DE362305C - Vorrichtung, um an Vorschaelern und Pflugkoerpern das Hochschieben und Haengenbleiben von langfaserigem Dung zu vermeiden - Google Patents
Vorrichtung, um an Vorschaelern und Pflugkoerpern das Hochschieben und Haengenbleiben von langfaserigem Dung zu vermeidenInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B17/00—Ploughs with special additional arrangements, e.g. means for putting manure under the soil, clod-crushers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH "'*"*''
AUSGEGEBEN
AM 28. OKTOBER 1922
AM 28. OKTOBER 1922
R E ICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 362305 KLASSE 45 a GRUPPE 16
(ΚΊ34Ί6ΙΙΙ\45^)
· Hans Kauffmann in München.
Vorrichtung, um an Vorschälern und Pflugkörpern das Hochschieben und Hängenbleiben
von langfaserigem Dung zu vermeiden.
Das Unterpflügen von Dung, namentlich von j halmen und Strohbündeln an dem Halteeisen
langfaserigem, trockenem Stroh, bietet sowohl ! bzw. der »Brust« des Pflugkörpers sicher zu
bei Gespann- als auch bei Motorpflügen noch : verhindern.
immer Schwierigkeiten, weil es bisher nicht : Werden sogenannte Vorschneider oderDunggelungen
ist, das Hängenbleiben von Stroh- I unterleger angebracht, so bleiben die Stroh-
S62305
bündel an diesen hängen. Der Grund hierfür liegt darin, daß Pflugkörper und die Vorschneider
bzw. Dungunterleger noch keineswegs für den Vorgang, der sich beim Dungunterpflügen
abspielt, die zweckmäßigste Form .besitzen.
In Abb. ι ist ein normaler Pflugkörper mit einem Vorschneider 'dargestellt. Der Vorgang,
der sich beim Unterpflügen von langfaserigem, trockenem· Stroh abspielt, ist folgender:
Der auf dem' Acker liegende, in Abb. ι im
Querschnitt ersichtliche und in Abb. 2 Airch die punktierte Linie angedeutete Strohhalm a
wird von der Schneide des Vorschneiders erfaßt, wobei die 'beiden Enden b, c, wie in
Abb. 2 strichpunktiert angedeeutet, zurückgebogen werden. Das Ende b des Strohhalmes
wird 'durch die am Streichblech bzw. Riester des Pflugkörpers oder des Vorschneiders
hochgeschobene Erde mehr oder weniger überschüttet. Die Folge hiervon ist, daß dieses
von Erde überschüttete Ende b mit der Erde zurückbleiben will, so daß beim Vorwärtsziehen
des Pflugkörpers bziw. des Vorschneiders in Richtung des Pfeiles 1 (Abb. 2) das
andere Ende c des Strohhalmes um die vordere Kante bzw. Schneide 0 herumgezogen
wird. Und hier liegt der erste Grund des Verschoppens, weil der in Abb. 2 veranschaulichte
Schnitt A-B der Pflugkörper oder des Vorschneiderhalters ibei 0 eine scharfe
Schneide bildet, an welcher der Strohhalm (durch die hochkommende Ende mehr oder
weniger stark gegen die Schneide gedrückt) \ naturgemäß abknickt. Die Folge hiervon ist,
daß das Herumziehen des Endes c naturgemäß um diese Schneide 0 (namentlich, wenn man j
bedenkt, daß die Erde fortwährend von vorn i gegen diese ,Schneide dränigt) verhältnismäßig '
viel Kraft erfordert. " . ;
Dieser prinzipielle Fehler kann in einfacher Weise 'dadurch behoben wenden, wenn nur der
unterste in die Erde eingreifende Teil des Pflugkörpers oder des Vorschneiders als
eigentliche Schneide ausgebildet ist, während im oberen Teil, wie aus Abb. 3 ersichtlich, die
Brust bzw. das Halteeisen c so geformt ist, ■daß hier eine halbrunde Fläche (vgl. Abb. 3)
entsteht, an welcher 1. der bzw. die Strohhalme überhaupt nicht scharf abknicken können,
und an welcher 2. (namentlich, wenn diese Fläche von Haus aus glattpoliert ist) das Herumziehen des Endes c ungleich weniger
Widerstand bietet, als bei der bisher üblichen Ausführung nach Abb. 2.
