DE3640426C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Stellventil, mit einem
Gehäuse, einem Ventilsitz in dem Gehäuse, einem Zuströmkanal
stromaufseitig vom Ventilsitz, einem axial zum
Zuströmkanal angeordneten Abströmkanal stromabseitig vom
Ventilsitz, einem verschiebbar gelagerten Ventilkörper,
der bei Anlage an den Ventilsitz das Ventil schließt und
beim Abheben vom Ventilsitz das Ventil öffnet und mit
einer Steuereinrichtung zum Verstellen des Ventilkörpers,
wobei der Zuströmkanal von einer Querwand begrenzt
ist, die den Ventilsitz trägt und stromabseitig vom
Ventilsitz in ihrem Randbereich axiale Kanalabschnitte
aufweist und wobei der Ventilkörper als Buchse ausgebildet
ist, die im Zuströmkanal gegen dessen Innenwand abgedichtet
axial verschiebbar gelagert ist und dem Ventilsitz
benachbart eine Innenfase besitzt.
Ein solches Stellventil ist aus der DE 31 31 860 A1
bekannt. Bei diesem bekannten Stellventil läuft eine am
buchsenförmigen Ventilkörper angeordnete schräge Schließfläche
gegen einen zentralen Ventilsitz mit entsprechend
schräger Sitzfläche, und der Durchlaßkanal verläuft im
wesentlichen axial um den Sitzkörper herum, so daß die
stromabseitig sitzende Stirnfläche des Ventilkörpers bei
geschlossenem Ventil im druckfreien Abströmbereich
liegt. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist es, daß
dann zum Öffnen des Ventils beachtliche Kräfte notwendig
sind, um den Ventilkörper gegen das auf die stromaufseitige
Stirnfläche andrückende Fluid zu verschieben.
Ferner ist in der DE-AS 11 42 938 ein pneumatisches
Schnellschaltventil für Hochspannungs-Druckluftschalter
offenbart, dessen buchsenförmiger Ventilkörper in einem
Gehäuse gegen dessen Innenwand abgedichtet axial verschiebbar
gelagert ist und bei Anlage an einen Ventilsitz
das Ventil schließt und beim Abheben vom Ventilsitz
das Ventil öffnet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Stellventil der
eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß auch
bei großem Querschnitt des Strömungskanals nur geringe
Kräfte zum Öffnen des Ventilkörpers benötigt werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die den Ventilsitz
aufnehmende Fläche der Querwand in einer Radialebene
der Strömungskanäle liegt, durch die Innenfase eine
mit dem Ventilsitz zusammenwirkende Schließkante gebildet
ist und der erste Abschnitt des Abströmkanals
zwischen dem Ventilsitz und den axialen Kanalabschnitten
in der Querwand aus mehreren umfangseitig in die Innenwand
des Gehäuses radial eingearbeiteten, mit den
axialen Kanalabschnitten korrespondierenden Ringnutenabschnitten
besteht.
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin,
daß der Ventilsitz auf einer Fläche quer zur Strömungsrichtung
angeordnet ist, gegen den die Schließkante senkrecht
auftrifft, wobei der Querschnitt der Schließkante
wegen der Innenfase gegenüber der Wandstärke der als
Ventilkörper dienenden Buchse erheblich reduziert ist.
Da mithin die Fläche der Schließkante - wegen der Innenfase
an der Schließkante - wesentlich kleiner ist als
die stromaufseitige Stirnseite der Ventilkörper-Buchse
wird zum Öffnen des Ventils lediglich eine Kraft benötigt,
welche der Differenz aus stromaufseitig liegender
Stirnfläche und stromabseitig liegender Schließkanten-Fläche
proportional ist. Die Kraft zum Öffnen des Ventils
ist daher gegenüber bekannten Ventilen erheblich
reduziert.
Das erfindungsgemäße Stellventil läßt sich daher - auch
bei sehr großen Nennweiten des Strömungskanals - mit
recht geringen Kräften öffnen. Es eignet sich daher
besonders gut für einen Betrieb mit einem elektrischen
Gleichstrommotor als Verstellantrieb, dessen Anschlußwerte
so gering sein können, daß ein Betrieb des Ventils
auch in explosionsgefährdeter Umgebung - in einer
explosionsgeschützten Ausführungsform - möglich ist.
Die Steuermittel zum Öffnen und Schließen des Ven
tils, d.h. zum Verstellen der Buchse, enthalten
bevorzugt eine Steuernut auf der Außen
fläche der Buchse sowie eine die Steuernut freilegen
de radiale Bohrung in dem Gehäuse. Vorgesehen ist
ferner eine in der Radialbohrung drehbar gelagerte
Antriebswelle, die von einem Stellmotor außerhalb
des Gehäuses antreibbar ist. Die Antriebswelle be
sitzt einen zur Buchse hin gerichteten Exzenterstift,
welcher zur Achse der Antriebswelle eine Exzentri
zität e besitzt und in die Steuernut hineinragt und
bei seiner Kreisbewegung diese axial verstellt.
Derartig ausgebildete Steuer- oder Antriebsmittel
ermöglichen eine besonders genaue und einfache
Verstellung der Buchse unter Verwendung lediglich
eines entsprechend untersetzten Stellmotors.
Besonders bevorzugt besitzt die Steuernut von der
Schließkante der Buchse einen Abstand a, und die
Achse der radial eingesetzten Antriebswelle be
sitzt einen Abstand b von der Ebene des Ventil
sitzes. Die Exzentrizität e des Exzenterstiftes
zur Achse der Antriebswelle ist so bemessen, daß
die Bedingung e+a≈b gilt. Bei dieser Anordnung
von Buchse, Steuernut, Antriebswelle sowie Exzen
terstift wird die Schließstellung der Buchse dann
erreicht, wenn der Exzenterstift sich dem Ventil
sitz am stärksten annähert. Bei konstanter Drehge
schwindigkeit der Antriebswelle entfernt sich da
her die Schließkante der Buchse anfänglich nur sehr
langsam, mit wachsender Auslenkung dann schließ
lich schneller vom Ventilsitz. Der Abstand der
Schließkante vom Ventilsitz ist etwa proportional
zu 1 - cos ρ wobei ρ der Drehwinkel der Antriebs
welle aus der Schließstellung heraus ist. Diese
Stellcharakteristik führt dazu, daß beim Öffnen
des Ventils die Durchflußmenge etwa zeitpropor
tional anwächst, wenn die Antriebswelle mit etwa
konstanter Drehgeschwindigkeit angetrieben wird,
so daß mit einfachen Mitteln eine etwa lineare
Funktion zwischen Stellwinkel der Antriebswelle
und pro Zeiteinheit durchfließende Durchfluß
menge hergestellt ist.
Bevorzugt ist auf der Querwand zumindest im Bereich
des Ventilsitzes ein Dichtungsbelag angeordnet, da
mit das Ventil zuverlässig geschlossen wird, wenn
die Schließkante den Ventilsitz erreicht.
Um die Abhängigkeit der Durchflußmenge vom Stell
winkel der Antriebswelle zu beeinflussen und noch
besser zu linearisieren, ist bevorzugt ein Strom
leitkörper auf der Querwand angeordnet, der in den
Zuströmkanal hineinragt und sich zu seinem freien
Ende hin verjüngt.
Der Stellmotor, welcher die Antriebswelle antreibt,
sitzt bevorzugt in dem Querzweig einer aus Tran
sistoren bestehenden Brückenschaltung, wobei dia
gonal einander gegenüberliegende Transistoren mit
ihren Basisanschlüssen an jeweils einem Steuerzweig
anliegen, der einen Schalter aufweist. Auf diese
Weise ist es möglich, mit jeweils nur einem Schalt
kontakt zur Steuerung des Motors in die eine Dreh
richtung, und einem anderen Schaltkontakt zur
Steuerung des Motors in die andere Drehrichtung
zu arbeiten.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
durch die Merkmale der Unteransprüche gekenn
zeichnet.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Stellventil;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Stellventils von
der Abströmseite her gesehen;
Fig. 3 eine Aufsicht auf das Stellventil gemäß
Fig. 1 ohne die Antriebswelle für die
Buchse; und
Fig. 4 eine Steuerschaltung für den Stellmotor
zum Antreiben der Buchse.
