DE3642402A1 - Gemisch-verhaeltnisregelsystem fuer kfz-motoren - Google Patents
Gemisch-verhaeltnisregelsystem fuer kfz-motorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gemisch-Verhältnisregelsystem für
Kraftfahrzeugmotoren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Regelsystem, bei dem
der Betriebszustand eines O2-Fühlers erkannt werden soll.
Ein O2-Fühler gibt so lange keine normale, verwendbare Ausgangs
spannung ab, bis die Temperatur des Fühlerkörpers über einer be
stimmten Aktivierungstemperatur liegt. Demzufolge kann die Ge
mischregelung, welche ein Rückkopplungssignal vom O2-Fühler ver
wendet, erst dann gestartet werden, wenn der O2-Fühler akti
viert ist.
Die Aktivierung des O2-Fühlers kann durch die Tatsache
entschieden werden, daß seine Ausgangsspannung einen
vorbestimmten Bezugswert überschreitet. Aus der japani
schen Patentanmeldung mit der Offenlegungsnummer 58-8246
ist ein Regelsystem bekannt, bei dem die Summe aus Aus
gangsspannung des O2-Fühlers und einer Standardspannung
mit einer Bezugsspannung verglichen wird.
Hierbei besteht aber ein Problem bei der Detektion
durch die Ausgangsspannung des O2-Fühlers. Wenn insbe
sondere der Motor wieder gestartet wird in dem Zustand,
in dem die Temperatur des O2-Fühlers sich in einem nie
drigen Temperaturbereich bewegt, gibt der O2-Fühler eine
hohe Fehlerspannung für eine bestimmte Zeitdauer ab, da
er im inaktiven Zustand ist. Um eine derartige Fehlfunk
tion zu vermeiden, wird die Bezugsspannung auf einen
hohen Wert gesetzt. In diesem Fall vergeht jedoch eine
lange Zeitperiode, bevor die (Rückkopplungs-)Regelung
bei diesem unnormalen Aufwärmvorgang einsetzt.
Ausgehend vom obengenannten Stand der Technik ist es
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Regelsystem der
eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß
eine fehlerhafte Regelung des Gemisches vermieden wird.
Das erfindungsgemäße Gemisch-Regelsystem für eine Kfz-
Maschine weist einen O2-Fühler auf, der eine Ausgangs
spannung in Relation zur Sauerstoffkonzentration des Ab
gases der Maschine abgibt. Es ist ein Rückkopplungsre
gelsystem vorgesehen, das auf die Ausgangsspannung des
O2-Fühlers hin das Luft-Brennstoffverhältnis des dem Mo
tor zugeführten Gemisches regelt.
Erfindungsgemäß umfaßt das System Detektormittel zum De
tektieren des Starts des Motors und zum Abgeben eines
Motor-Startsignales, einen Zeitgeber, der auf das Motor-
Startsignal hin über eine vorbestimmte Zeitdauer ein er
stes Zeitgebersignal abgibt und der ein zweites Zeitge
bersignal nach der vorbestimmten Zeitdauer abgibt, einen
O2-Fühler-Aufwärmdetektor, der auf das erste Zeitgeber
signal hin die Ausgangsspannung des O2-Fühlers mit einer
hochpegeligen Bezugsspannung vergleicht und auf das zwei
te Zeitgebersignal hin die Ausgangsspannung des O2-Füh
lers mit einer niedrigpegeligen Bezugsspannung ver
gleicht, deren Pegel unterhalb des Pegels der hochpege
ligen Bezugsspannung liegt.
Der O2-Fühler-Aufwärmdetektor gibt ein Rückkopplungs-
Startsignal ab, wenn die Ausgangsspannung des O2-Fühlers
entweder die hochpegelige Bezugsspannung oder die nie
drigpegelige Bezugsspannung übersteigt. Auf das Rück
kopplungs-Startsignal hin wird das Rückkopplungssystem
in Betrieb gesetzt.
Nachdem die Bezugsspannung zum Detektieren der Aktivie
rung des O2-Fühlers für eine bestimmte Zeit nach dem
Starten der Maschine auf einen hohen Wert gesetzt wird,
kann die Detektion der Aktivierung ohne Fehler durchge
führt werden. Die Rückkopplungsregelung über das Rück
kopplungssignal aus dem O2-Fühler wird zum korrekten
Zeitpunkt begonnen. Nachdem die Bezugsspannung auf einen
niedrigen Pegel gesetzt wird, wenn die vorbestimmte
Zeitdauer abgelaufen ist, beginnt die Rückkopplungsre
gelung auch dann zu einem korrekten Zeitpunkt, also ohne
Verzögerung, wenn die Maschine im kalten Zustand gestar
tet wird.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale ergeben sich aus
den Unteransprüchen und den nachfolgenden Ausführungs
beispielen der Erfindung, die anhand von Abbildungen
näher beschrieben werden. Hierbei zeigt
Fig. 1 ein schematischs Blockdiagramm, das ein Re
gelsystem gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt; und
Fig. 2 ein Flußdiagramm der Wirkungsweise des
Systems, also eine Erklärung des erfindungs
gemäßen Verfahrens.
Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt ein Kraftfahrzeugmotor 1
ein Einlaßrohr 4, einen Drosselkörper 5 und einen Einlaß
krümmer 6. Die Luft wird in den Motor über einen Luft
filter 2, einen Luft-Strömungsmesser 3 und eine Drossel
klappe 9 geführt. In einem Auspuffrohr 7 ist ein O2-
Fühler 12 vor einem Katalysator 8 angebracht. Eine
Kraftstoffeinspritzdüse 10 ist am Drosselkörper 5 ange
bracht, während ein Kühlmitteltemperaturfühler 13 an
einem Wasserschlauch angebracht ist, der zum Vorheizen
der eingelassenen Luft vorgesehen ist, die durch den
Einlaßkrümmer 6 strömt. Es ist ein Drehzahlfühler 11
vorgesehen, der ein zur Maschinendrehzahl proportiona
les Ausgangssignal abgibt. Eine Zündspule 14 ist vorge
sehen, die ein Motor-Startsignal beim Starten der Ma
schine abgibt.
Die Ausgangssignale des Luftströmungsmessers 3, der Füh
ler 11 bis 13 und der Zündspule 14 werden einer Regel
einheit 15 zugeführt, die die Einspritzdüse 10 mit Ein
spritzpulsen versorgt, deren Breite von den Signalen wie
im folgenden beschrieben abhängen.
Die Ausgangssignale des Luft-Strömungsmessers 3 und des
Drehzahlfühlers 11 werden einem Basiseinspritzpulsbrei
tenrechner 16 zugeführt, der Basiseinspritzpulsbreiten
signale TP abgibt. Der Kühlmitteltemperaturfühler 13
liefert sein Ausgangssignal an einen Korrekturkoeffi
zientenrechner 17, der ein Korrekturkoeffizientensignal
K für die Steuerung in der offenen Schleife abgibt. Das
Ausgangssignal des O2-Fühlers 12 gelangt über einen O2-
Fühler-Aufwärmdetektor 20 und einen Gemisch-Verhältnis
detektor 21 zu einem Korrekturkoeffizientenrechner 22,
der ein Korrekturkoeffizientensignal α für die Regelung
in der geschlossenen Schleife abgibt.
Das Basiseinspritzpulsbreitensignal TP und das Korektur
koeffizientensignal K und α werden einem Einspritzpuls
breitenrechner 23 zugeführt, der Einspritzpulsbreiten
signale Ti abgibt. Ein Treiber 24 gibt entsprechend
dem Signal Ti Treibersignale zur Einspritzdüse 10.
Das Ausgangssignal der Zündspule 14 wird einem Motor-
Startdetektor 18 zugeführt, der ein Motorenstartsignal
dann abgibt, wenn der Motor gestartet wird. Das Motoren
startsignal bewirkt, daß ein Zähler 19 eine in ihm ge
speicherte Zahl herabzählt. Der Zeitgeber gibt ein Zeit
gebersignal für eine vorbestimmte Zeit (z.B. 10 sec) ab.
Auf das Zeitgebersignal hin gibt der Aufwärmdetektor 20
eine hochpegelige Bezugsspannung (z.B. 500 mV) für die
bestimmte Zeitperiode nach Starten der Maschine ab. Der
Aufwärmdetektor 20 vergleicht die Ausgangsspannung des
O2-Fühlers mit der hochpegeligen Bezugsspannung. Wenn
die Ausgangsspannung die Bezugsspannung überschreitet,
gibt der Aufwärmdetektor ein Rückkopplungsstartsignal
ab, das dem Gemisch-Verhältnisdetektor 21 zugeführt
wird, so daß die Gemisch-Verhältnisregelung über das
Rückkopplungssignal des O2-Fühlers beginnt. Wenn der
Zähler 19 die gespeicherte Zahl herabgezählt hat (10
sec), so verschwindet das Zeitgebersignal, so daß der
Aufwärmdetektor 20 eine niedrigpegelige Bezugsspannung
(400 mV) abgibt, mit der die Ausgangsspannung des O2-
Fühlers verglichen wird.
Im folgenden wird der Betrieb der hier gezeigten Vor
richtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren anhand der
Fig. 2 näher erläutert. Im Schritt S 1 wird entschieden,
ob der Motor gestartet ist. Nachdem der Motor nicht di
rekt nach dem Schließen des Zündschalters startet, geht
das Programm zum Schritt S 2 beim ersten Programmdurch
lauf weiter. Im Schritt S 2 wird eine vorbestimmte Zahl
entsprechend der vorzubestimmenden Zeit (10 sec) im
Zeitgeber 19 gespeichert. Wenn das Programm das nächste
Mal läuft, schreitet es nach dem Start des Motors zum
Schritt S 3 fort, in welchem bestimmt wird, ob der
Zeitgeber 19 gelöscht (die gespeicherte Zahl ist Null)
ist. Wenn der Zeitgeber noch eine Zahl gespeichert hat,
so wird diese Zahl kontinuierlich um Eins im Schritt S 4
vermindert. Im Schritt S 5 wird dann, wenn die gespeicher
te Zahl noch nicht Null ist, zum Schritt S 6 weitergegan
gen, in welchem die Bezugsspannung auf einen hohen Pe
gel (500 mv) gesetzt wird. Wenn der Zeitgeber im Schritt
S 3 oder S 5 gelöscht wird, so schreitet das Programm zum
Schritt S 7 fort, in welchem eine niedrigpegelige Be
zugsspannung (400 mV) gesetzt wird.
Auf diese Weise wird im System gemäß der vorliegenden
Erfindung bzw. beim erfindungsgemäßen Verfahren die Be
zugsspannung zum Detektieren der Aktivierung des O2-
Fühlers auf einen hohen Wert für eine vorbestimmte Zeit
nach dem Starten der Maschine gesetzt. Dementsprechend
kann die Detektion der Aktivierung des O2-Fühlers ohne
Fehler erfolgen und die Rückkopplung über das Rückkopp
lungssignal des O2-Fühlers wird zu einem korrekten Zeit
punkt gestartet. Nachdem weiterhin die Bezugsspannung
auf einen niedrigen Wert verändert wird, wenn eine vor
bestimmte Zeit nach dem Starten der Maschine vergangen
ist, beginnt die Rückkopplungsbetriebsweise zum richtigen
Zeitpunkt ohne Verzögerung auch bei Kaltstart.
Oben wurde die Erfindung anhand einer gegenständlichen
Ausbildung beschrieben. Selbstverständlich wird auch das
hieraus ersichtliche Verfahren als erfindungswesentlich
beansprucht.
Claims (3)
1. Gemisch-Verhältnisregelsystem für Kfz-Motoren, wobei das
System einen O2-Fühler (12) umfaßt, der eine Ausgangsspan
nung proportional zur Sauerstoffkonzentration im Abgas
der Maschine (1) abgibt, und wobei ein Regelsystem (15)
vorgesehen ist, das auf die Ausgangsspannung des O2-Fühlers
(12) hin das Gemisch-Verhältnis des dem Motor zugeführten
Gemisches regelt,
gekennzeichnet durch
Detektormittel (18) zum Detektieren des Starts des Motors
(1) und zum Abgeben eines Motor-Startsignales,
einen Zeitgeber (19), der auf das Motor-Startsignal hin über
eine vorbestimmte Zeitdauer hin ein erstes Zeitgebersignal
abgibt und ein zweites Zeitgebersignal nach der vor
bestimmten Zeitdauer abgibt,
einen O2-Fühler-Aufwärmdetektor (20), der auf das
erste Zeitgebersignal anspricht und die Ausgangsspan
nung des O2-Fühlers (12) mit einer hochpegeligen Be
zugsspannung vergleicht und der auf das zweite Zeit
gebersignal hin die Ausgangsspannung des O2-Fühlers
(12) mit einer niedrigpegeligen Bezugsspannung ver
gleicht, die kleiner ist als die hochpegelige Bezugs
spannung, und der ein Regel-Startsignal abgibt, wenn
die Ausgangsspannung des O2-Fühlers entweder die
hochpegelige Bezugsspannung oder die niedrigpegelige
Bezugsspannung übersteigt, und durch
Mittel, die auf das Regel-Startsignal hin das (Rück
kopplungs-)Regelsystem in Betrieb setzen.
2. Regelsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektormittel (20) auf ein Signal einer
Zündspule (14) des Motors ansprechen, um das Motor-
Startsignal abzugeben.
3. Regelsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zeitgeber einen Zähler umfaßt, in dem eine
gewünschte Zahl (ein gewünschter Betrag) gespei
chert werden kann.
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