Das bisher unvermeidliche »Verschoppen«
hat aber noch einen aweiten Grund: Weil idas
Halteeisen bzw. die »Brust« des Vorschneiders senkrecht nach oben verläuft" oder gar
einen nach rückwärts spitzen. Winkel α (Abb. 1) zur Vertikalen bildet, hat jeder
Strohhalm, welcher sich quer vor das Halteeisen legt, das Bestreben, an diesem Halteeisen
beim Vorziehen des Vorschneiders nach oben zu gleiten. Dieses Bestreben ist um so
größer, je größer 'der Winkel α ist. Praktisch
ist dieses Hochschieben um so begreiflicher, ! wenn man bedenkt, daß die am Pflugkörper
! bzw. am Vorschneider hochkommende Erde j die einzelnen sehr leichten Strohhalme ohnedies
schon nach oben schiebt. Gerade dieser Vorgang muß aber als das Grundübel bezeichnet
werden. Denn sobald der Strohhalm so weit hochgeschoben ist, daß das rechte Ende b
(vgl. Abb. 2 und 3) nicht mehr vor dem Streichblech d, sondern über bzw. hinter demselben
liegt (vgl. Albb. 1), wird dieses Ende
nicht mehr von Erde überschüttet; dieses Ende b bleibt also nicht mehr mit der Ackererde
zurück, und das andere Ende c wird infolgedessen -auch nicht mehr nachgezogen.
Dies ist der Anfang des Verschoppens, denn mehrere Strohhalme folgen, bis der ganze
Raum zwischen dem Vorschneider und dem Grindel ausgefüllt ist.
Es sei an dieser Stelle gleich erwähnt, daß die Verwendung von läingeren Halteeisen bzw.
Brüsten, wie dies namentlich bei Motorpflügen üblich geworden ist, an diesem eben beschriebenen
Mißstand im Prinzip nichts ändert; es wird nur der Raum, in welchem die Strohbündel
sich ansammieln, vergrößert und das Ausstoßen erleichtert, idas Hängenbleiben und
Verstopfen selbst wird aber'nicht verhindert.
Um diesen Mißstand im Prinzip zu beseitigen, ist es notwendig, dafür zu sorgen, .daß
der geknickte (Strohhalm an dem Halteeisen nicht nach oben entiweichen kann, sondern womöglich
immer eher nach unten gedrängt wird, so daß das rechts zurückgebogene
Ende b des Strohhalmes mit der Erde immer . in möglichst .inniger Fühlung bleibt und von
der Erde möglichst intensiv überschüttet wird.
Dies läßt sich praktisch sehr einfach erreichen, wenn das Halteeisen c bzw. die Brust
des Vorschneiders in der aus Abb. 4 ersichtlichen Form mit einem halbrund vorstehenden
Ansatz d so versehen ist, daß die untere in die Ende eingreifende Schneide nach oben
etwa zu einem Halbkreis ergänzt wird, wobei der untere Viertelkreis eine scharfe Schneide
bildet, der obere Viertelkreis dagegen, wie aus Abb. 3 im Querschnitt ersichtlich, stark
abgerundet und glatttpoliert ist.
Wird klein Vorschneider verwendet, so muß die Brust des Pflugkörpers in der gleichen
Weise ausgebildet werden, wie beim Vorschneider ader der Grindel e, wie dies
z. B. in Albib. 5 veranschaulicht ist, in an'· sich bekannter Weise vor dem Pflugkörper nach
oben ausgekröpft werden. Der zwischen Grindel
und Streichblech vor der Brust entstehende rechteckige Raum (in welchem sich die Strohibündel leicht festsetzen) muß je- |
doch in geeigneter Weise überbrückt werden, j Besonders einfach und ohne Änderung des !
Pfhigkörpere läßt sich dies erreichen, wenn am Grindel oder an der Pflugbrust eine rund
gebogene Rinne f, wie aus Abb. 5 ersichlich,
to aus genügend starkem, glattem Blech angeordnet wind. Da der untere - in den Acker
eingreifende Teil als Schneide wirken muß und die Furchentiefe verschieden ist, wird
diese Blechrinne zweckmäßig in der Höhe verstellbar ausgebildet, z. B. mit mehreren
Löchern g versehen und am Grindel mittels Steckstifte oder Splinte so befestigt, daß für
jede Furchentiefe die untere Kante h der Rinne nicht ganz bis an die obere Kante der
Ackeroberfläche reicht. Diese Blechrinne wind nur zum Dungunterpflügen aufgesetzt
und bei Saatpflügen abgenommen.
