DE3638407C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tür mit einer durchsichtigen Scheibe für
ein Gehäuse, in das elektrische bzw. elektronische Baugruppen als Einsätze
oder Einschübe einbaubar sind, die über eine von der Tür verschließbare
offene Gehäusefrontseite und/oder offene Gehäuserückseite zugänglich sind,
wobei die durchsichtige Scheibe von einem Rahmen gehalten wird, der an den
Schmalseiten der Scheibe angeordnete Profilschienen aufweist.
Eine derartige Tür ist bereits bekannt (DE-Firmenkatalog, Hand Knürr KG,
10.79, Seite 1.77). Der Rahmen dieser bekannten Tür enthält L-förmig ab
gewinkelte Profilschienen, deren Enden an den Ecken der Scheibe aneinander
befestigt sind.
Es ist auch eine Abdeckplatte für eine Schalttafel bekannt, die gehäuseförmig
über der Schalttafel angeordnet ist. Die Abdeckplatte enthält abgewinkelte
Eckstücke und in Längsrichtung gerade verlaufende Seitenteile. Die Seiten
teile und Eckstücke grenzen an wulstförmigen Verstärkungsstellen aneinander
(DE-PS 9 20 315).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tür der eingangs beschriebenen
Gattung derart weiterzuentwickeln, daß sie aus universell für Türen unter
schiedlicher Breite und Höhe verwendbaren Teilen und aus an die unterschied
liche Höhe und Breite leicht und schnell anpaßbaren Profilschienen und
Scheiben zusammengesetzt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 beschriebenen
Maßnahmen gelöst. Bei der im Anspruch 1 erläuterten Vorrichtung können die
Winkelstücke für unterschiedlich große Türen verwendet werden. Die Profil
schienen werden vorzugsweise in Standardlängen hergestellt und längenmäßig
an die Größe der jeweiligen Tür angepaßt. Die durchsichtige Tür erlaubt
die Kontrolle von Anzeigeelementen an den Baugruppen, die zumeist Front
platten aufweisen, durch die wenigstens ein Teil der offenen Gehäusefront
seite abgedeckt wird. In den Frontplatten sind die Anzeigeelemente ange
ordnet. Außerdem ist die Bestückung der Gehäuse mit Baugruppen sofort er
kennbar. Die Tür legt sich mit ihrem Rahmen an die Ränder des Gehäuses an.
Es kann eine Tür an der Frontseite und/oder der Rückseite des Gehäuses an
gebracht werden. In geschlossenem Zustand der Tür sind zwischen den Ge
häusewänden und dem Rahmen keine kantigen Übergänge vorhanden, so daß die
Tür und das Gehäuse einen kompakten geometrischen Körper bilden, dessen
Tür bzw. Türen harmonisch auf das Gehäuse abstimmt sind.
Vorzugsweise sind die Profilschienen aus Leichtmetall in Stranggußverfah
ren hergestellt. Derartige Profilschienen haben eine hohe Stabilität bei
geringem Gewicht. Es reichen deshalb Profilschienen mit kleinen Quer
schnitten für die Halterung der Scheibe aus. Darüber hinaus weisen die Pro
filschienen Nuten auf, in die die Ränder der Scheibe eingesetzt werden.
Bei einer günstigen Ausführungsform sind die Winkelstücke aus Kunststoff.
Die Winkelstücke haben eine kompliziertere Form als die Profilschienen.
Derartige Formen können kostengünstig im Spritzgußverfahren hergestellt
werden. Zweckmäßigerweise sind die Winkelstücke an ihren Stirnseiten mit
Zapfen versehen, die formschlüssig in Ausnehmungen der Profilschienen ein
greifen. Die Rahmenteile lassen sich durch Einstecken der Zapfen in die
Profilschienen schnell und einfach zentrieren. Danach können die Winkel
stücke fest mit den Profilschienen verbunden werden. Die Befestigung der
Winkelstücke mit den Profilschienen erfolgt vorzugsweise mit Hilfe von
Schneidschrauben oder gewindeschneidende Schrauben, die in passend ge
formte Ausnehmungen der Profilschienen eingreifen. Winkelstücke und Profil
schienen sind hierzu in besonderer Weise aneinander angepaßt. Die Profil
schienen enthalten je ein zylindrisches an einer Längsseite durch einen
Schlitz offenes Loch, das sich in einem mittleren Steg befindet, durch den
zwei Wandabschnitte überbrückt werden, von denen der eine sich über die
gesamte Breite der jeweiligen Profilschiene auf deren äußeren Rahmenseite
erstreckt. Dieser Wandabschnitt hat eine glatte ebene Außenseite. Auf
ihrer, dem Gehäuse zugewandten Schmalseite ist die jeweilige Profilschiene
zweckmäßigerweise mit einer im Querschnitt U-förmigen Ausnehmung versehen,
in die bedarfsweise eine Dichtung eingelegt wird, die den Spalt zwischen
Tür und Gehäuse abdichtet. Die U-förmige Ausnehmung wird mittels eines von
den Enden der beiden Wandabschnitte nach innen zurückgesetzten Stegs ge
bildet, der neben dem ersten Steg eine zweite Querverbindung bildet.
Weitere volle Querverbindungen sind aus Fertigungsgründen nicht vorge
sehen. Die beiden Stege schließen mit den Wandabschnitten nur einen auf
vier Seiten von Wänden umgebenen Raum ein, d. h. die Profilschienen lassen
sich relativ kostengünstig fertigen. An der dem jeweiligen Gehäuse abge
wandten Seite weist die Profilschiene ein L-förmig abgewinkeltes Ende auf,
das eine Öffnung begrenzt, in die die Scheibe die vorzugsweise aus Acryl
glas hergestellt ist, zweckmäßigerweise mit einer Dichtung eingesetzt ist.
Es ergibt sich so eine Nut für die Scheibe. Die Nut wird vom abgewinkelten
Ende und zwei von den beiden Wandabschnitten vorspringenden Leisten seit
lich begrenzt, die eine Öffnung zu dem einen Hohlraum vor dem ersten Steg
freigeben. Dies ist aus Gründen der Herstellung der Profilschienen im
Stranggußverfahren günstig.
Die Winkelstücke enthalten zweckmäßigerweise jeweils einen Hohlraum,
dessen beide, je in Längsrichtung einer Winkelhälfte sich erstreckende Ab
schnitte über eine Öffnung zugänglich sind, die sich in der nach außen
weisenden Ecke des Winkelstücks befindet. Die Öffnung ist jedoch größer
als es für den Durchlaß einer Schraube je für beide Winkelhälften not
wendig ist. An den Stirnseiten sind die Winkelstücke jeweils durch eine
Wand verschlossen, von der die Zapfen für das Zusammenstecken mit den Pro
filschienen vorspringen. In jeder Wand ist noch ein Loch neben einem oder
zwei Zapfen vorgesehen. In das Loch wird die Schneidschraube eingesetzt,
die eine stabile Verbindung mit den Profilschienen herstellt. Der Kopf der
jeweiligen Schraube legt sich dabei an die Innenseite der entsprechenden
Wand an.
Die Profilschienen enthalten jeweils zwei Kammern beiderseits des mit dem
Loch für die Schneid- oder gewindeschneidende Schraube vorgesehenen Stegs.
Um die Winkelstücke paßrichtig in die Profilschienen einsetzen zu können,
sind vorzugsweise mindestens zwei Zapfen beiderseits des Lochs für die
Schraube am Winkelstück vorhanden.
Die Öffnung im jeweiligen Winkelstück wird vorzugsweise durch einen mit
elastischen Schnappvorsprüngen versehenen Deckel verschlossen, der der
Krümmung des Winkelstücks an der Winkelstelle entspricht.
Das jeweilige Winkelstück hat einen Umriß, der dem Umriß der Profilschienen
entspricht. Ebenso wie bei den Profilschienen sind Nuten für die Scheibe
und die Dichtung zwischen Rahmen und Gehäuse vorgesehen. Diese Nuten
fluchten mit den entsprechenden Nuten in den Profilschienen.
An den Stirnseiten weisen die Winkelstücke jeweils um einen Bruchteil
eines Millimeters gegen den Querschnitt des Winkelstücks verminderte Ab
sätze auf, deren Längsausdehnung klein gegenüber den Abmessungen der
Winkelstücke ist. Sowohl die Profilschienen als auch die Winkelstücke
weisen Toleranzen auf. Aufgrund dieser Toleranzen ist häufig kein glatter
Übergang zwischen den Berührungsstellen der beiden Teile erreichbar. Durch
die Absätze wird eine kleine, flache Fuge erzeugt, die verhindert, daß an
den Berührungsstellen unschöne Unebenheiten von nur Zehntelmillimetern
entstehen können.
An den Winkelstücken sind vorzugsweise je die beiden Lagervorsprünge für
ein Scharnier angeordnet. Die Lagervorsprünge weisen Bohrungen auf, die
zueinander fluchten. Das zwischen die beiden Lagervorsprünge einsetzbare
Mittenelement ist Teil eines U-förmigen Bügels, der über eine, das Gehäuse
front- bzw. rückseitig an den Öffnungen umgebende Leiste geschoben und
befestigt wird.
Ein Schloß ist in diejenige Profilschiene eingesetzt, die auf der den
Scharnieren entgegengesetzten Seite des Rahmens angeordnet ist. Das Schloß
weist einen auf der Innenseite des Rahmens schwenkbaren Bügel auf, dessen
freies Ende hakenförmig ausgebildet ist und in geschlossenem Zustand einen
Zapfen umgreift, der von einem Bügel vorspringt, der in gleicher Weise wie
die Bügel der beiden Scharniere am Wulst des Gehäuses befestigt ist. Die
Profilschiene ist an ihrer, dem Bügel zugewandten Stelle entsprechend der
Stärke des Bügels ausgespart. Damit werden ineinandergreifende Flächen ge
schaffen, die zur Erzeugung eines festen Verschlusses der Tür beitragen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in einer Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, aus dem sich weitere
Einzelheiten, Merkmale sowie Vorteile ergeben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht einer Tür für ein Gehäuse von vorne,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie I-I der in Fig. 1 dargestellten
Tür mit einem Teil eines Gehäuses,
Fig. 3 eine Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Tür, von der Seite mit
einem Teil des Gehäuses,
Fig. 4 ein Winkelstück der in Fig. 1 dargestellten Tür von vorne mit
Befestigungsschrauben und einem Deckel in auseinandergezogenem
Zustand,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie II-II der in Fig. 1 dargestellten
Vorrichtung,
Fig. 6 eine Ansicht eines Winkelstücks von vorne,
Fig. 7 eine Seitenansicht des Winkelstücks gemäß Fig. 6,
Fig. 8 eine Ansicht des Winkelstücks gemäß Fig. 6 von seiner Innen
seite,
Fig. 9 eine Ansicht des Winkelstücks gemäß Fig. 6 von hinten,
Fig. 10 einen Längsschnitt durch das Winkelstück gemäß Fig. 7, längs der
Linie III-III,
Fig. 11 eine Draufsicht auf ein am Gehäuse befestigbares Scharnierteil,
Fig. 12 einen Schnitt längs der Linie IV-IV der in Fig. 1 dargestellten Vor
richtung,
Fig. 13 eine Seitenansicht eines Deckels zum Verschließen eines Winkel
stücks.
Eine Tür 1 für ein Gehäuse 2, das an seiner Frontseite und seiner rück
seite offen ist, enthält eine durchsichtige Scheibe 3 aus Glas, insbe
sondere Acrylglas, die von einem Rahmen 4 umgeben ist. Der Rahmen 4 weist
zwei vertikale Profilschienen 5, 6 und zwei horizontale Profilschienen 7,
8 auf. Die Profilschienen 5, 7 und 8, 5 sind jeweils durch Winkelstücke 9,
10 miteinander verbunden, während die Profilschienen 7, 6 und 6, 8 jeweils
durch Winkelstücke 11 miteinander verbunden sind.
Die Profilschienen 5 bis 8 bestehen aus Leichtmetall, vorzugsweise Alu
minium oder einer Aluminiumlegierung. Alle Profilschienen 5 bis 8 haben
den gleichen, aus Fig. 5 ersichtlichen Querschnitt. Deshalb sind alle Pro
filschienen von dem gleichen z. B. im Stranggußverfahren hergestellten
Stangenmaterial abgeschnitten. Die Längen der Profilschienen können daher
auf einfache Weise an unterschiedlich große Türen angepaßt werden. Die
Winkelstücke 9, 10, 11 sind unabhängig von der Türgröße immer gleich
ausgebildet. Vorzugsweise sind die Winkelstücke 9, 10, 11 aus Kunststoff,
z. B. im Spritzgußverfahren, hergestellt.
Der Umriß des Rahmens 4 ist bis auf die Scharniere auf den Umriß des Ge
häuses 2 abgestimmt, bei dem es sich vorzugsweise um ein Tischgehäuse
handelt. Tischgehäuse der gleichen Form sind in verschiedenen Größen in
den durch das 19″-System festgelegten Teilungen verfügbar. Die Tür 1 kann
an die verschiedenen Größen der Gehäuse auf einfache Weise angepaßt
werden.
Die Profilschienen 5 bis 8 weisen je zwei Wandabschnitte 12, 13 auf, die
parallel zueinander verlaufen. Der Wandabschnitt 12 befindet sich auf der
Außenseite des Rahmens 4 und fluchtet auf seiner Außenseite mit der je
weiligen Außenseite des Gehäuses 2. Die auf ihren äußeren, sichtbaren
Seiten glatten Wandabschnitte 12, 13 sind durch einen ersten Steg 14 und
einen zweiten Steg 15 miteinander verbunden. Der Steg 14 befindet sich in
etwa in der Mitte der Wandabschnitte 12, 13 und hat einen verstärkten
zentralen Teil, in den ein Loch 16 für eine Schneidschraube oder eine
gewindeschneidende Schraube angeordnet ist. Das zylindrische Loch 16 ist
auf einer Längsseite mit einem nicht näher bezeichneten Schlitz versehen.
Der Steg 15 ist gegen die jeweiligen Enden 17, 18 der Profilschienen 5 bis
8 in Richtung des Stegs 14 zurückgesetzt und bildet mit den Wandab
schnitten 12, 13 eine Nut 19, in die eine Dichtung eingelegt werden kann,
wenn der Spalt zwischen der Tür 1 und dem Gehäuse 2 abgedichtet werden
soll. Das Ende 17 legt sich bei geschlossener Tür 1 gegen eine an Ge
häuse 2 umlaufende Leiste 20 an, deren Außenseite in der Ebene der äußeren
Gehäusewände liegt.
Vor dem dem Gehäuse 2 abgewandten Ende des Wandabschnitts 12 ist eine
Stirnwand 21 um 90° abgewinkelt. Am vorderen Ende hat die jeweilige Profil
schiene 5, 6, 7, 8 daher einen L-förmigen Querschnitt. Zwischen der Stirn
wand 21 und dem Wandabschnitt 13 befindet sich eine offene Nut 22, in die
die Scheibe 3 mit ihrem Rand eingesetzt ist. Die Nut 22 ist durch eine
Öffnung 23 mit einer Kammer 24 der jeweiligen Profilschiene 5 bis 8 ver
bunden. Die Profilschienen 5 bis 8 weisen daher nur eine zwischen den
Stegen 14 und 15 liegende, auf vier Seiten von Wänden umgebende Kammer 25
auf. Hierdurch läßt sich das Profil kostengünstiger herstellen.
Die Fig. 4 zeigt ein Winkelstück 11, das für die Verbindung der Profil
schienen 6, 7 und 7, 8 verwendet wird. Die Winkelstücke 11 für die
Schienenverbindung sind jeweils spiegelbildlich gleich, so daß die Erläu
terung eines Winkelstücks genügt. Im Innern des Winkelstücks 11 befindet
sich ein, aus zwei Abschnitten 26, 27 bestehender Hohlraum. Die Ab
schnitte 26, 27 enden je an einer Stirnseite des Winkelstücks 11. Diese
Stirnseiten sind mit Löchern für den Durchlaß von Schrauben 28 versehen,
die in die Löcher 16 der Profilschienen 6, 7, 8 eingeschraubt werden. Die
Hohlräume 26, 27 weisen eine Öffnung 29 auf, in die die Schrauben 28
eingefügt werden. Die Öffnung 29 ist durch einen Schnappdeckel 30 ver
schließbar.
Die Winkelstücke 9 und 10 haben ebenfalls den gleichen Aufbau, sind jedoch
spiegelsymmetrisch aufgebaut. Von den Winkelstücken 11 unterscheiden sich
die Winkelstücke 9, 10 jeweils durch hinzugefügte Scharnierteile. Im
übrigen ist der Aufbau der Winkelstücke 9, 10 und 11 gleich. Die Fig. 6
zeigt das Winkelstück 9 in Vorderansicht.
Das Winkelstück 9 enthält zwei an der abgewinkelten Stelle miteinander
verbundene Abschnitte 31, 32, die, falls das Gehäuse 2 entsprechend ausge
bildet ist, unter einem von 90° verschiedenen Winkel aneinandergrenzen. An
den Enden gehen die Abschnitte 31, 32 in Absätze 33, 34 über, die nur
wenige Zehntelmillimeter im Querschnitt kleiner als die Abschnitte 31, 32
sind. Die Absätze 33, 34 sind gleich lang und im Vergleich zu den Ab
schnitten 31, 32 relativ kurz, z. B. in der Größenordnung von wenigen
Millimetern.
Von den Stirnseiten der Absätze 33, 34 springen Zapfen 35, 36 vor, die
jeweils als Paar auf den Stirnseiten angeordnet sind. Die Paare von
Zapfen 35, 36 sind so angeordnet, daß sie je in eine der Kammern 24, 25
der Profilschienen 5, 7 ragen und das Winkelstück 9 hierdurch lagerichtig
fixieren.
In den Abschnitten 31, 32 befinden sich die Hohlräume 26, 27, die eine ge
meinsame Öffnung 29 aufweisen. An den Stirnseiten der Abschnitte 31, 32
sind zwischen den Zapfen 35 bzw. 36 Löcher 37 vorgesehen, durch die nach
der Befestigung des Winkelstücks 9 an den Profilschienen 5, 7 die Schrau
ben 28 ragen, die in die Löcher 16 eingeschraubt sind. Die Hohlräume 26,
27 sind in ihrem Querschnitt auf die Abmessungen der Schraubenköpfe abge
stimmt. Die Hohlräume 26, 27 können, wie dies aus Fig. 7 hervorgeht,
mehrere, durch Zwischenwände voneinander getrennte Kammern enthalten.
Hierdurch wird die Stabilität des Winkelstücks 9 verbessert.
Nach dem Anschrauben der Profilschienen 5, 7 am Winkelstück 9 wird die
Öffnung 29 mit dem Schnappdeckel 30 verschlossen, der in Fig. 13 näher
dargestellt ist. Der Schnappdeckel 30 hat ein bogenförmiges Rückenteil 38,
dessen Wölbung der Krümmung der Übergänge zwsichen aneinandergrenzenden
Wänden des Gehäuses 2 angepaßt ist. Das Rückenteil 38 befindet sich über
einem Rastteil 39, das das Rückenteil an den Stirnseiten überragt. Die
Stärke des Rückenteils 38 entspricht der Wandstärke des Winkelstücks 9.
Vom Rastteil 39 springt ein Federteil 40 vor, dessen Ausdehnung radial zum
bogenförmigen Rastteil an die Ausdehnung der Hohlräume in Höhe der Öff
nung 29 angepaßt ist. Der elastische Schnappdeckel 30 wird beim Einsetzen
in das Winkelstück 9 so stark gekrümmt, daß sich die Enden des Rast
teils 39 in die Öffnung 29 einschieben lassen. Anschließend wird der
Schnappdeckel 30 losgelassen. Unter der Federwirkung legen sich die über
stehenden Enden des Rastteils 39 an die Innenseiten der Hohlräume 26, 27
an, während das Federteil das Rastteil 39 von innen gegen die Wände
drückt. Der Schnappdeckel 30 erhält hierdurch einen festen Sitz.
Die Zapfen 36 und 35 sind, wie insbesondere aus Fig. 8 hervorgeht, V-för
mig ausgebildet. Aufgrund der federnden Elastizität legen sich die Zapfen
an die Wände der Kammern 24, 25 an.
Vom Abschnitt 31 gehen zwei Lagervorsprünge 41, 42 aus, die im Abstand
voneinander parallel zueinander verlaufen. Die Lagervorsprünge 41, 42 sind
je mit Löchern 43 zur Aufnahme einer nicht näher dargestellten Welle ver
sehen. Die Lagervorsprünge 41, 42 verjüngen sich in Richtung des dem Ge
häuse 2 abgewandten Endes des Rahmens 4.
Zwischen die Lagervorsprünge 41, 42 ragt ein Mittenelement 44 des
Scharniers. Das Mittenelement 44 mit einer Bohrung 45 ist Teil eines U-för
migen Bügels 46, dessen eine Bügelseite 47 an der Außenseite der Leiste 20
anliegt, während die andere Bügelseite 48 eine Bohrung enthält, in die
eine Schraube 49 eingesetzt ist, deren Ende gegen die Innenseite der
Leiste 20 angedrückt wird, um den Bügel 46 am Gehäuse 2 zu befestigen. Das
Gehäuse 2, in dem sich elektrische bzw. elektronische Baugruppen bzw. Ein
schübe befinden, ist vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt. Die Spitze
der Schraube 49 ruft deshalb eine gewisse Verformung an der Leiste 20
hervor. Durch diese Verformung wird ein besonders fester Sitz des Bü
gels 46 am Gehäuse 2 erreicht. In die Bohrung 45 und die Löcher 43 wird
eine Welle eingesetzt, um deren Mittelachse die Tür 1 geschwenkt werden
kann.
Der Bügel 46 hat eine kleine Längsausdehnung und kann an der jeweils
gewünschten Stelle an der Leiste 20 befestigt werden. In der Mitte der
Profilschiene 6 ist ein Schloß 50 befestigt. Das Schloß 50 weist ein
Gehäuse 51 mit einem Profilzylinder auf, dessen Ende 52 aus dem Gehäuse 51
herausragt. Am Ende 52 ist ein Riegel 53 befestigt, der sich mit dem Pro
filzylinder dreht. Das Schloß 50 sitzt in den Wandabschnitten 12, 13 der
Profilschiene 6. Der Riegel 53 weist an seinem, dem Profilzylinder abge
wandten Ende einen Haken auf.
An der umlaufenden Leiste 20 des Gehäuses 2 ist in Höhe des Schlosses 50
ein Bügel 55 befestigt, der bis auf das Mittenelement 44 den gleichen Auf
bau hat wie der Bügel 46. Der Bügel 55 ist mit einer äußeren Bügelseite 56
gegen die Außenseite der Leiste 20 angepreßt. Die Anpreßkraft erzeugt eine
in die innere Bügelseite 57 eingesetzte Schraube 58, deren eines Ende
gegen die Leiste 20 angedrückt ist. Die Schraube 58 ist an ihrem anderen
Ende mit einem Zylinderkopf 59 versehen, den der Haken 54 umgreift. In
Höhe des Bügels 55 ist die Profilschiene 6 etwas ausgespart. Die Ausspa
rung läßt den Raum für die Mitte des Bügels 55 frei. Damit wird eine form
schlüssige Verbindung geschaffen, die eine zusätzliche Haltekraft für die
Tür 1 bewirkt.
Auf gegen die Horizontale geneigten Endabschnitten der Gehäusewände sind
die Lagervorsprünge 41, 42 der Neigung derart angepaßt, daß die Löcher 43
längs einer senkrechten Achse 60 verlaufen. Auch das Mittenteil 44 weist
eine Bohrung 45 mit senkrechter Achse auf, obwohl der Bügel 46 unter An
passung an die Schräge des Gehäuses mit diesem verbunden ist. Aus op
tischen Gründen kann es zweckmäßig sein in den Gehäusewänden in Höhe der
Absätze 33, 34 Nuten vorzusehen, um dem Gehäuse mit einer oder zwei
Türen 1 ein einheitliches Aussehen zu geben.
Claims (15)
1. Tür mit einer durchsichtigen Scheibe für ein Gehäuse, in das elektrische
bzw. elektronische Baugruppen als Einsätze oder Einschübe einbaubar
sind, die über eine von der Tür verschließbare offene Gehäusefrontseite
und/oder eine offene Gehäuserückseite zugänglich sind, wobei die
durchsichtige Scheibe von einem Rahmen gehalten wird, der an den
Schmalseiten der Scheibe angeordnete Profilschienen aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß vier Profilschienen (5, 6, 7, 8) an ihren Enden jeweils mit die
Ecken der Scheibe (3) umgebenden Winkelstücken (9, 10, 11) verbunden
sind, von denen jeweils zwei auf einer Seite des Rahmens angeordnete
Lagervorsprünge (41, 42) eines Scharniers aufweisen, dessen Mittenteil
in den Abstand zwischen den Lagervorsprüngen (41, 42) ragt und Teil
eines Bügels (46) ist, der am Gehäuse befestigt ist.
2. Tür nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilschienen (5, 6, 7, 8) aus Leichtmetall im Strangguß
verfahren hergestellt sind.
3. Tür nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Winkelstücke (9, 10, 11) aus Kunststoff bestehen.
4. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilschienen (5, 6, 7, 8) jeweils zwei parallele Wandab
schnitte (12, 13) aufweisen, zwischen denen ein erster Steg (14), der
ein Loch (16) für eine Schneidschraube oder gewindeschneidende
Schraube enthält, und ein zweiter Steg (15) angeordnet sind, der
gegen die dem Gehäuse (2) zugewandten Enden (17, 18) der Profil
schienen (5, 6, 7, 8) unter Bildung einer Nut (19) zurückgesetzt
ist.
5. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch eine von einen Wandabschnitt (12) rechtwinklig abstehende
Stirnwand (21) eine Nut (22) mit Profilschienenvorsprüngen gebildet
wird und daß die Ränder der Scheibe (3) in die Nut (22) eingesetzt
sind.
6. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Winkelstücke (9, 10, 11) jeweils zwei Abschnitte (31, 32)
aufweisen, von deren Stirnseiten Zapfen (35, 36) vorspringen, die in
Kammern (24, 25) der Profilschienen (5, 6, 7, 8) einsetzbar sind.
7. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Abschnitten (31, 32) jeweils ein Hohlraum (26, 27) vorge
sehen ist, an dessen stirnseitigen Ende sich ein Loch (37) im Winkel
stück (5, 6, 7, 8) befindet, das dem Loch (16) in der Profil
schiene (5, 6, 7, 8) zugewandt ist.
8. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Biegestelle der beiden Abschnitte (31, 32) auf
der nach außen gerichteten Seite eine Öffnung (29) im Winkel
stück (9, 10, 11) vorgesehen ist.
9. Winkelstück nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (29) durch einen Schnappdeckel (30) verschließbar
ist.
10. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einem Winkelstück (9, 10) im Abstand voneinander zwei Lager
vorsprünge (41, 42) eines Scharniers angeformt sind, die zueinander
fluchtende Löcher (43) aufweisen.
11. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein am Gehäuse (2) befestigbarer Bügel (46) ein in den Abstand
zwischen den Lagervorsprüngen (41, 42) ragendes Mittenteil (44) mit
einer zu den Bohrungen (43) der Lagervorsprünge (41, 42) fluchtenden
Bohrung aufweist.
12. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in eine vertikale Profilschiene (6) ein Schloß (50) eingesetzt
ist, das einen Profilzylinder aufweist, mit dessen Ende ein Rie
gel (54) drehbar verbunden ist, der einen Haken (54) aufweist.
13. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein an Gehäuse (2) befestigter Bügel (55) an einer Bügelsei
te (57) eine Schraube (58) mit einem zylindrischen Kopf (59) auf
weist, der in die Aussparung des Hakens (54) einfügbar ist.
14. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bügel (46, 55) an einer am Gehäuse (2) umlaufenden Lei
ste (26) mittels je einer Schraube (49, 58) andrückbar sind.
15. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Enden der Winkelstücke (9, 10, 11) Absätze (33, 34) mit
geringfügig kleineren Querschnitten als bei den Abschnitten (31, 32)
des Winkelhebels vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863638407 DE3638407A1 (de) | 1986-11-11 | 1986-11-11 | Tuer fuer ein gehaeuse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863638407 DE3638407A1 (de) | 1986-11-11 | 1986-11-11 | Tuer fuer ein gehaeuse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3638407A1 DE3638407A1 (de) | 1988-05-26 |
| DE3638407C2 true DE3638407C2 (de) | 1989-03-02 |
Family
ID=6313646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863638407 Granted DE3638407A1 (de) | 1986-11-11 | 1986-11-11 | Tuer fuer ein gehaeuse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3638407A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19706091C1 (de) * | 1997-02-17 | 1998-07-30 | Man Technologie Gmbh | Gehäuse zur Aufnahme einer Displayanordnung |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT1283421B1 (it) * | 1996-07-10 | 1998-04-21 | Sife Ind Spa | Porta a tenuta stagna per contenitori di apparecchiature elettriche |
| DE102006010012B3 (de) * | 2006-03-04 | 2007-04-12 | Rittal Gmbh & Co. Kg | Schaltschrank |
| DE102009017834A1 (de) | 2009-04-20 | 2010-10-21 | Elcos Gmbh | Rahmengestell sowie ein aus dem Rahmengestell aufgebauter Schaltschrank |
| JP5547778B2 (ja) | 2012-07-23 | 2014-07-16 | ファナック株式会社 | 前面シートの固定構造 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE920315C (de) * | 1938-04-21 | 1954-11-18 | Bayerische Elektrozubehoer G M | Abdeckplatte fuer Schalttafeln |
-
1986
- 1986-11-11 DE DE19863638407 patent/DE3638407A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19706091C1 (de) * | 1997-02-17 | 1998-07-30 | Man Technologie Gmbh | Gehäuse zur Aufnahme einer Displayanordnung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3638407A1 (de) | 1988-05-26 |
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