DE3634473A1 - Ein verfahren zur beschichtung eines substrats - Google Patents
Ein verfahren zur beschichtung eines substratsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft das Beschichten eines Gegenstan
des bzw. eines Substrats mit einem Beschichtungsmaterial, das fest
an diesem Substrat haften soll; mehr im einzelnen betrifft die Er
findung die Anbringung einer einheitlichen Schicht aus Beschich
tungsmaterial an dem Substrat, wobei die metallurgischen Eigen
schaften des Substratmaterials im Verlaufe des Verfahrens sorgfäl
tig kontrolliert werden müssen.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, ein Substrat mit einer Be
schichtung zu versehen, die bestimmte Eigenschaften aufweist, bei
spielsweise hohe Abriebbeständigkeit und/oder hohe Korrosions
festigkeit. Ein Verfahren zur Aufbringung einer solchen Beschich
tung auf einem Substrat sieht die Anwendung von flexiblen Vorform
lingen vor, welche als Bindemittel fibrilliertes Polytetrafluor
ethylen enthalten, wie das in der US-Patentschrift 37 43 556
beschrieben ist. Nach dem bekannten Verfahren erfolgt das metallur
gische Verbinden des flexiblen Vorformlings, welcher das Beschich
tungsmaterial enthält, mit dem Substratmaterial in einem Schmelz
ofen, wobei entweder eine zwangsweise Gasführung aus Schutzgas
vorgesehen oder im Vakuum gearbeitet wird. Eine bedeutsame Be
schränkung dieses Vorschlages besteht jedoch darin, daß es not
wendig ist, das gesamte Substrat der erforderlichen hohen Schmelz
temperatur auszusetzen. Dies kann unerwünschte Auswirkungen auf
das Substratmaterial haben, indem metallurgische Veränderungen,
wie etwa Kornwachstum, Phasenänderungen und dergleichen auftre
ten, welche die charakteristischen Eigenschaften des Substrates
erheblich beeinträchtigen können. Weiterhin ist die Gefahr groß,
daß Verformungen oder Verzerrungen des Gegenstandes auftreten.
Noch eine weitere Beschränkung des bekannten Arbeitens in einem
Schmelzofen liegt darin, daß nur solche Gegenstände bearbeitet
werden können, welche von ihren Abmessungen her in den Ofen pas
sen; weiterhin ist die Arbeitsweise häufig unwirtschaftlich hin
sichtlich der Aufheizung des Ofens und der Gewährleistung der
Schutzgasatmosphäre, insbesondere dann, wenn lediglich ein klei
ner Abschnitt eines relativ großen Gegenstandes beschichtet wer
den soll.
Einige der oben dargelegten Beschränkungen konnten teilweise
durch Anwendung von Widerstandsschmelzverfahren überwunden wer
den, wie das in der US-Patentschrift 37 78 586 beschrieben ist.
Diese Widerstands-Schmelzverfahren sind jedoch dahingehend be
schränkt, daß der Beschichtungsbereich recht klein ist.
Demzufolge besteht eine wesentliche Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, eine Möglichkeit zu schaffen, einen gleichmäßi
gen Überzug aus Beschichtungsmaterial auf einem Gegenstand bzw.
einem Substrat aufzubringen, wobei die Erwärmung des Substrat
materials, um die Bindung mit dem Beschichtungsmaterial zu er
zeugen, sorgfältig kontrollierbar sein soll.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Verfahren zur Aufbringung einer gleichmäßigen Beschich
tung auf einem Gegenstand in kontinuierlicher Arbeitsweise
anzugeben, wobei der Gegenstand wahlweise eine große oder un
regelmäßige Oberfläche aufweisen kann.
