DE3619210C2 - - Google Patents
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- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
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- H02P3/06—Arrangements for stopping or slowing electric motors, generators, or dynamo-electric converters for stopping or slowing an individual dynamo-electric motor or dynamo-electric converter
- H02P3/18—Arrangements for stopping or slowing electric motors, generators, or dynamo-electric converters for stopping or slowing an individual dynamo-electric motor or dynamo-electric converter for stopping or slowing an AC motor
-
- H—ELECTRICITY
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur
Steuerung von Drehstromasynchronmotoren mit einem
über eine Handhabe betätigbaren Drehnockenschalter
und mit einem Schaltschütz zur Ein- und Abschaltung
des Drehstromasynchronmotors, hierbei ist der Nockenschalter
über die Handhabe von einer Ausschaltstellung
in eine Anlaufstellung und eine Betriebsstellung
umschaltbar, wobei bei der Umschaltung in die Anlaufstellung
das Schaltschütz einschaltbar ist (vgl. DE 34 07 561A1). Derartige
Schaltungsanordnungen werden vielfach verwendet, sie
haben sich bewährt. Durch die Handhabe werden bei
derartigen Schaltungsanordnung bei Drehung der
Handhabe nacheinander die Anlaufschaltung, die Betriebsstellung
sowie dann die Ausschaltstellung des
Nockenschalters eingestellt. Es hat sich nun gezeigt, daß
bei Notsituationen, in denen die Schaltungsanordnung
in ihre Ausschaltstellung zu überführen ist, von der Bedienungsperson
entweder bei Rückdrehung der Handhabe
versehentlich die Anlaufstellung beibehalten wurde,
oder, falls die Handhabe nur in einer Richtung drehbar
ist, die Ausschaltstellung zwar eingeschaltet wurde,
durch Weiterdrehung aber erneut die Anlaufstellung
betätigt wurde. Hierdurch kann leicht schwerwiegender
Schaden entstehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art die Drehung des
Nockenschalters so zu steuern, daß zwangsläufig der
Nockenschalter über die Handhabe von der Betriebsstellung
in die Ausschaltstellung überführbar ist, wobei
die Einschaltung in einer anderen Drehrichtung erfolgt
als die Ausschaltung, wobei die Schaltungsanordnung
einen wohlfeilen Aufbau haben soll.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß bei
Drehung der Handhabe der Nockenschalter von der
Ausschaltstellung bei offenem Schaltschütz über die Betriebsstellung
in die Anlaufstellung schaltbar ist, daß bei
Rückdrehung der Handhabe der Nockenschalter von
der Anlaufstellung bei eingeschaltetem Schaltschütz in
die Betriebsstellung erfolgt, und daß bei eingeschaltetem
Schaltschütz der Nockenschalter von dieser Betriebsstellung
nur in die Ausschaltstellung überführbar
ist.
Durch die zwangsläufige Führung des Nockenschalters
sowie durch die Änderung der Drehrichtung bei der
Ausschaltbewegung gegenüber der Einschaltbewegung
ergibt sich eine sichere Schaltungsanordnung, die selbst
bei Notfällen die Gewähr dafür bietet, daß sie von dem
Benutzer richtig in die Ausschaltstellung überführbar
ist. Es kann keine unfallträchtige Situation in der Art
entstehen, daß beim Ausschalten nur bis zur Stern-Stellung
zurückgeschaltet wird und die Maschine somit unkontrolliert
weiterläuft. Von der Betriebsstellung bei
eingeschaltetem Motor ist nur direkt eine Betätigung in
die Ausschaltstellung möglich.
Aus der GB-PS 1 03 441 ist es aber schon bekannt, von der
Betriebsstellung aus in die Ausschaltstellung zu schalten, ohne
daß die Anlaufstellung, die Sternschaltung, eingeschaltet wird.
Die dort beschriebene Anordnung hat jedoch die Nachteile, daß
bei der Einschaltbewegung der Schalter in der Anlaufstellung von
der Bedienung her keine genau definierte Lage, wie Anschlag oder
Rist, aufweist, so daß beim Einschalten nicht sichergestellt ist,
ob die Anlaufstellung ordnungsgemäß eingeschaltet ist, und daß
bei der Ausschaltbewegung, bei Erreichen der Anlaufstellung, der
Schalter wieder in die Betriebsstellung rückdrehbar ist, so daß
in Panikfällen keine eindeutige Ausschaltung gegeben ist.
