DE3605802C2 - Verfahren zum Prüfen von Münzen und Münzprüfer zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Prüfen von Münzen und Münzprüfer zur Durchführung des VerfahrensInfo
- Publication number
- DE3605802C2 DE3605802C2 DE19863605802 DE3605802A DE3605802C2 DE 3605802 C2 DE3605802 C2 DE 3605802C2 DE 19863605802 DE19863605802 DE 19863605802 DE 3605802 A DE3605802 A DE 3605802A DE 3605802 C2 DE3605802 C2 DE 3605802C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coin
- magnet
- signals
- measurement
- ferromagnetic
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 22
- 230000005291 magnetic effect Effects 0.000 claims description 20
- 238000005259 measurement Methods 0.000 claims description 20
- 230000005294 ferromagnetic effect Effects 0.000 claims description 15
- 239000000523 sample Substances 0.000 claims description 6
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 claims description 5
- 238000012360 testing method Methods 0.000 claims description 5
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 claims description 3
- 238000001514 detection method Methods 0.000 claims description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 18
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 9
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 3
- 230000001143 conditioned effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000004049 embossing Methods 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 238000007747 plating Methods 0.000 description 1
- 238000011160 research Methods 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 238000004441 surface measurement Methods 0.000 description 1
- 238000010998 test method Methods 0.000 description 1
- 238000010200 validation analysis Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07D—HANDLING OF COINS OR VALUABLE PAPERS, e.g. TESTING, SORTING BY DENOMINATIONS, COUNTING, DISPENSING, CHANGING OR DEPOSITING
- G07D5/00—Testing specially adapted to determine the identity or genuineness of coins, e.g. for segregating coins which are unacceptable or alien to a currency
- G07D5/08—Testing the magnetic or electric properties
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07D—HANDLING OF COINS OR VALUABLE PAPERS, e.g. TESTING, SORTING BY DENOMINATIONS, COUNTING, DISPENSING, CHANGING OR DEPOSITING
- G07D5/00—Testing specially adapted to determine the identity or genuineness of coins, e.g. for segregating coins which are unacceptable or alien to a currency
- G07D5/005—Testing the surface pattern, e.g. relief
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Testing Of Coins (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zum Prüfen ferromagnetischer Eigenschaften abhängig von Ge
stalt und Verlauf der ferromagnetischen Schichten plattier
ter oder nichtplattierter Münzen, die dazu in Drehung ver
setzt werden, sowie auf einen Münzprüfer zur Durchführung
des Verfahrens.
Mechanische und elektronische Münzprüfer sind bekannt. In
ihnen läßt man die zu prüfenden Münzen an Meßspulen oder
magnetischen Systemen vorbeirollen bzw. vorbeifallen. Dabei
werden Signale oder Fallkurvenänderungen erzeugt, die eine
Selektierung von Gut-Münzen und Falschmünzen ermöglichen.
In elektronischen Münzprüfern werden beispielsweise in Flä
chenspulen oder Ringspulen hochfrequente Felder erzeugt,
durch die die zu prüfenden Münzen hindurchrollen. Dabei
kommt es zu Änderungen der Amplitudenhöhen, der Frequenz
oder zu Phasendrehungen, die als Meßgrößen ausgewertet wer
den.
Die DE 34 25 251 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vor
richtung, die in der Lage sind, zwischen geringen Mengen
stark magnetisierbarer Werkstoffe und größeren Mengen
schwach magnetisierbarer Werkstoffe einzelner Münzen zu un
terscheiden. Sie können jedoch nicht die in einer Münze
enthaltene ferromagnetische Schicht in Gestalt und Verlauf
erkennen.
Alle diese Systeme haben den Nachteil, daß die Summenwir
kung der Gesamtmünze als Meßwert in die Messung eingeht.
Man erhält also eine Integralmessung. Eine Aussage über die
Gestalt der magnetischen Schicht bei plattierten Münzen
läßt sich so nicht erhalten.
