DE3618445C1 - Einrichtung zur Hinreichung von Schussfaeden fuer die Schussfadeneintragorgane bei schuetzenlosen Webmaschinen - Google Patents
Einrichtung zur Hinreichung von Schussfaeden fuer die Schussfadeneintragorgane bei schuetzenlosen WebmaschinenInfo
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- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
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- D03D47/34—Handling the weft between bulk storage and weft-inserting means
- D03D47/38—Weft pattern mechanisms
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Hinreichung von Schußfäden für die Schußfadeneintragorgane bei schüt
zenlosen Webmaschinen.
Bei schützenlosen Webmaschinen werden die Schußfäden von
großen Vorratsspulen abgezogen und für jeden einzutragen
den Schußfaden wird der zugeordnete Faden, z.B. von be
stimmter Farbe, von einer besonderen Einrichtung ausge
wählt und dem Schußfadeneintragorgan so dargeboten, daß
der Faden vom Eintragorgan erfaßt und dann ins Webfach
eingetragen werden kann. Die Fadenhinreicheinrichtung ist
für die einzelnen von den Vorratsspulen kommenden Schuß
fäden mit einer Anzahl von Fadenführern ausgerüstet, die
an ihren Enden Ösen zur Aufnahme des zugeordneten Fadens
aufweisen und aus einer Ruhelage in eine Arbeitslage für
die Fadenhinreichung bewegt werden können.
Für derartige Fadenhinreicheinrichtungen sind verschie
dene Aushildungen bekannt, um die Fadenführer von ihrer
Ruhelage in ihre Arbeitslage zu bringen. Im vorliegenden
Falle sollen nur solche Fadenhinreicheinrichtungen be
trachtet werden, bei denen die Fäden von geradlinig ver
schiebbaren Nadeln geführt und vorgelegt werden. Eine
derartige Fadenhinreicheinrichtung, bei der die Hinreich
nadeln parallel zueinander verlaufend angeordnet sind,
ist z.B. in der DE-PS 30 42 053 beschrieben. Bei dieser
bekannten Anordnung ergibt sich durch die Verwendung von
z.B. acht Hinreichnadeln in der Praxis vom Anschlagpunkt
oder Bindepunkt am Gewebe zu den Ösen der Hinreichnadeln
ein Fächer von Fäden, wobei jeder dieser Fäden einen un
terschiedlichen Verlauf und auch eine unterschiedliche
Länge aufweisen. Infolgedessen werden die verschiedenen
angebotenen Schußfäden von dem Schußeintragorgan bei sei
nem Vorwärtsgehen auch an unterschiedlichen Stellen er
faßt und dadurch sind die Fadenenden zwischen der Klemm
vorrichtung am Schußeintragorgan, z.B. einem Greifer, und
dem von einer Schere in der Nähe der Gewebekante ge
schnittenen Ende unterschiedlich lang. Diese unterschied
lich langen Fadenenden stehen später am fertigen Gewebe
von der Gewebekante über und beeinträchtigen durch ihre
Unterschiedlichkeit nicht nur das Aussehen der Gewebekan
te, sondern treten auch als Abfall störend in Erschei
nung. Um diesen Schußfadenabfall zu verringern, ist bei
der bekannten Einrichtung eine besondere Fadenklemme vor
gesehen, die im wesentlichen im Bereich der Hinreichein
richtung parallel zur Schußrichtung verschiebbar ist, den
ausgewählten Schußfaden erfaßt und ihn in eine definierte
Lage bringt. Diese bekannte Einrichtung erfordert einen
besonderen baulichen Aufwand und verursacht bei empfind
lichen Garnen Quetschstellen, die das Aussehen des ferti
gen Gewebes beeinträchtigen können. Sie ist außerdem bei
Verarbeitung von unterschiedlichen Garnen nicht einsetz
bar und birgt Verschmutzungsgefahr in sich.
