DE3627123C2 - Flüssigkeitsniveaugeber - Google Patents
FlüssigkeitsniveaugeberInfo
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- G01F23/30—Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Flüssigkeitsniveau
geber mit einem einen Schwimmer tragenden, in einem
Gehäuse mittels einer Welle schwenkbar gelagerten Hebel,
welcher in dem Gehäuse mit einem bei einer Schwenkbewe
gung des Hebels entlang einer Widerstandsbahn bewegbaren
Schleifkontakt in Wirkverbindung steht und der mit einer
Dämpfungseinrichtung versehen ist, durch die die Dreh
bewegungen der Welle dämpfbar sind. Solche Flüssigkeits
niveaugeber werden allgemein in Kraftfahrzeugtanks ein
gebaut und sind deshalb bekannt.
Bei solchen Flüssigkeitsniveaugebern besteht das Pro
blem, daß der Kraftstoff im Kraftstofftank durch Fahr
bahnstöße hin und her schwappt. Um ein Hin- und Herbewe
gen des Zeigers der Füllstandsanzeige zu vermeiden, muß
man deshalb eine Dämpfung vorsehen. Diese soll besonders
bei schnellen Bewegungen wirksam sein, da der Zeiger
sonst bei einem Starten eines Kraftfahrzeugs unerwünscht
lange braucht, um bis zum richtigen Füllstandswert anzu
steigen. Auch während einer Kurvenfahrt oder Beschleuni
gungs- und Bremsphasen kommt es zu einer Verlagerung des
Tankinhalts und dadurch meist zu einer zu hohen Füll
standsanzeige, die nach Fortfall des Störeinflusses
möglichst rasch auf den richtigen Wert absinken soll.
In der Literatur ist bereits ein Flüssigkeitsniveaugeber
beschrieben, bei dem an dem den Schwimmer tragenden Hebel
eine einen Dämpfungskolben tragende Stange angelenkt ist.
Dieser Dämpfungskolben vermag sich in einem nach oben und
unten offenen Zylinder zu bewegen. Dadurch vermag der
Kraftstoff im Kraftstofftank in diesen Zylinder zu
gelangen und als Dämpfungsflüssigkeit zu wirken.
Nachteilig bei einer solchen Dämpfungseinrichtung ist es
jedoch, daß bei geringem Tankinhalt das Kraftstoffniveau
so gering ist, daß der Zylinder nicht mehr oder nicht
ausreichend mit Kraftstoff gefüllt ist und somit die
Schwimmerbewegungen nicht mehr oder nur noch geringfügig
gedämpft werden können. Gerade bei geringen Füllständen
ist jedoch eine möglichst genaue Füllstandsanzeige wichtig,
weil gerade dann die Gefahr besteht, daß der
Kraftstofftank leergefahren wird.
Aus der US-PS 42 29 973 ist ein Flüssigkeitsniveaugeber
der eingangs genannten Art bekannt. Ein Ende der Welle ragt
dabei in eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer des
Gehäuses. Auf der Welle sind radial gerichtete Flügel
angeordnet, die bei Drehung der Welle durch die
Flüssigkeit geführt werden und diese
durch einen Spalt zwischen den Flügeln und der Wand
des Gehäuses hindurch verdrängen. Die Dämpfung erfolgt
dabei nicht durch Reibung zwischen zwei aneinander
liegenden Bauteilen, sondern durch den Widerstand
beim Hindurchdrängen der Flüssigkeit durch den
engen Spalt.
Weiterhin ist aus der DE-OS 34 13 468 eine
Dämpfungseinrichtung für Niveaumeßgeräte bekannt, bei
denen die Auftriebskraft eines Verdrängerkörpers erfaßt
wird. Der Verdrängerkörper bildet zusammen mit seiner
Aufhängung ein senkrecht ausgerichtetes Feder-Masse-
System. Durch verfahrensbedingte Stöße oder Schläge auf
den Verdrängerkörper wird das Feder-Masse-System zu
senkrechten Schwingungen angeregt, die das Meßergebnis
verfälschen. Zur Dämpfung der Bewegungen des
Verdrängerkörpers kann eine Abbremsung durch Gleitreibung
zwischen bewegten und ortsfesten Teilen vorgesehen werden.
Die entstehende Hysterese führt jedoch zu einem nicht
tragbaren Verlust an Genauigkeit.
Aus "Lueger, Lexikon der Technik", Band 1,
Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1960, sind
Reibbremsen bekannt, die die mechanische Reibung
zwischen einem beweglichen und einem feststehenden
Bremselement zur Bremsung ausnutzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Flüssigkeitsniveaugeber der eingangs genannten Art derart
zu gestalten, daß mit möglichst geringem Aufwand eine
zuverlässige Dämpfung auch bei geringem
Flüssigkeitsniveau erzielbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Welle mit einer Reibbremse als
Dämpfungseinrichtung verbunden ist, wobei die Reibbremse
ein feststehendes und ein dagegen verdrehbares
Bauteil umfaßt, wobei die Bauteile bei Verdrehung
durch Reibung aneinander die Drehbewegung der Welle abbremsen.
