DE3620114C2 - - Google Patents

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DE3620114C2 DE19863620114 DE3620114A DE3620114C2 DE 3620114 C2 DE3620114 C2 DE 3620114C2 DE 19863620114 DE19863620114 DE 19863620114 DE 3620114 A DE3620114 A DE 3620114A DE 3620114 C2 DE3620114 C2 DE 3620114C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erstellung von Organisationskarten gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Organisationskarten in Form sog. ABDA-Organisationskarten werden in Apotheken zur Information über den Lagerbestand von Medikamenten, Arzneien od. dgl., sowie als Organisations­ hilfsmittel bei der Nachbestellung von Arzneien und Medika­ menten verwendet. Dabei wird die Lochkodierung entweder maschinell in Großserie auf einem großen, eine Vielzahl Organisationskarten aufweisenden Papierbogen oder manuell auf einzelnen Organisationskarten über einen Handlocher hergestellt. Im ersteren Fall erfolgt die Lochkodierung der Organisationskarten beim Hersteller der Arzneien oder Medikamente, d. h. in der pharmazeutischen Großindustrie, welche die mit der entsprechenden Lochkodierung versehenen ABDA-Organisationskarten als Serviceleistung mit zur Verfü­ gung stellt. Im zweiten Fall, d. h. im Fall der manuellen Lochkodierung der ABDA-Organisationskarten mittels eines Handlochers erfolgt die Lochkodierung in der Apotheke. In diesem Fall ist es außerdem erforderlich, die Organisations­ karten von Hand zu beschriften, während bei der maschinellen Großserienherstellung der Organisationskarten das Bedrucken der Organisationskarten entsprechend der Lochkodierung eben­ falls auf maschinellem Weg erfolgt. Zwischen der maschinellen Herstellung der Organisationskarten in der Großserienferti­ gung und der manuellen Einzelanfertigung der Organisations­ karten mittels eines Handlochers, bei der die Beschriftung der Organisationskarten von Hand erfolgt, besteht eine Lücke der maschinellen Einzel- bzw. Kleinserienfertigung derarti­ ger Organisationskarten.
Die DE-OS 21 22 672 beschreibt eine Vorrichtung zur Erstel­ lung von Organisationskarten mit einer mehrere Lochreihen aufweisenden Lochkodierung, insbesondere von sog. ABDA- Organisationskarten, mit einer Stanzstifte aufweisenden Stanzvorrichtung zum Stanzen der Lochreihen in Form eines in einer Matrix angeordneten Lochbildes, einer Druckvorrich­ tung zur Beschriftung der Organisationskarten und einer Magazineinrichtung mit wenigstens einem Speicher für Organi­ sationskarten. Die Stanzvorrichtung und die Druckvorrich­ tung sind derart in der Nachbarschaft einer Vorschubeinrich­ tung angeordnet, daß jede aus dem Speicher ausgegebene Organisationskarte mittels der Vorschubeinrichtung in der Stanzvorrichtung in unterschiedliche Stanzpositionen und anschließend in die Druckvorrichtung hineinbewegbar ist. Die Stanzstifte sind in einer zur Vorschubrichtung der Vor­ schubeinrichtung senkrechten Reihe nebeneinander und vonein­ ander beabstandet angeordnet. Bei dieser Vorrichtung ist am Hinterende jedes Stanzstiftes ein Antriebsteil vorgesehen, dem ein Elektromagnet zugeordnet ist. Mit einem solchen Elektromagneten kann die magnetische Wirkung des Magnetfeldes einer Haltespule aufgehoben werden, so daß das zugehörige Antriebsteil durch ein Federelement in eine mit dem Stanz­ stift fluchtende Stellung verschoben wird. Das derart verschobene Antriebsteil wird mittels eines Stößels gegen das Hinterende des Stanzstiftes bewegt, so daß der Stanz­ stift eine Stanzbewegung ausführt.
