DE3620114C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erstellung von
Organisationskarten gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Organisationskarten in Form sog. ABDA-Organisationskarten
werden in Apotheken zur Information über den Lagerbestand
von Medikamenten, Arzneien od. dgl., sowie als Organisations
hilfsmittel bei der Nachbestellung von Arzneien und Medika
menten verwendet. Dabei wird die Lochkodierung entweder
maschinell in Großserie auf einem großen, eine Vielzahl
Organisationskarten aufweisenden Papierbogen oder manuell
auf einzelnen Organisationskarten über einen Handlocher
hergestellt. Im ersteren Fall erfolgt die Lochkodierung
der Organisationskarten beim Hersteller der Arzneien oder
Medikamente, d. h. in der pharmazeutischen Großindustrie,
welche die mit der entsprechenden Lochkodierung versehenen
ABDA-Organisationskarten als Serviceleistung mit zur Verfü
gung stellt. Im zweiten Fall, d. h. im Fall der manuellen
Lochkodierung der ABDA-Organisationskarten mittels eines
Handlochers erfolgt die Lochkodierung in der Apotheke. In
diesem Fall ist es außerdem erforderlich, die Organisations
karten von Hand zu beschriften, während bei der maschinellen
Großserienherstellung der Organisationskarten das Bedrucken
der Organisationskarten entsprechend der Lochkodierung eben
falls auf maschinellem Weg erfolgt. Zwischen der maschinellen
Herstellung der Organisationskarten in der Großserienferti
gung und der manuellen Einzelanfertigung der Organisations
karten mittels eines Handlochers, bei der die Beschriftung
der Organisationskarten von Hand erfolgt, besteht eine Lücke
der maschinellen Einzel- bzw. Kleinserienfertigung derarti
ger Organisationskarten.
Die DE-OS 21 22 672 beschreibt eine Vorrichtung zur Erstel
lung von Organisationskarten mit einer mehrere Lochreihen
aufweisenden Lochkodierung, insbesondere von sog. ABDA-
Organisationskarten, mit einer Stanzstifte aufweisenden
Stanzvorrichtung zum Stanzen der Lochreihen in Form eines
in einer Matrix angeordneten Lochbildes, einer Druckvorrich
tung zur Beschriftung der Organisationskarten und einer
Magazineinrichtung mit wenigstens einem Speicher für Organi
sationskarten. Die Stanzvorrichtung und die Druckvorrich
tung sind derart in der Nachbarschaft einer Vorschubeinrich
tung angeordnet, daß jede aus dem Speicher ausgegebene
Organisationskarte mittels der Vorschubeinrichtung in der
Stanzvorrichtung in unterschiedliche Stanzpositionen und
anschließend in die Druckvorrichtung hineinbewegbar ist.
Die Stanzstifte sind in einer zur Vorschubrichtung der Vor
schubeinrichtung senkrechten Reihe nebeneinander und vonein
ander beabstandet angeordnet. Bei dieser Vorrichtung ist am
Hinterende jedes Stanzstiftes ein Antriebsteil vorgesehen,
dem ein Elektromagnet zugeordnet ist. Mit einem solchen
Elektromagneten kann die magnetische Wirkung des Magnetfeldes
einer Haltespule aufgehoben werden, so daß das zugehörige
Antriebsteil durch ein Federelement in eine mit dem Stanz
stift fluchtende Stellung verschoben wird. Das derart
verschobene Antriebsteil wird mittels eines Stößels gegen
das Hinterende des Stanzstiftes bewegt, so daß der Stanz
stift eine Stanzbewegung ausführt.
