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Einrichtung zur Übertragung von Richtungen und Bewegungen mit Hilfe
eines Neigungsmessers. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Übertragung
von Richtungen und Bewegungen nach Patent 357784. In letzterem ist ein Neigungsmesser
beschrieben, bei welchem Widerstandsänderungen in dünnen, mit Strom belasteten und
mit Temperaturkoeffizienten versehenen Drähten in einer geeigneten Brückenschaltung
hervorgerufen werden, wenn bei der Brückenanordnung durch Änderung der Lage die
Wärmeableitung der Drähte geändert wird.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Weiterbildung eines derartigen
Neigungsinessers so getroffen, daß die die Brückenanordnung enthaltende Kapsel drehbar
gelagert und mit dem sich bewegenden Körper kraftschlüssig verbunden ist. .Hierdurch
wird erreicht, daß der Neigungsmesser zur Fernübertragung von Richtungen und Bewegungen
irgendeiner in geeigneter Weise mit ihm gekuppelten Vorrichtung verwendet werden
kann.
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Auf den Zeichnungen sind in den Abb. r bis q. zwei Ausführungsformen
beispielsweise schematisch dargestellt.
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Wie aus den Abb. r und 2 hervorgeht, ist beispielsweise eine Windfahne,
deren Richtung an entfernt liegender Stelle angezeigt werden soll, mit dem NTeigungsmesser
verbunden. Der obere Teil der Windfahne r ist auf der Spitze einer Stahlachse 8
leicht drehbar gelagert, Die Achsenhülse trägt an ihrerra
unteren
Ende einen Schneckengang 2, welcher auf das eine Ende eines Hebels 3 einwirkt, der
an seinem freien Ende zweckmäßig mit einer Rolle 7 versehen ist. Das andere Ende
des Hebels 3 ist mittels einer Lenkstange 4 an dem Kurbelzapfen 5 einer drehbar
gelagerten Kapsel 9 verbunden, die an den Enden geschlossen und mit einem Gewicht
6 auf ihrer Außenfläche versehen ist. Letzteres dient dazu, die Rolle 7 gegen den
Schneckengang 2 zu drücken. In der geschlossenen, mit Luft oder Gas gefüllten Kapsel
sind die die Brückenanordnung bildenden Drähte i o, i i in lotrechter oder wagerechter
Lage angeordnet, welche zweckmäßig mit Abgleichwiderständen 12, 13 versehen sind.
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Wie aus dem Schaltungsschema der Abb. hervorgeht, ist die Brückenanordnung
finit einem Galvanometer 17 verbunden. 14 bezeichnet einen Schalter, 15 die Stromquelle
und 16 einen Regulierwiderstand, dessen Einstellung infolge der Stromstärkenänderung
einen Einfluß auf die Größe des Galvanometerausschlages hat.
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Durch Drehung der Windfahne i wird durch die Achshülse und den Daumen-
oder Schneckengang z der Hebel 3 ausgeschwungen und somit die die Brückenanordnung
enthaltende Kapsel entsprechend dem Bewegungsbeirage der Windfahne i verstellt.
Die Übertragung durch den Schneckengang und durch das Übersetzungsverhältnis des
Hebels 3 und der Lenkstange 4 auf die Kapsel 9 wird zweckmäßig so gewählt, daß bei
einer ganzen Umdrehung der Windfahne i um 36o° die Kapsel 9 um 18o° gedreht wird.
Die bei der Neigung der Brückenanordnung infolge der sich ändernden Wärmeableitung
in den Brückendrähten hervorgerufenen Widerstandsänderungen werden durch das Galvanometer
17 kenntlich gemacht. Man ist daher in der Lage, jede Windrichtung in allen 1 36o
Winkelgraden an entfernt liegender Stelle genau kenntlich zu machen.
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Bei den in den Alb. 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen ist mit
der Achshülse oder Führungsstange 22 ein Gehäuse 23 mit einer Scheibe 2.1. fest
verbunden, die mit einem kreisförmigen Ausschnitt von ständig größer werdender Breite
33 ausgestattet ist. In dem die Scheibe 24 ersthaltenden Gehäuse 23 befindet sich
eine Platte 25, auf der die mit Strom belastete Brückenanordnung fest montiert ist
und welche von der Tragachse der Hülse 22 unterstützt wird.
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Wie aus dem Schaltungsschema der Abb. 4. hervorgeht, sind die mit
Temperaturkoeffizienten behafteten Drähte zo, i i der Brückenanordnung mit Abgleichwiderständen
12, 13 versehen und mit einem Anzeige- oder Übertragungsinstrument 32 verbunden.
15 bezeichnet wiederum die Stromquelle und 14 einen Schalter.
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Ändert sich bei ider zuletzt .beschriebenen Ausführungsform die Richtung
der Windfahne i, so wird die mit ihr fest verbundene Scheibe 24 gedreht, so daß
deren Ausschnitt 33 mit Bezug auf die durch den elektrischen Strom erhitzten Drähte
io, ii verstellt wird. Es wird somit hierdurch eine mehr oder weniger große Länge
der Drähte io, i i der Brückenanordnung freigelegt bzw. verdeckt, so daß infolge
der veränderlichen Wärmestrahlung die Drähte mehr oder weniger abgekühlt bzw. erhitzt
werden. Die durch die Änderung der Wärmeableitung hervorgerufenen Widerstandsänderungen
der Brücke werden durch das Galvanometer oder das Anzeigeinstrument 32 kenntlich
gemacht.
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Die Wirkung der Widerstandsänderung durch Änderung der Wärmeableitung
kann hierbei noch dadurch verstärkt werden, wein man beispielsweise die Zweige io,
i i der Brücke aus verschiedenen Metallen anfertigt, wie beispielsweise aus Nickel
und Eiser oder Eisen und Platin o. dgl., so daß durch Änderung der Wärmeableitung
noch Thermoströme entstehen, die den Galv arsometerstrom verstärken.