In mechanischen Münzprüfern werden die Fallkurven der Mün
zen mit magnetischen Feldern verändert. Da die Masse der
Münzen relativ groß ist, müssen solche mechanischen Münz
prüfer mit relativ starken Magneten ausgerüstet sein, wo
durch stark streuende Magnetfelder erhalten werden. Hierbei
wirken sonach magnetische Kräfte auf das Verhalten der Mün
ze ein, d. h. es muß die Masse der Münze in ihrer Bewegung
verändert werden. Da die Masse der Münze sehr groß ist,
müssen demzufolge große Kräfte vorhanden sein, die nur eine
relativ grobe Selektierung ermöglichen. Bei diesem Prüfver
fahren wirken also magnetische Kräfte auf eine bewegte Mas
se ein und damit werden kleine Änderungen in den magneti
schen Kräften nicht wirksam, weil diese in den konstruktiv
bedingten Nebeneffekten, die durch das Reibungsverhalten
der Münze und durch die Ungenauigkeit der Führung der Münze
entstehen, untergehen. In Abhängigkeit von dem verwendeten
Magnetsystem werden die Münzen entweder flächenförmig abge
tastet, was zu einer Integralmessung führt, oder die Magne
te beeinflussen, insbesondere bei Abrollmagneten, nur einen
Teilbereich der Münzen, was zu einer rein zufälligen Mes
sung führt. Auch bei diesen Münzprüfverfahren ist somit ei
ne Aussage über die Dickenschwankung der magnetisierbaren
Schicht von plattierten Münzen nicht oder nur partiell mög
lich.
Aus der DE 32 07 592 A1 ist ein Prüfverfahren für Münzen
bekannt, die in einem einheitlichen metallischen Grundwerk
stoff eine Codierung aus kleinen, weichmagnetischen Teil
chen aufweisen, bei dem die durch Bewegung der weichmagne
tischen Teilchen in einem Magnetfeld hervorgerufenen Fluß
änderungen mit einer auf die Abmessung der Teilchen abge
stimmten Induktionsspule in Spannungsimpulse umgewandelt
werden, wobei die Spannungsimpulse mit einem "Muster" ver
glichen und das Ergebnis zur Auslösung eines Schaltvorgan
ges ausgenutzt wird. Ein solches Verfahren ist nur auf eine
spezielle, mit einer Codierung aus kleinen, weichmagneti
schen Teilchen versehenen Münzsorte anwendbar, die sich je
doch nicht im Handel befindet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
der eingangs genannten Art sowie eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens zu schaffen, mit dem die in ei
ner Münze enthaltene ferromagnetische Schicht in Gestalt
und Verlauf erkannt werden kann, um zwischen Gut- und
Falschmünzen zu unterscheiden und diese voneinander trennen
zu können.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß dem Verfahren dadurch, daß
eine festmagnetische Sensoren enthaltende Meßeinrichtung
die Gestalt und den Verlauf der magnetischen Schicht einer
Münze durch mehrfache punktuelle Messung erfaßt und den
ferromagnetischen Eigenschaften der Münze proportionale
Signale durch eine Auslenkung eines mit einem Meßfühler der
Meßeinrichtung zusammenwirkenden Magneten durch die ferro
magnetische Münze erzeugt werden, die in einem bestimmten
Abstand zu dem Magneten angeordnet wird, wobei die von der
Summe mehrerer Meßpunkte erzeugten Signale von einer der
Meßeinrichtung nachgeordneten Auswerteeinheit erfaßt und
zur Gut-Schlecht-Erkennung der Münze genutzt werden.
Dieses Verfahren, das bei den im Umlauf befindlichen Münzen
die vorhandene magnetische Schicht als Codierung benutzt,
ist praktisch frei von äußeren Einflüssen und vor allen
Dingen weniger massebehaftet, d. h. Grundlage des Verfahrens
ist die Messung der Rückwirkung der magnetischen Schicht
auf die Meßeinrichtung, wobei die wirksamen magnetischen
Kräfte gemessen werden. Als Unterscheidungskriterium dient
also die Gestalt der magnetischen Schicht.
In Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung kann bei
der Messung mehrerer Meßpunkte die Summe der Meßpunkte zu
einer Meßkurve zusammengefaßt werden. Die Auswerteeinheit
kann dabei so programmiert werden, daß sie nur dann ein
Gut-Signal abgibt, wenn die Meßkurve innerhalb einer vorge
gebenen Bandbreite der Werte liegt. Fällt die Meßkurve aus
der vorgegebenen Bandbreite heraus, die für Gut-Münzen cha
rakteristisch ist, so wird von der Auswerteeinheit kein
Gut-Signal mehr abgegeben, wodurch Falschmünzen selektiert
werden können. Die Signalhöhe innerhalb der vorgegebenen
Grenzen kann beispielsweise mit Hilfe eines Fensterdiskri
minators überprüft werden. Dabei kann beispielsweise in Ab
hängigkeit von der durch die Münzprägung bedingten Gestalt
der ferromagnetischen Schicht eine Referenzkurve festgelegt
werden und die Bandbreite der Gut-Signale mittels einer auf
die Reverenzkurve bezogenen Hüllkurve überprüft werden. Die
Signale können durch Messung einmal am Rand und zum anderen
auch an der aversen bzw. reversen Fläche der Münze erzeugt
werden. Dabei können die Rand- und Flächensignale gemeinsam
ausgewertet werden.
