DE361274C - Verfahren zum synchronen Antrieb von entfernt voneinander stehenden Wechselstrommotoren aus der gleichen Stromquelle - Google Patents

Verfahren zum synchronen Antrieb von entfernt voneinander stehenden Wechselstrommotoren aus der gleichen Stromquelle

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DE361274C
DE361274C DEP40039D DEP0040039D DE361274C DE 361274 C DE361274 C DE 361274C DE P40039 D DEP40039 D DE P40039D DE P0040039 D DEP0040039 D DE P0040039D DE 361274 C DE361274 C DE 361274C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L7/00Arrangements for synchronising receiver with transmitter
    • H04L7/0095Arrangements for synchronising receiver with transmitter with mechanical means
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L7/00Arrangements for synchronising receiver with transmitter
    • H04L7/04Speed or phase control by synchronisation signals
    • H04L7/08Speed or phase control by synchronisation signals the synchronisation signals recurring cyclically

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  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Verfahren zum synchrönen Antrieb von entfernt voneinander stehenden Wechselstrommotoren aus der gleichen Stromquelle. Die Erfindung betrifft die Synchronisierung von Apparaten, welche sich in großem Aibstande voneinander befinden, wie z.B. Telegraphenapparate u. dgl., welche durch eine elektrische Schwachstromleitung miteinander verbunden sind, oder Apparate in drahtlosen Anlagen, welche durch elektroma-,crnetische Wellen miteinander verbunden sind. M Die Anforderungen an die Synchronisierung sind bei derartigen Anlagen ganz außerordentlich groß, da beispielsweise bei Kopiertelegraphen, bei welchen die Abgabe der Telegramme auf der Sendestation durch drehbare Walzen und die Aufnahme auf der Empfangsstation ebenfalls durch drehbare Walzen vermittelt wird, bei Geschwindigkeiten, wie sie bei solchen Übertragungen üblich sind, schon Verschiebungen der Walzen gegeneinander von 0,3 mm in der Sekunde die Bilder unklar machen.
  • Übliche Methoden der Synchronisierung genügen nicht den außerordentlich hollen zu erfüllenden Anforderungen. Die Anwendung von Synchronwechselstromotoren, wie inan sie bei Hochspannungsanlagen 7u benutzen pflegt, ist bei Schwachstromleitungen und bei drahtloser Übertragung ausgeschlossen.
  • Ebenso ist es auch unmöglich, durch die über große Entfernungen durch Schwachstromleitungen übertragenen schwachen Wechselströme an der fernen Empfangsstation einen unabhängig angetriebenen Stromgenerator mit einem an der Sendestation stehenden Motor zu synchronisieren, um auf diese Weise eine Verstärkung der schwachen Wechselströme, welche über eine sehr lange Schwachstromleitung allein übertragen werden können, ohne Veränderung ihrer Frequenz in dem Ausmaß zu erzielen, daß die verstärkten Ströme dazu benutzt werden könnten, um an der Empfangsstation einen Motor synchron mit dem Motor an der Sendestation zu betreiben. Für den Zweck der Erfindung versagt daher auch diese vorbekannte Art der Synchronisierung.
  • Man könnte daran denken, die Empfangsapparate durch einen Wechselstrom anzutreiben, welcher durch einen Vaktiumrohrgenerator an der Empfangsstation erzeugt wird, und welcher durchgeeignete Abstimniung auf derselben Frequenz gehalten wird wie ein Wechselstrom, mit dem der Sendeapparat betrieben wird, da Vaktiumrohrgeneratoren, welche die für den Betrieb von Wechselstrommotoren zum Antrieb der l#-inpfan,-sapparate erforderliche Energie zu liefern vermögen, bekannt sind. Auf diesem Wege würde indessen die erforderliche genaue Synchronisierung nicht erreicht werden können, da durch die hierbei erforderliche Kopplung des Gitterstromkreises der Röhre mit einem Anodenschwingungsstromkreis eine Frequenzempfindlichkeit hervorgerufen wird in dem Sinne, daß die ÜbeTeinstimmung der Frequenz des durchden Röhrenggenerator ander Empfangsstation, erzeugten Wechselstroms mit der Frequenz des Wechselstroms an der Sendestation im theoretisch günstigsten Fall nur für eine ganz bestimmte unveränderliche Frequenz hergestellt werden kann, auf welche ,die Konstanten des Schwingungsstromkreises an der Empfangsstation eingestellt sind. Praktisch würde jedoch auch in dem günstigsten. Fall eine für den. Z-weck genügend genaue Synchronisierung nicht erreicht wer-,len können, insbesondere wenn in Betracht gezogen wird, daß es sich um eine Synchronisierung über sehr lange Zeiträume handelt. In Wirklichkeit ist der theoretisch günstigste Fall der Konstanterhaltung der Frequenz eines Wechselstroms nicht durchführbar. jede Änderung in der Frequenz des Wechselstroinkreises bewirkt aber nicht nur praktisch, sondern auch rein theoretisch eine Störung ries Synchronismus zwischen dem Wechselstrom auf der Sendestation und dein durch den Röhrengenerator auf der T#-rnpfan,-sstation erzeugten Wechselstrom.
