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Überholmaschine, besonders für Wendeschuhwerk. Für diese Anmeldung
ist gemU dem Unionsvertrage vom z. Juni tgt t die Priorität auf Grund der Anmeldung
in derb Vereinigten Staaten von Amerika vom t g. Mai 1917 beansprucht. Bei
gewissen Arten von Schuhwerk, insbesondere bei Wendeschuhwerk, 'besteht die Sohle
aus verhältnismäßig dünnem, weichem Material, und bei Wendeschuhwerk ragt die Sohlenkante
etwas über die Leistenkanten hervor. Wenn derartiges Schuhwerk übergeholt und aufgezwickt
wird, hebt das Oberleder -beim Anziehen leicht die Kanten der Sohle vom Leisten
ab, so daß kein glatter Sitz des Schaftes erreicht wird. Bei Einzangenzwickrnaschinen
für Wendeschuhwerk hat man aus diesem Grunde schon besondere Stoffdrücker angewandt,
welche mit der abgesetzten Sohlenkante, der sogenannten Federkante, dicht am Leistenrande
in Berührung treten und verhindern, daß die Sohlenkante sich aufbiegt. Bei einer
überholmaschine ist nun ein solcher fester Sohlendrücker für die Federkante nicht
verwendbar, weil das Oberleder gleichzeitig an mehreren Stellen gefaßt und angezogen
wird und ohnedies noch ein Zurechtrücken des Schaftes aiif dem Leisten notwendig
ist. Es wäre daher sehr unbequem oder unmöglich, an den Sohlendrückern noch besondere
Randdrücker anzuwenden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst,
daß die besonderen Sohlenranddrücker an den Greifern angeordnet sind und sich mit
diesen bewegen. Sie werden vor der endgültigen Anzugsbewegung
der
Greifer auf die Sohlenkante gesenkt und vor dem Eintreiben der Befestigungsmittel
wieder zurückgezogen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, "velches hinsichtlich der bekannten Teile im wesentlichen dem amerikanischen
Patent 1029387 entspricht.
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A.bb. i ist eine Seitenansicht des Kopfes der Maschine.
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Abh. 2 ist eine Seitenansicht, teilweise im senkrechten Schnitt.
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Abb. 3 ist eine Seitenansicht des Spitzengreifers und des von dem
Schuh zurückgezogenen Stoffdrückers.
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Abb. 4 ist eine ähnliche Ansicht wie Abb. 3 bei anderer Stellung der
Teile.
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Abb. 5 ist ein Schaubild.
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Abb. 6 erläutert die Anordnung des Antriebes für den Stoffdrücker
in einer Vorderansicht und teilweise im senkrechten Schnitt.
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Abb. 7 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb. 6.
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Abb.8 zeitigt im Grundriß einen Teil der Vorrichtung zum Freigeben
des Stoffdrückers.
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Die Maschine besitzt einen Spitzengreifer, dessen Greiferbacken 2
an einem Gehäuse angebracht sind. Eine Stange 6 ist mit dem Anzugshebel 8 des Spitzengreifers
verbunden. Der Hebel 8 wird mittels eines Hebels 9 bewegt. Die Maschine besitzt
ferner Seitengreifer, die aus Backen. to, Gehäuse z2 und mit Anzugshebeln 16 verbundenen
Stangen 14 bestehen.. Die um eine Achse 18 drehbaren Hebel 9 und 16 werden durch
Vermittlung von Schiebern 22 und 24. von einer Kurvenscheiben tragenden Welle 2o
aus bewegt. Eine von dem Schieber 22 getragene Stange 26 ist von einer Feder 28
umgeben, die während der Abwärtsbe"vegung der Stange zusammengedrückt wird und auf
das rückwärtige Ende des Hebels 9 einen Druck ausübt, so daß der Hebel 8 eine nachgiebige
Anzugsbewegung des Spitzerngreifers herbeiführt. Die Hebel 16 der Seitengreifer
stehen in ähnlicher Weise unter dem dem Einfluß von die Stangen 30 umgebenden
Federn 32.
