DE3642003A1 - Verfahren zur dezentralen abwehr von ueberlastungen in steuereinrichtungen von kommunikations-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen - Google Patents
Verfahren zur dezentralen abwehr von ueberlastungen in steuereinrichtungen von kommunikations-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur dezentralen
Abwehr von Überlastungen in Steuereinrichtungen von
Kommunikations-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der DE-OS 33 28 574 ist eine Schaltungsanordnung für
Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen
mit zentralen und/oder teilzentralen informationsverarbeitenden
Schaltwerken bekannt. In den Patentansprüchen und der
Beschreibung ab Seite 17 werden Maßnahmen beschrieben,
die im Falle von starker Belastung des Zentralsteuerwerkes
angewendet werden, um den Betrieb der Vermittlungsanlage
auch in extremen Situationen aufrecht zu erhalten und
Überlastungen abzubauen. Wie aus dem vorherigen Stand der
Technik schon bekannt ist, geschieht dies dadurch, daß
ein bestimmter Prozentsatz von Anforderungen oder
Schaltaufträgen abgewiesen wird.
Um dies zu erreichen sind bei der in der DE-OS 33 28 574
beschriebenen Schaltungsanordnung in den teilzentralen
Schaltwerken und/oder in den dezentralen Schalteinrichtungen
Speicherschaltmittel vorgesehen, um den Prozentsatz der
aufgrund der gerade herrschenden Belastungssituation
abzuweisenden Verbindungsanforderungen oder Schaltaufträge
zu speichern. Bei den Steuerprozeduren ist für diesen
Zweck eine besondere Lastregulierphase vorgesehen, in der
jeweils anpassende Änderungen dieses Prozentsatzes
vorgenommen werden können. Hierfür wird also zusätzliche
wertvolle Steuerungszeit benötigt, und es sind zusätzliche
Steuer- und Bemessungseinrichtungen vorzusehen, um die
Prozentsätze zu ermitteln und zu den Speicherschaltmitteln
zu senden, damit sie eingespeichert werden können.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Verfahren anzugeben, wobei die zentrale Steuereinrichtung
durch die bei einer starken Belastung durchzuführenden
Maßnahmen nicht zusätzlich belastet wird, indem der an
zentraler Stelle erforderliche Aufwand an Steuerungszeit
und zusätzlichen Steuer- und Bemessungseinrichtungen
gering gehalten wird. Dabei soll es außerdem möglich sein,
Einzelfunktionen in besonderer Weise auch unabhängig von
der übrigen Verkehrsbelastung besonders zu berücksichtigen.
Diese Aufgabe wird durch eine Merkmalskombination gelöst,
wie sie im Patentanspruch 1 angegeben ist.
Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die
dezentralen Gruppensteuerwerke weitgehend selbständig
die zum Erkennen einer Überlast erforderlichen Parameter
ermitteln und gezielte Abwehrmaßnahmen einleiten. Durch die
verschiedenartigen jeweils einer vermittlungstechnischen
oder steuerungstechnischen Funktion zugeordneten Spalten
innerhalb der einzelnen Bereiche des Laststatusregisters
können die einzelnen Abwehrmaßnahmen für Überlastungen
gezielt an der Stelle eingesetzt werden, wo der zu
erwartende Effekt am größten ist. Dabei sind auch einzelne
periphere Abweisvorgänge durchführbar, ohne daß die
zentale Steuereinrichtung irgendwelche Meldungen erhalten
muß.
Mit den in den Unteransprüchen angegebenen Weiterbildungen
der Erfindung, wird die Effektivität bei der Überlastabwehr
in Steuereinrichtungen von Vermittlungsanlagen noch
verbessert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 die Zusammenschaltung von Steuereinrichtungen und
Anschlußorganen in einer Vermittlungsanlage,
Fig. 2 den Aufbau eines Laststatusregisters.
Bei dem Blockschaltbild über die Zusammenschaltung der
Steuereinrichtungen in einer Vermittlungsanlage in Fig. 1
sind mehrere zentrale Steuereinrichtungen IVZ 1 bis IVZn
dargestellt, die über einen zentralen Datenkanal ZDK mit
informationsverarbeitenden Gruppensteuerwerken IVG 1 bis IVGn
zusammenarbeiten. An jedes der Gruppensteuerwerke, z. B.
IVG 1 sind mehrere periphere informationsverarbeitende
Steuereinrichtungen, z. B. IVP 1.1 bis IVP 1. n angeschlossen.
Zum Informationsaustausch dient jeweils ein peripherer
Datenkanal, z. B. PDK 1. An jede periphere Steuereinrichtung
IVP ist ein Teil der gesamten Anzahl von Anschlußorganen,
z. B. AO 1.1 bis AO 1. n angeschlossen, die zu einer Gruppe
gehören und von dem zuständigen Gruppensteuerwerk IVG 1
gesteuert werden. In den peripheren Steuereinrichtungen
werden die von den Anschlußorganen AO kommenden
Zustandsänderungen erkannt und zum Gruppensteuerwerk IVG
weitergegeben. In umgekehrter Richtung werden die von dem
Gruppensteuerwerk IVG erzeugten Befehle zu den peripheren
Steuereinrichtungen IVP geleitet, um dort in spezielle
Schaltkennzeichen umgesetzt zu werden. Wenn in einem
informationsverarbeitenden Gruppensteuerwerk IVG erkannt
wird, daß eine zentrale Steuereinrichtung IVZ angefordert
werden muß, so wird der zentrale Datenkanal ZDK belegt
und die entsprechende zentrale Steuereinrichtung IVZ
adressiert. Diese Einzeladressierung ist in der Zeichnung
als Auswahlschalter dargestellt, womit ausgesagt werden
soll, daß die von einem Gruppensteuerwerk IVG ausgesendete
Information gezielt an eine bestimmte zentrale
Steuereinrichtung IVZ gebracht werden kann. Dabei kann
es sich auch um einen bestimmten Eingangsspeicher innerhalb
einer alle Funktionen bearbeitenden gemeinsamen zentralen
Steuereinrichtung handeln.
In ähnlicher Weise arbeiten die peripheren Steuereinrichtungen
IVP mit dem jeweils zuständigen Gruppensteuerwerk IVG
zusammen. Hierbei ergibt sich eine Vereinfachung, weil
prinzipiell nur ein informationsverarbeitendes
Gruppensteuerwerk IVG pro Gruppe vorgesehen ist. Auch
hierbei ist durch die zeichnerische Darstellung eines
Auswahlschalters die Einzeladressierung gezeigt.
Neben der Einzeladressierung von peripheren Steuerein
richtungen IVP und auch von Gruppensteuerwerken IVG
ist sowohl bei den peripheren Datenkanälen PDK 1 bis PDKn
als auch beim zentralen Datenkanal ZDK eine Sammeladressierung
möglich, wobei Meldungen, die in Richtung zur Peripherie
gehen, an mehrere Gruppensteuerwerke IVG oder periphere
Steuereinrichtungen IVP zugleich addressiert werden können.
Es handelt sich dabei um Meldungen, die für alle
Steuerwerke oder Steuereinrichtungen gemeinsam wichtig
sind, wobei gleichartige Befehle ausgelöst werden sollen
oder Schaltzustände eingestellt werden. Diese Art der
Meldungsabgabe in Form einer Sammeladressierung wird,
wie später noch beschrieben wird, vorwiegend bei der
Einleitung von Überlast-Abwehrmaßnahmen angewendet.
In der Fig. 1 ist dargestellt, daß in jedem Gruppensteuer
werk IVG 1 bis IVGn ein Laststatusregister LSR vorhanden
ist, wie es nachfolgend anhand der Fig. 2 näher erläutert
wird. Auch in den zentralen Steuereinrichtungen IVZ 1 bis
IVZn sind Laststatusspeicher ZLS vorhanden, worin
Werte gespeichert sind, die Angaben liefern über die
jeweilige Belastung einer zentralen Steuereinrichtung,
beispielsweise IVZ 1. Diese in den zentralen
Steuereinrichtungen IVZ angeordneten Laststatusspeicher ZLS
dienen dazu, die einzelnen Belastungssituationen jeweils
den einzelnen Funktionen zugeordnet als Information
an die Laststatusregister LSR der Gruppensteuerwerke IVG
abzugeben.