Eine andere Art der Schußfadenhinreichung ist die sog.
punktförmige Hinreichung, bei der die beweglichen Hin
reichnadeln fächerförmig angeordnet sind, und bei der die
den Schußfaden führenden Ösen in ihrer Arbeitslage je
weils in die gleiche Position zu liegen kommen. Ein brei
ter Fächer von Schußfäden wird dadurch vermieden und der
dargebotene Schußfaden wird stets in gleicher Lage vom
Schußeintragorgan erfaßt. Es ist dadurch möglich, den Hub
der Schußeintragorgane, also z.B. den Hub des Greifers,
zu verringern, was den Vorteil bringt, die Fadenübernah
megeschwindigkeit bei der Hinreichung zu reduzieren. Die
Maschinen-Nennbreite kann dabei um den Betrag vergrößert
werden, um den der Greiferhub sich verringert.
Bei den auf einen Punkt hinreichenden Einrichtungen kann
es im Falle einer Störung der Einrichtung vorkommen, daß
mehrere Hinreichnadeln sich im Bereich der Fächerspitze
gegenseitig behindern oder beschädigen. Dieselbe Schwie
rigkeit kann auch beim Einrichten auftreten, wo es vor
kommen kann, daß alle Farben bzw. alle Schußfäden gleich
zeitig oder mehrere miteinander hingereicht werden sol
len. Um solche Störungen zu vermeiden, müssen die Faden
hinreichnadeln elastisch sein. Wegen dieser Elastizität
ist eine möglichst lange Geradführung für die Fadenhin
reichnadeln erforderlich, damit die Nadeln nicht in Vi
bration versetzt werden. Schwingungen der Nadeln werden
insbesondere beim Schußeintrag von Grobgarnen bei ihrem
Durchziehen durch die Ösen hervorgerufen. Der Umstand,
daß lange Führungen vorgesehen werden müssen, beeinträch
tigt aber für das Bedienungspersonal die Sicht beim Fa
deneinziehen erheblich, was zu falschen Einzügen führen
kann bzw. mit großen Zeitverlusten verbunden ist, wenn
z.B. bei einem Schußfadenbruch der Fehler behoben werden
muß.
Ein weiterer Nachteil der punktförmigen Fadenhinreichung
liegt darin, daß es hier nicht möglich ist, zwei getrenn
te, z.B. verschiedenfarbige Fäden, gleichzeitig hinzurei
chen und somit Doppelschüsse einzutragen. Ferner ergibt
sich durch die große Schräglage der ersten Fadenhinreich
nadel, daß der von ihr geführte Schußfaden bei jedem Hin
reichen zunächst locker ist und später wieder etwas ge
spannt wird. Durch dieses Lockerwerden können insbesonde
re bei unelastischen Garnen Hinreichfehler hervorgerufen
werden, wobei z.B. die Schußfäden vom Eintragorgan mög
licherweise überhaupt nicht mehr erfaßt werden.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil liegt in der ungünsti
gen Fadenteilung beim Verweben von z. B. acht Schußfarben
untereinander. Je nach der Kombination der ausgewählten
Fadenhinreichnadeln und der unterschiedlichen Garne kann
es zu einem Hinterstechen eines anderen Schußfadens kom
men.
Die gleichen Überlegungen gelten auch dann, wenn die Hin
reichposition nicht exakt punktförmig ist, d.h. wenn die
Positionen der einzelnen Nadeln leicht unterschiedlich
sind und linienartig nebeneinander liegen. Die oben auf
geführten Nachteile lassen sich hierdurch nur in sehr be
schränktem Umfang mindern und die Vorteile der Fadenüber
nahme und der damit verknüpften Erweiterung der nutzbaren
Maschinenbreite gehen in einem beträchtlichen Umfang
wieder verloren.