Aus der DE-OS 27 26 681 ist eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zur Erstellung von Organisationskarten be
kannt, bei der die Stanzvorrichtung eine Anzahl eng benach
barter Stanzstifte und Winkelhebel aufweist, die auf den
von den zugehörigen Stanzstiften abgewandten Endabschnitten
mit einer Antriebseinrichtung wirkverbunden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zur Erstellung
von Organisationskarten vorgesehene Vorrichtung der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß es möglich ist, unter
schiedlich gefärbte Organisationskarten gleichzeitig zu
lagern und je nach Bedarf der Stanz- und Druckvorrichtung
zuzuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Organisationskarten einer Farbe können beispielsweise
zur Lagerverwaltung und die Organisationskarten einer ande
ren Farbe können beispielsweise zur Nachbestellung von
Ware, d. h. von Medikamenten, Arzneien od. dgl. vorgesehen
sein.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einfach aufgebaut
und sie ermöglicht eine problemlose Ausgabe einzelner
Organisationskarten aus der Magazineinrichtung. Durch die
Zuordnung je eines Antriebsmotors zu einzelnen Schiebern
der Magazineinrichtung ergibt sich eine einfache Ansteuer
barkeit und Betätigbarkeit der Schieber. Die Ansteuerung
des mindestens einen Antriebsmotors für den/die Schieber
kann durch eine programmierbare Steuereinheit erfolgen.
Durch den für die Organisationskarten vorgesehenen An
schlag wird die Ausgabebewegung einer einzelnen Organi
sationskarte aus der Magazineinrichtung heraus genau be
grenzt, so daß jede aus der Magazineinrichtung ausgege
bene Organisationskarte entlang der Vorschubeinrichtung
genau positioniert zur Stanz- und Druckvorrichtung weiter
bewegt wird. Bei der Führung für die Vorschubeinrichtung
kann es sich um mindestens eine Führungsstange, vorzugs
weise jedoch um zueinander parallele Führungsstangen han
deln, entlang der/denen die Mitnehmereinrichtung von der
Magazineinrichtung zur Stanz- und Druckvorrichtung und
zurück zur Magazineinrichtung bewegbar ist. Das Eingriff
element kann beispielsweise die Gestalt eines Stiftes
aufweisen und mittels des Elektromagneten der Mitnehmer
einrichtung in eine in der Organisationskarte bereits
vorhandene Transportperforation hineinbewegt werden.
Der Elektromagnet der Mitnehmereinrichtung kann ebenfalls
von der programmierbaren Steuereinheit angesteuert werden.
Der Schrittmotor zum Verschieben der Mitnehmereinrichtung
entlang der Führung kann vorzugsweise mittels der programmier
baren Steuereinheit derart angesteuert werden, daß er die
Mitnehmereinrichtung schrittweise bewegt. Das bedeutet, daß
die Mitnehmereinrichtung mittels des Schrittmotors von der
Magazineinrichtung bis zur Stanzvorrichtung in einem
Schritt bewegt wird, bis die mit der Mitnehmereinrichtung
transportierte Organisationskarte die erste Stanzposition
erreicht. Sobald die erste Stanzposition erreicht ist,
wird die Mitnehmereinrichtung mittels des Schrittmotors
in kleinen, der an der Organisationskarte anzubringenden
Lochkodierung entsprechenden Vorschubschritten durch die
Stanzvorrichtung durchbewegt. Nach Abschluß des Stanzvor
ganges kann die Mitnehmereinrichtung mittels des Schritt
motors kontinuierlich zur Druckvorrichtung weiterbewegt
werden. Ein derartiger Bewegungsablauf ist selbstverständ
lich nur dann sinnvoll, wenn die Organisationskarten ein
zeln mit einer Lochkodierung und mit einem Aufdruck ver
sehen werden sollen. Wenn mit der erfindungsgemäßen Vorrich
tung eine größere Anzahl Organisationskarten mit einer
Lochkodierung und mit einem Aufdruck versehen werden sollen,
kann der Schrittmotor für die Mitnehmereinrichtung selbst
verständlich von Anfang an eine schrittweise Bewegung aus
führen, wobei die Vorschubschritte dem Abstand der einzel
nen Lochreihen der Lochkodierung entsprechen. Der Riemenan
trieb der Vorschubeinrichtung der erfindungsgemäßen Vor
richtung ist einfach und robust aufgebaut, so daß sich
ein platzsparender und quasi wartungsfreier Antrieb der
Mitnehmereinrichtung zum Vorschub einzelner Organisations
karten von der Magazineinrichtung zur Stanz- und Druckvor
richtung ergibt. Der Riemen des Riemenantriebs kann als
Zahnriemen ausgebildet sein.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Erstellung der Organisationskarten mit einer Lochko
dierung und mit einem der Lochkodierung entsprechenden Auf
druck ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II aus
Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III aus
Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV aus
Fig. 1,
Fig. 5 eine Ansicht der Stanzvorrichtung in Blickrichtung
des Pfeiles V aus Fig. 1,
Fig. 6 eine Schaltung der programmierbaren Steuereinheit
der Vorrichtung zum Lochkodieren und Bedrucken von
Organisationskarten, und
Fig. 7 eine ABDA-Organisationskarte mit einer Loch
kodierung.