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Die Sohle des der Maschine dargebotenen Schuhes liegt an einem Sohlendrücker
an, :der aus einem an einem Schieber 36 angeordneten Glied 34 besteht. Der Schieber
36 kann in der Längsrichtung.des Schuhes in einem um eine Achse-4o drehbaren Träger
38 verstellt werden. Diese Einstellung des Schiebers 36 mit dem Sohlendrücker wird
durch ein Zahnrad 42 bewirkt, das in eine an dem Schieber 36 ausgebildete Zahnstange
44 eingreift. Eine an dem Träger 38 vorgesehene Rolle 46 liegt an einer auf der
Welle 2o sitzenden Kurvenscheibe 48 an und wird durch eine Feder 50 gegen die Kurvenscheibe
gehalten. Während des Arbeitsganges der Maschine wird der Träger 38 durch die Einwirkung
der Kur-' venscheibe 48 um die Achse 40 geschwungen, wobei der Sohlendrücker den
Leisten und die Sohle in das von den Greifern a:-gezogene Oberleder hineinpreßt.
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Die Maschine ist in üblicher Weise mit seitlichen Nagelarmen 52 und
mit einem Spitzennagelarm 54 ausgerüstet. An dem ! Spitzennagelarm 54 sind Überschieber
56 vorgesehen, die das Oberleder über die Leistenspitze schieben. Die Maschine besitzt
auch seitliche Klemmarme 58, die durch Vermitt-Jung eines Schiebers 62 von einer
auf der Welle 2o sitzenden Kurvenscheibe 6o bewegt werden, um den Schuh während
,des Auf-; z«ickvorganges und während des Eintreibens der Nägel zu stützen. Die
Maschine kommt nach erfolgtem Anziehen des Ober-! leders selbsttätig zum Stillstand,
und während dieser Pause kann sich der Arbeiter von der Lage des Oberleders mit
Bezug auf den Leisten überzeugen und die notwendigen Einstellungen vornehmen. Nach
erneutem Anlassen der Maschine bewegen sich die seitlichen Klemmarme gegen den Schuh,
und der Oberlederrand wird durch die Einwirkung der Cberschieb- und Nagelvorrichtungen
über den Leistenboden geschoben und an ihm befestigt.
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Gemäß der Erfindung ist die Maschine mit einem Stoffdrücker ausgerüstet,
der um die Schuhspitze herum auf dein abgesetzten Sohlenrand aufliegt. Dieser Stoffdrücker
besteht aus -Gliedern, die in der Nachbarschaft der Seitengreifer mit dein abgesetzten
Sohlenrand an den gegenüberliegenden Seiten der Sohle in Berührung treten. Das auf
die Schuhspitze einwirkende Glied 64 des Stoffdrückers bestecht aus einer Platte,
deren nach unten stehende Lippe entsprechend der Gestalt der Sohlenspitze gekrümmt
ist. Die Platte 64 ist an einem bei 68 an einem Schieber 70 dreh-' baren
Arm 66 befestigt. Der Schieber 70 verläuft in der Längsrichtung der Greifer-; stange
6 und des Greifergehauses 4 und kann ' sich mit Bezug auf diese beiden Teile in
der Längsrichtung verschieben. Eine um Stift 7.1. gewundene Feder 72 sucht den Arm
66 ungefähr gleichlaufend zu dem .Schieber und dem Greifergehäuse zu halten, wobei
sich das Glied 64 in unmittelbarer Nähe des Spitzengreifers befindet. In eine Aussparung
76 des Armes 66 greift ein Fortsätz 78 des Sohlendrückergliedes 34 ein, so daß die
Lage dies Gliedes 64 mit Bezug auf die Längsrichtung des Schuhes durch den Sohlendrücker
bestimmt wird. Die scharnierartige Verbindung zwischen dem Arm 66 und! dem Schieber
70 läßt die Anzugsbewegung d'es Spitzen-; greifen in einer zu der Ebene des Schuhbodens
geneigten
Richtung zu, ohne die Lage des Stoffdrückers zu beeinflussen.
