DE3629366A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen von bohrloechern aus einer gegenueber der bohrlochachse abgewinkelten position heraus - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen von bohrloechern aus einer gegenueber der bohrlochachse abgewinkelten position herausInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Herstellen von Bohrlöchern aus einer gegenüber der
Bohrlochachse abgewinkelten Position heraus, bei welchen
das für das Herstellen der Bohrlöcher gewählte maschinen
techische System über eine raumbewegliche Bohrlafette
und eine darauf axial bewegliche Bohrmaschine verfügt.
Abgewinkeltes Bohren ist überall dort notwendig und von
Nutzen, wo aus beengten Räumen heraus Bohrlöcher herge
stellt werden sollen, deren Länge größer ist als die
geometrischen Abmessungen der Hohlräume. Hierbei muß je
doch die Voraussetzung gegeben sein, daß bei enger Be
grenzung der beiden räumlichen Koordinaten, in deren
Ebene das Bohrloch oder die Bohrlöcher hergestellt wer
den sollen, in Richtung der dritten senkrecht auf dieser
Ebene stehenden Koordinate hinreichender Platz für die
Bohreinrichtung und den Vorschub der Bohreinrichtung
vorhanden ist, welcher der Tiefe des Bohrloches entspre
chen muß.
Aus den vorgenannten Gründen kommt dem abgewinkelten Boh
ren - vor allem im Berg- und Tunnelbau - ein sinnvoller
Anwendungsbereich zu, da dort bei beengtem Querschnitt
der Grubenräume in den meisten Fällen hinreichend Länge
zur Verfügung steht, z. B. in Schächten, Blindschächten,
Strecken, Tunneln, Aufhauen und Streben.
Wegen der eingangs beschriebenen Schwierigkeiten, vor
allem im Berg- und Tunnelbau, Bohrlöcher aus beengten
Räumen heraus herzustellen, deren Länge wesentlich größer
als die Abmessungen der Grubenräume ist, versucht man
schon seit vielen Jahren Bohreinrichtungen zu entwic
keln, mittels derer die Bohrlöcher aus einer gegenüber
der Bohrlochachse abgewinkelten Position heraus herge
stellt werden können. Alle diese Bemühungen waren bisher
nicht erfolgreich bzw. mit Verfahrensnachteilen und
relativ hohen Kosten verbunden. Zur betrieblichen Nutzung
konnte keine der bisher vorgeschlagenen Einrichtungen ge
bracht werden.
Ein Bohrverfahren, mit dem jahrelang, bisher jedoch noch
nicht erfolgreiche Betriebsversuche durchgeführt wurden,
bedient sich einer besonderen "flexiblen Welle", die aus
zwei ineinander angeordneten, gegenläufig gewendelten
Drahtfedern mit besonderem Drahtquerschnitt besteht. Die
se Welle ist im Prinzip abwinkelbar; bei Übertragung des
zum Bohren notwendigen Drehmomentes soll sich die innere
Schraubenwendel aufweiten, während man davon ausgeht, daß
sich der Durchmesser der äußeren Schraubenwendel verrin
gert. Hierdurch soll ein gewisser Versteifungseffekt er
zielt werden. Die dem Verfahren theoretisch zugeschriebe
ne Arbeitsweise konnte trotz langjähriger Versuche über
viele aufeinander aufbauende Entwicklungsstufen hinweg
für die betriebliche Nutzung bisher nicht realisiert wer
den.
Ein weiteres Verfahren geht davon aus, Bohrlöcher mittels
der in den letzten zehn Jahren entwickelten "Höchstdruck
wassertechnik (HDW) herzustellen. Höchstdruckschläuche
sind flexibel und von daher gesehen für das abgewinkel
te Bohren geeignet. Drehdurchführungen, die trotz der
hohen Beanspruchungen zufriedenstellende Standzeiten er
reichen, wurden entwickelt. Das Verfahren läßt beim der
zeitigen Entwicklungsstand erwarten, daß erfolgreiche Be
triebsversuche durchgeführt werden können. Obwohl mit
dem Prinzip des HDW-Bohrens zum ersten Mal ein aller Wahr
scheinlichkeit nach betrieblich geeignetes Verfahren zur
Herstellung von Bohrlöchern aus einer abgewinkelten Po
sition heraus entwickelt wurde, müssen doch eine Reihe
von verfahrenstechnischen und kostenmäßigen Nachteilen in
Kauf genommen werden. Die HDW-Technik hat viele Vorteile, sie
erlaubt es jedoch nicht, Bohrlöcher mit glatten Wandungen
herzustellen. Somit kann diese Technik vorzugsweise nur
zur Herstellung von Ankerbohrlöchern, weniger jedoch zur
Herstellung von Sprengbohrlöchern Verwendung finden. Beim
ausschließlichen Bohren mit Höchstdruckwasser wird der
Bohrfortschritt aufgrund der derzeit vorliegenden Erkennt
nisse nicht unwesentlich geringer sein als der Bohrfort
schritt beim drehenden oder drehschlagenden Bohren. Außer
dem fällt beim ausschließlichen Bohren mit Höchstdruck
wasser während der Bohrzeiten ein ganz erheblicher Vo
lumenstrom an Wasser und Bohrklein an, für den gesonderte
Abführeinrichtungen vorgesehen werden müssen, da das
die Abbaustrecken umgebende Nebengestein häufig wasser
empfindlich ist, unter Wassereinwirkung einen erheblichen
Rückgang der Festigkeit aufweist und zum Quellen neigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der
vorerwähnten, bekannten Verfahren zu vermeiden. Sie ver
folgt dabei den Leitgedanken, ein flexibles Gestänge ganz
besonderer Ausgestaltung, welches die Übertragung von
hohen Andruckkräften und hohen Drehmomenten gestattet, in
einem fest vorgegebenen Bogen abzulenken und zu führen. Die
der Erfindung zugrundeliegende Vorrichtung, welche auf nor
male (und damit auf bereits vorhandene) Bohrlafetten auf
gesetzt werden kann, ermöglicht im Gegensatz zu allen
anderen bisher vorgeschlagenen Verfahren für das abge
winkelte Bohren auch die Verwendung des Drehschlag- bzw.
des Schlagdrehbohrens. Diese beiden Bohrprinzipien gestatten
es im Vergleich zum rein drehenden Bohren und allen anderen,
im Zusammenhang mit dem abgewinkelten Bohren bisher er
arbeiteten Vorschlägen, ganz erheblich höhere Bohrleistungen
zu erreichen und Bohrlöcher auch in harten, schwer bohr
baren Gesteinen mit befriedigendem Bohrfortschritt her
zustellen.
Das erfindungsgemäße Bohrverfahren eignet sich in besonderem
Maße für das Herstellen von Spreng- und Ankerbohrlöchern.
Es ist jedoch auch für die Herstellung von Bohrlöchern
geeignet, die völlig anderen Zwecken dienen. Eine direkte
Notwendigkeit, das Verfahren einzusetzen, ist beispiels
weise beim Herstellen von Ankerbohrlöchern in Abbaustrecken
vortrieben mit Teilschnittmaschinen, beim Ankern ausbruch
gefährdeter Bereiche in Streben und beim Herstellen von
Sprenglöchern im Liegenden aufgefahrener Abbaustrecken ge
geben.
Beim Auffahren von Abbaustrecken mit Teilschnittmaschi
nen, in denen als ausschließlicher oder zusätzlicher
Streckenausbau Gebirgsanker eingebracht werden, ist eine
zeitliche Überlappung von Schneidarbeit und Einbringen
des Ausbaus nur dann möglich, wenn die gesamte Ausbau
arbeit auf einen relativ engen Querschnittsbereich am
äußeren Rand der Strecke beschränkt wird. Das setzt
voraus, daß die Ankerbohrlöcher aus einer zur Strecken
achse parallelen Position heraus "um die Ecke" in das
die Strecke umgebende Gebirge eingebracht und anschließend
die Anker in der gleichen Weise gesetzt werden. Die Länge
der Ankerbohrlöcher beläuft sich gegenwärtig auf 2,2 bis
2,5 m, längere Anker werden möglicherweise bei den in
größeren Teufen zu erwartenden höheren Druckbelastungen
erforderlich werden. Der am Streckenmantel zur Verfügung
stehende Bereich, aus dem heraus gebohrt und geankert
werden muß, hat räumliche Abmessungen von 50 bis 70 cm,
d. h. die Bohrlöcher sind mindestens drei- bis fünfmal so
lang wie der in der Bohrlochachse zur Verfügung stehende
freie Raum.
Das gleiche gilt für Streben in geringmächtigen Flözen,
in denen an ausbruchgefährdeten Stellen, insbesondere
zwischen Kappe und Kohlenstoß, sowie in gebirgsmechanisch
gestörten Bereichen relativ lange Gebirgsanker einge
bracht werden müssen, deren Länge ein Mehrfaches der
Flözmächtigkeit und damit der Streböffnung beträgt. Hier
werden bisher kurze Bohrstangen eingesetzt und entspre
chend dem Bohrlochfortschritt aneinander geschraubt, deren
Abmessungen der Streböffnung entsprechen. Das Verfahren
ist sehr zeit- und kostenaufwendig, was sich besonders
aus dem Grunde negativ auswirkt, daß die Sicherungsarbei
ten in ausbruchgefährdeten Bereichen sehr schnell und
kurzfristig erfolgen müssen.
Ein weiterer sinnvoller Anwendungsbereich des der Erfin
dung zugrundeliegenden Verfahrens erschließt sich im Zuge
eines Entwicklungstrends, nach dem in größeren Teufen die
Abbaustrecken aus gebirgsmechanischen Gründen im Liegen
den angeordnet werden müssen. Hierbei ist es weiterhin
zweckmäßig, dem eigentlichen Auffahrtort der Abbaustrecke,
d. h. der Stelle, an welcher der Nachriß des Liegendge
steins erfolgt, einen Kurzstreb voraus zu führen. Bei
diesem Verfahren bietet es sich an, die Sprenglöcher
senkrecht zur Streckenachse, d. h. in der sogenannten
Strossenbauweise, herzustellen. Das ist bei der Länge der
Sprenglöcher nur mit abgewinkeltem Bohren möglich. Bei
geringerer Flözmächtigkeit ist es außerdem notwendig, die
Ankerbohrlöcher für den vorläufigen Ausbau zwischen vor
auseilendem Streb und endgültigem Streckenausbau eben
falls mittels des abgewinkelten Bohrens herzustellen.
Vor allem im Steinkohlenbergbau der Vereinigten Staaten,
Australiens und der Republik Südafrika wird zum überwie
genden Teil Örterpfeilerbau angewendet, bei dem die ent
stehenden Hohlräume durch Ankerausbau gegen Hereinbrechen
der hangenden Gesteinsschichten gesichert werden. Der Ab
bau findet vielfach in geringmächtigen Flözen statt, wo
bei zur Sicherung der Abbauräume Anker eingebracht werden
müssen, deren Länge erheblich über der Flözmächtigkeit
liegt. Auch hier ist ein bevorzugtes Anwendungsgebiet des
abgewinkelten Bohrens mit flexiblem Bohrgestänge gegeben.
Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der
Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt
Abb. 1 eine Gesamtansicht des Bohrwagens mit
Bohrlafette und aufgesetzter erfindungs
gemäßer Einrichtung für das abgewinkelte Bohren,
Abb. 2 das vordere Ende der Bohrlafette mit auf
gesetzter Bogenführung,
Abb. 3 eine Bogenführung für das flexible Bohrge
stänge unter Verwendung von Wälzlagern,
Abb. 4 eine Bogenführung für das flexible Bohr
gestänge unter Verwendung einer Gleitlagerung,
Abb. 5 einen Querschnitt durch das flexible Bohr
gestänge,
Abb. 6 eine Ansicht des flexiblen Bohrgestänges
mit aufgesetzter Bohrkrone,
Abb. 7 einen Querschnitt durch einen Wälzlager
bock und
Abb. 8 ein Ausführungsbeispiel mit Drehdurchfüh
rung für die zusätzliche Anwendung der Höchst
druckwassertechnik.
Abb. 1 zeigt die erfindungsgemäße Bohreinrichtung
für das abgewinkelte Bohren auf einem Bohrwagen 1 mit
einem dreh- und schwenkbaren Ausleger 2 und einer an
dessen freiem Ende angebrachten raumbeweglichen Lafette
3. Die erfindungsgemäße Bohreinrichtung kann ebensogut
auf einem Bohrwagen mit Radantrieb oder auf einer Vor
triebsmaschine montiert sein, sie kann in einem Schreit
gespann angeordnet oder an einer Hängebahn angebracht
werden.
Auf der raumbeweglichen Lafette 3 kann in axialer Rich
tung die an sich bekannte Bohrmaschine 4 verfahren wer
den, die als Drehbohrmaschine, Drehschlagbohrmaschine
oder Schlagdrehbohrmaschine ausgebildet sein kann und die
über eingebaute Vorschubeinrichtungen verfügt. Am Ab
triebswellenstummel der Drehbohrmaschine 4 ist das
flexible Bohrgestänge 5 leicht lösbar befestigt, an
dessen vorderem Ende die Bohrkrone 6 angeordnet ist.
Auf der Bohrlafette 3 sind ferner die Bogenführung 7
befestigt und verschiebbare Lager 8 angeordnet, welche
die Führung des flexiblen Bohrgestänges 5 zwischen der
Bohrmaschine 4 und der Bogenführung 7 übernehmen.
Beim Vorschieben der Bohrmaschine 4 während des Bohr
vorganges werden die verschiebbaren Lagerböcke 8 zu
nächst entriegelt und dann von der Bohrmaschine mitgenom
men und gegen die Bogenführung 7 gefahren, beim Rück
holvorang des flexiblen Bohrgestänges 5 werden sie
dann wieder mitgenommen, in ihre Ausgangsposition ge
bracht und dort erneut verriegelt.
In Abb. 2 ist das vordere Ende der Bohrlafette 3
mit der Bogenführung 7, den ersten beiden verschieb
baren Lagern, den Vorschub- und Rückholeinrichtungen so
wie den Verriegelungseinrichtungen dargestellt. Bei der
Bogenführung handelt es sich um die Konzeptvariante mit
Lagerböcken 9, zwischen denen Bohrstücke 10 angeordnet,
vorzugsweise verschweißt sind. In Abb. 2 sind die
Lagerböcke 9 in der Ansicht, die dazwischen befindli
chen Rohrstücke 10 geschnitten dargestellt. Entsprechend
der Knicksteifigkeit des flexiblen Bohrgestänges 5 kann
der Abstand der Lagerböcke mehr oder weniger groß sein.
Er kann beispielsweise zum Herstellen von Ankerbohrlöchern
bei sehr knickstabilen Bohrgestängen 20 bis 30 cm betra
gen oder bei weniger knickstabilen Bohrgestängen auf Null
schrumpfen, d. h. die Lagerböcke 9 stoßen unmittelbar
aneinander und die rohrförmigen Zwischenstücke 10 ent
fallen. Das flexible Bohrgestänge 5 wird konzentrisch
durch die Lagerböcke 9 und die rohrförmigen Zwischen
stücke 10 geführt. Über Befestigungskonsolen 11 ist
die Bogenführung mit der Bohrlafette 3 fest verbunden,
vorzugsweise verschraubt oder verschweißt.
Die Bohrlafette 3, die als Führungs- und Gleitbahn für
die Bohrmaschine und die verschiebbaren Lagerböcke 8
dient, kann sehr unterschiedlich ausgebildet sein; im
dargestellten Ausführungsbeispiel besteht sie aus zwei
nebeneinander angeordneten I-Trägern, deren obere äußere
Flanschen 12 von entsprechenden klauenförmigen Füh
rungselementen 13 der verschiebbaren Lagerböcke 8 und
der Bohrmaschine übergriffen werden.
Vorzugsweise an beiden Seiten der verschiebbaren Lager
böcke 8 befinden sich Rippen 14, an denen unterschied
lich lange Rückholeinrichtungen 15 angebracht sind. Die
Rückholeinrichtungen, welche vorzugsweise ebenfalls beid
seitig der verschiebbaren Lagerböcke angeordnet sind,
können aus Stangen oder Seilen bestehen. Jedem verschieb
baren Lagerbock 8 ist ein Stangen- bzw. Seilpaar 15
zugeordnet. An ihren nicht dargestellten Enden sind die
Stangen bzw. Seile an der Bohrmaschine 4 befestigt. Sie
können einseitig, d. h. entweder an der Bohrmaschine 4
oder an den verschiebbaren Lagerböcken 8 fest ange
bracht sein und müssen an den jeweils anderen Enden in
entsprechenden Bohrungen axial verschiebbar sein, damit
sie beim Zurückfahren des flexiblen Bohrgestänges 5 in
ihre Ausgangsposition zurückgezogen werden können. Im ge
zeichneten Ausführungsbeispiel sind die Rückholeinrich
tungen 15 als Stangen ausgebildet und an der Bohrmaschi
ne 4 fest angebracht, während sie die seitlichen Rip
pen 14 der verschiebbaren Lagerböcke 8 in Bohrungen
16 durchstoßen. Beim Rückholvorgang legen sich jeweils
die Anschlagköpfe 17 der als Rückholeinrichtungen die
nenden Seile oder Stangen 15 an die seitlichen Rippen
14 der verschiebbaren Lagerböcke 8 an, so daß die
Lagerböcke beim Zurückfahren der Bohrmaschine 4 und des
flexiblen Bohrgestänges 5 geometrisch genau in ihre in
Abb. 2 dargestellte Ausgangsposition zurückgeholt
werden.
Verriegelungseinrichtungen 18, welche an jedem ver
schiebbaren Lagerbock 8 angebracht sind, greifen in
entsprechende Bohrungen 19 der äußeren oberen Flanschen
des aneinander geschweißten I-Trägerpaares, welches als
Führungslafette 3 dient. Über Federn 20 werden die
Verriegelungseinrichtungen 18 in die Bohrungen 19 ge
drückt, so daß eine formschlüssige Verriegelung erfolgt.
Während des Bohrvorganges stoßen die Bohrmaschine bzw.
die jeweils benachbarten Lagerböcke mit einer entspre
chenden Nase gegen die Flächen 21 der Verriegelungs
einrichtungen 18, so daß diese gegen die Kraft der Fe
dern 20 mit ihren freien Enden aus den Bohrungen 19
herausgedreht und damit die Verriegelungen gelöst werden.
Mit einer nicht dargestellten Vorschubeinrichtung drückt
anschließend die Bohrmaschine 4 gegen die Stirnfläche
22 des ersten Lagerbocks und jeder Lagerbock 8 gegen
seinen in Bohrrichtung angeordneten Nachbarn 8, so daß
diese beim weiteren Bohrvorgang mitgenommen werden.
Den bohrlochseitigen Lagerbock am Ende der Bogenführung
umgreift eine Dichtungsmanschette 23, die am Lagerbock
mittels der Klammern 24 verspannt ist und mit ihren
freien Enden 25 das flexible Bohrgestänge 5 dichtend
umschließt, damit kein Wasser oder Bohrklein in die Bo
genführung eindringen kann.
In Abb. 3 ist eine Konstruktionsvariante der Bogen
führung dargestellt, bei der die Lagerböcke 9 unmittel
bar nebeneinander angeordnet sind. Um eine biegesteife
Bogenführung zu erreichen, sind bei diesem Ausführungs
beispiel - jeweils um 90 Grad gegeneinander versetzt -
zwei kräftige Leistenpaare 26, 27 an den Außenflächen der
Lagerböcke 9 angeordnet, von denen das Leistenpaar 26
einen größeren Querschnitt und damit ein größeres Wider
standsmoment als das Leistenpaar 27 besitzt, weil vom
ersteren die aus der Andruckkraft resultierenden Abstütz
kräfte in der Bogenführung aufgenommen werden müssen. Die
Leistenpaare sind über Schrauben 28 an den Lagerböcken 9
befestigt, so daß sich insgesamt gesehen eine äußerst
formsteife Bogenführung ergibt. In einem jedem Lagerbock
9 wird das flexible Bohrgestänge von einem drehbaren
Führungsstück 29 umschlossen. Zum Zwecke der Abdichtung
gegen Wasser und Bohrklein ist die gesamte Bogenführung
mit einem ziehharmonikaförmigen Dichtungsschlauch 30
aus Gummi oder Kunststoffmaterial überzogen, der an sei
nem dem Bohrloch zugewandten Ende in die Dichtungsman
schette 23 übergeht, die mit ihren Lippen 25 dichtend
am flexiblen Bohrgestänge 5 anliegt.
Abb. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Bogen
führung, bei dem das flexible Bohrgestänge 5 innerhalb
eines gebogenen Rohres 31 mit hinreichendem Bewegungs
spiel gleitgelagert ist. An seinem bohrlochseitigen Ende
ist die rohrförmige Bogenführung - ähnlich wie die Aus
führungsbeispiele gemäß Abb. 2 und 3 - mit einer
Dichtmanschette 23 versehen, die mit ihren Lippen 25
dichtend am flexiblen Bohrgestänge 5 anliegt. Ähnlich
wie bei den anderen Ausführungsbeispielen (gemäß Abb. 2
und 3) ist die Bogenführung über Stützen 11 fest mit
der Bohrlafette 3 verbunden, damit beim Ablenkvorgang in
folge der Andruckkräfte die entsprechenden Ablenkkräfte
in die Bohrlafette 3 übergleitet werden können.
Über eine Schmierleitung 32 und Schmierungsbohrungen
33 wird die rohrförmige Bogenführung mit Schmiermit
tel, vorzugsweise Schmierfett, versorgt, um die Reibungs
widerstände und den Reibverschluß zwischen dem flexiblen
Bohrgestänge und der Bogenführung zu vermindern. Das
Schmiersystem ist an eine nicht dargestellte Schmierpumpe
angeschlossen, die von der Bohrmaschine 4 angetrieben
wird, so daß während des Bohrens ständig Schmiermittel
nachgeführt wird. Auch am bohrmaschinenseitigen Ende der
rohrförmigen Bogenführung 31 befindet sich eine Dich
tungsmanschette 34, damit an dieser Stelle kein Schmier
mittel austreten kann.
Laborversuche haben gezeigt, daß es sehr wohl möglich
ist, bei den Kräften, welche beim Bohren von Spreng- und
Ankerlöchern auftreten können, die Bogenführung als fett
geschmiertes Gleitlager auszubilden.
Abb. 5 zeigt einen möglichen Querschnitt des flexiblen
Bohrgestänges 5. Das Bohrgestänge ist nach Art eines Seiles
(Spannbetonlitze) aus relativ starken Drähten bzw. Stäben
35 aufgebaut, die mit einem verhältnismäßig geringen Ver
seilungsfaktor um die als Rohr ausgebildete Seele 36 herum
gewickelt sind. Die Drehrichtung des Momentes beim drehenden,
drehschlagenden oder schlagdrehenden Bohren muß mit der
Richtung des Dralls beim Verseilen übereinstimmen. Die
Seele 36 ist deshalb als Rohr ausgebildet, damit der Bohrkrone
die benötigte Spülflüssigkeit zugeführt werden kann.
Der Verseilungsfaktor kann relativ gering sein; es sind
Ausführungsbeispiele möglich, bei denen der Verseilungs
faktor lediglich zwei bis drei Umdrehungen je Meter flexibles
Bohrgestänge beträgt. Als Werkstoff sind - ähnlich wie bei
den Spannbetonlitzen - Federstähle oder federstahlähn
liche Werkstoffe vorgesehen, um den hohen Wechselbiegebe
anspruchungen, denen das Bohrgestänge im Bereich der Bo
genführung ausgesetzt ist, widerstehen zu können.
Die Zahl der Stäbe bzw. Drähte 35, die um die Hohlseele
36 herumgewickelt sind, kann sehr unterschiedlich sein.
Sie hängt ab vom Bohrlochdurchmesser und den daraus re
sultierenden Drehmomenten und Andruckkräften. Das flexible
Bohrgestänge der vorbeschriebenen Form ist außerordent
lich knickstabil, so daß gemäß dem in Abb. 2 dar
gestellten Ausführungsbeispiel der Abstand der Lager
böcke 9 in der Bogenführung 7 und der Abstand der
verschiebbaren Lagerböcke 8 relativ groß sein kann. Die
hohe Knicksteifigkeit und der spezielle Aufbau des fle
xiblen Bohrgestänges gemäß Abb. 5 ermöglichen es,
daß über das Gestänge auch Schläge übertragen werden kön
nen, so daß trotz Abwinklung drehschlagendes und schlag
drehendes Bohren möglich ist.
In Abb. 6 ist ein Ausführungsbeispiel für die Be
festigung der Bohrkrone am flexiblen Bohrgestänge gemäß
Abb. 5 dargestellt. Die Bohrkrone 37 steckt mit
ihrer genormten Befestigung in der Bohrkronenhalterung
38, die über vier jeweils um 90 Grad versetzte Führungs
rippen 39 verfügt. Die Bohrkrone kann entsprechend dem
zu bohrenden Gestein und dem gewählten Bohrverfahren
recht unterschiedlich ausgebildet sein und über zwei oder
mehr Bohrschneiden 40 verfügen, die vorzugsweise mit
Hartmetallplättchen 41 bestückt sind.
Die Befestigung zwischen Bohrkronenhalterung und flexiblem
Bohrgestänge kann ebenfalls sehr unterschiedlich sein.
Die innen hohle Bohrkronenhaltung kann aus kalt verform
barem Stahl bestehen und mit hohen Druckkräften auf das
flexible Bohrgestänge (gemäß Abb. 5) aufgepreßt
werden. Hierdurch ergibt sich eine hinreichend große
Haftung, um die Drehmomente, die Andruckkräfte und
die Schlagbelastungen übertragen zu können und beim Zu
rückziehen des Bohrgestänges nicht abgestreift zu werden.
Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel ist es auch mög
lich, die Bohrkronenhalterung mit dem flexiblen Bohrge
stänge zu verlöten oder zu verschweißen. Wird das Bohr
gestänge aus Federstahl oder federstahlähnlichen Werk
stoffen hergestellt, so empfiehlt sich eine Hartlötver
bindung.
Die Durchmesser von flexiblem Bohrgestänge, Bohrkronen
halterung und Bohrkrone sind gegeneinander abgestuft.
Abb. 7 zeigt ein Schnittbild eines möglichen Ausfüh
rungsbeispieles für die Lagerböcke 8 und 9. In dem durch
einen Deckel 42 verschlossenen Gehäuse 43 sind zwei
Schulterlager 44 angeordnet, die es gemeinsam gestat
ten, Axialkräfte in beiden Richtungen aufzunehmen.
Innerhalb der Schulterlager befindet sich ein als Gleit
büchse ausgebildetes Führungsstück 29, das vorzugsweise
aus Lagermetall besteht und das über wendelförmige Aus
nehmungen 45 verfügt, in denen die schwachverseilten
Stäbe bzw. Drähte 35 des flexiblen Bohrgestänges 5
axial gegenüber den Lagerböcken 8 und 9 bewegt werden
können. Ein Schmiersystem mit den Bohrungen 46 und
47 sorgt dafür, daß sowohl die Schulterlager 44 aus
reichend mit Schmiermittel versorgt werden als auch die
für die Axialbewegung zwischen dem Bohrgestänge 5 und
dem Führungsstück 29 vorgesehenen Ausnehmungen 45
Schmiermittel erhalten. Beidseitig der Lagerböcke ange
ordnete Dichtungsringe 48 verhindern das Eindringen von
Wasser und Schmutz und das Austreten von Schmiermitteln.
Anstelle der Schulterlager können in einem anderen Aus
führungsbeispiel auch Pendelrollenlager eingesetzt wer
den.
Um die Arbeit der Bohrschneiden 40 an der Bohrkrone 37
durch Höchstdruckwasserstrahlen zu unterstützen und damit
den Bohrfortschritt noch einmal wesentlich steigern zu
können besteht die Möglichkeit, auf die Bohrmaschine 4
eine Höchstdruck-Drehdurchführung gemäß Abb. 8 auf
zusetzen. Der Unterstützung des drehenden oder drehschla
genden Bohrens durch Höchstdruckwasserstrahlen zum Zwecke
der Steigerung der Bohrleistung haften die Einschränkun
gen der HDW-Technik, welche im Abschnitt 2 beschrieben
worden sind, nicht an.
Die Drehdurchführung besteht - wie an sich bekannt -
aus 2 × 3 Dichtungspaketen 49, 50, die symmetrisch beidseitig
der Höchstdruckwasserzuführung 51 angeordnet sind. Die beiden
der HDW-Zuführung am nächsten angeordneten Dichtungssätze
50 werden auf ihrer Rückseite von hochviskosem Öl be
aufschlagt, welches in einem Druckübersetzer 52 auf einen
gegenüber dem Höchstdruckwasser 5 bis 10% erhöhten Druck
gebracht wird. Auf diese Weise werden die am meisten ge
fährdeten Dichtungen 50 druckentlastet und gleichzeitig
geschmiert.
Claims (28)
1. Verfahren zum Herstellen von Bohrlöchern aus einer
gegenüber der Bohrlochachse abgewinkelten Position heraus,
bei welchem das für das Herstellen der Bohrlöcher gewählte
maschinentechnische System über eine raumbewegliche Bohr
lafette (3) und eine darauf axial bewegliche Bohrmaschine
(4) verfügt, dadurch gekennzeichnet, daß das Bohrge
stänge (5) flexibel ausgebildet ist und in einer auf der
Bohrlafette (3) befestigten Bogenführung (7) aus der
Drehachse der Bohrmaschine (4) in die Achse des Bohr
loches umgelenkt wird.
2. Vorrichtung zum Herstellen von Bohrlöchern aus einer
gegenüber der Bohrlochachse abgewinkelten Position heraus,
bei welcher das für das Herstellen der Bohrlöcher gewählte
maschinentechnische System über eine raumbewegliche Bohrla
fette (3) und eine darauf axial bewegliche Bohrmaschine (4)
verfügt, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible
Bohrgestänge aus einer als Rohr ausgebildeten Seele (36)
und um diese Seele herumgewickelten Drähten bzw. Stäben (35)
besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verseilungsfaktor der Drähte bzw. Stäbe (35) re
lativ gering ist und beispielsweise nur zwei bis drei
Umdrehungen je Meter Bohrgestänge beträgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß das als Seele dienende Rohr (36) und die um dieses
Rohr herumgewickelten Drähte bzw. Stäbe (35) aus Federstahl
oder federstahlähnlichem Werkstoff bestehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsteckvorrichtung (38)
für die Bohrkrone (37) und das Einsteckende in die Bohrma
schine (4) aus kalt verformbarem Werkstoff bestehen und
auf das flexible Bohrgestänge (5) aufgepreßt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
diesen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsteckvorrichtung
(38) für die Bohrkrone (37) und das Einsteckende in die
Bohrmaschine (4) durch Hartlöt- oder Schweißverbindung
an dem flexiblen Bohrgestänge (5) befestigt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsteckvorrichtung (38)
für die Bohrkrone (37) über an sich bekannte Führungsrippen
(39) verfügt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bogenführung (7)
Lagerböcke (9) vorgesehen sind, welche Wälzlager (44) ent
halten.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Lagerböcken (9)
Distanzrohre (10) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Distanz
rohre (10) kleiner ist als die kritische Knickbelastung
des flexiblen Bohrgestänges (5) unter den auftretenden Mo
menten, Andruckkräften und Schlagbeanspruchungen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Bohrloch nächste
Lagerbock über eine Dichtungsmanschette (23) verfügt, die mit
ihren Lippen (25) dichtend am flexiblen Bohrgestänge (5)
anliegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerböcke (9) über
vier jeweils um 90 Grad versetzte gebogene Leisten (26, 27)
miteinander verbunden sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenführung als
rohrförmiges Gleitlager (31) mit Dichtungsmanschetten
(23, 34) an den beiden Enden ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmige Bogen
führung an besonders geeigneten Stellen über Schmiermittel
zuführungen (33) verfügt, die mit einer Schmiermittelleitung
(32) verbunden sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bohrgestänge (5) in
seinem der Bohrlafette (3) parallel verlaufenden Bereich
verschiebbare Lagerböcke (8) zugeordnet sind, deren gegen
seitiger Abstand ebenfalls geringer ist als die kritische
Knicklänge des Bohrgestänges (5) unter den auftretenden
Belastungen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbaren Lager
böcke auf Konsolen stehen, welche die Bohrlafette (3) mit
hinreichendem Bewegungsspiel mittels der klauenförmigen
Führungselemente (13) umgreifen.
17. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß an den Konsolen der ver
schiebbaren Lagerböcke (8) ver- und entriegelbare Arre
tierungseinrichtungen (18) angebracht sind, welche in ent
sprechende Ausnehmungen (19) der Bohrlafette (3) greifen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrich
tungen (18) über Steuernocken (21) beim Auftreffen ent
sprechender Bauteile der Bohrmaschine (4) bzw. der Nachbar
böcke (8) entriegelt werden und die verschiebbaren Lager
böcke (8) anschließend in Richtung auf die Bogenführung (7)
auf der Bohrlafette (3) verfahren werden können.
19. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft zum Vorschie
ben der Lagerböcke (8) an deren Stirnflächen (22) von der
Bohrmaschine (4) oder den Nachbarböcken (8) aufgebracht und
übertragen wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerböcke (8) über
verschieden lange Rückholeinrichtungen (15) mit der Bohr
maschine (4) verbunden sind, welche beim Zurückholen des
flexiblen Bohrgestänges (5) die verschiebbaren Lagerböcke
(8) mitnehmen und in ihren ursprünglichen Positionen er
neut fixieren.
21. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen der Bohrma
schine (4) und den verschiebbaren Lagerböcken (8) vorge
sehenen Rückholeinrichtungen (15) an ihrem einen Ende fest
angebracht und an ihrem anderen Ende kraftschlüssig in
entsprechenden Bohrungen (16) mit als Anschläge dienenden
Köpfen (17) angeordnet sind.
22. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß in den Lagerböcken (8, 9)
Wälzlager angeordnet sind, an deren Innenseite ein Führungs
stück (29) umlaufen kann, welches an der Innenfläche über wen
delförmige Ausnehmungen (45) verfügt, in denen die Stäbe
bzw. Drähte (35) des flexiblen Bohrgestänges (5) axial
verschoben werden können.
23. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsstück (29)
vorzugsweise aus Gleitlagermetall besteht.
24. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerböcke (8, 9) aus
zwei lösbaren Teilen (42, 43) bestehen, um die Wälzlager
(44) und die Distanzbüchsen sowie das Führungsstück (29)
einbauen zu können.
25. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß Schmiermittelbohrungen
(46, 47) vorgesehen sind, mittels derer die Wälzlager (44)
und die Gleitnuten (45) sowie die Drähte (35) des flexiblen
Bohrgestänges (5) geschmiert werden können.
26. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerböcke (8, 9) über
Dichtungsringe (48) gegen das Eindringen von Wasser bzw.
Schmutz und das Austreten von Schmiermittel geschützt wer
den.
27. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Wälzlager (44) als
Schulterlager ausgebildet sind, welche die Aufnahme von Axial
kräften in beiden Richtungen ermöglichen.
28. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehen
den, dadurch gekennzeichnet, daß in oder vor der Bohr
maschine (4) eine an sich bekannte, symmetrisch aufgebaute
Drehdurchführung für Höchstdruckwasser vorgesehen ist, deren
Hauptdichtungen (50) mittels eines Druckübersetzers (52)
und eines Hilfskreislaufs von hochviskosem Öl druckent
lastet werden.
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