Weitere Aufgaben, Ziele, Besonderheiten und Vorteile der vor
liegenden Erfindung ergeben sich für Fachleute aus dem Stu
dium der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
Ein Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist auf ein Ver
fahren zur Aufbringung von einheitlichem Beschichtungsmaterial
auf einem Substrat gerichtet, wobei die Eigenschaften des Sub
stratmaterials sorgfältig kontrollierbar sein sollen. Zu die
sem Verfahren gehören die nachfolgenden Verfahrensschritte:
- - Es wird ein Substrat bereitgestellt, das mit dem Be schichtungsmaterial beschichtet werden soll;
- - es wird ein Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Substrat kommen kann und wenigstens einen Teil des Substrates bedecken kann;
- - eine Schicht aus in Polytetrafluorethylen-Faserma terial verteiltem Beschichtungsmaterial wird in enger Nachbarschaft zum Substrat angeordnet;
- - das Substrat, das Beschichtungsmaterial und das Löt material werden auf eine solche Temperatur erwärmt, damit das Lötmaterial anfängt zu schmelzen; diese Er wärmung erfolgt mit einem Induktionsapparat, wodurch die Wärmewirkung genau kontrolliert werden kann; und
- - das Substrat, das Lötmaterial und das Beschichtungs material werden abgekühlt, wonach das Beschichtungs material an das Substrat gebunden ist.
Ein anderer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist auf ein
Verfahren zur kontinuierlichen Aufbringung von einheitlichem Be
schichtungsmaterial auf einem Substrat gerichtet, wobei die Eigen
schaften des Substrates sorgfältig kontrollierbar sein sollen.
Dieses Verfahren weist nachstehende Verfahrensschritte auf;
- - es wird ein Substrat bereitgestellt, das beschichtet wer den soll;
- - es wird Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Sub strat kommen kann und wenigstens einen Teil des Substrats bedecken kann;
- - eine Schicht aus in Polytetrafluorethylen-Fasermaterial verteiltem Beschichtungsmaterial wird in enger Nachbar schaft zum Substrat angeordnet;
- - das Substrat, das Beschichtungsmaterial und das Lötma terial werden erwärmt, so daß lediglich das Lötmaterial anfängt zu schmelzen und das Substrat benetzt; diese Er wärmung erfolgt mittels eines Induktionsapparates, wo durch eine exakte Kontrolle der Wärmewirkung möglich ist;
- - das Substrat wird relativ zum Induktionsapparat mit sol cher Geschwindigkeit verschoben, daß das Lötmaterial fortlaufend schmilzt; und
- - das Substrat, das Lötmaterial und das Beschichtungsma terial werden abgekühlt, wonach das Beschichtungsmaterial an das Substrat gebunden ist.
Noch ein anderer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist auf
ein Verfahren zur Aufbringung von Beschichtungsmaterial auf einem
Substrat gerichtet, wobei die Eigenschaften des Substratmaterials
sorgfältig kontrollierbar sein sollen. Dieses Verfahren weist
nachstehende Verfahrensschritte auf:
- - Es wird ein Substrat bereitgestellt, das beschichtet wer den soll;
- - es wird Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Substrat kommen und wenigstens einen Teil des Substrates bedecken kann;
- - eine Schicht aus in Polytetrafluorethylen-Fasermaterial verteiltem Beschichtungsmaterial wird in enger Nachbar schaft zum Substrat angeordnet;
- - das Beschichtungsmaterial, das Lötmaterial und das Sub strat werden ausreichend erwärmt, damit das Lötmaterial anfängt zu schmelzen und das Substrat bedeckt; diese Er wärmung erfolgt mittels eines Induktionsapparates, so daß lediglich Oberflächenabschnitte des Substrates er wärmt werden; und
- - das Substrat, das Beschichtungsmaterial und das Lötma terial werden abgekühlt, wonach das Beschichtungsmaterial an das Substrat gebunden ist.