Aus der DE-OS 27 26 681 ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zur Erstellung von Organisationskarten be­ kannt, bei der die Stanzvorrichtung eine Anzahl eng benach­ barter Stanzstifte und Winkelhebel aufweist, die auf den von den zugehörigen Stanzstiften abgewandten Endabschnitten mit einer Antriebseinrichtung wirkverbunden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zur Erstellung von Organisationskarten vorgesehene Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß es möglich ist, unter­ schiedlich gefärbte Organisationskarten gleichzeitig zu lagern und je nach Bedarf der Stanz- und Druckvorrichtung zuzuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Organisationskarten einer Farbe können beispielsweise zur Lagerverwaltung und die Organisationskarten einer ande­ ren Farbe können beispielsweise zur Nachbestellung von Ware, d. h. von Medikamenten, Arzneien od. dgl. vorgesehen sein.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einfach aufgebaut und sie ermöglicht eine problemlose Ausgabe einzelner Organisationskarten aus der Magazineinrichtung. Durch die Zuordnung je eines Antriebsmotors zu einzelnen Schiebern der Magazineinrichtung ergibt sich eine einfache Ansteuer­ barkeit und Betätigbarkeit der Schieber. Die Ansteuerung des mindestens einen Antriebsmotors für den/die Schieber kann durch eine programmierbare Steuereinheit erfolgen. Durch den für die Organisationskarten vorgesehenen An­ schlag wird die Ausgabebewegung einer einzelnen Organi­ sationskarte aus der Magazineinrichtung heraus genau be­ grenzt, so daß jede aus der Magazineinrichtung ausgege­ bene Organisationskarte entlang der Vorschubeinrichtung genau positioniert zur Stanz- und Druckvorrichtung weiter­ bewegt wird. Bei der Führung für die Vorschubeinrichtung kann es sich um mindestens eine Führungsstange, vorzugs­ weise jedoch um zueinander parallele Führungsstangen han­ deln, entlang der/denen die Mitnehmereinrichtung von der Magazineinrichtung zur Stanz- und Druckvorrichtung und zurück zur Magazineinrichtung bewegbar ist. Das Eingriff­ element kann beispielsweise die Gestalt eines Stiftes aufweisen und mittels des Elektromagneten der Mitnehmer­ einrichtung in eine in der Organisationskarte bereits vorhandene Transportperforation hineinbewegt werden. Der Elektromagnet der Mitnehmereinrichtung kann ebenfalls von der programmierbaren Steuereinheit angesteuert werden. Der Schrittmotor zum Verschieben der Mitnehmereinrichtung entlang der Führung kann vorzugsweise mittels der programmier­ baren Steuereinheit derart angesteuert werden, daß er die Mitnehmereinrichtung schrittweise bewegt. Das bedeutet, daß die Mitnehmereinrichtung mittels des Schrittmotors von der Magazineinrichtung bis zur Stanzvorrichtung in einem Schritt bewegt wird, bis die mit der Mitnehmereinrichtung transportierte Organisationskarte die erste Stanzposition erreicht. Sobald die erste Stanzposition erreicht ist, wird die Mitnehmereinrichtung mittels des Schrittmotors in kleinen, der an der Organisationskarte anzubringenden Lochkodierung entsprechenden Vorschubschritten durch die Stanzvorrichtung durchbewegt. Nach Abschluß des Stanzvor­ ganges kann die Mitnehmereinrichtung mittels des Schritt­ motors kontinuierlich zur Druckvorrichtung weiterbewegt werden. Ein derartiger Bewegungsablauf ist selbstverständ­ lich nur dann sinnvoll, wenn die Organisationskarten ein­ zeln mit einer Lochkodierung und mit einem Aufdruck ver­ sehen werden sollen. Wenn mit der erfindungsgemäßen Vorrich­ tung eine größere Anzahl Organisationskarten mit einer Lochkodierung und mit einem Aufdruck versehen werden sollen, kann der Schrittmotor für die Mitnehmereinrichtung selbst­ verständlich von Anfang an eine schrittweise Bewegung aus­ führen, wobei die Vorschubschritte dem Abstand der einzel­ nen Lochreihen der Lochkodierung entsprechen. Der Riemenan­ trieb der Vorschubeinrichtung der erfindungsgemäßen Vor­ richtung ist einfach und robust aufgebaut, so daß sich ein platzsparender und quasi wartungsfreier Antrieb der Mitnehmereinrichtung zum Vorschub einzelner Organisations­ karten von der Magazineinrichtung zur Stanz- und Druckvor­ richtung ergibt. Der Riemen des Riemenantriebs kann als Zahnriemen ausgebildet sein.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erstellung der Organisationskarten mit einer Lochko­ dierung und mit einem der Lochkodierung entsprechenden Auf­ druck ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II aus Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III aus Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV aus Fig. 1,
Fig. 5 eine Ansicht der Stanzvorrichtung in Blickrichtung des Pfeiles V aus Fig. 1,
Fig. 6 eine Schaltung der programmierbaren Steuereinheit der Vorrichtung zum Lochkodieren und Bedrucken von Organisationskarten, und
Fig. 7 eine ABDA-Organisationskarte mit einer Loch­ kodierung.
