DE3632902A1 - Steuereinrichtung fuer motorische verstellung von fahrzeugsitzen - Google Patents

Steuereinrichtung fuer motorische verstellung von fahrzeugsitzen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für die motorische Verstellung von Fahrzeugsitzen mit einem Schalter, der die Geo­ metrie des Fahrzeugsitzes nachbildet und eine Mehrzahl von be­ stimmten Stellbewegungen des Fahrzeugsitzes zugeordneten, ein­ zeln aktivierbaren Kontakten hat.
Eine Steuereinrichtung mit einem solchen Schalter ist aus der DE-OS 28 36 004 bekannt. Der Schalter ist hier ein tastengesteu­ erter elektromechanischer Kontaktschalter. Mit diesem Schalter­ aufbau geht ein beträchtlicher apparativer Aufwand und großer Platzbedarf einher. Die Schaltkontakte sind dem Verschleiß un­ terworfen, wodurch die Funktionssicherheit im längeren Betrieb leiden kann, so daß die Betriebslebensdauer eines solchen Schal­ ters begrenzt ist. Hinzu kommt, daß das Schaltergehäuse nicht hermetisch abgeschlossen ist, so daß Staub oder Feuchtigkeit in den Schalter eindringen kann. Aus diesem Grund verbieten sich bestimmte Einbaupositionen des bekannten Schalters, bei­ spielsweise im türnahen Bereich eines Kraftfahrzeugs.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrichtung der ge­ nannten Art anzugeben, deren Schalter bei unaufwendigem Aufbau eine platzsparende flache Bauweise ermöglicht und dessen Ge­ häuse gegen Feuchtigkeit und Staub hermetisch abgedichtet ist, so daß eine beliebige Plazierung des Schalters im Fahrzeug, insbesondere eine türseitige Anbringung möglich ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Schalter als Licht­ schrankenschalter mit Kontakten in Form von Lichtschranken ausgebildet ist, deren Lichtstrahl von einer Bedienungsperson unterbrochen werden kann.
Unter Licht ist in diesem Zusammenhang elektromagnetische Strah­ lung im sichtbaren, infraroten oder ultravioletten Spektralbe­ reich zu verstehen. Mit Lichtstrahl wird ein elektromagnetisches Feld zwischen einem Lichtsender und einem Lichtempfänger der Lichtschranke bezeichnet, ohne daß es auf die Feldgeometrie im einzelnen ankommt.
In einer bevorzugten Bauform befinden sich ein zu jeder Licht­ schranke gehöriger Lichtsender und Lichtempfänger an gegen­ überliegenden Seiten einer Fingermulde, deren Kontur der Geometrie des Fahrzeugsitzes oder eines Teils davon ent­ spricht. Der Lichtstrahl zwischen Lichtsender und Lichtem­ pfänger wird dann dadurch unterbrochen, daß die Bedienungs­ person an entsprechender Stelle mit dem Finger in die Finger­ mulde fährt. Die gewünschte Steuerfunktion läßt sich so in besonders einfacher, bedienungsfreundlicher Weise ertasten.
In einer Variante kann auch an einer Seite der Fingermulde ein kombinierter Lichtsender/Empfänger und an der gegenüber­ liegenden Seite ein Reflektor angeordnet sein.
Vorzugsweise hat der Lichtschrankenschalter eine Ansprechver­ zögerung. Diese stellt ein einfaches, sicheres Mittel dar, um unbeabsichtigte Bewegungsauslösungen des Fahrzeugsitzes zu verhindern. Die Verzögerungszeit kann beispielsweise ca. 1 Sekunde betragen.
Weiter ist der Lichtschrankenschalter vorzugsweise mit einer Schaltsperre versehen, die während der Dauer der Unterbrechung einer der Lichtschranken die Unterbrechung einer oder mehrerer anderer Lichtschranken steuerungsmäßig unwirksam macht. Damit werden Mehrfachbedienungen verhindert, um einerseits in sich widersprüchliche Steuerbefehle zu unterdrücken, und anderer­ seits für die Bedienungsperson unübersichtliche Verstellbe­ wegungen des Fahrzeugsitzes unter gleichzeitiger Ausnutzung mehrerer Bewegungsfreiheitsgrade unmöglich zu machen.
