DE36167C - Rotirende elektrische Batterie - Google Patents

Rotirende elektrische Batterie

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DE36167C DENDAT36167D DE36167DA DE36167C DE 36167 C DE36167 C DE 36167C DE NDAT36167 D DENDAT36167 D DE NDAT36167D DE 36167D A DE36167D A DE 36167DA DE 36167 C DE36167 C DE 36167C
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/50Methods or arrangements for servicing or maintenance, e.g. for maintaining operating temperature

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1885 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine rotirende elektrische Batterie, welche nur eine Flüssigkeit besitzt und mit einer Ausflufsvorrichtung versehen ist.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt eine Seitenansicht der rotirenden Batterie; um die innere Einrichtung der letzteren zu veranschaulichen, sind verschiedene Bestandtheile entfernt gedacht. Fig. 2 ist eine Vorderansicht derselben, wobei ebenfalls aus demselben Grunde an bestimmten Punkten Theile entfernt gedacht sind.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, besteht die Batterie aus einer langsam rotirenden Welle A, auf welche zwei Scheiben B aus Hartgummi oder Ebonit aufgekeilt sind; in diesen Scheiben sind V-förmige Stangen C aus Kupfer befestigt, deren Enden rechtwinklig umgebogen sind und deren jedes eine Scheibe D, ebenfalls aus Kupfer, trägt. Der umgebogene Theil der Stangen C dient den aus gehärtetem Gummi gefertigten Bechern E als Drehzapfen, so dafs während der Rotation der Welle die Becher E beständig ihre verticale Lage beibehalten können.
Diese Becher sind mittelst eines Hakens F aufgehängt (wie aus Fig. 1 ersichtlich
ist
welcher an den Seitenwänden derselben befestigt ist.
Diese an ihrem unteren Theile mit Löchern O versehenen Becher enthalten eine Zinkstange H sowie eine Kohlenplatte G mit gewellter Oberfläche, um der dieselbe umgebenden Flüssigkeit eine möglichst grofse Oberfläche darzubieten. Unten am Apparate befindet sich ein mit Schwefelsäure und doppeltchromsaurem Salz gefülltes Gefäfs, in welches während der Rotation der Welle jeder Becher eintauchen und sich mit dieser Flüssigkeit füllen kann. Dieser Behälter kann hoch oder niedrig gestellt werden, so dafs die Batterie in oder aufser Thätigkeit gesetzt werden kann, je nachdem man die Becher in die Flüssigkeit eintauchen läfst oder nicht. Wird die Batterie aufser Thätigkeit gesetzt, so entleeren sich die Becher ziemlich schnell durch die Löcher O und die Entwickelung von Elektricität hört bald auf. Das Hoch- und Niedrigstellen des Behälters kann mittelst irgend einer geeigneten mechanischen Vorrichtung geschehen.
Die verschiedenen Theile, aus denen der Apparat besteht, sollen nun im Nachstehenden näher beschrieben werden. Die Becher sind am besten aus gehärtetem Gummi und in der Form eines V hergestellt; an ihrem unteren, gegen die Mitte zu mit einer Oeffnung versehenen Theile sind sie innen wie aufsen ge-^ wölbt, damit einerseits die in dem Becher sich bildenden Niederschläge nicht durch die Oeffnung entweichen und so die in dem Behälter / befindliche Flüssigkeit verunreinigen können, und damit andererseits die aus dem Becher tretende Flüssigkeit in der Mitte abfliefst und die verschiedenen Theile des Apparates nicht beschädigt. An der linken Seitenwand befindet sich ein kleiner Napf J, welcher mit Quecksilber gefüllt ist und in den einerseits die an dem Ende der Stange C befestigte Scheibe D eintaucht und andererseits die Kohle G, welche zu diesem Zwecke eigens geformt und galvanisch mit Kupfer überzogen ist, um einen guten Contact mit dem Quecksilber zu er-

Claims (1)