Fig. 1 zeigt eine Magazineinrichtung 10, welche drei Spei­ cher 12 für Organisationskarten aufweist. Jeder Speicher 12 weist zwei Ausnehmungen 16 auf, die sich, wie aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, gegenüberliegen. Die Ausnehmungen 16 weisen einen Querschnitt auf, der dem Querschnitt einer Organisationskarte 14 entspricht. Jedem Speicher 12 ist ein Schieber 18 zugeordnet, der zur Ausgabe einer Organi­ sationskarte 14 aus dem Speicher 12 in den Bereich einer Vorschubeinrichtung 20 vorgesehen ist. Jeder Schieber 18 ist mit einem Antriebsmotor 22 verbunden, mit dessen Hilfe der Schieber 18 in Richtung des Doppelpfeiles 24 (s. Fig. 2) zum Speicher 12 hin bzw. in den Speicher 12 hinein, und aus dem Speicher 12 heraus verschiebbar ist. Mit der Be­ zugsziffer 26 sind in Fig. 2 die Anschlüsse eines der An­ triebsmotoren 22 bezeichnet. Die Magazineinrichtung 10 ist auf einer Seite der Vorschubeinrichtung 20 angeordnet. Die Vorschubeinrichtung 20 weist auf der der Magazineinrichtung 10 gegenüberliegenden Seite einen Anschlag 28 für Organisa­ tionskarten 14 auf. Durch diesen Anschlag 28 wird die Ver­ schiebung der aus der Ausnehmung 16 ausgegebenen Organi­ sationskarte 14 in Richtung des Doppelpfeiles 24 genau de­ finiert begrenzt. Die Vorschubeinrichtung 20 weist eine ent­ lang einer Führung 30 bewegbare Mitnehmereinrichtung 32 für jeweils eine Organisationskarte 14 auf.
Wie auch aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist die Führung 30 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vier zueinander parallele Führungsstangen auf, entlang welchen die Mitneh­ mereinrichtung 32 linear verschiebbar ist. Selbstverständ­ lich ist es auch möglich, daß die Führung 30 nur eine Füh­ rungsstange, oder vorzugsweise zwei oder mehrere Führungs­ stangen aufweist. Die Mitnehmereinrichtung 32 weist ein Eingriffelement 34 auf, das mittels eines Elektromagneten 36 in eine Transportperforation 38 der Organisationskarte 14 einsteckbar ist. Die Mitnehmereinrichtung 32 weist ein Blechpaket 40 auf, das mit den Führungsstangen 30 ent­ sprechenden Löchern 42 versehen ist. Das Blechpaket 40 ist an einem endlosen Riemen 44 befestigt, der um zwei Umlenk­ rollen 46 (s. Fig. 1) umgelenkt ist. Auf diese Weise bil­ det der Riemen 44 mit den Umlenkrollen 46 einen Riementrieb, der mittels eines Schrittmotors angetrieben wird. Dieser Schrittmotor wird weiter unten in Verbindung mit Fig. 6 beschrieben. Der Riemen 44 kann als Keil- und/oder Zahn­ riemen od. dgl. ausgebildet sein.