Bei einer besonders unaufwendigen, die Ansprechverzögerung und Mehrfachschaltsperre beinhaltenden Schaltung ist der Lichtempfänger einer jeden Lichtschranke ein Phototransistor der über ein RC-Glied mit dem Eingangspol eines zugeordneten Schmitt-Triggers verbunden ist, während der Ausgangspol eines jeden Schmitt-Triggers kreuzweise mit den Eingangspolen aller übrigen, zu den anderen Lichtschranken gehörigen Schmitt- Triggern rückgekoppelt ist. Die Zeitkonstante des RC-Glieds bestimmt hier die Ansprechverzögerung des Schalters, und durch die Rückkopplung der Schmitt-Trigger wird die Mehr­ fachschaltsperre realisiert.
Die Rückkopplung der Schmitt-Trigger erfolgt vorzugsweise über Koppeldioden.
Der Phototransistor einer jeden Lichtschranke ist vorzugs­ weise mit stabilisierter Gleichspannung gespeist, und er kann ausgangsseitig über einen Ableitwiderstand gegen Masse liegen. Der Widerstand des RC-Glieds kann zwischen dem Ausgangspol es Phototransistors und dem Eingangspol des Schmitt-Triggers mit diesen in Reihe, und die Kapazität des RC-Glieds in einem Zweig gegen Masse liegen. Der Schmitt-Trigger ist vorzugs­ weise ein in TTL realisierter invertierender Schmitt-Trigger.
Dem Ausgang des Schmitt-Triggers kann eine Verstärkerstufe, insbesondere eine Transistor-Treiberstufe, nachgeschaltet sein.
Zur Verstellung des Fahrzeugsitzes ist vorzugsweise ein elek­ trischer Stellmotor vorgesehen. Der Ausgang der Verstärker­ stufe kann dann mit der Spule eines Relais verbunden sein, dessen Schaltkontakt in dem elektrischen Versorgungskreis des Stellmotors liegt. Das Relais kann sich dabei nicht nur über den erfin­ dungsgemäßen Lichtschrankenschalter, sondern außerdem mittels eines oder mehrerer Endschalter ansteuern lassen, die den Stellhub des Fahrzeugsitzes oder eines Teils davon begrenzen. Die Endschalter können durch Anschlag betätigt sein.
In einer apparativ besonders unaufwendigen Ausführungsform ist der Lichtsender einer jeden Lichtschranke eine Leucht­ diode.
Zu dem erfindungsgemäßen Lichtschrankenschalter kann ein Hauptschalter mit Ein/Aus-Funktion für die ganze Steuerung der Fahrzeugsitzverstellung gehören. Dieser Hauptschalter schafft zusätzliche Sicherheit gegen eine unbeabsichtigte Verstellung des Fahrzeugsitzes.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Zeich­ nungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Teilweise schematisch zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht auf einen Lichtschrankenschalter, mit dem die motorische Verstellung eines schematisch dargestellten Fahrzeugsitzes gesteuert werden kann, wo­ bei letzterer insgesamt in Längsrichtung verschoben und hinsichtlich der Neigung seiner Rückenlehne beeinflußt werden kann;
Fig. 2 einen Schnitt nach II-II von Fig. 1, gedreht dargestellt;
Fig. 3 die Fig. 1 entsprechende Vorderansicht eines Licht­ schrankenschalters, der zur Steuerung der motorischen Verstellung eines Fahrzeugsitzes mit weiteren Stellfrei­ heitsgraden dient;
Fig. 4 eine Schaltung, mit der eine Ansprechverzögerung für den Lichtschrankenschalter sowie eine Unterdrückung von Mehrfachbedienungen erreicht wird.
Der in Fig. 1 gezeigte Lichtschrankenschalter hat ein nach außen hermetisch abgeschlossenes, flaches Schaltergehäuse 10 mit rechteckigem Grundriß. An der Oberseite 12 des Schal­ tergehäuses 10 sind zwei Fingermulden 14, 16 ausgenommen, die die Geometrie eines von der Seite betrachteten Fahrzeug­ sitzes nachbilden. Die eine Fingermulde 14 ist dem Sitzkissen zugeordnet. Sie hat die Form eines im wesentlichen horizon­ talen, länglichen Ovals. Die andere Fingermulde 16 verläuft nach Art der Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes von einem Ende der ersteren Fingermulde 14 schräg nach oben. Sie hat die Form eines länglichen Ovals mit zwei im Mittelbereich seiner Längskanten vorgesehenen, einander gegenüberliegenden Aus­ buchtungen 18, 20.
