DE3629793C2 - Verfahren zum punkt- und zeilenweisen Kopieren einer mehrfarbigen Kopiervorlage und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum punkt- und zeilenweisen Kopieren einer mehrfarbigen Kopiervorlage und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbe­ griff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zur Durch­ führung dieses Verfahrens.
Bei der Herstellung farbfotografischer Positivbilder von Color-Negativen oder Diapositiven wird in zunehmen­ dem Maße von der elektronischen Bildverarbeitung Ge­ brauch gemacht. Grundlage ist dabei, daß die Bildvor­ lage nach Zeilen elektronisch abgetastet und die resul­ tierenden Bildsignale nach bestimmten Kriterien korri­ giert bzw. modifiziert werden. Die modifizierten Bild­ signale werden dann einer Farbbelichtungseinrichtungs­ einheit zugeführt, die die elektrischen Bildsignale wieder in ein optisches Bild umwandelt, das auf foto­ grafisches Aufzeichnungsmaterial, z. B. Color-Negativ­ papier, aufbelichtet wird.
Eine solche Vorrichtung geht z. B. aus der Veröffentlichung "An Experimental Cathode Ray Tube Printer" in "Journal of Imaging Technology" Vol. 12, Nr. 3, Juni 1986, S. 135 bis 139, hervor. Eine solche Einrichtung bietet die Möglichkeit, durch selektive Einstellung von Verstärkern in den drei Farb­ kanälen die Intensität der Farben zueinander zu ver­ ändern und auf diese Weise z. B. Farbstiche zu korri­ gieren. Bei Ausstattung eines solchen Gerätes mit einem Farbmonitor und einem entsprechenden Simulator für die auf einer Kopie zu erwartenden Helligkeits- und Farb­ stufen können auf dem Monitor unmittelbar die durch Verstellen der Verstärker in den Farbkanälen vorgenom­ menen Farb- und Dichtekorrekturen sichtbar gemacht wer­ den. In aller Regel ist jedoch der Einstellvorgang zum Kompensieren von Farbstichen wegen der sehr feinen Nuancierung bei hohen Qualitätsansprüchen langwierig und erfordert geschultes Personal.
Andererseits sind für das Farbkopieren mit integraler Aufbelichtung bereits sehr zuverlässige Methoden zur automatischen Farbkorrektur entwickelt worden. Zum Bei­ spiel offenbart die DE-AS 25 35 034 ein Verfahren, mit dem fotografische Farbnegative bereichsweise auf das Vorhandensein von Farbdominantenbereichen überprüft werden und solche dominanten Bereiche bei der Bildung von Farbflächendichten nicht oder nur mit verringertem Gewicht berücksichtigt werden. Das Verhältnis der so ermittelten Farbflächendichten in den drei Grundfarben erlaubt es, die Kopierlichtmengen in den drei Farben in ein Verhältnis zu bringen, bei dem eine annähernd neutral graue, d. h. nicht dominante Vorlagenfläche auch in der Kopie neutral grau wiedergegeben wird.
Die Übertragung dieser Kriterien zur Erkennung von Farbdominantenbereichen und zum Einstellen des Verhältnisses der Kopierlichtmengen in den drei Farben entsprechend dem Verhältnis der nicht dominanten Bereiche auf die Verarbeitung der Bildpunktsignale bei der Farbwiedergabe für die punktweise Belichtung ist mit vertretbarem Zeit- und Rechneraufwand nicht durchführbar, wenn für eine Kopiervorlage etwa 2 Mio Bildpunkte zu belichten sind.