Nachstehend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer be
vorzugten Ausführungsform erläutert; das nach diesem Verfahren
erhaltene Produkt sowie ein Vergleichsprodukt sind in den Zeich
nungen dargestellt; die letzteren zeigen:
Fig. 1 anhand einer Querschnittsdarstellung einen Abschnitt
eines Gegenstandes, der entsprechend dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung bearbeitet werden soll;
Fig. 2(a) eine Mikrophotographie eines beschichteten Sub
strates, das erfindungsgemäß beschichtet worden ist;
und
Fig. 2(b) eine Mikrophotographie eines beschichteten Sub
strates, das nach herkömmlicher Löttechnik beschich
tet worden ist.
Wie allgemein mit Fig. 1 dargestellt ist, weist ein Gegenstand
10 ein Substrat 12 auf. Typischerweise kann ein solcher Gegen
stand 10 aus metallischem Material oder Eisenlegierungen be
stehen, obwohl ein solcher Gegenstand grundsätzlich auch aus
mehrschichtigem Material bestehen könnte. Eine Lage oder
Schicht 14 aus Beschichtungsmaterial wird vorzugsweise hergestellt
unter Anwendung von Polytetrafluorethylen als Bindematerial;
dieses Polytetrafluorethylen-Bindematerial wird mit dem gewünsch
ten Pulvermaterial vermischt und die Mischung bearbeitet zur Er
zeugung von Fibrillen aus Polytetrafluorethylen-Fasermaterial,
welche die Teilchen des Pulvermaterials einschließen, wie das
mehr im einzelnen in den US-Patentschriften 38 64 124 und
41 94 040 beschrieben ist; mit Bezugnahme auf diese US-Pa
tentschriften soll deren Inhalt - soweit zur Erläuterung der
vorliegenden Erfindung hilfreich und notwendig - auch zum Ge
genstand der vorliegenden Beschreibung gemacht werden. Das
Polytetrafluorethylen-Fasermaterial macht typischerweise 1 bis
25 Vol.-% der Schicht aus; der Rest besteht aus dem pulverför
migen Beschichtungsmaterial. Typischerweise macht der Fest
stoffgehalt dieser Schicht oder Lage angenähert 50 bis 70 Vol.-%
aus. Typischerweise werden die pulverförmigen Beschichtungsma
terialien im Hinblick auf ihre Abriebbeständigkeit oder Kor
rosionsbeständigkeit ausgewählt; zu typischen Materialien ge
hören Wolfram-Karbid, Eisen/Nickel-Legierungen und dergleichen.
Die Lage oder Schicht 14 erinnert an ein Stück Tuch.
Es wird eine weitere Schicht 16 aus Lötmaterial vorgesehen,
dessen Schmelztemperatur niedriger liegt als die Schmelztem
peratur des Substratmaterials und des Beschichtungsmaterials.
Die Lötmaterialschicht kann in der Form von festem Material vor
liegen oder in Form von Teilchen, die ihrerseits in einem orga
nischen Bindemittel verteilt sind, oder ferner in der Form eines
tuchähnlichen Materials, wobei die Fibrillen des Polytetra
fluorethylen-Fasermaterials als Bindemittel verwendet werden,
wie das oben für das Beschichtungsmaterial beschrieben ist.
Zu typischen Beispielen für Lötmaterialien gehören "Nicro
braz 150", ein von Wall Colmonoy Corp. vertriebenes Material,
das aus 15,0% Cr, 3,5% B, Rest Ni besteht; ferner sind die
Lötmaterialien "BNi-2" und "BNi-3" geeignet. Hierbei handelt
es sich um Bezeichnungen der American Welding Society. Weiter
hin ist es möglich, das Lötmaterial auch zusammen mit dem Be
schichtungsmaterial in das Polytetrafluorethylen-Fasermaterial
einzuarbeiten, so daß ein einzelnes Blatt bzw. eine einzige
Lage oder Schicht vorliegt, welche sowohl das Lötmaterial wie
das Beschichtungsmaterial enthält. In diesem Falle sind die
Schichten 14 und 16 zu einer einzigen Schicht vereinigt.
