DE3614031C2 - Beschlag mit Kette zur Sicherung spaltoffener Türen - Google Patents
Beschlag mit Kette zur Sicherung spaltoffener TürenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Beschlag mit Kette zur
Sicherung spaltoffener Türen gemäß Gattungsbegriff des
Hauptanspruchs.
Ein derartiger Beschlag ist aus der deutschen Offenle
gungsschrift 28 11 664 bekannt. Bei diesem Beschlag wird
von der am Türrahmen festgeschraubten Halteplatte zusam
men mit einer damit verbundenen Wange ein Schacht ausge
bildet, in welcher ein Steckteil einschiebbar ist, wel
ches das Kettenendglied aufnimmt. Das Steckteil weist zur
Aufnahme des Kettenendgliedes einen nach unten offenen
Einsteckquerschnitt auf, zu welchem ein Zapfen kreuzend
ausgerichtet ist. Der Zapfen erfüllt beim Stand der
Technik die Aufgabe, das Kettenendglied am Schieber zu
halten.
Das türflügelseitige Kettenende ist bei diesem Beschlag in
eine am Türflügel angeordnete Hohlschiene einschiebbar
und von Hand wieder lösbar. Nachteilhaft an dieser Lö
sung ist, daß am Türblatt ein zusätzliches Beschlagteil
angeschraubt werden muß, welches zusätzliche Befesti
gungslöcher in der Tür erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungs
gemäßen Beschlag derart weiterzubilden,
daß trotz Vermeidung von Befestigungslöchern im Türflügel
eine stabile Befestigung sowohl am Tür
flügel als auch am Türrahmen gegeben ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen
dar.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein am Türblatt
anzuschraubendes Beschlagteil entbehrlich. Das türflügelseiti
ge Kettenendglied wird vor dem Verlassen der Wohnung
durch Überstreifen des Auges über die Türklinke mit dem
Türflügel befestigt. Aufgrund des mechanischen Aufbaus der
Türklinke können erhebliche Kräfte von der Türkette
aufgefangen werden, ohne daß sich das türflügelseitige Ende
der Kette löst. Voraussetzung dafür, daß das türflügelseitige,
als Auge gestaltete Kettenendglied über die Türklinke
überstreifbar ist, ist eine entsprechend lange Kette,
welche einen relativ großen Öffnungsspalt der Tür zu
läßt. Durch diese festgelegte Minimalkettenlänge er
reicht die Schwenkbewegung des Türflügels beim Öffnen mit gro
ßem Schwung eine relativ hohen Schwenkgeschwindigkeit. Je
höher diese Schwenkgeschwindigkeit des Türflügels ist, desto
höher ist die Belastung des am Türrahmen festliegenden
Kettenendes bei sich spannender Kette. Infolge der in Führungen
der Halteplatte eingreifenden klauen
förmigen Längsstege des Steckteils ist eine stabile Bauform der Halteeinrichtung gege
ben, welche auch den erhöhten Kraftbeaufschlagungen
standzuhalten vermag. Wegen der Länge der Kette liegt
die Hauptbelastungseinrichtung auf die Halteeinrichtung
nahezu senkrecht zur Rahmenoberfläche; dadurch reicht es
aus, das Steckteil an der Halteplatte gegen untere Seiten
wangen anschlagen zu lassen und ihn gegen Verschieben
mittels eines Zapfens zu fixieren. Weiterhin steht der gesamte
vom Steckteil in seiner montierten Stellung abgedeckte
Bereich der Halteplatte für die Anbringung von Durchgangslöchern
für Befestigungsschrauben zur Verfügung, so daß auch
eine stabile Befestigung der Halteeinrichtung am Türrah
men gewährleistet ist. Für eine Weiterbildung der Erfin
dung ist vorgesehen, daß das Auge ein kreisförmiger oder
steigbügelförmiger Ring ist. Es sind jedoch auch andere,
geschlossene Konfigurationen möglich, sofern sicherge
stellt ist, daß die Türklinke sicher umfaßt wird. Für
die Montage der Halteeinrichtung wird zunächst die Halte
platte auf der Türzarge oder auf dem der Türzarge benach
barten Randbereich mittels Befestigungsschrauben, die
