DE3629018A1 - Schneidvorrichtung als zusatzteil fuer zick-zack naehmaschinen - Google Patents

Schneidvorrichtung als zusatzteil fuer zick-zack naehmaschinen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Schneidvorrichtung als Zusatzteil zu einer Zick-Zack Nähmaschine und insbesondere derartige Schneidvorrich­ tungen, bei denen der Schneidvorgang über den Antrieb der Nähmaschine durchgeführt wird.
Derartige Schneidvorrichtungen wurden insbe­ sondere mit Zick-Zack Nähmaschinen verwandt, um den Saum oder den Rand eines zu bearbeiten­ den Stoffteils abzuschneiden, während er mit unterschiedlichen Stichen eingesäumt wurde. Die bisher bekannten Schneidvorrichtungen wur­ den an dem Tisch der Nähmaschine mittels Schrauben befestigt. Daher war es notwendig, bei den Nähmaschinen unterschiedliche Schraub­ löcher vorzusehen. Im allgemeinen ist es schwierig oder unmöglich für den Anwender der Nähmaschine derartige Schraublöcher selbst vor­ zusehen und um eine Schneidvorrichtung als Zu­ satzteil zu verwenden, mußte der Anwender be­ sondere Nähmaschinen mit individuellen Schraub­ löchern zum Befestigen der Schneidvorrichtung erwerben. Daher ist eine vielseitige Verwend­ barkeit bekannter Schneidvorrichtungen nicht möglich. Hinzu kommt, daß bei Anwendung der bekannten Schneidvorrichtungen für übliche Zick-Zack Maschinen, die durch die Schneidvor­ richtung hergestellten Stoffteile teilweise von dem Drückerfuß der Nähmaschine eingefangen und dabei gekraust werden. Dadurch wird der Stoffvorschub und der Nähvorgang teilweise be­ hindert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schneidvorrichtung zum Schneiden von Stoffteilen als Zusatzteil für Zick-ZackNäh­ maschinen zu schaffen, die einfach und ohne besondere Vorkehrungen an allen unterschied­ lichen Typen von Haushaltsnähmaschinen be­ festigt werden kann, wobei der Stoff glatt und ohne ein Kräuseln oder Krausen der abge­ schnittenen Stoffteile zuführbar sein soll. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Entsprechend der vorliegenden Erfin­ dung ist eine Schneidvorrichtung als Zusatz­ teil zu einer Zick-Zack Nähmaschine vorgesehen, die eine hin- und hergehende Nadelstange, eine Drückerstange und ein Zuführteil aufweist. Die Schneidvorrichtung umfaßt weiterhin eine Grund­ platte, Befestigungsmittel zur lösbaren Be­ festigung der Grundplatte an der Drückerstange der Nähmaschine, Mitnehmermittel, die schwenk­ bar auf der Grundplatte gelagert sind und mit der Nadelstange zum Übertragen der senkrechten Hin- und Herbewegung in Eingriff treten, ein bewegliches und ein feststehendes Messer, die relativ zur Vorwärtsbewegung des zu bearbeiten­ den Stoffteils hinter der Nadelstange ange­ ordnet sind, ein Führungselement zum Führen des von den Messern abgeschnittenen Stoff­ teils weg von dem zu nähenden Stoffteil und einen Drückerfuß, der unterhalb der Nadel­ stange angeordnet ist und mit dem Zuführteil zusammen arbeitet, um das zu bearbeitende Stoffteil zu halten und zuzuführen, wobei der Drückerfuß eine Öffnung für den Durchtritt der Nadel aufweist.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weisen die Befestigungsmittel einen Arm und eine Schraube auf. Der Befestigungsarm ist mit einem Ende fest mit der Grundplatte und an dem anderen Ende über die Schraube mit der Drückerstange verbunden.
Die Mitnehmermittel umfassen einen ersten Quer­ hebel, einen zweiten Querhebel und eine Ver­ bindungswelle, die den ersten Hebel mit dem zweiten Hebel verbindet. Der erste Hebel ist schwenkbar auf der Grundplatte gelagert und sein eines Ende ist verschiebbar und schwenk­ bar an der Nadelstange zur Übertragung der senkrechten Schwingungbewegung angelenkt. Der zweite Hebel ist schwenkbar auf der Grundplatte an dem von dem ersten Querhebel entfernten gegenüberliegenden Ende gelagert und ist mit einem Ende fest mit der Verbindungswelle ver­ bunden.