Zur praktischen Durchführung der vorliegenden Erfindung wird
zusätzlich (nicht dargestelltes) Flußmittel verwendet. Dieses
Flußmittel wird auf der Lötmaterial-, auf der Beschichtungs
materialschicht und auf dem Substrat aufgebracht, um die Oxi
dation dieser Komponenten im Verlauf der Erwärmung zu steuern,
wie das nachstehend noch im einzelnen erläutert ist. Die An
wendung von Flußmittel beseitigt die Notwendigkeit einer spe
ziellen Schutzhülle oder Schutzgasatmosphäre, wie das beim
Schmelzen in einem Schmelzofen notwendig ist. Obwohl es nicht
zwingend notwendig ist, hat es sich häufig als zweckmäßig er
wiesen, das Flußmittel mit einem Klebemittel zu vermischen,
das seinerseits über dem Lötmaterial und dem Beschichtungsma
terial und dem Substrat in dem Bereich aufgesprüht wird, wo
das Beschichtungsmaterial angebracht werden soll. Dieses Klebe
mittel unterstützt die richtige Anordnung der Beschichtungs
mittelschicht an dem Substrat. Es können verschiedene Klebe
und Flußmittel eingesetzt werden. Ein typisches Flußmittel ist
beispielsweise das unter der Handelsbezeichnung "Nicrobraz flux"
von Wall Colmonoy Corp. vertriebene Flußmittel auf Fluoridbasis.
Ein typisches Klebemittel basiert auf Natriumsilikat und ent
hält 1% Hydroxyethylzellulose.
Nach einem wichtigen Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung
wird das Substrat zusammen mit der Beschichtungsmaterial
schicht und dem Lötmaterial mittels eines Induktionsapparates
erwärmt. Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, die
zur Erwärmung erforderliche Wärme innerhalb des Gegenstandes
bzw. Substrates mittels elektromagnetischer Induktion zu er
zeugen, wobei sich das Substrat zwischen den Windungen einer
Wicklung bzw. Spule 18 befindet. In einem (nicht dargestellten)
Generator erzeugter Wechselstrom fließt durch die Spule 18
und erzeugt ein wechselndes Magnetfeld in der Spule 18 und
deren Umgebung. Hierdurch wird wiederum eine Spannung inner
halb des Substrates erzeugt, das sich innerhalb dieses fluk
tuierenden Magnetfeldes der Spule 18 befindet; der Widerstand
des Substratsmaterials beim Durchtritt des erzeugten Stroms
durch das Substratmaterial erzeugt eine Induktionsheizung. Es
ist festgestellt worden, daß mit bei hohen Frequenzen arbeiten
den Induktionsapparaten die Wärmewirkung immer mehr auf die
Oberfläche des Substrates beschränkt werden kann. Es hat sich
als besonders zweckmäßig erwiesen, einen Induktionsapparat zu
verwenden, der bei Frequenzen oberhalb 10 kHz arbeitet; vor
zugsweise wird ein Induktionsapparat eingesetzt, der bei einer
Frequenz zwischen 25 kHz und 450 kHz arbeitet.
In Abhängigkeit von der Form und des Oberflächenbereiches des
zu beschichtenden Substrates kann im Rahmen der vorliegenden
Erfindung die eine Verfahrensvariante (a) oder die andere Ver
fahrensvariante (b) verwendet werden; bei der Verfahrensvarian
te (a) handelt es sich um eine statische Arbeitsweise, wobei
die Spule und das Substrat stationär angeordnet sind, und die
Windungen der Spule den zu beschichtenden Abschnitt des Sub
strates umgreifen; die andere Verfahrensalternative (b) arbeitet
mit einer Verschiebung, wobei das Substrat oder die Spule re
lativ zueinander verschoben werden, und die Spule aufeinander
folgende Abschnitte eines größeren Flächenbereiches erwärmt.