  • Gemäß der Erfindung wird die Schwieriglizeit dadurch überwunden, daß anstatt eines Röhrengenerators eine Vakuumröhre in einfacher Verstärkerschaltung benutzt wird, wobei die für den Antrieb eines Wechselstrommotors zur Betätigung der Empfangsapparatur erforderliche Energie dadurch gewonnen wird, daß der Vakuumröhre entsprechende Abmessungen gegeben werden.
  • Es ist zwaf seit einer längeren Reihe von Jahren bekannt und ganz gebräuchlich, sehr schwache Ströme, z. B. in der drahtlosen Telegraphie, durch, Vakuumröhren in einfacher VerstärkerschaItung zu verstärken, Mian hat dabei auch eine Mehrzahl von Verstärkern hintereinandergeschaltet (Kaskadenschaltungg), jedoch hat man sieh stets (larauf beschränkt, auf dieseWeise im Höchstfall Energien zu erzeugen, wie sie für die Zeichenaufnahme in Empfangsapparaten der drahtlosen Telegraphie erforderlich waren. Diese Energien lassen sich in keiner Weise veigleichen mit denjenigen, welche erforderlich. sind, tun Wechselstrommotore zu betrei-1)en. Man hat auch nicht daran gedacht, daß es möglich sein könnte,'durch Wahl geeigneter Abmessungen der Vakuumröhren zu Veritärkern zu gelangen, welche die, zum Betriebe von Wechselstrommotoren erforderliche Energie liefern könnten. Auch lag es fern, diesem Gedanken der Steigerung der Abniessungen von Verstä'rkerröhren auf das für solche Zwecke erforderliche Maß näherzutreten, da für die Gewinnung größerer Energien das Mittel des Röhrengenerators sich zwanglos darbot. Gegenüber diesem Stande der Technik besteht das wesentlich Neue an der vorliegenden Erfindung darin, daß erkannt worden ist, einerseits, daß der Zweck einer Synchronisierung, wie sie für den Betrieb von Kopiertelegraphen u. dgl. erforderlich ist, weder durch sonst bekannte Synchronisierungseinrichtungen, noch durch Vakuumröhren in Generatorschaltung erreicht werden. kann, und anderseits, daß die Möglich,keit besteht, mit Röhrenverstärkern, welche bis dahin nur für winzig kleine Energien benutzt worden _ -sind, bei- Wahl entsprechender Abmessungen nicht nur die eriorderlichen beträchtlichen Energien zu gewinnen, sondern auch eine getreue Wiederherstellung der Stromkurvenform an der Sendestation auf der Empfangsstation finit tinggeänderter Frequenz zu erzielen.
  • Die Erfindung ist auf der beigefügten Zeichnung in Verbindung mit einer schematisch dargestellten Kopiertelegraphenanordnung veranschaulicht.