Der Drückerfuß ist an einem mit der Grund­ platte verbundenen Trägerarm angelenkt. Vor­ zugsweise weist der Drückerfuß einen Schlitz auf, der sich von der Nadeldurchtrittsöffnung nach außen erstreckt und zum Vorbeileiten des Maschinenfadens dient. Daher kann die Vorwärts­ bewegung des Stoffteils sauber durchgeführt werden, ohne daß er durch die Anfangsenden der Faden behindert wird. Der Drückerfuß weist weiterhin ein hervor springendes Teil auf, das sich zur Nadeldurchtrittsöffnung erstreckt und eine Breite aufweist, die etwas geringer ist als die Breite der Nadelstellungen. Daher kann eine gleichmäßige Stichbreite zu allen Zeiten erzielt werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des bei einer Zick- Zack Nähmaschine angewendeten Schneid­ vorrichtung als Zubehörteil,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht auf die Schneidvorrichtung,
Fig. 3 eine Seitenansicht, bei der die Ab­ deckung entfernt ist und von der gegen­ überliegenden Seite zu Fig. 1 darge­ stellt ist,
Fig. 4 eine Aufsicht auf die Schneidvorrich­ tung nach Fig. 3,
Fig. 5 einen Querschnitt längs der Schnitt­ linie V-V nach Fig. 4,
Fig. 6 einen Querschnitt längs der Schnitt­ linie VI-VI nach Fig. 4,
Fig. 7 einen Querschnitt längs der Schnitt­ linie VII-VII nach Fig. 4,
Fig. 8 eine Aufsicht auf den Drückerfuß,
Fig. 9 einen vergrößerten Querschnitt längs der Schnittlinie IX-IX nach Fig. 8,
Fig. 10 einen vergrößerten Querschnitt längs der Schnittlinie X-X nach Fig. 9,
Fig. 11 eine schematische Darstellung, die den Schneid- und Zuführvorgang des Stoffes mit einer Schneidvorrichtung nach der Erfindung zeigt und
Fig. 12 eine Aufsicht auf Fig. 11.
In den Figuren, insbesondere in Fig. 1, ist die Schneidvorrichtung 10 gemäß der vorliegen­ den Erfindung als Zubehörteil zu einer Zick- Zack Nähmaschine dargestellt. Die Nähmaschine weist einen Kopf H, eine Drückerstange P, eine hin- und hergehende Nadelstange R, ein Nadel­ klemmstück S, eine Nadel N, und ein Bett B auf. Die Schneidvorrichtung 10 ist auf dem Bett B angeordnet und mit der Drückerstange P verbunden.
Die Fig. 2 zeigt die Schneidvorrichtung 10 in perspektivischer Ansicht. Die Schneidvorrich­ tung besteht aus einer Abdeckung 12, einem Befestigungsmechanismus 16 zum Befestigen der Vorrichtung an der Drückerstange P, eine Mit­ nehmervorrichtung 18, die mit der Nadelstange R zusammen arbeitet, einem Schneidmechanismus 20, der durch die Mitnehmervorrichtung 18 be­ tätigt wird, einem Führungselement 22 zur Füh­ rung des Stoffteiles zu dem Schneidmechanismus 20 und einem Drückerfuß 24, der den Stoff gegen die Zuführvorrichtung der Nähmaschine zum Transportieren des Stoffes nach vorne drückt.
Der Aufbau der Schneidvorrichtung 10 wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 7 näher erläutert.
Wie insbesondere aus den Fig. 3 und 4 zu er­ kennen ist, weist der Befestigungsmechanismus 16 einen Befestigungsarm 30 auf, der sich zur Drückerstange P hin erstreckt und über Schrau­ ben 28 an einem hochstehenden Teil 26 a der Grundplatte 26 befestigt ist. An einem Ende weist der Befestigungsarm 30 ein gebogenes Teil 32 auf, das mit der Drückerstange P in Eingriff treten kann. Das gebogene Teil 32 ist mit einem Ausschnitt 32 a versehen, indem eine Schraube 34 aufgenommen ist. Daher wird der Befestigungsarm 30 lösbar durch die Schraube 34 an der Drückerstange P befestigt. Das ge­ bogene Teil 32 umgreift teilweise die Drücker­ stange P und dient somit zum Verhindern einer möglichen seitlichen Bewegung des Befestigungs­ armes 30 relativ zur Drückerstange P, so daß die Schneidvorrichtung 10 fest mit der Drücker­ stange P verbunden ist.
Die Grundplatte 26 weist benachbart zu ihrem vorderen Ende einen Befestigungswinkel 35 zum Befestigen der Abdeckung 12 auf. Die Befesti­ gung der Abdeckung 12 erfolgt am Befestigungs­ winkel 35 mittels einer Schraube 36.
Die Mitnehmervorrichtung 18 weist einen ersten und einen zweiten Querhebel 38, 44 auf. Wie insbesondere in Fig. 3 gezeigt ist, ist der erste Hebel 38 schwenkbar mit einem Stift 37 verbunden, der an dem hochstehenden Teil 26 a der Grundplatte 26 befestigt ist. Weiterhin ist eine Trägerplatte 40 vorgesehen, die mit dem hinteren Bereich der Grundplatte 26 ver­ nietet ist. Wie aus den Fig. 4 und 6 zu er­ kennen ist, weist die Trägerplatte 40 zwei mit Abstand zueinander angeordnete hochstehende Ansätze 40 a und 40 b auf, zwischen denen eine Trägerachse 42 fest angeordnet ist. Der zweite Hebel 44 ist schwenkbar auf der Trägerachse 42 gelagert und ist mit einer Verbindungswelle 46 versehen, die an ihrem einen Ende befestigt ist.
Der erste Hebel 38 weist an einem Ende einen länglichen Ausschnitt 38 a auf, in dem der zy­ lindrische Nocken des Nadelklemmstückes S auf­ genommen ist. Durch diese Anordnung ist der Hebel 38 um den Stift 37 in Abhängigkeit von der vertikalen hin- und hergehenden Bewegung der Nadelstange R schwenkbar angeordnet. Der erste Hebel 38 weist an seinem anderen Ende ein Längsloch 38 b auf, durch das ein Fortsatz 46 a der Verbindungswelle 46 hindurchgreift und so die vertikale hin- und hergehende Bewegung der Nadelstange R auf den zweiten Hebel 44 über die Verbindungswelle 46 überträgt. Wie aus Fig. 4 zu erkennen ist, ist der erste Hebel 38 schwenkbar auf dem Stift 37 mit Abstand ge­ lagert, so daß der erste Hebel 38 leicht in axialer Richtung des Stiftes 37 verschoben werden kann. Selbst wenn einige Unterschiede in der Stellung des ersten Hebels 38 zu der Nadelstange R vorhanden sind, wird daher trotzdem die Antriebskraft in Zusammenwirken mit der Ausnehmung 38 a übertragen. Zusätzlich ist der erste Hebel 38 mit Blattfedern 48, 50 versehen, die benachbart zum Stift 37 an gegen­ überliegenden Seiten sind und den ersten Hebel 38 dahingehend unterstützen, daß er während des Nähvorganges der Hin- und Herbewegung der Nadelstange R folgen kann.
Der Schneidmechanismus 20 weist ein bewegbares Messer 52 und ein feststehendes Messer 54 auf, die direkt hinter der Nadelstange R relativ zur Vorwärtsbewegungsrichtung des zu bearbei­ tenden Materials angeordnet sind. Das beweg­ liche Messer 52 ist an dem zu dem Ende mit der Verbindungswelle 46 gegenüberliegenden andere Ende des zweiten Hebels 44 befestigt. Das feststehende Messer 54 ist mit der Träger­ platte 40 unterhalb des beweglichen Messers 52 verbunden (Fig. 5). Die Anordnung des be­ weglichen Messers 52 ist derart, daß während der hin- und hergehenden Bewegung über den zweiten Hebel 44, das bewegliche Messer 52 immer unterhalb der oberen Kante des fest­ stehenden Messers 54 liegt. Wie auch in der Fig. 6 zu erkennen ist, ist das bewegliche Messer mittels einer Blattfeder 56 in federn­ den Kontakt mit dem feststehenden Messer vor­ gespannt, wobei die Blattfeder 56 zwischen dem zweiten Hebel 44 und dem Ansatz 40 b liegt, wo­ durch ein zuverlässiger Schneidvorgang zu allen Zeiten gewährleistet ist.
