DE3615501C2 - Verbindungselement aus Metall - Google Patents
Verbindungselement aus MetallInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16B33/00—Features common to bolt and nut
- F16B33/02—Shape of thread; Special thread-forms
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ankerhülse aus Blech mit einem setzrichtungsseitigen
Verankerungsbereich und einem durch spanloses Einformen hergestellten Gewinde im
Verbindungsbereich.
Aufgrund wirtschaftlicher und festigkeitsmäßiger Vorteile
werden die Gewinde bei Verbindungselementen aus Metall, wie
beispielsweise Ankerhülsen, Setzbolzen, Schrauben und dgl.,
spanlos eingeformt. Bei aus Blech gerollten Ankerhülsen
(DE-OS 34 25 237) ist es dabei zweckmässig, das Gewinde vor
dem Rollen der Ankerhülse in den Blech-Zuschnitt einzuformen.
Je nach Rollrichtung läßt sich so ein Innen- oder ein Aus
sengewinde schaffen, wobei das Einformen des Gewindes vor
zugsweise mittels Gewindewalzen oder Prägewerkzeugen erfolgt.
Zum Einformen der bis anhin verwendeten herkömmlichen genorm
ten Gewinde bedarf es hoher, von den Werkzeugen aufzubringen
der Verformungskräfte. Die Ursache hierfür liegt in der geo
metrischen Form der Gewindegänge.
Bei genormten Gewinden, beispielsweise dem Whitworth-Gewinde,
verlaufen die Gewindeflanken zwischen gerundeten Übergangs
bereichen am Gewindegrund und an der Gewindespitze geradli
nig. Der Flankenwinkel ist demnach über die gesamte Erstreckung
der Gewindeflanken gleichbleibend. Der Querschnitt der
Gewindegänge nimmt folglich von der Gewindespitze zum Gewinde
grund hin gleichmäßig zu. Beim Einformen des Gewindes muß
die Positivform des Werkzeuges zur Bildung der Gewindegänge
entsprechend Material des Werkstückes verdrängen. Dem Einpres
sen der Positivform des Werkzeuges wirken dabei mit zunehmen
der Einpreßtiefe stark zunehmende Verformungskräfte entgegen.
Das vom Spitzenbereich der Positivform zu verdrängende Mate
rial vermag nur zunehmend erschwert entlang der geradlinigen,
der Ausbildung der Gewindeflanken dienenden Kontur des Werk
zeuges in die gegenüberliegende Zone der Positivform zu
fließen. Dies trägt maßgeblich zur Erhöhung der Verformungs
kräfte bei.
Demgemäß ist zum Herstellen solcher Gewinde nebst hohem
Energieaufwand auch eine entsprechend große und aufwendige
Auslegung der Werkzeuge erforderlich. Die Werkzeuge unter
liegen zudem hoher Beanspruchung, was zu kleinen Standzeiten
führt.
Auf dem Gebiet der Bewegungsgewinde ist beispielsweise aus dem DE-GM 19 52 617 ein
gerolltes Trapezgewinde bekannt, bei dem lediglich im Gewindefuß eine Ausrundung
vorgesehen ist. Die Gewindespitzen weisen unausgerundete Kanten auf. Zudem sind die
Gewindeflanken unter einem gleichbleibenden Flankenwinkel mit einem stetig
abnehmenden Querschnitt versehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ankerhülse aus Blech zu schaffen, die über
ein durch spanloses Einformen hergestelltes Gewinde im Verbindungsbereich verfügt, das
sich wirtschaftlich herstellen läßt und dabei niedrige Verformungskräfte erfordert.
Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung der Aufgabe mittels einer Ankerhülse aus Blech mit
einem setzrichtungsseitigen Verankerungsbereich und einem durch spanloses Einformen
hergestellten Gewinde im Verbindungsbereich, wobei das Gewinde sich zur Gewindespitze
hin im Querschnitt verjüngende Gewindegänge aufweist, die Übergangsbereiche der
Gewindeflanken am Gewindegrund und an der Gewindespitze als Rundungen und die
Gewindeflanken gekrümmt mit sich zur Gewindespitze hin stetig verkleinerndem
Flankenwinkel ausgebildet sind.
Zufolge des sich zur Gewindespitze hin stetig verkleinernden
Flankenwinkels vergrößert sich der Querschnitt der Gewinde
gänge von der Gewindespitze zum Gewindegrund hin bei der erfindungsgemäßen
Ankerhülse zunehmend stärker. Das
Einformen des Gewindes erfordert zufolge dieser nicht nur
gleichmäßigen, sondern vergrößerten Zunahme des Querschnit
tes der Gewindegänge mit zunehmender Einpreßtiefe der im Quer
schnitt gegengleichen Positivform des Werkzeuges nur das Ver
drängen einer entsprechend reduzierten Materialmenge. Demzu
folge bedarf es auch nur reduzierter Verformungskräfte. Der
sich erfindungsgemäß ändernde Flankenwinkel gewährleistet
insbesondere auch im Spitzenbereich des Gewindes ein gutes
Fließen des Materials entlang der Positivform des Werk
zeuges.
Nebst der Senkung des erforderlichen Energieaufwandes er
laubt dies die Verwendung weniger aufwendiger Werkzeuge.