Fig. 1 zeigt eine Magazineinrichtung 10, welche drei Spei
cher 12 für Organisationskarten aufweist. Jeder Speicher 12
weist zwei Ausnehmungen 16 auf, die sich, wie aus Fig. 2
deutlich ersichtlich ist, gegenüberliegen. Die Ausnehmungen
16 weisen einen Querschnitt auf, der dem Querschnitt einer
Organisationskarte 14 entspricht. Jedem Speicher 12 ist
ein Schieber 18 zugeordnet, der zur Ausgabe einer Organi
sationskarte 14 aus dem Speicher 12 in den Bereich einer
Vorschubeinrichtung 20 vorgesehen ist. Jeder Schieber 18
ist mit einem Antriebsmotor 22 verbunden, mit dessen Hilfe
der Schieber 18 in Richtung des Doppelpfeiles 24 (s. Fig.
2) zum Speicher 12 hin bzw. in den Speicher 12 hinein, und
aus dem Speicher 12 heraus verschiebbar ist. Mit der Be
zugsziffer 26 sind in Fig. 2 die Anschlüsse eines der An
triebsmotoren 22 bezeichnet. Die Magazineinrichtung 10 ist
auf einer Seite der Vorschubeinrichtung 20 angeordnet. Die
Vorschubeinrichtung 20 weist auf der der Magazineinrichtung
10 gegenüberliegenden Seite einen Anschlag 28 für Organisa
tionskarten 14 auf. Durch diesen Anschlag 28 wird die Ver
schiebung der aus der Ausnehmung 16 ausgegebenen Organi
sationskarte 14 in Richtung des Doppelpfeiles 24 genau de
finiert begrenzt. Die Vorschubeinrichtung 20 weist eine ent
lang einer Führung 30 bewegbare Mitnehmereinrichtung 32
für jeweils eine Organisationskarte 14 auf.
Wie auch aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist die Führung 30
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vier zueinander
parallele Führungsstangen auf, entlang welchen die Mitneh
mereinrichtung 32 linear verschiebbar ist. Selbstverständ
lich ist es auch möglich, daß die Führung 30 nur eine Füh
rungsstange, oder vorzugsweise zwei oder mehrere Führungs
stangen aufweist. Die Mitnehmereinrichtung 32 weist ein
Eingriffelement 34 auf, das mittels eines Elektromagneten
36 in eine Transportperforation 38 der Organisationskarte
14 einsteckbar ist. Die Mitnehmereinrichtung 32 weist ein
Blechpaket 40 auf, das mit den Führungsstangen 30 ent
sprechenden Löchern 42 versehen ist. Das Blechpaket 40 ist
an einem endlosen Riemen 44 befestigt, der um zwei Umlenk
rollen 46 (s. Fig. 1) umgelenkt ist. Auf diese Weise bil
det der Riemen 44 mit den Umlenkrollen 46 einen Riementrieb,
der mittels eines Schrittmotors angetrieben wird. Dieser
Schrittmotor wird weiter unten in Verbindung mit Fig. 6
beschrieben. Der Riemen 44 kann als Keil- und/oder Zahn
riemen od. dgl. ausgebildet sein.