Insbesondere dann, wenn der zu beschichtende Abschnitt des Sub
strates kontinuierlich ist, ist es besonders wichtig, daß die
Induktionsheizung sorgfältig kontrolliert und überwacht wird,
um zu gewährleisten, daß das Lötmaterial schmilzt und die Be
schichtung an dem Substrat anheftet (wobei das Substrat be
netzt wird), während die Temperatur gleichzeitig unterhalb
des Schmelzpunktes des Substratmaterials gehalten wird. So
fern das Substrat eine solche Größe oder Form hat, daß es
unter der Spule des Induktionsapparates durchgeschoben werden
muß, dann kann ein das Schmelzen des Lötmaterials verursachen
der Initiator 20, der aus einer konzentrierten Mischung aus
pulverförmigem Lötmaterial zusammen mit einem Flußmittel/Klebe
mittel besteht, an der Vorderkante des zu beschichtenden Ab
schnittes aufgebracht werden, um den Schmelzvorgang noch bes
ser kontrollieren zu können. Weiterhin kann auf der zu be
schichtenden Oberfläche des Substrates vor der Anordnung der
Beschichtungsschicht eine Mischung aus pulverförmigem Lötma
terial und Fluß-/Klebemittel aufgebracht werden, um die gewünsch
te Anordnung der Beschichtungsmaterialschicht an dieser Substrat
oberfläche zu fördern. Weiterhin wird dadurch auch die Bindung
der Beschichtung an das Substrat verbessert.
Typischerweise dringt im Verlauf der Induktionsheizung das Löt
material in den darunter liegenden porösen, flexiblem Vorform
ling ein und benetzt die Beschichtungsmaterialkörner und das
Substrat, wie das mehr im einzelnen in der US-Patentschrift
37 43 556 angegeben ist; mit Bezugnahme auf diese US-Patent
schrift soll deren Inhalt - soweit zum Verständnis der vorlie
genden Erfindung hilfreich und notwendig - auch zum Bestandteil
der vorliegenden Beschreibung gemacht werden. Im Verlauf der Er
wärmung wird das Polytetrafluorethylen verflüchtigt und nach Ab
kühlung ist der Überzug mit dem Lötmaterial sicher und fest an
das Substrat gebunden, wobei die Eigenschaften des Substratma
terials relativ unbeeinflußt sind.
Das beschichtete Substrat ist daraufhin fertig für weitere Be
arbeitungsschritte, sofern diese vorgesehen sind. Das Substrat
weist dann eine einheitliche Beschichtung aus dem gewünschten
Material in der angestrebten Schichtdicke auf, wobei die physi
kalischen Eigenschaften des Substrates im wesentlichen die glei
chen sind wie vor dem Beschichtungsvorgang. Nachstehend wird
die vorliegende Erfindung mehr im einzelnen anhand zweier Bei
spiele erläutert; hiervon handelt es sich bei Beispiel 1 um
ein Vergleichsbeispiel entsprechend dem Stand der Technik;
Beispiel 2 betrifft eine bevorzugte Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Verfahrens. Diese Beispiele dienen lediglich zur
weiteren Erläuterung der Erfindung, ohne diese einzuschränken.
Ein Substrat aus Stahl (1018) diente zur Beschichtung mit einer
Verschleißschicht aus Wolfram-Karbid. Die zu beschichtende
Oberflächenschicht wurde nach dem Sandstrahlverfahren gereinigt,
um irgendwelche Oberflächen-Verunreinigungen zu entfernen. Ein
Beschichtungsmaterial aus Wolfram-Karbid wurde mit Polytetra
fluorethylen im Verhältnis 20 Volumenteile Wolfram-Karbid auf
1 Volumenteil Polytetrafluorethylen vermischt, und das Gemisch
behandelt, um das Polytetrafluorethylen-Fasermaterial zu fibril
lieren und damit die Wolfram-Karbid-Partikelchen einzuschließen;
es wurde eine stoffähnliche Schicht erhalten, wie das voll
ständiger in der US-Patentschrift 37 43 556 beschrieben ist.