die Durchgangslöcher durchgreifen, befestigt und an
schließend das Steckteil mittels der Führungen
auf die Halteplatte aufgesteckt. Die Halteplatte
erfüllt bei der Montage die Funktion einer Montageplat
te, während das Steckteil bei fertig montiertem Beschlag
ein Kettenfestlegeteil ausbildet. Im zusammengesteckten
Zustand wird dann der Zapfen als Sicherungselement in
stalliert, der beide Teile derartig aufeinander befe
stigt, daß Unbefugten eine Trennung der Teile verwehrt
ist. In diesem Zustand werden auch die Durchgangslöcher
von dem Steckteil Kettenfestlegeteil abgedeckt, so daß
kein Zugang mehr zu den Befestigungsschrauben der Halte
platte/Montageelement besteht. Auf diese Art und Weise
kann das der Halteeinrichtung zugeordnete Kettenende
sicher an der Türzarge bzw. der angrenzenden Wandfläche
festgelegt sein.
Vorteilhaft ist es, wenn die Halteeinrichtung eine randoffene AAusnehmung
aufweist, in die ein Befestigungsring des entsprechenden Kettenendes
einhängbar und mittels eines längsverschieblich gelagerten, in eine Offen
stellung und eine Schließstellung verschieblichen Schießbolzens eines schlüsselbetätigbaren
Schlosses durch in Schließstellung erfolgenden Eingriff eines Bolzenendes
festlegbar ist. Vorzugsweise ist dabei in Gebrauchslage die Ausnehmung
horizontal verlaufend angeordnet. Auch von außen durch den Türspalt kann zufolge
dieser Ausgestaltung auf einfache Weise die Kette angeschlossen werden,
da in die Ausnehmung der Befestigungsring einhängbar ist und an
schließend durch Verlagerung des Schließbolzens gesichert werden kann.
Diese aufeinanderfolgenden Schritte können von einer Hand durchgeführt
werden, so daß die erfindungsgemäße Türkette bequem zu handhaben ist.
Um die Sicherheit zu erhöhen, greift das Bolzenende in Schließstellung in
eine Sackbohrung einer Ausnehmungswandung ein. Dadurch wird der
Bolzen radial in beidseitig der Ausnehmung gelegenen Wandungen festge
legt. Eine gewaltsame Bolzenverbiegung oder -abscherung kann praktisch
ausgeschlossen werden.
Für eine einfache Bedienbarkeit ist vorgesehen, daß das Schloß einen in
seiner Längserstreckung zusammen mit dem Schließbolzen verlagerbaren,
mit oder ohne Schlüssel durch Niederdrücken in die Schließstellung über
führbaren Schließzylinder aufweist. Das Verriegeln kann somit - auch bei
abgezogenem Schlüssel - durch einfaches Niederdrücken des hervorragen
den Schließzylinders erfolgen. Dieses ist insbesondere beim Vorlegen der
Türkette von außen durch den Türspalt komfortabel.
Bevorzugt ist der als Sicherungselement dienende Zapfen eine in einer Gewindebohrung der
Halteplatte eingeschraubte, quer zu den Führungen verlaufende
Madenschraube, die in Sicherungsstellung in eine in Schließstellung vom
Schließbolzen abgedeckte Durchgangsbohrung einer Rückwand der Aus
nehmung eingreift. Ist nach der Befestigung des Montageelementes das
Kettenfestlegeteil auf das Montageelement aufgeschoben worden, so wird
ein Werkzeug in die Durchgangsbohrung eingesteckt, und die Maden
schraube derart verdreht, daß diese mit ihrem Ende in die Durchgangs
bohrung hineinragt. Auf diese Art und Weise sind Kettenfestlegeteil und
Montageelement aneinander gesichert. Von Unbefugten kann eine Ver
drehung der Madenschraube nicht erfolgen, da die Durchgangsbohrung in
Schließstellung vom Schließbolzen abgedeckt und daher nicht zugänglich
ist. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, wenn die Gewindebohrung
der Madenschraube im Kettenfestlegeteil und die Durchgangsbohrung im
Montageelement angeordnet ist oder wenn sowohl das Kettenfestlegteil als
auch das Montageelement eine "durchgehende" Gewindebohrung aufweisen.
