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Flüssigkeitsbremse für Rechen- und ähnliche Maschinen. Addier- und
Rechenmaschinen sowieRechenschreibmaschinen, Registrierkassen u. dgl., bei denen
der Antrieb durch Handhebel oder Motor erfolgt, sind bei ungleicher Betätigung der
Antriebsorgane Stößen ausgesetzt, die Veranlassung zu Störungen geben, wenn nicht
zum Ausgleich hierfür zwischen dem Antrieb der Maschine und ihrer eigentlichen Einrichtung
stoßauffangende Mittel eingeschaltet sind.
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Die hierfür angewendeten Flüssigkeitsbremsen haben aber alle den Nachteil,
daß ein Teil der Flüssigkeit, bei dauernder Betätigung der Maschine sich herausarbeitet
und verdunstet, so daß die erforderliche Leistung nachläßt und die ganze Maschine
unzuverlässig wird. Auch fehlen an den bekannten Bremsen Mittel, um ihre Wirkung
von außen regeln sowie die Bremsen leicht füllen zu können.
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Vorliegende Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen. Sie
ist in einem Ausführungsbeispiel auf den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. i einen Längsschnitt durch die vollständige Bremse, _4bb. 2 eine Aufsicht,
und Abb. 3 eine Aufsicht bei abgenommenem Deckel; Abb. 4 und 5 sind Einzelheiten.
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Die Bremse besteht aus einem mit einem Deckel i versehenen runden
Behälter 2; der mit drei Schrauben 3 unterhalb der Maschine befestigt wird. In der
Mittelachse des Dehälters ist ein Drehzapfen io angeordnet, der durch eine Lagerbüchse
des Deckels i reicht
und auf seinem freien Ende verstiftet einen
Zahnsektor i i trägt, der von einem gleichen Sektor 12 und einer zum Antrieb der
Maschine dienenden Welle 13 angetrieben wird. Unten trägt der Zapfen io den Bremsflügel
7. Seine Nabe ist in eine annähernd halbzylindrische Büchse ig' eingepaßt, von der
aus zwei annähernd radiale Wände zur Wandung des Behälters :2 führen und diesen
in zwei mit Öl gefüllte Kammern 5, 6 unterteilen, Die Wändet sind niedriger als
die Seitenwandung des Behälters 2 und die von ihnen eingeschlossene Kammer 6, in
der der Bremsflügel 7 genau eingepaßt ist, ist durch eine Deckplatte 8 (Abb. 4),
die mit Schrauben g auf derWand q., ig' befestigt ist, verschlossen.
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Die Antriebswelle 13 steht mit dem Antrieb in federnder Verbindung
und wird bei Betätigung desselben um 6o° vor und zurück gedreht. Durch die Übertragung
der Sektoren io, 12 wird dem Flügel 7 eine hin und her schwingende Bewegung erteilt.
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Die Kammern 5 und 6 (Abb. 3) stehen durch nahe am Boden in den Wänden
q. liegende Kanäle 14., 15 miteinander in Verbindung. Der- ganze Behälter ist mit
Öl so weit gefüllt, daß es etwas über der durch die Platte 8 abgedeckten niederen
Kammer 6 steht. Der Flügel 7 übt bei seiner Bewegung in der Pfeilrichtung eine saugende
Wirkung aus, wodurch 01 aus der Kammer 5 durch den Kanal 14. in die Kammer
6 gesaugt wird, während eine entsprechende Menge 0I durch den Kanal 15 in die Kammer
5 zurückgedrückt wird. Bei der Zurückbewegung des Flügels ist die Wirkung eine entgegengesetzte.
Die Öffnung der Kanäle kann durch Schrauben 16, 17 vergrößert oder verkleinert werden,
wodurch die Bremswirkung bzw. der Gang der Maschine sich genau regeln läßt.
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Da die niedere Kammer 6 stets unter Öl steht, ist sie auch immer vollkommen
gefüllt, und es kann daher bei der Umkehrung der Bewegung des Flügels 7 auch kein
Leergang eintreten, trotzdem der ganze Behälter nicht vollkommen gefüllt ist, damit
bei dauernder Betätigung der Maschine und dadurch eintretender Erwärrnung des Öls
diesem Gelegenheit gegeben ist, sich auszudehnen, ohne aus der Bremse hinausgetrieben
zu werden.
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Um zu verhindern, daß durch die saugende Wirkung des Flügels 7 Luft
durch das Lager seines Zapfens io in die Bremse gelangt, die bei der Bewegungsumkehrung
des Flügels wieder hinausgetrieben «-erden und Öl finit sich reißen würde, ist das
Lager für den Zapfen derart verlängert, daß es bis unter die Oberfläche des Öls
reicht; und es ist mit einer Aussparung 18 versehen,- in welcher das Öl in
gleicher Höhe wie im Behälter :2 selbst steht. Der Lagerzapfen io ist in der Mitte
verjüngt, tun die durch die Aussparung gebildete Kammer i8 zu vergrößern. Durch
die saugende Wirkung bei Betätigung des Flügels 7 wird nun zwar etwas Öl aus der
Kammer 18 in die Bremse hineingezogen, jedoch nie so viel, daß die Kammer leer wird
und Luft folgen würde. Bei Umkehrung der Bewegung des Flügels und der dadurch einsetzenden
kurzen Druckwirkung in dem einen Teil der Kammer 6, steigt das entzogene Öl wieder
in die Aussparung 18 hinein.
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Durch diese Anordnung kann die Bremse ohne Stopfbüchse arbeiten, wodurch
ihr Gang und folglich auch der Gang der Maschine ein sehr leichter wird.
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Um die Bremse, ohne den Deckel i abnehmen zu müssen, füllen zu können,
sind in diesem zwei Gewindelöcher vorgesehen, die durch Schrauben i9, 2o (Äbb. 2)
verschlossen werden. Nach Entfernung dieser Schrauben gewähren die Löcher auch einen
freien Zugang zu den Stellschrauben 16, 17 der Ölkanäle i4., 15, so daß diese, ohne
die Bremse öffnen oder aus der Maschine herausnehmen zu müssen, eingestellt werden
können. Dadurch, daß die Stellschrauben nicht durch den Deckel i reichen, entstehen
auch keine Undichtigkeiten und kein Ölverlust.