Das Eingriffelement 34 weist einen in die Transportperfo
ration 38 der Organisationskarte 14 einsteckbaren Stift 48
und einen mit dem Stift 48 verbundenen Anker 50 auf. Der
Anker 50 wird in den Elektromagneten 36 hineingezogen, wenn
der Elektromagnet 36 durch seine Anschlüsse 52 (s. Fig. 3)
hindurch stromdurchflossen ist, so daß sich ein Magnetfeld
aufbaut. Im erregten Zustand des Elektromagneten 36 wird
das Eingriffelement 34 aus der Transportperforation 38 der
Organisationskarte 14 herausbewegt. Dabei wird ein zwischen
dem Anker 50 und dem Blechpaket 40 angeordnetes Federelement
54 mechanisch gespannt. Sobald die Erregung des Elektromag
neten 36 abgeschaltet ist, wird das Federelement 54 ent
spannt und der Anker 50 aus dem Elektromagneten 36 heraus
bewegt. Gleichzeitig wird das Eingriffelement 34 durch
einen Längsschlitz 58 in der eine Unterlageplatte 56 auf
weisenden Vorschubeinrichtung 20 hindurchbewegt, so daß
der Stift 48 in ein Loch der Transportperforation 38 der
Organisationskarte 14 eingreift. Selbstverständlich ist es
auch möglich, den Stift 48 mittels des Elektromagneten 36
in die Transportperforation eingreifen zu lassen und mittels
eines Federelementes 54 in nicht erregtem Zustand des
Elektromagneten 36 aus der Transportperforation der Organi
sationskarte 14 heraus zu verschieben.
In dem in Fig. 3 dargestellten Zustand der Mitnehmerein
richtung 34 wird eine Organisationskarte 14 in Vorschubrich
tung, d. h. in Richtung des Pfeiles 60 (s. Fig. 1) bewegt,
wenn der Riementrieb 44, 46 mittels des bereits erwähnten
Schrittmotors 120 angetrieben wird. Mit Hilfe des Schritt
motors 120 wird eine Organisationskarte 14 von der Magazin
einrichtung 10 zuerst zu einer Stanzvorrichtung 62 (s. Fig.
1) und anschließend zu einer Druckvorrichtung 64 be
wegt. Die Stanzvorrichtung 62 weist Stanzstifte 66 auf,
die - wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist - in einer
Reihe nebeneinander angeordnet sind. Die Stanzstifte 66
sind in einem Gehäuse 68 gelagert und in ihrer Längsrich
tung verschiebbar. In dem Gehäuse 68 der Stanzvorrichtung
62 ist eine Exzenterachse 70 gelagert, die mit einem Mo
tor 72 um ihre Längsachse 74 antreibbar ist. Mit der Be
zugsziffer 76 sind in Fig. 4 die Anschlüsse des Motors 72
für die Exzenterachse 70 bezeichnet. Die Stanzstifte 66
sind zur Vorschubrichtung 60 der Vorschubvorrichtung 20
senkrecht ausgerichtet. Jedem Stanzstift 60 ist ein Ein
rückhebel 78 zugeordnet, der zur Durchführung einer Lochung
der unter dem Stanzstift 66 angeordneten Organisationskarte
14 mittels einer eigenen Antriebseinrichtung 80 zwischen
die Exzenterachse 70 und das Hinterende des zugehörigen
Stanzstiftes 66 einrückbar ist. Jede Antriebseinrichtung
80 für den zugehörigen Einrückhebel 78 weist einen Elektro
magneten 82 auf. Mit der Bezugsziffer 84 sind in Fig. 1
die Anschlüsse eines der Elektromagneten 82 bezeichnet. Wie
aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, sind die Elektro
magneten 82 in einer Reihe nebeneinander angeordnet, die
zur Reihe der Stanzstifte 66 parallel verläuft. Jeder
Elektromagnet 82 weist einen federnd vorgespannten Anker
86 auf, der gegen ein Verbindungsorgan 88 in Gestalt eines
zweiarmigen Schwenkteils bewegbar ist. Zwischen jedem
Elektromagneten 82 und dem zugehörigen Einrückhebel 78 ist
ein Verbindungsorgan 88 vorgesehen. In Fig. 4 sind die Ver
bindungsorgane 88 nur durch strichpunktierte Linien ange
deutet.
