DE3619092C2 - - Google Patents
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Pfanne für eine Metall
schmelze, insbesondere Stahlschmelze, mit einer oberen Ab
deckung, deren Innenseite mit einem feuerfesten Material
ausgekleidet und in der wenigstens ein Brenner für festen,
flüssigen oder gasförmigen Brennstoff und Sauerstoffgas für
die Erhitzung der Schmelze in der Pfanne angeordnet ist und
die Abdeckung mit Halteeinrichtungen für den jeweiligen Bren
ner ausgestattet ist, mit denen der Brenner axial verschieb
lich in Beziehung zur Oberfläche des Schmelzbades und schwenk
bar in bezug zur Vertikallinie des Brenners in Beziehung zur
Oberfläche des Schmelzbades angeordnet ist.
Eine solche Pfanne für Metallschmelze ist in "Gießerei-
Praxis", 1983, Nr. 9, Seiten 129 bis 138 beschrieben und
findet Anwendung bei der sogenannten sekundären Metallurgie
(Feinern des Stahls), im Gegensatz zur sogenannten primären
Metallurgie (Schmelzen im Lichtbogenofen, Konverter).
Ein Faktor, der bei allen sekundären metallurgischen Prozessen
eine Rolle spielt, ist der Temperaturverlust. Deswegen ist die
Möglichkeit einer rationellen Erhitzung erwünscht, so daß die
sekundären metallurgischen Prozesse wirksamer ablaufen können.
Außerdem wird angestrebt, den Primärofen von dem Erfordernis
einer Überhitzung zu befreien oder Überhitzungen zu verringern
und schließlich Energie einzusparen. Eine derartige Verbesse
rung der Erhitzungstechnologie würde eine unmittelbare Anwen
dung bei Anlagen für den kontinuierlichen Guß finden. Sie
schafft außerdem die Möglichkeit der Differizierung sekundärer
metallurgischer Behandlungsverfahren, welche die Anwendungs
häufigkeit derartiger Prozesse beeinflußt, bspw. die Injektion
bei derartigen metallurgischen Prozessen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pfanne für eine
Metallschmelze, insbesondere Stahlschmelze, mit Abdeckung
bereitzustellen, welche bei Verringerung des Temperaturver
lustes eine rationellere Erhitzung der Metallschmelze bei
gleichzeitiger Verringerung des Energiebedarfs ermöglicht.
Die gestellte Aufgabe wird bei einer Pfanne der gattungsge
mäßen Art gelöst mit den kennzeichnenden Merkmalen des An
spruchs 1. Dabei ist der Brenner in Abhängigkeit von der
Brennerwirkung so anzuordnen, daß er für den bestmöglichen
Wärmeübergang von der Flamme auf das Schmelzbad sorgt und
gleichzeitig die geringstmögliche chemische Einwirkung auf das
Schmelzbad ausübt. Der Abstand zwischen der Brennerdüse und
der Schmelzbadoberfäche kann bspw. im Bereich zwischen 10 und
100 cm verändert werden. Außerdem ist der Brenner vorzugsweise
relativ zur Vertikallinie bezüglich der Schmelzbadoberfläche
innerhalb seines Winkelbereiches von 0 bis 60° schwenkbar.
In den Unteransprüchen 2 und 3 sind Ausbildungen der Pfanne
nach Anspruch 1 angegeben.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 schematisch im Vertikalschnitt eine die Erfindung
aufweisende Pfanne mit Abdeckung, sowie
Fig. 2 ein Kurvendiagramm, welches den Temperaturanstieg
pro Zeiteinheit in der Schmelze als Funktion der
spezifischen Brennerausgangsleistung verdeutlicht.
