DE3617302A1 - Schleuderstreuer mit vorratsbehaelter - Google Patents
Schleuderstreuer mit vorratsbehaelterInfo
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- A01C17/00—Fertilisers or seeders with centrifugal wheels
- A01C17/006—Regulating or dosing devices
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schleuderstreuer mit
Vorratsbehälter gemäß des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Ein derartig ausgebildeter Schleuderstreuer ist
beispielsweise durch die DE-OS 33 37 762 bekannt. Dieser
Schleuderstreuer ist als Anbauschleuderstreuer
ausgebildet, der die Düngemittelpartikel mit Hilfe
angetriebener Schleuderscheiben über einen Bereich
abschleudert, der die Baubreite des Schleuderstreuers
wesentlich übersteigt. Die Düngemittelpartikel werden von
den Schleuderscheiben in lückenlos seitlich aneinander
anschließende und überlappende Streufächer über die zu
bestreuende Bodenoberfläche in einem gleichmäßigen
Streubild verteilt, wobei die aneinander anschließenden
und überlappenden einzelnen Streufächer jeweils von einer
einzelnen Schleuderscheibe erzeugt werden. Mit einem
derartig ausgebildeten Schleuderstreuer lassen sich die
auszubringenden Düngemittel über eine sehr große
effektive Streubreite ausbringen. Eine optimale und
gleichmäßige Ausbringung der Düngemittel für die jeweils
erforderlichen Einsatzverhältnisse wird durch die
Erzeugung einzelner, aneinander anschließender und sich
überlappender, jeweils von einer einzelnen
Schleuderscheibe erzeugten Streufächer gewährleistet.
Hierdurch besteht die Möglichkeit, daß von dem
Schleuderstreuer innerhalb der Streubreite aus den
einzelnen Streufächern erzeugte Streubild so zu einem
gesamten zusammenzusetzen, wie es die jeweiligen
Einsatzverhältnisse und Bedingungen erfordern. Die
effektive Streubreite läßt sich somit also beliebig
verkleinern und vergrößern, ohne daß es zu einer Änderung
der Streustärke bei dem, durch die anderen
Streufächer gebildeten Streubild kommt.
Mit Hilfe der vor den Auslauföffnungen angeordneten
Verschlußelemente läßt sich die Düngemittelzufuhr zu den
einzelnen Schleuderscheiben während des Einsatzes
unterbrechen bzw. wieder herstellen, so daß die effektive
Streubreite des Düngerstreuers während des Streuvorganges
veränderbar ist. Eine Veränderung der Ausbringmenge
während des Einsatzes des Schleuderstreuers ist aber
nicht berücksichtigt, was als nachteilig anzusehen ist.
Somit ist es dem Landwirt nicht möglich, den jeweiligen
Anforderungen der zu bestreuenden Fläche hinsichtlich
einer optimalen Nährstoffversorgung anzupassen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Schleuderstreuer zu schaffen, der in einfach bedienbarer
Weise, auch bei großen Arbeitsbreiten, so einstellbar ist,
daß jeweils der auszubringende Dünger entsprechend der
Nährstoffversorgung der zu bestreuenden Flächen
auszubringen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst. Infolge
dieser Maßnahme läßt sich auf besonders einfache Weise
durch Verändern des vorgegebenen Sollwertes der
auszubringenden Düngemittelmenge, entsprechend des
Nährstoffbedarfes der zu bestreuenden Fläche eine
Veränderung der Düngerausbringmenge herbeiführen.
Hierdurch ist es u.a. auch bei großen Arbeitsbreiten
möglich, die auszubringenden Düngemittel entsprechend
des jeweiligen Nährstoffbedarfes der zu bestreuenden
Fläche gezielt auszubringen, so daß eine sehr genaue, auf
die zu bestreuende Fläche abgestimmte Düngemittelgabe
erfolgt. Durch die Abstimmung der Düngergabe entsprechend
des Nährstoffbedarfes der zu bestreuenden Fläche wird
eine optimale Nährstoffversorgung des Bodens erreicht.
Der zu bestreuenden Fläche werden die für eine optimale
Nährstoffversorgung notwendigen Düngemittel mit Hilfe der
Dosierorgane in den genau erforderlichen Mengen
zugeführt, was zu einer Einsparung von teuren
Düngemitteln bei gleichzeitiger Herabsetzung der
Umweltbelastungen führt.
Durch die DE-OS 33 10 424 ist eine Vorrichtung zum
Ausbringen von Schüttgut, wie Dünger, Saatgut o.dgl., aus
Vorratsbehältern fahrbarer Streugeräte mittels drehbar
angetriebener Dosierorgane bekannt. Die Dosierorgane
verteilen das Schüttgut über Austragsorgane gleichmäßig
auf einer bestimmten Streufläche. Die Drehzahl der
Dosierorgane, über welche die Ausbringmenge bestimmt
wird, wird über einen stufenlos regelbaren Eigenantrieb
in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit derart
geregelt, daß stets die gewünschte und eingestellte
Streumenge pro Flächeneinheit genau ausgetragen wird.
D.h., der Landwirt legt zu Beginn des Streuvorganges,
nach einem durchgeführten Eichvorgang, die gewünschte
Ausbringmenge fest. Mit Hilfe des Regelkreises wird der
zu Beginn des Streuvorganges erwünschte, festgelegte und
eingestellte Ausbringmengenwert automatisch an jede
Fahrgeschwindigkeit angepaßt und unabhähgig von dieser
konstant gehalten, so daß die vorgegebene Streumenge pro
Flächeneinheit eingehalten wird. Zwischen der
vorgegebenen, gewünschten Ausbringmenge, die einer
bestimmten Drehzahl der Dosierorgane entspricht und der
Fahrgeschwindigkeit besteht eine Proportionalität, so daß
die Dosierorgane bei dieser festgelegten, eingestellten
Ausbringmenge und einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit mit
einer ganz bestimmten Drehzahl angetrieben werden. Die an
den Dosierorganen oder dem Antrieb aufgenommene Drehzahl
stellt einen für die momentane Ausbringmenge
charakteristischen Wert dar und dient als Istwert. Dieser
Istwert wird mit dem eingestellten Sollwert verglichen
und die Regelabweichung als Steuerimpuls an den Antrieb
der Dosierorgane weitergegeben, so daß eine Anpassung der
Ausbringmenge über eine Veränderung der Drehzahl der
Dosierorgane an die momentane Fahrgeschwindigkeit in der
Weise erfolgt, daß die Ausbringmenge pro Flächeneinheit
immer konstant gehalten wird.
Mit Hilfe der durch die DE-OS 33 10 424 bekannten
Düngerstreueinrichtung soll also die Ausbringmenge pro
Flächeneinheit konstant gehalten werden. Eine Anpassung
der auszubringenden Düngermittelmenge an den jeweiligen
Nährstoffbedarf der zu bestreuenden Fläche ist aber nicht
möglich.
In einer Ausführungsform ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß die Dosierorgane als Dosierräder, vorzugsweise als
Nockenräder ausgebildet und über zumindest ein regelbares
Antriebsorgan mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbar
sind, wobei das Antriebsorgan mit der elektronischen
Einstellvorrichtung verbunden ist. Weiterhin ist
vorgesehen, daß die elektronische Einstellvorrichtung, in
die die jeder Drehzahl der Dosierräder entsprechende
Düngermenge eingespeichert ist, die jeweilige Drehzahl
der Dosierräder erfaßt. Infolge dieser Maßnahmen ist es
auf besonders einfache Weise möglich, eine Veränderung
der Düngerausbringmenge entsprechend des
Nährstoffbedarfes der zu bestreuenden Fläche vorzunehmen.
Durch die Vorgabe eines neuen Sollwertes, der
dem jeweiligen Nährstoffbedarf der zu bestreuenden
Fläche entspricht, findet eine automatische Verstellung
der Einstellorgane der Dosierorgane statt. Die
Verstellung der Einstellorgane der Dosierorgane wird ohne
Verzögerung nach der Eingabe eines neuen Sollwertes
durchgeführt. Die Verstellung dieser Einstellorgane
erfolgt solange, bis die von der elektronischen
Einstellvorrichtung erfaßten charkateristischen Werte für
die momentane Ausbringmenge mit dem neuen Sollwert
übereinstimmen. Die elektronische Einstellvorrichtung ist
derart ausgebildet, daß sie eine automatische Verstellung
der Einstellorgane der Dosierorgane in der Weise
vornimmt, daß die momentane Ausbringmenge in Abhängigkeit
von der Fahrgeschwindigkeit geregelt wird, so daß stets
die gewünschte und pro Flächeneinheit eingestellte
Streumenge ausgebracht wird.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist
vorgesehen, daß die Dosierorgane als Auslauföffnungen,
deren Öffnungsweite mittels Schieber jeweils einstellbar
ist, ausgebildet sind, wobei die elektronische
Einstellvorrichtung mit dem Schieber verbunden ist.
Hierbei ist vorgesehen, daß die elektronische
Einstellvorrichtung, in die die für die jeweilige
Schieberstellung entsprechende Düngermittelmenge
eingespeichert ist, die jeweilige Schieberstellung
erfaßt. Infolge dieser Maßnahme ist es auch hier auf
besonders einfache Weise möglich, die Ausbringmenge dem
jeweils erforderlichen Nährstoffbedarf der zu
bestreuenden Fläche anzupassen. Durch Veränderung des
vorgegebenen Sollwertes übernimmt die elektronische
Einstellvorrichtung automatisch die Verstellung der
Öffnungsweite der Auslauföffnungen durch Verändern der
jeweiligen Schieberstellung. Das Verstellen der
auszubringenden Düngermittelmenge entsprechend des
Nährstoffbedarfes läßt sich also auf besonders einfache
Weise durchführen, so daß eine genaue und auf die
jeweilige Nährstoffversorgung abgestimmte Düngemittelgabe
erfolgt.
Bei der Ausbildung der Dosierorgane als Dosierräder ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß zwischen dem Dosierorgan
und den Verteilorganen ein Leitelemente zur Verstellung
des Aufgabepunktes des Materiales auf den
Schleuderscheiben angeordnet ist, wobei an diesem
Verstellelement eine Einstellvorrichtung angeordnet ist,
die mit der elektronischen Einstellvorrichtung verbunden
ist und zwar derart, daß in Abhängigkeit der
Ausbringmenge das jeweilige Leitelement über die
elektronische Einstellvorrichtung entsprechend der
momentanen Ausbringmenge automatisch eingestellt wird.
Infolge dieser Maßnahmen wird das Leitelement
gleichzeitig in einfachster Weise bei Veränderung der
Ausbringmenge verstellt. Hierdurch bleibt die Lage des
Streusektors, über den die Materialpartikel
abgeschleudert werden unverändert beibehalten, d.h., die
Lage des Streusektors verähdert sich nicht. Der sog.