Der bevorzugte Münzprüfer, mit dem das erfindungsgemäße
Verfahren durchgeführt werden kann, umfaßt einen Münzdurch
laufkanal und mindestens einen Magneten und zeichnet sich
dadurch aus, daß der oder die Magnete an der Lauffläche des
Münzdurchlaufkanals und/oder an der Führungswand des Münz
durchlaufkanals federnd angeordnet sind, wobei der Magnet
auf einer Blattfeder befestigt und ihm ein Stellungsgeber
zugeordnet ist, und die Blattfeder zu dem als Kraftmesser
wirkenden Stellungsgeber in einer Grundstellung gehalten
ist, und die durch eine Münze hervorgerufenen Auslenk
kräfte in Signale umgewandelt werden. Bevorzugt ist der
Stellungsgeber eine Hallsonde, ein Dehnungsmeßstreifen, ein
piezoelektrisches System oder ein optisches System.
Um mehrere Meßpunkte von einer Münze zu erhalten, kann die
Münze in der Untersuchungsposition auf Antriebsrollen ge
führt sein, die die Münze zur Abtastung in verschiedene Un
tersuchungspositionen drehen. Der federnd aufgehängte Mag
net kann auf einer Vorrichtung angeordnet sein, die die ge
samte Breite der Münzfläche überstreicht. Auf diese Art
kann eine Vielzahl von Meßpunkten erhalten werden.
In der
Beschreibung werden mehrerer Vorrichtungen zur Durchführung des er
findungsgemäßen Verfahrens, die in der Zeichnung dargestellt sind,
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Randmessung der magnetisier
baren Schicht einer Münze in schematischer Darstellung,
Fig. 2 eine Vorrichtung zur Flächenmessung der magnetisier
baren Schicht einer Münze in schematischer Dar
stellung,
Fig. 3 eine Vorrichtung zur kombinierten Rand- und Flächen
der magnetisierbaren Schicht einer Münze in sche
matischer Darstellung,
Fig. 4 einen Vergleich des Verlaufs der Meßkurve mit dem
Verlauf der Nickelschicht einer Münze.
Für die Abtastung des Randes einer Münze 26 dient die in Fig. 1
dargestellte Vorrichtung. Die Münze läuft auf einer Lauffläche 14
und wird seitlich von Führungswänden 18 gehalten. Lauffläche 14 und
Führungswände 18 bilden den Münzdurchlaufkanal 16. Unter der
Lauffläche 14 ist ein Magnet 10 angebracht, der an einer Blatt
feder 20 befestigt ist, die im Rahmen 38 der Vorrichtung verankert
ist. Ein Stellungsgeber 22 befindet sich unterhalb des an der Blatt
feder 20 befestigten Magneten 10.
Die Vorrichtung zur Flächenabtastung einer Münze 26 ist in der
Fig. 2 dargestellt. In diesem Falle befindet sich der auf einer
Blattfeder 20 befestigte Magnet 10 in einer der seitlichen Führungs
wände 18 und ihm ist ebenfalls ein Stellungsgeber 22 zugeordnet.
Zur Abtastung der Fläche und des Randes einer Münze 26 dient die
in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung. Die Randabtastung entspricht
im wesentlichen der in Fig. 1 dargestellten Methode. Zur Flächen
abtastung dient ein Magnet 10, dessen Blattfeder 20 an einem hin-
und herbewegbaren Schwenkarm 34 befestigt ist, der in einem Lager 36
drehbar gelagert ist. Die Münze 26 ist hierbei in ihrer Untersuchungs
position auf einer Antriebsrolle 30 und einer Führungsrolle 32 zur
Verdrehung in verschiedene Untersuchungspositionen gehaltert.