Um die Bedienung der Schaltungsanordnung zu vereinfachen, erfolgt
günstigerweise die Umschaltung von der Anlaufstellung
in die Betriebsstellung über eine Rückstellfeder, so daß beim
Einschalten in die Anlaufstellung (Sternschaltung) und Loslassen
der Handhabe automatisch die Betriebsstellung, die sog.
Dreiecks-Schaltung, erzielbar ist. Ein versehentliches Betreiben
in Sternstellung ist nicht möglich. Falls bei dieser Anordnung
die Ausschaltstellung abschließbar ist, erfüllt der Drehschalter
die Anforderungen der VDE 0113 Teil 1/2.86 an Hauptschalter,
so daß einfache Maschinen nur einen einzigen Drehschalter
benötigen. Dadurch ist eine übersichtliche Bedienung
und größere Unfallsicherheit gewährleistet.
Günstigerweise ist die Drehbewegung des Nockenschalters über
einen in eine Kulisse eingreifenden Führungsstift steuerbar.
Durch den Führungsstift in Verbindung mit der Kulisse ist eine
überaus sichere und preiswerte Schaltungsanordnung erzielbar.
Hierbei empfiehlt es sich, die Kulisse schwenkbar anzuordnen,
da hierdurch eine sichere Abtastung der Führungsstifte erzielbar
ist, wobei der Führungsstift vorteilhafterweise bezügl. der
Schaltachse des Nockenschalters an der Achse drehfest gelagert ist.
Um den Führungsstift sicher in der Führungsbahn der Kulisse zu
halten, ist es günstig, wenn der Stift über eine Feder in die
Bahn der Kulisse gedrückt ist. Hierdurch wird eine genaue Abtastung
der Führungsbahn erzielt.
Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
die Feder mit ihrem einen Ende an einem drehfest an
der Schaltachse angeordneten Trägerplatte vorgesehen.
Durch diese Anordnung ist sichergestellt, daß
zwischen Trägerplatte und Halterung des Führungsstiftes
keine Relativbewegung stattfinden kann, so daß die
Feder sicher den Führungsstift in der Führungsbahn
haltern kann.
Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung
nimmt die Bahntiefe der Führungsbahn der Kulisse
in den Steuerungsabschnitten von der Ausschaltstellung
in die Anlaufstellung einerseits, von der Anlaufstellung
in die Betriebsstellung andererseits und von der
Betriebsstellung in die Ausschaltstellung zum dritten,
jeweils ab, wobei die Bahntiefe am Beginn jeden Abschnittes
etwa die gleiche Größe hat. Durch diese Maßnahme
ist in einfacher Weise sichergestellt, daß nach
Durchlaufen eines jeden Abschnittes der Führungsstift
nicht rückwärts den Abschnitt wieder durchlaufen kann.
Vielmehr muß der Führungsstift nacheinander die einzelnen
Abschnitte durchlaufen, so daß in einfacher Weise
eine zwangsläufige Steuerung ermöglicht wird.
Günstigerweise ist die Anlaufstellung als Taststellung
ausgebildet, so daß beim Loslassen der Handhabe,
selbsttätig die Einschaltung in die Betriebsstellung erfolgt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in
mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt und zwar
zeigt
Fig. 1 den Nockenschalter in Seitenansicht mit
Bremsrelais,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Drehhandgriff,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Kulisse,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Kulisse,
Fig. 5 den Führungsstift für die Kulisse mit Halteplatte
in Draufsicht,
Fig. 6 Führungsstift und Halteplatte in Seitenansicht,
Fig. 7 die Anordnung des Stromverlaufs bei einem
Stern-Dreick-Dreh-Nockenschalters bezügl. des Drehstromasynchronmotores
und
Fig. 8 die Anordnung des Stromverlaufs bei einem
Ein-Aus-Drehschalter mit Startvorrichtung.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Schaltungsanordnung
ist der Nockenschalter als Stern-Dreiecks-Bremsschalter
ausgebildet. Von dem Nockenschalter
sind die Kontaktanordnungen in der 0-Schaltung, in der
Dreiecksschaltung und der Sternschaltung dargestellt.