Zudem unterliegen die Werkzeuge aufgrund der reduzierten
Verformungskräfte kleineren Beanspruchungen, was zu höheren
Standzeiten führt.
Das gute Fließen des Materials beim Einformen wird ver
bessert, indem vorzugsweise die Krümmung der Gewindeflanken
kreisbogenförmig ausgebildet ist. In verformungstechnischer
Hinsicht wirken sich auch die durch Rundungen gebildeten, an
die Gewindeflanken anschließenden Übergangsbereiche an der
Gewindespitze und am Gewindegrund vorteilhaft aus.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist die kreis
bogenförmige Krümmung einen dem 1,5- bis 4-fachen der Gewinde
tiefe entsprechenden Krümmungsradius auf. Dieser Krümmungs
bereich gewährleistet in Verbindung mit geringeren Verfor
mungskräften hohe mechanische Festigkeit der Gewindegänge.
Die radial gemessene Höhe der gekrümmten Gewindeflanken er
streckt sich zweckmäßigerweise über mehr als 50%, vorzugs
weise 60 bis 80%, der Gewindetiefe.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung bei
spielhaft näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ankerhülse im Längs
schnitt;
Fig. 2 ein vergrössertes Detail der Ankerhülse
gemäß Ausschnitt II
in Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete
Ankerhülse aus Blech,
die einen setzrichtungsseitigen Verankerungsbe
reich 2 mit Längsschlitzen 3 und einen Verbindungsbereich 4
mit einem durch spanloses Einformen hergestellten, insgesamt
mit 5 bezeichneten Gewinde aufweist.
Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, weisen die Gewindegänge 6
des Gewindes 5 zwischen der Gewindespitze 7 und dem Gewinde
grund 8 kreisbogenförmig gekrümmte Gewindeflanken 9 auf, die
einen zur Gewindespitze 7 hin sich verkleinernden Flankenwin
kel α bilden. Die Gewindeflanken 9 weisen einen Krümmungsra
dius r auf, der dem Eineinhalb- bis Vierfachen der Gewinde
tiefe t entspricht. Der Übergangsbereich zwischen den Gewin
deflanken 9 und der Gewindespitze 7 bzw. dem Gewindegrund 8
ist aus verformungstechnischen Gründen durch Rundungen gebil
det, wobei die gekrümmten Gewindeflanken 9 sich in Axialpro
jektion des Gewindes 5 etwa über 60% der Gewindetiefe t er
strecken.
Claims (3)
1. Ankerhülse aus Blech mit einem setzrichtungsseitigen Verankerungsbereich und
einem durch spanloses Einformen hergestellten Gewinde im Verbindungsbereich,
wobei das Gewinde sich zur Gewindespitze hin im Querschnitt verjüngende
Gewindegänge aufweist, die Übergangsbereiche der Gewindeflanken am
Gewindegrund und an der Gewindespitze als Rundungen und die Gewindeflanken
(9) gekrümmt mit sich zur Gewindespitze (7) hin stetig verkleinerndem Flankenwinkel
(α), ausgebildet sind.
2. Ankerhülse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Krümmung der Gewindeflanken (9)
kreisbogenförmig ausgebildet ist.
3. Ankerhülse nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die kreisbogenförmige Krümmung einen
dem 1,5- bis 4-fachen der Gewindetiefe (t) entsprechenden
Krümmungsradius (r) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863615501 DE3615501C2 (de) | 1986-05-07 | 1986-05-07 | Verbindungselement aus Metall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863615501 DE3615501C2 (de) | 1986-05-07 | 1986-05-07 | Verbindungselement aus Metall |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3615501A1 DE3615501A1 (de) | 1987-11-12 |
| DE3615501C2 true DE3615501C2 (de) | 1998-01-15 |
Family
ID=6300370
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863615501 Expired - Fee Related DE3615501C2 (de) | 1986-05-07 | 1986-05-07 | Verbindungselement aus Metall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3615501C2 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1229560A (en) * | 1916-07-01 | 1917-06-12 | George W Whiteman | Screw. |
| US1876796A (en) * | 1931-03-02 | 1932-09-13 | Trbojevich Nikola | Screw thread |
| DE1952617A1 (de) * | 1968-10-21 | 1971-01-21 | Alsacienne Atom | Verfahren zur Erzeugung eines Feldes von stationaeren Ultraschallwellen und Vorrichtung zur Anwendung dieses Verfahrens fuer das Erkennen von bewegten Objekten |
| DE3207975A1 (de) * | 1982-03-05 | 1983-09-15 | Richard Bergner GmbH & Co, 8540 Schwabach | Gewindeselbstformende schraube |
| DE3425237A1 (de) * | 1984-07-09 | 1986-02-06 | Hilti Ag, Schaan | Spreizduebel |
-
1986
- 1986-05-07 DE DE19863615501 patent/DE3615501C2/de not_active Expired - Fee Related
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Non-Patent Citations (3)
| Title |
|---|
| DE-B.: DUBBEL, Bd.II 13.Aufl. 1970 S.826-829 * |
| DE-Z.: ONASCH, J.: "Entwicklung einer ver- besserten Schraubengeometrie zum Verbinden von Kunststoffteilen". In: Kunststoffberater 6/83, S.31-34 * |
| DIN 202 Dez. 1981 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3615501A1 (de) | 1987-11-12 |
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