Alternativ zu der mit Schloß versehenen Ausführungsform ist erfindungs
gemäß vorgesehen, daß das Sicherungselement ein einschlagbarer, quer
zu den Führungen verlaufender Klemmniet ist, der in Sicherungsstellung
die einander gegenüberliegenden Wandungen einer Tasche des Kettenfest
legeteils und ein in der Tasche einliegendes Endglied der Türkette durch
setzt sowie in eine Bohrung des Montageelements eingreift. Auf diese Art
und Weise werden sowohl Kettenfestlegeteil und Montageelemten aneinander
befestigt als auch das entsprechende Ende der Türkette unlösbar festge
legt. Der Klemmniet ist dabei derart ausgebildet, daß er nicht mit ein
fachen Mitteln wieder entfernt werden kann. Für die Entfernung ist
bspw. ein Ausbohren erforderlich. Die Befestigung der Halteeinrichtung
hinsichtlich des Abstandes zur Türklinke hat derart zu erfolgen, daß bei
strammgezogener Türkette und geschlossener Tür geradeeben ein Über
streifen des Auges auf die Türklinke möglich ist. Ein Abstreifen des
Auges von der Türklinke ist dadurch bei spaltoffener Tür von außen her
nicht möglich, da schon ein geringfügiger Öffnungswinkel der Tür die
Türklinke derart von der Halteeinrichtung wegschwenkt, daß die Ketten
länge nicht mehr ausreicht, um ein Abstreifen zuzulassen.
Die Erfindung wird anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläu
tert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht einer an einer Tür installierten Türkette, wobei die
Halteein
richtung am neben der Türzarge gelegenen Wandbereich befestigt
ist,
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend der der Fig. 1, wobei jedoch die
Halteeinrichtung auf der Türzarge angeordnet ist,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
des Beschlags, wobei die Kette verkürzt dargestellt ist,
Fig. 4 eine perspektivische Explosionsansicht der Halteeinrichtung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Halteeinrichtung in Schließstellung mit
eingestecktem Schlüssel,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer gegenüber Fig. 3 anderen
Kettenkonfiguration,
Fig. 7 eine perspektivische Explosionsansicht eines weiteren Ausfüh
rungsbeispiels einer Halteeinrichtung und
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine verkürzt dargestellte Türkette, die eine
Halteeinrichtung gemäß Fig. 7 aufweist.
Die Fig. 1 zeigt die Innenseite einer Tür 1, die einen Türflügel 2 mit einer
Türklinke 3 aufweist. Dem Türflügel 2 ist eine Türzarge 4 zugeordnet, an der
nicht dargestellte Scharniere für die Türlagerung befestigt sind. Die
Türzarge 4 weist ein der Türklinke 3 benachbartes Türzargenlängsteil 5
auf. Die sich im geschlossenen Zustand befindliche Tür 1 ist mittels einer
Türkette 6 gesichert. Diese weist an ihrem dem Türflügel 2 zugeordneten
Kettenende 7 eine Festlegevorrichtung 8 für den Türflügel 2 auf und besitzt an
dem anderen Kettenende 9 eine ortsfest angebrachte Halteeinrichtung 10.
Die Halteeinrichtung 10 ist auf einer dem Türzargenlängsteil 5 benach
barten Wandfläche 11 befestigt.