Für Hochleistungswebmaschinen ist es aber von außeror
dentlicher Bedeutung, daß die Fadenübernahme bei mög
lichst geringer Geschwindigkeit erfolgt, denn bei der
Fadenübernahme entsteht durch die Geschwindigkeit die
größte Beanspruchung des Schußfadens. Hiervon ausgehend
lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fadenhin
reicheinrichtung mit geradlinig verschiebbaren Fadenhin
reichnadeln zu schaffen, die alle Vorteile einer punkt
förmigen Hinreichung enthält, aber die genannten Nachtei
le vermeidet, die also für das Bedienungspersonal über
sichtlich ist und ein Hinterstechen vermeidet, sowie eine
Fadenübernahme bei möglichst geringer Geschwindigkeit er
möglicht. Dabei soll die Verwendung von elastischen Fa
denhinreichnadeln vermieden werden. Diese Aufgabe wird
durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Maßnahmen
gelöst.
Dadurch, daß das die Hinreichnadeln führende Trägerteil
nicht mehr parallel zur Bahn des Schußeintragorganes an
geordnet ist, sondern eine zu den Webschäften hinweisende
Schräglage aufweist, ist eine erheblich verbesserte Über
sichtlichkeit für das Bedienungspersonal und vor allem
auch Spielraum für die Handhabung gegeben. Die an die
Stelle einer ebenen Fächeranordnung tretende Verwindung
bzw. räumliche Spreizung der Fächeranordnung für die Hin
reichnadeln ermöglicht aber trotzdem Hinreichpositionen,
die in einer geraden Linie im wesentlichen parallel zur
Bahn des Schußeintragorganes eng zusammenliegen. Diese
Anordnung gestattet auch eine gute Führung der Fadenhin
reichnadeln, so daß ein Einsatz von elastisch biegsamen
Hinreichnadeln nicht erforderlich ist.
Durch die Erfindung sind die Verhältnisse bei der Hinrei
chung für alle Farben bzw. verschiedenartigen Fäden der
art verbessert, daß auch bei komplizierten Farbwechseln
kein Hinterstechen mehr auftritt. Auch Doppelschüsse kön
nen eingetragen werden, wobei nicht nur zwei unmittelbar
nebeneinander liegende Hinreichnadeln dafür verwendet
werden können, sondern auch etwas entfernter liegende Na
deln, wie etwa in der Kombination 1+3 oder 2+5. Die
erfindungsgemäße Einrichtung ist für grobe Garne glei
chermaßen geeignet wie für dünne und glatte Garne.
Die Hinreichpositionen für den ersten und für den letzten
Faden des Fächers liegen so eng beisammen, daß für die
Fadenübernahme mit vergleichbar kleinem Greiferhub wie
bei exakt punktförmiger Hinreichung gearbeitet werden
kann. Daraus resultiert wieder der oben genannte Vorteil,
daß die Einzugsbreite der Webmaschine entsprechend ver
größert werden kann. Vor allem aber wird die Geschwindig
keit des Schußeintragorganes bei der Fadenübernahme we
sentlich geringer. Die Gefahr von Fadenbrüchen wird daher
wesentlich herabgesetzt. Dieser Vorteil kann dazu ausge
nutzt werden, höhere Tourenzahlen der Webmaschine zu er
reichen. Andererseits kann wegen der langsameren Faden
übernahme die Klemmkraft der Klemmvorrichtungen an den
den Faden übernehmenden Greifern erfahrungsgemäß um 20
bis 30% verringert werden. Dies bedeutet weniger Bean
spruchung und weniger Verschleiß an den für die Faden
übernahme und -klemmung wichtigen Bauteilen, wie Klemm
hebeln, Steuerschiene usw.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 stark vereinfacht eine Fadenhinreicheinrichtung in
Richtung des Schußeintrages gesehen,
Fig. 2 die Einrichtung gemäß Fig. 1 in der Draufsicht,
Fig. 3 die Einrichtung gemäß Fig. 1 in der Vorderansicht,
Fig. 4 eine Schrägansicht der Fadenhinreicheinrichtung
etwas vergrößert,
Fig. 5 eine Einzelheit der Fadenhinreicheinrichtung in
Draufsicht,
Fig. 6 stark vereinfacht das Prinzip für eine Einstellung
der Fadenhinreicheinrichtung und
Fig. 7 Einzelheiten einer einstellbaren Fadenhinreichein
richtung in Schußeintragsrichtung gesehen.