Wie aus Fig. 5 deutlich ersichtlich ist, sind die Verbin
dungsorgane 88 zum Ausgleich des unterschiedlichen Abstan
des zwischen benachbarten Elektromagneten 82 einerseits und
benachbarten Einrückhebeln 78 andererseits abgewinkelt aus
gebildet. In dieser Figur sind die Stanzstifte 66 nur ab
schnittsweise dargestellt. Die abgewinkelt ausgebildeten Ver
bindungsorgane 88 sind um eine gemeinsame Achse 90 schwenk
bar gelagert, die zur Reihe der Stanzstifte 66 bzw. zur Reihe
der Elektromagnete 82 parallel ausgerichtet ist. Wird ein
Elektromagnet 82 bzw. werden mehrere Elektromagnete 82 elektro
magnetisch erregt, so drückt der bzw. drücken die zugehöri
gen Anker 86 gegen die ihnen zugeordneten Verbindungsorgane
88, so daß diese Verbindungsorgane 88 um die Achse 90 herum
eine Schwenkbewegung ausführen. Dabei werden die den genann
ten Verbindungsorganen 88 zugeordneten Einrückhebel 78 zwi
schen die Exzenterachse 70 und die zugehörigen Stanzstifte
76 eingerückt. Bei einer Drehung der Exzenterachse 70 werden
also diejenigen Stanzstifte 66 durch die unter der Stanzvor
richtung 62 befindliche Organisationskarte durchbewegt, bei
denen die Einrückhebel 78 zwischen die Hinterenden und die
Exzenterachse 70 eingerückt sind. Jeder Einrückhebel 78 ist
mit einem beim Einrücken des Einrückhebels 78 zwischen die
Exzenterachse 70 und den zugehörigen Stanzstift 66 mechanisch
gespannten Federelement 92 versehen. Nach Durchführung eines
Stanzvorganges wird der Stromfluß durch die Anschlüsse 84
zu den entsprechenden Elektromagneten 82 unterbrochen, so
daß die elektromagnetische Erregung der Elektromagneten 82
ausgeschaltet ist. In diesem Zustand werden die mechanisch
gespannten Federelemente 92 wieder entspannt. Dabei werden
die zwischen die Exzenterachse 70 und die Stanzstifte 66
eingerückten Einrückhebel 78 aus dem Zwischenraum zwischen
der Exzenterachse 70 und den Stanzstiften 66 wieder heraus
bewegt, bis eine weitere magnetische Erregung mindestens
eines Elektromagnetes 82 erfolgt. Nach der schrittweisen
Durchführung einer Anzahl reihenweiser Stanzvorgänge wird
die mit der Lochkodierung versehene Organisationskarte 14
mit Hilfe der Vorschubeinrichtung 20, d. h. mittels der Mit
nehmereinrichtung 32 von der Stanzvorrichtung 62 zur Druck
vorrichtung 64 weiterbewegt. Die Druckvorrichtung 64 weist
einen Zeilendrucker 94 auf, wobei die Druckzeilen zur Vor
schubrichtung 60 der Organisationskarte 14 senkrecht ausge
richtet sind. Der Drucker 94, bei dem es sich um einen Nadel
drucker handeln kann, der beispielsweise sieben Nadeln auf
weist, ist zum Vorschub entlang einer Druckzeile mit einem
Antriebsmotor verbunden, der weiter unten in Verbindung mit
Fig. 6 beschrieben wird.
Die Bewegungen der Ausgabeeinrichtung der Magazineinrichtung 10, die in Fig. 2
durch den Doppelpfeil 24 angedeutet sind, die Bewegungen der
Stanzvorrichtung 62 und die Bewegungen der Druckvorrichtung
64 sind mittels einer programmierbaren Steuereinheit aufein
ander abgestimmt und abhängig von der gewünschten Lochko
dierung und dem der Lochkodierung entsprechenden Aufdruck
steuerbar. Diese programmierbare Steuereinheit ist in Fig. 6
in einem Schaltplan schematisch dargestellt. Die programmier
bare Steuereinheit weist eine Magazin-Steuereinheit 96, eine
Stanz-Steuereinheit 98, eine Drucker-Steuereinheit 100 und
eine Schrittmotor-Steuereinheit 102 auf. Die Magazin-Steuerein
heit 96 ist mit einer Anzahl Motoren 22 verbunden, wobei die
Anzahl Motoren 22 der Anzahl Speicher 12 der Magazineinrich
tung 10 entspricht. Mit der Bezugsziffer 104 sind Schalter
zum Ein- und Ausschalten eines bestimmten Motors 22 bezeich
net. Die Stanz-Steuereinheit 98 ist mit den Stanzmagneten 82
verbunden, wobei in Fig. 6 diese Verbindung durch einen An
schluß 84 schematisch angedeutet ist. An die Stanz-Steuerein
heit 98 ist der bereits erwähnte Motor 72 angeschlossen, der
zum Antrieb der Exzenterachse 70 dient. Mit der Bezugsziffer
108 ist ein mit der Stanz-Steuereinheit 98 verbundener Po
sitionsschalter bezeichnet. Des weiteren ist mit der Stanz-
Steuereinheit 98 der Magnet 36 der Mitnehmereinrichtung 32
der Vorschubeinrichtung 20 verbunden.