Mengeneffekt tritt nicht auf, denn der Aufgabeschwerpunkt
der Düngemittelpartikel auf die Schleuderscheiben wird
bei Veränderung der Ausbringmenge entsprechend einer
festgelegten Bahn verändert. Bei einer kleineren
Ausbringmenge befindet sich der Aufgabeschwerpunkt der
Düngemittelpartikel näher bei der
Schleuderscheibendrehachse als bei größeren
Ausbringmengen. Das Leitelement kann derart ausgebildet
sein, daß es zusätzlich zu der Verstellung in radialer
Richtung auch noch in oder entgegengesetzt der
Drehrichtung der Schleuderscheibe verstellt werden kann,
so daß die Verstellung lähgs einer vorgegebenen
Kurvenbahn erfolgt.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist
vorgesehen, daß im Bereich der Dosierorgane Sensoren zur
Ermittlung der momentanen tatsächlichen Ausbringmenge
angeordnet sind und daß diese Sensoren mit der
elektronischen Einstellvorrichtung verbunden sind.
Hierdurch ist es möglich, die Ausbringmenge besonders
exakt zu erfassen. Durch die Anordnung der Sensoren
innerhalb des von den Auslauföffnungen in Richtung auf die
Schleuderscheiben rieselnden Materialstromes werden auch
die schüttgutspezifischen Einflußfaktoren wie
beispielsweise Fließverhalten des Düngers und das durch
Witterungseinflüsse beeinflußbare Schüttgutverhalten
berücksichtigt.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß die elektronische
Einstellvorrichtung die vorhandene Nährstoffversorgung
des zu bestreuenden Ackers berücksichtigt und
entsprechend der Nährstoffversorgung der jeweils zu
bestreuenden Fläche in Abhängigkeit von der tatsächlichen
Nährstoffversorgung steuert. Infolge dieser Maßnahme läßt
sich eine optimale Nährstoffversorgung der zu
bestreuenden Fläche erreichen. So ist es beispielsweise
möglich, die Düngemittel anhand eines in der
elektronischen Einstellvorrichtung gespeicherten
Nährstoffprofiles der zu bestreuenden Fläche
auszubringen. Uber die elektronische Einstellvorrichtung
erfolgt eine Verstellung der Verstellorgane für die
Dosierorgane entsprechend des gespeicherten
Nährstoffprofiles. Hierbei erfolgt die Verstellung der
Verstellorgane in der Weise, daß den Dosierorganen nur
die für eine optimale Nährstoffversorgung notwendigen
Düngemittel in den genau erforderlichen Mengen zugeführt
werden.
In einer weiteren Ausführungsform ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß der Vorratsbehälter aus zumindest zwei
einzelnen Vorratsbehältern für unterschiedliche
Düngersorten besteht, wobei den einzelnen
Vorratsbehältern jeweils einstellbare Dosierorgane
zugeordnet sind, und daß die aus den einzelnen
Vorratsbehältern herausrieselnden, unterschiedlichen
Düngemittelsorten jeweils einem Verteilorgan zugeführt
werden. Infolge dieser Maßnahmen lassen sich gleichzeitig
mehrere Düngemittelsorten ausbringen. Diese werden
entsprechend des erforderlichen Nährstoffbedarfes in
einem auf die Nährstoffversorgung abgestimmten
Mengenverhältnis über die einzelnen Dosierorgane den
jeweiligen Verteilorganen und somit dem Boden zugeführt.
Hierdurch läßt sich in besonders vorteilhafter Weise eine
optimale Nährstoffversorgung entsprechend des
erforderlichen Nährstoffbedarfes durchführen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß jedem Verteilorgan ein
eigenes Dosierorgan mit einem Einstellorgan zugeordnet
ist, wobei jedes Einstellorgan mit der elektronischen
Einstellvorrichtung verbunden ist, die einen die momentane
Ausbringmenge charakteristischen Wert erfaßt und aufgrund
dieses Wertes das jeweilige Dosierorgan automatisch
entsprechend des vorgegebenen Sollwertes einstellt.
Hierdurch wird erreicht, daß auch bei für besonders große
Arbeitsbreiten ausgerüstete Schleuderstreuer die
Ausbringmenge derart einstellbar ist, daß ein Ausbringen
des Düngers entsprechend des erforderlichen
Nährstoffbedarfes durchführbar ist. Durch die Möglichkeit
der separaten Einstellung der Einstellorgane für jedes
Verteilorgan läßt sich für jedes Verteilorgan ein anderer
Sollwert der Düngerausbringmenge vorgeben, so daß sich
eine gezielte, genau auf den Nährstoffbedarf der zu
bestreuenden Fläche abgestimmte Düngergabe ausstreuen
läßt.
Bei der Anordnung von zumindest drei, vorzugsweise vier
Dosierorganen im unteren Bereich des Vorratsbehälters ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß die vier
Schleuderscheiben in zwei übereinander liegenden
horizontalen Ebenen angeordnet sind, wobei die beiden
inneren Schleuderscheiben unterhalb der beiden jeweils
äußeren Schleuderscheiben angeordnet sind. Infolge dieser
Maßnahmen wird erreicht, daß sich die von den einzelnen
Schleuderscheiben abgeschleuderten Düngemittelpartikel
nicht gegenseitig behindern, d.h., die Flugbahnen der
Düngemittelpartikel der von den jeweilien
Schleuderscheiben abgeschleuderten Düngemittelpartikel
sind derart versetzt, daß die Düngemittelpartikel nicht
aufeinandertreffen und sich somit gegenseitig von ihren
Flugbahnen ablenken. Ein Aufeinandertreffen der von den
einzelnen Schleuderscheiben abgeschleuderten
Düngemittelpartikel würde zu einer negativen
Beeinflussung der einzelnen Streustärken eines jeden
Streusektors führen, wodurch die in den einzelnen
Streufächern gewünschte Ausbringmenge pro Flächeneinheit
nicht eingehalten würde.
Die erfindungsgemäße Ausführungsform sieht vor, daß die
Schleuderscheiben bzw. die auf den Schleuderscheiben
angeordneten Wurfelemente in leichter Weise ohne
Demontage des Vorratsbehälter, auch bei gefülltem
Vorratsbehälter, austauschbar sind. Hierdurch ist es zum
einen möglich, die kompletten Schleuderscheiben gegen
anders ausgebildete Schleuderscheiben oder aber die
Wurfelemente gegen speziell ausgebildete Wurfelemente
auszutauschen.
Bei der Anordnung von vorzugsweise vier Dosierorganen im
unteren Bereich des Vorratsbehälters ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die einander jeweils benachbarten
Schleuderscheiben jeweils gegenläufig rotierend
angetrieben werden. Hierbei ist vorgesehen, daß sich die
Streubereiche der vier Schleuderscheiben zumindest
annähernd insgesamt derart überdecken, so daß sich eine
zumindest vierfache Überlappung ergibt. Infolge der mit
unterschiedlichem Drehsinn angetriebenen Schleuderscheiben
und der vierfachen Überlappung der einzelnen
Streubereiche entsteht ein Streubild mit besonders großer
Streustärkengleichmäßigkeit über die gesamte effektive
Streubreite des Düngerstreuers. Evtl. Streuungenauigkeiten
hervorgerufen durch düngerspezifische Eigenschaften inner
halb eines jeden, von einer einzelnen Schleuderscheibe
erzeugten Streufächers werden hierdurch in besonders
vorteilhafter Weise ausgeglichen, so daß sich ein
Streubild gleichmäßiger Streustärke über die effektive
Streubreite des Düngerstreuers ergibt.
In einer weiteren Ausführungsform ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die Streubereiche der beiden inneren
Schleuderscheiben sich jeweils zumindest nahezu
vollständig überdecken, und daß die Streubereiche der
beiden äußeren Schleuderscheiben sich jeweils
zumindest nahezu vollständig überdecken. Hierdurch
entsteht ebenfalls ein Streubild gleichmäßiger Streustärke
über die gesamte effektive Streubreite des
Schleuderstreuers, wobei diese gleichmäßige Streustärke
auch bei einem Reduzieren der effektiven Streubreite
beibehalten wird. Bei Reduzieren der effektiven
Streubreite durch Unterbrechen der Düngerzufuhr zu den
jeweils äußeren Schleuderscheiben und gleichzeitiger
Erhöhung der Düngemittelzufuhr zu den jeweils inneren
Schleuderscheiben läßt sich so eine Anpassung an die
jeweilig vorgegebene Arbeitsbreite erreichen, wobei die
gewünschte Ausbringmenge pro Flächeneinheit genau
eingehalten wird.
Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß sich die
Streubereiche der jeweils auf der einen Seite der
Mittellinie des Vorratsbehälters angeordneten
Schleuderscheiben zumindest nahezu vollständig
überdecken. Infolge dieser Maßnahme wird ebenfalls ein
Streubild gleichmäßiger Streustärke über die effektive
Streubreite des Düngerstreuers geschaffen, wobei es auch
möglich ist, die auszubringende Düngermittelmenge
entsprechend des erforderlichen Nährstoffbedarfes der zu
bestreuenden Oberfläche zu verändern.
Des weitern sieht die Erfindung vor, daß die Streubereiche
der einzelnen Schleuderscheiben sich nur in ihren Rand
bereichen jeweils bzw. bis etwa über die Hälfte ihres
Streubereiches überdecken. Hierdurch läßt sich in
besonders einfacher Weise eine Anpassung der effektiven
Streubreite an jeweils vorgegebene Abmessungen der zu
bestreuenden Fläche erreichen. Beim Reduzieren bzw.
Vergrößern der Arbeitsbreite ist eine Veränderung der
Ausbringmenge zur Einhaltung der gewünschten Ausbringmenge
pro Flächeneinheit nicht erforderlich, da sich die
Streubereiche der einzelnen Schleuderscheiben nur in den
Randbereichen bzw. bis etwa über die Hälfte überdecken.
Die Erfindung berücksichtigt weiterhin die Anordnung der
Wurfelemente, wobei die Wurfelemente der einander
benachbarten Schleuderscheibe jeweils winkelversetzt
zueinander angeordnet sind. Infolge dieser Maßnahmen
werden die Düngemittelpartikel derart abgeschleudert, daß
die von den Wurfelementen auf jeweils bestimmten
Flugbahnen abgeschleuderten Düngemittelpartikel nicht
aufeinandertreffen, was zu einer gegenseitigen Ablenkung
der Düngemittelpartikel und somit zum Erzeugen
unsymmetrischer Streufächer führen würde. Die
winkelversetzte Anordnung der Wurfelemente benachbarter
Schleuderscheiben gewährleistet das Entstehen einzelner
Streufächer in gewünschter Weise.
In einer weiteren Ausführungsform ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die beiden inneren Schleuderscheiben in
entgegengesetzter Drehrichtung angetrieben werden, so daß
in Fahrtrichtung gesehen die Schleuderscheiben auf der
Vorderseite auseinanderdrehen, und daß die beiden
äußeren Schleuderscheiben jeweils in entgegengesetzter
Drehrichtung in bezug auf die jeweils benachbarte innere
Schleuderscheibe angetrieben werden. Hierdurch ergibt
sich eine weitere Antriebsmöglichkeit für die
Schleuderscheiben, wobei sich die effektive Streubreite
bzw. die Ausbringmenge entsprechend der von den einzelnen
Schleuderscheiben erzeugten Streufächern verändern läßt.