Hierbei überbrücken die einzelnen Kontakte des Nockenschalters
jeweils zwei Anschlußpunkte und zwar
diejenigen, die jeweils in den Zeichnungen unter diesen
Kontakten liegen.
Der in Fig. 1 dargestellte Nockenschalter ist schematisch
dargestellt und kann im wesentlichen einen an sich
bekannten Aufbau haben. Er weist ein Gehäuse 60 auf,
aus dem zahlreiche Anschlußkontakte 61 herausgeführt
sind. Die im Inneren angeordneten Nocken werden
durch eine Drehachse 62 gesteuert. An ihrem einen Ende
weist die Drehachse eine Handhabe 63 auf, am anderen
Ende der Drehachse ist ein Steuerteil vorgesehen,
daß ein nicht näher beschriebenes rückfallverzögertes
Zeitrelais 64 ansteuert. Zwischen der Handhabe 63 und
dem Schaltnockenteil ist eine Kulissenführung 65 vorgesehen,
die die Drehbewegung der Handhabe 63 und
somit der Schaltnocken einschränkt.
In Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Handhabe gezeigt.
Die Handhabe kann von der Stellung 0 in die als Anlaufstellung
ausgebildete Sternschaltung gedreht werden
und dann wieder zurück in die als Dreiecksschaltung
ausgebildete Betriebsstellung. Es sei hier erwähnt, daß
bei der Einschaltbewegung der Handhabe bei Erreichen
der Betriebsstellung der Drehstomasynchronmotor
nicht eingeschaltet wird. Erst wenn die Anlaufstellung
eingestellt wird, wird der Drehstrommotor an das
Stromnetz geschaltet.
Hierzu sei auf Fig. 7 hingewiesen, in der die Schaltungsanordnung
mit Stern-Dreieck-Schalter, Schaltschütz
sowie Bremsrelais und die einzelnen Motoranschlüsse
dargestellt sind.
In der dort gezeigten Stellung befindet sich der Nockenschalter
in seiner 0-Stellung. Das entsprechend den
Drehstromasynchronmotor M steuernde Schaltschütz
K 1 befindet sich in seiner Offen-Stellung. Bei Drehung
der Handhabe in die Betriebsstellung bleibt Schaltschütz
K 1 noch ohne Strom, so daß es ausgeschaltet
bleibt. Hierzu sei erwähnt, daß der Stromverlauf erst
wenn die Handhabe weiter in die Sternschaltstellung
gedreht wird, das Schaltschütz K 1 an das Stromnetz
angeschlossen wird. Hierbei liegt der Anschluß A 1 unmittelbar
über F 1 an dem Anschluß 1 und somit an dem
Leitungsanschluß L 1, während der Anschluß A 2 des
Schaltschützes K 1 an den sogenannten N-Leiter angeschlossen
ist. Durch diesen Stromanschluß erfolgt nunmehr
die Einschaltung des Schaltschützes, so daß die
Anschlüsse 1, 2; 3, 4; 5, 6; 13, 14 in
elektrisch leitende
Verbindung treten. Durch die Anordnung der Nocken in
der Sternschaltung sind nun die einzelnen Motorwicklungen
U, V, W in einer Sternschaltung angeordnet.
Zugleich befindet sich das als rückfallverzögertes, als
Bremsrelais dienende Zeitrelais 64 in seiner Schließstellung,
d.h. die Anschlüsse 57, 58 sind in elektrisch leitfähiger
Verbindung.
Sobald nun die Handhabe losgelassen wird, dreht sich
die Drehachse 62 des Nockenschalters durch eine nicht
näher dargestellte Feder selbständig in die Dreieckschaltung,
also die Betriebsstellung zurück.
Nunmehr sind die Motorwicklungen U, V, W in einer
Dreiecksschaltung geschaltet, während die Stromversorgung
der Spule des Schaltschützes K 1 über F 1 und
14, 13 und A 1 erfolgt. Das Schaltschütz K 1 bleibt also
in seiner Einschaltstellung.
Wird nun die Handhabe in die 0-Stellung zurückgedreht,
so sind die Nocken in der 0-Schaltung so angeordnet,
daß die Windungen in dem Drehstromasynchronmotor
M so geschaltet sind, daß eine Bremswirkung
zustande kommt.
