DE36072C - Elastischer Sattelgurt - Google Patents
Elastischer SattelgurtInfo
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- DE36072C DE36072C DE188536072D DE36072DA DE36072C DE 36072 C DE36072 C DE 36072C DE 188536072 D DE188536072 D DE 188536072D DE 36072D A DE36072D A DE 36072DA DE 36072 C DE36072 C DE 36072C
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- Germany
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- belt
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- elastic
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68C—SADDLES; STIRRUPS
- B68C1/00—Saddling equipment for riding- or pack-animals
- B68C1/14—Belts or straps for saddles; Tighteners therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbad.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. November 1885 ab.
Dieser Gurt soll dem Sattel eine gröfsere Stabilität verleihen, das Rutschen des Sattels
nach vorn oder hinten oder nach der Seite verhindern, das durch dieses Rutschen verursachte
Wundreiben der Pferde beseitigen und das Nachziehen des Gurtes, welches bis jetzt nach kurzer Zeit vorgenommen werden
mufste, wenn das Pferd beim Satteln sich aufgeblasen hatte, überflüssig machen.
Dieser Sattelgurt ist nur in seinem mittleren Theil in einer Länge von ungefähr 40 cm
elastisch, d. h. gerade in dem Theil, welcher unter den Bauch des Pferdes zu liegen kommt.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen solchen Gurt in verschiedenen Ausführungen dar.
Fig. ι zeigt einen gewebten Gurt.
Fig. 2 ist ein Schnitt eines gewebten elastischen Gurtes, dessen mittlerer Theil aus reinem
Kautschuk besteht. . .
Fig. 3 ist ein Schnitt eines ebenfalls gewebten Gurtes, dessen Elasticität durch ein
Mischgewebe von Kautschukfäden und Gespinnstfäden hergestellt ist.
Fig. 4 zeigt eine Ansicht eines aus elastischen, neben einander liegenden Schnüren gefertigten
Gurtes.
Fig. 5 ist eine Einzelansicht einer solchen Schnur.
Fig. 6 ist ein Schnitt durch die Verbindungsstelle des elastischen Theiles der in Fig. 5 dargestellten
Art von Gurt.
Fig. 7 ist ein Grundrifs dieser Verbindungsstelle.
Die Schnitte in den Fig. 2, 3 und 5 sind in gröfserem Mafsstabe ausgeführt wie die
Fig. ι und 4, auch sind die Dimensionen der Fäden vergröfsert, um die nachfolgenden Erklärungen
verständlicher zu machen.
Zwei Stücke A B eines passenden Gewebes, Fig. 2, sind in eine gerade Linie zu einander
mit einem Zwischenraum von ungefähr 40 cm von einander gelegt. Ueber die beiden Seiten
des Gewebes, sowie in den zwischen den Enden der Stücke A B befindlichen Raum wird
Kautschuk D gegossen und so ein sehr fester Gurt hergestellt, dessen mittlerer Theil vollständig
aus Kautschuk besteht und dessen gewebte Theile A B ganz mit einer dünnen
Schicht dieses Kautschuks bedeckt sind. Diese dünne Schicht verbindet so die Enden von
A B mit dem mittleren Theil und schützt sie gegen den schädlichen scharfen Schweifs der
Pferde. Infolge der Geschmeidigkeit des Gurtes wird das Pferd auch nicht mehr durch die
Kanten des Gewebes verletzt, indem letztere durch die elastische Schutzmasse bedeckt werden.
Der in Fig. 3 dargestellte Gurt besteht in seiner ganzen Länge aus einem Gewebe; die
Kettenfäden E, welche in der Längsrichtung des Gewebes liegen, sind entweder alle oder
wenigstens ein Theil derselben beim Weben auf eine Länge von ungefähr 40 cm mit einem
Kautschukfaden F umwunden. Um da, wo der dehnbare Theil beginnt, eine gute Verbindung
des Kautschukfadens mit dem Stofffaden herzustellen, wird der Kautschukfaden F
zuerst auf eine kurze Strecke um den Faden E
gewunden und dann der Faden E um den Faden F, wie solches in Fig. 3 veranschaulicht
ist. Bis jetzt ist dieses nur in einem Theil seiner Länge elastische Gewebe noch
nicht hergestellt und auch für Sattelgurte noch nicht verwendet worden.
Der in Fig. 4 und 5 dargestellte Gurt ist aus neben einander liegenden Schnüren G gebildet.
Die Hanffasern, deren Anzahl variiren kann und welche durch ihre gegenseitige Drehung die Schnüre bilden, umgeben mit
ihrem mittleren Theil auf eine Länge von ungefähr 40 cm einen Kautschukfaden J von geeigneter
Dicke. Die verschiedenen Schnüre G werden da, wo auf beiden Seiten der mittlere
elastische Theil beginnt, mittelst Querfäden mit einander verbunden und auf diese Weise zwei
gewebte Bänder MM hergestellt.
Jeder der vorstehend beschriebenen Gurte theilt sich an' seinen beiden Enden in zwei
Theile, welche in Schnallen H enden, um den Gurt, wie dies gewöhnlich geschieht, an den
Gegengurt des Sattels anzuschnallen.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Ein elastischer Sattelgurt, hergestellt entweder aus zwei Stücken Geweben A und B, welche mit einer auf- bezw. zwischengegossenen Kautschukmasse D überzogen und der Länge nach vereinigt werden, Fig. 2, oder aus einem Gewebe, dessen mittlerer Theil auf eine Länge von ungefähr 40 cm elastisch ist, wobei diese Elasticität beim Weben dadurch hergestellt wird, dafs alle Kettenfäden oder ein Theil derselben um Kautschukfäden gewickelt werden, oder aus neben einander liegenden Schnüren, wobei die die Schnüre bildenden Hanffasern auf eine Länge von ungefähr 40 cm einen Kautschukfaden von geeigneter Stärke umgeben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36072C true DE36072C (de) | 1886-06-25 |
Family
ID=88651499
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188536072D Active DE36072C (de) | 1885-11-28 | Elastischer Sattelgurt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36072C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4488222A1 (de) * | 2023-07-07 | 2025-01-08 | Heinz Lahr | Sattelgurt |
-
1885
- 1885-11-28 DE DE188536072D patent/DE36072C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4488222A1 (de) * | 2023-07-07 | 2025-01-08 | Heinz Lahr | Sattelgurt |
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