Eine andere Ausführungsform sieht in erfindungsgemäßer
Weise vor, daß die einander jeweils benachbarten
Schleuderscheiben jeweils gegenläufig rotierend
angetrieben werden, und daß die jeweils der inneren
Schleuderscheibe benachbarte Schleuderscheibe mit
gleichem Drehsinn wie diese benachbarte innere
Schleuderscheibe angetrieben wird. Hier wird eine weitere
Antriebsmöglichkeit für die Schleuderscheiben aufgezeigt,
wobei eine Veränderung der effektiven Streubreite bzw.
der Ausbringmenge durch Unterbrechung der den jeweiligen
Schleuderscheiben zugeführten Düngemittelpartikel bzw.
durch Veränderung der den jeweiligen Schleuderscheiben
zugeführten Düngermenge möglich ist.
Die Anordnung von vorzugsweise vier Dosierorganen im
unteren Bereich des Vorratsbehälters sieht
erfindungsgemäß vor, daß die Dosierorgane als Dosierräder
vorzugsweise Nockenräder ausgebildet sind, und daß jeder
Schleuderscheibe zumindest ein Dosierrad zugeordnet ist.
Hierbei ist vorgesehen, daß den Dosierorganen regelbare
Antriebsorgane, vorzugsweise elektrische Motore,
zugeordnet sind, wobei mindestens zwei Elektromotore,
vorzugsweise vier Elektromotore vorgesehen sind, so daß
dem Dosierorgan jeder Schleuderscheibe ein eigener
elektrischer Antriebsmotor zugeordnet ist. Infolge dieser
Maßnahmen läßt sich jedes Dosierorgan von einem separaten
Antriebsmotor getrennt und unabhähgig von den
Antriebsvorrichtungen der anderen Dosierorgane antreiben. -
Hierdurch entsteht die Möglichkeit, die von den
nebeneinander angeordneten und sich überlappenden
Streubereichen der einzelnen Schleuderscheiben gebildete
effektive Streubreite in vier Stufen zu verändern. Diese
Art des Antriebes der Dosierorgane ermöglicht
gleichzeitig das Einstellen unterschiedlicher
Ausbringmengen der einzelnen Dosierorgane. Somit lassen
sich den einzelnen Schleuderscheiben unterschiedliche
Düngermittelmengen zuführen, wodurch die Möglichkeit
geschaffen wird, sich auch innerhalb der effektiven
Streubreite eines Düngerstreuers dem notwendigen
Nährstoffbedarf der zu bestreuenden Fläche anzupassen, so
daß eine optimale Nährstoffversorgung des bestreuten
Ackers gewährleistet ist.
Das Verändern der effektiven Streubreite bzw. die
Veränderung der Ausbringmenge innerhalb der jeweiligen
effektiven Streubreite des Schleuderstreuers läßt sich
erfindungsgemäß auch durch die Ausbildung der
Dosierorgane als Auslauföffnungen herbeiführen. Hierbei
ist vorgesehen, daß die Dosierorgane als
Auslauföffnungen, deren Öffnungsweiten mittels Schieber
jeweils einstellbar sind, ausgebildet sind, wobei jeweils
maximal zwei Schiebern ein elektrischer Stellmotor
zugeordnet ist. Durch die Betätigung von jeweils maximal
zwei Schiebern über einen elektrischen Stellmotor wird
die effektive Streubreite bzw. die Veränderung der
Ausbringmenge innerhalb der effektiven Streubreite in
größeren Abschnitten verändert.
Die erfindungsgemäße Ausführungform bei dem jedem
Schieber, der einer Schleuderscheibe zugeordnet ist,
jeweils ein eigener elektrischer Stellmotor, der mit der
elektronischen Einstellvorrichtung verbunden ist,
zugeordnet ist, läßt sich die effektive Streubreite in
besonders vorteilhafter Weise exakt den jeweiligen
Einsatzverhältnissen entsprechend anpassen. Weiterhin ist
die optimale Anpassung der Düngerausbringmenge
hinsichtlich des erforderlichen Nährstoffbedarfes
innerhalb der jeweiligen effektiven Streubreite des
Düngerstreuers möglich, wodurch eine genaue, exakt auf
den jeweiligen Nährstoffbedarf der zu bestreuenden
Oberfläche abgestimmte Düngermittelgabe gewährleistet ist.
Weiterhin ist in erfindungsgemäßer Weise vorgesehen, daß
die jeder Schleuderscheibe zugeführte Ausbringmenge
gemeinsam oder unabhähgig voneinander einstellbar ist.
Infolge dieser Maßnahme läßt sich die jeder einzelnen
Schleuderscheibe zugeführte Düngermittelmenge
gleichzeitig und um denselben Betrag verändern, wobei die
Düngerausbringmenge innerhalb der effektiven Streubreite
des Schleuderstreuers gleich ist, d.h., die pro
Flächeneinheit ausgebrachte Düngermittelmenge ist
innerhalb der effektiven Streubreite gleich. Die
unabhähgige Einstellung der den Schleuderscheiben
zugeführten Düngerausbringmenge gestattet eine optimale
Anpassung der jeweiligen Düngerausbringmenge entsprechend
des erforderlichen Nährstoffbedarfes der zu bestreuenden
Fläche, wobei die Einstellung der zur optimalen
Nährstoffversorgung der zu bestreuenden Fläche
erforderlichen Düngemittelmenge manuell oder automatisch
anhand eines entsprechenden Nährstoffprofiles erfolgen
kann.
Das Antreiben der Schleuderscheiben mit unterschiedlichen
Drehzahlen vergrößert die Möglichkeiten zur Anpassung an
die jeweiligen Einsatzverhältnisse. Die unterschiedlichen
Drehzahlen lassen sich beispielsweise dadurch erreichen,
daß im Antrieb für die Schleuderscheiben ein
unterschiedliche Drehzahlen ermöglichendes Getriebe
angeordnet ist, wobei weiterhin für jede Schleuderscheibe
ein eigenes Drehzahlen veränderbares Getriebe vorgesehen
sein kann. Des weiteren ist es möglich, daß das
Eingangsgetriebe zwei Anschlußwellen mit
unterschiedlichen Übersetzungen aufweist, so daß die
Schleuderscheiben entsprechend des gewählten
Übersetzungsverhältnisses antreibbar sind.
Weitere Einzelheiten sind der Beispielsbeschreibung sowie
den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
Fig. 1 den erfindungsgemäß ausgebildeten und an einen
Schlepper angebauten Schleuderstreuer in der
Seitenansicht,
Fig. 2 den erfindungsgemäß ausgebildeten
Schleuderstreuer, dessen Dosierorgane als in
unterschiedliche Öffnungsweiten mittels eines
Schiebers einstellbare Auslauföffnungen
ausgebildet sind in der Ansicht von hinten,
Fig. 3 den Schleuderstreuer gemäß Fig. 2 in vergrößertem
Maßstab und in der Draufsicht,
Fig. 4 einen weiteren, in erfindungsgemäßer Weise
ausgerüsteten Schleuderstreuer, wobei die
Dosierorgane als Dosierräder ausgebildet sind,
Fig. 5 eine andere erfindungsgemäße Ausführungsform
des Schleuderstreuers, wobei die Dosierorgane
als Dosierräder ausgebildet sind in der Ansicht
von hinten,
Fig. 6 eine in erfindungsgemäßer Weise ausgerüsteten
Schleuderstreuer mit vier als Dosierräder
ausgerüsteten Dosierorganen,
Fig. 7 eine andere Ausführungsform des in
erfindungsgemäßer Weise ausgebildeten
Vierscheibenstreuers, wobei die Dosierorgane
als in unterschiedliche Öffnungsweiten
einstellbare Auslauföffnungen ausgebildet sind,
Fig. 8 den Schleuderstreuer gemäß Fig. 7 in Teilansicht
in vergrößertem Maßstab und in der Draufsicht,
Fig. 9 eine Teilansicht der unterhalb des
Vorratsbehälters in seinem unteren Bereich
angeordneten und rotierend angetrieben
Schleuderscheiben,
Fig. 10 eine andere Bauweise der unterhalb des
Vorratsbehälters in seinem unteren Bereich
angeordneten, rotierend angetrieben
Schleuderscheiben in der Ansicht von hinten,
Fig. 11 die in schematischer Darstellung wiedergegebene
Anordnung der rotierend angetriebenen
Schleuderscheiben und der von diesen
Schleuderscheiben erzeugten Streufächer,
Fig. 12 eine weitere schematische Darstellung der
Anordnungsweise der rotierend angetriebenen
Schleuderscheiben und den von diesen
Schleuderscheiben erzeugten Streufächern,
Fig. 13 eine weitere Möglichkeit der Streuscheiben
anordnung mit den von diesen Streuscheiben
erzeugten Streufächern in schematischer
Darstellung,
Fig. 14 eine weitere Möglichkeit der Anordnung der
Schleuderscheiben mit den von diesen
Schleuderscheiben erzeugten Streufächern
ebenfalls in Prinzipdarstellung und
Fig. 15 eine weitere Möglichkeit der Anordnung der
Schleuderscheiben mit den von diesen
Schleuderscheiben erzeugten Streufächern
ebenfalls in Prinzipdarstellung.
Der als Anbauschleuderstreuer ausgebildete
Schleuderstreuer 1 weist den Rahmen 2 auf, der auf seiner
in Fahrtrichtung 3 gesehen vorderen Seite mit den
Dreipunktkupplungselementen 4 zum Anbau an den Schlepper 5
ausgestattet ist. Weiterhin ist an dem Rahmen 2 der
Vorratsbehälter 6 befestigt, der zwei durch das
dachförmige Mittelteil 7 getrennte trichterförmige
Behälterteile 8 aufweist. Im unteren Bereich der
trichterförmigen Behälterteile 8 sind die Einstellorgane 9
der Dosierorgane 10 angeordnet und mit der elektronische
Einstellvorrichtung 11 verbunden. Die elektronischen
Einstellvorrichtung 11 liefert einen für die momentane
Ausbringmenge charakteristischen Wert. Dieser erfaßte Wert
wird an eine auf dem Schlepper angeordnete, mit Tasten
versehene Eingabeeinheit 12 übermittelt. Diese
Eingabeeinheit 12 ist als Mikroprozessor 13 ausgebildet
und über das Kabel 14 mit der elektronischen
Einstellvorrichtung 11 gekoppelt. Der für die momentane
Ausbringmenge von der elektronischen Einstellvorrichtung
erfaßte charakterischte Wert wird mit dem in der Eingabe
und Bedienungseinheit 12 vorgebenen und eingespeichertem
Sollwert automatisch verglichen, so daß eine Verstellung
der Einstellorgane 9 beim Abweichen des Istwertes vom
vorgegebenen Sollwert erfolgt, so daß die jeweils
gewünschte Ausbringmenge immer konstantgehalten wird.