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Die seitlichen Gliederdes Stoffdrückers bestehen aus Platten 8o, die
mit dem abgesetzten Sohlenrand an der Außenseite der Rißlippe in unmittelbarer Nähe
der Seitengreifer in Berührung treten. Jede Platte 8o - ist bei 82 mit einem Schieber
84 verzapft, der in der Längsrichtung des dazugehörigen Greifergehäuses 12 verläuft.
Der Schieber 84 ist mit einem zweiten, längs der Greiferstange 14 verlaufenden Schieber
86 verbunden. Die drehbare Verbindung zwischen der Platte 8o und dem Schieber 84
läßt Drehbewegungen der Platte 8o um eine in der Querrichtung des Schuhes verlaufende
Achse zu, .so daß die Platte 8o ohne Rücksicht auf die Neigung des Schuhbodens oder
des Umrisses des letzteren flach auf der Sohle aufliegen kann.
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Eine im Maschinenkopf gelagerte Welle 88 trägt Kurbelarme 9o, 92,
die durch Stangen 94 mit den Schiebern 86 verbunden sind. Die Entfernung der seitlichen
Glieder des Stoffdrückers von den Kurbelarmen kann :durch an den Stangen 94 vorgesehene
Spannschlösser 96 verändert werden. Das auf die Schuhspitze einwirkende Glied des
Stoffdrückers wird durch einen Fortsatz 98 des Kurbelarmes 9o zur Wirkung gebracht.
Eine mit dem Schieber 70 verbundene Stange ioo ist in ähnlicher Weise wie
die Stangen 94 längsweise verstellbar. An dem Fortsatz 98 ist ein Schlitz zog ausgebildet,
in dem ein Stift io4 festgeklemmt werden kann, so daß die Größe der dem Glied 64
erteilten Bewegungen verändert werden -kann. Die Abwärtsbewegung der Stange ioo
wird durch Zusammentreffen des Stiftes 104 mit dem unteren Ende eines Schlitzes
1o6 der .Stange herbeigeführt. Die Anordnung läßt aus noch zu erwähnenden Gründen
einen begrenzten Totgang zwischen der Stange Zoo und dem Kurbelarm zu.
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Die Glieder des Stoffdrückers werden während der Anzugsbewegung der
Greifer und nach Abwärtsgang des Sohlendrückers gegen den Schuhboden bewegt. Zu
diesem Zweck ist die Welle 88 mit einer der Stangen 30 verbunden, die, um
den mit ihr verbundenen Seitengreifer anzuziehen, nach unten bewegt wird. Ein Fortsatz
1o8 der Stange 30 ist mit einem Lenkstück iio verzapft, dessen Schlitz 112
einen Stift 114 eines an dem Maschinengestell drehbaren Hobels 116 aufnimmt. Der
Hebel i 16 bewegt durch eine Verzahnung i 18 ein Zahnrad i2o, welches wiederum in
Zähne eines Hebels 122 eingreift. Der Hebel 122 ist durch ein Lenkstück 124 und
durch einen Kurbelarm 126 mit. der Welle 88 verbunden. Die Verbindung zwischen dem
Hebel 122 und dem Lenkstück 124 wird durch einen Stift r28 gebildet, der in einem
Schlitz 13o des Hebels verstellt werden kann, um die der Welle 88 durch die Stange
3o erteilte Bewegung zu verändern.