  • i ist ein Wechselstromgenerator. Derselbe ist mit der Primärwicklung 2 eines Transforinators 23, 3 verbunden. 4 ist eine rotierende Walze, auf die die Telegramme auf chernigraphischem Wege übertragen sind. 5 isteine Kontaktfeder, welche bei der Drehung der Walze mittels einer Führungsscibraube geradlinig bewegt wird. Vom Wechselstromkreis 1, :2 sind leitende Verbindungen 6, 7 zur Walze geführt, derartig, daß der Wechselstrchmgenerator durch die Leitungen kurzgeschlossen wird, wenn die Kontaktfeder über das Metall der Walze gleitet, während der Kurzschluß'aufgehoben wird, wenn die Feder an einem isolierenden Schriftzeichen vorbeigeht. Wenn der Generator kurzgeschlossen wird, geht ein schwacher Wechselstrom durch die Telegrai)henleitung. Dies ist für die Übertragung des Schriftstromes günstig Wenn der Kurzschluß aufgehoben wird, -eht der volle Wechselstrom durch die Telegraphenleitung. Das Entstehen von Öffnungsfunken ist da-durch vermieden, daß zwischen der Leitung und dem £rans-formator2, 3 in bekannter Weise ein Vakuumrohr8 mit drei Elektroden mit Gitter 9, Glühdraht io und Anode ii eingeschaltet ist. Wenn die Feder an einem isolierenden Schriftzuge vorbeigeht, wird etwa i Watt auf den Gitterkreis 9, 3, 10 des Vakuunirohres übertragen. Das Vakuumrohr verstärkt mittels der HochspannUngsbatterie 1:2 die Energie bis auf 150 Wattinit Beibehaltung der Frequenz und I#,'-ur-vei-iform des Wechselstromes. Durch den TransfOrrnatOr 13, 14 wird die verstärkte Energie auf die Telegraphenleitung 15 übertragen, welche wegen der Synchronisierungsanordnung mit den aus der Telegraphie bekannten künstlichen Linien 16, 17 und 18, ig ausgestattet ist. Mittels des Transf orn-lato rs 13, 14 werden die 150 Watt auf eine für die Isolation der Telegraphenleitung passende Spannung umgeformt. Die auf den Empfangstransforrnator übertrageneEnergiewird durch die Sekundärwicklun '-21 auf idie Ernpfangsapparatur übertragen. Diese kann z. B. aus einer Funkenstrecke 22, welche auf einer Leitschraube sitzt und geradlinig, bewegt wird, und einer Empfängerwalze 23, die mit lichtempfindlichem Papier versehen ist und sich synchron mit der Senderwalze dreht, bestehen. jedesmal, wenn die Feder 5 an einem isolierenden Schriftzug der Senderwalze vorbeiht, erscheintein Licht in der Funkenstrecke -?:2, und da die geradlinigen Bewegungen sowohl der Feder als der Funkenstrecke sowie ,lie Drehbewegungen der Walzen synchron sind, ist ohne weiteres verständlich, daß das Bild übertragen wird.
  • Die Synchronisierung wird. gemäß der Erfindung in folgender Weise ausgeführt.
  • An der Sendestation ist ein Wechselstrom-,-lenerator:24 angebracht, welcher Wechsel-.,trom mit 5o Perioden oder mehr abgibt. Der Generator liefert über eintn regitilierbaren Widerstand 25 den nötigen Strom für den Betrieb eines einphasigen (oder mehrphasigen) Synähronmotors 26, welcher die Walze4 mittels Schneckenübertragung 27 treibt. Gleichzeitig gibt der Generator 24 Wechselstrom zum Verzweigungspunkte 28 in der Sekundärwicklung des Leitungstransforniators ab, und der Strom verteilt sich hier in der natürlichen und der künstlichen Linie und sammelt sich im Verzweigungspunkte 29 cler Empfangsstation, um sodann weiter durch -lie PrimärwicklUng 31 des - Transformators 30, 31 zu fließen. Da nun die Energie, welche man nach Übertragung durch eine lange Schwachstromleitung oder drahtlose Übertragung an der Empfangsstation zur Verfügung hat, für den Betrieb eines Synchroni-notors zu klein ist, so wird der ankommendee Synchro-nisierungswechselstrom auf einen passenden Wert von z. B. io Watt verstärkt. Zu diesein Zweck ist ein Vakuumrohr 32 von entsprechend großen Abmessungen und Überset7ungsverhältnis in einfacher Verstärkerscbaltung vorgesehen, welches eine Verstärkung der ankommenden Stromwellen unter Beibehaltung deT Kurvenform und der Frequenz bewirkt und den Strom zur Speisung (les einphasigen Synchronotors 33 liefert, welcher seinerseits die Empfängerwalze 23 inittels Schneckenübertragung 34 treibt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPPUCH: Verfahren zum synchronen Antrieb von entfernt voneinander stehenden Wechselstrotntnotoren aus der gleichen Stromquelle unter Verstärkung des den von der Stromquelle entfernten Motor speisenden Stroms, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung durch Kathodenröhren in Verstärkerschaltung (unter Ausschluß von Rückkoppelung) erfolgt.
DEP40039D 1919-04-05 1920-06-12 Verfahren zum synchronen Antrieb von entfernt voneinander stehenden Wechselstrommotoren aus der gleichen Stromquelle Expired DE361274C (de)

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