Unterhalb der Dosierorgane 10 sind die jeweils um eine
aufrechte Achse 15 antreibbaren Schleuderscheiben 16
angeordnet. Die Schleuderscheiben 16 sind jeweils mit den
Wurfelementen 17 bestückt und werden über die Gelenkwelle
18 von der Zapfwelle des Schleppers 5 angetrieben. Die
sich im Vorratsbehälter 6 befindlichen Düngemittel werden
mit Hilfe der Einstellorgane 9 der Dosierorgane 10 den
Schleuderscheiben 16 in genau einstellbaren Mengen
zugeführt. Die den Schleuderscheiben 16 zugeführten
Düngemittelpartikel werden von den Wurfelementen 17 erfaßt
und über einen bestimmten Streubereich abgeschleudert,
wobei die einzelnen, nebeneinander liegenden
einander überlappenden Streusektoren der einzelnen
Streuscheiben 16 zu einem gesamten Streubild
zusammengesetzt werden. Die Regelung der Ausbringmenge des
Schleuderstreuers 1 wird in Abhängigkeit der
Fahrgeschwindigkeit des den Schleuderstreuer 1 tragenden
Schleppers 5 durchgeführt. Die Ermittelung der
Fahrgeschwindigkeit erfolgt mit Hilfe eines
Fahrgeschwindigkeitssensors 19, der an einem nicht
angetriebenen Rad, beispielsweise dem Vorderrad 20 des
Schleppers 5 angeordnet ist. Dieser
Fahrgeschwindigkeitssensor 19 liefert der
Fahrgeschwindigkeit entsprechende charakteristische Werte,
die an die Eingabe und Bedienungseinheit 12 weitergegeben
werden. Der Mikroprozessor 13 der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 führt anhand dieser ihm zugeführten
Werte, den sog. Istwerten, einen Vergleich mit den
vorgegebenen Sollwerten durch. Eine Abweichung vom
vorgegebenen Sollwert, d.h., eine Abweichung von der
gewünschten Düngerausbringmenge pro Flächeneinheit führt
zu einer automatischen Verstellung der Einstellorgane 9
der Dosierorgane 10, so daß der vorgegebene Sollwert mit
dem Istwert übereinstimmt.
Gemäß den Fig. 2 und 3 sind die im unteren Bereich der
trichterförmigen Behälterteile 8 angeordneten
Einstellorgane jeweils als eine lösbare Bodenplatte 21
ausgebildet. Die jeweilige Bodenplatte 21 weist die mit
den Schiebern 22 in verschiedenen Öffnungsweiten
einstellbaren Auslauföffnungen 23 auf. Die aus dem von
den Schiebern 22 freigegebenen Öffnungsquerschnitt der
Auslauföffnungen 23 herausrieselnden Düngemittel gelangen
auf die Schleuderscheiben 16 und werden von den
jeweiligen Wurfelementen 17 erfaßt und über einen
bestimmten Streubereich abgeschleudert. Die Einstellung
der Öffnungsweite der Auslauföffnung 23 erfolgt über die
mit dem Schieber 22 verbundene elektronische
Einstellvorrichtung 11. Diese elektronische
Einstellvorrichtung 11 ist auf der lösbaren Bodenplatte
21 angeordnet, und als Spindelmotor 24, der die
Verstellspindel 25 aufweist, ausgebildet. Die Verstellung
bzw. die Einstellung der Öffnungsweite der jeweiligen
Auslauföffnung 23 erfolgt mit Hilfe des Spindelmotors 24
Die Betätigung des Spindelmotors 24 erfolgt von der auf
dem Schlepper 5 angeordneten Eingabe- und
Bedienungseinheit 12, die über das Kabel 26 mit der
elektronischen Einstellvorrichtung 11 verbunden ist. Über
die auf der Eingabe- und Bedienungseinheit 12 angeordnete
Tastatur 27 läßt sich eine bestimmte Ausbringmenge pro
Flächeneinheit vorwählen. Der Mikroprozessor 13 übernimmt
die Steuerung der elektronischen Einstellvorrichtung 11
und stellt über eine entsprechende Schieberbetätigung die
Öffnungsweite entsprechend des vorgegebenen
Ausbringmengenwertes in Abhängigkeit von der
Fahrgeschwindigkeit ein. Zur genauen Ermittlung der
jeweiligen Schieberstellung des Schiebers 22 ist ein
Wegaufnehmer 28, der mit Hilfe der Befestigungsplatte 29
an der lösbaren Bodenplatte 21 angeordnet ist, mit dem
Schieber 22 verbunden. Der Wegaufnehmer 28 ermittelt die
jeweilige Schieberstellung des Schiebers 22 und liefert
den eine bestimmte Ausbringmenge repräsentierenden
Wert an die Eingabe- und Bedienungseinheit 12, die
über das Kabel 30 mit dem Wegaufnehmer verbunden ist. Der
Mikroprozessor 13 der Eingabe- und Bedienungseinheit 12
vergleicht die vom Wegaufnehmer 28 erfaßte
Schieberstellung des Schiebers 22, die einem bestimmten
charakteristischen Mengenausbringwert entspricht mit dem
vorgegebenen Sollwert und regelt so die Ausbringmenge des
Schleuderstreuers 1 in Abhängigkeit von der momentanen
Fahrgeschwindigkeit des Schleppers 5. Mit Hilfe des
Mikroprozessors 13 der Eingabe- und Bedienungseinheit 12
ist es möglich, die vorgegebene, gewünschte Ausbringmenge
pro Flächeneinheit während des Streuvorganges in
Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit konstant zu
halten, d.h., mit Hilfe des Mikroprozessors 13 ist es
möglich, die momentane Ausbringmenge derart an die
jeweilige Fahrgeschwindigkeit anzupassen, daß die
gewünschte Ausbringmenge pro Flächeneinheit exakt
eingehalten wird.
Der Anbauschleuderstreuer gemäß Fig. 4 ist ebenfalls als
Schleuderstreuer 31 ausgebildet und weist einen Rahmen 32
auf, der auf seiner in Fahrtrichtung gesehen vorderen
Seite mit Dreipunktkupplungselementen zum Anbau an den
Schlepper 5 ausgebildet ist. An dem Rahmen 32 ist der
Vorratsbehälter 33 befestigt der zwei durch das
dachförmige Mittelteil 34 getrennte trichterförmige
Behälterteile 35 aufweist. Die trichterförmigen
Behälterteile 35 weisen jeweils die Dosierorgane 10, die
als Dosierräder 36 ausgebildet sind auf, die die
Behälterteile 35 nach unten verschließen. Die Dosierräder
36 sind als Nockenräder ausgebildet. Unter diesen
Dosierorganen 10 ist jeweils eine als Schleuderscheibe 37
ausgebildete Verteileinrichtung angeordnet. Die
Schleuderscheiben 37 werden über das Getriebe 38 von der
Zapfwelle des den Anbauschleuderstreuer tragenden
Schleppers in einander entgegengesetztem Drehsinn
angetrieben.
Die aus den Dosierrädern 36 bestehende Dosiereinrichtung
ist als Zwangsdosiersystem ausgebildet. Die in den beiden
trichterförmigen Behälterteilen 35 angeordneten
Dosierräder 36 werden über das regelbare Antriebsorgan
39, das als elektrischer Antriebsmotor 40 ausgebildet
ist, angetrieben. Der Antriebsmotor 40 ist unter dem
dachförmigen Mittelteil 34 angeordnet. Über den
Kettentrieb 41 treibt der Antriebsmotor 40 die
Dosierwelle 42 die Dosierräder 36 an. Die Dosierwelle 42
ist noch zusätzlich in dem Lagergehäuse 43 gelagert, und
weist die Kupplungen 44 auf, die über das Kabel 45 mit
der auf dem Schlepper angeordneten Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 verbunden sind. Die Betätigung der
jeweiligen Kupplung 44 ermöglicht das Stillsetzen der
Dosierräder 36, so daß sich die Materialzufuhr zu den
jeweiligen Schleuderscheiben 37 getrennt und unabhängig
voneinander unterbrechen läßt, so daß eine Reduzierung der
effektiven Streubreite erfolgt. Über die Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 wird die Drehzahl der Dosierräder 36
entsprechend der gewünschten Ausbringmenge pro
Flächeneinheit eingestellt. Hierzu erhält der
Antriebsmotor 40 über das Kabel 46 entsprechende Impulse,
so daß der Antriebsmotor 40 die Dosierräder 36 mit der
richtigen Drehzahl antreibt. Zur Überwachung der Drehzahl
der Dosierräder 36 ist eine
Drehzahlüberwachungseinrichtung 47 vorgesehen, die mit dem
Kettenrad 48 des Kettentriebes 41 zusammenwirkt und über
das Kabel 49 der jeweiligen Drehzahl entsprechende Impulse
an die Eingabe- und Bedienungseinheit 12 und somit an den
Mikroprozessor 13 übermittelt.
Zwischen der aus den Dosierrädern 36 bestehenden
Dosiereinheit und den Schleuderscheiben 37 ist jeweils
das als Rutsche 50 ausgebildete Materialleitelement
verschiebbar angeordnet. An den Rutschen 50 ist die
Verstelleinrichtung 51 angeordnet. Diese
Verstelleinrichtung 51 weist die Verstellhebel 52 auf,
die an den Rutschen 50 angelenkt und über den Kipphebel
53 miteinander verbunden sind. Der Kipphebel 53 ist mit
dem Gelenk 54 an dem dachförmigen Mittelteil 34
befestigt. Die Verstellhebel 52 sind mit dem elektrischen
Verstellmotor 55 gekoppelt und mit dem selbsthemmenden
Untersetzungsgetriebe 56 verbunden, welches die
Verstellspindel 57 aufweist. Der elektrische
Verstellmotor 55 ist ebenfalls an dem dachförmigen
Mittelteil 34 befestigt und über das Kabel 58 mit der
Eingabe- und Bedienungseinheit 12 verbunden. In
Abhängigkeit der Drehzahl der Dosierräder 36 bzw. der
Ausbringmenge erhält der Verstellmotor 55 Impulse von dem
Mikroprozessor 13 der Eingabe und Bedienungseinheit 12,
so daß die Rutschen 50 automatisch in Abhängigkeit von
der Ausbringmenge verstellt werden. Bei kleineren
Ausbringmengen wird die jeweilige Rutsche 50 in
Pfeilrichtung 59 und bei größeren Ausbringmengen in
Pfeilrichtung 60 verstellt, so daß sich der Aufgabe
schwerpunkt des Materiales auf den Schleuderscheiben 37
bei größeren Ausbringmengen näher an der
Schleuderscheibenaußenkante als bei kleineren
Ausbringmengen befindet.
Da dem Mikroprozessor 13 der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 Impulse über den zurückgelegten Weg
bzw. über die tatsächliche, momentane Fahrgeschwindigkeit
vom Fahrgeschwindigkeitssensor 19, der an dem Vorderrad
20 des Schleppers 5 angeordnet ist, zugeführt werden,
wird die Ausbringmenge in Abhängigkeit von der
Fahrgeschwindigkeit verändert, so daß die Ausbringmenge
pro Flächeneinheit bei unterschiedlichen
Fahrgeschwindigkeiten konstant bleibt.
Weiterhin sind in den Rutschen 50 die Sensoren 61 zur
Erfassung der tatsächlichen momentanen Ausbringmenge
angeordnet. Diese Sensoren 61 sind über die Kabel 62
ebenfalls mit der Eingabe- und Bedienungseinheit 12
verbunden. Der Mikroprozessor 13 der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 ist derart programmiert, daß
aufgrund der von den Sensoren 61 ermittelten Impulse über
die tatsächliche Ausbringmenge die Rutschen 50 über die
mit dem Mikroprozessor 13 verbundene Verstelleinrichtung
51 so verstellt werden, daß jeweils in Abhängigkeit der
Größe der Ausbringmenge der optimale Aufgabeschwerpunkt
des Materiales auf die Schleuderscheiben 37 gewährleistet
ist. Somit werden die Rutschen 50, die die jeweilige Lage -
des Aufgabeschwerpunktes auf den Schleuderscheiben 37
bestimmen, in Abhähgigkeit der Ausbringmenge automatisch
bei Veränderung der Ausbringmenge verstellt.