In den Fingermulden 14, 16 liegen Lichtschranken 22, 24, 26, 28, deren Lichtstrahl durch eine Reihe von Punkten an­ gedeutet ist. Wie in Fig. 2 exemplarisch und schematisch gezeigt, gehören zu jeder der Lichtschranken ein Lichtsender 30 und ein Lichtempfänger 32, die unter die Oberfläche 12 des Schaltergehäuses 10 versenkt an gegenüberliegenden Seiten der jeweiligen Fingermulde 14, 16 angeordnet sind. Der Licht­ sender 30 strahlt Licht in Richtung hin auf den Lichtempfänger 32 ab, wobei hier unter Licht elektromagnetische Strahlung im sichtbaren, infraroten oder ultravioletten Spektralbereich zu verstehen ist. Die optische Achse der Lichtschranken er­ streckt sich also über Fingermulden 14, 16 hinweg. Der Licht­ strahl der Lichtschranken kann somit von einer Bedienungs­ person dadurch unterbrochen werden, daß sie ihren Finger an entsprechende Stelle in die Fingermulden legt.
Einander gegenüberliegende Lichtsender 30 und Lichtempfänger 32 stellen nicht die einzige Möglichkeit dar, Lichtschranken in Fingermulden 14, 16 zu realisieren. Anstelle eines Licht­ senders 30 kann beispielsweise auch ein kombinierter Licht­ sender/Empfänger vorgesehen sein, der gegen einen Reflektor auf der gegenüberliegenden Seite der Fingermulde abstrahlt (nicht dargestellt).
Durch die wahlweise Unterbrechung der Lichtschranken 22, 24, 26, 28 werden Stellantriebe gesteuert, die zur motorischen Verstellung eines Fahrzeugsitzes dienen. Fig. 1 zeigt inso­ fern schematisch einen ersten Motor 34, mit dem ein Fahrzeug­ sitz 36 insgesamt in Fahrzeuglängsrichtung verstellt wird. Ein zweiter Motor 38 erlaubt es, die Neigung der Rückenlehne 40 relativ zum Sitzkissen 42 zu verstellen. Bei den Motoren 34, 38 kann es sich insbesondere um Elektromotoren handeln, die beispielsweise über eine flexible Welle und ein geeignetes Getriebe, insbesondere einen Spindeltrieb oder Schneckentrieb auf den Sitzrahmen des Fahrzeugsitzes bzw. die gelenkig daran angebrachte Rücken­ lehne wirken. Durch Drehrichtungswechsel des Motors 34 kann so der Fahrzeugsitz 36 vor- bzw. zurückgefahren und die Rückenlehne 40 steiler bzw. flacher gestellt werden. Doch sind auch andere Stellantriebe möglich, beispielsweise in Gestalt druckmittelbetätigter Arbeitszylinder.
Der mit den Stellantrieben zu bewirkende Hub bei der Ver­ stellung des Fahrzeugsitzes 36 ist in den einzelnen Freiheits­ graden nach beiden Seiten durch Endschalter 44 begrenzt, von denen in Fig. 1 schematisch nur einer dargestellt ist. Das Schaltelement der Endschalter kann dabei einen Anschlag bilden, auf den der Fahrzeugsitz 36 oder ein bewegtes Teil davon am Ende seines Hubs aufläuft.
