DE3610880C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gewindeaufbau für das Verbinden zweier
Elemente in einem Schlagbohrstrang mit einem zylindrischen Innengewinde und
einem zylindrischen Außengewinde, wobei die Gewinde aneinanderstoßende
Flanken haben, die längs ihrer Stoßkontaktabschnitte gerade sind, und wobei
zwischen dem Bodenteil des Außengewindes und dem Kopfteil des Innengewindes
ein Spiel vorgesehen ist, wobei das Spiel mehr als 1% des Außendurchmessers des
Außengewindes beträgt.
Ein Gewindeaufbau dieser Art ist in der US 43 32 502 beschrieben.
Diese befaßt sich insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen Flankenwinkel des
Gewindes und Gewindesteigung, um ein Festfressen und Verkeilen der Flanken
flächen aneinander zu vermeiden.
Ein Gewindeaufbau ähnlicher Art ist in der US-PS 36 45 570 beschrieben, bei
welchem jedoch die Größe des Spiels nicht näher bestimmt ist und in einem
Ausführungsbeispiel in der Größenordnung von 1 Promille des Gewindedurch
messers liegt. Bei einem solchen Gewindeaufbau wird Reibmartensit an den
Berührungsoberflächen gebildet, das sich beim sogenannten Lochfraß oder Pitting
ergibt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Druckluft als Spülmedium
verwendet wird, die zu einer vergleichsweise schwachen Kühlung der Kontakt
flächen führt, und wenn die Kontaktflächen karburiert bzw. karbonisiert werden.
Wenn dieser sogenannte Lochfraß an den Flanken der Gewinde auftritt, ist er
verhältnismäßig ungefährlich. Im Bodenteil des Außengewindes jedoch, wo die
Belastungskonzentration hoch ist, führt ein Oberflächendefekt schnell zu Ermüdungs
fehlern bzw. zum Ermüdungsbruch des Bohrelementes.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines gattungsgemäßen Gewindeaufbaues,
bei welchem sichergestellt ist, daß zwischen dem Kopfteil
des Innengewindes und dem Bodenteil des Außengewindes auch dann kein Kontakt
auftritt, wenn die Gewinde abgenutzt oder abgerieben sind.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Im folgenden wird die Erfindung im einzelnen unter Bezug
nahme auf die Zeichnungen beschrieben, in welchen nur als
Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenschnittansicht eines Endes einer Bohr
stange gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des anderen Endes der Bohrstange
in Fig. 1,
Fig. 3 zwei Bohrstangen der in den Fig. 1 und 2 gezeig
ten Art, die miteinander verbunden sind,
Fig. 4 ein Innengewinde mit einem Bohrelement gemäß der Er
findung,
Fig. 5 ein Außengewinde in einem Bohrelement gemäß der
Erfindung und
Fig. 6 ein Teil der Kupplung in Fig. 3 in vergrößertem
Maßstab.
Die Bohrstange 10, die in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist,
ist an ihrem einen Ende mit einem hülsenförmigen Teil 11
versehen, in welchem ein Innengewinde 12 gebildet ist. An
ihrem anderen Ende ist die Bohrstange 10 mit einem Außenge
winde 13 versehen. Ferner weist die Bohrstange 10 einen
Spülkanal 14 auf, der längs durch die Stange hindurchgeht,
durch welchen Spülmedium geleitet wird, wie z. B. Druckluft
oder unter Druck gesetztes Wasser. Der Boden des hülsenför
migen Teils 11 bildet eine ringförmige vorspringende bzw.
anstoßende Stoßfläche oder Stirnfläche 15, die geeignet
derart ausgestaltet ist, daß sie gegen eine entsprechende
ringförmige Stoßfläche 16 am Außengewindeende einer anderen
Bohrstange aufliegt, wenn zwei Bohrstangen 10 miteinander
verschraubt werden.
Bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist die Bohr
stange 10 im Querschnitt kreisförmig und an ihren Enden mit
Torsionsgreifern bzw. -kupplern 17, 18 versehen, um während
des Verbindens und Auseinandernehmens der Bohrstangen deren
Halterung zu ermöglichen.
Das Innengewinde 12 hat im Längsschnitt ein gerades Flan
kenteil 19, und das Außengewinde 13 hat ein entsprechendes
gerades Flankenteil 20. Die Gewinde 12, 13 haben im Profil
gerade Kopf- und Bodenteile, die für das Außengewinde mit
21 bzw. 22 bezeichnet sind und für das Innengewinde mit 23
bzw. 24 bezeichnet sind. Die geraden Kopf- und Bodenteile
drehen sich über gekrümmte Teile 25, 26 auf dem Außengewin
de und gekrümmte Teile 27, 28 auf dem Innengewinde in die
geraden Flankenteile 19, 20 hinein.
In herkömmlicher Weise sind die Gewinde 12, 13 derart aus
gestaltet, daß ein Kontakt bzw. eine Berührung nur zwischen
den geraden Flankenteilen 19, 20 entsteht, wenn die Gewinde
zusammengeschraubt werden, und somit nicht zwischen den ge
krümmten Teilen oder zwischen den Kopf- und Bodenteilen.