Anhand der an diesem Schleuderstreuer 31 angeordneten
jeweiligen Verstelleinrichtungen und der jeweiligen
Überwachungseinrichtungen ist es zum einen möglich, die
Ausbringmenge des Schleuderstreuers 37 in Abhängigkeit von
der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit konstant zu halten.
Weiterhin ist es in besonders einfacher Weise möglich,
über das regelbare Antriebsorgan 39 eine Veränderung der
Ausbringmenge vorzugnehmen, so daß eine Anpassung der
Ausbringmenge an den jeweiligen Nährstoffbedarf der zu
bestreuenden Fläche durchführbar ist. Die Änderung der
Ausbringmenge wird in die Eingabe- und Bedienungseinheit
12 des Mikroprozessors 13 eingegeben, wodurch eine
automatische Verstellung der Einstell- und Verstellorgane
des Schleuderstreuers 31 erfolgt, so daß der Dünger
entsprechend des neu gewählten Ausbringmengenwertes
ausgebracht wird. Mit Hilfe des Mikroprozessors 13 wird
der Schleuderstreuer 31 in der Weise verstellt, so daß die
gewünschte Ausbringmenge pro Flächeneinheit wieder in
Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit geregelt und
konstant gehalten wird.
Der Schleuderstreuer 63 gemäß Fig. 5 unterscheidet sich
durch einen anderen Antrieb der Dosierräder 36 und der
Verstellung der Rutschen 50 von dem Schleuderstreuer 31
gemäß Fig. 1. Die Dosierräder 36 werden von dem als
Variatorgetriebe 64 ausgebildeten Regelgetriebe
angetrieben. Die Antriebsscheibe 65 des Variatorgetriebes
64 ist auf der Welle 66 des Getriebes 38 und die
Abtriebswelle 67 des Variatorgetriebes 64 auf der
Antriebswelle 68 der Dosierräder 36 befestigt. An dem
dachförmigen Mittelteil 34 ist die Verstelleinrichtung 69
des Variatorgetriebes 64 angebracht. Die Antriebswelle 68
der Dosierräder 36 ist noch in dem unter dem dachförmigen
Mittelteil 34 befestigten Lagergehäuse 70 gelagert. Die
Verstelleinrichtung 69 des Variatorgetriebes 64 weist den
elektrischen Verstellmotor 71, der mit der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 verbunden ist, mit dem
selbsthemmenden Untersetzungsgetriebe 72 auf. An dem
dachförmigen Mittelteil 34 ist weiterhin der Verstellhebel
73 mit dem Gelenk 74 gelagert. Der Verstellhebel 73 ist
mit seiner einen Seite mit der Verstellspindel 75 des
Untersetzungsgetriebes 72 verbunden und mit seiner anderen
Seite drückt er auf die Abtriebsscheibe 67 des
Variatorgetriebes 64. Somit kann über die
Verstelleinrichtung 69 der wirksame Durchmesser des
Variatorgetriebes 64 variiert werden, so daß sich jeweils
entsprechende Drehzahlen der Dosierräder 36 und somit die
gewünschte Ausbringmenge einstellen lassen. Zwischen den
Dosierrädern 36 der Dosiereinrichtung und den
Schleuderscheiben 37 sind ebenfalls jeweils die als
Rutschen 50 ausgebildeten Materialleitelemente
verschiebbar angeordnet. An diesen Rutschen 50 sind die
Verstellhebel 76 angeordnet, die mit dem Verstellhebel 73
der Verstelleinrichtung 69 des Variatorgetriebes 64
gekoppelt sind. Hierzu ist an dem Verstellhebel 73 der
Hebel 77 angebracht, der mit den Verstellhebeln 76
gelenkig verbunden ist. Zwischen den Verstellhebeln 76 ist
noch der Kipphebel 78 als Übersetzungselement angeordnet,
so daß die Rutschen 50 entsprechend der gegensinnigen
Drehrichtung der Schleuderscheiben 37 ebenfalls
gegensinnig verstellt werden.
Die Rutschen 50 der Schleuderstreuer 31 und 63 sind in
nicht dargestellter Weise leicht abnehmbar bzw.
wegschwenkbar angeordnet, so daß die auf ihren
Antriebswellen auswechelbar angeordneten
Schleuderscheiben 37 von ihren Antriebswellen abgenommen
und andere Schleuderscheiben auf diesen Antriebswellen
angeordnet werden können.
Die Funktionsweise und Verstellung der als
Materialleitelemente ausgebildeten Rutschen 50 läßt sich
folgendermaßen beschreiben:
Durch den elektrischen Verstellmotor 71 der
Verstelleinrichtung 69 wird die entsprechende Drehzahl
der Dosierräder 36 über das Variatorgetriebe 64 für die
gewünschte Ausbringmenge bei der Normaldrehzahl der
Schlepperzapfwelle eingestellt. Das von den Dosierrädern
36 aus dem Vorratsbehälter 33 dosierte Material wird von
den Rutschen 50 auf die Schleuderscheiben 37 geleitet. Die
Rutschen 50 bestimmen den Aufgabeschwerpunkt des
Materiales auf den Scheiben 37. Da die Rutschen 50 mit dem
Verstellmechanismus 69 des Regelgetriebes 64 gekoppelt
sind, werden die Rutschen 50 bei jeder Veränderung der
Drehzahl der Dosierräder 36 über das Variatorgetriebe 64
in Abhähgigkeit der Ausbringmenge automatisch bei
Veränderung der Ausbringmenge verstellt. Bei Vergrößerung
der Ausbringmenge werden die Rutschen 50 in Pfeilrichtung
60, d.h., in Richtung der Schleuderscheibenaußenkante
verstellt, während sie bei Verkleinerung der Ausbringmenge
in Pfeilrichtung 59, d.h., in Richtung der
Schleuderscheibendrehachse verstellt werden.
Auf der Antriebswelle 68 der Dosierräder 36 sind jeweils
einem Dosierrad 36 zugeordnete Kupplungen 44 angeordnet,
die über das Kabel 45 mit der Eingabe und
Bedienungseinheit 12 verbunden sind. Hierdurch ist es
möglich, den Antrieb zu den einzelnen Dosierrädern 36
derart zu unterbrechen, so daß den jeweiligen
Schleuderscheiben 37 kein Material mehr zugeführt wird,
so daß eine Veränderung der effektiven Streubreite
erfolgt. Weiterhin befindet sich ebenfalls eine
Drehzahlüberwachungseinrichtung 47 an der Antriebswelle
68, die die Antriebsdrehzahl der Dosierräder 36 erfaßt.
Diese Drehzahlüberwachungseinrichtung 47 ist über das
Kabel 49 mit der Einstell- und Bedienungseinheit 12
verbunden und liefert der jeweiligen Drehzahl
entsprechende charakteristische Impulse an den
Mikroprozessor 13 der Eingabe und Bedienungseinheit 12.
Über die in den Rutschen 50 angeordneten Sensoren 61 wird
die tatsächliche momentane Ausbringmenge erfaßt und über
das Kabel 62 an den Mikroprozessor 13 übermittelt. Die in
den Mikroprozessor 13 über die Tastatur 27 eingegebene,
gewünschte Ausbringmenge läßt sich mit Hilfe des
Mikroprozessors 13 derart regeln, so daß die Dosierräder
36 in der Weise angetrieben werden, daß die Menge des den
Schleuderscheiben 37 zugeführten Materiales der
tatsächlichen momentanen Fahrgeschwindigkeit entspricht, so
daß die in den Mikroprozessor 13 eingegebene, gewünschte
Ausbringmenge pro Flächeneinheit exakt eingehalten wird.
Diese gewünschte Ausbringmenge läßt sich aber durch eine
entsprechende Betätigung der Tastatur 27 der Eingabe und
Bedienungseinheit 12 während des Streuvorganges jederzeit
verändern, so daß der zu bestreuendenden Fläche die
Düngemittel entsprechend des erforderlichen
Nährstoffbedarfes zugeführt werden, so daß sich eine
optimale Nährstoffversorgung des Bodens erreichen läßt.
Der jeweils neu eingegebene Ausbringmengenwert wird stets
in Abhähgigkeit von der Fahrgeschwindigkeit geregelt, so
daß sich immer eine konstante Ausbringmenge entsprechend
des jeweils eingestellten Ausbringmengenwertes ergibt.
Der Schleuderstreuer 79 gemäß Fig. 6 ist ebenfalls als
Anbauschleuderstreuer ausgebildet und weist den Rahmen
80, sowie den Vorratsbehälter 81 auf. An seiner in
Fahrtrichtung weisenden vorderen Seite ist dieser
Schleuderstreuer 79 mit Dreipunktkupplungselementen
ausgestattet und läßt sich so mit dem Dreipunktkraftheber
des Schleppers 5 verbinden. Der Vorratsbehälter 81 weist
eine Breite B auf, die das zulässige Maß für den
Transport landwirtschaftlicher Maschinen auf öffentlichen
Straßen und Wegen nicht übersteigt. Der untere Bereich
des Vorratsbehälters 81 ist durch drei dachförmige Teile
82 in vier Behälterspitzen 83 aufgeteilt. Jede
Behälterspitze 83 weist eine Dosiereinrichtung auf, die
als Dosierräder 84 ausgebildet sind und die
Behälterspitzen 83 nach unten verschließen. Unterhalb
jeder Behälterspitze 83 sind jeweils die
Schleuderscheiben 85 quer zur Fahrtrichtung des
Schleuderstreuers 79 gesehen angeordnet, wobei jeder
Behälterspitze 83 jeweils eine Schleuderscheibe 85 zuge
ordnet ist. Diese Schleuderscheiben 85 sind jeweils mit
zwei Wurfschaufeln 86 bestückt. Die Schleuderscheiben 85
werden jeweils um die aufrechte Achse 87 rotierend von der
Zapfwelle des den Düngerstreuer tragenden Schleppers 5
angetrieben. Der Antrieb der in unterschiedlichen Höhen
angeordneten Schleuderscheiben 85 erfolgt über das
Zahnradgetriebe 88 von der Schlepperzapfwelle des
Schleppers 5. Die Anordnung der Schleuderscheiben 85 ist
derart gewählt, daß die in dem gleichen Abstand zur
Maschinenmitte angeordneten beiden inneren
Schleuderscheiben in bezug auf die äußeren
Schleuderscheiben 85 tiefer angeordnet sind. Das
Zahnradgetriebe 88 ist derart ausgebildet, daß die jeweils
auf einer Seite der Maschinenmitte angeordneten
Schleuderscheiben 85 mit gleichem Drehsinn angetrieben
werden. D.h., jeweils eine innere, tiefer angeordnete
Schleuderscheibe und eine äußere Schleuderscheibe 85
werden mit gleichem Drehsinn angetrieben. Die jeweils
rechts und links der Maschinenmitte angeordneten
Schleuderscheiben 85 werden jedoch gegenläufig
angetrieben.