Die auf den Blattfedern 20 montierten Magnete werden mit den Blatt
federn 20 jeweils so justiert, daß die der Münze 26 zugewandte
Seite des Magneten 10 im angezogenen Zustand einen geringen Ab
stand "A" zur Münze 26 einnimmt. Diese Stellung wird mit dem
Stellungsgeber 22 überwacht. Der Stellungsgeber 22 kann eine Hallsonde
sein, die in einem Abstand "B" hinter dem Magneten 20 auf der
Blattfeder 20 angebracht ist. Die Stellung des Magneten 10 kann auch
mit Dehnungsmeßstreifen auf der Blattfeder 20 oder mit anderen
druckempfindlichen Sensoren, wie z . B. piezoelektrischen Systeme
oder druckempfindlichen Transistoren oder optischen Systemen, die
die Materialspannungen des Federelements meßbar machen, über
wacht werden.
Stimmen die ferromagnetischen Eigenschaften einer Münzfälschung
nicht mit denen der Gut-Münze überein, z. B. bei Verwendung falscher
Werkstoffe, abweichender Schichtdicke oder ungenügenden Randab
stand der Schicht, so nimmt das System aus Magnet 10 und Blattfe
der 20 eine von der Sollstellung abweichende Stellung ein. Da sich
das Feder-Magnetsystem mit seiner Anziehungskraft zur Münze 26
und seiner entgegengesetzten Rückstellkraft der Blattfeder 20 im
Gleichgewicht befindet, arbeitet das die von der magnetischen
Schicht der Münze ausgehenden Kräfte messende System sehr feinfühlig
und spricht auf geringste Abweichungen von den ferromagnetischen
Eigenschaften der Gut-Münze an.
Die Blattfeder 20 benötigt keine mechanische Führung. Die innere
Reibung des Federmaterials selbst ist vernachlässigbar klein und
kann daher bei der Messung außer Betracht gelassen werden.
Bei Verwendung einer Hallsonde als Stellungsgeber 22 wird durch
den sich ändernden Abstand "B" des Magneten 10 von der Sonde
eine Widerstands- und damit eine Spannungsänderung erzeugt, die
problemlos elektronisch verarbeitet und zum Selektieren der betref
fenden Münze herangezogen werden kann.
Die zulässige Streuung der ferromagnetischen Eigenschaften einer
Gut-Münze, z. B. eines 5-DM-Stücks, können in einem oberen und
unteren Spannungsgrenzwert festgelegt werden. Beim Über- bzw.
Unterschreiten der Grenzwerte durch Falschgeld oder Fremdmünzen
wird der Gut-Geld-Impuls nicht gegeben. Hierzu können beispiels
weise Triggerschaltungen, Fensterdiskriminatoren usw. verwendet
werden.
Zur weiteren Erhöhung der Prüfsicherheit ist es vorteilhaft, die
Münze 26 gleichzeitig sowohl axial als auch radial zu messen.
Dabei werden zweckmäßigerweise nicht nur Einzelpunkte der Münze
sondern möglichst viele Punkte gemessen und mit den Grenzwerten
der Gut-Münze verglichen. Dies kann dadurch bewirkt werden,
daß man die Münze axial rotieren läßt, wie es in Fig. 3 dargestellt
ist. Dadurch bewegt sich der Münzrand kontinuierlich über das
Radialmeßsystem hinweg. Der Rand der Münze kann auf diese Weise
über seinen gesamten Umfang, d. h. über einen Bereich von 360°,
zusammenhängend vermessen werden.
Da das Axialmeßsystem auf dem Schwenkarm 34 derart beweglich
aufgehängt ist, daß es eine Bewegung parallel zur Fläche der
Münze 26 ausführen kann, kann es während einer 360°-Drehung mehr
mals die Münz-Fläche überstreichen, so können durch Hin- und Her
schwenken des Schwenkarmes 34 beliebig viele Punkte der Münze
zusammenhängend gemessen werden. Ein mehrmaliges Hin- und Her
schwenken des Axialmeßsystems über der sich drehenden Münze
ergibt rosettenförmige Abtastbahnen. Bei konstanter Drehgeschwin
digkeit der Münze und steigender Schwingfrequenz ändert sich die
Schleifenform der Abtastkurven und geht immer mehr in Geraden
mit scharfen Umkehrpunkten über.
Die Meßkurven der Axialmessungen bei geprägten Münzen mit Nickel-
Innenplattierung für bestimmte Münzen, z. B. für ein 5-DM-Stück oder
ein schwedisches 5-Kronen-Stück, weisen charakteristische Verläufe
auf, da die Nickel-Schichten durch die Prägung in axialer Richtung
verbeult und in sich gestreckt und gestaucht werden. Diese charakte
ristischen Meßkurven können in einem Rechner gespeichert und mit
den Kurven der zu prüfenden Münzen verglichen werden. Bei Über
einstimmung charakteristischer Werte, die je nach erforderlicher
Prüfgenauigkeit festlegbar sind, kann der Gut-Geld-Impuls gegeben
werden.
