DE361130C - Selbsttaetige Vorrichtung zur Betaetigung der Triebradbremse fuer Lokomotiven - Google Patents

Selbsttaetige Vorrichtung zur Betaetigung der Triebradbremse fuer Lokomotiven

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DE361130C
DE361130C DEK77830D DEK0077830D DE361130C DE 361130 C DE361130 C DE 361130C DE K77830 D DEK77830 D DE K77830D DE K0077830 D DEK0077830 D DE K0077830D DE 361130 C DE361130 C DE 361130C
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KNORR BREMSE AG
Knorr Bremse AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H9/00Brakes characterised by, or modified for, their application to special railway systems or purposes
    • B61H9/006Brakes for locomotives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Vorrichtung zur Betätigung der Lokomotivtriebradbremse luftgebremster Eisenbahnzüge bei einer vom Zuge aus eingeleiteten Bremsung und bezweckt, bei Bremsungen jeder Art, die von der Lokomotive aus eingeleitet werden, die Lokomotivtriebradbremse zunächst außer Wirksamkeit zu belassen, so daß der Zug gestreckt und ohne ίο Stoß zum Halten kommt, bei vom Zuge aus eingeleiteten Bremsungen aber, die ausnahmslos als Gefahr- oder Notbremsungen zu gelten haben, die Lokomotivtriebradbremse sogleich in volle Wirksamkeit zu setzen. Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι in schematischer Darstellung die Einrichtung in der bei Druckluftbremsen möglichen Ausführungsform in der Füll- oder Lösestellung, die zugleich derjenigen Stellung entspricht, die die Vorrichtung bei einer vom Zuge aus eingeleiteten Bremsung einnimmt.
Abb. 2 zeigt dieselbe Ausführungsform in der Stellung, die die Vorrichtung bei einer von der Lokomotive aus eingeleiteten Bremsung einnimmt.
Abb. 3 veranschaulicht eine Ausführungsform der Vorrichtung für die Saugluftbremse, und zwar in der Stellung, die der gelösten betriebsbereiten Bremse entspricht.
Bei der Ausführungsform für die Druckluftbremse wird die hinter dem mit F V angedeuteten Führerventil von der Leitung L abzweigende, zur Lokomotivtriebradbremse L B führende Leitung durch ein Ventil V überwacht, das durch einen Druckluftkolben K gesteuert wird. In die Leitung L ist kurz vor der zur Lokomotivtriebradbremse führenden Zweigleitung ein Rückschlagventil r eingeschaltet, das sich nur nach dem ! Führerventil hin zu öffnen vermag. Vor j diesem zweigt sich von der Hauptleitung eine ■ in den den Kolben k einschließenden Zylinder ί führende Zweigleitung Z ab, die mit zwei Bohrungen in diesen derart mündet, daß sich bei der tiefsten Kolbenstellung die eine Bohrung unterhalb, die andere oberhalb des KoI-bens k befindet.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende:
Wird durch das Führerventil die Hauptleitung L mit Druckluft gefüllt, so schließt sich das Rückschlagventil r, die Druckluft tritt durch die Zweigleitung Z über und unter den Kolben k, dabei kann erforderlichenfalls die über dem Kolben liegende Öffnung etwas enger gehalten sein als die untere, so daß sie leicht drosselnd wirkt. Die über dem Kolben tretende Druckluft fließt sogleich nach der Leitung L hin ab, die unter ihn tretende hebt ihn an, so daß er schließlich nur noch von · unten beaufschlagt wird. Dabei öffnet sich das Ventil V. Hat der Kolben seine höchste Stellung eingenommen, so strömt die Druckluft durch den Umlauf u um ihn herum und erfüllt die Hauptleitung und die Lokomotivtriebradbremse. Ist beiderseits des Kolbens Druckausgleich eingetreten, so sinkt er durch sein Eigengewicht nach unten, das Ventil V schließt sich, und die Bremse ist betriebsbereit.
Wird jetzt mittels des Führerbremsventils eine Bremsung eingeleitet, so öffnet sich infolge des Abfließens der Druckluft aus dem vorderen Leitungsteil das Rückschlagventil r, der Kolben k verbleibt in seiner tiefsten Stellung (Abb. 2), da der Druck über die Zweigleitung Z sowohl wie durch das Ventil r abfließt. Das Ventil V bleibt geschlossen, die Lokomotivtriebradbremse tritt nicht ohne weiteres in Wirksamkeit; dies muß vielmehr erforderlichenfalls durch besondere Maßnahmen veranlaßt werden.
Wird eine Bremsung vom Zuge aus durch Öffnen eines Notbremshahnes oder durch eine Zugtrennung hervorgerufen, so sinkt der Druck in der Hauptleitung rasch, das Rückschlagventil r schließt sich, der zwischen Führerventil und Rückschlagventil sowie in der Zweigleitung Z befindliche Druck hebt den Kolben k an, öffnet das Ventil V und läßt Druckluft aus der zur Lokomotivradbremse führenden Leitung entweichen, wodurch die Lokomotivbremse sogleich kräftig zur Wirkung gelangt.
Bei der in Abb. 3 dargestellten Einrichtung, die für die Saugluftbremse dient, ist bei A der Doppelluftsauger der Lokomotive