Der Antrieb der Dosierräder 84 ist derart ausgebildet,
daß die jeweils inneren Dosierräder 89 getrennt und
unabhängig von den äußeren Dosierrädern 90 antreibbar
sind. Der Antrieb der inneren Dosierräder 89 erfolgt von
dem regelbaren Antriebsorgan 91, das als elektrischer
Antriebsmotor 92 ausgebildet ist. Die inneren Dosierräder
89 sind auf der als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle
93 gelagert. Die Drehzahl der Antriebswelle 93 wird mit
Hilfe der Drehzahlüberwachungseinrichtung 94 ermittelt.
Der Antrieb der Antriebswelle 93 erfolgt mit Hilfe des
Kettentriebes 95. Weiterhin sind auf der Antriebswelle 93
die beiden Kupplungen 96 angeordnet, mit deren Hilfe sich
der Antrieb zu den jeweiligen inneren Dosierrädern 89
beliebig unterbrechen läßt, so daß die Materialzufuhr zu
den jeweils inneren Schleuderscheiben 85 getrennt und
unabhängig voneinander unterbrochen werden kann. Der
Antrieb der jeweiligen äußeren Dosierräder 90 erfolgt mit
Hilfe des regelbaren Antriebsorganes 97, das ebenfalls als
elektrischer Antriebsmotor 98 ausgebildet ist. Mit Hilfe
des Kettentriebes 99 erfolgt der Antrieb der Antriebswelle
100, auf der die äußeren Dosierräder 90 befestigt sind.
Die Antriebswelle 100 ist ebenfalls mit Kupplungen 96
ausgerüstet, so daß sich der Antrieb zu den jeweiligen
äußeren Dosierrädern 90 getrennt und unabhängig von diesen
Dosierrädern unterbrechen läßt, so daß die Materialzufuhr
sich auch zu den beiden äußeren Schleuderscheiben 85
unterbrechen läßt. Zur Überwachung der Drehzahl ist das
Drehzahlüberwachungselement 101 derart angeordnet, so daß
es der jeweiligen Drehzahl dieser Antriebswelle 100
entsprechende Signale an die Eingabe- und
Bedienungseinheit 12, über die das Element mit dem Kabel
102 verbunden ist, liefert.
Unterhalb der jeweiligen Dosierräder 84 ist jeweils das
als Rutsche 103 ausgebildete Materialleitelement
verschiebbar angeordnet. Die einzelnen Rutschen 103 sind
derart miteinander verbunden, so daß jeweils eine
gleichzeitige Verstellung der beiden inneren Rutschen 104
und der beiden äußeren Rutschen 105 unabhängig
voneinander erfolgt. Hierbei ist den innern Rutschen 104
die Verstelleinrichtung 106 und den äußeren Rutschen 105
die Verstelleinrichtung 107 zugeordnet. Die
Verstelleinrichtung 106 weist die Verstellhebel 108 auf,
die an den Rutschen 104 angeordnet und über den Kipphebel
109 miteinander verbunden sind. Der Kipphebel 109 ist mit
dem Gelenk 110 an dem dachförmigen Mittelteil 82
befestigt. Weiterhin ist an den Verstellhebeln 108 der
elektrische Verstellmotor 111 mit dem selbsthemmenden
Untersetzungsgetriebe 112, welches die Verstellspindel
113 aufweist, angeordnet. Der elektrische Verstellmotor
111 ist unterhalb des mitteleren dachförmigen Teiles 82
befestigt.
Die Verstelleinrichtung 107 der äußeren Rutschen 105
weist die Verstellhebel 114 auf, die an den Rutschen 105
angeordnet und über den Kipphebel 115 miteinander
verbunden sind. Der Kipphebel 115 ist mit dem Gelenk 116
an dem linken dachförmigen Teil 82 befestigt. An den
Verstellhebel 114 ist der elektrische Verstellmotor 117
mit dem selbsthemmenden Untersetzungsgetriebe 118,
welches die Verstellspindel 119 aufweist, angeordnet. Der
elektrische Verstellmotor 117 der äußeren Rutschen 105
ist unterhalb des rechten dachförmigen Mittelteiles
befestigt. Sowohl die Hebelanordnung, über welche die
beiden inneren Rutschen 104 und die beiden äußeren
Rutschen 105 miteinander verbunden sind, ist derartig
gewählt, so daß sich die jeweiligen Rutschen 104, 105
entsprechend der gegensinnigen Drehrichtung der
Schleuderscheiben 85 ebenfalls gegensinnig verstellen
lassen.
Zur Erfassung der tatsächlichen momentanen Ausbringmenge
sind die Sensoren 120 in den jeweiligen Rutschen 103
angeordnet. Diese Sensoren 120 sind über die Kabel 121
mit dem Mikroprozessor 13 der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 verbunden. Durch eine entsprechende
Programmierung des Mikroprozessors 13 erfolgt aufgrund
der von den Sensoren 120 ermittelten Impulse über die
tatsächliche Ausbringmenge eine Verstellung der Rutschen
103 über die ebenfalls mit dem Mikroprozessor verbundenen
Verstelleinrichtungen 106 und 107, so daß in Abhängigkeit
der Größe der Ausbringmenge der optimale
Aufgabeschwerpunkt des Materiales auf die
Schleuderscheiben 85 gewährleistet ist. Somit werden die
Rutschen 103, die die Lage des Aufgabeschwerpunktes auf
den Schleuderscheiben 85 bestimmen, in Abhängigkeit der
Ausbringmenge automatisch bei Veränderung der
Ausbringmenge verstellt.
Dadurch, daß die regelbaren Antriebsorgane 91 und 97, die
Drehzahlüberwachungseinrichtungen 94 und 101, die
Kupplungen 96, die elektrischen Verstellmotore 111 und 117
der jeweiligen Verstelleinrichtungen 106 und 107 und die
Sensoren 120 zur Erfassung der tatsächlichen momentanen
Ausbringmenge jeweils über entsprechende Kabelverbindungen
mit dem Mikroprozessor 13 der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 verbunden sind, läßt sich die Ein
und Verstellung der Ausbringmenge sowie die Veränderung
der effektiven Streubereite vom Schlepper aus durchführen.
Da dem Mikroprozessor 13 ebenfalls Signale entsprechend
der momentanen Fahrgeschwindigkeit übermittelt werden,
erfolgt stets eine Anpassung der Ausbringmenge an die
momentane Fahrgeschwindigkeit, so daß die jeweils
gewünschte Ausbringmenge in Abhängigkeit von der
Fahrgeschwindigkeit konstant gehalten wird.
Eine Veränderung der effektiven Streubreite läßt sich
somit auf einfachste Weise vom Schlepper aus durchführen,
wobei ebenfalls eine Veränderung der Ausbringmenge vom
Schlepper aus vorgenommen werden kann, so daß der zu
bestreuenden Fläche genau die dem jeweiligen
Nährstoffbedarf der zu bestreuenden Fläche notwendige
Düngemittelmenge zugeführt werden kann. Hierdurch läßt
sich der Düngerstreuer exakt an die jeweils
erforderlichen Einsatzbedingungen anpassen.
Mit Hilfe der Eingabe- und Bedienungseinheit 12 kann der
Landwirt die Düngerausbringmenge entsprechend eines
vorhandenen Nährstoffprofils der zu bestreuenden Fläche
in einfacher Weise verändern, so daß der zu bestreuenden
Fläche genau die zum Decken des erforderlichen
Nährstoffbedarfes notwendigen Düngemittel zugeführt
werden. Hierdurch lassen sich speziell auf den jeweiligen
Nährstoffbedarf der zu bestreuenden Fläche abgestimmte
Düngergaben ausbringen. Dieses Verändern der
Düngerausbringmenge entsprechend des erforderlichen
Nährstoffbedarfes der zu bestreuenden Fläche läßt sich
sowohl manuell als auch automatisch vom Mikroprozessor
durchführen. Zur automatischen Verstellung des
Schleuderstreuers in Abhängigkeit des erforderlichen
Nährstoffbedarfes übernimmt der Mikroprozessor 13 der
Eingabe- und Bedienungseinheit die Verstellung der
jeweiligen Einstellorgane der Dosierorgane entsprechend
eines im Mikroprozessor 13 gespeicherten Nährstoffprofiles
der zu bestreuenden Fläche.
Weiterhin ist es möglich, am Schlepper 5 einen in den
Boden eingreifenden Fühler anzuordnen, der
entsprechende, hinsichtlich des erfordlichen
Nährstoffbedarfes aussagefähige Signale an den
Mikroprozessor 13 der Eingabe- und Bedienungseinheit 12
liefert. Anhand dieser vom Fühler ausgesendeten Signale
ermittelt der Mikroprozessor 13 die zur optimalen
Nährstoffversorgung notwendige Düngermenge, und nimmt
anhand des ermittelten Nährstoffbedarfes eine Verstellung
der Einstellorgane der Dosierorgane vor, so daß der zu
bestreuenden Fläche genau die zur Deckung der optimalen
Nährstoffversorgung notwendige Düngermittelmenge
zugeführt wird.
Der Zentrifugaldüngerstreuer gemäß Fig. 7 ist ebenfalls
als Schleuderstreuer 122 ausgebildet und weist den Rahmen
123 sowie den Vorratsbehälter 124 auf. Dieser
Schleuderstreuer 122 weist an seiner in Fahrtrichtung
weisenden vorderen Seite die bekannten und nicht näher
dargestellten Dreipunktkupplungselemente auf, über welche
er sich in bekannter Weise mit dem Dreipunktkraftheber
des Schleppers verbinden läßt. Der untere Bereich des
Vorratsbehälters 124 ist durch drei dachförmige Teile 125
in vier Behälterspitzen 126 aufgeteilt. Jede
Behälterspitze 126 weist eine ebene Grundplatte 127 auf,
an die die abnehmbare Bodenplatte 128, in welcher sich
die Auslauföffnungen 129 befinden, befestigt ist.
Unterhalb der leicht lösbaren Bodenplatte 128 ist jeweils
ein als Schieber 130 ausgebildetes Dosierorgan, mit dem
die Öffnungsweite der jeweiligen Auslauföffnung 129
einzustellen oder zu verschließen ist, angeordnet. Die
Schieber 130 sind sowohl unabhängig voneinander zusammen
über die Eingabe- und Bedienungseinheiten 12 vom Schlepper
aus zu betätigen. Die Betätigung eines jeden Schiebers 130
erfolgt jeweils über einen elektrischen Stellmotor 131,
der mit einer Verstellspindel 132 ausgerüstet und auf der
Bodenplatte 128 befestigt ist. Die Verstellspindel 132 ist
gelenkig mit dem Verstellhebel 133 des Schiebers 130
verbunden. Mit dem Verstellhebel 133 wirkt ein
elektronischer Ausnehmer 134 zusammen, der zur Ermittlung
der jeweiligen Schieberstellung des um den Bolzen 135
schwenkbar gelagerten Schiebers 130 dient. Der elektrische
Stellmotor 131 und der elektronische Aufnehmer 134 sind
über die Kabel 136 und 137 mit der Eingabe- und
Bedienungseinheit 12 des Mikroprozessors 13 verbunden. In
dem unteren Bereich der Behälterspitzen 126 erstreckt sich
die horizontal verlaufende und antreibbare Rührwelle 138,
die in den Wandungen der Behälterspitzen 126 gelagert und
abgedichtet ist. Die Rührwelle 138 ragt in sämtliche
Behälterspitzen 126 hinein und weist im inneren des
Vorratsbehälter 124, im Bereich der Behälterspitzen 126,
die Rührstifte 139 auf.