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Durch Herabbewegung der mit dem Lenkstück iio verbundenen Stange
30 wird die Welle 88 während der Anzugsbewegung der Greifer und während des
Herabdrückens des Leistens vorwärts geschwungen, und die Maschine kommt am Ende
der Anzugsbewegung in einer Lage zum Stillstand, in der die Glieder des Stoffdrückers
an der abgesetzten Sohlenkante anliegen. Die Glieder des Sohlendrückers werden unmittelbar
vor der Einwärtsbewegung der Nagelarme 52, 54 zurückgezogen, damit sie der Einwärtsbewegung
der seitlichen Klemmarme und der Nagelarme nicht im Wege stehen. Der Kurbelarm 126
ist durch eine Kupplung mit der Welle 88 verbunden. Der lose auf der Welle sitzende
Kurbelarm besitzt zwei einander diametral gegenüberliegende Aussparungen, die zur
Aufnahme von Zähnen 132 einer Kupplungsnabe 134 dienen. Die mittels Feder und Nut
auf der Welle verschiebbare Nabe 134 wird für gewöhnlich durch eine Feder 136 in
einer Lage gehalten, in der die Kupplung eingerückt ist. Eine einerseits an dem
Maschinengestell und .anderseits an einer die Welle 88 umgebenden Muffe iqo .befestigte
Torsionsfeder 138 sucht die Welle in einer Richtung zu dre= hen, in der die Glieder
des Stoffdrückers angehoben sind. Die Muffe i4o ist mit der Welle durch einen Stift
142 verbunden, der in einem an - dem Ende der Welle befestigten Glied 144 untergebracht
ist und in ein Loch des Gliedes 14o eingeschoben werden kann. Nach Herausziehen
des Stiftes 142 kann durch Drehung der Muffe 140 die Spannung der Feder 138 verändert
werden. Während des Ruhezustandes der Maschine und während der ersten Arbeitsstufe
ist die Kupplung zwischen 134, 126 eingerückt, so daß die Stoffdrückerglieder durch
die Verbindung mit der Stange 30 während der Anzugsbewegung der Greifer herabgedrückt
werden. Die Tabe 134 wird dann zwecks Zurückbewegung der Stoffdrückerglieder in
einer Richtung verscheben, in der ihre Verbindung mit dem Arm 126 gelöst wird. An
denn oberen Ende einer senkrechten Welle 146 ist ein Glied 148 vorgesehen, dessen
Rollen mit dem Flansch der Nabe 134 in Berührung treten und die Nabe 134 unter Überwindung
der Spannung der Feder 136 zurückziehen. Ein Arm 15o des unteren Endes der Welle
146 (Abb. 8) trifft mit dem Ende eines Armes eines Hebels 154 zusammen, dessen anderer
Arm in der Bewegungsbahn des Schiebers 62 liegt. Durch Vermittlung des Schiebers
62 werden die seitlichen Klemmarme 58, wie bereits erwähnt, zu
Beginn
der zweiten Arbeitsstufe der Maschine gegen den Schuh bewegt. Abb. 8 läßt erkennen,
daß der Schieber 62 noch eine gewisse Strecke zurückzulegen hat, ehe er mit dem
Hebel zusammentrifft. Die Anordnung ist derart, daß durch Ausrücken der Kupplung
die Stoffdrückerglieder freigegeben werden, wenn die seitlichen Klemmarme mit dem
Schuh zusammentreffen und unmittelbar vor dem Beginn der Einwärtsbewegung der Nagelarme.
Durch Einstellung der Schraube 152 kann das zeitliche Verhältnis des Freigebers
der Stoffdrückerglieder mit Bezug auf die Bewegung des Schiebers 62 verändert werden.
Die Schwingbewegung des Hebels 154 wird durch einen Anschlagstift 156 begrenzt,
damit der Hebel in zur Einwirkung des Schiebers 62 geeigneter Lage gehalten wird.
Die Bewegung der freigegebenen Stoffdrückerglieder wird durch einen mit dem Arme
92 zusammentreffenden Luftpuffer 158 gedämpft, welcher sich in einer Büchse des
Maschinengestelles unter Überwindung der Spannung einer Feder 16o verschieben kann.
Ein Stift 162 dient .der Feder 16o als Führung und begrenzt auch die Einwärtsbewegung
des Puffers 158. Der Stift 162 ist zwecks Veränders der Grenze der
Drehbewegung der Welle 88 verstellbar .und begrenzt auf diese Weise die Aufwärtsbewegungen
der Stoffdrückerglieder.