An die Druck-Steuereinheit 100 ist mittels einer Busleitung
ein Printmagnet 112, ein Antriebsmotor 114 zum Vorschub des
Druckers 94 entlang einer Druckzeile, ein Taktgenerator 116
und ein Synchronisations-Schalter 118 angeschlossen. Mit
der Schrittmotor-Steuereinheit 102 ist der mit dem Riemen
trieb 44, 46 zusammenwirkende Schrittmotor 120 verbunden.
Die Magazin-Steuereinheit 96 und die Stanz-Steuereinheit 98
sind mit einem ersten Input-Output-Bauelement 122 verbun
den. Die Drucker-Steuereinheit 100 ist mit einem zweiten
Input-Output-Bauelement 124 verbunden. Eine Eingabetasta
tur 126 ist mit einem Keyboard-Control-Bauelement 128 ver
bunden, wobei das Keyboard-Control-Bauelement 128 mit dem
ersten und dem zweiten Input-Output-Bauelement 122 und 124
und mit einer CPU 130 verbunden ist. Die zuletzt genannte
Verbindung erfolgt mittels Busleitungen 132, 134 und 136,
wobei es sich bei der Busleitung 132 um eine Datenbuslei
tung, bei der Busleitung 134 um eine Adreßbusleitung und
bei der Busleitung 136 um eine Steuerbusleitung handelt.
An den Busleitungen 132 bis 136 sind zur CPU 130 parallel
ein EPROM- und ein RAM-Baustein 138 bzw. 140 angeschlossen.
Die Busleitungen 132 bis 136 sind mit einer zur Eingabe
tastatur 126 parallelen Anschlußeinrichtung 142 für einen
externen Computer versehen.
Mit der Bezugsziffer 144 ist ein Leistungselektronik-
Netzteil bezeichnet, dessen Sekundärseite mit der Schritt
motor-Steuereinheit 102 und mit der dazu parallelen Drucker-
Steuereinheit 100 verbunden ist. Auf der Primärseite des
Leistungselektronik-Netzteiles 144 befindet sich ein Über
trager 146, zu dessen Primärseite ein Lüftermotor 148
parallel geschaltet ist. Mit der Bezugsziffer 150 ist ein
Netzfilter bezeichnet, mit dessen Hilfe unzulässige Ober
wellen des Netzes, aus dem die Vorrichtung gespeist wird,
ausgefiltert werden. Die Netzanschlüsse sind mit der Be
zugsziffer 152 bezeichnet. Der Ausgang des Netzfilters 150
ist mit einer Sicherung 154 und einem Ein- und Ausschalter
156 verbunden. Mit der Bezugsziffer 158 ist ein weiterer
Übertrager bezeichnet, an dessen Sekundärseite ein Netzteil
160 angeschlossen ist, das zur Erzeugung definierter elek
trischer Spannungen vorgesehen ist.