Das in der Fig. 2 dargestellte Laststatusregister LSR
ist in mehrere Bereiche BZ, BG, BA aufgeteilt und
enthält zusätzlich eine Gesamtlaststatusspalte GLS.
Jeder Bereich BZ, BG, BA des Laststatusregisters LSR ist
in mehrere Spalten SZ 1 bis SZn, SG 1 bis SGn, SA 1 bis SAn
unterteilt. In jede einzelne dieser Spalten S wird ein
Wert eingegeben, der eine Aussage liefert über die
Belastungssituation einer bestimmten Funktions- oder
Anschlußorgankategorie.
Wie bereits beschrieben wurde, wird der von den zentralen
Steuereinrichtungen IVZ stammende Teil der in das
Lststatusregister LSR einzutragenden Information über
den zentralen Datenkanal ZDK angeboten. Dieser Teil der
Information gelangt in den dafür zuständigen Bereich BZ
des Laststatusregisters LSR. Die in diesem Bereich BZ
befindlichen Spalten SZ 1 bis SZn sind jeweils bestimmten
Funktionen fest zugeordnet, so daß beispielsweise im
einzelnen erkannt werden kann, welche Steuerungsfunktionen
gerade einen bestimmten Laststatus aufweisen. So kann
beispielsweise eine der Spalten SZ 1 zuständig sein für
Verbindungsaufbauprozeduren, beispielsweise Wegesuche
und ähnliches. Eine andere Spalte könnte für abzubauende
Verbindungen vorgesehen sein. Weitere Spalten SZ dieses
Bereiches BZ können für zusätzliche Merkmale in
Vermittlungsanlagen vorgesehen sein, wie sie in der
Fernsprechnebenstellentechnik üblich sind. So kann eine
besondere Spalte SZ existieren für Rückfragevorgänge,
eine weitere Spalte für Umlegefunktionen, und es können
eine oder mehrere Spalten für die zentrale Gesprächsdaten
erfassung vorgesehen sein. Die Anzahl und die Zuordnung
der jeweiligen Spalten SZ hängt selbstverständlich von
den Merkmalen ab, die in der betreffenden Vermittlungsanlage
verarbeitet werden können und von deren einzelnen
Bedeutung innerhalb des gesamten Verkehrsaufkommens.
Im Laststatusregister LSR sind zwei weitere Bereiche BG
und BA vorgesehen, bei denen die in die einzelnen Spalten
SG 1 bis SGn und SA 1 bis SAn einzutragenden Werte in dem
informationsverarbeitenden Gruppensteuerwerk IVG
selbst ermittelt werden. Einer dieser zuletzt genannten
Bereiche BG ist für die Aufnahme von Informationen
vorgesehen, welche die Belastungssituation des eigenen
Gruppensteuerwerkes IVG betreffen. Auch die in diesen
Bereich BG vorhandenen Spalten SG 1 bis SGn sind einzelnen
vom Gruppensteuerwerk IVG durchzuführenden Steuer
prozeduren zugeordnet, wobei es darauf ankommt, ob
Meldungen zu den zentralen Steuereinrichtungen IVZ
oder zu den peripheren Einrichtungen IVP abzusetzen sind. Es
wird dabei außerdem bei der Zuordnung von Spalten SG 1 bis
SGn beachtet, um welchen vermittlungstechnischen
Vorgang es sich jeweils handelt, damit unterschieden
werden kann, zwischen Anreizen, die voraussichtlich
weitere Anreize nach sich ziehen und solchen Anreizen,
die einen Übergang in den Ruhezustand zur Folge haben.
In den Spalten SG 1 bis SGn des Bereiches BG sind
Angaben über die jeweilige Anzahl von Steuerprozeduren
eingespeichert, die innerhalb des Gruppensteuerwerkes
IVG zur Bearbeitung anstehen. Es können dabei Zähler
eingesetzt sein, die bei jedem neu hinzukommenden Anreiz
um einen Schritt vorwärts und beim Beenden der jeweiligen
Steuerprozedur um einen Schritt rückwärts gezählt werden.
Im Bereich BG des Laststatusregisters LSR ist also
detailliert aufgeschlüsselt die jeweils aktuelle
Belastungsinformation des eigenen Gruppensteuerwerkes IVG
abgelegt.
Ein weiterer Bereich BA ist im Laststatusregister LSR
vorgesehen, um die Belegungszustände und/oder Belegungsarten
der Anschlußorgane AO aufzunehmen. Die in diesem Bereich
BA befindlichen Spalten SA 1 bis SAn können bestimmten
Anschluorgan-Kategorien und/oder dazugehörigen
Belegungsarten zugeordnet werden. So kann in einer Spalte,
beispielsweise SA 1 eingetragen sein, wie viele Teilnehmer
anschlüsse frei, bzw. besetzt sind. Eine weitere Spalte
SA kann dafür vorgesehen sein, die Anzahl der
Gesprächszustände von Teilnehmeranschlüssen aufzunehmen.
Auf die gleiche Weise lassen sich die unterschiedlichen
Belegungsarten, beispielsweie kommend/gehend - besetzt,
bzw. frei von den verschiedenen Leitungsübertragungen,
die in der Fig. 1 ebenfalls als Anschlußorgane AO dargestellt
sind, festhalten. Besondere Spalten sind vorgesehen, für
die Aufnahme der Anzahl von Verbindungswünschen, die noch
nicht zum Gesprächszustand geführt haben. Gerade bei dieser
Belegungsart sind weitere Anreize zu erwarten,
beispielsweise dadurch, daß durch die abgegebene
Wahlinformation Steuerprozeduren ausgelöst werden
müssen. Der Inhalt der Bereiche BZ, BG, BA des
Laststatusregisters LSR wird vom Gruppensteuerwerk IVG
laufend abgefragt, wobei eine individuelle Gewichtung
der einzelnen Spalten S stattfindet, indem beispielsweise
der jeweiige Inhalt mit einem vorbestimmten Faktor
multipliziert wird. Aus den so gewonnenen gewichteten
Einzelwerten wird eine Gesamtsumme gebildet, die mit
jeweils festgelegten Schwellwerten verglichen wird. Bei
diesem Vergleich ergibt sich ein Gesamtlaststatuswert,
der in die dafür vorgesehene besondere Spalte GLS
eingetragen wird. Dieser Gesamtlaststatuswert ist ein
wesentliches Kriterium bei den vom Gruppensteuerwerk IVG
selbsttätig einzuleitenden Überlast-Abwehrmaßnahmen.
Da der sich aus den gewichteten Einzelwerten zusammen
gesetzte Summenwert sich laufend ensprechend der sich
ändernden Belastung ändert, muß auch der Gesamtlaststatus
wert immer aktualisiert werden. Ein neuer höherer
Gesamtlaststatuswert wird jedoch nur dann in die besondere
Spalte GLS eingetragen, wenn der jeweils vorgegebene
Schwellwert für eine Lastsatuskategorie überschritten
wird. Für die Verringerung des Gesamtlaststatuswertes
sind andere Schwellwerte vorgegeben, wobei ein verringerter
Gesamtlaststatuswert nur dann eingetragen wird, wenn der
jeweils niedrigere Schwellwert unterschritten wird. Es
ergibt sich dabei eine Hysteresefunktion, womit erreicht
wird, daß innerhalb des Gruppensteuerwerkes IVG nicht
häufiger als unbedingt erforderlich Änderungen des
Gesamtlaststatuswertes vorgenommen werden, womit dann auch
eine Änderung der für die Überlastabwehr vorgesehenen
Steuerprozeduren erforderlich wären.
Nachfolgend soll anhand einer Funktionsbeispiele
beschrieben werden, wie sich vom Gruppensteuerwerk IVG
selbsttätig einzuleitende Überlastabwehrmaßnahmen ergeben.
Bei von Anschlußorganen AO kommenden Neubelegungen wird
zunächst der Gesamtlaststatuswert GLS abgefragt. Danach
wird entschieden, ob eine sofortige Bearbeitung erfolgen
kann (Laststatus 0 oder 1), ob eine verzögerte
Bearbeitung möglich ist (Laststatus 2 oder 3), oder
ob eine Zurückweisung bzw. Sperrung von Anschlußorganen
AO erfolgen muß (Laststatus 4 oder größer). Eine
verzögerte Bearbeitung von Anreizen kann erreicht werden,
indem ein Sperrbefehl zu einer peripheren Steuerung
IVP gegeben und gleichzeitig ein Zeitzähler gestartet
wird. Nach dessen Ablauf erfolgt automatisch eine
Freigabe der Anreize. Bei einer Sperrung von
Anshlußorganen AO (Laststatus 4) erfolgt eine Freigabe
erst dann, wenn sich ein niedriger Gesamtlaststatuswert
einstellt. Dabei können ganze Teilgruppen, z. B. die von
einer peripheren Steuerung IVP bedient werden, vorübergehend
abgeschaltet werden.
Eine Verzögerung oder Sperrung von Anreizen kann auch
dann ohne Rücksicht auf den Gesamtlaststatuswert GLS
erfolgen, wenn in der für diese Belegungsart zuständigen
Spalte im Bereich BG des Laststatusregisters LSR ein
Wert eingespeichert ist, der oberhalb eines vorgegebenen
Grenzwertes liegt.
In Abhängigkeit vom Gesamtlaststatuswert und unter
Berücksichtigung der Spalteninhalte in den Bereichen BG
und BA des Lststatusregisters LSR wird außerdem
festgelegt, welche Arten von Anschlußorganen für eine
Verzögerung oder Sperrung von Anreizen in Frage kommen.
So können von Verbindungsleitungen oder Amtsleitungen,
also von anderen Vermittlungsstellen ankommende Anreize
noch freizügig bearbeitet werden, während bei
Teilnehmeranschlußorganen bereits Überlastabwehrmaßnahmen
eingeleitet sind.
Die Überlastabwehrmaßnahmen insbesondere bei Neubelegungen
dienen dazu, weitere als Folge davon entstehende
Anreize zu verhindern. Die von Anschlußorganen AO
kommenden Neubelegungen verursachen eine Reihe von
Folgeanreizen dadurch, daß Wahlziffern abgegeben und
verarbeitet werden müssen, daß Verbindungswege
geschaltet werden müssen, und daß der gewünschte
Anschluß angesteuert werden muß. Mit Überlastabwehr
maßnahmen wird also erreicht, daß derartige Folgeanreize
nicht auftreten, wodurch außer dem Gruppensteuerwerk IVG
insbesondere auch die zentralen Steuereinrichtungen IVZ
entlastet werden.
Steuerungsanreize, die im Zuge eines Verbindungsaufbaus
die Ansteuerung eines Anschlußorgans AO erfordern, werden auch in
einer Überlastsituation möglichst verzögerungsfrei
bearbeitet, weil nach dem Abschluß eines Verbindungsauf
baus sich im allgemeinen ein Verbindungszustand
(Gesprächszustand) einstellt, der eine längere Zeit
andauert, ohne daß mit einer größeren Anzahl von
neuen Anreizen zu rechnen ist. Deshalb werden bei
Verzögerungen und/oder Sperrungen von solchen Steuerungsanreizen andere
Maßstäbe angelegt, indem andere Werte aus dem
Laststatusregister LSR zugrunde gelegt werden, als bei
den zuvor beschriebenen Neubelegungen.
Mit Hilfe des Laststatusregisters LSR können auch
Ergänzungsmerkmale einer Vermittlungsanlage beeinflußt
werden. So ist es beispielsweise möglich, in einer
Fernsprechnebenstellenanlage das Aufbauen von
Ferngesprächen vorübergehend einzuschränken, wenn bereits
viele Fernverbindungen bestehen. Durch die Zählung
während des Gespräches, insbesondere bei internationalen
Fernverkehr kann nämlich der Zweig einer zentralen
Steuereinrichtung IVZ, der mit einer zentralen
Gesprächsdatenerfassung befaßt ist, stark belastet sein.
Dies wird im Laststatusregister LSR an einem Zahlenwert
erkannt, der in einer für dieses Merkmal zuständigen
Spalte SZ des Bereiches BZ eingetragen ist. Da dieser
Wert, der ausschließlich die Belastung der zentalen
Gesprächsdatenerfassung angibt, keinen großen Einfluß
auf den Gesamtlaststatuswert GLS haben muß, kann dieser
Wert direkt für das Einleiten von Überlastabwehrmaßnahmen
herangezogen werden. Durch eine zeitweise Einschränkung
beim Aufbauen von neuen Fernverbindungen wird dann
erreicht, daß keine Engpässe bei der zentralen
Gesprächsdatenerfassung für bereits bestehende
Verbindungen auftreten, indem eine zusätzliche
Belastung ausgeschlossen wird.
Claims (8)
1. Verfahren zur dezentralen Abwehr von Überlastungen
in Steuereinrichtungen von Kommunikations-,
insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, wobei
neben zentralen Steuereinrichtungen dezentrale
informationsverarbeitende Gruppensteuerwerke und
periphere Steuereinrichtungen vorgesehen sind, und
in den Gruppensteuerwerken Speicher zur Aufnahme
von Belastungsinformation vorhanden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Gruppensteuerwerken (IVG) vorgesehene
Laststatusregister (LSR) in mehrere Bereiche (BZ, BG,
BA) unterteilt sind, die zentralen Steuereinrichtungen
(IVZ), dem eigenen Gruppensteuerwerk (IVG) und den
davon steuerbaren Anschlußorganen (AO) zugeordnet sind,
daß jeder einzelne Bereich (BZ, BG, BA) aus mehreren
Spalten (SZ 1 bis SZn, SG 1 bis SGn, SA 1 bis SAn) besteht,
die jeweils einer vermittlungstechnischen oder
steuerungstechnischen Funktion, bzw. einer Belegungsart
der Anschlußorgane (AO), fest zugeordnet sind, und
entsprechende Belastungswerte aufnehmen, daß jede
Veränderung des Belastungszustandes der zentralen
Steuereinrichtung (IVZ) von dieser an die
Gruppensteuerwerke (IVG) gemeldet wird und dort in
den zuständigen Bereich (BZ) des Laststatusregisters
(LSR) eingetragen wird, daß eine besondere Spalte (GLS)
vorgesehen ist, worin der Wert eines Gesamtlaststatus
eingetragen wird, welcher durch eine unterschiedlich
gewichtete Bewertung der einzelnen Spalten innerhalb
der Bereiche (BZ, BG, BA) während der Bearbeitung
eines Steuervorgangs durch das Gruppensteuerwerk (IV)
selbst ermittelt wird, und daß in Abhängigkeit von dem
in der besonderen Spalte (GLS) eingetragenen
Gesamtlaststatuswert bestimmte Kategorien von
Anschlußorganen (AO) und/oder Steuerprozeduren
gesperrt, verzögert oder abgewiesen werden können, um
eine Verschärfung von Überlastsituationen zu verhindern
und bestehende Überlastungen abzubauen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spalten innerhalb der einzelnen Bereiche (BZ, BG,
BA) mindestens zum Teil aus Zählern gebildet werden,
die vom Gruppensteuerwerk (IVG) bei jedem neuen
Belegungs-, Anreiz- oder Einspeichervorgang um einen
Schritt vorwärts und bei jedem Freischalte- oder
Ausspeichervorgang um einen Schritt rückwärts gezählt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Eintragung eines höheren Gesamtlaststatus
wertes in die besondere Spalte (GLS) führende, aus den
Spalten gewonnene gewichtete Summe größer ist als der
zur Eintragung eines niedrigeren Gesamtlaststatuswert
führende Summenwert, womit bei Änderung des
Gesamtlaststatuswertes eine Hysteresefunktion bewirkt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei den in den Spalten der einzelnen Bereiche (BZ, BG,
BA) befindlichen Werten Grenzwerte festgelegt sind,
bei deren Überschreitung ohne Rücksicht auf den
Gesamtlaststatuswert gezielte Überlastabwehrmaßnahmen
eingeleitet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Informationsaustausch zwischen zentralen
Steuereinrichtungen (IVZ) oder Gruppensteuerwerken (IVG)
im Laststatusregister (LSR) gezielt der Laststatus
derjenigen Spalte in dem entsprechenden Bereich (BZ, BG, BA)
abgefragt wird, die der betreffenden Funktion zugeordnet
ist, wobei dann entschieden wird, ob eine Meldung
abgegeben oder zurückgehalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Überlastabwehr spezielle besondere
Anschlußorgan-Kategorien festgelegt werden, die
unabhängig von bereits bestehenden Verkehrs- und/oder
Funktionsberechtigungen sind, wobei für die
Überlastabwehr relevante, durch Verkehrsbeobachtung
ermittelte Gegebenheiten berücksichtigt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Bildung von Anschlußorgan-Kategorien die
in einer Vermittlungsanlage bestehenden Berechtigungs
klassen und/oder Typenkennzeichnungen herangezogen
werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei aufgrund besonderer Überlastsituationen
einzuleitenden Überlastabwehrmaßnahmen eine Verknüpfung
von Berechtigungsklassen und/oder Typenkennzeichnungen
mit den speziell für die Überlastabwehr festgelegten
zusätzlichen Klassifizierungen vorgenommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863642003 DE3642003A1 (de) | 1986-12-09 | 1986-12-09 | Verfahren zur dezentralen abwehr von ueberlastungen in steuereinrichtungen von kommunikations-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863642003 DE3642003A1 (de) | 1986-12-09 | 1986-12-09 | Verfahren zur dezentralen abwehr von ueberlastungen in steuereinrichtungen von kommunikations-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3642003A1 true DE3642003A1 (de) | 1988-06-23 |
| DE3642003C2 DE3642003C2 (de) | 1989-05-11 |
Family
ID=6315785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863642003 Granted DE3642003A1 (de) | 1986-12-09 | 1986-12-09 | Verfahren zur dezentralen abwehr von ueberlastungen in steuereinrichtungen von kommunikations-, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3642003A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1271995A3 (de) * | 2001-06-18 | 2006-12-20 | Tenovis GmbH & Co. KG | Verfahren und Anlage zur Ansteuerung einer Vielzahl von in Bündeln zusammengefassten Nutzkanälen |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3328574A1 (de) * | 1983-08-08 | 1985-02-28 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung fuer fernmeldeanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen, mit zentralen und/oder teilzentralen informationsverarbeitenden schaltwerken |
| DE3328572A1 (de) * | 1983-08-08 | 1985-02-28 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung fuer fernmeldeanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen, mit zentralem und/oder teilzentralen informationsverarbeitenden schaltwerken |
| DE3418408A1 (de) * | 1984-05-17 | 1985-11-21 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Verfahren zur verhinderung der ueberlastung der zentralsteuerung einer rechnergesteuerten fernsprechanlage, sowie vorrichtung zur durchfuehrung desselben |
-
1986
- 1986-12-09 DE DE19863642003 patent/DE3642003A1/de active Granted
Patent Citations (3)
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| DE3328574A1 (de) * | 1983-08-08 | 1985-02-28 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung fuer fernmeldeanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen, mit zentralen und/oder teilzentralen informationsverarbeitenden schaltwerken |
| DE3328572A1 (de) * | 1983-08-08 | 1985-02-28 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung fuer fernmeldeanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen, mit zentralem und/oder teilzentralen informationsverarbeitenden schaltwerken |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Z.: Elektrisches Nachrichtenwesen, Bd.55, Nr.1,1980, S.37-45 * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1271995A3 (de) * | 2001-06-18 | 2006-12-20 | Tenovis GmbH & Co. KG | Verfahren und Anlage zur Ansteuerung einer Vielzahl von in Bündeln zusammengefassten Nutzkanälen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3642003C2 (de) | 1989-05-11 |
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Owner name: TELENORMA GMBH, 6000 FRANKFURT, DE |
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