Deshalb wird ein Anstoßen zwischen Teilen vermieden, die
relativ zur Bohrachse nur schwach geeignet sind, und das An
stoßen kann die Gewinde veranlassen, daß sie unter Verkei
lung verbunden werden.
Wie vorstehend erwähnt, ist es Zweck der Erfindung, sicher
zustellen, daß ein Kontakt zwischen dem Kopfteil 24 des In
nengewindes 12 und dem Bodenteil 22 des Außengewindes dann
nicht entsteht, wenn die Gewinde abgerieben sind. Wegen des
asymmetrischen Abriebes des Gewindeprofiles bei Abrieb der
Profile neigt das Spiel a zwischen dem Kopfteil 24 und dem
Bodenteil 22 dazu, auf einer Seite kleiner und kleiner zu
werden; genauer gesagt an der Seite nahe den Stoßflanken
teilen 19, 20.
Bei dem Gewindeaufbau dieser Art ist es erwünscht, einen
Zwischenraum zwischen den Gewinden so klein wie möglich zu
haben, um dem Eindringen von Bohrstaub in die Gewindekupp
lung hinein entgegenzuwirken. Im Gegensatz dazu hat man ge
funden, daß die Lebensdauer des Bohrelementes beachtlich
verlängert wird, wenn das Spiel a erheblich vergrößert wird.
Hierdurch ist sichergestellt, daß der Kontakt an den Teilen
22, 24 selbst dann nicht entsteht, wenn die Gewinde stark
abgerieben sind. In diesem Falle entsteht selbstverständ
lich eine Berührung an den Teilen 21, 23, da das Spiel b
zwischen dem Bodenteil 23 des Innengewindes und dem Kopf
teil 21 des Außengewindes konventionelles Maß hat. Eine
solche Berührung, die zum sogenannten Lochfraß führt, ruft
jedoch sehr selten Ermüdungsbruch hervor. Der Grund dafür
besteht darin, daß das Teil mit dem Innengewinde 12 einen
erheblich größeren Biegewiderstand als das Teil mit dem
Außengewinde 13 hat, was zu geringeren Biegebeanspruchungen
in dem ersterwähnten Teil führt. Man hat gefunden, daß das
Spiel bzw. der Zwischenraum oder Abstand a größer als 1%
des Außendurchmessers Dy des Außengewindes 13 sein sollte
und daß auch das Spiel a mindestens das Vierfache des Spie
les b ist, um sicherzustellen, daß ein Kontakt zwischen den
Teilen 22, 24 nicht auftritt. Bei der dargestellten Ausfüh
rungsform hat das Innengewinde 12 eine Höhe h, die kleiner
ist als 5% des Innendurchmessers Di des Innengewindes 12.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat das Gewinde 12
eine Höhe h, die kleiner als 4,5% des Innendurchmessers Di
für Innendurchmesser ist, die kleiner als 55 mm sind.
In an sich bekannter Weise haben die Gewinde einen Eingang,
und der Steigungswinkel α der Gewinde liegt zwischen 5,5°
und 8°. Der Steigungswinkel α wird aus der Formel berechnet,
wobei
s = die Steigung und
Dm = der effektive oder mittlere Durchmesser.
s = die Steigung und
Dm = der effektive oder mittlere Durchmesser.
Der etwas verringerte Steigungswinkel, wenn man mit dem Ge
windeaufbau nach der US-PS 36 45 570 vergleicht, beruht auf
der Tatsache, daß der Steigungswinkel gemäß der vorliegenden
Erfindung an hydraulisch betriebene Gesteinsbohrmaschinen
angepaßt ist, während der Steigungswinkel bei dem Gewindeaufbau
nach der US-PS 36 45 570 an pneumatisch betriebene
Gesteinsbohrmaschinen angepaßt ist.
Infolge der Natur der Stoßwellen ziehen die pneumatischen
Gesteinsbohrmaschinen die Gewindeverbindung härter an als
die hydraulischen Gesteinsbohrmaschinen. Weil das Entkupplungsdrehmoment
steigt, wenn der Steigungswinkel abnimmt,
wird ein vergleichsweise kleiner Steigungswinkel ausgesucht,
um sicherzustellen, daß die Gewindeverbindung während des
Bohrens durch hydraulische Gesteinsbohrmaschinen hart genug
angezogen ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat
man gefunden, daß der Steigungswinkel α um 0,4°-0,8° abnehmen
sollte, wenn der Durchmesser der Gewinde 12, 13 um
10 mm steigt, in welchem Falle der Steigungswinkel α in der
Größenordnung von 7,2° für ein Innengewinde 12 mit einem
Außendurchmesser von 38 mm liegt.