Auch in der DE-OS 32 04 581 und in der DE-OS 33 17 818 sind fotografische Kopiergeräte beschrieben, bei denen eine transparente Vorlage integral auf ein Farbkopiermaterial belichtet wird und bei denen die Vorlage zunächst bereichsweise auf ihre Dichte ausgemessen wird. Bei diesen Kopiergeräten besteht deshalb das Problem, daß die dort beschriebenen Verfahren zu einem sehr hohen Rechenaufwand führen, wenn man sie auf ein Gerät übertragen will, das die Vorlage punktweise abtastet und die Bildsignale punktweise auf einem lichtempfindlichen Material wieder ausgibt. Hinzu kommt, daß bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 die der Signalfolge zugrunde liegende Vorlage während des Kopiervorgangs nicht mehr vorhanden ist. Informationen, die im Zuge der elektronischen Signalverarbeitung verlorengehen - z. B. durch elektronisches Rauschen bei sehr kleinen Bildsignalen - sind deshalb nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb kommt es bei diesen Verfahren in besonderem Maße darauf an, daß bereits beim Abtastvorgang eine möglichst vollständige Signalfolge erzeugt wird.
Aus der DE-OS 34 12 723 ist schließlich ein Verfahren zur Einstellung eines Scanners auf eine Reproduktionsvorlage bekannt, bei dem zur optimalen Anpassung eines Scanners an einen Farbrechner die Helligkeit am Scanner für die Abtastung der Bildvorlage so eingestellt wird, daß die Ausgangssignale des Photo Multiplyers beim hellsten Bildpunkt der Vorlage dem vom Farbrechner ver­ arbeitbaren maximalen Eingangssignal und beim dunkelsten Bildpunkt dem mi­ nimalen Eingangssignal entsprechen. Dieses Verfahren dient also lediglich der Anpassung des Scanners an den Belichtungsrechner.
Aus der DE 30 47 633 C2 sind elektronische Komponenten für einen elektrooptischen Bildscanner bekannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Kompensation von Farbstichen automatisch eine Farbkorrektur durchzuführen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, beim punkt- und zeilenweisen Kopieren einer elektrooptisch abgetasteten Kopiervorlage eine möglichst originalgetreue Wiedergabe der Kopie zu erreichen.
Diese Aufgaben werden gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs aufgeführten Maßnahmen.
Bereits vor dem eigentlichen Abtastvorgang wird die Kopiervorlage Bereich für Bereich auf das Vorliegen einer Dominante untersucht und so in jeder Farbe eine Farbflächendichte ermittelt, um über deren Verhältnis ein Maß für das Verhältnis der Abtastparameter zu bestimmen, das frei von Farbstichen die Wiedergabe eines neutral grauen Vorlagenbereiches in der Kopie mit einem ebenfalls neutralen Grau ergibt. Durch den Einsatz einer getrennten Meßvorrichtung können die Meßbereiche unabhängig von der Bildpunktgröße bei der späteren Abtastung wesentlich größer als die Bildpunkte sein, etwa wie bei anderen Farbkorrekturverfahren bewährt, ca. 100 Bereiche pro Vorlage. Durch die unmittelbare Beeinflussung der Größe der Bildsignale des Scanners entsprechend dem gewünschten Verhältnis der Abtastparameter bereits am Beginn des Verarbeitungsprozesses brauchen diese Einflüsse aus Farbstichen nicht mit den komplizierten Vorgängen aus Erhöhung der Farbsättigung usw. in Verbindung gebracht zu werden.
Zweckmäßig wird zur Steuerung der Bildsignalgröße die Beleuchtungsintensität des Fotoempfängers während des Abtastvorgangs beeinflußt. Dies läßt sich mit sehr ein­ fachen Mitteln wie einstellbaren Blenden im Beleuch­ tungs- oder Abbildungsstrahlengang oder durch Stufen­ graukeile bewerkstelligen.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 wird zweckmäßig nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 8 ausgebildet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen im Zusammenhang mit der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das anhand von Figuren eingehend erläutert ist.
Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum punkt- und zeilenweisen Kopieren einer mehr­ farbigen Kopiervorlage und
Fig. 2 eine schematisierte Zeichnung des Scanners ge­ mäß Fig. 1 in einer Darstellung längs des Ab­ taststrahlengangs.