angeschlossen, die Öffnung B führt zum Lokomotivbremszylinder, der Anschluß K zur Bremsluftklappe; bei H ist die Hauptleitung angeschlossen.
In den Luftweg zwischen Luftsauger und Hauptleitung sind das Rückschlagventil R und das Schieberventil 5 eingeschaltet, der obere Teil T des letzteren' schließt in angehobenem Zustand die Verbindung zwischen
ίο Hauptleitung einerseits und dem Lokomotivbremszylinder sowie der Bremsluftklappe andererseits ab, während der untere Teil von i1 in dieser Stellung die Verbindung zwischen Hauptleitung und Doppelsauger öffnet. In nicht angehobener Stellung ist die letztere Verbindung geschlossen, die erstere durch im Teil T vorgesehene Durchbrechung geöffnet.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist
folgende:
Bei der auf der Zeichnung dargestellten Lage der Vorrichtung ist die Hauptleitung luftleer gesaugt, die Bremse ist gelöst. Wird nun vom Zuge aus durch Einlassen atmosphärischer Luft in die Hauptleitung gebremst, so verbleibt das Ventil S in seiner Lage, durch die in dem oberen Teil T vorgesehenen Durchbrechungen gelangt atmosphärische Luft auch in den Lokornotivbremszylinder, die Lokomotive bremst sofort kräftig mit.
Wird dagegen von der Lokomotive aus eine Bremsung eingeleitet, indem durch den Drehschieber des Doppelsaugers atmosphärische Luft in die Bremse geleitet wird, so findet diese das Rückschlagventil R verschlossen, sie tritt unter das Ventil S, hebt dieses an und gelangt in die Hauptleitung. Durch das Anheben des Ventils 6" verschließt dessen oberer Teil T die Verbindung zwischen Hauptleitung und Lokomotivbremszylinder, die Lokomotivtriebradbremse tritt nicht in Wirksamkeit. Nach eingetretenem Druckausgleich sinkt das Ventil S von selbst, und die Verbindung zwischen Hauptleitung und Lokomotivbremszylinder öffnet sich, die Lokomotivtriebradbremse wirkt mit.
Wird zum Zweck des Lösens der Bremse die Hauptleitung durch den Doppelsauger leer gesaugt, so öffnet sich das Rückschlagventil R1 und zugleich mit der Leitung wird durch die Durchbrechungen im Teil T des Schieberventils 5" die Lokomotivtriebradbremse gelöst.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbsttätige Vorrichtung zur Betätigung der Triebradbremse der Lokomotive bei luftgebremsten Eisenbahnzügen, dadurch' gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der Lokomotivbremse und der Hauptleitung durch ein Ventil derart überwacht wird, daß sie geöffnet bzw. offen gehalten wird, wenn vom Zuge aus eine Bremsung vorgenommen wird, dagegen geschlossen bleibt bzw. geschlossen wird, wenn die Bremsung von der Lokomotive aus eingeleitet wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 * für Druckluftbremsen, dadurch gekennzeichnet, daß das die genannte Verbindung überwachende Ventil (V) durch einen Druckluftkolben (k) gesteuert wird, der sich in einem Zylinder befindet, der einerseits in offener Verbindung mit der Hauptleitung L steht, andererseits durch eine Zweigleitung Z mit ihr verbunden ist, wobei die Mündung der letzteren in dem Zylinder durch zwei Bohrungen gebildet wird, deren eine bei tiefster KoI-benstellung über, die andere unter den Kolben führt, und daß ein zwischen den Mündungen beider Zweigleitungen in die Hauptleitung eingeschaltetes, nach dem Führerventil hin sich öffnendes Rückschlagventil (r) angeordnet ist, das sich bei einer von der Lokomotive aus eingeleiteten Bremsung öffnet, so daß der Kolben (k) in Ruhe bleibt und die Lokomotivtriebradbremse nicht in Wirksamkeit tritt, beim Füllen sowie bei einer vom Zuge aus eingeleiteten Bremsung dagegen sich schließt, so daß sich in diesem Falle der Kolben (k) anhebt, das Ventil (V) sich öffnet und die Lokomotivtriebradbremse in Wirksamkeit tritt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Saugluftbremsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Hauptleitung und Lokomotivbremszylinder durch ein hohles Schieberventil S überwacht wird, das bei Einleitung einer Bremsung vom Zuge aus in Ruhe verbleibt und durch in seiner Wandung angebrachte Durchbrechungen Hauptleitungsluft in den Lokomotivbremszylinder gelangen läßt, das sich jedoch anhebt und dadurch die obige Verbindung unterbricht, wenn die Bremsung vom Lokomotivführer eingeleitet wird, da in diesem Falle ein zwischen Hauptleitung und Sauger angeordnetes Rückschlagventil (R) geschlossen gehalten wird, wodurch das Ventil .S angehoben wird, dessen oberer Teil T die Verbindung zwischen Hauptleitung und Bremszylinder verschließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEK77830D Selbsttaetige Vorrichtung zur Betaetigung der Triebradbremse fuer Lokomotiven Expired DE361130C (de)

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