  1. zielen. An der rechten Seitenwand befindet sich ein dem ersteren ähnliches, ebenfalls mit Quecksilber gefülltes Näpfchen, in welches eine andere Scheibe D sowie das umgebogene Ende einer Zinkstange H eintauchen. Bei dieser Einrichtung ist es nicht unumgänglich nothwendig, die Zinkstangen zu amalgamiren, indem dies infolge der Capillarität von selbst geschieht, ein Vortheil, der für ein gutes Functioniren der Batterien von grofser Wichtigkeit ist.
    Der obere Theil der Becher ist in der Mitte etwas ausgeschnitten, damit bei der Rotation die Flüssigkeit des Behälters / durch den Ausschnitt leicht in die Becher treten kann und das in den beiden vorerwähnten Näpfen enthaltene Quecksilber nicht benetzt. Die Stangen C sind, wie schon erwähnt, aus Kupfer; sie haben die Gestalt eines V und sind wechselweise auf den beiden Scheiben B angebracht und aufserdem sorgfältig von einander isolirt. Bei dieser Anordnung läuft der Strom durch jedes Element der Reihe nach hindurch, d. h. die Batterie functionirt als eine hinter einander geschaltete Batterie.
    Die beiden letzten Stangen C1 C1 sind nicht V-förmig gestaltet, sondern abgeschnitten; die Enden dd gehen durch die rechte Scheibe B hindurch und endigen in zwei kleine Metallplatten KL, welche sorgfältig mittelst einer runden Gummischeibe e von der Welle A isolirt sind. Jede dieser beiden Scheiben taucht in einen mit Quecksilber gefüllten Napf M. Um die Elektricität der Säule aufzufangen, braucht man nur einen Draht in jeden Napf einzutauchen.
    Der Apparat functionirt folgendermafsen: Die Welle A wird mittelst irgend eines Mechanismus, z. B. eines Uhrwerks, in eine langsame Umdrehung versetzt. Der Behälter / befindet sich in der in Fig. ζ angegebenen Lage; jedes Element taucht der Reihe nach in den Behälter und füllt sich mit Flüssigkeit. Die Quantität der letzteren ist derart bemessen, dafs die Becher nicht vollständig in die Flüssigkeit eintauchen, sondern nur so weit, dafs durch den in der Mitte der Becher angebrachten Ausschnitt die Flüssigkeit in die Becher eintreten kann. Da die Kohle in einem gewissen Grade dem Eintritte der Flüssigkeit hinderlich sein könnte, so werden mehrere Löcher in derselben angebracht, um der Flüssigkeit das Passiren durch dieselbe zu erleichtern.
    Wenn die Becher den Behälter verlassen haben, so fliefst die mitgenommene Flüssigkeit durch die Oeffnung O aus, so dafs, wenn die Becher wieder von neuem eintauchen, sie fast keine Flüssigkeit mehr enthalten.
    Damit die Welle A nicht durch die ätzende Flüssigkeit, welche aus den Bechern abfliefst, angegriffen werde, wird dieselbe mit einem Ueberzuge N aus gehärtetem Gummi bedeckt. Will man den Apparat aufser Thätigkeit setzen, so läfst man den Behälter / nieder; die Becher entleeren sich ziemlich schnell, so dafs das Zink nicht unnützerweise abgenutzt wird. Es ist bisher angenommen worden, dafs die Elemente hinter einander geschaltet seien; dieselben können aber auch neben einander geschaltet werden, und hat man zu diesem Behufe nur nöthig, alle Stäbe C der linken Scheiben unter sich zu verbinden und hierauf alle Stäbe C der Scheiben rechts.
    Bei diesem Apparate ist jede Polarisation infolge der fortwährenden Bewegung der Flüssigkeit unmöglich, und da ferner die Zinkniederschläge auf dem Boden der Becher bleiben und nicht in den Behälter gelangen, so wirkt die Flüssigkeit mit gröfserer Intensität.
    Patent-Ans ρ ruch:
    Eine rotirende elektrische Batterie, welche gekennzeichnet ist durch eine Anzahl von Bechern, in denen die Elemente untergebracht sind und die an ihrem unteren Theile mit einer Oeffnung versehen sind, um das Ausfliefsen der Flüssigkeit aus diesen Bechern zu ermöglichen, während diese letzteren selbst an den Enden von Stangen aufgehängt sind, die auf einer in beständiger Rotation befindlichen Welle angebracht sind und so der Reihe nach in einen und denselben mit Flüssigkeit gefüllten Behälter eintauchen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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