Das Eingriffelement 34 weist einen in die Transportperfo­ ration 38 der Organisationskarte 14 einsteckbaren Stift 48 und einen mit dem Stift 48 verbundenen Anker 50 auf. Der Anker 50 wird in den Elektromagneten 36 hineingezogen, wenn der Elektromagnet 36 durch seine Anschlüsse 52 (s. Fig. 3) hindurch stromdurchflossen ist, so daß sich ein Magnetfeld aufbaut. Im erregten Zustand des Elektromagneten 36 wird das Eingriffelement 34 aus der Transportperforation 38 der Organisationskarte 14 herausbewegt. Dabei wird ein zwischen dem Anker 50 und dem Blechpaket 40 angeordnetes Federelement 54 mechanisch gespannt. Sobald die Erregung des Elektromag­ neten 36 abgeschaltet ist, wird das Federelement 54 ent­ spannt und der Anker 50 aus dem Elektromagneten 36 heraus­ bewegt. Gleichzeitig wird das Eingriffelement 34 durch einen Längsschlitz 58 in der eine Unterlageplatte 56 auf­ weisenden Vorschubeinrichtung 20 hindurchbewegt, so daß der Stift 48 in ein Loch der Transportperforation 38 der Organisationskarte 14 eingreift. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Stift 48 mittels des Elektromagneten 36 in die Transportperforation eingreifen zu lassen und mittels eines Federelementes 54 in nicht erregtem Zustand des Elektromagneten 36 aus der Transportperforation der Organi­ sationskarte 14 heraus zu verschieben.
In dem in Fig. 3 dargestellten Zustand der Mitnehmerein­ richtung 34 wird eine Organisationskarte 14 in Vorschubrich­ tung, d. h. in Richtung des Pfeiles 60 (s. Fig. 1) bewegt, wenn der Riementrieb 44, 46 mittels des bereits erwähnten Schrittmotors 120 angetrieben wird. Mit Hilfe des Schritt­ motors 120 wird eine Organisationskarte 14 von der Magazin­ einrichtung 10 zuerst zu einer Stanzvorrichtung 62 (s. Fig. 1) und anschließend zu einer Druckvorrichtung 64 be­ wegt. Die Stanzvorrichtung 62 weist Stanzstifte 66 auf, die - wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist - in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. Die Stanzstifte 66 sind in einem Gehäuse 68 gelagert und in ihrer Längsrich­ tung verschiebbar. In dem Gehäuse 68 der Stanzvorrichtung 62 ist eine Exzenterachse 70 gelagert, die mit einem Mo­ tor 72 um ihre Längsachse 74 antreibbar ist. Mit der Be­ zugsziffer 76 sind in Fig. 4 die Anschlüsse des Motors 72 für die Exzenterachse 70 bezeichnet. Die Stanzstifte 66 sind zur Vorschubrichtung 60 der Vorschubvorrichtung 20 senkrecht ausgerichtet. Jedem Stanzstift 60 ist ein Ein­ rückhebel 78 zugeordnet, der zur Durchführung einer Lochung der unter dem Stanzstift 66 angeordneten Organisationskarte 14 mittels einer eigenen Antriebseinrichtung 80 zwischen die Exzenterachse 70 und das Hinterende des zugehörigen Stanzstiftes 66 einrückbar ist. Jede Antriebseinrichtung 80 für den zugehörigen Einrückhebel 78 weist einen Elektro­ magneten 82 auf. Mit der Bezugsziffer 84 sind in Fig. 1 die Anschlüsse eines der Elektromagneten 82 bezeichnet. Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, sind die Elektro­ magneten 82 in einer Reihe nebeneinander angeordnet, die zur Reihe der Stanzstifte 66 parallel verläuft. Jeder Elektromagnet 82 weist einen federnd vorgespannten Anker 86 auf, der gegen ein Verbindungsorgan 88 in Gestalt eines zweiarmigen Schwenkteils bewegbar ist. Zwischen jedem Elektromagneten 82 und dem zugehörigen Einrückhebel 78 ist ein Verbindungsorgan 88 vorgesehen. In Fig. 4 sind die Ver­ bindungsorgane 88 nur durch strichpunktierte Linien ange­ deutet.