Die Motoren 34, 38 werden von einem Steuermodul 46 aktiviert, das seinerseits ein Signal von dem Lichtschrankenschalter erhält. Bestimmte Stellbewegungen am Fahrzeugsitz sind dabei sinnfällig einer Unterbrechung von Lichtschranken 22, 24, 26, 28 in den Fingermulden 14, 16 zugeordnet. Die Licht­ schranke 22 befindet sich beispielsweise an demjenigen Ende der das Sitzkissen 42 repräsentierenden Fingermulde 14, an dem die die Rückenlehne 40 repräsentierende Fingermulde 16 ansetzt. Bei Unterbrechung dieser Lichtschranke 22 wird der Fahrzeugsitz 36 durch entsprechende Aktivierung des Motors 34 in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten verschoben. Die Lichtschranke 24 befindet sich am anderen Ende der das Sitz­ kissen 42 repräsentierenden Fingermulde 14. Bei Unterbrechung dieser Lichtschranke 24 wird der Motor 34 zu einer Gegenbe­ wegung angesteuert, die den Fahrzeugsitz 36 in Fahrzeuglängs­ richtung nach vorn verstellt. Die Lichtschranken 26, 28 liegen in der die Rückenlehne 40 repräsentierenden Fingermulde 16, und zwar in den Ausbuchtungen 18, 20, die Rückseite und Vorderseite der Rückenlehne 40 darstellen. Die optische Achse dieser Lichtschranken 26, 28 ist dabei im wesentlichen paral­ lel zu der Längsrichtung der Fingermulde 16 gerichtet. Bei Unterbrechung der Lichtschranke 26 in der vorderseitigen, der Fingermulde 14 zugewandten Ausbuchtung 20 wird der zweite Motor 38 im Sinn eines Steilerstellens der Rückenlehne 40 ange­ steuert, und bei Unterbrechung der Lichtschranke 28 in der rück­ seitigen Ausbuchtung 18 erfolgt durch Gegenbewegung dieses Mo­ tors 38 ein Absenken der Rückenlehne 40.
Die Griffmulden 14, 16 ermöglichen es, die für eine bestimmte Verstellbewegung des Fahrzeugsitzes 36 einzunehmende Finger­ position blind zu ertasten. Das ist besonders bedienungs­ freundlich und verkehrssicher, da so insbesondere der Fahrer des Kraftfahrzeugs nicht vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird. Der erfindungsgemäße Lichtschrankenschalter ermöglicht weiterhin den Aufbau eines hermetisch geschlossenen Schalter­ gehäuses 10, in das weder Staub noch Feuchtigkeit eindringen kann, und das deshalb an beliebiger Stelle im Fahrzeug, und insbesondere im türnahen Bereich plaziert werden kann. Das Schaltergehäuse 10 zeichnet sich überdies durch einen platz­ sparenden, flachen Aufbau aus. Der Lichtschrankenschalter hat keine dem Verschleiß unterworfenen, mechanisch bewegten Teile, und seine Betätigung erfordert keinerlei Kraftauf­ wand.
Die durch Unterbrechung der Lichtschranken 22, 24, 26, 28 gegebenen Steuerbefehle werden von den Endschaltern 44 über­ steuert, wenn der Fahrzeugsitz 36 oder ein Teil davon am Ende seines Stellhubs angekommen ist. Die Beaufschlagung der Endschalter 44 bewirkt dann ein Abschalten der Motoren 34, 38. Eine Gegenbewegung des Fahrzeugsitzes aus der Endlage heraus ist durch Unterbrechen der entsprechenden Lichtschranke 22, 24, 26, 28 selbstverständlich weiterhin möglich.
Zu dem Lichtschrankenschalter gehört ein Hauptschalter 48 mit Ein/Aus-Funktion für sämtliche Steuervorgänge. Der Haupt­ schalter 48 kann ebenfalls als Lichtschrankenschalter, aber auch in anderer Weise aufgebaut sein. Er muß betätigt werden, bevor eine Bedienungsperson durch Unterbrechung von Licht­ schranken 22, 24, 26, 28 eine Verstellbewegung des Fahrzeug­ sitzes 36 herbeiführen kann. Dadurch werden unbeabsichtigte, zufällige Verstellungen des Fahrzeugsitzes 36 vermieden. Nach erfolgter Sitzeinstellung wird der Lichtschrankenschalter durch erneute Betätigung des Hauptschalters 48 steuerungs­ mäßig außer Funktion gesetzt. Es ist auch möglich, für diese Funktion einen Zeitschalter vorzusehen, der beispielsweise eine gewisse Zeit nach dem Einschalten am Hauptschalter 48 oder Unterbrechen der letzten Lichtschranke 22, 24, 26, 28 automatisch abschaltet. Es sei noch angemerkt, daß das Vor­ handensein eines Hauptschalters 48 zwar nützlich, für die Erfindung aber nicht zwingend ist.
