DE36430C - Maschine zum Auftragen farbiger Streifen auf Gewebe - Google Patents

Maschine zum Auftragen farbiger Streifen auf Gewebe

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DE36430C
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DENDAT36430D
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E. WEILD in Chorltonupon-Medlock, Manchester, und H. RlCKARDS in Northenden, ehester, England
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B1/00Applying liquids, gases or vapours onto textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing or impregnating
    • D06B1/10Applying liquids, gases or vapours onto textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing or impregnating by contact with a member carrying the treating material
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/02Rollers or brushes for applying bleaching, washing or dyeing liquid to fibrous materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Maschine zum Auftragen farbiger Streifen auf Gewebe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. December 1885 ab.
' Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine zum Auftragen eines oder mehrerer farbigen Streifen auf die Fläche oder auf die Kanten oder Sahlleisten von Sammet oder dergleichen Stoffen, um das Aussehen der letzteren zu erhöhen und sie zu verzieren.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 die Stirnansicht, Fig. 2 die Seitenansicht, Fig. 3 die Hinteransicht, Fig.'4 ein verticaler Längsschnitt und Fig. 5 der Grundrifs einer nach vorliegender Erfindung verbesserten Maschine.
Fig. 6 ist ein Querschnitt des Schlittens und der verstellbaren seitlichen Führungen in gröfserem Mafsstabe und als durch das Mittel des Farbenkastens gelegt angenommen, welcher in Fig. 7 in Seitenansicht und in Fig. 8 im Grundrifs dargestellt ist. Fig. 9 zeigt einen Querschnitt durch das Centrum der Bürste, sowie die Schablonirplatten im Querschnitt. Fig. ι ο zeigt im Querschnitt die Auftragwalze, sowie die Abstreichplatte. Fig. 11 endlich zeigt einen Querschnitt durch das Centrum der in Fig. 6 ersichtlichen Farbeauftragwalze.
Der Stoff α wird zunächst unter und über eine Reihe von Walzen b b b mit verstellbaren Führungsscheiben c c c geführt, wodurch der Stoff gespannt und alle Falten beseitigt werden.
Hierauf folgt der Stoff, nachdem er zwischen ein paar Druckwalzen d hindurchgegangen, einem endlosen Tuch e, F^g. 4 und 6, welches unter einer Führungs- oder Spannwalze f hinweggeht; der Stoff selbst verläfst vorher das Tuch, um über einen mit verstellbaren seitlichen Führungsleisten h versehenen Schlitten oder Support g zu gehen, welche Anordnung in Fig. 12 von oben gesehen dargestellt ist und dazu dient, die Sahlleisten in der richtigen Stellung zu halten, sowie den Stoff noch glatter zu ziehen. Die Schlitten g sitzen auf den beiden rechts- und linksgängigen Schraubenspindeln g1, so dafs sie durch Drehung des Stellrades g1 einander genähert oder von einander entfernt werden können.
Hierauf kommt der Stoff mit dem endlosen Tuch wieder in Berührung und läuft mit seinen beiden Sahlleisten unter einer Walzenbürste i (welche in nachstehendem als Farbenbürste bezeichnet werden wird) hinweg; diese Bürste dreht sich über einer eisernen oder hölzernen Contactwalze j, welche mit Gummi oder einem anderen elastischen Material belegt ist und hinsichtlich ihrer Höhe verstellt werden kann, um mehr oder weniger gegen die Walzenbürsten anzupressen. Zu diesem Zwecke ist die . Walze j in einem ausschwingbaren, durch Gewichte 2 belasteten Rahmen 1 gelagert.
Die rotirende Farbenbürste i bildet ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung, und besteht dieselbe aus einer runden Bürste i, Fig. 6, 8 und 9; an jeder Seite der letzteren sitzt eine Metallscheibe oder Platte k, welche sich auf der Nabe oder Achse / der Bürste lose drehen kann, so dafs beim Passiren des Stoffes unter den als ringförmige Schablonen wirkenden Platten k diese durch Contact mit dem Stoff sich in der einen Richtung zu.
drehen gezwungen werden, während die Bürste selbst durch das seitliche Zahngetriebe mit einer gröfseren Geschwindigkeit als der Stoff in der gleichen oder der entgegengesetzten Richtung in Drehung versetzt wird. Durch diese Geschwindigkeitsdifferenz wird eine geeignete Farbemasse aufgetragen, um einen Streifen von einer dem Abstande der Platten k von einander entsprechenden Breite zu bilden. Dabei wird die Farbe der Bürste durch Contact mit einer Auftragwalze m mitgetheilt, welche mit einem verstellbaren Abstreichmesser m1 versehen ist. Walze m empfängt ihre Farbe von einer zweiten Auftragwalze n, welche in einem die Farbe enthaltenden Trog ο rotirt.
Die verwendete Farbe kann in einem beliebigen, mit Anilin oder (behufs besserer Consistenz) mit Terpentin, Leim oder dem ähnlichen Material gemischten Pigment bestehen; ebenso kann auch Bronze, Gold, Silber, Platin, Kupfer, Zinn oder anderes mit Gummi oder einem anderen Klebstoff gemischtes oder allein zur Verwendung gelangendes Metall aufgetragen werden.
In Fig. 7 und 8 ist das die Farbenbürste mit einer beschleunigten Geschwindigkeit in Drehung versetzende Zahngetriebe ersichtlich, welches aus einem Zahnrad r, den Zwischenrädern r1 und einem auf der Achse der AValze i sitzenden Zahnrad r" besteht. Auf dem einen Ende der Wellenachse m2 sitzt das genannte Rad r, während auf dem anderen Ende derselben Rad s sitzt, welches in Zahnrad n1 eingreift; letzteres ist auf die mit Nuth versehene Antriebwelle n2 aufgesetzt, welche ihren Antrieb von der Riemscheibe u erhält.
Aus Fig. 3 und 5 ist ersichtlich, dafs eine jede Walze η in den Farbenbehältern ο durch eine besondere Klauenkupplung t und die zugehörige Riemscheibe u unabhängig von der anderen in Drehung versetzt wird. Jeder der Farbebehälter ο sitzt in einer schwalbenschwanzförmigen Führung und kann mit gröfster Genauigkeit durch rechts- und linksgängige Schraubenspindeln, w eingestellt werden, welche ihrerseits durch die Stellräder χ in Drehung versetzt werden, Fig. 3 und 5.
Durch die Verstellbarkeit der Farbebehälter und der rotirenden Bürsten in Achsenrichtung, sowie in ihrem Abstande zu einander kann die Breite zwischen dem Streifen geändert werden, wie auch der jeweiligen Breite des Stoffes selbst entsprochen werden kann.
Durch die vorbeschriebene Maschine werden continuirliche Streifen oder ganze, mit Farbe versehene Kanten auf der Fläche oder den Kanten oder Sahlleisten des Stoffes angebracht, während dieser unter den genannten Farbeauftragbürsten hinweggeht. Um die farbigen Streifen oder Kanten gut und schnell zu trocknen, wird darauf der Stoff um eine oder mehrere Calanderwalzen oder um mit Gas oder Dampf geheizte Cylinder ρ geführt, um darauf auf den Waarenbaum q aufgewickelt zu werden. Der so mit Streifen versehene und getrocknete Stoff kann dann gesengt, geprefst und gekräuselt werden, zu welchem Zwecke die Bürstenvorrichtung weggenommen und durch eine glatte, erhabene, cannelirte oder gewellte Walze von geeignetem Material er-^ setzt wird.

Claims (3)

Patent-Anspruch: Eine Maschine zum Auftragen farbiger Streifen auf Gewebe, charakterisirt durch:
1. die Anordnung von Farbe übertragenden Bürsten fij, welche zwischen Scheiben (k) rotiren, wobvei die Bürsten mit gröfserer Geschwindigkeit in gleichem oder entgegengesetztem Sinne als die auf dem zu bedruckenden Stoff rollenden Scheiben sich drehen;
2. die Anordnung dieser Bürsten und Scheiben mit ihren Farbewerken und ihrem Differentialantrieb auf einem quer in der Maschine liegenden Schlitten und die Verstellbarkeit der einzelnen Bürsten nebst Scheiben und Farbewerken zu einander durch eine rechts- und linksgängige Schraubenspindel (tv) in Längenrichtung der elastisch unter den Bürsten angeordneten Walze (j)\
3. die Anordnung von in Längenrichtung der Walze (j) verstellbaren Supporten (g) mit verstellbaren Führungsleisten (h) zum seitlichen Spannen des Stoffes vor seinem Eintritte zwischen Bürsten (i) und elastisch gelagerter Walze (j) an Stelle des an dieser Stelle abgelenkten Fühmngstuches.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT36430D Maschine zum Auftragen farbiger Streifen auf Gewebe Expired - Lifetime DE36430C (de)

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