Die Beschichtungsmaterialschicht wurde so hergestellt, daß sie
einen Feststoffgehalt von angenähert 56 Vol.-% und eine Schicht
dicke von 1,52 mm aufwies. Ein Lötmaterial aus teilchenförmi
gem Nickel (81,5%), teilchenförmigem Chrom (15,0%) und teil
chenförmigem Bor (3,5%) wurde mit dem Polytetrafluorethylen-
Fasermaterial im Verhältnis 20 : 1 Volumenteile vermischt, und
das gebildete Gemisch zu einer tuchähnlichen Schicht verarbei
tet, ähnlich der oben beschriebenen Schicht des Beschichtungs
materials. Die beiden Lagen bzw. Bahnen aus Beschichtungsma
terialschicht und Lötmaterialschicht wurden zu Stücken mit
Abmessungen von 75×200 mm zurechtgeschnitten und dienten
als Vorformlinge zur Anbringung des Beschichtungsmaterials am
Substrat. Das Beschichtungsmaterial wurde daraufhin auf der
Oberseite der Substratoberfläche aufgebracht, und auf der
Oberseite des Beschichtungsmaterials wurde die Lötmaterial
schicht aufgebracht; die gesamte Anordnung wurde 20 min. lang
in einem Vakuumofen bei 1 121°C gehalten. Hierbei schmolz das
Lötmaterial und infiltrierte die Beschichtungsmaterialschicht;
nach der Abkühlung des Gegenstandes befand sich auf dem Stahl
substrat eine Wolfram-Karbid-Schicht, wie das ausführlicher
in der US-Patentschrift 37 43 556 beschrieben ist. Die Mikro
struktur des Überzugs und des Substrates sind mit Fig. 2(b)
dargestellt.
Ein Substrat aus Stahl (1018) entsprechend dem in Beispiel 1
verwendeten Substrat wurde in gleicher Weise wie dort beschrie
ben mit Wolfram-Karbid beschichtet. Auch die Herstellung der
Beschichtungsmaterialschicht und der Lötmaterialschicht erfolgte
in gleicher Weise wie oben in Beispiel 1 angegeben.
Die Vorformlingschichten bzw. -bahnen wurden daraufhin getrennt
in einer 50/50-Mischung aus Nicrobraz-Flux (einem Flußmittel)
und einem Klebemittel auf Natriumsilikat-Basis getränkt und
daraufhin auf dem Substrat angeordnet, nachdem auf dem Substrat
selbst etwas Fluß-/Klebemittel-Mischung aufgebürstet worden
war. Der Beschichtungsmaterial-Vorformling wurde direkt auf
der Oberseite der Substrat-Oberfläche aufgebracht; daraufhin
wurde der Lötmaterial-Vorformling auf der Oberseite des Be
schichtungsmaterials aufgebracht. Ein das Schmelzen des Löt
materials verursachender Initiator, der aus einer konzentrier
ten Mischung aus pulverförmigem Lötmaterial in einem Träger
aus Fluß-/Klebemittel bestand, wurde in einer dünnen Schicht
an der Vorderkante der Beschichtungsmaterialschicht und der
Lötmaterialschicht aufgebracht. Nach dem Trocknen wurde das
so belegte Substrat mit einer Geschwindigkeit von angenähert
7,5 cm pro Minute unterhalb einer Induktionsspule vorbeige
führt, die mit 65 kW elektrischer Leistung versorgt wurde. Die
Vorschubgeschwindigkeit und die Leistungsversorgung können für
andere Lötmaterialien und Spulenanordnungen unterschiedlich
sein, müssen jedoch so ausgewählt werden, daß das anfängliche
Schmelzen des Lötmaterials vorher erfolgt, bevor die Probe
aus der Heizzone der Spule verschoben wird. Bei der verwende
ten Einheit handelte es sich um einen 100 kW Induktionsapparat,
der bei einer Frequenz von 450 kHz betrieben wurde. Nach fort
schreitender Verschiebung der Probe unterhalb der Spule in
filtriert der geschmolzene Lötmaterial-Vorformling den darun
ter liegenden porösen Beschichtungsmaterial-Vorformling, wel
cher das Wolfram-Karbid enthält, und erstarrt daraufhin, so
daß eine einheitliche Schicht aus Wolfram-Karbid und Lötmaterial
an das Substrat gebunden wird. Der fertige Uberzug weist eine
Schichtdicke von angenähert 1,52 mm auf und ist in Fig. 2(a)
dargestellt.