In den Fig. 1 bis 3 sind verschiedene Ansichten
eines Stellventils dargestellt. Ein Gehäuse 2 be
sitzt die Form eines Rohrabschnittes mit einer
ersten und zweiten Stirnfläche 3a und 3b senkrecht
zur zentralen Achse 1. Von der ersten Stirnfläche
3a ist eine erste zentrale Bohrung eingearbeitet,
welche einen Zuströmkanal 4 bildet. Von der zweiten
Stirnfläche 3b her ist eine zweite zentrale Bohrung
eingearbeitet, welche Teil eines Abströmkanals 6
ist.
In dem Gehäuse 2 ist am stromabseitigen Ende des
Zuströmkanals eine Querwand 30 angeordnet, die
quer zur zentralen Achse 1 verläuft und den Ventil
sitz 32 trägt. Im Zuströmkanal 4, und zwar an
dessen Innenwand 5 anliegend, ist eine beidseitig
offene Buchse 20 axial verschiebbar gelagert, die
mittels zweier umlaufender Dichtungsringe 26 gegen
die Innenwand 5 des Zuströmkanals 4 abgedichtet
ist und einen Ventilkörper darstellt. Die Buchse 20
besitzt der Querwand 30 benachbart stirnseitig
eine umlaufende Schließkante 22, die beim Schlie
ßen des Ventils gegen einen zuströmseitig angeord
neten Dichtungsbelag 33 am entsprechend umlaufen
den Ventilsitz 32 zur Anlage kommt. Um die zum
Öffnen des Ventils notwendige Kraft auf ein ge
wünschtes Maß zu begrenzen, besitzt die Schließ
kante 22 der Buchse 20 zu ihrer Innenfläche 21 hin
eine Innenfase 24, so daß die Schließkante 22
mit einer gegenüber der Wandstärke der Buchse we
sentlich reduzierten Fläche auf der Querwand 30
zur Anlage kommt. Der Winkel, den die Innenfase
gegen die Innenfläche 21 der Buchse 20 einschließt,
hat Einfluß auf die Funktion zwischen Durchfluß
menge und Stellweg und beträgt z.B. 45°.
Auf dem zuströmseitigen Dichtungsbelag 33 der Quer
wand 30 ist ein Stromleitkörper 34 z.B. mittels
einer Schraube 40 befestigt, der die Form eines
Kegelstumpfes besitzt und sich mit zunehmendem Ab
stand von der Querwand 30 verjüngt. Der Durch
messer des zentralen Stromleitkörpers 34 und die
Neigung seiner Außenfläche, d.h. der radiale Ab
stand zu der in Schließstellung befindlichen Buchse
20, gehen ebenfalls in den Zusammenhang zwischen
Durchflußmenge und Stellweg ein.
Der Abströmkanal 6 zweigt stromaufseitig von der
Querwand 30 und dem Ventilsitz 32 mit mehreren
radialen Kanalabschnitten 8 aus dem Zuströmkanal
4 ab, die dann in axiale Kanalabschnitte 10 über
gehen, welche an der Querwand 30 axial vorbeige
führt sind und in die zweite zentrale Bohrung 9
münden.
Wie insbesondere den Fig. 1 und 3 zu entnehmen ist,
besitzt die Buchse 20 eine Steuernut 28, die im Ab
stand a von der Schließkante 22 eine vorgegebene
Länge auf dem Außenumfang der Buchse 20 verläuft.
Das Gehäuse 2 besitzt im Bereich der Steuernut 28
eine radiale Bohrung 7, in der eine mittels eines
Stellmotors antreibbare Antriebswelle 50 drehbar
gelagert ist. Die Antriebswelle weist zur Buchse 20
hin einen Exzenterstift 54 auf, der radial in die
Steuernut 28 hineinragt und gegenüber der Achse 56
der Antriebswelle 50 eine Exzentrizität e besitzt.
Die radiale Bohrung 7 ist so angeordnet, daß deren
Achse, und damit auch die Achse 56 der Antriebs
welle 50, von dem Ventilsitz 32 einen Abstand b
aufweist. Bevorzugt ist der Abstand b so gewählt,
daß die Bedingung e+a≈b gilt, so daß die Buchse
20 ihre Schließstellung dann erreicht, wenn der Ex
zenterstift 54 sich auf seiner Kreisbahn dem Ventil
sitz 32 am stärksten angenähert hat. Bei dieser Be
messung hebt die Schließkante 22 der Buchse 20 - bei
konstanter Drehgeschwindigkeit der Antriebswelle 50 -
anfänglich sehr langsam vom Ventilsitz ab und ent
fernt sich dann mit zunehmendem Drehwinkel rascher
vom Ventilsitz 32. Dadurch wird der bei zeitpropor
tionaler Verstellung der Buchse ansonsten auftreten
de überproportionale Anstieg der Durchflußmenge
kompensiert, und es ergibt sich näherungsweise eine
lineare Abhängigkeit zwischen Durchflußmenge und
der Verstellzeit, d.h. dem zurückgelegten Drehwin
kel der Antriebswelle. Zur Beeinflussung des Zu
sammenhangs zwischen Durchflußmenge und Stellweg
bzw. Drehwinkel läßt sich alternativ auch die
Steuernut 28 auf dem Außenumfang der Buchse 20 mit
geeignetem Kurvenverlauf aufbringen.
Fig. 4 zeigt eine Steuerschaltung zum Betreiben des
Stellmotors 60, der die Antriebswelle 50 antreibt. Der
Stellmotor 60 ist vorzugsweise als Gleichstromgetriebe
motor ausgebildet und liegt in dem Querzweig einer
Brückenschaltung, die in einem Längszweig die Transistor
schaltungen T1, T2 und in dem anderen Längszweig die
Transistorschaltungen T3 und T4 enthält. Die Basisan
schlüsse der Transistorschaltungen T1 und T2 sind über
je einen Schalter S1 bzw. S2 aussteuerbar und dadurch
in den leitenden bzw. nicht leitenten Zustand schalt
bar. Die Basisanschlüsse der Transistorschaltungen T3
und T4 liegen über gegensinnige Zenerdioden D am ersten
Längszweig zwischen den Transistorschaltungen T1 und T2.
Bei Betätigung des Schalters S1 geht zusätzlich zu der
Transistorschaltung T1 auch noch die diagonal hierzu
liegende Transistorschaltung T4 in den leitenden Zu
stand über, wodurch der Motor 60 im Querzweig der
Brückenschaltung Strom I1 in der einen Flußrichtung
erhält. Wird dagegen der Schalter S2 betätigt, so geht
neben der Transistorschaltung T2 auch noch die diagonal
hierzu liegende Transistorschaltung T3 in den leitenden
Zustand über, während T1 und T4 sperren, und der Motor
im Querzweig der Brückenschaltung erhält Strom I2 in
der anderen Richtung, wodurch sich die Drehrichtung um
kehrt. Auf diese Weise wird eine Ansteuerung des Stell
motors 60 realisiert, die ohne Relais mit nur zwei
Schaltern S1 und S2 arbeitet und eigensicher, insbeson
dere in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzbar ist.