Zunächst sei der grundsätzliche Aufbau einer erfindungs
gemäßen Fadenhinreicheinrichtung anhand der Fig. 1 bis 3
beschrieben. Dabei zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 eine Draufsicht auf
die Fadenhinreicheinrichtung. Es sind hier nur die für
den Zusammenhang wichtigen Teile schematisch dargestellt.
Wie üblich werden Kettfäden K durch zugeordnete Litzen
augen in Weblitzen von Webschäften 1 durchgezogen und
bilden bis zur Anschlagstelle der Schußfäden ein Web
fach 2. Die Fachspitze, d.h. die Anschlagkante ist mit 3
bezeichnet. Als Schußeintragorgan ist im gewählten Bei
spiel ein Greiferkopf 4 angenommen, der außerhalb des
Webfaches 2 auf einer Führungsbahn 5 aufliegt und in
nicht näher beschriebener Weise einen hingereichten
Schußfaden ergreift und ins Webfach einträgt. Die gesamte
Schußfadenhinreicheinrichtung besteht im wesentlichen aus
einem Tragteil 9 und einem Führungsstück 10, die jeweils
mit Geradführungen für die verwendeten Hinreichnadeln
ausgestattet sind. Es sind in diesem Beispiel acht Faden
hinreichnadeln N 1 bis N 8 vorgesehen. Die beiden äußersten
Nadeln N 1 und N 8 sind dabei nur strichpunktiert eingetra
gen, wogegen eine dazwischen liegende Nadel N 5 mit vollen
Linien eingezeichnet ist. Die Hinreichnadeln N 1 bis N 8
tragen an ihrem unteren Ende in üblicher Weise eine Öse
zur Führung des zugehörigen Schußfadens S 1 bis S 8. Der
für den nächsten Schußeintrag ausgewählte Schußfaden,
etwa der Schußfaden S 5, wird von seiner zugeordneten Hin
reichnadel N 5 nach unten in die Hinreichposition für den
Greifer 4 gebracht. Der ausgewählte Schußfaden S 5 ver
läuft dann von der Vorratsspule kommend durch die Öse der
HinreichnadeI N 5 über eine Leiste 6 der Führungsbahn 5
des Greifers 4 hinweg zur Anschlagkante 3. Das bereits
fertige und an die Anschlagkante 3 anschließende Gewebe
ist mit 11 bezeichnet. Die besondere Anordnung der Erfin
dung ist am besten aus Fig. 3 ersichtlich. Es ist erkenn
bar, daß die Geradführungen für die Nadeln nicht mehr pa
rallel zur Bahn des Greifers 4 liegen, sondern in Schräg
lage zu den Webschäften hinweisend angeordnet sind. Dabei
bildet das Trägerteil 9 mit einer ersten Reihe von Gerad
führungen mit der zweiten Reihe von Geradführungen auf
dem Führungsstück 10 einen Winkel, weswegen die Bewegun
gen der hin- und herschiebbaren Fadenhinreichnadeln N 1
bis N 8 nicht mehr wie beim Stand der Technik in einer
Ebene erfolgt, sondern in einer räumlich geschränkten
oder verwundenen Fächerfläche. Die Winkeleinstellung von
Tragteil 9 gegenüber dem Führungsstück 10 und auch die
entsprechende Winkeleinstellung zur Richtung des Schuß
eintrages bestimmen das Maß der Verwindung bzw. Schrän
kung. Diese Verschränkung ist, wie die Fig. 3 zeigt, so
gewählt, daß die Hinreichpositionen aller acht Hinreich
nadeln N 1 bis N 8 auf einer Linie 7 liegen. Die gesamte
Fadenhinreicheinrichtung 8 und die darin durchgeführte
Verwindung für die Hinreichnadeln N 1 bis N 8 sind so ange
ordnet bzw. gewählt, daß die durch die Hinreichpositionen
der Nadelösen gebildete Linie 7 wenigstens annähernd pa
rallel zur Eintragsrichtung verläuft. Die Linie 7 ist in
den Fig. 2 und 3 durch Punkte dargestellt. Von hier aus
verlaufen die jeweils ausgewählten Schußfäden über eine
Leiste 6 an der Führungsbahn 5 hinweg zur Anschlagkante
