DE3632153C2 - - Google Patents
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
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- G21C3/30—Assemblies of a number of fuel elements in the form of a rigid unit
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kernreaktorbrennelement nach dem
Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zum
Herstellen dieses Kernreaktorbrennelementes.
Ein derartiges Kernreaktorbrennelement ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift 33 30 850 bekannt. Beim Entladen
eines Kernreaktors kann der Abstandhalter dieses Kernreaktorbrennelementes
von einem Abstandhalter eines anderen
Kernreaktorbrennelementes unterhakt werden oder einen solchen
Abstandhalter unterhaken. Dies kann zu einer Beschädigung
der Außenstege der Abstandhalter führen, die deren sich
hochkant durchsetzenden Blechstege umschließen. Insbesondere
können hierbei die jeweils durch zwei Außenstege gebildeten
Ecken der Abstandhalter beschädigt werden, so daß ein Brennstab
in der an dieser Ecke befindlichen Masche des Abstandhalters
nicht einwandfrei kraftschlüssig gehaltert ist.
Um das häufig noch hohe Abbrandpotential eines solchen entladenen
Kernreaktorbrennelementes mit zerstörter Abstandhalterecke
noch weiter nutzen zu können, hat man bisher die
bestrahlten Brennstäbe dieses Kernreaktorbrennelementes in
ein neues Brennelementskelett mit neuen Abstandhaltern umgesetzt.
Diese Arbeit muß unter Wasser durchgeführt werden
und ist sehr zeit- und kostenintensiv.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu
schaffen und ein betriebssicheres Kernreaktorbrennelement
anzugeben, das schnell und kostengünstig aus einem Kernreaktorbrennelement
mit an den Außenstegen beschädigtem
Abstandhalter hergestellt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe hat ein Kernreaktorbrennelement der
eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß die Merkmale des kennzeichnenden
Teiles des Patentanspruchs 1 und das Verfahren zum
Herstellen dieses Kernreaktorbrennelements die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des
Patentanspruches 5.
Die Hülse dieses Kernreaktorbrennelementes übernimmt die
Wirkung des oder der beschädigten Außenstege des Abstandhalters
und sorgt dafür, daß der durch sie geführte Stab
einwandfrei kraftschlüssig in der betreffenden Masche gehaltert
ist.
Die Unteransprüche 2 bis 4 sind auf vorteilhafte Weiterbildungen
dieses Kernreaktorbrennelementes gerichtet.
Die Erfindung und ihre Vorteile seien anhand der Zeichnung an
Ausführungsbeispielen näher erläutert:
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht und stark schematisiert ein
Kernreaktorbrennelement für einen
Druckwasserkernreaktor.
Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht und Explosionsdarstellung
einen Abstandhalter des Kernreaktorbrennelementes
nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Hülse für das
Kernreaktorbrennelement nach Fig. 1.
Das Kernreaktorbrennelement nach Fig. 1 ist für einen Druckwasserkernreaktor
bestimmt und weist quadratische Halteplatten
2 und 3 aus Metall auf. Ferner sind zwei zueinander
parallele Haltestäbe 4 und 5, z. B. Steuerstabführungsrohre
aus Metall erkennbar, deren Längsachsen die beiden zueinander
parallelen Halteplatten 2 und 3 in einem Winkel von 90°
durchdringen und die an jedem Ende jeweils an einer der
beiden Halteplatten 2 und 3 festgeschraubt sind. Jeder der
beiden Haltestäbe 4 und 5 ist durch eine quadratische Masche
in quadratischen gitterförmigen Abstandhaltern 6 aus Metall
geführt, die sich in Längsrichtung der Haltestäbe 4 und 5
gesehen zwischen den beiden Halteplatten 2 und 3 befinden und
die an den Haltestäben 4 und 5 festgeschraubt sind. Durch
andere Maschen der Abstandhalter 6 ist jeweils ein zu den
Haltestäben 4 und 5 paralleler Brennstab 8 geführt, der im
wesentlichen aus einem mit Kernbrennstoff gefüllten Hüllrohr
aus Metall besteht, das an beiden Enden gasdicht verschlossen
ist. Die Brennstäbe 8 sind an keiner der beiden Halteplatten
2 und 3 befestigt, sondern sie sind in den Maschen der Abstandhalter
6 elastisch, d. h. kraftschlüssig durch nicht
erkennbare Anlagenoppen und Federn der Abstandhalter 6 gehaltert
und haben zwischen den beiden Halteplatten 2 und 3 in
Richtung ihrer Längsachse Spiel. Sie können sich deshalb in
ihrer Längsrichtung, d. h. der Längsrichtung des Kernreaktorbrennelementes
ungehindert ausdehnen.
