnittsfläche des Wickels ermittelt werden.
An den Ausgang der photoelektrischen Wandleranordnung 27
ist eine Rechenschaltung 29 angeschlossen, die aus den
Ausgangssignalen der photoelektrischen Wandleranordnung 27
die Soll-Breite des Metallbandes 11 bereichnet, die der
jeweils erreichten Abmessung des Ringkernwickels 20
entspricht. Die Rechenschaltung 29 erzeugt Steuersignale,
die einer Steueranordnung 30 zugeführt werden, die die
Schlitzbreiten-Einstellvorrichtung 21 betätigt. Aufgrund
der von der Rechenschaltung 29 erzeugten Steuersignale
stellt die Steueranordnung 30 die Schlitzbreiten-Ver
stellvorrichtung 21 derart ein, daß die Breite des von der
Kühlwalze 13 ablaufenden Metallbandes 11 der von der
Rechenschaltung 29 berechneten Soll-Breite entspricht.
Die Rechenschaltung 29 ist vorzugsweise ein in ent
sprechender Weise programmierter Computer.
Gemäß einer vereinfachten Ausführungsform kann die
photoelektrische Wandleranordnung 27 eine lineare Anord
nung von lichtempfindlichen Elementen enthalten, die
parallel zur radialen Richtung des Ringkernwickels 20
(also parallel zur Zeichenebene von Fig. 1) angeordnet
sind. In diesem Fall sind die elektrischen Ausgangs
signale der photoelektrischen Wandleranordnung 27 nur für
die jeweilige radiale Dicke D R des Ringkernwickels 20 kenn
zeichnend. Im Prinzip genügt die Ermittlung der radialen
Dicke, denn es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwi
schen der radialen Dicke D R und der zugeordneten Breite des
Metallbandes 11, wie die Schnittansicht von Fig. 2 er
kennen läßt. Dieser Zusammenhang zwischen der radialen
Dicke des Ringkernwickels 20 und der Breite des Metall
bandes 11 muß in der Rechenschaltung 29 gespeichert sein.
Bei dieser vereinfachten Ausführungsform besteht jedoch
keine Möglichkeit zu überprüfen, ob die Breite des von
der Kühlwalze 13 ablaufenden Metallbandes auch tatsäch
lich der von der Rechenschaltung 29 vorgeschriebenen
Soll-Breite entspricht. Dagegen ermöglicht die zweidimen
sionale photoelektrische Wandleranordnung 27 auch eine
Kontrolle der Ist-Breite des Metallbandes 11.
Anstelle der optischen Abtastvorrichtung 25 kann
auch jede andere Abtastvorrichtung ver
wendet werden, die eine ein- oder zweidimensionale Ab
tastung des Ringkernwickels 20 ermöglicht. Im einfachsten
Fall kann beispielsweise ein mechanischer Fühler am Um
fang des Ringkernwickels 20 anliegen, so daß er in Abhän
gigkeit von der radialen Dicke des Ringkernwickels 20
verstellt wird. Aus verständlichen Gründen wird jedoch
eine berührungslose Abtastung bevorzugt.
Die Anlage von Fig. 1 kann ferner dadurch vereinfacht
werden, daß keine Abtastung des Ringkernwickels erfolgt.
Es ist grundsätzlich möglich, die für einen bestimmten
Ringkern erforderliche Breitenänderung des Metallbandes
unter Berücksichtigung der Banddicke im voraus zu berech
nen und dann die Breite des Metallbandes bei dessen Her
stellung nach einem aufgrund dieser Berechnung erstell
ten Programm in Abhängigkeit von einem anderen Parameter
als der Dicke des Ringkernwickels zu steuern. Dieser
Parameter kann insbesondere die Wickelzeit, die Länge
des Metallbandes 11 oder die Anzahl der Umdrehungen der
Kühlwalze 13 oder des Wickeldorns 19 sein. Das in dieser
Weise erstellte Programm ist dann in der Rechenschaltung
29 gespeichert. In diesem Fall ist es auch möglich, das
nach dem gespeicherten Programm mit veränderlicher Breite
erzeugte Metallband 11 nicht unmittelbar einer Ringkern-
Wickelvorrichtung zuzuführen, sondern zunächst in geeig
neter Weise zu speichern und erst später zu einem Ring
kern zu wickeln.