3. In der Fig. 3 ist die Lage sämtlicher zur Auswahl zur
Verfügung stehender Schußfäden S 1 bis S 8 durch die Lage
der beiden äußeren Schußfäden mit gestrichelten Linien
eingezeichnet. Die Fäden erzeugen wieder einen ebenen
Fächer. Die Bahn des vorwärts gehenden Schußeintragor
ganes, d.h. des Greifers 4 kreuzt den eben genannten
Fadenfächer. Der Abstand vom Kreuzungspunkt mit dem
Schußfaden S 1 bis zum Kreuzungspunkt mit dem letzten
Schußfaden S 8 ist mit 7′ bezeichnet und gegenüber der
Linie 7 verkürzt. Da der Greifer 4 während des Fadenhin
reichvorganges in seiner Umkehrphase außerhalb des Web
faches dicht hinter den hingereichten Schußfäden liegt,
hat er beim Beginn seiner Vorwärtsbewegung nur geringe
Geschwindigkeit, wodurch die Fadenbeanspruchung beim Er
fassen und Eintragen des Schusses wesentlich verringert
wird. Im Bereich der Linie 7′ können durchaus zwei oder
mehr Fäden durch ihre Hinreichnadeln zur gleichen Zeit
hingereicht werden, so daß es z.B. mögIich ist, Doppel
schüsse einzutragen, wobei sich die jeweils benötigten
Fadenhinreichnadeln gegenseitig nicht behindern oder be
schädigen. Elastische Nadeln sind nicht erforderlich.
Durch die zu den Webschäften hin weisende Lage des Trä
gerteiles 9 und des Führungsstückes 10 wird nicht nur die
Verwindung des Fächers von Hinreichnadeln eingestellt,
sondern durch diese Anordnung wird für das Bedienungs
personal auch die Sicht für das Fadeneinziehen im Falle
eines Schußfadenbruches verbessert. Vorteilhaft ist es
auch, daß zusätzlich zu den Vorteilen einer schrägen An
ordnung des Trägerteiles 9 und des Führungsstückes 10
noch eine gedrängte linienartige und im wesentlichen pa
rallel zur Greiferbahn verlaufende Hinreichposition für
die ganze Reihe von Fadenhinreichnadeln erreicht wird.
Dieses Merkmal gewährleistet ein sicheres und schonendes
Erfassen der einzutragenden Schußfäden durch die Klemm
vorrichtungen im Greiferkopf. Die Klemmkraft an den Grei
ferklemmen kann daher wesentlich verringert werden. Durch
die Erfindung mit ihrer räumlich verwundenen Fächerfläche
für die Fadenhinreichnadeln wird außerdem erreicht, daß
die durch die Nadeln geführten Schußfäden weniger zum
Klammern neigen, und daß daher auch die Gefahr eines Hin
terstechens vermindert wird.
Die Fig. 4 zeigt in einer Schrägansicht und etwas größe
rem Maßstab die Hinreichung von Schußfäden in die Grei
ferbahn unmittelbar vor Beginn des Schußfadeneintrags.
Für gleiche Teile werden hier die gleichen Bezugszeichen
verwendet wie in den Fig. 1 bis 3. Ein Greiferkopf 4 (mit
geöffneter, aber nicht näher bezeichneter Klemmvorrich
tung) liegt auf der Führungsbahn 5 auf und befindet sich
dicht hinter der Hinreichposition des äußersten Schußfa
dens. Der Verlauf der durch die äußeren Fadeneintragna
deln N 1 und N 8 geführten Schußfäden S 1 und S 8 von den je
weiligen Ösen der Eintragnadeln ausgehend über die Lei
ste 6 zur Anschlagkante 3 ist deutlich zu erkennen. Der
Abstand 7′ zwischen den beiden Schußfäden S 1 und S 8 ist
wieder durch Punkte eingezeichnet. In diesem engen Be
reich des Abstandes 7′ ist beim Schußeintrag die Ge
schwindigkeit des vorwärts gehenden Greifers noch gering,
weswegen sowohl der erste, als auch der letzte Schußfaden
des Fächers schonend erfaßt und festgeklemmt wird.