Wie Fig. 2 zeigt, ist ein Abstandhalter 6 des Kernreaktorbrennelementes
nach Fig. 1 an einer Ecke, an der sich eine Masche
11 befindet, beschädigt, d. h. die Außenstege 9 und 10 des
Abstandhalters 6 überlappen sich nicht mehr in der Ecke mit
der Masche 11.
Diese Masche 11 ist durch die Außenstege 9 und 10 sowie durch
zwei sich hochkant rechtwinklig durchsetzende Blechstege 12
und 13 gebildet. Jeder dieser Blechstege 12 und 13 weist eine
starre Anlagenoppe 14 und 15 für einen durch die Masche 11
geführten Stab auf. Diese starren Anlagenoppen 14 und 15 sind
aus dem Blechsteg 12 bzw. 13 herausgeprägt und ragen mit
ihrer Vorderseite in die Masche 11. An den Außenstegen 9 und
10 sind ebenfalls in die Masche 11 ragende elastische Federn
16 und 17 ausgebildet, die einen durch die Masche 11 geführten
Stab gegen die Anlagenoppen 15 bzw. 14 pressen sollen,
die aber wegen der Beschädigung der Außenstege 9 und 10 in
der Außenecke der Masche 11 und des Abstandhalters 6 in ihrer
Wirksamkeit beeinträchtigt sind.
Auf die Masche 11 ist eine Hülse 18 aufgesetzt, die mit der
Masche 11 fluchtet. Die Hülse 18 greift in die Masche 11 und
weist außen am Mantel zwei Blattfedern 19 und 20 auf, die in
Bezug auf Längsachse der Hülse 18 einen Winkelabstand von 90°
voneinander haben. An einem Ende sind die Blattfedern 19 und
20 an der Hülse 18 befestigt, am anderen Ende sind sie
U-förmig zur Längsachse der Hülse 18 hin gezogen. Die Blattfedern
19 und 20 hintergreifen die Blechstege 12 und 13, auf
deren Kanten sich die Hülse 18 mit den Befestigungsstellen
der Enden der Blattfedern 19 und 20 am Mantel der Hülse 18
abstützt. Mit den anderen Enden greifen die Federn 19 und 20
in die starren Anlagenoppen 15 und 14 auf deren Rückseite.
Durch die Hülse 18 und damit auch durch die Masche 11 ist der
Stab 29 geführt, dessen Außendurchmesser günstigerweise etwas
kleiner als der Innendurchmesser der Hülse 18 ist. Die Blattfedern
19 und 20 übernehmen die Funktion der weitgehend unwirksamen
Federn 16 und 17 der Außenstege 9 und 10 und
pressen den Stab 29, der vorteilhafterweise ein Leerstab ohne
Kernbrennstoff ist, zur kraftschlüssigen Halterung gegen die
Vorderseite der starren Anlagenoppen 15 und 14, die in der
Masche 11 Abstand in axialer Richtung von der Hülse 18 haben.
Zum Aufsetzen der Hülse 18 auf die Masche 11 wird unter
Wasser der Stab 29 z. B. mit einem in der US-Patentschrift
43 36 103 beschriebenen Werkzeug durch die der Masche 11 entsprechenden
Maschen der Abstandhalter 6 bis zum Abstandhalter
6 mit den in der Ecke des Abstandhalters 6 beschädigten
Außenstegen 9 und 10 geschoben. Mit einer Greifzange wird
sodann unter Wasser die Hülse 18 auf den Stab 29 aufgeschoben
und durch Drehen um ihre Längsachse in die richtige Position
gebracht, so daß sie ebenfalls mit der Greifzange unter
Weiterschieben des Stabes 29 durch die Masche 11 auf die
Kanten der Blechstege 12 und 13 aufgesetzt werden kann. Hierbei
rasten schließlich die Blattfedern 19 und 20 in die
starren Noppen 15 und 14 auf deren Rückseite ein.
Die richtige Position der Hülse 18 auf dem Stab 19 kann
visuell an einem Winkelteil 22 erkannt werden, das die Hülse
18 außen auf ihrem Mantel trägt.