Alle zuvor beschriebenen Maßnahmen eignen sich
in gleicher Weise für den Fall, daß der gewünschte Kern
querschnitt des Ringkerns nicht kreisrund ist, sondern
eine andere von der Rechteckform abweichende Querschnitts
form hat, beispielsweise elliptisch. Auch in diesem Fall
gibt es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der
radialen Dicke des Ringkernwickels und der zugeordneten
Breite des Metallbandes.
Anhand der Fig. 4 und 5 wird die Maßnahme
zur Veränderung der effektiven Breite des Austritts
schlitzes der Düse 17 erläutert. Diese Figuren zeigen
sehr schematisch in Draufsicht die Kühlwalze 13 mit
ihrer Antriebswelle 33, die Düse 17 mit ihrem Austritts
schlitz 34 und das von der Kühlwalze 13 ablaufende
Metallband 11. Der Austrittsschlitz 34 ist verhältnis
mäßig schmal und langgestreckt. In Fig. 4 steht der
Austrittsschlitz 34 senkrecht zur Längsrichtung des
Metallbandes 11, also parallel zur Achse der Kühlwalze 13.
Das Metallband 11 hat dann die größtmögliche Breite. In
Fig. 5 ist der Austrittsschlitz 34 verschwenkt, so daß er
mit der Längsrichtung des Metallbandes 11 einen Winkel α
einschließt, der kleiner als 90° ist. Die Breite des
Metallbandes 11 ist dann kleiner. Die Änderung der effek
tiven Breite des Austrittsschlitzes 34 erfolgt also in
diesem Fall dadurch, daß die Winkelstellung des Austritts
schlitzes 34 relativ zur Längsrichtung des von der Kühl
walze 13 ablaufenden Metallbandes verändert wird, während
die wirkliche Breite des Austrittsschlitzes unverändert
bleibt. Die Schlitzbreiten-Verstellvorrichtung 21 ist in
diesem Fall ein Drehmechanismus, der entweder die Düse 17
mit ihrem Austrittsschlitz oder den ganzen Schmelztiegel
14 verdreht.
Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Maßnahme zur Ver
änderung der effektiven Breite des Austrittsschlitzes ist
zu beachten, daß die in der Zeiteinheit aus dem Austritts
schlitz austretende Menge der Schmelze konstant ist, so
daß das Metallband um so dicker wird, je kleiner seine
Breite ist. Wenn die Änderung der Winkelstellung des
Austrittsschlitzes 34 aufgrund eines im voraus berechne
ten und gespeicherten Programms erfolgt, muß das Programm
die Abhängigkeit der Metallbanddicke von der Metallband
breite berücksichtigen. Wenn dagegen eine Abtastung des
Querschnitts oder der radialen Dicke des Ringkernwickels
erfolgt, wie bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1,
wird durch die Regelung eine Änderung der Metallbanddicke
automatisch berücksichtigt.