Von der Fadenhinreicheinrichtung ist in der Fig. 4 le
diglich das Führungsstück 10 mit zwei durchgeführten Na
deln N 1 und N 8 dargestellt. Das Führungsstück ist hier
anstelle eines ebenen Verlaufes bogenförmig gekrümmt und
enthält eine Reihe von Geradführungen für die Hinreich
nadeln N 1 bis N 8. Die Führungen und der zu den Ösen füh
rende Teil der Hinreichnadeln weisen einen rechteckigen
Querschnitt auf, um zu verhindern, daß die Nadeln und
somit auch die Ösen sich verdrehen und dadurch Fehler
entstehen können.
Die Fig. 5 stellt eine Draufsicht auf die Anordnung gem.
Fig. 4 dar. Zusätzlich ist mit strichpunktierten Linien
das Trägerteil 9 eingezeichnet. Im Trägerteil 9 und auch
im Führungsstück 10 sind jeweils eine Reihe von Gerad
führungen durch kleine Kreuze angedeutet. Im Führungs
stück 10 ist an den äußersten Geradführungen der oben er
wähnte rechteckige Querschnitt eingezeichnet und mit dem
Bezugszeichen 13 versehen. Führungsstück 10 und Träger
teil 9 sind durch ein Verbindungsstück 14 miteinander
verbunden. Von den beiden am äußeren Ende des Trägertei
les 9 liegenden Geradführungen ausgehend sind durch
strichpunktierte Geraden die zugeordneten Fadenhin
reichnadeln und deren Öse eingezeichnet. Die Linie, auf
der die Öse einer jeden Fadenhinreichnadel in ihrer
Arbeitsposition liegen muß, ist wieder durch Punkte
dargestellt und mit 7 bezeichnet. Die Linie 7 verläuft
parallel oder - wie hier gezeigt ist - leicht schräg
gegenüber der Bahn des Schußeintragorganes 4. Wie weiter
unten noch ausgeführt wird, ist die Lage der Linie 7
einstellbar. Die Kreuzungspunkte der hingereichten
Schußfäden S 1 und S 8 mit den vorwärts gehenden Klemmvor
richtungen des Greifers 4 sind wieder eingezeichnet und
der Abstand 7′ durch Punkte markiert.
In der Fig. 6 ist schematisch die Verstellbarkeit der
Einrichtung aufgezeigt. Dargestellt sind hier ein Träger
teil 9 und ein Führungsstück 10, die beide durch ein Ver
bindungsstück 14 miteinander verbunden sind. Sowohl Trä
gerteil 9, als auch Führungsstück 10 können vorteilhaf
terweise, wie oben erwähnt, eine gekrümmte Form aufwei
sen. Durch die außenliegenden Geradführungen im Träger
teil 9 und Führungsstück 10 ist jeweils eine zugeordnete
Fadenhinreichnadel N 1 bzw. N 8 geführt. Wiederum sind als
ausgewählte Hinreichnadeln die beiden außen liegenden Na
deln N 1 und N 8 angenommen, deren zugeordnete Schußfäden
S 1 bzw. S 8 gleichzeitig als Doppelschuß eingetragen wer
den sollen. Die beiden Ösen an den Enden der Hinreichna
nadeln N 1 und N 8 definieren wieder die Länge und die Lage
der oben genannten Linie 7, auf der die Ösen sämtlicher
Fadenhinreichnadeln der Einrichtung in ihrer Arbeitspo
sition liegen müssen.
Das Verbindungsstück 14 ist in einem geschlitzten Block
15 mittels einer Schraube eingespannt. Nach Lösen der
Schraube kann die gesamte Fadenhinreicheinrichtung mit
Trägerteil 9 und Führungsstück 10 axial in Richtung des
Verbindungsstückes 14 verschoben und/oder um die Längs
achse des Verbindungsstückes 14 verdreht werden. Auf
diese Weise ist die Winkellage der Linie 7 gegenüber der
Greiferbahn einstellbar und die Hinreicheinrichtung ins
gesamt in ihrer Höhenlage gegenüber der Greiferbahn ver
änderbar.