Fig. 7 zeigt eine ABDA-Lochkarte 14 in natürlicher
Größe. Die Lochkarte 14 weist eine Transportperforation
38 aus in einer Reihe hintereinanderliegenden Löchern
auf. Auf beiden Seiten der Transportperforation 38 sind
in der Lochkarte 14 in sieben Zeilen Löcher eingestanzt,
die eine bestimmte Lochkodierung ergeben. Dieser Lochko
dierung entspricht im Flächenabschnitt 162 der Lochkarte
14 ein Aufdruck.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Erstellung von Organisationskarten mit einer
mehrere Lochreihen aufweisenden Lochkodierung, insbesondere
von sog. ABDA-Organisationskarten, mit einer Stanzstifte (66)
aufweisenden Stanzvorrichtung (62) zum Stanzen von Lochreihen
in Form eines in einer Matrix angeordneten Lochbildes, einer
Druckvorrichtung (64) zur Beschriftung der Organisationskar
ten, einer Magazineinrichtung (10)
für Organisationskarten (14), wobei die Stanz
vorrichtung (62) und die Druckvorrichtung (64) derart in
der Nachbarschaft einer Vorschubeinrichtung (20) angeordnet
sind, daß jede aus der Magazineinrichtung (10) ausgegebene Organi
sationskarte (14) mittels der Vorschubeinrichtung (20) in
der Stanzvorrichtung (62) in unterschiedliche Stanzpositionen
und anschließend in die Druckvorrichtung (64) bewegbar ist,
und wobei die die Stanzstifte (66) in einer zur Vorschubrichtung
(60) der Vorschubeinrichtung (20) senkrechten Reihe nebenein
ander und voneinander in einem Abstand angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Magazineinrichtung (10) mehrere Speicher (12) für
Organisationskarten (14) aufweist, wobei jeder Speicher (12)
in den gegenüberliegenden und zur Vorschubrichtung (60) paralle
len Seiten zwei miteinander fluchtende Ausnehmungen (16) auf
weist, deren Querschnittsabmessungen den Querschnittsabmes
sungen einer Organisationskarte (14) entsprechen, und daß
jedem Speicher (12) ein Schieber (18) zugeordnet ist, der
zum Transport jeweils einer Organisationskarte (14) aus dem Speicher
(12) in den Bereich der Vorschubeinrichtung (20) durch
eine der Ausnehmungen (16) in den Speicher (12) einschieb
bar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schieber (18) mindestens um eine Strecke ver
schiebbar ist, die dem Abstand der gegenüberliegenden
Ausnehmungen (16) in dem Speicher (12) entsprechen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder Schieber (18) mit einem Antriebs
motor (22) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schieber (18) senk
recht zur Vorschubrichtung (60) der Vorschubeinrich
tung (20) bewegbar ist, daß die Magazineinrichtung
(10) auf einer Seite der Vorschubeinrichtung (20) an
geordnet ist und daß die Vorschubeinrichtung (20)
auf der der Magazineinrichtung (10) gegenüberliegen
den anderen Seite einen Anschlag (28) für die Organi
sationskarten (14) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung (20)
eine entlang
einer Führung (30) bewegbare Mitnehmereinrichtung (32)
für jeweils eine Organisationskarte (14) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmereinrichtung (32) ein Eingriffelement
(34) aufweist, das vorzugsweise mittels eines Elektro
magneten (36) in eine Transportperforation (38) der
Organisationskarte (14) bewegbar ist, wobei die Mitneh
mereinrichtung (32) mittels eines Schrittmotors (120)
entlang der Führung (30) verschiebbar ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorschubeinrichtung (20) einen zur Füh
rung (30) parallel verlaufenden, mittels des Schritt
motors (12) bewegbaren Riementrieb (44, 46) aufweist,
an dessen Riemen (44) die Mitnehmereinrichtung (32)
mit dem Eingriffelement (34) befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863620114 DE3620114A1 (de) | 1986-06-14 | 1986-06-14 | Verfahren zur erstellung von organisationskarten und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863620114 DE3620114A1 (de) | 1986-06-14 | 1986-06-14 | Verfahren zur erstellung von organisationskarten und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3620114A1 DE3620114A1 (de) | 1987-12-17 |
| DE3620114C2 true DE3620114C2 (de) | 1988-04-21 |
Family
ID=6303044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863620114 Granted DE3620114A1 (de) | 1986-06-14 | 1986-06-14 | Verfahren zur erstellung von organisationskarten und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3620114A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0431808A3 (en) * | 1989-12-08 | 1992-05-20 | Tokyo Electric Co., Ltd. | Tag printer |
| GB9214611D0 (en) * | 1992-07-09 | 1992-08-19 | Retainacar Ltd | Device for producing marking means |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3684164A (en) * | 1970-08-05 | 1972-08-15 | Bridge Data Products Inc | Apparatus for punching, printing and verifying data cards |
| IL49840A0 (en) * | 1976-06-20 | 1976-08-31 | Koor Syst Res Dev And Eng Ltd | Improvements in strip perforators for teletypewriters and the like |
-
1986
- 1986-06-14 DE DE19863620114 patent/DE3620114A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3620114A1 (de) | 1987-12-17 |
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