Fig. 3 zeigt das Ausführungsbeispiel eines Lichtschranken­ schalters, mit dem sich die motorische Verstellung eines Fahrzeugsitzes mit zusätzlichem Stellfreiheitsgraden steuern läßt. Zusätzlich zu der schon erwähnten Verstellung des Sitzes in Fahrzeuglängsrichtung und der Verstellung der Rückenlehnen­ neigung kann man hier den Sitz insgesamt anheben und absenken, die Neigung des Sitzkissens verstellen, die Rückenlehne in der Höhe verfahren und eine Kopfstütze ein und ausfahren. Für alle diese Bewegungen sind in Fingermulden des Schalters, die die Geometrie des von der Seite betrachteten Fahrzeug­ sitzes nachbilden, wahlweise zu unterbrechende Lichtschranken vorgesehen.
Die das Sitzkissen repräsentierende Fingermulde 14 hat in Fig. 3 zwei zusätzliche Ausbuchtungen 50, 52, die sich oben bzw. unten in mittiger Anordnung an den Längskanten der Fingermulde 14 befinden und sich im wesentlichen quer zu deren Längsrichtung erstrecken. In den Ausbuchtungen 50, 52 liegt je eine Lichtschranke 54, 56 mit in Längsrichtung der Fingermulde 14 gerichtetem Lichtstrahl. Bei Unterbrechung der unteren Lichtschranke 54 wird der Fahrzeugsitz insgesamt nach unten verfahren, und bei Unterbrechung der oberen Licht­ schranke 56 nach oben. Weitere Fingermulden 58, 60 befinden sich oberhalb bzw. unterhalb der das Sitzkissen repräsentierenden Fingermulde 14 an demjenigen Ende, das der die Rückenlehne repräsentierenden Fingermulde 16 abgewandt ist. In diesen Fingermulden 58, 60 liegt je eine Lichtschranke 62, 64, bei deren Unterbrechung die Sitzkissenneigung des Fahrzeugsitzes verändert wird. Die Vorderkante des Sitzkissens fährt dabei nach oben bzw. unten. Gegebenenfalls kann zugleich die Hinter­ kante des Sitzkissens in entgegengesetzter Richtung bewegt werden. Fig. 3 zeigt zur entsprechenden Bewegungssteuerung relativ kleine, separate Fingermulden 58, 60. Es versteht sich aber; daß statt dessen auch entsprechende Ausbuchtungen an der das Sitzkissen repräsentieren­ den Fingermulde 14 vorgesehen sein können. An der Fingermulde 60 wird gezeigt, wie durch einen Rand bzw. Wulst 112 gleichartig geformte in gleicher Richtung liegende Fingermulden durch den Tastvorgang mit dem Finger richtig identifiziert werden können.
Die die Rückenlehne repräsentierende Fingermulde 16 ist in Fig. 3 an ihren Enden mit zwei zusätzlichen Lichtschranken 66, 68 versehen, deren Lichtstrahl sich quer zur Längsrichtung der Fingermulde 16 erstreckt. Bei Unterbrechung dieser Licht­ schranken 66, 68 fährt die Rückenlehne des Fahrzeugsitzes nach oben bzw. unten. Oberhalb der Fingermulde 16 ist eine kleine zusätzliche Fingermulde 70 vorgesehen. Diese hat eine ovale Form und erstreckt sich im wesentlichen quer zu der das Sitzkissen repräsentierenden Fingermulde 14. Die Finger­ mulde 70 gibt so die Anordnung einer Kopfstütze wieder. Sie ist an ihrem oberen und unteren Ende mit je einer Licht­ schranke 72, 74 versehen, deren Lichtstrahl quer zu der Längs­ richtung der Fingermulde 70 gerichtet ist. Bei Unterbrechung dieser Lichtschranken 72, 74 wird die Kopfstütze eingefahren bzw. ausgefahren.
Die Steuerung der Fahrzeugsitzverstellung erfolgt in allen Fällen derart, daß durch Unterbrechung der entsprechenden Lichtschranke eine bestimmte Stellbewegung ausgelöst und solange fortgesetzt wird, wie die Lichtschranke unterbrochen ist. Die Stellbewegung hört auf, wenn die Lichtschranke wie­ der freigegeben oder ein Endschalter erreicht wird.
Es empfiehlt sich, eine gewisse Ansprechverzögerung nach Unterbrechung einer Lichtschranke vorzusehen, wobei die Ver­ zögerungszeit bei größenordungsmäßig 1 Sekunde liegen kann. Es werden so unbeabsichtigte Verstellungen des Fahrzeugsitzes vermieden, die durch zufällige Unterbrechungen einer Licht­ schranke ausgelöst werden könnten. Eine gewisse Schaltträgheit ist auch im Hinblick auf eine ruhige Beherrschung der Ver­ stellmöglichkeiten durch die Bedienungsperson von Vorteil. Zumindest bei einer größeren Zahl von Verstellfreiheitsgraden sollte auch eine Schaltsperre vorhanden sein, die Mehrfachbe­ dienungen verhindert, so daß eine gleichzeitige Unterbrechung mehrerer Lichtschranken steuerungsmäßig unwirksam ist. Abge­ sehen davon, daß die Verstellbewegungen für die Bedienungs­ person übersichtlich bleiben, werden so auch widersprüch­ liche Steuerbefehle unterbunden.
Fig. 4 zeigt exemplarisch eine die gewünschte Schaltverzöge­ rung und Mehrfachschaltsperre besorgende Schaltung mit zwei Lichtschranken, bei deren Unterbrechung ein Elektromotor 76 mit jeweils entgegengesetzter Drehrichtung in Gang ge­ setzt wird. Die Schaltung kann damit jeder der beschriebenen Sitzverstellbewegungen zugeordnet sein, und sie läßt sich leicht auf noch mehr Lichtschranken und zugehörige Stellan­ triebe erweitern.
Die beiden in Fig. 4 gezeigten Lichtschranken 78, 80 haben als Lichtsender eine Leuchtdiode 82 und als Lichtempfänger einen Phototransistor 84. Beide werden aus dem Bordnetz des Fahrzeugs mit einer positiven Betriebsspannung U B versorgt, die gegen Masse 86 anliegt. In der Versorgungsleitung liegt der Hauptschalter 48. Eine Diode 88 dient dem Verpolschutz. Ein Spannungsstabilisator 90 reduziert die Bordnetzspannung auf die für die elektronische Schaltung vorgesehene Spannung, z. B. einen TTL-Pegel von 5 Volt. Die stabilisierte Spannung liegt über einen Vor­ widerstand 92 an den gegen Masse geschalteten Leuchtdioden 82 und dem Eingangspol der Phototransistoren 84 an. Der Aus­ gang der Phototransistoren ist jeweils über ein RC-Glied an den Eingang eines Schmitt-Triggers 94 geschaltet. Der Widerstand 96 des RC-Glieds liegt mit den genannten Polen in Reihe, und die Kapazität 98 des RC-Glieds liegt in einem Zweig gegen Masse. Parallel dazu ist der Ausgang des Photo­ transistors 84 über einen Ableitwiderstand 100 mit Masse verbunden. Bei den Schmitt-Triggern 94 handelt es sich z. B. um in TTL realisierte, invertierende Schmitt-Trigger, die von der stabilisierten Spannungsquelle versorgt werden.
Den Ausgängen der beiden Schmitt-Trigger 94 ist je eine Tran­ sistor-Verstärkerstufe nachgeschaltet. Zu dieser gehört ein Treibertransistor 102, mit dessen Basis der Ausgang des Schmitt-Triggers 94 über einen Vorwiderstand 104 verbunden ist. Der Emitter des Treibertransistors 102 liegt gegen Masse, und der Kollektor ist mit dem einen Spulenanschluß einer Relaisspule 106 verbunden, deren anderer Spulenanschluß über den Endschalter 44 mit dem Bordnetz verbunden ist. Der Relais­ spule 106 liegt ein Lastwiderstand 108 parallel. Über die Schalt­ kontakte 111 des Relais ist die Versorgungsleitung des Elektromotors 76 geführt, der aus dem Bordnetz gespeist wird. Den beiden Relais sind dabei verschiedene Wicklungsenden des Motors 76 zugeordnet, der bei Schließen des einen Relaiskontakts mit Drehrichtung links, und bei Schließen des anderen Relaiskontakts mit Drehrichtung rechts in Gang gesetzt wird.
Ausgänge und Eingänge der beiden Schmitt-Trigger 94 sind über Kreuz rückgekoppelt. Hierzu führt von dem Ausgang des einen Schmitt-Triggers jeweils eine Leitung an den Eingang des anderen Schmitt-Triggers, wobei in den Leitungen je eine Koppeldiode 110 liegt.
Die Schaltung gemäß Fig. 4 funktioniert wie folgt. Bei einge­ schaltetem Hauptschalter 48 emittieren beide Leuchtdioden 82 Licht, das bei nichtunterbrochener Lichtschranke auf die Phototransistoren 84 fällt und deren Innenwiderstand ver­ ringert. Daraus resultiert eine positive Spannung am Eingang der invertierenden Schmitt-Trigger 94. Am Ausgang der Schmitt- Trigger 94 und damit auch am Eingang der Basis der nachge­ schalteten Treibertransistoren 102 liegt somit Massepotential.
Die Transistoren 102 sind hochohmig, und die Relais 106 werden nicht angesteuert. Beide Relaiswechselkontakte befinden sich in Ruhelage und verbinden die Ankerwicklungsenden des Elektro­ motors 76 mit Massepotential. Erfolgt nun eine Unterbrechung des Lichtstrahls einer der Lichtschranken 78, 80 durch z. B. einen Finger, so wird der entsprechende Phototransistor 84 hochohmig. Der Eingang des zugehörigen invertierenden Schmitt- Triggers 94 wird über den Ableitwiderstand 100 auf Massepoten­ tial gezogen, wobei aber das aus dem Widerstand 96 und der Ka­ pazität 98 bestehende Integrierglied bewirkt, daß die Spannungs­ änderung am Eingang des Schmitt-Triggers 94 nicht sprunghaft, sondern mit einer Zeitkonstanten von beispielsweise ca. 1 Se­ kunde erfolgt. Nach Ablauf dieser Schaltverzögerung steht am Ausgang des invertierenden Schmitt-Triggers 94 positives Poten­ tial an, welches über die Koppeldiode 110 an den Eingang des anderen Schmitt-Triggers 94 gelegt wird. Dieser andere Schmitt- Trigger 94 ist damit verriegelt, wodurch jede Unterbrechung des Lichtstrahls in der zugehörigen anderen Lichtschranke ig­ noriert wird. Das positive Potential am Ausgang des Schmitt- Triggers 94 steuert den Treibertransistor 102 an, der die Er­ regerspule des Schaltrelais 106 mit Strom versorgt. Der Schalt­ kontakt des Relais 106 schließt, und es wird die Versorgungs­ spannung an das entsprechende Wicklungsende des Motorankers gelegt, der daraufhin in der gewünschten Drehrichtung anläuft und eine Verstellung des Fahrzeugsitzes oder eines Teils davon bewirkt. Dieser Verstellvorgang dauert an, bis die Unter­ brechung des Lichtstrahls in der Lichtschranke 78, 80 wieder aufgehoben oder ein mechanischer Anschlag des Sitzes erreicht wird. In letzterem Fall übernimmt der Endschalter 44 die Ab­ schaltung des Motors, indem der Erregerstrom des Relais 106 unterbrochen wird.
Die Lichtschranken 78, 80 bilden nach alledem nur abwechselnd zu betätigende opto-elektronische Einschalter für den Motor­ rechts- und -linkslauf. Der beschriebene Funktionsablauf wird bei Schließen einer Lichtschranke 78, 80 von dem jeweils zuge­ hörigen Teil der Schaltung nach Fig. 4 übernommen, während der Schmitt-Trigger 94 des anderen Schaltungsteils verriegelt ist. Es versteht sich, daß noch beliebig mehr Lichtschranken und damit gesteuerte Stellmotoren vorhanden sein können, wobei die Ausgänge der entsprechenden Schmitt-Trigger vorzugsweise auf die Eingänge aller anderen Schmitt-Trigger rückgekoppelt sind.