Der Block 15 ist innerhalb einer Halterung 16 in einem
Langloch 16′ verschiebbar und auch drehbar angeordnet.
Die Halterung 16 ihrerseits ist an einem maschinenfesten
Gestellteil 17 befestigt. Auch im Gestellteil 17 ist ein
Langloch 17′ vorgesehen und infolgedessen eine Parallel
verschiebung und eine Rotationsbewegung durchführbar.
Somit kann die Fadenhinreicheinrichtung insgesamt ohne
Veränderung der Verwindung oder Schränkung in beliebige
Positionen gebracht werden. Auch eine Änderung der Ver
windung ist möglich, indem Trägerteil 9 und/oder Füh
rungsstück 10 um die Achse des Verbindungsstückes 14 ver
dreht wird. Es müssen dann gegebenenfalls sich selbst an
passende Geradführungen im Trägerteil 9 und Führungsstück
10 vorgesehen werden.
Weitere Einzelheiten gehen aus der Fig. 7 hervor. Sie
stellt eine Ansicht der Fadenhinreicheinrichtung entgegen
der Schußrichtung dar. Gezeigt ist wieder das aus den
Kettfäden K gebildete Webfach 2 und das Riet 12 in Ruhe
stellung. Die Arbeitsstellung des Rietes 12 ist an der
Anschlagkante 3 strichpunktiert dargestellt und mit 12′
bezeichnet. Das Schußeintragorgan, d.h. ein Greifer 4,
liegt noch seitlich außerhalb des Webfaches 2 und ist
bereit, einen hingereichten Schußfaden zu erfassen. Der
Greifer 4 liegt dabei auf seiner Führungsbahn 5 auf und
lehnt sich gegen die Leiste 6. Von der Fadenhinreichein
richtung sind hier das Trägerteil 9 und das Führungsstück
10 eingezeichnet. Trägerteil 9 und Führungsstück 10 wei
sen gekrümmte Leisten auf, in denen jeweils eine Reihe
von Geradführungen für die Fadenhinreichnadeln angeordnet
ist. Die Leisten am Trägerteil 9 und am Führungsstück 10
weisen dabei eine leicht gewölbte Form auf. Durch diese
Maßnahme ergibt sich der Vorteil, daß die in die Leiste
des Trägerteils 9 und auch in das Führungsstück 10 ein
zubringenden Geradführungen stets senkrecht zur Ober
fläche des Bauteiles stehen, was die Herstellung we
sentlich vereinfacht. Das Verbindungsstück 14 hält das
Trägerstück 9 und das Führungsstück 10 in ihrer Position
zusammen. Am Verbindungsstück 14 sind strichpunktiert
noch der in Fig. 6 dargestellte und oben beschriebene
Block 15 sowie die Halterung 16 für das Verstellen der
gesamten Fadenhinreicheinrichtung eingezeichnet.
Die außen liegenden Fadenhinreichnadeln N 1 und N 8 sind
beide in Hinreichposition eingezeichnet und damit ist das
Ende und der Anfang der Linie 7 für die Arbeitsstellung
aller Fadenhinreichnadeln definiert.