Gemäß Fig. 1 wird eine Bildvorlage mit einem Scanner 1 punkt- und zeilenweise abgetastet. Der Scanner enthält einen CCD-Zeilensensor, der gemäß ausführlicher Be­ schreibung anhand von Fig. 2 in vertikaler Richtung mit konstanter Geschwindigkeit über die Abbildung der Ko­ piervorlage gefahren wird. Die Abtastung erfolgt nach­ einander für die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau durch zu diesem Zweck in den Strahlengang gebrachte Farbfilter. Das elektrooptisch abgetastete Bild besteht aus 2048 Bildpunkten pro horizontaler Zeile und aus 1024 vertikal übereinander angeordneten Zeilen, so daß jedem Bild insgesamt 2048×1024 Bildelemente (Pixel) in jeder der drei Primärfarben RGB zugeordnet sind. Eine nicht gezeigte Korrekturschaltung sorgt dafür, daß CCD-spezifische Fehler, z. B. unterschiedliche Empfind­ lichkeiten der CCD-Elemente und Dunkelströme, elimi­ niert werden.
Die korrigierten Bildsignale werden mittels eines nicht dargestellten AD-Wandlers digitalisiert und dem Bild­ verarbeitungsteil 2 zugeführt. Dieser besteht an seinem Eingang aus einem Speicher 6, der gerade die Signal­ folge einer Vorlage speichern kann. Diesem angeschlos­ sen ist der eigentliche Bildprozessor 4, der in bekann­ ter Weise eine Bildverbesserung hinsichtlich Kanten­ schärfe, Detailanhebung, Farbsättigung usw. durchführen kann. Zu seiner Steuerung ist ein Eingabepult 5 vorge­ sehen, an dem von einer Bedienungsperson besondere Kor­ rekturvorgänge gesteuert werden können. Am Ausgang des Bildprozessors liegt ein weiterer Bildspeicher 7, zu dem parallel ein weiterer Speicher 8 als Zwischen­ speicher zu einem Monitor 9 liegt. Der Monitor 9 ermög­ licht die Betrachtung des im Speicher 2 befindlichen Bildes so, wie es bei einem anschließenden Kopiervor­ gang etwa wiedergegeben wird. Schließlich liegt an dem Speicher 7 eine Printeinrichtung 3, die z. B. mittels einer Kathodenstrahlröhre nacheinander die drei Farb­ auszüge durch jeweils ein passendes Kopierfilter auf ein fotografisches Farbkopiermaterial punkt- und zei­ lenweise aufbelichtet. Einzelheiten einer solchen Printvorrichtung ergeben sich z. B. aus der nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung DE-OS 36 29 416 A1 der Anmel­ derin mit dem internen Aktenzeichen A-G 5184.
Durch die Zwischenspeicher 6 und 7 erreicht man, daß ein Bild vom Printer 3 aus dem Speicher 7 abgerufen und aufgezeichnet werden kann, während gleichzeitig schon ein neues Bild in den Speicher 6 eingelesen und vom Bildprozessor 4 verarbeitet wird. Die drei Grundvor­ gänge Abtastung durch den Scanner 1, Bildverarbeitung im Bildprozessor 4 und Bildaufzeichnung durch den Prin­ ter 3 können somit zeitlich entkoppelt werden.
In Fig. 2 ist die Abtasteinrichtung 1 in einer schema­ tisierten Längszeichnung dargestellt. Eine z. B. eine Halogenlampe 11 enthaltende Beleuchtungseinrichtung ist mit einem Reflektor 12 versehen, der das Licht der Lampe 11 über einen unter 45° geneigten Kaltlichtspiegel 13 auf eine erste Kondensorlinse 28 wirft. Zwischen dieser und dem Kaltlichtspiegel ist ein Lichtverschluß 14 angeordnet, der z. B. durch einen Drehmagneten 15 von einer Offenstellung in eine geschlossene Stellung und umgekehrt bewegt werden kann. Die aus dem Kondensor 28 austretenden Strahlen gelangen in einen Mischschacht 29, der etwaige Ungleichmäßigkeiten in der Intensitätsverteilung durch Reflexion an seinen spie­ gelnden Innenwänden beseitigt. Eine weitere Gruppe von Kondensorlinsen 30 sorgt für eine gerichtete, jedoch gleichförmige Durchstrahlung von Kopiervorlagen 23 in einer Bildbühne 27, die im folgenden noch beschrieben wird.