Unterhalb der Auslauföffnungen 129 der Behälterspitzen 126
sind jeweils die Schleuderscheiben 140 und 141 quer zur
Fahrtrichtung des Schleuderstreuers gesehen nebeneinander
angeordnet und mit jeweils zwei Wurfschaufeln 142
bestückt. Die Schleuderscheiben 140, 141 werden jeweils um
die aufrechte Achse 143 von der Zapfwelle des den
Düngerstreuer tragenden Schleppers 5 angetrieben. Die
Schleuderscheiben 140, 141 sind in unterschiedlichen Höhen
zueinander angeordnet. Die beiden inneren, etwas tiefer
angeordneten Schleuderscheiben 140, die im
gleichen Abstand zur Maschinenmitte angeordnet sind,
werden über das Zahnradgetriebe 144 von der
Schlepperzapfwelle angetrieben, so daß die
Schleuderscheiben 140 um ihre aufrechte Achse 143
rotieren. Die äußeren, in bezug auf die inneren
Schleuderscheiben 140 etwas höher angeordneten
Schleuderscheiben 141 werden über die Keilriementriebe
145 von den Wellen 146 der inneren Schleuderscheiben 140
angetrieben und in Rotation versetzt. Das Zahnradgetriebe
144 treibt weiterhin über den Kettentrieb 147 die
Rührwelle 138 an. Die Schleuderscheiben 140, 141 sind
leicht lösbar auf den Wellen 143 angeordnet, so daß sie
auf einfache Weise bei Bedarf gegen andere, bzw. anders
ausgebildete Schleuderscheiben auszutauschen sind. Die
auf den Schleuderscheiben 140 und 141 jeweils
aufgesetzten Wurfschaufeln 142 sind in bezug auf die
jeweils benachbarte Schleuderscheibe winkelversetzt
zueinander angeordnet.
Den rotierend angetriebenen Schleuderscheiben 140, 141
werden mit Hilfe der Schieber 130 die auszubringenden
Düngemittelpartikel in genau einstellbaren Mengen
zugeführt. Diese Düngemittelpartikel werden von denen auf
den rotierenden Schleuderscheiben 140, 141 angeordneten
Wurfschaufeln 142 abgeschleudert und gleichmäßig auf der
Bodenoberfläche verteilt. Die gewünschte Ausbringmenge
läßt sich mit Hilfe der Einstell- und Bedienungseinheit
12, die auf dem Schlepper 5 angeordnet ist, einstellen
und verstellen. Hierbei übernimmt der Mikroprozessor 13
der Eingabe- und Bedienungseinheit 12 die automatische
Regelung der Ausbringmenge in Abhängigkeit von der
momentanen Fahrgeschwindigkeit, so daß die gewünschte
Ausbringmenge pro Flächeneinheit konstant gehalten wird.
Die tatsächliche Ausbringmenge wird mit Hilfe der
unterhalb der Auslauföffnungen 129 angeordneten Sensoren
148 erfaßt und an den Mikroprozessor 13, mit dem die
Sensoren über die Kabel 149 verbunden sind, weiterge
leitet. Die Sensoren 148 erfassen die momentane
Ausbringmenge der jeweiligen Auslauföffnungen 129
unabhängig voneinander und liefern der momentanen
Ausbringmenge entsprechende charakteristische Signale,
die an den Mikroprozessor 13 übermittelt und hier
verarbeitet werden. Dieser Mikroprozessor 13 verarbeitet
die ihm zugeführten Signale derart, daß eine Regelung der
Ausbringmenge in Abhängigkeit von der momentanen
Fahrgeschwindigkeit erfolgt. Des weiteren läßt sich die
Ausbringmenge mit Hilfe der Einstell- und
Bedienungseinheit 12 während des Streuvorganges beliebig
verändern, wobei jeweils immer eine Regelung der
Ausbringmenge unter Berücksichtigung des jeweils
eingestellten Sollwertes in Abhängigkeit von der
Fahrgeschwindigkeit erfolgt.
Den jeweiligen Schleuderscheiben 140, 141 sind die
auszubringenden Materialien auch in unterschiedlichen
Mengen zuführbar, wodurch sich unterschiedlich große,
gewünschte Ausbringmengen innerhalb der effektiven
Streubreite des Schleuderstreuers 122 ausbringen lassen.
D.h., den einzelnen Schleuderscheiben 140, 141 lassen sich
unterschiedlich große Düngermittelmengen zuführen, wodurch
eine Anpassung an den individuellen Nährstoffbedarf der
von der jeweiligen Schleuderscheibe bestreuten Fläche
erfolgt, so daß der zu bestreuenden Fläche jeweils genau
die zur optimalen Nährstoffversorgung notwendigen
Düngemittelmengen zugeführt werden. Hierbei erfolgt die
Regelung der jeweils an den einzelnen Schleuderscheiben
eingestellten Ausbringmenge immer in Abhähgigkeit von der
momentanen Fahrgeschwindigkeit, so daß die Ausbringmenge
innerhalb eines Streubereiches einer jeden
Schleuderscheibe konstant ist.
Neben dem Anordnen der Schleuderscheiben 140, 141 in
unterschiedlichen Höhen soll ein gegenseitiges Behindern
der von den Wurfschaufeln 142 der jeweiligen
Schleuderscheiben abgeschleuderten Düngemittelpartikel
dadurch verhindern wird, daß die Wurfschaufeln 142 auf den
jeweils einander benachbarten Schleuderscheiben
winkelversetzt zueinander angeordnet sind. Hierdurch wird
erreicht, daß sich die einzelnen Düngemittelpartikel nicht
gegenseitig auf ihren Wurfbahnen behindern.
Der Vorratsbehälter 124 mit seinen unterhalb seines
Behälters innerhalb des vom Behälter 124 seitlich
begrenzten Bereiches angeordneten Schleuderscheiben 140,
141 weist eine Breite B auf, die sowohl in der Betriebs-
als auch in der Transportstellung kleiner oder gleich 3 m
ist. Hierdurch kann die Maschine ohne Umbau auf
öffentlichen Straßen und Wegen transportiert werden.
Die Fig. 9 zeigt eine weitere Möglichkeit der
Schleuderscheibenanordnung und des Antriebes für diese
Schleuderscheiben. Hierbei sind die beiden inneren, etwa
tiefer angeordneten Schleuderscheiben 150 im gleichen
Abstand zur Maschinenmitte angeordnet, und werden über
das Zahnradgetriebe 151 von der Schlepperzapfwelle
angetrieben, so daß die Schleuderscheiben 150 um ihre
aufrechte Achse 152 rotieren. Die Wurfschaufeln 153 sind
derart auf den Schleuderscheiben 150 befestigt, so daß
die Düngemittel waagerecht von den Schleuderscheiben 150
abgeschleudert werden. Die äußeren, in bezug auf die
inneren Schleuderscheiben 150 etwas höher angeordneten
Schleuderscheiben 154 werden ebenfalls über das
Zahnradgetriebe 151 angetrieben und in Rotation versetzt.
Die Schleuderscheiben 154 sind derart ausgebildet, so daß
die auf diesen Schleuderscheiben 154 angeordneten
Wurfschaufeln 155 die Düngemittel beim Abschleudern
anheben, so daß sich die Flugbahnen der von den einzelnen
Schleuderscheiben 150, 154 abgeschleuderten
Düngemittelpartikel nicht gegenseitig behindern, was
durch die winkelversetzte Anordnung der Wurfschaufeln
153, 155 auf den jeweils benachbarten Schleuderscheiben
150, 154, weiterhin unterbunden werden soll. Der Antrieb
der Schleuderscheiben die jeweils auf einer Seite der
Maschinenmitte angeordnet sind, erfolgt in gleicher
Drehrichtung, wobei die jeweils rechts und links der
Maschinenmitte angeordneten Schleuderscheiben in
entgegengesetzter Drehrichtung angetrieben werden.
Die Fig. 10 zeigt eine weitere Möglichkeit der
Schleuderscheibenanordnung wobei die einzelnen
Schleuderscheiben über das Zahnradgetriebe 156
angetrieben werden. Hierbei sind die beiden inneren
Schleuderscheiben 157 im gleichen Abstand zur
Maschinenmitte angeordnet und rotieren um die aufrechte
Achse 158. Die äußeren, in bezug auf die inneren
Schleuderscheiben 157 etwas höher angeordneten
Schleuderscheiben 159 befinden sich teilweise gegenüber
den Schleuderscheiben 157 und werden um die aufrechte
Achse 160 angetrieben. Die einander jeweils benachbarten
Schleuderscheiben 157, 159 werden jeweils gegenläufig
rotierend angetrieben. Um ein gegenseitiges Behindern der
von den Schleuderscheiben abgeschleuderten
Düngemittelpartikel zu verhindern, sind auch hier die auf
den jeweiligen Schleuderscheiben angeordneten
Wurfschaufeln 161 winkelversetzt angeordnet.
Die Fig. 11 bis 15 zeigen die unterschiedliche Anordnung
von Schleuderscheiben und die von diesen
Schleuderscheiben jeweils erzeugten einzelnen
Streufächer in Prinzipdarstellung. Die Fig. 11 zeigt die
Anordnung von vier Schleuderscheiben 162 und 163. Hierbei
sind die beiden inneren Schleuderscheiben 162 in bezug auf
die äußeren Schleuderscheiben 163 etwas tiefer angeordnet.
Die Schleuderscheiben werden in der jeweils
eingezeichneten Pfeilrichtung angetrieben und erzeugen
jeweils einen Streufächer in der dargestellten Weise, und
lassen sich zu einem gesamten Streubild zusammensetzen.
Die effektive Streubreite S ergibt sich aus den
einzelnen, nebeneinander angeordneten sich überlappenden
einzelnen Streufächern 164. Durch Unterbrechen der
Düngemittelzufuhr zu den einzelnen Schleuderscheiben läßt
sich die effektive Streubreite S beliebig zusammensetzen.
Die Fig. 12 zeigt eine andere Anordnung der
Schleuderscheiben 165 und 166. Die inneren
Schleuderscheiben 165 sind im gleichen Abstand zur
Maschinenmitte angeordnet und befinden sich teilweise
unter den etwas höher angeordneten äußeren
Schleuderscheiben 166. Die einzelnen Schleuderscheiben
165 und 166 werden in der jeweils eingezeichneten
Pfeilrichtung angetrieben und erzeugen jeweils die
einzelnen Streufächer 167 in dargestellter Weise, die
zusammengesetzt das Gesamtstreubild ergeben.
Die Fig. 13 zeigt eine weitere Möglichkeit der Anordnung
der Schleuderscheiben 168 und 169. Hierbei sind die etwas
tiefer angeordneten Schleuderscheiben 168 derart
angeordnet, daß sie sich teilweise unterhalb den etwas
höher angeordneten Schleuderscheiben 169 befinden. Die
einzelnen Schleuderscheiben werden in der jeweils
eingezeichneten Pfeilrichtung angetrieben und erzeugen
die einzelnen Streufächer 170 die zu dem über die gesamte
Streubreite reichenden Streufächer zusammengesetzt
werden.
