DE363311C - Fluessigkeitsbremse fuer Rechen- und aehnliche Maschinen - Google Patents

Fluessigkeitsbremse fuer Rechen- und aehnliche Maschinen

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DE363311C
DE363311C DEG54884D DEG0054884D DE363311C DE 363311 C DE363311 C DE 363311C DE G54884 D DEG54884 D DE G54884D DE G0054884 D DEG0054884 D DE G0054884D DE 363311 C DE363311 C DE 363311C
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DEG54884D
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  • Flüssigkeitsbremse für Rechen- und ähnliche Maschinen. Addier- und Rechenmaschinen sowieRechenschreibmaschinen, Registrierkassen u. dgl., bei denen der Antrieb durch Handhebel oder Motor erfolgt, sind bei ungleicher Betätigung der Antriebsorgane Stößen ausgesetzt, die Veranlassung zu Störungen geben, wenn nicht zum Ausgleich hierfür zwischen dem Antrieb der Maschine und ihrer eigentlichen Einrichtung stoßauffangende Mittel eingeschaltet sind.
  • Die hierfür angewendeten Flüssigkeitsbremsen haben aber alle den Nachteil, daß ein Teil der Flüssigkeit, bei dauernder Betätigung der Maschine sich herausarbeitet und verdunstet, so daß die erforderliche Leistung nachläßt und die ganze Maschine unzuverlässig wird. Auch fehlen an den bekannten Bremsen Mittel, um ihre Wirkung von außen regeln sowie die Bremsen leicht füllen zu können.
  • Vorliegende Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen. Sie ist in einem Ausführungsbeispiel auf den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i einen Längsschnitt durch die vollständige Bremse, _4bb. 2 eine Aufsicht, und Abb. 3 eine Aufsicht bei abgenommenem Deckel; Abb. 4 und 5 sind Einzelheiten.
  • Die Bremse besteht aus einem mit einem Deckel i versehenen runden Behälter 2; der mit drei Schrauben 3 unterhalb der Maschine befestigt wird. In der Mittelachse des Dehälters ist ein Drehzapfen io angeordnet, der durch eine Lagerbüchse des Deckels i reicht und auf seinem freien Ende verstiftet einen Zahnsektor i i trägt, der von einem gleichen Sektor 12 und einer zum Antrieb der Maschine dienenden Welle 13 angetrieben wird. Unten trägt der Zapfen io den Bremsflügel 7. Seine Nabe ist in eine annähernd halbzylindrische Büchse ig' eingepaßt, von der aus zwei annähernd radiale Wände zur Wandung des Behälters :2 führen und diesen in zwei mit Öl gefüllte Kammern 5, 6 unterteilen, Die Wändet sind niedriger als die Seitenwandung des Behälters 2 und die von ihnen eingeschlossene Kammer 6, in der der Bremsflügel 7 genau eingepaßt ist, ist durch eine Deckplatte 8 (Abb. 4), die mit Schrauben g auf derWand q., ig' befestigt ist, verschlossen.
  • Die Antriebswelle 13 steht mit dem Antrieb in federnder Verbindung und wird bei Betätigung desselben um 6o° vor und zurück gedreht. Durch die Übertragung der Sektoren io, 12 wird dem Flügel 7 eine hin und her schwingende Bewegung erteilt.
  • Die Kammern 5 und 6 (Abb. 3) stehen durch nahe am Boden in den Wänden q. liegende Kanäle 14., 15 miteinander in Verbindung. Der- ganze Behälter ist mit Öl so weit gefüllt, daß es etwas über der durch die Platte 8 abgedeckten niederen Kammer 6 steht. Der Flügel 7 übt bei seiner Bewegung in der Pfeilrichtung eine saugende Wirkung aus, wodurch 01 aus der Kammer 5 durch den Kanal 14. in die Kammer 6 gesaugt wird, während eine entsprechende Menge 0I durch den Kanal 15 in die Kammer 5 zurückgedrückt wird. Bei der Zurückbewegung des Flügels ist die Wirkung eine entgegengesetzte. Die Öffnung der Kanäle kann durch Schrauben 16, 17 vergrößert oder verkleinert werden, wodurch die Bremswirkung bzw. der Gang der Maschine sich genau regeln läßt.
  • Da die niedere Kammer 6 stets unter Öl steht, ist sie auch immer vollkommen gefüllt, und es kann daher bei der Umkehrung der Bewegung des Flügels 7 auch kein Leergang eintreten, trotzdem der ganze Behälter nicht vollkommen gefüllt ist, damit bei dauernder Betätigung der Maschine und dadurch eintretender Erwärrnung des Öls diesem Gelegenheit gegeben ist, sich auszudehnen, ohne aus der Bremse hinausgetrieben zu werden.
  • Um zu verhindern, daß durch die saugende Wirkung des Flügels 7 Luft durch das Lager seines Zapfens io in die Bremse gelangt, die bei der Bewegungsumkehrung des Flügels wieder hinausgetrieben «-erden und Öl finit sich reißen würde, ist das Lager für den Zapfen derart verlängert, daß es bis unter die Oberfläche des Öls reicht; und es ist mit einer Aussparung 18 versehen,- in welcher das Öl in gleicher Höhe wie im Behälter :2 selbst steht. Der Lagerzapfen io ist in der Mitte verjüngt, tun die durch die Aussparung gebildete Kammer i8 zu vergrößern. Durch die saugende Wirkung bei Betätigung des Flügels 7 wird nun zwar etwas Öl aus der Kammer 18 in die Bremse hineingezogen, jedoch nie so viel, daß die Kammer leer wird und Luft folgen würde. Bei Umkehrung der Bewegung des Flügels und der dadurch einsetzenden kurzen Druckwirkung in dem einen Teil der Kammer 6, steigt das entzogene Öl wieder in die Aussparung 18 hinein.
  • Durch diese Anordnung kann die Bremse ohne Stopfbüchse arbeiten, wodurch ihr Gang und folglich auch der Gang der Maschine ein sehr leichter wird.
  • Um die Bremse, ohne den Deckel i abnehmen zu müssen, füllen zu können, sind in diesem zwei Gewindelöcher vorgesehen, die durch Schrauben i9, 2o (Äbb. 2) verschlossen werden. Nach Entfernung dieser Schrauben gewähren die Löcher auch einen freien Zugang zu den Stellschrauben 16, 17 der Ölkanäle i4., 15, so daß diese, ohne die Bremse öffnen oder aus der Maschine herausnehmen zu müssen, eingestellt werden können. Dadurch, daß die Stellschrauben nicht durch den Deckel i reichen, entstehen auch keine Undichtigkeiten und kein Ölverlust.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flüssigkeitsbremse mit schwingendem Bremsflügel für Addier-, Rechen- und ähnliche Maschinen, dadurch gekennzeichriet, daß die den Bremsflügel (7) aufnehmende Bremskammer (6) niedriger als die Umlaufkammer (5) für die Flüssigkeit ist und von dieser bedeckt wird.
  2. 2. Flüssigkeitsbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager der den Flügel antreibenden Achse (io) unter die Oberfläche der Flüssigkeit reicht und eine mit Flüssigkeit angefüllte Aussparung (18) besitzt, die den Eintritt von Luft verhindert.
  3. 3. Flüssigkeitsbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellschrauben (16, 17) für die die Bremskammer (6) mit der Umlaufkammer (7) verbindenden Kanäle (14, 15) unterhalb der Füll- und Entleerungsöffnungen des Deckels (i) liegen und durch diese hindurch von außen verstellt werden können.
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