Zwischen der Kondensorlinse 28 und dem Mischschacht 29 ist in Form eines Graustufenrades 16 eine Lichtschwä­ chungseinrichtung angeordnet. Am Umfang des Rades sind jeweils in Größe des Strahlenquerschnitts Graufilter kontinuierlich veränderbarer oder abgestufter Dichte angeordnet, so daß je nach Stellung des Rades 16 die Intensität des Beleuchtungsstrahlenganges mehr oder we­ niger abgeschwächt wird. Das Rad 16 wird durch einen über ein Ritzel am Umfang angreifenden Motor bewegt, während die jeweilige Stellung durch einen Stellungs­ geber 18 angezeigt wird.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Graustufenrades 16, noch vor dem Mischschacht 29, ist ein Farbfilterrad 19 angeordnet mit Filterabschnitten in den Farben rot, grün und blau. Für Eichzwecke kann ferner ein freiblei­ bender Sektor vorgesehen sein. Das Filterrad 19 wird ebenfalls über ein an seinem Umfang angreifendes Ritzel eines Motors 20 angetrieben, während ein auf der Fil­ terradwelle sitzender Stellungsgeber 21 jeweils die Farbe des im Strahlengang befindlichen Filters an eine zentrale Steuereinrichtung meldet.
Die Bildbühne 27 ist als kombinierte Einrichtung für Negativstreifen mit z. B. 6 Negativen oder eine ent­ sprechende Anzahl von Diapositiven ausgerichtet. Sie umfaßt deshalb ein Magazin 22, dessen Länge für einen solchen Streifen oder eine entsprechende Anzahl von Diapositiven geeignet ist. Das Magazin 22 wird durch einen Motor 24 angetrieben, der das Magazin mit den Vorlagen 23 jeweils schrittweise nach Erledigung des Kopiervorgangs um eine Teilung weiterschaltet. Dem Mo­ tor ist ein Stellungsgeber 26 zugeordnet, der jeweils nach dem Transport um eine Bildhöhe den Transport ab­ schaltet. Und schließlich ist ein Magazin-Kontroll­ schalter 25 vorgesehen, der das Vorhandensein von Vor­ lagen abtastet.
Die im Strahlengang befindliche Vorlage 23 wird durch ein Objektiv 31 abgebildet in eine Bildebene, in der einmal ein als Charge Coupled Device ausgebildeter Lichtempfänger 41 liegt. Die Vorlage ist jedoch über einen einschwenkbaren Schwenkspiegel 38 auch auf eine Meßeinrichtung 40 abbildbar. Der Spiegel 38 wird durch eine Schwenksteuerung 39 zwischen den beiden Stellungen außerhalb des Strahlengangs und im Strahlengang hin und her bewegt. Die Meßeinrichtung 40 teilt die Abbildung der Kopiervorlage 23 in eine größere Anzahl von gleich großen Bereichen in der Größenordnung von etwa 100 auf. Dies können z. B. quadratische oder rechteckige, zei­ len- und spaltenweise angeordnete Bereiche sein, die die Vorlagenfläche bis knapp an den Rand hin lückenlos ausfüllen. Die Bereiche der Meßeinrichtung erlauben es, in allen drei Farben Dichte- oder Transparenz-Meßwerte zu diesen Bereichen zu bilden. Etwa nach der Lehre der DE-AS 25 35 034 wird für jeden Bereich wenigstens eine Meßgröße für die Farbigkeit dieses Bereiches gebildet und dieser mit gewissen Grenzwerten verglichen. Die Meßgrößen können z. B. Verhältniswerte der gemessenen Transparenzen oder Differenzwerte der durch Logarith­ mieren gebildeten Dichtewerte sein. Die Grenzwerte wer­ den durch Erfahrung so festgelegt, daß sogenannten Do­ minanten, d. h., durch Farbgebung im Motiv deutlich von einem mittleren Grau abweichende Vorlagenbereiche be­ sonders behandelt werden bei der Bildung einer Farb­ flächendichte. Zum Beispiel können sie in Übereinstim­ mung mit der genannten Auslegeschrift bei der Aufsum­ mierung zur Flächendichte der nicht dominanten Bereiche durch einen Spannungsteiler reduziert werden, sie kön­ nen ersetzt werden durch einen als Mittelwert der drei Farbmeßwerte gebildeten Grauwert oder sie können über­ haupt weggelassen werden. Die drei Flächendichten in den Grundfarben erlauben es dann, die Kopierlichtmengen in den drei Grundfarben so aufeinander abzustimmen, daß ein grauer Vorlagenbereich auch in der Kopie als unge­ färbtes Grau wiedergegeben wird.
Wird der Spiegel 38 aus dem Strahlengang ausgeschwenkt, wird die Vorlage abgebildet auf die eigentliche Abbild­ ebene, die sich mit der Bewegungsebene der CCD-Zeile 41 deckt. Diese Zeile ist auf einer Führung 42 angeordnet und wird durch einen Motor 43 mit Getriebe 44 konti­ nuierlich über die Fläche des Vorlagenbildes hinweg­ bewegt. Die Endstellungen dieser Bewegung werden durch eine Lichtschranke 45 angezeigt, während die Ansteue­ rung des Motors 43 und die Impulssteuerung für die Ab­ frage der CCD-Zeile durch einen mit dem Motor verbun­ denen Impulsgeber 46 erfolgen.
Schließlich befindet sich das Objektiv 31 auf einem Ob­ jektivrevolver 32, der durch einen Motor 33 in ver­ schiedene Stellung mit verschiedenen Objektiven beweg­ bar ist, die wiederum durch einen Stellungsgeber 34 überwacht werden. Die verschiedenen Objektive dienen dazu, unterschiedlich große Vorlagen in gleicher Größe auf die Meßeinrichtung 40 bzw. die CCD-Zeile 41 abzu­ bilden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist nun wie folgt:
Eine in den Kopierlichtstrahlengang gebrachte Vorla­ ge 23 wird zunächst bei heruntergeklapptem Schwenkspie­ gel 38 formatfüllend auf die Meßeinrichtung 40 abgebil­ det. Der Verschluß 14 ist dabei geöffnet; je nach Aus­ bildung der Meßeinrichtung kann das Bild der Vorlage durch Einschaltung der entsprechenden Farbfilter 19 als drei Farbauszüge nacheinander aufbelichtet werden oder bei entsprechender Ausgestaltung der Meßeinrichtung 40 kann durch Strahlenteilung in der Meßeinrichtung und bei Verwendung von ungefärbtem Licht können die drei Farbwerte gleichzeitig gebildet werden.
Unabhängig davon, ob die Farbwerte der einzelnen Be­ reiche nacheinander ermittelt und in einen Speicher eingegeben werden oder ob sie gleichzeitig gebildet und unmittelbar verarbeitet werden, erfolgt die Auswertung nach der Lehre der genannten deutschen Auslegeschrift derart, daß die gebildeten Farbmeßwertverhältnisse für jeden Bereich getrennt gebildet und mit für die betref­ fende Filmsorte maßgeblichen Grenzwerten verglichen werden. Bei Überschreitung dieser Grenzwerte wird die­ ser Bereich als Farbdominante angesehen und bei der Bildung der Flächendichten besonders behandelt.
Eine verfeinerte Methode zur Erkennung von Farbdominan­ ten ergibt sich aus der europäischen Patentanmeldung der Anmelderin, europäische Offenlegungsschrift 1 28 349. Dort wird anstelle der für jeden Filmtyp ge­ sondert festzulegenden Grenzwerte bei der Ausmessung der Kopiervorlage mit Umfeld und Bildstegen der dünnste Bereich gesucht und die Meßgröße für die Farbigkeit je­ weils unter Bezug auf diesen dünnsten Punkt bestimmt. Dies hat den Vorteil, daß dann für die Grenzwerte all­ gemein, d. h. für alle Filmtypen gültige Werte festge­ setzt werden können. Ferner ist dort angegeben, daß mit zunehmender Neutraldichte die Grenzwerte erweitert werden.