Durch diese einfache Gestaltung ergibt sich mit sehr
geringem Aufwand eine Dämpfung, die unabhängig vom
Flüssigkeitsstand arbeitet. Dadurch wird auch dann eine
gute Dämpfung erzielt, wenn der Flüssigkeitsstand weit
abgesunken ist und es auf eine genaue Anzeige ankommt. Ein
schlecht oder gar nicht gedämpfter
Flüssigkeitsniveauanzeiger kann bei fast leerem Tank dem
Fahrer durch eine auf und ab springende Anzeigenadel
leicht einen größeren Tankinhalt vortäuschen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht
darin, daß die Reibbremse eine Einrichtung besitzt, die
die Reibkraft bei Bewegung der Welle selbsttätig ver
stärkt. Dadurch wird eine progressive Dämpfung erzielt.
Vorteilhaft ist es auch, wenn die Reibbremse eine
Trommelbremse ist, deren Bremstrommel fest an dem Ge
häuse angebracht und deren Betätigungsglied mit der
Welle verbunden ist. Mit einer solchen Trommelbremse
läßt sich eine gewünschte Dämpfungswirkung gut ein
stellen.
Besonders günstig ist es, wenn die Trommelbremse eine
Art Duplexbremse ist, deren Bremsbacken mittels einer
von der Welle verdrehbaren Kurvenscheibe verstellbar
ausgebildet sind. Durch die Kurvenscheibe ergibt sich
die Möglichkeit, eine über die Höhe des Flüssigkeitsni
veaus unterschiedliche Dämpfungscharakteristik zu ver
wirklichen, indem einfach die Kurvenscheibe entsprechend
gestaltet ist.
Eine sehr geringe Haftreibung ergibt sich, wenn die
Bremsbacken eine Beschichtung aus zum Beispiel PTFE auf
weisen. Dadurch ergibt sich schon bei geringen Füll
standsänderungen und mithin noch geringen Stellkräften
eine Änderung der Anzeige.
Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das Betätigungsglied
der Trommelbremse derart ausgebildet ist, daß mit sinken
dem Flüssigkeitsniveau die Bremswirkung zunimmt. Dadurch
können gerade bei geringem Flüssigkeitsniveau Fehlanzei
gen vermieden werden.
Noch einfacher als mit einer Trommelbremse läßt sich die
Reibbremse verwirklichen, wenn gemäß einer anderen Aus
gestaltung der Erfindung auf der Welle eine Reibscheibe
angeordnet ist, gegen die mit Vorspannung eine unverdreh
bar angeordnete Gegenscheibe anliegt.
Die Reibwirkung läßt sich leicht erzeugen und einstel
len, wenn zur Erzeugung der Vorspannung der Gegenscheibe
eine mittels einer Stellschraube verstellbare Druckfeder
vorgesehen ist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zwei
davon sind in der Zeichnung dargestellt und werden nach
folgend beschrieben. In ihr zeigen die
Fig. 1 eine teilgeschnittene Vorderansicht eines
erfindungsgemäßen Flüssigkeitsniveaugebers,
Fig. 2 eine teilgeschnittene Seitenansicht des
Flüssigkeitsniveaugebers nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine als Trommel
bremse ausgebildete Reibbremse,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine weitere Aus
führungsform einer Reibbremse.
Die Fig. 1 zeigt von einem Flüssigkeitsniveaugeber ein
Gehäuse 1, das eine Welle 2 drehbar lagert. Mit dieser
Welle 2 sind auf der Außenseite des Gehäuses 1 ein Hebel
3 und gehäuseinnenseitig ein Schleiferarm 4 drehfest ver
bunden. Im Hebel 3 ist eine Stange 5 eingeklipst, welche
an ihrem dem Hebel 3 abgewandten Ende einen Schwimmer 6
trägt.
Der Schleiferarm 4 trägt an seinem freien Ende einen
Schleifkontakt 7 aus elektrisch leitendem Material, der
mit Federkraft gegen eine Widerstandsbahn 8 anliegt. Ein
Kabel 9 verbindet den Schleifkontakt 7 mit einer nicht
gezeigten Spannungsquelle.