Claims (12)
1. Verfahren zum Herstellen von magnetischen Ringkernen
durch spiralförmiges Wickeln eines im Schmelzspinnverfahren
hergestellten Bandes aus amorphem Metall, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Breite des Metallbandes (11) während des
Schmelzspinnvorgangs durch Änderung der effektiven Breite
des Austrittsschlitzes (34) der Düse (17) der Schmelzspinnvorrichtung (10)
derart verändert wird, daß beim Wickeln ein vorgegebener, von der Rechteckform abweichender,
Kernquerschnitt entsteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Änderung der effektiven Breite des Austritts
schlitzes (34) der Düse (17) die Winkelstellung des Austrittsschlit
zes relativ zur Längsrichtung des Metallbandes verändert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Änderung der Breite des Metallbandes (11) beim
Schmelzspinnvorgang nach einem zuvor erstellten Programm,
z. B. in Abhängigkeit von der Dicke oder Länge des Metallbandes (11),
der Wickelzeit, oder der Anzahl Umdrehungen der Kühlwalze (13) oder des Wickeldornes (19)
erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das aus der Schmelzspinnvorrichtung aus
tretende Metallband unmittelbar zu dem Ringkern gewickelt
wird und daß die Breite des Metallbandes in Abhängigkeit
von der radialen Dicke oder den Querschnittsabmessungen
des sich bildenden Ringkernwickels (20) gesteuert wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Schmelzspinn
vorrichtung, die eine Kühlwalze, einen eine Metallschmelze
enthaltenden Tiegel und eine Düse mit einem Austritts
schlitz, durch den ein Schmelzstrahl auf die Oberfläche
der Kühlwalze gerichtet wird, aufweist, gekennzeichnet
durch eine Vorrichtung (21) zur Veränderung der für die Breite
des Metallbandes (11) maßgeblichen effektiven Breite des Aus
trittsschlitzes (34) der Düse (17) und durch eine Steueranordnung (30)
zur Steuerung dieser Schlitzbreiten-Verstellvorrichtung.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreiten-Verstellvorrichtung (21) als die Winkel
stellung des Austrittsschlitzes relativ zur Längsrichtung
des Metallbandes verstellender Drehmechanismus ausgebildet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet
durch eine Rechenschaltung (29), die zur Steueranordnung (30)
Steuersignale liefert, die die Soll-Breite des Metall
bandes angeben.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine
Ringkern-Wickelvorrichtungen (12), die das von der Kühlwalze (13) der
Schmelzspinnvorrichtung (10) ablaufende Metallband (11) unmittelbar
zu einem Ringkern wickelt, und durch eine Abtastvorrichtung (25),
die die radiale Dicke oder die Querschnittsabmessungen des
sich in der Ringkern-Wickelvorrichtung bildenden Ringkern
wickels (20) abtastet und zu der Rechenschaltung (29) elektrische
Signale liefert, die für die abgetasteten Abmessungen kenn
zeichnend sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abtastvorrichtung (25) mit einer auf einer Seite des
Ringkernwickels (20) angeordneten Lichtquelle (26) versehen ist,
die ein Lichtbündel (28) derart auf eine auf der entgegenge
setzten Seite des Ringkernwickels angeordnete photoelek
trische Wandleranordnung (27) richtet, daß das Lichtbündel
durch den Ringkernwickel teilweise abgefangen wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die photoelektrische Wandleranordnung (27) eine zweidimen
sionale Anordnung von lichtempfindlichen Elementen enthält.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß die photoelektrische Wandleranordnung (27) eine CCD-
Bildwandlermatrix ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die photoelektrische Wandleranordnung (27) eine in
der radialen Richtung des Ringkerns ausgerichtete lineare
Anordnung von lichtempfindlichen Elementen enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603473 DE3603473A1 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von magnetischen ringkernen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863603473 DE3603473A1 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von magnetischen ringkernen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3603473A1 DE3603473A1 (de) | 1987-08-06 |
| DE3603473C2 true DE3603473C2 (de) | 1988-09-08 |
Family
ID=6293392
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863603473 Granted DE3603473A1 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von magnetischen ringkernen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3603473A1 (de) |
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|---|---|---|---|---|
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| JP2771109B2 (ja) * | 1994-03-16 | 1998-07-02 | 北村機電株式会社 | 巻鉄心 |
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|---|---|---|---|---|
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| DE2914123A1 (de) * | 1979-04-07 | 1980-10-23 | Philips Patentverwaltung | Verfahren zum herstellen von ringbandkernen fuer transformatoren |
| JPS5841649B2 (ja) * | 1980-04-30 | 1983-09-13 | 株式会社東芝 | 巻鉄芯 |
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| JPS59198708A (ja) * | 1983-04-25 | 1984-11-10 | Hitachi Metals Ltd | チヨ−クコイル用磁心 |
-
1986
- 1986-02-05 DE DE19863603473 patent/DE3603473A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3603473A1 (de) | 1987-08-06 |
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