Die in Fig. 1 dargestellte Abdeckung überbrückt die Pfannen
wandungen 1. In dem oberen leicht gekrümmten bzw. abgeknickten
Teil 2 der Abdeckung sind sogenannte Sauerstoff-Brenn
stoff-Brenner 4, 5 angeordnet. In der Zeichnung sind zwei
derartige Brenner 4, 5 veranschaulicht. Bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel sind jedoch drei Brenner vorgesehen, die
symmetrisch zur vertikalen Mittelachse der Abdeckung angeord
net sind. Die Brenner 4, 5 werden mit festem (Staub), flüssi
gem oder gasförmigem Brennstoff über Leitungen 7 bzw. 9 und
mit Sauerstoffgas über Leitungen 6 bzw. 8 versorgt. Die Bren
ner 4, 5 sind in Haltemitteln aufgenommen, so daß sie vermit
tels Vorrichtungen 12 bzw. 10 in Richtung der Schmelzbadober
fläche in der Pfanne und umgekehrt höhenverschiebbar sind.
Mittels Vorrichtungen 13 bzw. 11 sind die Brenner 4, 5 ferner
schwenkbar angeordnet, so daß sie relativ zur Vertikallinie
der Brenner 4, 5 bezüglich der Schmelzbadoberfläche ver
schwenkt werden können. In dem vertikalen Teil 14 der Ab
deckung ist der Innendurchmesser derselben wesentlich kleiner
als der Innendurchmesser der Pfannenwandung 1. Im darge
stellten Fall ist der Innendurchmesser der Abdeckung soviel
kleiner als der Innendurchmesser der Pfanne, daß die Pfan
nenwandung 1 gegen die Brennerflamme abgeschirmt ist. Um die
Pfannenwandung 1 darüber hinaus zu schützen, ist zwischen
Abdeckung und Schmelzbadoberfläche ein zylindrischer Teil 15
an dem inneren Umfang der Abdeckung vorgesehen. Diese kann aus
Feuerfestmaterial, z. B. keramischem Material bestehen und/oder
wassergekühlt sein. Im Ergebnis wird der Teil der Pfannenwan
dung 1, welcher oberhalb der Schmelzbadoberfläche liegt, gegen
die Brennerflammen durch diesen zylindrischen Teil 15 ge
schützt.
Durchlässe 16, bspw. drei an der Zahl, sind symmetrisch über
den Umfang verteilt in dem vertikalen Teil 14 der Abdeckung
angeordnet. Sogenannte Lanzen 17 sind in diesen Durchlässen
angeordnet, mit Hilfe welcher Sauerstoffgas dem Raum zwischen
Abdeckung und Schmelzbadoberfläche zugeführt wird. Das sekun
däre Sauerstoffgas ersetzt zu einem gewissen Maß das Sauer
stoffgas, welches durch die Brenner 4, 5 zugeführt wird. Im
Ergebnis wird durch die Sauerstoffgaszufuhr der Lanzen 17 dem
Gasvolumen unter der Abdeckung eine Drehbewegung erteilt. Die
Durchlässe 16 sind so angeordnet, daß die Lanzen 17 eine im
wesentlichen horizontale Lage einnehmen, d. h. im wesentlichen
parallel zur Schmelzbadoberfläche liegen oder nur gering dazu
nach innen unten geneigt sind, wodurch der Gasmenge unter der Abdeckung eine
Rotationsbewegung erteilt wird. In der horizontalen Ebene sind
die Lanzen 17 relativ zu dem Radius der Abdeckung in dem jeweili
gen Anlenkpunkt schwenkbar, und zwar vorzugsweise in einem
Winkelbereich von etwa 10 bis 80°. Im Bodenteil der Pfanne ist
fernerhin ein nicht dargestellter Düsenapparat für das Ein
blasen eines Gases, bspw. Argon, in die Schmelze vorgesehen,
um die Schmelze in Bewegung zu setzen.
Mit einer Pfannen-Abdeckungs-Vorrichtung der zuvor erläuterten
Art wurde in einer Reihe von Experimenten Stahlschmelze von
einem Lichtbogenofen in einer 10 t fassenden Pfanne erhitzt.