Eine weitere Ausführungsform einer Hülse 18′ nach Fig. 3 weist
außer den Blattfedern 19 und 20 im Mantel jeweils unter
diesen Blattfedern 19 und 20 einen Längsschlitz auf, der von
dem Ende der Hülse ausgeht, das sich in der Masche 11
befindet. In Fig. 3 ist nur der Längsschlitz 23 unter der
Blattfeder 19 erkennbar. In den Längsschlitzen unter den
Blattfedern 19 und 20 befinden sich in der Masche 11 des
Abstandhalters 6 die starren Noppen 15 und 14, die die Innenfläche
der Hülse 18′ überragen. Ferner weist die Hülse 18
auch zwei Längsschlitze auf, die in Bezug auf die Längsachse
der Hülse 18′ voneinander einen Winkelabstand von 90° haben
und die auch von dem in der Masche 11 befindlichen Ende der
Hülse 18′ ausgehen. Diese Längsschlitze, von denen in Fig. 3
nur der Längsschlitz 24 zu erkennen ist, haben auch von dem
jeweils benachbarten Längsschlitz unter einer der Federn 19
und 20 einen Winkelabstand von 90°. In diesen Längsschlitzen
befinden sich in der Masche 11 des Abstandhalters 6 nach Fig.
3 die unwirksam gewordenen Federn 16 und 17 der Außenstege 9
und 10.
Die Hülse 18′ nach Fig. 3 weist an ihrem in der Masche 11 befindlichen
Ende außen auch einen der Maschenkontur angepaßten
Paßkörper 25 auf, der nicht nur das Einsetzen der Hülse 18′
in die Masche 11 erleichtert, sondern diese Hülse 18′ auch
gegen Verdrehen in der Masche 11 sichert.
Claims (5)
1. Kernreaktorbrennelement mit Kernbrennstoff enthaltenden
zueinander parallelen Stäben, von denen jeder
durch eine von sich hochkant durchsetzenden
Blechstegen gebildete Masche eines gitterförmigen
Abstandhalters geführt ist, wobei in eine sich an
einem beschädigten Außensteg des Abstandhalters
befindliche Masche eine starre Anlagenoppe ragt,
die aus einem der Innenstege herausgeprägt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß auf die Masche (11)
mit dem beschädigten Teil des Außenstegs (9, 10) eine in
diese Masche (11) greifende und auf der Kante
eines Innensteges (12, 13) sich abstützende Hülse (18, 18′)
aufgesetzt ist, durch die ein Kernbrennstoff
enthaltender Brennstab (8, 29) oder ein Leerstab (29)
ohne Kernbrennstoff geführt ist, wobei die Hülse (18, 18′)
eine am Hülsenmantel befestigte, den die Anlagenoppe
(14, 15) aufweisenden Innensteg (12, 13) hintergreifende
und in die Rückseite der Anlagenoppe
(14, 15) eingerastete Blattfeder (19, 20) aufweist,
welche mittels der Hülse (18, 18′) den Brennstab (8, 29)
oder den Leerstab (29) gegen die Vorderseite der Anlagenoppe
(14, 15) preßt.
2. Kernreaktorbrennelement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstandhalter (6)
rechteckig, vorzugsweise quadratisch, ist und daß sich die
Masche (11) mit der aufgesetzten Hülse (18, 18′) in einer
Ecke des Abstandhalters (6) befindet.
3. Kernreaktorbrennelement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülse (18′) im Mantel
einen Längsschlitz (23) aufweist, der von ihrem in der Masche
(11) befindlichen Ende ausgeht und in dem sich die Anlagenoppe
(14, 15) befindet.
4. Kernreaktorbrennelement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülse (18′) an ihrem
in der Masche (11) befindlichen Ende außen einen der Maschenkontur
angepaßten Paßkörper (25) zur Verdrehsicherung aufweist.
5. Verfahren zum Herstellen eines Kernreaktor-Brennelementes
nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse
(18, 18′) auf den Stab (29) aufgeschoben, durch Drehen um ihre
Längsachse positioniert und unter Schieben des Stabes (29)
durch die Masche (11) des Abstandhalters (6) durch die Kanten
der Blechstege (12, 13) unter Einrasten der Blattfeder (19, 20)
in die Rückseite der Anlagenoppe (14, 15) abgestützt wird.
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Publications (2)
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| DE3632153C2 true DE3632153C2 (de) | 1992-01-02 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19863632153 Granted DE3632153A1 (de) | 1986-09-22 | 1986-09-22 | Kernreaktorbrennelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3632153A1 (de) |
Cited By (2)
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| DE102006015868B3 (de) * | 2006-03-02 | 2007-04-12 | Areva Np Gmbh | Brennelement für einen Leichtwasserreaktor |
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1986
- 1986-09-22 DE DE19863632153 patent/DE3632153A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3632153A1 (de) | 1988-03-31 |
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