Das Schaltschütz K 1 erhält nunmehr seine Stromversorgung
über 1, F 1, Anschluß 57, 58 sowie A 1. Das
Zeitrelais 64 öffnet jedoch nach einer vorbestimmten
Zeit. Hierdurch wird das Schaltschütz nicht mehr mit
Strom versorgt und die Anschlüsse 1, 2; 3, 4; 5, 6; 13, 14
gehen in ihre Offen-Stellung und der Motor ist vom
Stromnetz abgeschlossen und die Bremsung ist sogleich
beendet.
Zur zwangsmäßigen Führung des Nockenschalters ist
die Kulissenführung 65 vorgesehen (vergl. Fig. 5-6).
Die Kulissenführung 65 besteht aus einer Kulisse 66, die
Führungsbahnen 67 trägt, die in einzelne Abschnitte 68,
69 und 70 unterteilt ist. Weiter besteht die Kulisse aus
einem an einer Halteplatte 71 angeordnetem Führungsstift
72, der in die Führungsbahnen 67 eingreift. Die
Halteplatte ist drehfest an der Drehachse 62 angeordnet;
sie ist jedoch kippbar an der Drehachse 62 gelagert.
Die Kulisse 66 selber ist schwenkbar am Nockenschalter
angeordnet.
Die Abschnitte 68, 69 und 70 der Führungsbahn 67
weisen in ihrem Abschnittsverlauf jeweils unterschiedliche
Bahntiefen auf, wie aus Fig. 3 zu erkennen ist. Hierdurch
entstehen am Ende eines jeden Abschnittes der
Führungsbahn 67 Stufen 73, die verhindern, daß der
Führungsstift in den gleichen Abschnitt sich zurückbewegen
kann.
Es sei hier noch erwähnt, daß die Halteplatte drehfest
mit der Drehachse 62 verbunden ist. Außerdem liegt sie
gegen einen Absatz 75 der Drehachse an. An die Halteplatte
71 greift an dem dem Führungsstift 72 gegenüberliegenden
Ende eine Feder 74 an. Diese Feder versucht
den Führungsstift 72 möglichst tief in die Führungsbahn
hineinzudrücken.
Wie schon erwähnt weisen die Abschnitte der Führungsbahn
eine veränderliche Bahntiefe auf. Hierdurch
bedingt gleitet der Führungsstift bei einer Drehbewegung
etwas aus der Führungsbahn heraus, wobei der
Absatz 75 praktisch als Drehpunkt dient, während die
Feder 74 versucht den Führungsstift in die Führungsbahn
tief hineinzudrücken.
Bei einer Drehbewegung der Handhabe 63 von der
0-Stellung gleitet der Führungsstift 72 in der Führungsbahn
67 und hebt sich gegen die Kraft der Feder 74
langsam bereichsweise aus der Führungsbahn hinaus,
bis er die Stufe 73 passiert und in den Abschnitt 69 der
Führungsbahn 67 gelangt. Hierbei führt die Kulisse eine
Schwenkbewegung aus. Wird nun die Handhabe zurückgedreht,
wird der Führungsstift 72 in dem Abschnitt
69 der Führungsbahn 67 zurückgeschwenkt. Hierbei bewegt
sich wiederum der Führungsstift gegen die Kraft
der Feder 74 bereichsweise aus dem Abschnitt hinaus,
bis er die Stufe 73 passiert und in dem Abschnitt 70 der
Führungsbahn 67 zu liegen kommt. Bei Passieren dieses
Abschnittes führt die Kulisse eine Gegenschwenkbewegung
aus. In dieser Stellung kann, selbst wenn die Handhabe
nunmehr wiederum in Richtung Anlaufstellung bewegt
werden soll, diese nicht eingestellt werden, da eine
Bewegung durch die Stufe 73 verhindert ist.
Bei einer weiteren Rückwärtsdrehung der Handhabe
und Verschwenkung der Kulisse gelangt der Führungsstift
in dem Abschnitt 70 über die Stufe 73 dann wiederum
in den Abschnitt 68. Sobald er den Abschnitt erreicht
hat, kann er nur in die Anlaufstellung bewegt werden.