Die Auswertung der Meßwerte der Meßeinrichtung 40 kön­ nen in der aus den genannten Patentschriften bekannten Weise durch einen Mikroprozessor verhältnismäßig ge­ ringer Leistung mit nicht allzu großer Speicherkapazi­ tät ohne weiteres durchgeführt werden.
Am Ende des Meßvorganges liegen die Werte für die drei Flächendichten in den drei Grundfarben vor.
Nunmehr wird der Schwenkspiegel 38 umgeschaltet und das Filterrad 19 in eine Stellung gebracht, in der das er­ ste Farbfilter, z. B. rot, in dem Strahlengang liegt. Gleichzeitig wird durch Vergleich der drei Flächen­ dichten festgestellt, wie das Verhältnis der drei Ko­ pierlichtmengen zum Erzielen neutral grauer Kopien von grauen Vorlagen beschaffen sein muß. In der Farbe, in der die Flächendichte am größten ist, muß auch die Ko­ pierlichtmenge am größten sein, um einen ausgewogenen Farbeindruck in der Kopie zu erzielen. Für die Ab­ tastung dieser Farbe wird deshalb das Graustufenrad 16 auf den durchlässigsten Bereich im Strahlengang ein­ gestellt. Für die Farbe mit der nächst geringeren Flä­ chendichte ist dann das Graustufenrad 16 in eine ent­ sprechende, den Beleuchtungsstrahlengang schwächende Stellung zu bringen, während für die Farbe mit der ge­ ringsten Flächendichte der Beleuchtungsstrahlengang durch entsprechende Stellung des Rades 16 am stärksten zu schwächen ist.
Dies führt dazu, daß die Bildsignale von der CCD-Zeile 41 in den Speicher 6 mit unterschiedlicher Signal­ größe eingespeichert werden, und zwar gerade in dem Verhältnis, das zu einer ausgewogenen Farbgebung in der Kopie des Printers 3 führt.
Anstelle des Graustufenrades 16 im Beleuchtungsstrah­ lengang für die Vorlage kann auch ein kontinuierlich in der Dichte sich ändernder Graukeil auf dem Rad 16 vor­ gesehen sein, nachdem die verhältnismäßg geringe Un­ gleichmäßigkeit des Beleuchtungsstrahlenganges durch den nachfolgenden Mischschacht 29 weitgehend homogeni­ siert wird. Es kann jedoch dem Kondensor 28 oder der Beleuchtungsoptik 30 eine übliche Blendeneinrichtung beigefügt werden, mit der die Intensität des Beleuch­ tungsstrahlenganges entsprechend den Farbflächendichten geregelt wird. Ferner kann dem Abbildungsobjektiv 31 eine Blende bekannter Bauart zugeordnet sein, die die Intensität des auf die CCD-Zeile abgebildeten Vorlagen­ bildes entsprechend der Farbflächendichte steuert. Fer­ ner gibt es bei einer Charge Coupled Device die Mög­ lichkeit, die Integrationszeit, während der die von den partiellen Fotodioden gelieferten Fotoströme aufsum­ miert werden, in Abhängigkeit von den Farbflächendich­ ten der Vorlage je Abtastvorgang unterschiedlich zu be­ grenzen. Auch dies bewirkt eine Steuerung der Signal­ größen, die von der CCD-Zeile in den Bildspeicher 6 ge­ liefert werden.
Der für die Auswertung der von der Meßeinrichtung 40 gelieferten Bereichssignale erforderliche Aufwand ist wegen der geringeren Anzahl von Meßbereichen um Größen­ ordnungen geringer als der Aufwand, der erforderlich wäre, eine automatische Farbkorrektur für jedes einzelne Bildsignal durchzuführen.