Wie aus Fig. 5 deutlich ersichtlich ist, sind die Verbin­ dungsorgane 88 zum Ausgleich des unterschiedlichen Abstan­ des zwischen benachbarten Elektromagneten 82 einerseits und benachbarten Einrückhebeln 78 andererseits abgewinkelt aus­ gebildet. In dieser Figur sind die Stanzstifte 66 nur ab­ schnittsweise dargestellt. Die abgewinkelt ausgebildeten Ver­ bindungsorgane 88 sind um eine gemeinsame Achse 90 schwenk­ bar gelagert, die zur Reihe der Stanzstifte 66 bzw. zur Reihe der Elektromagnete 82 parallel ausgerichtet ist. Wird ein Elektromagnet 82 bzw. werden mehrere Elektromagnete 82 elektro­ magnetisch erregt, so drückt der bzw. drücken die zugehöri­ gen Anker 86 gegen die ihnen zugeordneten Verbindungsorgane 88, so daß diese Verbindungsorgane 88 um die Achse 90 herum eine Schwenkbewegung ausführen. Dabei werden die den genann­ ten Verbindungsorganen 88 zugeordneten Einrückhebel 78 zwi­ schen die Exzenterachse 70 und die zugehörigen Stanzstifte 76 eingerückt. Bei einer Drehung der Exzenterachse 70 werden also diejenigen Stanzstifte 66 durch die unter der Stanzvor­ richtung 62 befindliche Organisationskarte durchbewegt, bei denen die Einrückhebel 78 zwischen die Hinterenden und die Exzenterachse 70 eingerückt sind. Jeder Einrückhebel 78 ist mit einem beim Einrücken des Einrückhebels 78 zwischen die Exzenterachse 70 und den zugehörigen Stanzstift 66 mechanisch gespannten Federelement 92 versehen. Nach Durchführung eines Stanzvorganges wird der Stromfluß durch die Anschlüsse 84 zu den entsprechenden Elektromagneten 82 unterbrochen, so daß die elektromagnetische Erregung der Elektromagneten 82 ausgeschaltet ist. In diesem Zustand werden die mechanisch gespannten Federelemente 92 wieder entspannt. Dabei werden die zwischen die Exzenterachse 70 und die Stanzstifte 66 eingerückten Einrückhebel 78 aus dem Zwischenraum zwischen der Exzenterachse 70 und den Stanzstiften 66 wieder heraus­ bewegt, bis eine weitere magnetische Erregung mindestens eines Elektromagnetes 82 erfolgt. Nach der schrittweisen Durchführung einer Anzahl reihenweiser Stanzvorgänge wird die mit der Lochkodierung versehene Organisationskarte 14 mit Hilfe der Vorschubeinrichtung 20, d. h. mittels der Mit­ nehmereinrichtung 32 von der Stanzvorrichtung 62 zur Druck­ vorrichtung 64 weiterbewegt. Die Druckvorrichtung 64 weist einen Zeilendrucker 94 auf, wobei die Druckzeilen zur Vor­ schubrichtung 60 der Organisationskarte 14 senkrecht ausge­ richtet sind. Der Drucker 94, bei dem es sich um einen Nadel­ drucker handeln kann, der beispielsweise sieben Nadeln auf­ weist, ist zum Vorschub entlang einer Druckzeile mit einem Antriebsmotor verbunden, der weiter unten in Verbindung mit Fig. 6 beschrieben wird.
Die Bewegungen der Ausgabeeinrichtung der Magazineinrichtung 10, die in Fig. 2 durch den Doppelpfeil 24 angedeutet sind, die Bewegungen der Stanzvorrichtung 62 und die Bewegungen der Druckvorrichtung 64 sind mittels einer programmierbaren Steuereinheit aufein­ ander abgestimmt und abhängig von der gewünschten Lochko­ dierung und dem der Lochkodierung entsprechenden Aufdruck steuerbar. Diese programmierbare Steuereinheit ist in Fig. 6 in einem Schaltplan schematisch dargestellt. Die programmier­ bare Steuereinheit weist eine Magazin-Steuereinheit 96, eine Stanz-Steuereinheit 98, eine Drucker-Steuereinheit 100 und eine Schrittmotor-Steuereinheit 102 auf. Die Magazin-Steuerein­ heit 96 ist mit einer Anzahl Motoren 22 verbunden, wobei die Anzahl Motoren 22 der Anzahl Speicher 12 der Magazineinrich­ tung 10 entspricht. Mit der Bezugsziffer 104 sind Schalter zum Ein- und Ausschalten eines bestimmten Motors 22 bezeich­ net. Die Stanz-Steuereinheit 98 ist mit den Stanzmagneten 82 verbunden, wobei in Fig. 6 diese Verbindung durch einen An­ schluß 84 schematisch angedeutet ist. An die Stanz-Steuerein­ heit 98 ist der bereits erwähnte Motor 72 angeschlossen, der zum Antrieb der Exzenterachse 70 dient. Mit der Bezugsziffer 108 ist ein mit der Stanz-Steuereinheit 98 verbundener Po­ sitionsschalter bezeichnet. Des weiteren ist mit der Stanz- Steuereinheit 98 der Magnet 36 der Mitnehmereinrichtung 32 der Vorschubeinrichtung 20 verbunden.
An die Druck-Steuereinheit 100 ist mittels einer Busleitung ein Printmagnet 112, ein Antriebsmotor 114 zum Vorschub des Druckers 94 entlang einer Druckzeile, ein Taktgenerator 116 und ein Synchronisations-Schalter 118 angeschlossen. Mit der Schrittmotor-Steuereinheit 102 ist der mit dem Riemen­ trieb 44, 46 zusammenwirkende Schrittmotor 120 verbunden. Die Magazin-Steuereinheit 96 und die Stanz-Steuereinheit 98 sind mit einem ersten Input-Output-Bauelement 122 verbun­ den. Die Drucker-Steuereinheit 100 ist mit einem zweiten Input-Output-Bauelement 124 verbunden. Eine Eingabetasta­ tur 126 ist mit einem Keyboard-Control-Bauelement 128 ver­ bunden, wobei das Keyboard-Control-Bauelement 128 mit dem ersten und dem zweiten Input-Output-Bauelement 122 und 124 und mit einer CPU 130 verbunden ist. Die zuletzt genannte Verbindung erfolgt mittels Busleitungen 132, 134 und 136, wobei es sich bei der Busleitung 132 um eine Datenbuslei­ tung, bei der Busleitung 134 um eine Adreßbusleitung und bei der Busleitung 136 um eine Steuerbusleitung handelt. An den Busleitungen 132 bis 136 sind zur CPU 130 parallel ein EPROM- und ein RAM-Baustein 138 bzw. 140 angeschlossen. Die Busleitungen 132 bis 136 sind mit einer zur Eingabe­ tastatur 126 parallelen Anschlußeinrichtung 142 für einen externen Computer versehen.
Mit der Bezugsziffer 144 ist ein Leistungselektronik- Netzteil bezeichnet, dessen Sekundärseite mit der Schritt­ motor-Steuereinheit 102 und mit der dazu parallelen Drucker- Steuereinheit 100 verbunden ist. Auf der Primärseite des Leistungselektronik-Netzteiles 144 befindet sich ein Über­ trager 146, zu dessen Primärseite ein Lüftermotor 148 parallel geschaltet ist. Mit der Bezugsziffer 150 ist ein Netzfilter bezeichnet, mit dessen Hilfe unzulässige Ober­ wellen des Netzes, aus dem die Vorrichtung gespeist wird, ausgefiltert werden. Die Netzanschlüsse sind mit der Be­ zugsziffer 152 bezeichnet. Der Ausgang des Netzfilters 150 ist mit einer Sicherung 154 und einem Ein- und Ausschalter 156 verbunden. Mit der Bezugsziffer 158 ist ein weiterer Übertrager bezeichnet, an dessen Sekundärseite ein Netzteil 160 angeschlossen ist, das zur Erzeugung definierter elek­ trischer Spannungen vorgesehen ist.
Fig. 7 zeigt eine ABDA-Lochkarte 14 in natürlicher Größe. Die Lochkarte 14 weist eine Transportperforation 38 aus in einer Reihe hintereinanderliegenden Löchern auf. Auf beiden Seiten der Transportperforation 38 sind in der Lochkarte 14 in sieben Zeilen Löcher eingestanzt, die eine bestimmte Lochkodierung ergeben. Dieser Lochko­ dierung entspricht im Flächenabschnitt 162 der Lochkarte 14 ein Aufdruck.

Claims (7)

1. Vorrichtung zur Erstellung von Organisationskarten mit einer mehrere Lochreihen aufweisenden Lochkodierung, insbesondere von sog. ABDA-Organisationskarten, mit einer Stanzstifte (66) aufweisenden Stanzvorrichtung (62) zum Stanzen von Lochreihen in Form eines in einer Matrix angeordneten Lochbildes, einer Druckvorrichtung (64) zur Beschriftung der Organisationskar­ ten, einer Magazineinrichtung (10) für Organisationskarten (14), wobei die Stanz­ vorrichtung (62) und die Druckvorrichtung (64) derart in der Nachbarschaft einer Vorschubeinrichtung (20) angeordnet sind, daß jede aus der Magazineinrichtung (10) ausgegebene Organi­ sationskarte (14) mittels der Vorschubeinrichtung (20) in der Stanzvorrichtung (62) in unterschiedliche Stanzpositionen und anschließend in die Druckvorrichtung (64) bewegbar ist, und wobei die die Stanzstifte (66) in einer zur Vorschubrichtung (60) der Vorschubeinrichtung (20) senkrechten Reihe nebenein­ ander und voneinander in einem Abstand angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Magazineinrichtung (10) mehrere Speicher (12) für Organisationskarten (14) aufweist, wobei jeder Speicher (12) in den gegenüberliegenden und zur Vorschubrichtung (60) paralle­ len Seiten zwei miteinander fluchtende Ausnehmungen (16) auf­ weist, deren Querschnittsabmessungen den Querschnittsabmes­ sungen einer Organisationskarte (14) entsprechen, und daß jedem Speicher (12) ein Schieber (18) zugeordnet ist, der zum Transport jeweils einer Organisationskarte (14) aus dem Speicher (12) in den Bereich der Vorschubeinrichtung (20) durch eine der Ausnehmungen (16) in den Speicher (12) einschieb­ bar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schieber (18) mindestens um eine Strecke ver­ schiebbar ist, die dem Abstand der gegenüberliegenden Ausnehmungen (16) in dem Speicher (12) entsprechen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß jeder Schieber (18) mit einem Antriebs­ motor (22) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schieber (18) senk­ recht zur Vorschubrichtung (60) der Vorschubeinrich­ tung (20) bewegbar ist, daß die Magazineinrichtung (10) auf einer Seite der Vorschubeinrichtung (20) an­ geordnet ist und daß die Vorschubeinrichtung (20) auf der der Magazineinrichtung (10) gegenüberliegen­ den anderen Seite einen Anschlag (28) für die Organi­ sationskarten (14) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung (20) eine entlang einer Führung (30) bewegbare Mitnehmereinrichtung (32) für jeweils eine Organisationskarte (14) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmereinrichtung (32) ein Eingriffelement (34) aufweist, das vorzugsweise mittels eines Elektro­ magneten (36) in eine Transportperforation (38) der Organisationskarte (14) bewegbar ist, wobei die Mitneh­ mereinrichtung (32) mittels eines Schrittmotors (120) entlang der Führung (30) verschiebbar ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeich­ net, daß die Vorschubeinrichtung (20) einen zur Füh­ rung (30) parallel verlaufenden, mittels des Schritt­ motors (12) bewegbaren Riementrieb (44, 46) aufweist, an dessen Riemen (44) die Mitnehmereinrichtung (32) mit dem Eingriffelement (34) befestigt ist.
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