DE36366C - Verfahren zur Verarbeitung von Kalk oder kohlensauren Kalk enthaltenden Phosphaten - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Kalk oder kohlensauren Kalk enthaltenden Phosphaten

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DE36366C
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DENDAT36366D
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Baron M. VON MALTZAN in Doberan i. Mecklbg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/02Pretreatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
KLASSE 16: Düngerbereitung.
Patcntirt im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren, um unter Vermittlung von schwefliger Säure den in Rohphosphaten (Schlacken) enthaltenen freien oder kohlensauren Kalk in schwefelsauren Kalk überzuführen.
Zu diesem Zwecke werden die Rohphosphate eventuell geröstet, gepulvert, mit Wasser angerührt und dann mit schwefliger Säure oder solche enthaltenden Gasen so' lange behandelt, bis sämmtlicher freier oder kohlensaurer Kalk in schwefligsauren umgewandelt ist. Nun dampft man entweder mit oder nach Abfiltriren der überstehenden Flüssigkeit zur Trockne ein und glüht im Luftstrom eventuell unter gleichzeitiger Verwendung von Wasserdampf, bis der schwefligsaure Kalk in schwefelsauren übergeführt ist. Π Aus dem Glührückstand kann mit verdünnter Cd Säure Calciumphosphat ausgelaugt und nach j bekannten Methoden verarbeitet werden.
Enthalten die Rohphosphate einen Theil der Phosphorsäure an Eisen etc. gebunden, so kann man dieselbe von letzterem trennen, indem man entweder die Rohphosphate nach P. R. No. 32096 oder dem vorstehenden Verfahren mit schwefliger Säure behandelt und erst unter Luftabschlufs und dann unter Luftzutritt eventuell unter Verwendung von Wasserdampf glüht oder dasselbe unter Zusatz einer den Eisen- etc. Phosphaten äquivalenten Menge Alkalichlorid ausführt.
Endlich kann mart auch eine den Eisen- etc. Phosphaten äquivalente Menge Alkalichlorid zusetzen und die Masse dann nach P. R. No. 32096 oder dem eingangs beschriebenen Verfahren mit schwefliger Säure etc. behandeln, oder man behandelt die Rohphosphate erst mit schwefliger Säure etc. und glüht dann mit Alkalichlorid, eventuell unter Verwendung von Wasserdampf.
Während in der ersten dieser Modificationen die Zerlegung der Eisen- etc. Phosphate durch das beim Glühen des Calciumsuliits unter Luftabschlufs entstehende Schwefelcalcium bewirkt wird, erreicht man in den übrigen Modification nen denselben Effect dadurch, dafs das Alkalichlorid mit dem Sulfit, Sulfid und Sulfat des Calciums sic.h zu einer leichtflüssigen Schmelze vereinigt, in welcher nun Calciumchlorid als existirend angenommen werden kann.
Dieses wirkt bekanntlich auf Eisen-etc. Phosphate in der Weise ein, dafs die Chloride dieser Schwermetalle neben Calciumphosphat gebildet werden, welche erstere bei Gegenwart von Luft oder Wasserdampf in Oxyde einer-" seits. und Chlor oder Salzsäure andererseits zerfallen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Ueberführung des in Rohphosphaten (Schlacken) enthaltenen freien Kalkes oder kohlensauren Kalkes in schwefelsauren Kalk dadurch, dafs man die Rohphosphate event, geröstet mit Wasser und schwefliger Säure oder solche enthaltenden Gasen bis zur Sättigung des freien oder kohlensauren Kalkes behandelt, dann eventuell nach Trennung der Masse von der überstehenden Flüssigkeit zur Trockne bringt und im Luftstrom eventuell auch unter gleichzeitiger Verwendung von Wasserdampf bis zur Umwandlung des schwefligsauren Kalkes in schwefelsauren" Kalk glüht.
    Die Zerlegung von in Rohphosphaten etc. enthaltenen Eisen- etc. Phosphaten unter gleichzeitiger oder vorhergehender Ueberführung des freien oder kohlensauren Kalkes in schwefelsauren Kalk durch Vermittelung von schwefliger Sa'ure dadurch, dafs:
    ; a) die Rohphosphate nach P. R. No 32096 oder dem unter 1. angeführten Verfahren mit schwefliger Säure behandelt und erst unter Luftabschlufs, dann unter Luftzutritt eventuell unter Verwendung von Wasserdampf geglüht werden, oder dafs man
    b) das unter 2 a) angegebene Verfahren unter Zusatz 'einer den Eisdn- etc. - Phosphaten äquivalenten Menge Alkalichlorid ausführt, oder
    c) den Rohphosphaten eine den Eisen- etc. Phosphaten äquivalente Menge Alkalichlorid zusetzt und das Ganze dann nach P. R. No. 32096 oder dem unter 1. angegebenen Verfahren mit schwefliger Säure etc. behandelt, oder
    d) die Phosphate erst mit schwefliger Säure etc. behandelt und dann mit. Alkalichlorid eventuell unter Verwendung von Wasserdampf glüht.
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