Das Führungselement 22 weist eine Stützfläche 22 a auf, der der Endbereich eines zu bearbei­ tenden Stoffes aufliegt, und eine erste und zweite Führungsfläche 22 b und 22 c auf, die sich an gegenüberliegenden Seiten eines Spaltes 58 erstrecken, durch den das feststehende Messer 54 hindurchragt. Die Aufgabe der ersten Führungsfläche 22 b besteht darin, das durch den Schneidmechanismus 20 abgeschnittene Stoff­ teil zu führen, während die zweite Führungs­ fläche 22 c das mit Hohlsaumstichen zu versehen­ de und somit zu nähende Stoffteil zu führen hat. Sowohl die erste Führungsfläche 22 b als auch die zweite Führungsfläche 22 c sind nach unten geneigt. Die Neigung der ersten Führungs­ fläche 22 b ist geringer als die der zweiten Führungsfläche 22 c, damit die erste Führungs­ fläche 22 b das zu entfernende Stoffteil über die obere Fläche des Drückerfußes 24 führt; die zweite Führungsfläche 22 c führt das zu nähende Stoffteil unter den Drückerfuß 24. Die erste Führungsfläche 22 b ist mit einem Füh­ rungsteil 60 versehen, das unmittelbar vor dem feststehenden Messer 54 angeordnet und das zur Trennung des von dem Schneidmechanismus abge­ schnittenen Stoffteils von dem zu nähenden Stoffteil dient, wodurch das zu entfernende Stoffteil zügig wegbewegt wird.
Wie aus den Fig. 8 bis 10 zu erkennen ist, ist der Drückerfuß 24 über einen Stift 64 schwenk­ bar an einem Trägerarm 62 gelagert, der an der Grundplatte 26 angenietet ist. Der Drückerfuß 24 ist unmittelbar unter der Nadelstange R an­ geordnet und hält das zu nähende Stoffteil gegen die Zuführvorrichtung der Nähmaschine. Der Drückerfuß weist in seiner Mitte eine Öff­ nung 66 zum Durchtritt für die Nadel auf. Die Öffnung 66 ist nach außen über einen Schlitz 68 geöffnet. Die Aufgabe dieses Schlitzes 68 liegt darin, die Anfangsenden der Fäden über den Schlitz nach außen zu richten, wenn der Nähvorgang beginnt und dazu weist der Schlitz 68 einen derartigen Querschnitt auf, daß seine Breite von oben nach unten sich verringert.
Die obere Fläche 24 a des Drückerfußes 24, auf der das zu entfernende Stoffteil vorwärtsbe­ wegt wird, ist flach, so daß das zu entfernende Stoffteil glatt und zügig weggeführt wird, ohne daß es vom Drückerfuß 24 ergriffen wird. Weiterhin weist der Drückerfuß 24 einen nach oben gebogenen Bereich 24 b am hinteren Ende auf. Dieser gebogene Bereich 24 b dient zur Führung des zu nähenden Stoffteils unterhalb des Drückerfußes 24.
Wie aus Fig. 8 zu erkennen ist, ist der Stift 64 vor der Nadeldurchtrittsöffnung 66 ange­ ordnet. Auch ist der Stift 64 lose an dem Trägerarm 62 (Fig. 9) gelagert, wodurch der Drückerfuß 24 leicht schwenken kann. Die seit­ liche Schwenkbewegung des Drückerfußes 24 wird in einem vorbestimmten Bereich durch das un­ tere Ende des Trägerarmes 62 und durch das un­ tere Ende des Führungselementes 22 begrenzt (Fig. 4 und 8).
Der Drückerfuß 24 weist einen im wesentlichen U-förmigen Stahldraht 70 auf, der ein mög­ liches Zusammenziehen des Stoffendes verhin­ dern soll, das durch die Endspannung des Fadens während des Hohlstichnähens bewirkt werden kann. Wie insbesondere aus Fig. 10 zu erkennen ist, ist das geschlossene Ende des Stahldrahtes 70 in einer entsprechenden U-förmigen Nut 72 aufgenommen. Insbesondere ist ein Vorsprung 74 Bestandteil des Drückerfußes 24, der rand­ gekielt ist, um den gebogenen Bereich des Drahtes 70 zu befestigen. Zwei Arme 70 a er­ strecken sich parallel zueinander zur Mitte der Nadeldurchtrittsöffnung 66 hin. Fig. 8 zeigt die Anordnung der Arme im Verhältnis zu drei Nadelstellungen P 1, P 2 und P 3, die bei üb­ lichen Zick-Zack Nähmaschinen vorkommen. Der Abstand W 1 zwischen den Armen 70 a ist etwas geringer als der Abstand W 2 (Stichbreite) zwi­ schen den äußeren Nadelstellungen P 1 und P 2. Diese Anordnung ist auch für Zick-Zack Näh­ maschinen mit vier Nadelstellungen anwendbar, wobei der Abstand W 2 der zwischen den äußeren zwei Nadelstellungen ist. Die Funktionsweise der Arme 70 a wird später genauer beschrieben.
Anhand der Fig. 11 und 12 wird nun die Arbeits­ weise der Schneidvorrichtung 10 erläutert.
Beim Starten der Nähmaschine wird die Nadel­ stange R vertikal hin- und herbewegt, wodurch das bewegliche Messer 52 des Schneidmechanis­ mus 20 relativ zum feststehenden Messer 54 vertikal bewegt wird. Die Vorrichtung 10 ist somit bereit ein Stoffteil C 1 zu schneiden. Wenn das Stoffteil C 1 vorwärts bewegt wird und auf der Stützfläche 22 a des Führungselementes 22 angeordnet wird, wird es durch den Schneid­ mechanismus 20 in ein erstes, zu entfernendes Stoffteil C 1 und ein zweites Stoffteil, das mit Hohlsaumstichen versehen werden soll, ge­ schnitten (Fig. 11). Das Stück C 1 wird längs der ersten Führungsfläche 22 b des Führungsele­ mentes 22 bewegt und wird durch das Führungs­ teil 60 in einer Richtung geleitet, in der das Stoffteil C 1 von dem zu bearbeitenden Stoff­ teil C 2 wegbewegt wird. Das Stoffteil C 1 wird entlang der oberen Fläche 24 a des Drückerfußes 24 bewegt um endlich entfernt zu werden. Das zu bearbeitende Stoffteil C 2 wird zwischen die untere Seite des Drückerfußes 24 und dem Zu­ führteil T der Nähmaschine eingeführt. Somit wird das zu bearbeitende Stoffteil C 2 mit Hohl­ saumstichen versehen, wenn es durch das Zu­ führteil T vorwärtsbewegt wird.
Während des Nähvorganges werden die Nähstiche derart aufgebracht, daß sie über den Stahl­ draht 70 des Drückerfußes 24 hinweg gehen, wo­ bei die Arme 70 a dazu dienen, die gegenüber­ liegenden Enden des hin- und hergehenden Fadens in Stellungen zu halten, die den entsprechen­ den Nadelstellungen P 1 und P 3 entsprechen. So­ mit wird eine Endauslenkung des Fadens t und ein Zusammenziehen des Stoffes in dem Nähbe­ reich verhindert und hervorragende Hohlsaum­ stiche in bezug auf Festigkeit und optische Erscheinung werden geliefert. Der Fadenbereich der Stiche t verläßt die Arme 70 a wenn das Stoffteil C 2 vorwärtsbewegt wird, so daß der Nähvorgang nicht behindert wird.