Die Fig. 14 zeigt eine Anordnung der Schleuderscheiben,
die der Anordnung der Schleuderscheiben gemäß Fig. 13
entspricht. Der einzigste Unterschied gegenüber den
Schleuderscheiben gemäß Fig. 13 besteht in der
Antriebsrichtung der einzelnen Schleuderscheiben. Die
einzelnen Schleuderscheiben werden in Richtung der
eingezeichneten Pfeilrichtung angetrieben. Eine Änderung
der Antriebsrichtung der jeweiligen Schleuderscheiben
führt zu einer Veränderung der von den einzelnen
Schleuderscheiben erzeugten Streufächer, wodurch sich die
Art und Weise der Überlappung der einzelnen nebeneinander
angeordneten Streufächer ebenfalls verändert.
Die Fig. 15 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Anordnung
von Schleuderscheiben unterhalb des Vorratsbehälters
eines Schleuderstreuers. Hierbei sind die einzelnen
Schleuderscheiben 171, 172 wieder in unterschiedlichen
Höhen angeordnet, wobei sich die mittleren
Schleuderscheiben 172 untereinander befinden und
beispielsweise die einzelnen, eingezeichneten Streufächer
erzeugen, die sich zu dem Gesamtstreubild zusammensetzen
lassen. Der Antrieb der einzelnen Schleuderscheiben 171,
172 erfolgt in der jeweils eingezeichneten Pfeilrichtung.
Claims (31)
1. Schleuderstreuer mit Vorratsbehälter, in dessen unterem
Bereich Dosierorgane angeordnet sind, die in
einstellbaren Mengen das sich im Vorratsbehälter
befindliche Material Verteilorganen, vorzugsweise mit
Wurfelementen ausgerüsteten rotierend angetriebenen
Schleuderscheiben, zuführen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einstellorgane (a) der Dosierorgane (10, 36, 84) mit
einer elektronischen Einstellvorrichtung
(11, 12, 24, 28, 40, 92, 98, 131, 134) verbunden sind, die einen
die momentane Ausbringmenge charakteristischen Wert erfaßt
und aufgrund dieses Wertes die Ausbringorgane automatisch
entsprechend des vorgegebenen Sollwertes einstellt.
2. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierorgane (10) als Dosierräder (36, 84),
vorzugsweise als Nockenräder ausgebildet sind, daß die
Dosierräder (36, 84) über zumindest ein regelbares
Antriebsorgan (39, 91, 97) mit unterschiedlichen
Drehgeschwindigkeiten antreibbar sind, und daß das
Antriebsorgan (39, 91, 97) mit der elektronischen
Einstellvorrichtung (40, 92, 98) verbunden ist.
3. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierorgane (10) als Auslauföffnungen (23, 129),
deren Öffnungsweite mittels Schieber (22, 130) jeweils
einstellbar ist, ausgebildet sind, wobei die elektronische
Einstellvorrichtung (11, 12, 24, 28, 134) mit dem Schieber
(22, 130) verbunden ist.
4. Schleuderstreuer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Einstellvorrichtung
(11, 12, 24, 28, 131, 134) die jeweilige Schieberstellung
erfaßt, und daß in die elektronische Einstellvorrichtung
(11, 12, 24, 28, 131, 134) für die jeweilige Schieberstellung
die entsprechende Düngermenge eingespeichert ist.
5. Schleuderstreuer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Einstellvorrichtung
(12, 39, 47, 91, 94, 97, 101) die jeweilige Drehzahl der
Dosierräder (36, 84) erfaßt, daß in die elektronische
Einstellvorrichtung die jeder Drehzahl der Dosierräder
(36, 84) entsprechende Düngermenge eingespeichert ist.
6. Schleuderstreuer nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Dosierorgan (36, 84) und
den Verteilorganen (37, 85) ein Leitelement (50,103) zur
Verstellung des Aufgabepunktes des Materiales auf den
Schleuderscheiben (37, 85) angeordnet ist, daß an diesem
Verstellelement (50, 103) eine Einstelleinrichtung
(51, 106, 107) angeordnet ist, die mit der elektronischen
Einstellvorrichtung (12, 39, 47, 91, 94, 97, 101) verbunden ist,
und daß in Abhängigkeit der Ausbringmenge das jeweilige
Leitelement (50, 103) über die elektronische
Einstellvorrichtung entsprechend der momentanen
Ausbringmenge automatisch eingestellt wird.
7. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Dosierorgane (10, 36, 84) Sensoren
(61, 120, 148) zur Ermittlung der momentanen tatsächlichen
Ausbringmenge angeordnet sind und daß diese Sensoren mit
der elektronischen Einstellvorrichtung
(11, 12, 24, 28, 39, 40, 47, 91, 92, 94, 97, 98, 101, 131, 13) verbunden
sind.
8. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Einstellvorrichtung (12) die
vorhandene Nährstoffversorgung des zu bestreuenden Ackers
berücksichtigt und entsprechend der Nährstoffversorgung
der jeweils zu bestreuenden Fläche in Abhängigkeit von der
tatsächlichen Nährstoffversorgung steuert.
9. Schleuderstreuer nach Anspruch 1 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter aus zumindest
zwei einzelnen Vorratsbehälters für unterschiedliche
Düngersorten besteht.
10. Schleuderstreuer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß dem einzelnen Vorratsbehältern jeweils einstellbare
Dosierorgane zugeordnet sind, daß die aus den einzelnen
Vorratsbehältern herausrieselnden, unterschiedlichen
Düngemittelsorten jeweils einem Verteilorgane zugeführt
werden.
11. Schleuderstreuer mit Vorratsbehälter, in dessen unterem
Bereich zumindest drei, vorzugsweise vier Dosierorgane
angeordnet sind, die in einstellbaren Mengen das sich im
Vorratsbehälter befindliche Material drei, vorzugsweise
vier Verteilorganen, vorzugsweise mit Wurfelementen
ausgerüsteten rotierend angetriebenen Schleuderscheiben
zuführen, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Verteilorgan
(85, 140, 141) ein eigenes Dosierorgan (85, 140, 141) mit
einem Einstellorgan zugeordnet ist, wobei jedes
Einstellorgan mit der elektronischen Einstellvorrichtung
(12) verbunden ist, die einen die momentane Ausbringmenge
charakteristischen Wert erfaßt und aufgrund dieses Wertes
das jeweilige Dosierorgan automatisch entsprechend des
vorgegebenen Sollwertes einstellt.
12. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die vier Schleuderscheiben in zwei
übereinanderliegenden horizontalen Ebenen angeordnet sind,
wobei die beiden inneren Schleuderscheiben
(85, 140, 150, 157, 162, 165) unterhalb der beiden jeweils
äußeren Schleuderscheiben (85, 141, 154, 159, 163, 166)
angeordnet sind.
13. Schleuderstreuer nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleuderscheiben
(16, 37, 85, 140, 141, 150, 154, 157, 159, 162, 163, 165, 166) bzw.
die auf den Schleuderscheiben angeordneten Wurfelemente
(17, 86, 142, 153, 154, 161) in leichter Weise ohne Demontage
des Vorratsbehälters, auch bei gefülltem Vorratsbehälter,
austauschbar sind.
14. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Streubereiche der vier Schleuderscheiben
(85, 140, 141, 150, 154, 157, 159, 162, 163, 165, 166, 168, 169, 171,
172) sich zumindest annähernd insgesamt derart überdecken,
so daß sich eine zumindest vierfache Überlappung ergibt.
15. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Streubereiche der beiden inneren
Schleuderscheiben sich jeweils zumindest nahezu
vollständig überdecken, und daß die Streubereiche der
beiden äußeren Schleuderscheiben sich jeweils zumindest
nahezu vollständig überdecken.
16. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Streubereiche der jeweils auf der einen Seite
der Mittellinie angeordneten Schleuderscheiben zumindest
nahezu vollständig überdecken.
17. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Streubereiche der einzelnen Schleuderscheiben sich
nur in ihren Randbereichen jeweils bzw. bis etwa über die
Hälfte ihres Streubereiches überdecken.
18. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die einander jeweils benachbarten Schleuderscheiben
jeweils gegenläufig rotierend angetrieben werden.
19. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wurfelemente (17, 86, 142, 153, 155, 161) der einander
benachbarten Schleuderscheiben
(16, 37, 85, 140, 141, 150, 154, 157, 159, 162, 163, 165, 166, 168, 169,
171, 172) jeweils winkelversetzt zueinander angeordnet
sind.
20. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden inneren Schleuderscheiben (168, 169, 172) in
entgegengesetzter Drehrichtung angetrieben werden, so daß
in Fahrtrichtung gesehen die Schleuderscheiben auf der
Vorderseite auseinander drehen, und daß die beiden äußeren
Schleuderscheiben (168, 169, 171) jeweils in entgegengesetzt
Drehrichtung in bezug auf die jeweils benachbarte innere
Schleuderscheibe angetrieben werden.
21. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die einander jeweils benachbarten Schleuderscheiben
jeweils gegenläufig rotierend angetrieben werden, und daß
die jeweils der inneren Schleuderscheibe benachbarte
äußere Schleuderscheibe mit gleichem Drehsinn wie diese
benachbarte innere Schleuderscheibe angetrieben wird.
22. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierorgane (10) als Dosierräder (36, 84),
vorzugsweise Nockenräder ausgebildet sind, und daß jeder
Schleuderscheibe zumindest ein Dosierrad zugeordnet ist.
23. Schleuderstreuer nach Anspruch 22, dadurch
daß den Dosierorganen (10, 36, 84) regelbare Antriebsorgane,
(39, 91, 97, 131) vorzugsweise elektrische Motore, zugeordnet
sind, wobei mindestens zwei Elektromotore, vorzugsweise
vier Elektromotore vorgesehen sind.
24. Schleuderstreuer nach Anspruch 23, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Dosierorgan (10, 36, 84) jeder
Schleuderscheibe (37, 85, 140, 141) ein eigener elektrischer
Antriebsmotor (40, 92, 98) zugeordnet ist.
25. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierorgane als Auslauföffnungen, deren
Öffnungsweiten mittels Schieber jeweils einstellbar sind,
ausgebildet sind, wobei jeweils maximal zwei Schiebern ein
elektrischer Stellmotor zugeordnet ist.
26. Schleuderstreuer nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Schieber, (22, 130) der einer Schleuderscheibe
zugeordnet ist, jeweils ein eigener elektrischer
Stellmotor (39, 131), der mit der elektronischen
Einstellvorrichtung (12) verbunden ist, zugeordnet ist.
27. Schleuderstreuer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeder Schleuderscheibe zugeführte Ausbringmenge
gemeinsam oder unabhängig voneinander einstellbar ist.
28. Schleuderstreuer nach Anspruch 1 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleuderscheiben mit
unterschiedlichen Drehzahlen antreibbar sind.
29. Schleuderstreuer nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet,
daß im Antrieb für die Schleuderscheiben ein
unterschiedliche Drehzahlen ermöglichendes Getriebe
(38, 83, 144, 151, 156) angeordnet ist.
30. Schleuderstreuer nach Anspruch 29, dadurch
gekennzeichnet, daß für jede Schleuderscheibe ein eigenes
drehzahlveränderbares Getriebe vorgesehen ist.
31. Schleuderstreuer nach Anspruch 30 dadurch
gekennzeichnet, daß das Eingangsgetriebe zwei
Anschlußwellen mit unterschiedlichen Übersetzungen
aufweist.
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