Die Darstellung der Fig. 2 unterscheidet sich von der der Fig. 1 da
durch, daß die Halteeinrichtung 10 der Türkette 6 nicht auf der Wand
fläche, sondern an dem der Türklinke 3 benachbarten Türzargenlängsteil
5 angeordnet ist.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Türkette 6, wobei die aus Ket
tengliedern 12 bestehende Kette ein am Kettenende 7 befestigtes Auge 13
aufweist, das als steigbügelförmiger Ring 14 ausgebildet ist. Das Auge
13 bildet die Festlegevorrichtung 8 für den Türflügel 2. Die Anbindungsstelle
des Kettenendes 7 zum Ring 14 liegt im Scheitel des geborgenen Teils 15
des Steigbügels. Am anderen Kettenende 9 ist ein Befestigungsring 16
angeordnet, der eine rechteckige Form aufweist.
Dem Kettenende 9 ist die Halteeinrichtung 10 zugeordnet, die - gemäß
Fig. 3 - aus einer Halteplatte 17 und einem Steckteil 18 be
steht, das als Kettenfestlegeteil dient. Das Steckteil 18 weist ein Schloß 19 auf, das einen
Schließzylinder 20 besitzt. Im unteren Bereich ist die
Halteeinrichtung 10 mit einer randoffenen Ausnehmung 21 versehen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen die Halteeinrichtung 10 in detaillierter Darstel
lung. Die Halteplatte 17 weist an
ihren Längsseiten Führungen 22 bildende Randausnehmungen 23 auf.
Hierdurch erhält die Halteeinrichtung 10 im Querschnitt eine Doppel-T-
Form, wobei der der Vorderseite 24 zugeordnete Querriegel 25 der Dop
pel-T-Form kürzer als der der Rückseite 26 zugeordnete Querriegel 27
ist.
Auf der Vorderseite 24 der Halteplatte 17 münden Senkungen 29
dreier versetzt zueinander angeordneter Durchgangslöcher 28.
An die in der Fig. 4 unterste Senkung 29 grenzt eine Gewindebohrung 30
für eine Madenschraube 31 an. Der untere Bereich 32 der Halteplatte
17 ist aufgrund der bogenförmig nach außen tretenden Führungen 22 mit
Seitenwangen 33 versehen.
Das Steckteil 18 besitzt - im Querschnitt betrachtet - etwa tunnel
förmige Gestalt und weist an seiner Rückseite 34 klauenförmige Längsstege
35 auf, die zwischen sich einen Aufnahmeschacht 36 bilden. Die obere
Stirnseite 37 des Steckteils 18 wird von dem Schließzylinder 20
überragt, wenn dieser sich in seiner Offenstellung befindet. Der untere,
der Rückseite 34 zugekehrte Bereich 38 des Steckteils 18 ist mit
einer Stufe 39 versehen. Etwas oberhalb der Stufe 39 ist die randoffene
Ausnehmung 21 derart angeordnet, daß sie - parallel zur Stirnseite 37 ver
laufend - sowohl im bogenförmigen Vorderbereich 40 als auch in den Sei
tenbereichen 41 des Steckteils 18 liegt. Die Ausnehmung 21 weist
eine obere Ausnehmungswandung 42, eine parallel dazu verlaufende,
untere Ausnehmungswandung 43 und eine Rückwand 44 auf.
Gemäß Fig. 5 ist der Schließzylinder 20 einendig mit einem längsverschieb
lich im Steckteil 18 gelagerten Schließbolzen 45 versehen, der in
seinem Schließzustand die Ausnehmung 21 durchgreift und mit seinem
Bolzenende 46 in eine Sackbohrung 47 der Ausnehmungswandung 43 ein
tritt. In der Rückwand 44 der Ausnehmung 21 ist eine Durchgangsboh
rung 48 derart angeordnet, daß diese vom Schließbolzen 45 abgedeckt
wird, wenn er sich in seiner Schließstellung befindet.
Der Schließzylinder 20 ist mittels eines Schlüssels 49 betätigbar, wobei
das Abschließen durch Niederdrücken des Schließzylinders 20 erfolgt, und
letzterer im abgeschlossenen Zustand mit der Stirnseite 37 des
Steckteils 18 fluchtet. Im aufgeschlossenen Zustand überragt er die Stirn
seite 37 (Fig. 5 gestrichelt dargestellt). Mit dem Schließzylinder 20 wird
gleichzeitig der Schließbolzen 45 verschoben. Das zum Verriegeln not
wendige Niederdrücken des Schließzylinders 20 kann mit oder ohne einge
stecktem Schlüssel 49 erfolgen. Das Verbringen des Schließzylinders 20
in die aufgeschlossene Stellung ist jedoch nur mit Hilfe des Schlüssels 49
möglich, der hierzu in den Schlüsselkanal eingeführt und um einen ge
wissen Winkelbetrag verdreht werden muß. Eine nicht dargestellte Feder
verschiebt beim Aufschließen den Schließzylinder in seine die Stirnseite 37
überragende Position. Dabei tritt der Schließbolzen 45 aus der Ausneh
mung 21 heraus, so daß diese freigegeben wird. In diesem Zustand ist
dann auch die Durchgangsbohrung 48 zugänglich.
Die Montage und der Gebrauch der Türkette 6 erfolgt folgendermaßen:
Bei der Montage wird zunächst die Halteplatte 17 der Halteeinrich
tung 10 entweder auf die der Türzarge 4 benachbarte Wandfläche 11
(Fig. 1) oder auf der Türzarge 4 selbst (Fig. 2) mittels Befestigungsschrauben,
die die Durchgangslöcher 28 durchgreifen, befestigt. Die Schraubenköpfe
liegen dann in den Senkungen 29 des Montageelementes 17 ein. An
schließend wird das Steckteil 18 auf die Halteplatte 17 auf
gesteckt, wobei die klauenartigen Längsstege 35 in die Führungen 22
eingreifen. Das Ineinanderstecken erfolgt solange, bis die Stufe 39 des
Steckteils 18 auf den Seitenwangen 33 der Halteplatte 17
aufliegt. Hierdurch wird ein Anschlag gebildet. Nunmehr wird mittels
eines Werkzeuges (Schraubendreher) die in der Gewindebohrung 30 be
findliche Madenschraube 31 derart verdreht, daß sie die Vorderseite 24
der Halteplatte 17 überragt und in die mit der Gewindebohrung 30
fluchtende Durchgangsbohrung 48 eintritt. Hierdurch werden
Halteplatte 17 und Steckteil 18 aneinander fixiert, so daß das
Steckteil 18 nicht mehr von der Halteplatte 17 abgezogen werden
kann.
Zur Bedienung der Türkette 6 wird das Auge 13 des Kettenendes 7 über
die Türklinke 3 des sich in Schließstellung befindlichen Türflügels 2 gestreift
und das andere Kettenende 9 mit dem Befestigungsring 16 an der Halte
einrichtung 10 festgelegt. Letzteres kann von der Innenseite der Tür 1
her oder aber auch von außen erfolgen, wenn sich der Türflügel in spaltoffener
Stellung befindet. Hierzu wird der Befestigungsring 16 in die Ausneh
mung 21 eingelegt und mittels Fingerdruck der Schließzylinder 20 nieder
gedrückt, so daß das Bolzenende 46 den Befestigungsring 16 durchgreift
und mit seinem Bolzenende 46 in die Sackbohrung 47 eintritt. Sollte sich
der Schlüssel 49 im Schlüsselkanal des Schließzylinders 20 gefunden
haben, so kann anschließend der Schlüssel 20 abgezogen werden. Damit
ist die Tür gesichert.
Eine Demontage der Halteeinrichtung 10 kann in dieser abgeschlossenen
Stellung nicht erfolgen, da der Zugang zur Madenschraube 31 durch den
Schließbolzen 45 verwehrt ist.
Zum Öffnen der Türkette 6 ist es lediglich erforderlich, den Schlüssel 49
in den Schließzylinder 20 einzustecken und geringfügig zu drehen, wo
durch Schließzylinder 20 und Schließbolzen 45 durch Federkraft nach
oben bewegt werden und das Bolzenende 46 den Befestigungsring 16 des
Kettenendes 9 freigibt.
Fig. 6 zeigt gegenüber dem Befestigungsring 16 der Fig. 3 ein anderes
Befestigungselement 50, das ein mit Bohrung 51 versehenes Kupplungsteil
52 und ein Basisteil 53 aufweist. Das Basisteil 53 besitzt stirnseitig eine
Kettengliedausnehmung 54, die quer von einer angesenkten Bohrung 55
durchsetzt wird. Zur Befestigung des Befestigungsgliedes 50 an dem
Kettenende 9 wird das Endglied der Kette in die Kettengliedausnehmung
54 eingesteckt und ein selbstsichernder Stift 56 in die Bohrung 55 einge
trieben, wobei auch das Endglied der Kette durchsetzt wird. Der Stift 56
weist an seiner Mantelfläche Längsnuten 57 mit aufgewölbten Rändern auf,
so daß beim Eintreiben des Stiftes 56 in die Bohrung 55 die auffgewölbten
Ränder in die Bohrungswandungen eingedrückt werden, wodurch sich der
Stift 56 selbstsichernd hält.
Die Bohrung 51 des Kupplungsteils 52 ist derart ausgebildet, daß sie von
dem Schließbolzen 45 durchgriffen wird, wenn das Befestigungsteil 50 mit
seinem Kupplungsteil 52 in die Ausnehmung 21 der Halteeinrichtung 10
eingeschoben ist.
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Türkette
6, bei der die Halteeinrichtung 10 schloßlos ausgebildet ist. Gegenüber
dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel unterscheidet sich die in
der Fig. 7 dargestellte Halteplatte 17 dadurch, daß es keine Gewin
debohrung 30 für eine Madenschraube, sondern eine Bohrung 58 für einen
Klemmniet 59 aufweist. Das Steckteil 18 besitzt gegenüber dem
zuvor beschriebenen Steckteil eine andere Form, indem es eine
ebene Frontseite 60 mit daran beidseitig anschließenden Eckschrägen 61
aufweist. An der Rückseite 34 sind ebenso - wie zuvor beschrieben -
Längsstege 35 vorgesehen. Anstelle der Ausnehmung des zuvor be
schriebenen Ausführungsbeispiels besitzt das Steckteil 18 der
Fig. 7 an seiner unteren Stirnseite 62 eine Tasche 63, deren einander
gegenüberliegende Wandungen 64 und 65 von Klemmnietaufnahmebohrungen
66 durchsetzt werden. Die übrige Ausgestaltung - auch hinsichtlich Fest
legevorrichtung, Kettenglieder usw. - entspricht dem zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel.
Montage und Einsatz des in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungs
beispiels erfolgen folgendermaßen:
Die Halteplatte 17 wird - wie zuvor beschrieben - mittels in die Durch
gangslöcher 28 eingesetzter Schrauben entweder auf der Türzarge 4 oder
auf der der Türzarge 4 benachbarten Wandfläche 11 befestigt. An
schließend wird das Steckteil 18 mittels der Führungen 22 auf die
Halteplatte 17 aufgeschoben. Dann wird das Kettenende 9 mit dem
endseitigen Kettenglied 12 in die Tasche 63 eingesteckt und der Klemmniet
59 eingetrieben, wobei dieser die Klemmniet-Aufnahmebohrungen 66, das
Kettenendglied 12 und die Bohrung 58 durchsetzt. Der Klemmniet 59
weist - wie bereits beim Stift 56 beschrieben - ebenfalls Längsnuten 57 mit
aufgewölbten Rändern auf, so daß dieser selbstsichernd in der Halteein
richtung 10 festsetzbar ist. Der Klemmniet 59 weist einen Senkkopf 67
auf, der im eingetriebenen Zustand in eine Senkung der entsprechenden
Klemmnietaufnahmebohrung 66 einliegt, so daß er nicht über die Front
seite 60 des Steckteils 18 vorsteht. Der Klemmniet sichert somit
einerseits Halteplatte 17 und Steckteil 18 aneinander und legt
gleichzeitig das Kettenende 9 der Türkette fest.
Bei der Installation der Halteeinrichtung 10 der beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiele ist darauf zu achten, daß der Abstand zwischen Halteein
richtung 10 und Türklinke 3 derart gewählt wird, daß die Kette im straf
fen Zustand gerade eben über die Türklinke 3 geschlossenem Türflügel 2
gestreift werden kann.
Claims (7)
1. Beschlag mit Kette zur Sicherung spaltoffener Türen,
insbesondere Wohnungstüren, bei welchen dem rahmenseitig
festliegenden Kettenteil eine Halteeinrichtung zugeordnet
ist derart, daß das Kettenendglied in einer Ausnehmung im
unteren Bereich eines Steckteils sitzt, das von einer rahmen
seitig zu befestigenden Halteplatte getragen ist und einen
die Ausnehmung kreuzenden, nach vorn ausgerichteten Zapfen
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das im Querschnitt
etwa tunnelförmige Steckteil (18) klauenförmige, in Führun
gen (22) der Halteplatte (17) eingreifende Längsstege (35)
aufweist und in der Halteplatte (17) angeordnete Durchgangs
löcher (28) für Befestigungsschrauben abdeckend gegen untere
Seitenwangen (33) der Halteplatte (17) anschlägt, wobei das
Steckteil (18) durch den von vorn zugänglichen, in die Halte
platte (17) ragenden Zapfen (31, 59) relativ zur Halteplatte
(17) fixiert ist, und daß das türflügelseitige Kettenende
(7) als über die Türklinke (3) überzustreifendes Auge (13)
gestaltet ist.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Auge (13) ein kreisförmiger oder steigbügelförmiger Ring
(14) ist.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung im Steckteil (18) eine randoffene Ausneh
mung (21) ist, in die ein Befestigungsring (16) des entspre
chenden Kettenendes (9) einhängbar und mittels eines längs
verschieblich gelagerten, in eine Offenstellung und eine
Schließstellung verschieblichen Schließbolzens (45) eines
schlüsselbetätigbaren Schlosses (19) durch in Schließstel
lung erfolgenden Eingriff eines Bolzenendes (46) festlegbar
ist.
4. Beschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
Gebrauchslage die Ausnehmung (21) horizontal verlaufend
angeordnet ist.
5. Beschlag nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bolzenende (46) in Schließstellung in eine Sackboh
rung (47) einer Ausnehmungswandung (43) eingreift.
6. Beschlag nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zapfen eine in einer Gewindebohrung
(30) der Halteplatte (17) eingeschraubte, quer zu den Führungen
(22) verlaufende Madenschraube (31) ist, die in Sicherungs
stellung in eine in Schließstellung vom Schließbolzen (45)
abgedeckte Durchgangsbohrung (48) eine Rückwand (44) der
Ausnehmung (21) eingreift.
7. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zapfen ein einschlagbarer, quer zu den Führungen (22) verlau
fender Klemmniet (59) ist, der in Sicherungsstellung die
einander gegenüberliegenden Wandungen (64, 65) der als Ta
sche (63) ausgebildeten Ausnehmung des Steckteils (18) und
ein in der Tasche (63) einliegendes Endglied (12) der Türket
te durchsetzt sowie in eine Bohrung (58) der Halteplatte
(17) eingreift.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19863614031 DE3614031C2 (de) | 1986-04-25 | 1986-04-25 | Beschlag mit Kette zur Sicherung spaltoffener Türen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863614031 DE3614031C2 (de) | 1986-04-25 | 1986-04-25 | Beschlag mit Kette zur Sicherung spaltoffener Türen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3614031A1 DE3614031A1 (de) | 1987-11-05 |
| DE3614031C2 true DE3614031C2 (de) | 1994-02-03 |
Family
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