Ebenso versteht es sich, daß zur Unterdrückung von Störimpulsen im Fahr­ betrieb ein geeignetes Schaltglied, z. B. eine RC-Kombination, im Betriebs­ spannungseingang vorgesehen sein kann.

Claims (14)

1. Steuereinrichtung für die motorische Verstellung von Fahr­ zeugsitzen mit einem Schalter, der die Geometrie des Fahr­ zeugsitzes nachbildet und eine Mehrzahl von bestimmten Stell­ bewegungen des Fahrzeugsitzes zugeordneten, einzeln aktivier­ baren Kontakten hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter als Lichtschrankenschalter mit Kontakten in Form von Lichtschranken (22, 24, 26, 28, 54, 56, 62, 64, 66, 78, 80) ausgebildet ist, deren Lichtstrahl von einer Bedienungsperson unterbrochen werden kann.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß sich ein zu jeder Lichtschranke ge­ höriger Lichtsender (30, 82) und Lichtempfänger (32, 84) an gegenüberliegenden Seiten einer Fingermulde (14, 16, 58, 60, 70) befinden, deren Kontur der Geometrie des Fahrzeug­ sitzes (36) oder eines Teils davon entspricht.
3. Steuereinrichtung nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Lichtschrankenschalter eine Ansprechverzögerung mit einer Verzögerungszeit von bei­ spielsweise ca. 1 Sekunde hat.
4. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtschrankenschalter eine Schaltsperre hat, die während der Dauer der Unter­ brechung einer der Lichtschranken die Unterbrechung einer oder mehrerer anderer Lichtschranken steuerungsmäßig unwirk­ sam macht.
5. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtempfänger (32) einer jeden Lichtschranke (78, 80) ein Phototransistor (84) ist, der über ein RC-Glied (96, 98) im Eingangspol eines zugeordneten Schmitt-Triggers (94) verbunden ist, und daß der Ausgangspol eines jeden Schmitt-Triggers (94) kreuzweise mit den Eingangspolen aller übrigen, zu den anderen Licht­ schranken (78, 80) gehörigen Schmitt-Triggern (94) rückge­ koppelt ist.
6. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Rückkopplung der Schmitt-Trigger (94) über Koppeldioden (110) erfolgt.
7. Steuereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Phototransistor (84) mit vorzugsweise stabilisierter Gleichspannung gespeist ist und ausgangsseitig über einen Ableitwiderstand (100) gegen Masse liegt, und daß der Widerstand (96) des RC-Glieds zwischen dem Ausgangspol des Phototransistors (84) und dem Eingangs­ pol des Schmitt-Triggers (94) mit diesen in Reihe, und die Kapazität (98) des RC-Glieds in einem Zweig gegen Masse liegt.
8. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmitt-Trigger (94) ein vorzugsweise in TTL realisierter invertierender Schmitt- Trigger (94) ist.
9. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ausgang des Schmitt-Triggers eine Verstärkerstufe, insbesondere Transistor-Treiberstufe nachge­ schaltet ist.
10. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung des Fahr­ zeugsitzes (36) oder eines Teils davon ein elektrischer Stellmotor (76) vorgesehen ist, und daß der Ausgang der Verstärkerstufe mit der Spule (106) eines Schaltrelais ver­ bunden ist, dessen Schaltkontakt (111) in dem elektrischen Versorgungs­ kreis des Stellmotors (76) liegt.
11. Steuereinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Spulenstrom des Relais (106) über­ dies mittels eines Endschalters (44) beeinflußbar ist, der den Stellhub des Fahrzeugsitzes (36) oder eines Teils davon begrenzt.
12. Steuereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Endschalter (44) anschlagbetätigt ist.
13. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtsender einer jeden Lichtschranke eine Leuchtdiode (82) ist.
14. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Lichtsschranken­ schalter ein Hauptschalter (48) mit Ein/Aus-Funktion für die ganze Steuerung der Fahrzeugsitzverstellung gehört.
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