Die Abkühlungsrate der Pfanne einschließlich Erhitzungsaus
rüstung, jedoch ohne Betrieb der Brenner, wurde zu Vergleichs
zwecken erfaßt und aufgetragen. Bei unterschiedlichen Brenner
leistungen wurden Abstand und Ausrichtung relativ zur Schmelz
badoberfläche verändert. Die Temperaturzunahme von 2 bis
3°C/min., welche in der Schmelze erhalten wurde, ist abhängig
von der zugeführten Ausgangsleistung und von dem Abstand und
der Ausrichtung des Brenners relativ zur Schmelzbadoberfläche.
Es ist wichtig in diesem Zusammenhang, daß die Heizanordnung
schon beim Anheizen auf die höchstmögliche Temperatur einge
stellt ist, um eine wirksame thermische Untergrundstrahlung zu
erhalten.
Das Kurvendiagramm zeigt den Temperaturanstieg pro Minute in
der Schmelze als Funktion der Brennerausgangsleistung. Die
obere Kurve bezieht sich auf einen Brennerabstand von 50 cm
und die untere auf einen solchen von 60 cm. Man sieht daraus,
daß bspw. bei einer spezifischen Ausgangsleistung von 90 kW/t
bei einem Brennerabstand von 50 cm in der Schmelze ein Tempe
raturanstieg von +0,3°C/min. erreicht wird, während bei einem
Brennerabstand von 60 cm ein Temperaturabfall von etwa
-0,6°C/min. stattfindet.
In Verbindung mit der Erhitzung der Schmelze in der Pfanne ist
es von Wichtigkeit, daß die chemische Einwirkung der Brenner
flamme auf die Schmelze so gering wie möglich ist. Es zeigt
sich, daß bei diesem Abstand die Elemente in der Schmelze in
natürlicher Weise oxidiert werden. Dabei werden die Elemente
mit der größten Sauerstoffaffinität zuerst oxidiert; wenn eine
vollständige Reduktion erreicht worden ist, erfolgt die
Oxidation der nächsten Elemente usw. Die Meßergebnisse bezüg
lich des Wasserstoffgehaltes zeigen, daß der Brennerbetrieb
keine Veränderung der geprüften Flammenzusammensetzung her
vorruft.
Claims (3)
1. Pfanne für eine Metallschmelze, insbesondere Stahlschmel
ze, mit einer oberen Abdeckung, deren Innenseite mit einem
feuerfesten Material ausgekleidet und in der wenigstens ein
Brenner (4, 5) für festen, flüssigen oder gasförmigen Brenn
stoff und Sauerstoffgas für die Erhitzung der Schmelze in der
Pfanne angeordnet ist und die Abdeckung mit Halteeinrichtungen
(10, 11; 12, 13) für den jeweiligen Brenner (4, 5) ausge
stattet ist, mit denen der Brenner (4, 5) axial verschieblich
in Beziehung zur Oberfläche des Schmelzbades und schwenkbar in
bezug zur Vertikallinie des Brenners (4, 5) in Beziehung zur
Oberfläche des Schmelzbades angeordnet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abdeckung mit Durchlässen (16) versehen ist,
durch die Sauerstoff mit Lanzen (17) in den Raum zwischen Ab
deckung und Schmelzoberfläche einführbar ist, die Lanzen (17)
parallel zur Schmelzoberfläche oder nach innen unten gering
geneigt angeordnet sind, und daß der innere Durchmesser der
Abdeckung in solchem Maße kleiner ist als der Durchmesser der
Pfanne, daß die Pfannenwandung (1) zwischen Abdeckung und
Schmelzbadoberfläche gegen die Flamme des Brenners (4, 5)
abgeschirmt ist.
2. Pfanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abdeckung mit einem zylindrischen Teil (15) aus feuerfestem
oder wassergekühltem Material, vorzugsweise keramischen
Material, an ihrem inneren Umfang ausgestattet ist, dessen
axiale Erstreckung so bemessen ist, daß die Pfannenwandung (1)
zwischen Abdeckung und Schmelzbadoberfläche abgedeckt ist.
3. Pfanne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lanzen (17) in der Horizontalebene relativ zu dem Radius
der Abdeckung in dem Anlenkpunkt innerhalb eines Winkelbe
reichs von 10 bis 80° schwenkbar angeordnet sind.
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