Die Fig. 2 läßt die für die Erfindung wichtigen Merk
male des Flüssigkeitsniveaugebers erkennen. Zu sehen ist
dort, daß neben einer Kammer 10, die den Schleiferarm 4
mit dem Schleifkontakt 7 und auch die Widerstandsbahn 8
enthält, eine als Ganzes mit 11 bezeichnete Trommel
bremse vorgesehen ist. Diese hat eine fest mit dem Ge
häuse 1 verbundene Bremstrommel 12, in der zwei Brems
backen 13, 14 beweglich angeordnet sind. Die Welle 2
ragt in die Trommelbremse 11 hinein und ist dort fest
mit einem Betätigungsglied verbunden, bei dem es sich
bei diesem Ausführungsbeispiel um eine Kurvenscheibe 15
handelt, die beide Kugeln oder Walzen 16, 17 gegen die
Bremsbacken 13, 14 zu drücken vermag, wenn sie sich
infolge einer Schwenkbewegung der Welle 2 verdreht.
Diese Bremsbacken erzeugen dann ihrerseits die erforder
liche Reibung gegenüber der äußeren, feststehenden
Trommel.
Die Fig. 3 läßt erkennen, daß es sich bei der Trommel
bremse 11 um eine Art Duplexbremse handelt, deren beide
Bremsbacken 13, 14 durch Federn 18, 19 justiert werden.
Dreht sich die Welle 2, dann dreht sich auch die Kurven
scheibe 15, so daß die Kugeln 16, 17 nach außen gedrückt
werden und dadurch die Bremsbacken 13, 14 spreizen.
Die Fig. 4 zeigt eine ganz besonders einfache Ausfüh
rungsform einer Reibbremse. Bei ihr sitzt auf einem
freien Ende der Welle 2 eine Reibscheibe 20, gegen die
eine axial verschiebliche, jedoch unverdrehbar angeord
nete Gegenscheibe 21 mit Vorspannung anliegt. Diese Vor
spannung wird durch eine Druckfeder 22 erzeugt, die
einerseits gegen die Gegenscheibe 21, andererseits gegen
eine Scheibe 23 anliegt, welche mittels einer gehäuse
festen Stellschraube 24 verschiebbar ist, so daß die
Druckfeder 22 mehr oder minder zusammendrückbar ist, und
die Gegenscheibe 21 dadurch mehr oder minder stark
axial gegen die Reibscheibe 20 gedrückt wird.
Zur Verbesserung des Reibverhaltens können auch die
Reibscheibe 20 und /oder die Gegenscheibe 21 mit einer
Beschichtung aus beispielsweise PTFE überzogen sein.
Claims (8)
1. Flüssigkeitsniveaugeber mit einem einen Schwimmer
tragenden, in einem Gehäuse mittels einer Welle schwenk
bar gelagerten Hebel, welcher in dem Gehäuse mit einem
bei einer Schwenkbewegung des Hebels entlang einer Wider
standsbahn bewegbaren Schleifkontakt in Wirkverbindung
steht und der mit einer Dämpfungseinrichtung versehen
ist, durch die die Drehbewegungen der Welle dämpfbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (2) mit einer
Reibbremse (11) als Dämpfungseinrichtung verbunden
ist, wobei die Reibbremse (11) ein feststehendes und ein dagegen verdrehbares
Bauteil umfaßt, wobei die Bauteile bei Verdrehung bdurch Reibung anein
ander die
Drehbewegung der Welle (2) abbremsen.
2. Flüssigkeitsniveaugeber nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Reibbremse (11) eine Einrichtung
besitzt, die die Reibkraft bei Bewegung der Welle (2)
selbsttätig verstärkt.
3. Flüssigkeitsniveaugeber nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Reibbremse eine Trommelbremse
(11) ist, deren Bremstrommel (12) fest an dem Gehäuse
(1) angebracht und deren Betätigungsglied mit der
Welle (2) verbunden ist.
4. Flüssigkeitsniveaugeber nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Trommelbremse (11) eine Art Duplexbremse ist, deren
Bremsbacken (13, 14) mittels einer von der Welle (2)
verdrehbaren Kurvenscheibe (15) verstellbar ausgebildet
sind.
5. Flüssigkeitsniveaugeber nach einem der Ansprüche 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Bremsbacken (13, 14) eine Beschichtung aufweisen.
6. Flüssigkeitsniveaugeber nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Betätigungsglied der Trommelbremse (11) derart ausgebil
det ist, daß mit sinkendem Flüssigkeitsniveau die Brems
wirkung zunimmt.
7. Flüssigkeitsniveaugeber nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf der Welle (2) eine Reibscheibe
(20) angeordnet ist, gegen die mit Vorspannung eine
unverdrehbar angeordnete Gegenscheibe (21) anliegt.
8. Flüssigkeitsniveaugeber nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Erzeugung der Vorspannung der
Gegenscheibe (21) eine mittels einer Stellschraube (24)
verstellbare Druckfeder (22) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Family
ID=6307113
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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Families Citing this family (2)
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Family Cites Families (4)
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1986
- 1986-08-06 DE DE19863627123 patent/DE3627123C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
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Legal Events
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