Aus einem Vergleich der beiden Fig. 2(a) und 2(b) ist ersicht
lich, daß sich die Mikrostruktur bzw. das Mikrogefüge des
Substrates und der beiden Proben recht deutlich unterschei
den. Die nach dem bekannten Verfahren im Ofen aufgeschmol
zene Schicht weist eine größere Korngröße auf und zeigt eine
erhebliche Diffusion der Elemente zwischen der Beschichtung
und dem Stahlsubstrat. Andererseits weist die nach dem er
findungsgemäßen Verfahren beschichtete Probe (Fig. 2(a)) eine
sehr begrenzte durch Erwärmung beeinflußte Zone auf, und
deshalb weist das Substrat im wesentlichen die gleichen
Eigenschaften auf, wie vor dem Beschichtungsvorgang.
Das heißt, die erfindungsgemäß beschichteten Gegenstände
besitzen einen hinsichtlich der Abmessungen exakten, ein
heitlichen Überzug mit bestimmten, gewünschten Eigenschaf
ten. Das Beschichtungsverfahren kann entweder statisch oder
dynamisch durchgeführt werden, wobei vorzugsweise unter Um
gebungsluft gearbeitet werden kann. Weiterhin erlaubt es das
erfindungsgemäße Verfahren, die eigentliche durch Erwärmung
beeinflußte Zone auf die Außen-Oberflächen-Schicht(en) des
zu beschichtenden Substrates zu beschränken.
Wie dargelegt, ist die Erfindung anhand bevorzugter Ausfüh
rungsformen erläutert worden. Für Fachleute ist jedoch er
sichtlich, daß verschiedene Abänderungen und Modifizierungen
möglich sind, ohne vom wesentlichen Kern der Erfindung abzu
weichen. Auch solche Abänderungen und Modifizierungen sollen
von der vorliegenden Erfindung umfaßt sein, solange sie sich
unter den Gegenstand der Patentansprüche und deren Äquivalen
te subsumieren lassen.
Claims (11)
1. Ein Verfahren zur Aufbringung von Beschichtungsmaterial auf
einem Substrat, wobei die Eigenschaften des Substratmaterials
sorgfältig überwacht werden müssen,
gekennzeichnet durch nachstehende Verfahrensschritte:
Es wird ein Substrat bereitgestellt, das mit dem Beschich
tungsmaterial beschichtet werden soll;
es wird ein Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Substrat kommen kann und wenigstens einen Teil des Substra tes bedecken kann;
eine Schicht aus Beschichtungsmaterial, das in Polytetra fluorethylen-Fasermaterial verteilt ist, wird in enger Nach barschaft zum Substrat angeordnet;
das Beschichtungsmaterial, das Lötmaterial und das Substrat werden ausreichend erwärmt, damit das Lötmaterial anfängt zu schmelzen und das Substrat benetzt; diese Erwärmung er folgt mittels eines Induktionsapparates, um lediglich Ober flächenabschnitte des Substrats zu erwärmen; und das Substrat, das Beschichtungsmaterial und das Lötmate rial werden abgekühlt, wonach das Beschichtungsmaterial an das Substrat gebunden ist.
es wird ein Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Substrat kommen kann und wenigstens einen Teil des Substra tes bedecken kann;
eine Schicht aus Beschichtungsmaterial, das in Polytetra fluorethylen-Fasermaterial verteilt ist, wird in enger Nach barschaft zum Substrat angeordnet;
das Beschichtungsmaterial, das Lötmaterial und das Substrat werden ausreichend erwärmt, damit das Lötmaterial anfängt zu schmelzen und das Substrat benetzt; diese Erwärmung er folgt mittels eines Induktionsapparates, um lediglich Ober flächenabschnitte des Substrats zu erwärmen; und das Substrat, das Beschichtungsmaterial und das Lötmate rial werden abgekühlt, wonach das Beschichtungsmaterial an das Substrat gebunden ist.