Die Prägestempel von Zahl und Adler führen bei einer Münze zu
Stauchungen, Streckungen und Verbeulungen der magnetischen Schicht
(Nickelschicht). Stehen sich zwei Vertiefungen der Prägestempel
gegenüber, so wird die Nickelschicht gestaucht. Stehen sich zwei
Erhöhungen gegenüber, so wird die Nickelschicht gestreckt. Stehen
sich eine Vertiefung und eine Erhöhung gegenüber,so wird die Nickel
schicht verbeult. Der Verlauf der Nickelschicht innerhalb der Münze
ist also eine prägetechnische Gesetzmäßigkeit und wiederholt sich
bei allen Münzen, da Zahl und Adler sich immer aufrecht gegen
überstehen. Der Zusammenhang zwischen dem durch die Prägung
bedingten Verlauf der Nickelschicht und dem Verlauf der zugehörigen
Meßkurven ist in der Fig. 4 dargestellt.
Claims (10)
1. Verfahren zum Prüfen ferromagnetischer Eigenschaften
abhängig von Gestalt und Verlauf der ferromagnetischen
Schichten plattierter oder nichtplattierter Münzen,
die dazu in Drehung versetzt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine festmagnetische Sensoren enthaltende Meßein
richtung die Gestalt und den Verlauf der magnetischen
Schicht einer Münze durch mehrfache punktuelle Messung
erfaßt und den ferromagnetischen Eigenschaften der
Münze proportionale Signale durch eine Auslenkung ei
nes mit einem Meßfühler der Meßeinrichtung zusammen
wirkenden Magneten durch die ferromagnetische Münze
erzeugt werden, die in einem bestimmten Abstand zu dem
Magneten angeordnet wird, wobei die von der Summe meh
rerer Meßpunkte erzeugten Signale von einer der
Meßeinrichtung nachgeordneten Auswerteeinheit erfaßt
und zur Gut-Schlecht-Erkennung der Münze genutzt wer
den.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Summe der Meßpunkte zu einer Meßkurve zusam
mengefaßt wird, und die Auswerteeinheit nur innerhalb
einer vorbestimmten Bandbreite der Meßkurve ein Gut-
Signal abgibt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Signalhöhe innerhalb vorgegebe
ner Grenzen mit Hilfe eines Fensterdiskriminators
überprüft wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Referenzkurve in Abhängigkeit
von dem durch die Münzprägung bedingten Verlauf der
ferromagnetischen Schicht festgelegt wird und die
Bandbreite der Gut-Signale mittels einer auf die Re
ferenzkurve bezogenen Hüllkurve überprüft wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Signale durch Mes
sung am Rand und/oder der aversen bzw. reversen Flä
che der Münze erzeugt werden.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rand- und Flächen
signale gemeinsam ausgewertet werden.
7. Münzprüfer zur Durchführung des Verfahrens nach An
spruch 1, mit einem Münzdurchlaufkanal und mindestens
einem Magneten, dadurch gekennzeichnet, daß der oder
die Magnete (10) an der Lauffläche (14) des Münz
durchlaufkanals (16) und/oder an der Führungswand
(18) des Münzdurchlaufkanals (16) federnd angeordnet
sind, wobei der Magnet (10) auf einer Blattfeder (20)
befestigt und ihm ein Stellungsgeber (22) zugeord
net ist und die Blattfeder (20) zu dem als Kraftmes
ser wirkenden Stellungsgeber (22) in einer Grundstel
lung gehalten ist, und die durch eine Münze (26) her
vorgerufenen Auslenkkräfte in Signale umgewandelt
werden.
8. Münzprüfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Münze (26) in der Untersuchungsposition auf
einer Antriebsrolle (30) und einer Führungsrolle (32)
geführt ist, die die Münze zur Abtastung in verschie
denen Untersuchungspositionen drehen.
9. Münzprüfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der federnd aufgehängte Magnet (10) auf einer
Vorrichtung angeordnet ist, die die gesamte Breite
der Münzfläche überstreicht.
10. Münzprüfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellungsgeber (22) eine Hallsonde, ein Deh
nungsmeßstreifen, ein piezoelektrisches System oder
ein optisches System ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863605802 DE3605802C2 (de) | 1986-02-22 | 1986-02-22 | Verfahren zum Prüfen von Münzen und Münzprüfer zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863605802 DE3605802C2 (de) | 1986-02-22 | 1986-02-22 | Verfahren zum Prüfen von Münzen und Münzprüfer zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3605802A1 DE3605802A1 (de) | 1987-08-27 |
| DE3605802C2 true DE3605802C2 (de) | 1997-10-16 |
Family
ID=6294758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863605802 Expired - Fee Related DE3605802C2 (de) | 1986-02-22 | 1986-02-22 | Verfahren zum Prüfen von Münzen und Münzprüfer zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3605802C2 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5119916A (en) * | 1990-03-27 | 1992-06-09 | Duncan Industries Parking Control Corp. | Sensor for measuring the magnetically responsive characteristics of tokens |
| DE4121033C2 (de) * | 1991-06-26 | 1994-10-27 | Nat Rejectors Gmbh | Elektronischer Münzprüfer |
| DE9114313U1 (de) * | 1991-11-16 | 1993-03-18 | National Rejectors, Inc. GmbH, 2150 Buxtehude | Münzprüfer |
| GB2266804B (en) * | 1992-05-06 | 1996-03-27 | Mars Inc | Coin validator |
| US20200242875A1 (en) * | 2019-01-29 | 2020-07-30 | Honeywell International Inc. | Use of oxidic magnetic particles for magnetic marking of metals |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3207592A1 (de) * | 1982-03-03 | 1983-09-15 | Vereinigte Deutsche Metallwerke Ag, 6000 Frankfurt | Verfahren und vorrichtung zur pruefung von codierten muenzen |
| DE3425251C2 (de) * | 1984-07-09 | 1997-11-13 | Nsm Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen von Münzen mit ferromagnetischen Schichten |
-
1986
- 1986-02-22 DE DE19863605802 patent/DE3605802C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3605802A1 (de) | 1987-08-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69420335T2 (de) | Verfahren und Gerät zur Echtheitskontrolle von Objekten | |
| DE69431458T2 (de) | Echtheitsüberprüfung von Gegenständen | |
| DE69417444T2 (de) | Münzdiskriminator | |
| EP0100009B1 (de) | Vorrichtung zum zerstörungsfreien Messen der Einhärtetiefe von Werkstoffen | |
| EP1769239A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur zerstörungsfreien prüfung von rohren | |
| DE3605802C2 (de) | Verfahren zum Prüfen von Münzen und Münzprüfer zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE60222013T2 (de) | Münzunterscheidungsvorrichtung, in der frequenzen von wirbelströmen gemessen werden | |
| DE4126707A1 (de) | Wirbelstromsensor | |
| EP2732279A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur detektion wenigstens eines periodisch auftretenden fehlers an einem gegenstand | |
| DE2834287A1 (de) | Verfahren zur pruefung der magnetischen eigenschaften eines sicherheitsfadens in einem wertdruck | |
| DE2158025C3 (de) | Vorrichtung zum Prüfen der Echtheit und des Wertes von Münzen | |
| DE4100283A1 (de) | Verfahren und elektronische schaltung zur auswertung analogischer signale | |
| DE69323255T2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Prüfen der Authentizität von Gegenständen | |
| DE69923857T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum prüfen von bimetallischen münzen | |
| DE3537129A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur zerstoerungsfreien werkstoffpruefung, insbesondere zur dickenbestimmung | |
| DE4138018C1 (de) | ||
| DE102019219049A1 (de) | Messsystem zum Erfassen von Schlupf in einem Wälzlager | |
| DE4128882C2 (de) | Rollsonde für die kontinuierliche Messung der Dicke von Schichten oder Bändern | |
| DE10049623A1 (de) | Vorrichtung zum Authentifizieren von Erzeugnissen und Autorisierungsverfahren unter Verwendung der magnetischen Eigenschaften eines Markers | |
| DE2444950C2 (de) | Vorrichtung zur Prüfung von aus plattiertem Material mit magnetischen Eigenschaften hergestellten Münzplättchen | |
| EP0543200B1 (de) | Münzprüfer | |
| EP0590381B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Eichen eines Münzprüfers | |
| EP0464186A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum auswerten der informationen eines codeträgers | |
| DE3207592A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur pruefung von codierten muenzen | |
| WO2015140220A1 (de) | Magnetfeldsensoranordnung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: NSM AG, 6530 BINGEN, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |