DE3637651C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung eines
Kunststoff-Formkörpers mittels Coronaentladung, der zwischen
einer Entladeelektrode und einer Gegenelektrode angeordnet
ist, die eine elektrisch leitende Schicht aufweist, die im we
sentlichen dieselbe Form wie der Kunststoff-Formkörper hat,
der einen Abschnitt mit wenigstens einem Durchgangsloch auf
weist.
Aus der EP-00 55 686 A 1 ist eine Vorrichtung zur Behandlung
der aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Oberfläche
von Formkörpern durch Coronaentladung bekannt.
Bei dieser Vorrichtung ist der Formkörper durch eine beweg
liche Basiselektrode gehalten, die der Innenform des Formkör
pers angepaßt ist und die an einer Gegenelektrode vorbeige
führt wird. Die letztere ist mit flexiblen Entladungseinheiten
versehen, die sich den Konturen des Formkörpers selbständig
durch elektrische Kräfte anpassen.
Aus der GB-PS 14 98 716 ist ein Verfahren zur Ober
flächenbehandlung eines Gegenstandes mittels Coronaentladung
bekannt, bei dem eine Corona-Elektrode im Abstand von einem
Schirm umgeben ist. An die Elektrode und an den Schirm wird
eine hohe Spannung gelegt, an den letzteren aber darüber hinaus
eine intermittierende andere Spannung, um Ionen für die Ober
flächenbehandlung des Gegenstandes zu erzeugen.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubil
den, daß auch mit Löchern versehene Formkörper gleichmäßig
oberflächenbehandelt werden können.
Erfindungsgemäß kann diese Aufgabe gelöst werden jeweils durch die kenn
zeichnenden Merkmale der Ansprüche 1, 2 und 3.
Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfol
gend anhand der Zeichnung beschrieben, in der
Fig. 1 einen Querschnitt einer Instrumentenplatte und
einer Gegenelektrode nach der ersten Ausführungs
form zeigt.
Fig. 2 zeigt die Ausführungsform gemäß Fig. 1 im Längs
schnitt.
Fig. 3 zeigt perspektivisch die Instrumentenplatte einer
ersten und einer zweiten Ausführungsform.
Fig. 4 zeigt in Vorderansicht ein Gerät für die Corona
entladungsbehandlung nach der ersten und zweiten
Ausführungsform.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Gerätes nach Fig. 4
in der Ansicht von rechts.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf eine Einrichtung zur
Verschiebung des Gerätes in Y-Richtung nach der
ersten und zweiten Ausführungsform.
Fig. 7 zeigt schematisch die Verbindung zwischen der
Entladeelektrode und einer Hochfrequenzanlage
bei der ersten und zweiten Ausführungsform.
Fig. 8 und 9 zeigen entsprechend im Schnitt unterschied
liche Ausführungsformen der Gegenelektrode bei
der ersten Ausführungsform.
Fig. 10 zeigt einen Querschnitt der Instrumentenplatte
und der Gegenelektrode nach der zweiten Ausfüh
rungsform.
Fig. 11 zeigt die zweite Ausführungsform im Längsschnitt.
Der dreidimensionale Formkörper, auf den sich die Erfindung
hier bezieht, ist ein Formkörper aus Kunstharz oder Kunst
stoff, der in allen drei Dimensionen ungleich ist, z.B. eine
Instrumentenplatte 1 für Automobile.
Die Instrumentenplatte 1 hat rippenförmige Kanten 5 an der
Begrenzung zwischen einer oberen Fläche 2 und einer Stirnfläche
3 sowie an der Begrenzung zwischen der oberen Fläche 2 und
Seitenflächen 4 etc. und jede der Kanten hat einen Krümmungs
radius von etwa 6 mm.
Ferner sind zwei flache schalenförmige Abschnitte 6, 7 auf
der rechten und linken Seite der oberen Fläche 2 der Instru
mentenplatte 1 ausgebildet. Wie Fig. 2 zeigt, sind somit
rippenförmige Kanten 8 an den oberen Ecken der Abschnitte 6,
7 vorhanden und konkave Kanten 9 an den unteren Rändern der
Abschnitte 6, 7. Jede der Kanten 9 hat einen Krümmungsradius
von etwa 6 mm. Ferner ist eine Luftöffnung 10 für einen seit
lichen Entfroster am linken Ende der Fläche 2 ausgebildet, so
wie zwei Entlüftungs- und Klimatisierluftöffnungen 11, 12 an
der rechten und der linken Seite der Stirnfläche 3. Jede die
ser Öffnungen 10, 11 und 12 hat im wesentlichen rechteckige
Gestalt und einen Rand 13 mit einem Krümmungsradius von etwa
6 bis 15 mm an der Kante und an den Ecken.
Das Gerät für die Coronaentladung hat eine Gegenelektroden
einrichtung 201, die auf dem ersten Abschnitt einer Basis 80
angeordnet ist zum Haltern der Instrumentenplatte 1 und um
eine Gegenelektrode in Kontakt mit deren rückwärtiger Ober
fläche zu bringen. Eine Entladeelektrodeneinrichtung 202,
die auf dem zweiten Abschnitt der Basis 80 angeordnet ist,
hat eine Coronaentladeelektrode und eine Transporteinrichtung
zum Bewegen der Elektrode in dreidimensionaler Weise. Eine
Hochfrequenzeinrichtung ist auf einem Gestell 14 links von
der Basis montiert, um eine Hochfrequenzspannung an die Elek
troden zu legen. Eine Steuereinheit 204 ist an der rechten
Seite der Basis 80 angeordnet zur Steuerung der Entladeelek
trodeneinrichtung 202.
Gegenelektrodeneinrichtung 201.
Wie die Fig. 1, 2, 4 und 5 zeigen, ist ein hohles Gestell
61 auf dem ersten Abschnitt der Basis 80 angeordnet und ein
schalenförmiger Elektrodenträger 62 aus einem Epoxyharz in
einer Gestalt, die der dreidimensionalen Gestalt an der Innen
seite der Instrumentenplatte 1 entspricht, ist auf dem oberen
Abschnitt des Gestells 61 gehaltert, so daß er die Instrumenten
platte 1 von der Innenseite her abstützt.
Eine Gegenelektrode 63 ist an der Oberfläche des Elektroden
trägers 62 an einem Abschnitt ausgebildet, der der Innenfläche
der Instrumentenplatte 1 entspricht, indem eine dünne elektrisch
leitende Schicht 104 mittels Metallplattieren aufgebracht wird.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, ist eine Ausnehmung 64 mit
einer Fläche, die größer ist als diejenige jeder der Öffnun
gen 10, 11 und 12, und mit einer Tiefe von etwa 6 mm an dem
Elektrodenträger 62 ausgebildet in einer Position, die jeder
der Öffnungen 10, 11, 12 der Instrumentenplatte 1 entspricht.
Jede Seitenwand der Ausnehmung 64 liegt damit ein Stück ent
fernt von jeder Innenwand der Öffnungen 10, 11 und 12 und der
Abstand beträgt etwa 5 mm. In der hier beschriebenen Ausfüh
rungsform wird die elektrisch leitende Schicht 104 längs der
Oberfläche der Ausnehmung 64 gebildet im wesentlichen in gleich
mäßiger Dicke und sie folgt der Form der Ausnehmung 64. Ein
Pufferelement 65 von etwa 6 mm Dicke aus einem dielektrischen
Material, wie z.B. Gummi oder aus Epoxyharz ist in die Ausneh
mung 64 eingesetzt, um die elektrisch leitende Schicht 104 in
der Ausnehmung 64 abzudecken. Dementsprechend wenn die Instru
mentenplatte 1 auf die Gegenelektrode 63 aufgesetzt und die
Entladeelektrode 50 näher herangebracht wird, ist die elektrisch
leitende Schicht 104 in der Ausnehmung 64 nicht freigelegt durch
die Öffnungen 10, 11 und 12 nahe der Oberfläche, die durch die
Entladeelektrode 50 zu behandeln ist.
Wenn die leitende Schicht 104 gegenüber der Entladeelektrode
50 freiliegt, kann die Entladung zwischen den beiden Elektro
den 63 und 50 gestört werden oder es kann eine Funkenentladung
entstehen.
Aus demselben Grund ist der Randbereich der leitenden Schicht
104 in einer Position angeordnet, die einwärts gegen den Rand
der zu behandelnden Oberfläche der Instrumentenplatte 1 durch
den Abstand von etwa 5 mm getrennt ist. Der Rand der leitenden
Schicht 104 ist damit durch den Rand der Instrumentenplatte 1
abgedeckt, so daß der Rand der leitenden Schicht 104 gegenüber
der Entladeelektrode 50 in der Nähe des Randes der zu behaneln
den Oberfläche nicht freiliegt, wenn die Entladeelektrode 50
näher herangebracht wird.
Entladeelektrodeneinrichtung 202.
Wie die Fig. 2 bis 6 zeigen, hat die Entladeelektroden
einrichtung 202 die Entladeelektrode 50, eine Transportein
richtung 20 in X-Richtung zum Bewegen der Elektrode in der
Richtung der X-Achse, eine Transporteinrichtung 30 zum Bewe
gen der Elektrode in Richtung der Y-Achse und eine Transport
einrichtung 40 zum Bewegen der Elektrode in Richtung der Z-Achse.
Bei der Transporteinrichtung 20 erstrecken sich zwei Füh
rungsstangen 28 parallel zur Horizontalen und sie sind an
der Basis 80 befestigt. Die Führungsstangen 28 sind mit
einem Drehtisch 26 ausgerüstet, der in X-Richtung verschieb
bar ist und die Transporteinrichtung 30 für die Y-Richtung
trägt. Der Drehtisch 26 ist verschiebbar mittels eines Stütz
elements 23, das an seiner unteren Fläche angebracht ist und
über die beiden Führungsstangen 28 greift.
An der rechten und an der linken Seite des Stützelements 23
an der Unterseite des Drehtisches 26 sind Gewindeteile 29
angebracht und eine Gewindewelle 27 ist mit den Gewindetei
len 29 so gekoppelt, daß die letzteren sich längs der Welle
mittels Gewindeeingriff verschieben können. Am rechten Ende
der Gewindewelle 27 ist ein Zahnrad 21 a angebracht, das in
Eingriff mit einem Zahnrad 21 b eines Servomotors 25 steht,
der am rechten Ende der Basis 80 montiert ist.
Wenn der Servomotor 25 sich dreht, dreht sich auch die Ge
windewelle 27 mittels der Zahnräder 21 a und 21 b, wodurch der
Drehtisch 26 sich in X-Richtung bewegt zusammen mit den Ge
windeabschnitten 29, die mit der Gewindewelle 27 gekoppelt
sind.
Bei der Transporteinrichtung für die Y-Richtung sind zwei
Wellenlager 35 auf jeder Seite an der Oberfläche des Dreh
tisches 26 angeordnet. Zwei Gewindewellen 31 sind entspre
chend zwischen den Wellenlagern 35 an der rechten und lin
ken Seite angeordnet, die drehbar, aber axial nicht beweg
bar sind und beide Wellen 31 erstrecken sich parallel in
horizontaler Richtung. Ein Zahnrad 36 a ist am hinteren Ende
von jeder der Gewindewellen 31 angebracht und jedes der Zahn
räder 36 a steht in Eingriff mit einem Zahnrad 36 b eines Servo
motors 32, der am hinteren Ende der Basis 80 montiert ist.
Ein Gewindeelement 34, das über beide Wellen 31 läuft, ist
mit beiden Gewindewellen 31 mittels Gewinde gekoppelt und
das hintere Ende eines Y-Achsen-Armes 33, der sich nach vorne
erstreckt, ist an der Mitte des Gewindeelements 34 befestigt.
Die Transporteinrichtung 40 für die Z-Richtung, die nachfol
gend beschrieben wird, ist am vorderen Ende des Armes 33 an
gebracht.
Bei der Transporteinrichtung 30 für die Y-Achse wird ebenfalls
die Drehung des Servomotors 32 auf die Zahnräder 36 a, 36 b,
die Gewindewelle 31 und das Gewindeelement 34 übertragen und
dadurch die Transporteinrichtung 40 in Richtung der Y-Achse
verschoben.
Bei der Transporteinrichtung 40 für die Z-Achse ist ein fester
Tisch 41 vertikal am vorderen Ende des Armes 33 befestigt.
Zwei Führungsstangen 42 sind an der vorderen Fläche des Tisches
41 angebracht und beide Stangen 42 erstrecken sich parallel
in vertikaler Richtung.
Ein Schiebeelement 44 ist verschiebbar an den Führungsstangen
42 angebracht, das auf beiden dieser Stangen läuft und eine
Schraubenmutter (nicht dargestellt) ist am zentralen Abschnitt
des Schiebeelements 44 ausgebildet. Eine aufwärts verlaufende
Schraubenwelle 46 ist mit der Schraubenmutter gekoppelt und
die Schraubenwelle 46 ist direkt mit der rotierenden Welle 47
eines Servomotors 45 gekoppelt, der am oberen Teil des Tisches
41 montiert ist. Ein Z-Achsen-Arm 43, der sich abwärts erstreckt,
ist mit seinem oberen Ende an dem zentralen Abschnitt des Schie
beelements 44 befestigt und die Entladeelektrode 50 ist am unte
ren Ende des Arms 43 so gehalten, daß sie sich immer vertikal
abwärts erstreckt.
Wenn daher der Servomotor 45 läuft, dreht sich die Schrauben
welle 46 und verschiebt den Arm 43 und die Entladeelektrode 50
vertikal mit Hilfe des Schiebeelements 44.
Die Entladeelektrode 50, die in der atmosphärischen Luft
angeordnet ist, hat einen stabförmigen Griffabschnitt 51
mit etwa 2 mm Durchmesser aus rostfreiem Stahl und einen
kugelförmigen Entladekopf 52 ebenfalls aus rostfreiem Stahl,
der am Ende des Griffabschnittes 51 angebracht ist. Der Griff
abschnitt 51 ist am Arm 43 so gehalten, daß er ständig im we
sentlichen vertikal verläuft und nicht geschwenkt wird, selbst
wenn er durch jede der Transporteinrichtungen 20, 30 und 40
verschoben wird.
Die Kugel des Entladekopfes 52 hat einen Radius von etwa 2,5 mm,
der kleiner ist als der Krümmungsradius (6 bis 15 mm) von jeder
der Ecken oder Kanten 5, 8, 9 und 13 der Instrumentenplatte 1.
Wie Fig. 7 zeigt, ist ein gitterartiger Schutzzylinder 53
aus rostfreiem Stahl oder dergleichen zweckmäßigerweise um
die Entladeelektrode 50 angeordnet, da durch einen solchen
Schutzzylinder eine hochfrequente Rausch-Strahlung der Ent
ladeelektrode 50 während der Coronaentladung verhindert wer
den kann.
Wie die Fig. 4 und 7 zeigen, hat die Hochfrequenzeinrich
tung 203 einen Hochfrequenzoszillator 16 und einen Hochspan
nungstransformator 17, der mit der Gegenelektrode 63 und der
Entladeelektrode 50 verbunden ist, wobei die Gegenelektrode
63 geerdet ist. Der Hochfrequenzoszillator 16 ist ebenfalls
direkt geerdet als Gegenmaßnahme gegen hochfrequentes Rauschen.
Wie Fig. 5 zeigt, sind Lüftungseinrichtungen 205 vorgesehen
zum Abführen von Ozon oder ähnlichen anderen Gasen, die bei
der Coronaentladung erzeugt werden und sie sind an der Basis
80 in einer Position hinter der Gegenelektrode 201 angeordnet.
Wie die Fig. 1, 2, 4 und 5 zeigen, wird die Instrumenten
platte 1 auf den Elektrodenträger 62 und die elektrisch lei
tende Schicht 104 der Gegenelektrodeneinrichtung 201 aufgesetzt.
Da die Oberfläche der gesamten elektrisch leitenden Schicht
104 im wesentlichen identisch geformt ist mit der dreidimen
sionalen Gestalt der rückwärtigen Seite der Instrumenten
platte 1, wird praktisch die gesamte Oberfläche der leitenden
Schicht 104 in Kontakt mit der gesamten rückwärtigen Fläche
der Instrumentenplatte 1 gebracht.
Nach Betätigung der Entlüftungseinrichtung 205 wird der Schal
ter der Steuereinheit 204 eingeschaltet und die Transportein
richtungen 20, 30 und 40 für jede der drei Koordinatenachsen
in der Entladeelektrodeneinrichtung 202 werden in Startposition
für die Entladebehandlung eingestellt. Der Entladekopf 52 liegt
in einem Abstand von etwa 10 mm über dem linken Ende am vorde
ren Rand der Instrumentenplatte 1.
Danach, wenn der Hochfrequenzoszillator 16 betätigt wird, wird
dessen Ausgang durch den Transformator 17 aufwärts transfor
miert und es wird eine Hochfrequenzspannung mit 28 KV an die
Gegenelektrode 63 und die Entladeelektrode 50 angelegt. Darauf
hin wird eine Coronaentladung durch die Atmosphäre hindurch
zwischen der oberen Fläche 2 und dem Abschnitt des Entladekopfes
52 erzeugt, der der Fläche 2 gegenüberliegt.
Die Transporteinrichtungen 20, 30 und 40 für die X-, Y- und Z-
Achse werden in den entsprechenden Richtungen durch die Servo
motore 25, 32 und 45 verschoben, die durch Steuersignale von
der Steuereinheit 204 betätigt werden, so daß die Entladeelek
trode 50 in die Nähe der Oberfläche der Instrumentenplatte 1
gebracht wird.
Die Bewegungsgeschwindigkeit der Entladeelektrode 50 kann wahl
weise eingestellt werden innerhalb eines Bereiches von 1 bis
250 mm/sec., er wird jedoch bei der hier beschriebenen ersten
Ausführungsform auf 150 mm/sec. eingestellt unter Berücksich
tigung eines ausreichenden Coronaentladeeffekts und einer Re
duzierung der erforderlichen Behandlungszeit.
Wenn, wie Fig. 2 zeigt, die Entladeelektrode 50 über die
Öffnungen 10, 11 und 12 oder die vertieften Abschnitte 6
und 7 läuft, wird die Entladeelektrode 50 um die Höhen
differenz abwärts bewegt, so daß eine gute Coronaentlade
behandlung auch auf den Innenseiten der Öffnungen 10, 11
und 12, an den vertieften Abschnitten 6 und 7 und an den
Ecken 9 und 13 erreicht wird.
Da ferner die Coronaentladung mit einem äußerst gleich
mäßigen Entlademuster von dem Entladekopf 52 aus streut,
wie Fig. 7 zeigt, ist der Bereich für die Anwendung der
Behandlung auf der Oberfläche der Instrumentenplatte 1
bei jedem Entladeschritt ziemlich breit und eine Fläche
innerhalb eines Kreises von etwa 50 bis 60 mm Durchmesser
kann einwandfrei behandelt werden. Ein Grund hierfür ist
die kugelförmige Gestalt des Entladekopfes 52, was zur Folge
hat, daß die Coronaentladung nicht auf einen lokalen Abschnitt
konzentriert ist, sondern gleichmäßig streut.
Da ferner der Entladekopf 52 gekrümmt ausgebildet ist, wird
er kaum beeinflußt durch die Änderung der Potentialvertei
lung an den Ecken 5, 8, 9 und 13 oder dem Winkel in der zu
behandelnden Oberfläche relativ zur Entladerichtung oder der
gleichen, so daß die Coronaentladung wirksam auch an den Ecken
5 oder dergleichen ausgeführt werden kann. Da insbesondere der
Radius des Entladekopfes in der ersten Ausführungsform kleiner
ist als der Krümmungsradius der Ecken 5 und dergleichen, treten
keine nachteiligen Effekte auf und die Ecken 5 und ähnliche Be
reiche können zuverlässig behandelt werden.
Wenn die Entladeelektrode 50 über die Öffnungen 10, 11 und 12
und nahe dem Rand der Instrumentenplatte 1 läuft, so könnte,
wenn die Entladeelektrode 50 und die leitende Schicht 104 sich
direkt gegenüberliegen, die Coronaentladung gestört werden oder
eine Funkenentladung auftreten zwischen den Elektroden 50 und
63, was zu fehlerhaften Produkten führen könnte.
Es ist jedoch, wie bereits erläutert, Vorsorge getroffen,
daß die elektrisch leitende Schicht 104 nicht frei der Ent
ladeelektrode 50 im Bereich der behandelten Oberfläche der
Instrumentenplatte 1 gegenüberliegt, zu welchem Zweck die
Pufferelemente 65 aus dielektrischem Material auf die Schicht
104 aufgelegt sind oder diese Schicht 104 abdecken, so daß
eine gleichmäßige und stabile Coronaentladung erreicht wird.
Es besteht daher nicht die Gefahr von Beschädigungen an der
Instrumentenplatte 1, an der Schicht 104 oder an der Entlade
elektrode 50 infolge einer Funkenentladung.
Das Pufferelement 65 wird nur an der Innenseite der Öffnun
gen 10 bis 12 angeordnet, die als Durchgangsöffnungen ausge
bildet sind, so daß die Leistungsfähigkeit nicht reduziert wird.
Da ferner jede der Seitenwände der Ausnehmungen 64 und jede
der Innenwände der Öffnungen 10, 11 und 12 abstehen, um den
Rand der leitenden Schicht 104 vom Rand der behandelten Ober
fläche der Instrumentenplatte 1 zu trennen, kann eine Funken
entladung sicher verhindert werden.
Bei der übrigen behandelten Oberfläche außer den Öffnungen
10, 11 und 12 wirkt die Instrumentenplatte 1 selbst als Puf
ferelement zur Erzeugung einer gleichmäßigen Entladung. Dem
gemäß kann die gesamte behandelte Oberfläche der Instrumenten
platte 1 durch die Coronaentladung gleichmäßig und zuverlässig
behandelt werden.
Die erforderliche Zeit für die Coronabehandlung der oberen
Fläche 2, der vorderen Fläche 3 und beider Seitenflächen 4
beträgt etwa 50 Sekunden.
Nachfolgend wird die zweite Ausführungsform beschrieben.
Die zweite Ausführungsform wird nur insoweit beschrieben,
als ihre Teile und ihre Wirkungsweise sich von denjenigen
der ersten Ausführungsform unterscheiden, wobei Bezug auf
die Fig. 10 und 11 genommen wird.
In der zweiten Ausführungsform hat die Gegenelektrode 2
einen Elektrodenträger 62 aus einem Epoxyharz mit einer
Form, die praktisch identisch mit der dreidimensionalen
Form an der Rückseite der Instrumentenplatte 1 ist und eine
dünnfilmartige elektrisch leitende Schicht 104 wird innerhalb
des Substrates 62 der Gegenelektrodeneinrichtung 201 ausge
bildet. Wenn nun die Instrumentenplatte 1 auf die Gegenelek
trode 102 aufgesetzt wird, so liegt die leitende Schicht 104
an den Öffnungen 10, 11 und 12 nicht frei, sondern sie ist
gegen die Seite der Entladeelektrode 50 abgedeckt. Wenn dann
die Entladeelektrode 50 über die Öffnungen 10, 11 und 12 wäh
rend der Entladung geführt wird, wird die Entladung nicht ge
stört und die Behandlung wird im Bereich der Öffnungen 10, 11
und 12 ungestört ausgeführt.
Die Gegenelektrode 102 wird gebildet, indem geschmolzenes Epoxy
harz bis zu einer Dicke von etwa 5 mm auf die Rückseite der
Instrumentenplatte 1 aufgebracht wird, worauf eine Farbschicht,
die Silberpulver als elektrisch leitendes Material enthält,
aufgesprüht wird, um die elektrisch leitende Schicht 104 zu
bilden, wonach über diese dasselbe geschmolzene Epoxyharz wie
oben beschrieben aufgebracht wird.
Da die leitende Schicht 104 innerhalb des Elektrodensubstrates
62 in der Gegenelektrode 102 angeordnet ist, ist es nicht mehr
erforderlich, eine Pufferplatte aus einem dielektrischen Ma
terial auf einem Teil der Gegenelektrode gegenüber den Luft
öffnungen 10, 11 und 12 vorzusehen, um die letzteren zu schlies
sen, um eine Störung der Entladung in den Bereichen der Luftöff
nungen 10, 11 und 12 zu verhindern.
Da somit die elektrisch leitende Schicht 104 in den Berei
chen der Öffnungen 10, 11 und 12 nicht freiliegt, wird die
Coronaentladung nicht gestört. Eine einwandfreie gleichmäs
sige Behandlung wird dadurch an den Innenseiten der Öffnun
gen 10, 11 und 12 und am Grund der wannenförmigen Abschnitte
6, 7 und der Ecken 9 und 13 erreicht. Da die Coronaentladung
bis zur Rückseite der Öffnungen 10, 11 und 12 ausgeführt wer
den kann, können ihre Oberflächen gleichmäßig und zuverlässig
behandelt werden.
Wie Fig. 8 zeigt, ist die elektrisch leitende Schicht 104
im Bereich der Öffnungen 10, 11 und 12 teilweise unterbrochen
bzw. weggelassen. Hierdurch wird ebenfalls verhindert, daß
die elektrisch leitende Schicht der Entladeelektrode 50 direkt
gegenüberliegt.
Ferner kann als Mittel zur Verhinderung, daß die elektrisch
leitende Schicht 104 der Entladeelektrode 50 im Bereich der
Öffnungen 10, 11 und 12 oder am Rand der Instrumentenplatte 1
direkt frei gegenüberliegt, die gesamte Oberfläche der leiten
den Schicht 104 durch das Pufferelement 66 abgedeckt sein, wie
in Fig. 9 dargestellt ist. Da jedoch die Coronaentladung infolge
der Pufferwirkung des Elements 66 im Bereich der gesamten Platte
1 geschwächt wird, wird der Behandlungswirkungsgrad etwas ver
ringert.
Die elektrisch leitende Schicht 104 kann aus einem Material
bestehen, z.B. Au, Cu, Al oder Zn, oder aus einer elektrisch
leitenden Farbe, die z.B. Silberpulver enthält.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Behandlung eines Kunststoff-Formkörpers
mittels Coronaentladung, der zwischen einer Entladeelek
trode und einer Gegenelektrode angeordnet ist, die eine
elektrisch leitende Schicht aufweist, die im wesentlichen
dieselbe Form wie der Kunststoff-Formkörper hat, der einen
Abschnitt mit wenigstens einem Durchgangsloch aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Pufferelement (65, 66) aus
einem dielektrischen Material auf der elektrisch leitenden
Schicht (104) wenigstens in dem Bereich unter dem Kunst
stoff-Formkörper (1) angeordnet ist, der dem Durchgangs
loch (10, 11, 12) in dem Kunststoff-Formkörper entspricht.
2. Vorrichtung zur Behandlung eines Kunststoff-Formkörpers
mittels Corona-Entladung, der zwischen einer Entladeelek
trode und einer Gegenelektrode angeordnet ist, die eine
elektrisch leitende Schicht aufweist, die im wesentlichen
dieselbe Form wie der Kunststoff-Formkörper hat, der einen
Abschnitt mit wenigstens einem Durchgangsloch aufweist, da
durch gekennzeichnet, daß der Teil der elektrisch leitenden
Schicht (104), der dem Durchgangsloch (10, 11, 12) in dem
Kunststoff-Formkörper (1) entspricht, entfernt ist.
3. Vorrichtung zur Behandlung eines Kunststoff-Formkörpers
mittels Corona-Entladung, der zwischen einer Entladeelek
trode und einer Gegenelektrode angeordnet ist, die eine
elektrisch leitende Schicht aufweist, die im wesentlichen
dieselbe Form wie der Kunststoff-Formkörper hat, der einen
Abschnitt mit wenigstens einem Durchgangsloch aufweist, da
durch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Schicht
(104) innerhalb des Elektrodenträgers (62) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Pufferelement (66) sich über die gesamte Seite auf
der elektrisch leitenden Schicht (104) erstreckt, die der
Entladeelektrode (50) gegenüberliegt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Schicht
aus einer elektrisch leitenden Farbe besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektrisch leitende Farbe Silberpulver enthält.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die elektrisch leitende Schicht aus einem
der Metalle Au, Cu, Al oder Zn besteht.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP25165085A JPS62112631A (ja) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | コロナ放電処理用対向電極 |
| JP25164985A JPS62112630A (ja) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | コロナ放電処理用対向電極及びこれを利用したコロナ放電処理方法 |
| JP61101317A JPS62256839A (ja) | 1986-04-30 | 1986-04-30 | コロナ放電処理用対向電極の製造方法 |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19923655A1 (de) * | 1999-05-22 | 2000-12-07 | Klaus W Gerstenberg | Vorrichtung zur Behandlung eines als Bahn, Bogen, Platte oder dergleichen vorliegenden Substrats mittels elektrischer Koronaentladung |
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| DE3728585A1 (de) * | 1987-08-27 | 1989-03-09 | Lothar Schlitzer | Vorrichtung zur oberflaechenbehandlung einer kraftfahrzeugstossstange |
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| DE2239397A1 (de) * | 1971-10-05 | 1973-04-12 | Volkswerft Stralsund Veb | Schaltungsanordnung zur erzeugung von stromimpulsen, insbesondere zur beeinflussung von lebewesen im wasser |
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1986
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| DE19923655A1 (de) * | 1999-05-22 | 2000-12-07 | Klaus W Gerstenberg | Vorrichtung zur Behandlung eines als Bahn, Bogen, Platte oder dergleichen vorliegenden Substrats mittels elektrischer Koronaentladung |
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| DE3637651A1 (de) | 1987-05-14 |
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