2. Das Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Lötmaterial und dem Beschichtungsmaterial und dem Sub
strat vor der Erwärmung Flußmittel zugeführt werden.
3. Das Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Flußmittel ein Klebemittel zugesetzt wird.
4. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Induktionsapparat bei einer Frequenz oberhalb 10 kHz
arbeitet.
5. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Lötmaterial in der Schicht mit Beschichtungsmaterial ent
halten ist.
6. Ein Verfahren zur kontinuierlichen Aufbringung von Beschich
tungsmaterial auf einem Substrat, wobei die Eigenschaften
des Substratmaterials sorgfältig überwacht werden müssen,
gekennzeichnet durch nachstehende Verfahrensschritte:
Es wird ein Substrat bereitgestellt, das mit dem Beschich
tungsmaterial beschichtet werden soll;
es wird ein Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Substrat kommen kann und wenigstens einen Teil des Substrats bedecken kann;
eine Schicht aus Beschichtungsmaterial, das in Polytetra fluorethylen-Fasermaterial verteilt ist, wird in enger Nachbarschaft zum Substrat angeordnet;
das Substrat, das Lötmaterial und das Beschichtungsmaterial werden ausreichend erwärmt, damit lediglich das Lötmaterial anfängt zu schmelzen und das Substrat benetzt; diese Erwär mung erfolgt mittels eines Induktionsapparates, um eine ge nau kontrollierte Wärmewirkung zu gewährleisten; das Substrat wird relativ zum Induktionsapparat mit einer solchen Geschwindigkeit verschoben, daß das Lötmaterial fortlaufend schmilzt; und
das Substrat, das Lötmaterial und das Beschichtungsmaterial werden abgekühlt, wonach das Beschichtungsmaterial an das Substrat gebunden ist.
es wird ein Lötmaterial zugeführt, das in Kontakt mit dem Substrat kommen kann und wenigstens einen Teil des Substrats bedecken kann;
eine Schicht aus Beschichtungsmaterial, das in Polytetra fluorethylen-Fasermaterial verteilt ist, wird in enger Nachbarschaft zum Substrat angeordnet;
das Substrat, das Lötmaterial und das Beschichtungsmaterial werden ausreichend erwärmt, damit lediglich das Lötmaterial anfängt zu schmelzen und das Substrat benetzt; diese Erwär mung erfolgt mittels eines Induktionsapparates, um eine ge nau kontrollierte Wärmewirkung zu gewährleisten; das Substrat wird relativ zum Induktionsapparat mit einer solchen Geschwindigkeit verschoben, daß das Lötmaterial fortlaufend schmilzt; und
das Substrat, das Lötmaterial und das Beschichtungsmaterial werden abgekühlt, wonach das Beschichtungsmaterial an das Substrat gebunden ist.
7. Das Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Lötmaterial, dem Beschichtungsmaterial und dem Substrat
vor der Erwärmung ein Flußmittel zugeführt wird.
8. Das Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Flußmittel ein Klebemittel zugesetzt wird.
9. Das Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Induktionsapparat bei einer Frequenz oberhalb 10 kHz
arbeitet.
10. Das Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Initiator für das Schmelzen des Lötmaterials vorgesehen
wird, der aus einer konzentrierten Mischung aus Lötmaterial-
Pulver mit Flußmittel besteht, die an der Vorderkante des
zu beschichtenden Substrates aufgebracht wird.
11. Das Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich auf dem zu beschichtenden Abschnitt des Substrates
eine Schicht aufgebracht wird, die aus einer konzentrierten
Mischung aus Lötmaterial-Pulver mit Flußmittel besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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