Anstelle der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausfüh
rungsform, bei welcher ein Exzenterstift in die Steue
rung hineinragt und mittels eines Stellmotors 60 an
treibbar ist, läßt sich auch eine entsprechend axial
ausgerichtete Steuernut auf der Außenfläche der Buchse
20 anbringen, die mit einem stationären, z.B. gehäuse
festen Steuerstift zusammenwirkt. Zur Erzielung der Hub
bewegung der Buchse 20 wird dann die Buchse 20 mittels
eines Stellmotors in eine Drehbewegung versetzt, wo
durch die Steuernut am Steuerstift vorbeigleitet und
dadurch eine axiale Bewegung der Buchse hervorruft.
Claims (12)
1. Stellventil, mit
einem Gehäuse,
einem Ventilsitz in dem Gehäuse,
einem Zuströmkanal stromaufseitig vom Ventilsitz,
einem axial zum Zuströmkanal angeordneten Abströmkanal stromabseitig vom Ventilsitz,
einem verschiebbar gelagerten Ventilkörper, der bei Anlage an den Ventilsitz das Ventil schließt und beim Abheben vom Ventilsitz das Ventil öffnet, und mit
einer Steuereinrichtung zum Verstellen des Ventilkörpers, wobei der Zuströmkanal von einer Querwand begrenzt ist, die den Ventilsitz trägt und stromabseitig vom Ventilsitz in ihrem Randbereich axiale Kanalabschnitte aufweist, und wobei der Ventilkörper als Buchse ausgebildet ist, die im Zuströmkanal gegen dessen Innenwand abgedichtet axial verschiebbar gelagert ist und dem Ventilsitz benachbart eine Innenfase besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Ventilsitz (32) aufnehmende Fläche der Querwand (30) in einer Radialebene der Strömungskanäle (4, 6) liegt,
daß durch die Innenfase (24) eine mit dem Ventilsitz (32) zusammenwirkende Schließkante (22) gebildet ist, und
daß der erste Abschnitt des Abströmkanals (6) zwischen dem Ventilsitz (32) und den axialen Kanalabschnitten (10) in der Querwand (30) aus mehreren umfangseitig in die Innenwand (5) des Gehäuses (2) radial eingearbeiteten, mit den axialen Kanalabschnitten (10) korrespondierenden Ringnutenabschnitten (8) besteht.
einem Gehäuse,
einem Ventilsitz in dem Gehäuse,
einem Zuströmkanal stromaufseitig vom Ventilsitz,
einem axial zum Zuströmkanal angeordneten Abströmkanal stromabseitig vom Ventilsitz,
einem verschiebbar gelagerten Ventilkörper, der bei Anlage an den Ventilsitz das Ventil schließt und beim Abheben vom Ventilsitz das Ventil öffnet, und mit
einer Steuereinrichtung zum Verstellen des Ventilkörpers, wobei der Zuströmkanal von einer Querwand begrenzt ist, die den Ventilsitz trägt und stromabseitig vom Ventilsitz in ihrem Randbereich axiale Kanalabschnitte aufweist, und wobei der Ventilkörper als Buchse ausgebildet ist, die im Zuströmkanal gegen dessen Innenwand abgedichtet axial verschiebbar gelagert ist und dem Ventilsitz benachbart eine Innenfase besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Ventilsitz (32) aufnehmende Fläche der Querwand (30) in einer Radialebene der Strömungskanäle (4, 6) liegt,
daß durch die Innenfase (24) eine mit dem Ventilsitz (32) zusammenwirkende Schließkante (22) gebildet ist, und
daß der erste Abschnitt des Abströmkanals (6) zwischen dem Ventilsitz (32) und den axialen Kanalabschnitten (10) in der Querwand (30) aus mehreren umfangseitig in die Innenwand (5) des Gehäuses (2) radial eingearbeiteten, mit den axialen Kanalabschnitten (10) korrespondierenden Ringnutenabschnitten (8) besteht.
2. Stellventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfase (24) einen Win
kel zwischen etwa 20° und 60° zur Innenfläche (21) der Buchse (20)
besitzt.
3. Stellventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (20) mindestens
eine Steuernut (28) auf ihrer Außenfläche besitzt,
und daß das Gehäuse (2) eine die Steuernut (28) frei
legende radiale Bohrung (7) bzw. die Steuernuten freilegende radiale Bohrungen aufweist.
4. Stellventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bohrung (7)
bzw. die Bohrungen je ein Steuerstift in die Steuernut (28) hineingreift
und mittels eines Stellmotors (60) längs einer vorge
gebenen Bewegungsbahn antreibbar ist.
5. Stellventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Bohrung (7) eine
mittels eines Stellmotors (60) antreibbare Antriebs
welle (50) drehbar gelagert ist, welche einen Exzen
terstift (54) trägt, der in die Steuernut (28) hin
einragt und die Buchse (20) bei einer Kreisbewegung des Ex
zenterstiftes (54) axial verstellt.
6. Stellventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernut (28) bzw. jede der Steuernuten
eine Komponente in axialer Richtung besitzt, daß ein
stationärer Steuerstift in die Steuernut (28) bzw. je ein stationärer Steuerstift in die Steuernuten
hineinragt, und daß die Buchse (20) zur Verwirklichung
einer axialen Hubbewegung mittels eines Stellmotors
(60) drehantreibbar ist.
7. Stellventil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernut (28) von
der Schließkante (22) der Buchse (20) einen vorgegebe
nen Abstand a besitzt, daß die Achse (56) der in der
radialen Bohrung (7) gelagerten Antriebswelle (50)
einen vorgegebenen Abstand b von der Ebene des Ven
tilsitzes (32) aufweist, und daß die Exzentrizität e
des Exzenterstifts (54) zur Achse (56) der Antriebs
welle (50) der Bedingung e+a=b genügt.
8. Stellventil nach einem der vorstehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Querwand (30) der
Schließkante (22) benachbart ein Dichtungsbelag (33)
angeordnet ist.
9. Stellventil nach einem der vorstehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Querwand (30) zu
strömseitig ein zentraler Stromleitkörper (34) ange
ordnet ist und sich in den Zuströmkanal (4) hineiner
streckt.
10. Stellventil nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stromleitkörper (34)
die Form eines Kegelstumpfes bildet, der sich mit zu
nehmendem Abstand von der Querwand (30) verjüngt.
11. Stellventil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stellmotor (60), wel
cher die Antriebswelle (50) antreibt, ein Gleich
stromgetriebemotor ist, der in dem Querzweig einer
aus Transistoren (T1, T2, T3, T4) bestehenden
Brückenschaltung angeordnet ist.
12. Stellventil nach einem der vorstehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) zwei
parallele Stirnflächen (3a, 3b) quer zur Achse (1)
der Strömungskanäle (4, 6) besitzt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863640426 DE3640426A1 (de) | 1986-11-26 | 1986-11-26 | Stellventil |
| DE8715391U DE8715391U1 (de) | 1986-11-26 | 1987-11-20 | Stellventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863640426 DE3640426A1 (de) | 1986-11-26 | 1986-11-26 | Stellventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3640426A1 DE3640426A1 (de) | 1988-06-09 |
| DE3640426C2 true DE3640426C2 (de) | 1991-01-03 |
Family
ID=6314828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863640426 Granted DE3640426A1 (de) | 1986-11-26 | 1986-11-26 | Stellventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE3131860C2 (de) * | 1981-08-12 | 1987-02-05 | Dr. H. Tiefenbach Gmbh & Co, 4300 Essen | Hydraulikventil mit einstellbarem Durchlaßquerschnitt |
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| DE3247953C2 (de) * | 1982-12-24 | 1986-03-20 | FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt | Elektrisch betätigtes Hydraulik-Proportionalventil |
-
1986
- 1986-11-26 DE DE19863640426 patent/DE3640426A1/de active Granted
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| Publication number | Publication date |
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| DE3640426A1 (de) | 1988-06-09 |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |