DE362084C - Regeleinrichtung fuer elektrische Antriebe in Leonardschaltung - Google Patents

Regeleinrichtung fuer elektrische Antriebe in Leonardschaltung

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DE362084C
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    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/34—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements
    • H02P7/347—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements in which only the generator field is controlled

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Description

  • Regeleinrichtung für elektrische Antriebe in Leonardschaltung. Es ist bekannt, bei Arbeitsmaschinen in Leonardschaltung Schnellregler oder auch Eilregler und träge Regler, d. h. Regler mit Motorantrieb, anzuordnen, die bei Abweichung der tatsächlichen Geschwindigkeit, im nachstehenden »Istgeschwindigkeit« genannt, von dem durch die Steuerhebelstellung beabsichtigten Wert (»Sollgeschwindigkeit«) die Erregung der den Antriebsmotor speisenden Anlaßmaschine so beeinflussen, daß die Istgeschwindigkeit mit der Sollgeschwindigkeit in genaue Übereinstimmung kommt, also einer bestimmten Steuerhebelstellung eine ganz bestimmte Geschwindigkeit entspricht. Die Istgeschwindigkeit wird bei diesen Schaltungen dargestellt durch die Spannung einer mit dem Antriebsmotor gekuppelten konstant erregten Dynamo, der sogenannten Tourendynamo oder Tachometerdynanio, die ein Relais des Schnellreglers oder des Schaltapparates für den Reglermotor speist, also mit dieser Magnetspule einen in sich geschlossenen Stromkreis bildet. Um das Relais im Gleichgewicht zu halten, ist ein Strom erforderlich, der erst von einer bestimmten Geschwindigkeit der Tourendynamo ab erzeugt werden kann. Bei der Einstellung einer höheren Sollgeschwindigkeit wird ein Widerstand in diesem Stromkreis derart geändert, daß sich bei Übereinstimmung der Ist- und der Sollgeschwindigkeit der für das Relaisgleichgewicht erforderliche Strom ausbildet.
  • Diese bekannte Schaltung ist zwar für Papiermaschinenantriebe sehr geeignet, sie ist aber nicht bei solchen Anlagen verwendbar, die oft ein- und ausgeschaltet oder gar reversiert werden müssen, insbesondere wenn diese Antriebe auch bei geringer Geschwindigkeit und bei Nullstellung des Steuerhebels eine genaue Übereinstimmung zwischen Ist-und Sollgeschwindigkeit haben müssen, wie dies hauptsächlich bei Fördermaschinen notwendig ist. Es sind zwar auch ähnliche Schaltungen für Fördermaschinen in Leonardschaltung bereits vorgeschlagen worden, doch haben auch diese auf die Anlaßmaschiiie wirkenden Schaltungen den _N, achteil, daß sie erst von einer bestimmten Istgeschwindigkeit ab wirken und in der Nullstellung des Steuerhebels ganz abgeschaltet sind.
  • Die Fördermaschine kann bei einer derartigen Genauigkeitsschaltung, beispielsweise beim Lasteneinhängen, ohne umständliches Manövrieren mit dem Steuerhebel oder Zuhilfenahme der Bremse nicht stillgesetzt werden, weshalb auch die bekannte Retardiervorrichtung in diesem Falle die Maschine nicht bei jeder Belastung stillzusetzen vermag.
  • Durch die Erfindung soll nun eine Einrichtung geschaffen werden, bei der der von Ist-und Sollgeschwindigkeit abhängige Regler bei Fördermaschinenantrieben in Leonardschaltung auch in der 2"Tullstellung des Steuerhebels richtig wirkt, so daß eine einwandfreie Genauigkeitsschaltung für alle Geschwindikeitswerte erreicht wird. Dies läßt sich erfindungsgemäß dadurch erreichen, daß sowohl das vom Regler beeinflußte Feld der Anlaßmaschine als auch die den Regler verstellende Organe in keiner Steuerhebelstellung abgeschaltet oder in ihrer Wirkung geschwächt werden. Hierbei dürfen für die Darstellung der Ist- und Sollgeschwindigkeit nur solche Mittel benutzt werden, die einen Geschwindigkeitsvergleich auch bei INTullstellung des Steuerhebels gestatten und das die Reglerverstellung bewirkende Organ auch bei dieser Steuerhebelstellung beeinflussen.
  • Als Verstellungsorgane kommen bei Schnellreglern meist Relais- oder Magnetsysteme, bei trägen und Eilreglern Elektromotoren in Verbindung mit Schaltapparaten und Relais, oder auch Servornotoren für Druckluft oder Druckflüssigkeit in Betracht. Die Beeinflussung durch die Ist- und Sollgeschwindigkeit wird zweckmäßig diesem Organ angepaßt; z. B. ist es vorteilhaft, bei Verwendung elektrischer Mittel zur Verstellung des Reglers sowohl die Istgeschwindigkeit, als auch die Sollgeschwindigkeit durch Spannungen darzustellen und diese Spannungen auf das Vorstellungsorgan des Reglers zur' Wirkung zu bringen. Man b kann auch die Umlaufzahl. des Motors kontrollieren und bei Abweichung vom beabsichtigten Wert durch Kontaktgabe die Reglerverstellung bewirken. Statt die Istgeschwindigkeit durch die Sollgeschwindigkeit zu überwachen, ist es bei den vorgeschlagenen Einrichtungen ferner möglich, die Geschwindigkeitsänderungen, also die Beschleunigung oder Verzögerung zu kontrollieren oder eine Wega vergleichung vorzunehmen, da ja die Wege von der Geschwindigkeit abhängig sind.
  • Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens sind in der Zeichnung einige Ausführungsbeispiele der neuen Regleranordnung, und zwar für Reversierantriebe, därgestellt. Es bezeichnet a die Anlaßmaschine, die auch mit ihrem eigenen Strom kompoundiert sein kann, b den Motor, c das vom Steuerschalter d geregelte Hauptfeld der Anlaßmaschine. Der von Ist- und Sollgeschwindigkeit abhängige, mit Motorantrieb versehene Regler e ist in Abb. i. erfindungsgernäß nicht in das Feld c gelegt, sondern in ein besonderes Feld f der Anlaßmaschine, das vom Steuerhebel d nicht reguliert, also auch in der Nullstellung desselben nicht abgeschaltet wird. Die Ist-- schwindigkeit wird bei diesem Beispiel darge gestellt durch die Spannung der vom Motor angetriebenen, konstant erregten Dynamo g, wobei es zweckmäßig ist, deren Feld zur Vermeidung unnötiger Erwärmung während der Stillstandsperioden zu schwächen oder abzuschalten, bei Fördermaschinen etwa gleichzeitig beim Auflegen der Bremse. Die Istspannung könnte in bekannter Weise statt einer Tourendynamo g auch dem Motor b selbst mittels einer besonderen Wicklung oder einer Brückenschaltung entnommen werden. Für die der Sollgeschwindigkeit entsprechende Spannung dient die Spannung einer mit mö - 9 lichst konstanter Tourenzahl angetriebenen Dynamo lt, deren frernderregtes Feld am besten durch einen besonderen, mit dem Steuerhebel gekuppelten Steuerschalter geregelt wird. In den meisten Fällen wird es jedoch genügen, das Feld der Dynamo h parallel oder hintereinander zu dem Haupterregerfeld c der Anlaßmaschine zu schalten, wie dies in der Abb. i angedeutet ist. Die Tourendynamo g speist die Spule i und die Dynamomaschine k die Spule k eines mit einer Kontaktvorrichtung 1 versehenen Differentialrelais o, das als elektromagnetische Wage gezeichnet ist und zur Polarisierung seiner Magnete eine Grunderregung o' besitzt. Die Spule k könnte bei entsprechender Bemessung ihrer Windungen auch direkt vom Strom des Feldes c oder einem Teilstrom desselben durchflossen werden. Sind die Erregungen i und k gleich, so spielt die Kontaktzunge frei zwischen den Kontakten. - Beim Überwiegen der einen oder anderen Erregung schlägt sie nach der entsprechenden Seite aus, wodurch der Antriebsmotor m des Reglers unmittelbar oder im gezeichneten Falle unter Vermittlung eines Relais it in dem einen oder anderen Sinne eingeschaltet wird. Der Regler e wird auf diese an sich bekannte Weise beim Ab- weichen der Ist- von der Sollgeschwindigkeit selbsttätig verstellt. Sobald eine Angleichung der Geschwindigkeit erfolgt ist, wird der Reglermotor durch das Differentialrelais wieder ausgeschaltet.
  • Um ein Überregelieren und damit Pendeln der Einrichtung, das namentlich beim Steuern in der Nähe der 'Nullstellung eintreten kann, nach Möglichkeit zu vermeiden, kann gleichzeitig beim Einschalten des Reglermotors m ein kleiner Widerstand p im Feldstromkreis f kurzgeschlossen werden, wodurch Feld f vorübergehend verstärkt und der Regler praktisch nur so weit verstellt wird, wie es für den neuen Erre-Ungszustand der Anlaßmaschine nach dem Abklingen des während des Angleichungsvorganges auftretenden Beschleunigungs- oder Verzögerungsstromes erforderlich ist. Das vorübergehende Kurzschließen des Widerstandes p wirkt sowohl richtig, wenn die Anlaßmaschine auf den Motor arbeitet und die Istgeschwindigkeit hinter der Sollgeschwindigkeit zurückbleibt, als auch, wenn der Motor auf die Anlaßmaschine zurückarbeitet und die Istgeschwindigkeit höher ist als die Sollgeschwindigkeit. Beide Fälle sind gerade beim Stillsetzen des Motors, also in der 'Nähe der --\Tullstellung des Steuerhebels, möglich. Statt der Verstärkung des Feldes f kann durch vorübergehende Schaltung von Widerständen eine Erhöhung der die Istgeschwindigkeit darstellenden Spannung bzw. Erniedrigung der die Sollgeschwindigkeit darstellenden Spannung oder der Stromstärken der Spule i bzw. k erfolgen.
  • Da der Regler nach Stillsetzung der Maschine in der Lage stehenbleibt, die der zur Erreichung der Stillsetzung erforderlichen Zusatzerregung der Anlaßmaschine entspricht, so ist es insbesondere bei Fördermaschinen erwünscht, den Regler in der Pause vor dem nächsten Zug in seine Mittelstellung zurückzuführen. Erfindungsgemäß geschieht dies durch das den Regler verstellende Organ selbst, indem im dargestellten Beispiel der Motor m durch die im Relais angebrachten Hilfskontaktschienen q bei Betätigung des Hebels r Strom im Sinne der erforderlichen Bewegung erhält. Der Schalter r ist dabei zweckmäßig mit dem Steuerhebel so verriegelt, daß ersterer nur bei Nullstellung des Steuerhebels eingelegt und der Steuerhebel nur bei offenem Schalter r bewegt werden kann. Bei Fördertnaschinen ist bekanntlich der Bremshebel in diesem Sinne mit dem Steuerhebel verriegelt, so daß hier der mit entsprechenden Kontakten versehene Bremshebel den Hebel r ersetzen kann. Auch könnte statt eines besonderen Hebels eine besondere Bewegung des Steuerhebels, etwa eine Querbewegung in der Nullstellung, zu diesem Schaltvorgang benutzt werden, wobei durch eine entsprechende Gestaltung des Führungsschlitzes im Steuerbock für die gewünschte Zusammensetzung mit der Steuerbewegung gesorgt werden kann. Besitzt die Anlaßmaschine für ihre Erregung eine besondere Erregermaschine, so wird diese zweckmäßig mit einem durch den Steuerhebel beeinflußten iFeld und einem durch den Selbstregier beeinflußten Zusatzfeld versehen. Es kann aber auch beispielsweise das Hauptfeld der Anlaßmaschine indirekt durch eine besondere Erregermaschine gespeist werden, deren Feld in normaler Weise durch den Steuerhebel beeinflußt wird, während der Selbstregler direkt auf ein Zusatzfeld der Anlaßmaschine arbeitet.
  • - Die selbsttätige Regeleinrichtung nach AU). i wirkt auch bei allen Steuerhebelstellungen, also insbesondere in der 2,Zullstellung, richtig, wenn Feld c der Anlaßmaschine fehlt -und diese mir das vom Selbstregler beeinflußte Feld f besitzt, wobei die Hilfsmaschine h bzw. die Spule k direkt vom Steuerapparat geregelt wird-, denn für die Wirkungsweise der Einrichtung ist es gleichgültig, ob die Abweichung der Ist- von der Sollgeschwindigkeit durch eine willkürlich bzw. automatisch (z.B. bei Fördermaschinen von Anlaß- oder Retardiervorrichtungen) bewirkte Steuerhebelverstellung verursacht wird oder ob die Istgeschwindigkeit infolge äußerer Einflüsse (wie Belastungsänderung des Antriebsmotors oder Tourenänderung der Anlaßmaschine) sich ändert. Der selbsttätige Regler wird stets bei einer eintretenden Differenz im richtigen Sinne die Erregung der Anlaßmaschine ändern und dann die beabsichtigte Geschwindigkeit konstant halten.
  • In Abb. 2 ist angenommen, daß die Anlaßmaschinenerregung nur von dem Selbstregler e beeinflußt wird, und zwar nicht direkt, sondern unter Zwischenschaltung einer besonders angetriebenen oder mit der Anlaßmaschine ,gekuppelten Hilfserregermaschine s, die zur Entlastung des Reglers e noch mit dem Anlaßmaschinenstrom kompoundiert sein kann. Die Istgeschwindigkeit ist wieder durch die Spannung der Tourendynamo g dargestellt, die Sollgeschwindigkeit durch die mit dem Steuerhebelausschlag veränderliche Anzapfspannung des an konstanter Spannung liegenden Steuerwiderstandes d. Beide Spannungen sind in einem Stromkreis gegeneinandergeschaltet, in dem eine Spulengruppe il des mit einer konstanten , Erregung kl vorgesehenen Relais t liegt. Stimmt die Ist- mit der Sollgeschwindigkeit überein, so fließt in diesem Spulenkreis il kein Strom, und die Kontaktzunge o' des Relais spielt frei zwischen den Kontakten. Bei Abweichung der Istgeschwindigkeit von dem durch die Steuerhebeleinstellung beabsichtigten Wert wird, wie oben, der Reglermotor in eingeschaltet. In der Nullstellung des Steuerhebels wird der Ankerstromkreis von g über il durch die entsprechend breit gewählten Steuerapparatkontakte in sich geschlossen, so daß der Regler in dieser Steuerhebelstellung bei einer etwa noch vorhandenen Istgeschwindigkeit durch letztere so lan-e verstellt werden kann, bis der Motor b stillsteht. Als Sollspannung kann bei dieser Schaltung auch ähnlich der Schaltung Abb. i die Spannung einer Hilfsdynai-no benutzt werden, wobei der Steuerapparat sehr klein ausfallen wird.
  • Bei Verwendung von Selbstreglern ist es zweckmäßig, eine um so höhere Reguliergeschwindigkeit anzuwenden, je größer die .Abweichung zwischen -Ist- und Sollgeschwindigkeit ist. In Abb. 2 ist eine Ausführungsmöglichkeit mit dargestellt. - Da die Kontaktzunge 02 um so weiter ausschlägt, je größer die Spannungsdifferenz zwischen g und d ist, sind nachgiebige Druckkontakte o3 angeordnet, die mit den Endkontakten o" über Widerstände o1' verbunden sind. Bei geringer Ab- weichung zwischen Ist- und Sollgesch-windigkeit legt sich o' gegen die Kontakte o3, ohne diese an die Kontakte o4 anzudrücken; bei großer Abweichung erfolgt Kontaktschluß zwischen o' und ol, also Überbrückung des Widerstandes o2' und damit die Einschaltung des Motors ;it auf eine höhere Tourenzahl als im ersteren Fal-le. Statt einer einzigen Zwischenkontaktreihe o3 können natürlich mehrere angeordnet sein. Um ein Überregulieren zu vermeiden, können ähnliche Schaltungen, wie bei Abb. i beschrieben, angewendet werden.