Wie schon erwähnt bleibt bei der Einschaltbewegung
der Drehstromasynchronmotor beim Passieren der Betriebsstellung
ausgeschaltet, da das entsprechende
Schaltschütz K 1 erst bei der Anlaufstellung einschaltbar
ist.
Es sei hier noch weiter nachgetragen, daß die Feder
74 mit ihrem der Halteplatte 71 abgewandten Ende in
eine nicht näher bezeichnete Ausnehmung einer Trageplatte
76 eingreift. Diese Trageplatte ist mit der Drehachse
62 drehfest verbunden, so daß bei einer Bewegung
der Drehachse die Feder 74 immer an der gleichen
Stelle bezügl. Halteplatte und Trageplatte 76 angreift.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 ist die Schaltungsanordnung
für einen Ein-Aus-Drehschalter mit
Startvorrichtung dargestellt. Wiederum sind die einzelnen
Schaltstellungen durch eine Handhabe 63 einstellbar.
Hierbei ist die Handhabe schematisch als strichpunktierte
Linie dargestellt. Die Ausschaltstellung weist
keine Schaltnocken auf. Darüberhinaus sind, im Gegensatz
zum ersten Ausführungsbeispiel, die stromführenden
Leitungen L 1, L 2, L 3 unmittelbar an dem Drehnockenschalter
angebracht.
Wird die Handhabe 63 im Uhrzeigersinn von der Ausschaltstellung
0 in die gerastete Einschaltstellung überführt,
so sind die Netzanschlußstellen L 1, L 2, L 3 mit
den Kontakten 1, 3, 5 verbunden. Die Motorwicklungen
sind in der Dreieckstellung geschaltet, jedoch noch nicht
an Spannung gelegt, da das Schaltschütz K 1 noch in
seiner Offen-Stellung ist. Der Motor kann gestartet
werden, in dem die Handhabe weiter im Uhrzeigersinn
gegen eine Federspannung bis zu einem Anschlag geführt
wird. Auf diesem Weg werden zunächst die Motorwicklungen
mittels Nockenschalterkontakten in die
Stern-Dreieck-Stellung geschaltet. Kurz vor Erreichen
des Anschlages wird über den Nockenschalter Kontakt
A 1 das Schaltschütz K 1 angesteuert und der Motor
läuft in der Sternstellung an. Die Handhabe wird bis
zum beendeten Hochlauf des Motores in dieser Stellung
festgehalten.
Nach Freigabe der Handhabe bewirkt die Federkraft
das Zurückschalten in die Betriebsstellung I. Dabei
bleibt das Schütz weiterhin eingeschaltet, da der Selbsthaltekontakt
13, 14 in Betriebs- und Startstellung über
dem Nockenschalter an Spannung liegt.
Eine Sperre ist jetzt in der Art wirksam, daß bei laufendem
Motor die Handhabe nur entgegen dem Uhrzeigersinn
direkt in die Nullstellung geführt werden kann.
Bei Überführen der Handhabe in die Ausschaltstellung
wird die gesamte Anlage durch die sich zwangsweise
öffnenden Nockenschalterkontakte spannungsfrei
geschaltet. Zugleich wird eine mechanische Motorbremse
77 betätigt, da deren Kontakte ebenfalls unterbrochen
werden.
Es sei hier noch erwähnt, daß bei diesem Ausführungsbeispiel
die Handhabe mit einer Abschließvorrichtung
versehen sein kann, sei es in Form eines Vorhangschlosses
oder in Form eines ein Sperrgestänge betätigenden
Schlosses. Hierdurch erfüllt die Schaltungsanordnung
die Anforderungen der VDE 0113 Teil 1/02.86
an Hauptschaltern, so daß die Anordnung für die vielseitigsten
Zwecke verwendbar ist. Weiter sei hier noch
vorgetragen, daß auch bei diesem Ausführungsbeispiel
die Kulissenführung für die Schaltungsanordnung vorhanden
ist, so daß in der Betriebsstellung I, die durch
Rasten besonders fühlbar einstellbar ist, nur eine Ausschaltbewegung
in die Ausschaltstellung 0 möglich ist.
Wie bereits erwähnt ist die dargestellte Ausführungsform
nur eine beispielsweise Verwirklichung der Erfindung.
Diese ist nicht darauf beschränkt, vielmehr sind
noch mancherlei Abänderungen möglich. So könnte
statt der Stufen im Boden der Führungsbahn seitwärts
Absätze in der Führungsbahn vorgesehen sein, gegen
die der Führungsstift gedrückt würde. Hierzu wäre es
erforderlich, daß der Führungsstift über eine Feder seitwärts
gegen eine der Seitenwandungen der Führungsbahn
gedrückt wird. Weiter sei erwähnt, daß statt der
schwenkbaren Kulisse die Halteplatte mit dem Führungsstift
schwenkbar angeordnet sein könnte, wobei
dann die Kulisse selber drehfest mit der Drehachse 62
verbunden wäre.
Claims (10)
1. Schaltungsanordnung zur Steuerung von Drehstromasynchronmotoren
mit einem über eine
Handhabe betätigbaren Drehnockenschalter und
mit einem Schaltschütz zur Ein- und Ausschaltung
des Drehstromasynchronmotors, hierbei ist der
Nockenschalter über die Handhabe von einer Ausschaltstellung
in eine Anlaufstellung und eine Betriebsstellung
umschaltbar, wobei bei der Umschaltung
in die Anlaufstellung das Schaltschütz einschaltbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Drehung der Handhabe (63) der Nockenschalter
von der Ausschaltstellung 0 bei offenem Schaltschütz
(K 1) über die Betriebsstellung in die Anlaufsstellung
schaltbar ist, daß bei Rückdrehung der
Handhabe der Nockenschalter von der Anlaufstellung
in die Betriebsstellung schaltbar ist und daß
bei eingeschaltetem Schaltschütz der Nockenschalter
von dieser Betriebsstellung nur in die Ausschaltstellung
(0) überführbar ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umschaltung von der Anlaufstellung
in die Betriebsstellung über eine Rückstellfeder
erfolgt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegung
des Nockenschalters über einen in eine Führungsbahn
(67) einer Kulisse (66) eingreifenden Führungsstift
(72) steuerbar ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kulisse schwenkbar gelagert
ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsstift (72)
bezüglich der Schaltachse (62) der Nockenschalters
an der Achse (62) drehfest gelagert ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche
3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsstift
(72) über eine Feder in die Führungsbahn (67)
der Kulisse (66) drückbar ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feder (72) mit ihrem einen
Ende an einem fest an der Schaltachse (62) vorgesehenen
Trägerplatte (76) angeordnet ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche
3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahntiefe
der Führungsbahn (67) der Kulisse (66) in den
Steuerungsabschnitten (68, 69, 70) von der Ausschaltstellung
in die Anlaufstellung einerseits, von
der Anlaufstellung in die Betriebsstellung andererseits
und von der Betriebsstellung in die Ausschaltstellung
zum dritten jeweils abnimmt, wobei die
Bahntiefe am Beginn jeden Abschnittes (68, 69, 70)
etwa die gleiche Größe hat.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlaufstellung als Taststellung
ausgebildet ist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, daß bei eingeschaltetem
Schaltschütz (K 1) durch eine Sperre (72, 73) eine
Umschaltung von der Betriebsstellung in die Anlaufstellung
verhinderbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863619210 DE3619210A1 (de) | 1986-06-07 | 1986-06-07 | Schaltungsanordnung zur steuerung von drehstromasynchronmotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863619210 DE3619210A1 (de) | 1986-06-07 | 1986-06-07 | Schaltungsanordnung zur steuerung von drehstromasynchronmotoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3619210A1 DE3619210A1 (de) | 1987-12-10 |
| DE3619210C2 true DE3619210C2 (de) | 1988-06-16 |
Family
ID=6302518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863619210 Granted DE3619210A1 (de) | 1986-06-07 | 1986-06-07 | Schaltungsanordnung zur steuerung von drehstromasynchronmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3619210A1 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB103441A (en) * | 1916-07-27 | 1917-01-25 | Igranic Electric Co Ltd | Improvements in Controllers for Electric Motor Circuits. |
| NL211028A (de) * | 1955-09-30 | |||
| DE3407561C2 (de) * | 1983-03-03 | 1994-05-11 | Maerkische Elektro Ind Adolf V | Schaltungsanordnung zum Steuern eines Drehstromsynchronmotors |
-
1986
- 1986-06-07 DE DE19863619210 patent/DE3619210A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3619210A1 (de) | 1987-12-10 |
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