Im folgenden Beispiel der Fig. 7 ist angenommen, daß der
Schußfaden S 8 ausgewählt und in das Webfach einzutragen
ist. Die mit ihrer Spitze nach unten verschobene Faden
hinreichnadel N 8 bringt in ihrer Öse den Schußfaden S 8 in
die Übernahmeposition für den Greifer 4. Dieser Schußfa
den S 8 ist punktiert dargestellt und erstreckt sich von
der Anschlagkante 3 bzw. dem Bindepunkt am Geweberand
ausgehend über die Leiste 6 zur Öse der Fadenhinreich
nadel N 8 und von dort weiter zur Vorratsspule. Dabei
liegt der hingereichte Schußfaden S 8 unmittelbar vor dem
Greifer 4 in einer solchen Höhenlage, daß er von einer am
Greiferkopf angeordneten, hier aber der Übersichtlichkeit
halber nicht eingezeichneten, Klemmvorrichtung sicher
beim Beginn der Vorwärtsbewegung des Greifers 4 bei noch
geringer Geschwindigkeit schonend erfaßt wird. Ergänzend
sei noch darauf hingewiesen, daß durch eine nicht näher
beschriebene Einrichtung 18 die Länge der einzelnen Na
deln N 1 bis N 8 so eingestellt werden kann, daß die Ösen
aller zugeordneten Hinreichnadeln N 1 bis N 8 in ihrer Ar
beitsstellung jeweils genau auf der Linie 7 liegen.
Claims (7)
1. Einrichtung zur Hinreichung von Schußfäden für
die Schußfadeneintragorgane bei schützenlosen Webmaschi
nen mit in einem Trägerteil fächerartig angeordneten, in
Geradführungen des Trägerteils in ihre Arbeitsstellung
verschiebbaren und an ihren Enden mit Ösen für den zuge
ordneten Schußfaden versehenen Fadenhinreichnadeln, da
durch gekennzeichnet, daß
- a) das Trägerteil (9) in Schußrichtung gesehen in seiner Längserstreckung schräg zur Bahn des Schußfadeneintrag organes (4) und in Richtung zu den Webschäften (1) hin weisend angeordnet ist und
- b) die Geradführungen im Trägerteil (9) gegeneinander derart verschränkt sind, daß die Fadenhinreichnadeln (N 1 . . . N 8) in einer räumlich verwundenen Fächerfläche verschiebbar geführt sind, und daß die einzelnen Ösen der Fadenhinreichnadeln (N 1 . . . N 8) in ihrer Arbeitsstellung in gedrängter Anordnung auf einer neben der Bahn des Schußfadeneintragorganes (4) und im wesentlichen parallel zu ihr verlaufenden geraden Linie (7) liegen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in einer Leiste des Trägerteiles (9) eine
Reihe von ersten Geradführungen und in einem weiteren
Führungsteil (10) eine Reihe von zweiten Geradführungen
vorgesehen ist, wobei die beiden Reihen derart winklig
zueinander angeordnet sind, daß die durch die Geradfüh
rungen beider Reihen (9, 10) verschiebbaren Fadenhin
reichnadeln (N 1 . . . N 8) in einer räumlich verwundenen
Fächerfläche liegen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Position der die Fadenhinreichna
deln (N 1 . . . N 8) führenden Bauteile (9, 10) räumlich ein
stellbar ist (14, 15, 16, 17).
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Fadenhinreich
nadeln (N 1 . . . N 8) individuell einstellbar (18) ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Maß der gegenseitigen
Verschränkung der Fadenhinreichnadeln (N 1 . . . N 8) ein
stellbar ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Winkellage zwischen der die ersten
Geradführungen enthaltenden Leiste des Trägerteiles (9)
gegenüber dem die zweiten Geradführungen enthaltenden
Führungsstück (10) einstellbar ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Neigung der Geradführungen in der
Leiste des Trägerteiles (9) und im Führungsstück (10)
individuell anpaßbar ist.
Priority Applications (10)
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|---|---|---|---|
| DE3618445A DE3618445C1 (de) | 1986-05-31 | 1986-05-31 | Einrichtung zur Hinreichung von Schussfaeden fuer die Schussfadeneintragorgane bei schuetzenlosen Webmaschinen |
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| JP61282222A JPS62289649A (ja) | 1986-05-31 | 1986-11-28 | 杼無織機におけるよこ糸插入装置によこ糸を供給する装置 |
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Family Applications (1)
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| DE3618445A Expired DE3618445C1 (de) | 1986-05-31 | 1986-05-31 | Einrichtung zur Hinreichung von Schussfaeden fuer die Schussfadeneintragorgane bei schuetzenlosen Webmaschinen |
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