  • In Abb. 3 ist ein Schnellregler, System Tirrill, für die Regeleinrichtung verwendet, und zwar beeinflußt er unter Zwischenschaltung einer Hilfsmaschine s das Zusatzfeld f der Anlaßmaschine. Das Feld s' der Hilfsniaschines wird in bekannter Weise von dem Tirrillregler überwacht. Das Zitterrelais ul des letzteren wird durch einen Magnetkern betätigt, der eine an die Ankerklemmen der Hilfsmaschine s angeschlossene Wicklung u3 trägt. Außerdem besitzen sowohl dieser Magrietkern als auch die Feldmagnete der Maschine s eine zweite Wicklung ul bzw. s', die für die vorliegende Erfindung von untergeordreter Bedeutung ist. Das den Schnellregler verstellende labile Relais u' besitzt eine Grunderregung v, die für sich allein das System im Gleichgewicht hält, und ferner eine von Ist- und Sollgesch-,vindigkeit abhängige Spule w, die im Stromkreis der Tourendynamo g liegt. Als Sollspannung wird die Spannung am Hauptfeld der Anlaßmaschine benutzt, da diese Spannung einen Maßstab für die mIt dem Steuerhebel eingestellte Sollgeschwindigkeit bildet. Die Tourendynamo g ist dieser Spannung entgegen geschaltet. Ist eine Differenz zwischen Ist- und Sollgeschwindigkeit vorhanden, so fließt durch w ein Strom, und es wird der Kern des Relais u' nach dem bekannten Schnellreglerprinzip so lange verstellt, bis die dadurch eintretende Änderung des Taktverhältnisses ' und die Änderung der Einschaltdauer des Widerstandes te' in dem Feldstromkreis des Motors eine solche Änderung der Spannung des Motors s und damit der Erregung der Anlaßmaschine a bewirkt, daß infolge der dann eintretenden Tourenänderung des Motors b der Strom in der Spule w null wird. Mit anderen Worten: der Schnellregler reguliert bei dieser Schaltung auf eine Übereinstimmung zwischen Ist-und Sollgeschwindigkeit, und zwar bei allen Steuerhebelstellungen.
  • Zur Verhinderung von Überregulierungen und Pendelungen, die bei plötzlichen größeren Delastungsänderungen eintreten könnten, dient hier das Dämpfungsrelais r11, dessen Spule mit im Ankerstromkreis der Tourendynamo g liegt. Es schließt seinen Kontakt und damit beispielsweise den Widerstand p im Feldstromkreis f, kurz, sobald in seiner Spule ein Strom fließt, sobald also die Istgeschwindigkeit von der Sollgeschwindigkeit abweicht. Durch Einstellung der Relaisankerfeder fl hat man die Möglichkeit, das Relais r" erst bei größeren Abweichungen der Ist- von der Sollgeschwindigkeit ansprechen zu lassen.
  • Es ist oft erwünscht, die Hilfsmaschine s nach Stillsetzung des Motors b auf Niullspannung zu bringen. Hierzu dient eine weitere Spule x des Relais u2, die mittels eines besonderen Schalters y, der zweckmäßig durch eine Querbewegung des Steuerhebels in der "Nullstellung betätigt werden oder bei Förderniaschinen vorteilhaft mit dem Bremshebel gekuppelt sein kann, an,die Klemmenspannung der Maschine s gelegt wird. Da nach der Stillsetzung des Antriebes in w kein Strom fließt, so wird der Schnellregler durch das ihn verstellende Organ selbst auf eine Lage zurückgeführt, bei der der Strom in x und damit die Spannung von s null ist.
  • Soll die Anlaßmaschine nur durch den Schnellregler beeinflußt werden, so ist die Steuerapparatschaltung (Abb. 2) zu verwenden. Will man die Schnelligkeit der Wirkung im Sinne einer Erhöhung der Regelgeschwindigkeit bei größerer Diff erenz zwischen Ist-und Sollgeschwindigkeit beeinflussen, so ist die Dämpfung des Magnetsysteins ul derart zu verstellen, daß sie um so geringer wird, je größer der Strom der Tourendynamo ist.
  • Bei den Schaltungen (Abb.:2 und 3) wird der Strom in der von Ist- und Sollgeschwindigkeit abhängigen Relaisspule bei Übereinstimmung der Geschwindigkeiten null. Es kann die Schaltung auch so getroffen werden, (laß in diesem Falle ein bei allen Steuerhebelstellungen, also auch bei Nullstellung, gleichbleibender Strom die Spule durchfließt, wobei dann die Grunderregung des Relais wegfallen kann. Abb. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel hierzu, und zwar für die Schnellregleranordnung nach Abb. 3. Die Spule v des labilen Relais ul fällt weg. Spule w liegt, wie in Abb. 4 angedeutet, an der konstanten Sammelschienenspannung; in ihren Stromkreis ist die Tourendynamo g geschaltet und außerdem ein Regler z gelegt, der mit dem Steuerapparat d der Abb. 3 gekuppelt oder vereinigt ist bzw., falls die Anlaßdynamo nur das Feld f besitzt, vom Steuerhebel direkt verstellt wird. Der Strom in der Spule w ist damit abhängig von der Ist- und von der Sollgeschwindigkeit. Da sich die Spannung von g je nach der Drehrichtung des Reversiermotors b zur Sammelschienenspannung addieren und subtrahieren kann, muß ihr maximaler Wert bei der Schaltung (Abb. 4) kleiner sein als die Sammelschienenspannung. In der gezeichneten Nullstellung des Reglers z muß der Widerstand w'-so bemessen sein, daß bei Stillstand des Motors b ein Strom durch w fließt, der das Relais u2 im Gleichgewicht hält. Bewegt sich der Motor b bei Nullstellung des Steuerhebels noch, so bewirkt die dann vorhandene Spannung von g eine Veränderung des Spulenstromes und damit, wie oben, eine Verstellung des Schnellreglers. Dasselbe tritt bei jeder Steuerhebelstellung ein, sobald die Istgeschwindigkeit von dem durch die Steuerhebelstellung gegebenen Wert abweicht. Die Widerstände wl- und w2 sind dabei zweckmäßig so abzustufen, daß die Geschwindigkeit nach jeder Seite proportional mit dem Steuerhebelausschlag wächst.
  • Abb. 5 zeigt eine Einrichtung, die an Stelle der Tourendynamo g benutzt werden kann, uin die Umlaufzahl des Motors b zu über-,vachen und bei Abweichung vom# richtigen Wert eine Korrektion mittels eines mit Motorantrieb in versehenen Reglers herbeizuführen. Die Scheibe al mit den Kontakten bl und bl wird in beliebiger Übersetzung von der Welle des Motors b angetrieben. Der Kontaktarm c' wird von der Welle des Motors el durch Re ' ibung mitgenommen; der Strom wird dem Kontakt cl und den Kontakten an der Scheibe al durch Schleifringe zugeführt. Der Motor el wird durch den mit dem Steuerhebel verbundenen Steuerapparat d' derart geregelt, daß seine Tourenzahl proportional dem Sollwert der Geschwindigkeit ist. Bleibt beispielsweise bei dem ein 'gezeichneten Drehsinn der Scheibe al die Istgeschwindigkeit t) hinter der Sollgeschwindigkeit zurück, so kommt cl mit den Kontakten b' in Berührung, und in wird für denjenigen Drehsinn eingeschaltet, der eine Erhöhung der Istgeschwindigkeit bewirkt. Zur Verhinderung einer Überregulierung kann gleichzeitig mit dem Motor m der Widerstand p (Abb. i) geschaltet werden, etwa durch ein Schütz g'. Ferner können die Kontakte bl- und b2 ähnlich den Kontakten o3 und o4 (Abb. 2-) als unterteilte Druckkontakte angeordnet sein, um die Reguliergeschwindigkeit des Reglerinotors mit wachsender Abweichung der Istvon der Sollgeschwindigkeit zu erhöhen.
  • Vorstehend sind elektrische Re-elmethoden k2 zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens beschrieben, es lassen sich jedoch beispiels--weise auch die bekannten, mit Druckflüssigkeit arbeitenden Sicherheits- und Regelapparate so modifizieren, daß sie den selbsttätigen Regler auch bei Nullstellung des Steuerhebels beeinflussen können.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE. i. Regeleinrichtung für elektrische Antriebe in Leonardschaltung mit einem von Ist- und Sollgeschwindigkeit abhängigen Regler, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das vom Regler beeinflußte Maschinenfeld als auch die den Regler verstellenden Organe in keiner Steuerhebelstellung abgeschaltet oder in ihrer Wirkung geschwächt werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaßmaschine oder ihre Erregermaschine ein vom Steuerhebel beeinflußtes Hauptfeld und ein vom Selbstregler beeinflußtes Zusatzfeld besitzt. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaßmaschine nur ein vom Selbstregler direkt oder indirekt beeinflußtes Feld besitzt. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Ist- und Sollgeschwindigkeit je eine Spule eines Differentialinstrumentes beeinflussen, das die Reglerverstellung bewirkt. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Ist- und Sollgeschwindigkeit durch Spannungen dargestellt sind, die in einem auch das den Regler verstellende Relais enthaltenden Stromkreis gegeneinandergeschaltet sind. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Abmessungen so gewählt werden, daß bei Übereinstimmung zwischen Ist- und Sollgeschwindigkeit die gegeneinandergeschalteten Spannungen sich aufheben. 7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Dieb Sollgeschwindigkeit durch die Spannung des vom Steuerapparat geregelten Hauptfeldes der Anlaßmaschine dargestellt wird. 8. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Istgeschwindigkeit darstellende Spannung mit einem an konstanter Spannung liegenden Stromkreis zusammengeschaltet ist, in dem das den Regler verstellende Relais und ein vom Steuerhebel abhängiger Regler liegt, wobei der bei Übereinstimmung zwischen Ist- und Sollgeschwindigkeit in diesem Stromkreis auftretende Strom das Relais im Gleichgewicht hält. g. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler bei Kontakt zwischen einer mit der Fördermotorwelle umlaufenden Kontaktstelle und einem entsprechend der Sollgeschwindigkeit rotierenden Gegenkontakt im Sinne der dann erforderlichen Geschwindigkeitsangleichung verstellt wird. io. Einrichtung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei jeder Reglerverstellung vorübergehend eine Verstärkung des vom Regler beeinflußten Anlaßmaschinenfeldes oder eine Erhöhung der die Istgeschwindigkeit bzw. Erniedrigung der die Sollgeschwindigkeit darstellenden Spannung stattfindet. i i. Einrichtung nach Anspruch i bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler um so schneller verstellt wird, je größer die Differenz zwischen Ist- und Sollgeschwindigkeit ist. 12. Einrichtung nach Anspruch i bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß das den Regler verstellende Organ den Regler durch eine besondere Schaltbewegung, die zweckmäßig nur bei Nullstellung des Steuerliebels möglich ist, in seine Mittelstellung zurückführt. 13. Einrichtung nach Anspruch 1:2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückfüh- rung in die Mittelstellung durch einen be- sonderen Hebel, zweckmäßig durch den Bremshebel, herbeigeführt wird.
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