Claims (12)

1. Schneidvorrichtung als Zusatzteil zu einer Zick-Zack Nähmaschine mit einer sich hin- und herbewegenden Nadelstange, einer Drücker­ stange und einem Zuführteil, gekennzeich­ net durch
einer Grundplatte (26),
Befestigungsmittel (30) zur lösbaren Be­ festigung der Grundplatte (26) an der Drückerstange (P) der Nähmaschine,
Mitnehmermittel (38, 44), die schwenkbar auf der Grundplatte (26) gelagert sind und
mit der Nadelstange (R) zum Ubertragen der senkrechten Hin- und Herbewegung in Ein­ griff treten,
ein bewegliches und ein feststehendes Messer (52, 54), die relativ zur Vorwärtsbewegung des zu bearbeitenden Stoffteils hinter der Nadelstange (R) angeordnet sind,
ein Führungselement (22) zum Führen des von den Messern (52, 54) abgeschnittenen Stoff­ teils (C 1) weg von dem zu nähenden Stoff­ teil (C 2) und
einen Drückerfuß (24), der unterhalb der Nadelstange (R) angeordnet ist und mit dem Zuführteil (T) zusammenarbeitet, um das zu bearbeitende Stoffteil zu halten und zuzu­ führen, wobei der Drückerfuß eine Öffnung (26) für den Durchtritt der Nadel aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Befestigungsmittel einen Befestigungsarm (30) aufweisen, dessen eines Ende fest mit der Grundplatte (26) verbun­ den ist und dessen anderes Ende sich zur Drückerstange (P) hin erstreckt, wobei eine Schraube (34) das andere Ende des Befesti­ gungsarmes an der Drückerstange (P) be­ festigt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Befestigungsarm (30) an seinem anderen Ende einen gebogenen Be­ reich (32) aufweist, der mit der Drücker­ stange (P) in Eingriff tritt und eine seit­ liche Bewegung relativ zur Drückerstange verhindert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Mitnehmermittel einen ersten Querhebel (38), der schwenkbar auf der Grundplatte (26) gelagert ist und dessen eines Ende gleitend schwenkbar an der Nadel­ stange (R) zur Übertragung der senkrechten Schwingbewegung angelenkt ist, eine Verbin­ dungswelle (46), die an einem Ende ver­ schiebbar mit dem anderen Ende des Quer­ hebels (38) verbunden ist und einen zweiten L-förmigen Querhebel (44) aufweisen, der schwenkbar auf der Grundplatte (26) an dem von dem ersten Querhebel (38) entfernten gegenüberliegenden Ende gelagert ist, wobei der zweite Querhebel mit einem Ende fest mit der Verbindungswelle (46) verbunden ist und mit dem anderen Ende im wesentlichen hinter der Nadelstange (R) liegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das bewegliche Messer (52) an dem anderen Ende des zweiten Querhebels (44) hinter der Nadelstange (R) befestigt ist und daß das feststehende Messer (54) mit der Grundplatte (26) verbunden ist und unterhalb des beweglichen Messers (52) in Wirkeingriff mit diesem liegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Führungselement (22) ein Führungsteil (60), das direkt vor dem beweglichen und feststehenden Messer (52, 54) relativ zur Vorwärtsbewegung des zu be­ arbeitenden Stoffteils liegt und zum Führen des von den Messern abgeschnittenen Stoff­ teils in einer Richtung weg von dem zu nähenden Stoffteil dient und eine Führungs­ fläche (22 a) aufweist, die das von dem Füh­ rungsteil (60) gerichtete Stoffteil (C 1) auf die obere Fläche des Drückerfußes (24) führt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Drückerfuß (24) über einen Stift (64) schwenkbar an einem Träger­ arm (62) angelenkt ist, der an der Grund­ platte (26) befestigt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Stift (64) relativ zu der Vorwärtsbewegung des zu bearbeitenden Stoffes vor der Drückerstange (P) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Drückerfuß (24) eine flache obere Fläche (24 a) aufweist, die zur Aufnahme des von den Messern (52, 54) abge­ schnittenen Stoffteils (C 1) dient.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Drückerfuß (24) einen seitlichen Schlitz (68) aufweist, der sich von der Nadeldurchtrittsöffnung (66) nach außen erstreckt und zum Vorbeileiten der Anfangsbereiche der Nähfäden dient.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Drückerfuß (24) ein hervorspringendes Teil (74, 70, 72) auf­ weist, das sich in Richtung zur Nadeldurch­ trittsöffnung (66) erstreckt und etwas schmaler ist als die Breite zwischen den Endnadelstellungen beträgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das hervorspringende Teil einen im wesentlichen U-förmigen Stahldraht (72) umfaßt, der mit dem ge­ schlossenen Ende mit dem Drückerfuß (24) verbunden ist.
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