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Wenn die im Ruhezustande befindliche Masohine zur Aufnahme eines Schuhes
bereit ist, so stehen die drei Stoffdrückerglieder in solcher Beziehung zu den Greifern
und zu dem Sohlendrücker, daß die Stoffdrückerglieder beim Erfassen und während
des Anziehens des Oberleders mit :dem Sohlenrand in Berührung sind. Das Glied 64
befindet sich zu dieser Zeit etwas oberhalb der Kanten der kurvenförmigen Backen
2 des Spitzengreifers und in unmittelbarer Nähe der letzteren (Abb. 4). Das Glied
64 bestimmt auf diese Weise die Längslage :des Schuhes, während die seitlichen Glieder
8o die seitliche Lage des Schuhes bestimmen. Wenn der Oberlederrand in die Backen
der Seitengreifer und des Spitzengreifers eingeführt worden ist, so läßt der Arbeiter
die Maschine an. Während der anfänglichen Aufwärtsbewegung der Hebel 8 und 16 werden
die Greiferbacken geschlossen, und den Stoffdrückergliedern wird zu dieser Zeit
mit Rücksicht auf den durch die Stift-und Schlitzverbindung 112, 114 geschaffenen
Totgang noch keine Abwärtsbewegung erteilt. Der Stift 114 befindet sich beim Anlassen
der Maschine ungefähr in der Mitte des Schlitzes 112 (Abb. i). Wenn die Greifer
ihre Anzugsbewegung beginnen, so zieht das Lenkstück iio den Stift 114 herab und
bewirkt durch Vermittlung der beschriebenen Verbindungen Drehung der Welle 88 unter
Überwindung der Spannung der Feder 138. Hierbei werden die Stoffdrückerglieder gemeinsam
mit dem Sohlendrücker 34 gesenkt. Das Glied 64 des Stoffdrückers wird mit Rücksicht
auf den durch den Stift 104 Und den Schlitz io6 geschaffenen Totgang erst nach dem
Beginn der Anzugsbewegung des Spitzengreifers herabgedrückt. Das Glied 64 kann von
dem Spitzengreifer zu Beginn der Anzugsbewegung des letzteren etwas angehoben werden,
bis durch die Einwirkung eines Anschlages 163 auf eine Kurvenfläche 164 des Greifergehäuses
4. der Spitzengreifer etwas auswärts gedreht ist und der Abwärtsbewegung des Sohlendrückers
nicht im Wege steht.. Die scharnierartige Verbindung 68 zwischen dein Greifergehäuse
und dem Arm 66 läßt das Herausschwingen des Spitzengreifers zu, ohne die durch den
Fortsatz 78 -bewirkte Verbindung des Gliedes 64 mit dem Sohlendrücker : 34 zu beeinflussen.
Wenn der Spitzengreifer der Abwärtsbewegung .des Gliedes 64 nicht mehr im `'Vene
steht, so senkt der Stift io4 die Stange io6 und das Glied 64 auf den Solllenrand.
Im Falle der letztere aufgebogen sein sollte, so stellt das Glied 64 wieder die
j richtige Lage des Sohlenrandes auf dein Leisten her. Die drei Glieder des Stoffdrükkers
erreichen ungefähr gleichzeitig die Tieflage, wenn der Leisten vollends herabgedrückt
ist. Nach dem Anziehen des Oberleders kommt die Maschine in einer Lage zum Stillstand,
in der die Stoffdrückerglieder auf dein Sohlenrand aufstehen und den letzteren dem
Leisten gegenüber in der erforderlichen Lage halten. Der Arbeiter kann nun etwa
notwendige Einstellungen vornehmen und die Über-: schieber 56 umr die Schuhspitze
herum schließen. Schließlich bewirkt der Arbeiter durch ' Offnen des Spitzengreifers
das Freigeben des . mittels des letzteren erfaßten Oberleders.
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Nach erneutem Anlassender Maschine werden die seitlichen Klemmarme
58 durch die Einwirkung .des Schiebers 62 gegen den Schuh bewegt. Die Seitengreifer
führen dann eine Einwärtsbewebgung aus, wobei der Oberlederrand über den Leistenboden
gezogen wird. Die seitlichen Nagelarme 52 folgen der Einwärtsbewegung der Greifer
und =befestigen den über den Leistenboden geschobenen Oberlederrand an dem Leistenboden.
Der Spitzennagelarm bringt die Überschieber 56 zur Einwirkung, worauf das über die
Schubspitze geschobene Oberleder durch Nägel befestigt wird. Unmittelbar vor der
Einwärtsbewegung der Nagelarme wird das Kupplungsglied 134 durch die Einwirkung
des Schiebers 62
auf den Arm 154 in der. Längsrichtung der Achse 8o verschoben,
woei die Verbindung der letzteren mit dem Kurbelarm 126 gelöst
wird.
Die Feder 138 kann dann die Achse 88 drehen, so daß die drei Glieder des Stoffdrückers
rasch aus der Bewegungsbahn .der Überschieber 56 und der Nagelvorrichtungen herausgebracht
werden. Der Eingriff des Armes 66 mit dem Sohlendrücker 34 wird gelöst, und das
Glied 64 wird durch die Feder 72 in eine durch einen Fortsatz 166 des Armes 66 bestimmte
Lage geschwungen. Die Aufwärtsbewegung des Gliedes 64 am Spitzengreifer wird durch
Zusammentreffen des oberen Endes des Armes 66 mit einer Knaggc 168 des Greifergehäuses
begrenzt. Wenn der Arm 66 diese Lage erreicht, so tritt der Fortsatz 166 in eine
Aussparung 17o der Rückseite des Greifergehäuses ein, so daß das Glied 64 in seine
Ausgangslage hinter den Greiferbacken zurückkehren kann. Die Aufwärtsbewegung der
seitlichen Stoffdrückerglieder 8o wird durch Zusammentreffen der Schieber 84 mit
Knaggen 172 der Greifergehäuse 12 begrenzt.
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Die Greifer, die Nagelarme, die seitlichen Klemmarme und der Sohlendrücker
werden in ihre Ausgangslagen zurückgeführt, ehe die Maschine am Ende ihrer endgültigen
Arbeitsstufe zum Stillstand kommt. Die sich anhebenden Schieber 22, 24 senken die
Greifer-!hebel mit den Greifern, und mit Rücksicht auf das Zusammentreffen der Knagge-168
mit dem oberen Ende des Armes 66 und der Fortsätze 172 mit den Schiebern 84 werden
die Stoffdrückerglieder und die mit ihnen verbundenen Schieber gemeinsam mit den
Greifern gesenkt. Während :dieser Bewegung wirken die Stangen 94 auf die Kurbelarme
9o und 92 ein, wobei die Achse 88 unter Überwindung der Spannung der Feder 138 gedreht
wird. In .der Zwischenzeit bewegen sich die Stangen 30 und das Lenkstück
i i o heraus, und wenn der Stift 114 von dem Lenkstück iio freigegeben wird, so
bewirkt eine den Arm i 16 in dem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne drehende
Feder 174 Bewegurig des Kurbelarmes 126 in einer .dem Drehsinn der Achse 88 entgegengesetzten
Richtung, bis die Zähne 132 des Kupplungsgliedes 134 in die Aussparungen der Nabe
des Kurbelarmes 126 einfallen. Nachdem Einrücken dieser Kupplung haben die Greifer
ihre untere Bewegungsgrenze erreicht. Die Schieber 22 und' 24 setzen jedoch ihre
Aufwärtsbewegung fort, um das Öffnen der Greiferbacken herbeizuführen, und hierbei
bewegt sich das Lenkstück i io mit Bezug auf den Stift i i4 aufwärts, bis der Stift
114 die in der Abb- i dargestellte Lage in dem Schlitz 112 einnimmt. Desgleichen
nimmt der Stift 104 mit Rücksicht auf die beschriebene Anordnung eine endgültige
Lage in der Mitte des Schlitzes io6 der Stange ioo ein.
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Wenn der Spitzengreifer in seine Aus-, gangslage zurückschwingt, so
stellt der Arm 66 des Gliedes 64 den Eingriff des Fortsatzes 78 des Sohlendrückers
34 mit dem Schlitz 76 wieder her. Die Pfeile der Abb. 3 deuten die Bewegungsbahn
des Armes 66 an.