An der Stelle der Rinne kann auch irgend- i eine andere Einrichtung getroffen werden, I
evtl.* die Brust, ähnlich wie bein* Vorschnei- j
der !beschrieben) so ausgebildet sein, idaß: der j
unten in den Acker eingreifende viertelkreisförmige Teil eine ,Schneide hat tind der über
dem Acker liegende viertelkreisförmige Teil der Brust bis zur Eingriffsstelle abgerundet
und glattpoliert ist. Vor dem Pflugkörper noch oben abgekröpfte oder halbrund gebogene j
Grindel sind allerdings bekannt, jedoch ist \ bisher das Streichblech immer bis zum oberen
Ende als Schneide ausgebildet, an welcher die Strohhalme, wie in Abb. 2 dargestellt, abknicken.
Außerdem steht diese Schneide auch immer etwas über dem Grindel vor (vgl. Abb. 2) und ist der über dem Acker liegende
Teil nicht, wie in Abb. 3 dargestellt, ausgebildet, weshalb auch an diesem bekannten
Grindel die Strohhalme abknicken and hängenbleiben.
Wird dagegen der Grindel nach Abb. 3 und 5 ausgebildet, so kann' ein Abknicken
nicht eintreten, die Strohhalme bleiben nicht hängen und können nicht mehr nach oben abgeschoben
werden, sondern werden umgekehrt immler wieder nach unten gegen die Ende zu
gedrückt.
Eine noch mögliche dritte Verbesserung des Vorschoeiders besteht ,darin, 'daß das
Streichblech des Vorschneiders (wie aus Abb. 4 ersichtlich) möglichst hoch und ähnlich
wie bei den Wendepflügen so nach oben ergänzt (wird, daß die sich vor das Streichblech
legenden Enden b der Strohhalme praktisch womöglich überhaupt niemals hinter das
Streichblech zu liegen kommen können, evtl. kann auch oben am Pflugkörperstreichblech
(Abb. 5) eine solche Ergänzung angeschraubt werden.
Bei einem in der oben beschriebenen Weise ausgebildeten Vorschneider bzw. Pflugkörper
sind die Vorbedingungen für ein Hängenbleiben der Strohhalme auf ein Minimum reduziert
und läßt sich auch bei niederen Grindeln ein Versohoppen verhindern.
Claims (2)
1. Vorrichtung, um an Vorschälern und Pflugkörpern das Hochschieben und Hängenbleiben
von langfaserigem Dung zu vermeiden, dadurch gekennzeichnet, daß an ,der aus der Furche herausragenden
Schneide des Vorschälers oder Pflugkörpers ein viertelkreisförmig vorgebogener, im Querschnitt halbrunder Ansatz (rf1) so
angeordnet wird, daß die auf dem Acker lose Hegenden Strohhalme beimAuftreffen an diesem aus der Furche herausragenden
Teil des Vorschälers nicht nach oben ausweichen, sondern, ohne zu knicken, so lange
an der Auftreffstelle gehalten wenden, bis sie vom stürzenden Erdbällen bedeckt und
somit von idem im Querschnitt runden'Ansatz leicht seitlich abgezogen werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, insbesondere für Gespannpflugkörper, welche
mittels kurzer Brust senkrecht ,am Grindel go
angeschraubt werden, dadurch !gekennzeichnet, daß der im hinteren Teil gerade
Grindel über der aus der Furche herausragenden Schneide so viertelkreisför.miig
ausgebogen und der Hohlraum zwischen dem oberen Ende der Schneide, der Brust und demGrindel z.B. durch eine Rinne(/)
o. dgl. so überbrückt bzw. so ausgefüllt wind, idaß »durch diese Rinne..(/) o. dgl.
und den ausgebogenen Grindel die gleiche Wirkung erzielt wird wie durch den Ansatz
(d1).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK73476D DE362305C (de) | 1920-06-20 | 1920-06-20 | Vorrichtung, um an Vorschaelern und Pflugkoerpern das Hochschieben und Haengenbleiben von langfaserigem Dung zu vermeiden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK73476D DE362305C (de) | 1920-06-20 | 1920-06-20 | Vorrichtung, um an Vorschaelern und Pflugkoerpern das Hochschieben und Haengenbleiben von langfaserigem Dung zu vermeiden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE362305C true DE362305C (de) | 1922-10-28 |
Family
ID=7232350
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK73476D Expired DE362305C (de) | 1920-06-20 | 1920-06-20 | Vorrichtung, um an Vorschaelern und Pflugkoerpern das Hochschieben und Haengenbleiben von langfaserigem Dung zu vermeiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE362305C (de) |
-
1920
- 1920-06-20 DE DEK73476D patent/DE362305C/de not_active Expired
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