Claims (10)

1. Verfahren zum punkt- und zeilenweisen Kopieren einer mehrfarbigen Kopiervorlage, die zunächst in den den drei Farben getrennt mittels einer Lichtquelle und eines Foto­ empfängers punkt- und zeilenweise abgetastet wird, die dabei erzeugte Signalfolge einer elektronischen Bildverarbeitung unterzogen und die verbesserte Signalfolge mittels einer Printeinrichtung, z. B. einer Kathodenstrahlröhre, auf ein Kopiermaterial punkt- und zeilenweise in drei Farbauszügen aufbelichtet wird, dadurch gekenn­ zeichnet, daß
  • a1) vor dem Abtastvorgang die Kopiervorlage (23) in den drei Farben bereichsweise auf ihre Dichte ausgemessen wird,
  • a2) für jeden Bereich wenigstens eine Meßgröße für die Farbigkeit gebildet und diese mit gewissen Grenzwerten verglichen wird,
  • b) danach für jede der drei Farben eine Farbflächendichte gebildet wird, wobei die Bereiche der Vorlage (23), deren Meßgrößen bestimmte Grenzwerte überschreiten, Farbdominanten zugerechnet und bei der Bildung der jeweiligen Farbflächendichte nicht oder nur mit verringertem Gewicht berücksichtigt werden und
  • c) bei der anschließenden Abtastung der Vorlage (23) die Größe der die Bildsignale beeinflussenden Abtastparameter für jede Farbe getrennt unter Be­ rücksichtigung der drei Farbflächendichten gesteuert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Größen der Bildsignale die Beleuchtungsintensität des Fotoempfängers (41) für die Dauer jeweils eines Abtastvorgangs verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer Charge Coupled Device (CCD) als Fotoempfänger (41) deren Integra­ tionszeit zur Steuerung der Bildsignalgröße variiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Filmvorlagen in Streifenform der nach seiner Graudichte dünnste Punkt auch am Rand und im Bereich der Bildstege dieses Streifens ermittelt und die Farbigkeit der Meßbereiche mit Bezug auf die Dichte des dünnsten Punktes festgestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzwerte in Abhängigkeit von der Graudichte des Bereiches und der Richtung des Vektors für dessen Farbigkeit unterschiedlich festgelegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzwerte für die Entscheidung über das Vorliegen eines dominanten Meßbereichs vom Filmtyp abhängig eingespeichert und durch Eingeben entsprechender Filmtypinformationen wirksam gemacht werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Bildsignalgröße derart erfolgt, daß die so erzeugten Bildsignale der nicht dominanten Vorlagenbereiche in der Kopie angenähert zu einem un­ gefärbten Grau führen.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung (1, 41, 42) zur punkt- und zeilenweisen Abtastung der Vorlage (23), dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (40) zur be­ reichsweisen Ausmessung der Vorlage (23) zwecks Steuerung der Bild­ signalgrößen vorgesehen ist, daß an diese Meßeinrichtung (40) eine Rechen- und Speichereinrichtung (4, 6, 7) zur Ermittlung von dominanten Vorlagenbereichen und zur Bildung von Farbflächendichten unter Ausschaltung oder verminderter Wertung der dominanten Bereiche angeschlossen ist und daß eine Vorrichtung (16) zur Steuerung der Bildsignalgrößen in Abhängigkeit von dem Verhältnis der Farbflächendichten vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ablenkspiegel (38) in den Abbildungsstrahlengang so einschwenkbar ist, daß das Bild der Vorlage (23) auf die Meßeinrichtung (40) geworfen wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Beleuch­ tungsstrahlengang oder im Abbildungsstrahlengang der abzutastenden Vorlage (23) auf eine CCD-Zeile (41) durch jeweils ein Farbfilter (19) motorisch entsprechend dem ermittelten Farbverhältnis verstellbare Licht­ schwächungsmittel wie Blenden oder Stufengraukeile (16) vorgesehen sind.
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