In an sich bekannter Weise beträgt der Neigungswinkel β der
Flankenteile 19, 20 relativ zur Längsachse des Schlagbohrstranges
45°-40°, vorzugsweise hat er Werte in der Größenordnung
von 35°. Wie oben erwähnt, tritt ein Anstoßen
nur an den Flankenteilen 19, 20 auf. Deshalb können die den
Flankenteilen 19, 20 gegenüberliegenden Flanken sowie die
benachbarten gekrümmten Teile und das Kopf- und Bodenteil
willkürlich in zeimlich weiten Grenzen ausgestaltet sein.
Man hat es jedoch für zweckmäßig gefunden, wenn die zwei
gegenüberliegenden Flanken der Gewinde bezüglich der Flankenneigung
im wesentlichen symmetrisch sind. Ferner hat man
es für zweckmäßig erachtet, daß die Kopf- und Bodenteile
der Gewinde gerade und im wesentlichen parallel zur Längsachse
des Bohrstranges sein sollten. Die Kopf- und Bodenteile
können jedoch auf andere Arten ausgestaltet sein, z. B.
konkav, wobei in diesem Falle das Spiel a an derjenigen
Stelle gemessen wird, wo der Abstand zwischen den Kopf- und
Bodenteilen am kleinsten ist und die Höhe h die größte Höhe
des Gewindes ist.
Nachfolgend stehen Größen in Tabellenform, welche für das
Spiel a für zweckmäßig angesehen worden sind, ebenso für
die Höhe h des Innengewindes und den Steigungswinkel α für
unterschiedliche Größen des Innendurchmessers Di des Innengewindes
und des Außendurchmessers Dy des Außengewindes.
Da das Spiel b eine konstante Größe, 0,1 mm, hat, liegt das
Verhältnis a : b im Bereich von 4,5 bis 7 für die als Beispiel
genommenen Gewinde.
Wie man aus Fig. 2 sieht, ist in der Stoßfläche 16 eine
Nut 29 vorgesehen. Die Nut 29 erstreckt sich ganz über die
Stoßoberfläche 16 und steht mit dem Spülkanal 14 in Verbindung,
wodurch sichergestellt ist, daß das Spülmedium den
Gewinden 12, 13 zum Spülen und Kühlen derselben zugeführt
wird. Andererseits kann die Nut 29 auch in der Stoßfläche
15 vorgesehen werden.
Obwohl die Erfindung hier in Verbindung mit einer Bohrstange
beschrieben worden ist, die an ihrem einen Ende ein Außengewinde
und an ihrem anderen Ende ein Innengewinde hat,
versteht es sich aber doch, daß der Gewindeaufbau in jeder
Art von Bohrelement in einem Schlagbohrstrang benutzt werden
kann, wie z. B. einer Bohrstange, die an beiden Enden
außen mit Gewinde versehen ist, einer Kupplungshülse für
die Verbindung zweier solcher Bohrstangen und einen Bohrstahl
bzw. Abbaumeißel, der zum Verbinden mit einer solchen
Bohrstange geeignet ausgestaltet ist.
Claims (4)
1. Gewindeaufbau für das Verbinden zweier Elemente (10, 11) in einem
Schlagbohrstrang mit einem zylindrischen Innengewinde (12) und einem zylindrischen
Außengewinde (13), wobei die Gewinde (12, 13) aneinanderstoßende
Flanken (19, 20) haben, die längs ihrer Stoßkontaktabschnitte gerade sind, und wobei
zwischen dem Bodenteil (22) des Außengewindes (13) und dem Kopfteil (24) des
Innengewindes (12) ein Spiel (a) vorgesehen ist, wobei das Spiel (a) mehr als 1% des
Außendurchmessers (Dy) des Außengewindes (13) beträgt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spiel (a) mindestens das Vierfache des Spiels (b) zwischen dem Bodenteil
(23) des Innengewindes und dem Kopftteil (21) des Außengewindes ist.
2. Gewindeaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Innengewinde (12) eine Höhe (h) hat, die kleiner als 5% des Innendurchmessers (Di)
des Innengewindes (12) ist.
3. Gewindeaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoß- bzw. Stirnflanken (19, 20) um 25° bis 40°, vorzugsweise 35°, zur
Längsachse des Bohrstranges geneigt sind.
4. Gewindeaufbau nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde
(12, 13) einen Eingang haben und der Steigungswinkel (α) der Gewinde 5,5°-8°
beträgt, wobei der Steigungswinkel (α) um 0,4°-0,8° auf eine Zunahme des
Durchmessers der Gewinde (12, 13) um 10 mm abnimmt, und daß der Steigungswinkel
(α) in der Größenordnung von 7,2° liegt für ein Innengewinde (12) mit einem
Außendurchmesser von 38 mm.
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Free format text: DIE FORMEL IM BESCHREIBUNGSTEXT IN SPALTE 3, ZEILEN 10 BIS 12 WIRD DAHINGEHEND BERICHTIGT, DASS IM ZAEHLER DES BRUCHES "GEWINDE W" DURCH DEN BUCHSTABEN "S" UND IM NENNER DES BRUCHES DER BUCHSTABE "S" DURCH "D(PFEIL ABWAERTS)M(PFEIL ABWAERTS) (PFEIL HOCH).(PFEIL HOCH) (PI)" ERSETZT WIRD |