Die Erfindung bezieht sich auf eine Zeltstange für ein
Zeltgestänge aus mehreren Zeltstangen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine solche Zeltstange ist aus der US-PS
16 39 755 bekannt.
Diese Druckschrift zeigt eine Zeltstange, bei der das
Verriegelungselement ein Querstift ist, der verschiebbar an
denjenigen Zeltstab geführt ist, der den Fortsatz nicht
aufweist. Diese Konstruktion ist nachteilig dahingehend,
daß der Stift sich bei der Bewegung in die
Verriegelungsstellung verkanten kann. Außerdem ist der
Fortsatz durch die Tatsache, daß in seinem Ende ein Schlitz
ausgebildet ist, in den der Querschnitt eingreift, geschwächt.
Der Schlitz wird von einer Nase an dem Fortsatz begrenzt,
die relativ wenig Material aufweist und daher verbogen
werden könnte, wenn zu große Kräfte auf die Gelenkverbindung
einwirken, denn es ist zu beachten, daß die Hebellängen, die
am Gelenk angreifen, im Vergleich zum Abstand zwischen dem
Gelenkstift und dem Querstift relativ groß sind.
Weiterhin ist die dargestellte Konstruktion im Falle, daß
die Zeltstäbe aus Rohren bestehen, relativ aufwendig, denn
die Schraubendruckfeder und ihre Abstützeinrichtung müssen
in das Rohr eingebracht werden, das Rohr würde eine
Querbohrung benötigen, kurz gesagt, der Zusammenbau wäre
relativ kompliziert. Außerdem ist die gezeigte Konstruktion
zur Verwirklichung an Zeltstäben, die beispielsweise aus
Glasfibermaterial bestehen, wie dies bei modernen Zelten der
Fall ist, überhaupt nicht brauchbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zeltstange
der eingangs genannten Art derart auszugestalten, daß ihre
Funktion sicherer wird, sie eine größere Stabilität
gewährleistet und auch bei rohrförmigen oder aus
Glasfiberstäben bestehenden Zeltstäben realisierbar ist und
ein einfacheres Ausrichten eines Zelts ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Zeltstange mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der Erfindung ist das Verriegelungselement eine Hülse,
die eine Muffe aufweist, die in gestrecktem Zustand des
Gelenks über den Fortsatz greift. Der Fortsatz braucht daher
keinerlei Schwächung zu erfahren, auch stellt die Hülse ein
stabileres Bauelement dar, als ein Stift, der leicht
abgeschert werden könnte. Die Hülse kann auch unschwieriger
beim Aufrichten des Gestänges bewegt werden, als ein Stift.
Die in dem Gelenk enthaltene Torsionsfeder erleichtert das
Aufrichten des Gestänges.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht eines
Zeltgestänges mit daran befestigter Zelthaut;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Gelenks
einer Zeltstange;
Fig. 3 ein Zeltstangengelenk, teilweise im Schnitt,
im gestreckten Zustand;
Fig. 4 das Zeltstangengelenk nach Fig. 3 beim
Strecken;
Fig. 5 ein Zeltstangengelenk mit einer außen angebrachten
Spreizfeder;
Fig. 6 ein Zeltstangengelenk, teilweise im Schnitt,
mit einer innen angebrachten Spreizfeder, im
gestreckten Zustand des Gelenks;
Fig. 7 das Gelenk nach Fig. 6 im teilweise abgewinkelten
Zustand;
Fig. 8 eine Zeltstange mit daran angehängter Zelthaut
im gestreckten Zustand der Zeltstange;
Fig. 9 die Anordnung nach Fig. 8 im zusammengefalteten
Zustand der Zeltstange;
Fig. 10 eine Aufhängung der Zelthaut am Gelenk im
gestreckten Zustand der Zeltstange; und
Fig. 11 die Anordnung nach Fig. 10 im zusammengefalteten
Zustand der Zeltstange.
Gemäß Fig. 1 ist das Zeltgestänge zur Anbringung über
einem sogenannten Igluzelt vorgesehen. Es besteht aus
einem Kreuzkopf 1, der im oberen Scheitel des Gestänges
über dem Zelt angeordnet ist und mehreren, im vorliegenden
Falle sechs daran angebrachten Zeltstangen 3,
die sich strahlenförmig von dem Kreuzkopf 1 erstrecken
und nach unten gegen den Erdboden gebogen sind.
Jede Zeltstange 3 ist gemäß Fig. 2 mehrteilig ausgeführt,
bestehend aus einzelnen Stäben 10 und 12, die
gelenkig miteinander mittels eines Gelenkzapfens 17
verbunden sind. Die Stäbe können auch mit Verbindungsrohren
verbunden sein, die das Gelenk ausbilden. Der
eine Stab 10 weist gemäß Fig. 3 einen Fortsatz 10a
auf, der über den Gelenkzapfen 17 hinausreicht. An
seiner Unterseite ist der Fortsatz 10a mit einer schrägen,
kurvenförmigen Führungsfläche 11 versehen. Am anderen
Stab 12 ist eine Hülse 14 verschiebbar gelagert, die
unter dem Einfluß einer Schraubendruckfeder 13 steht,
die an einem auf dem Stab 12 befestigten Bund 15 abgestützt
ist und die Hülse 14 in Richtung auf das
Stabende gegen das Gelenk drückt. Die Hülse 14 ist
an ihrem dem Gelenk zugewandten Ende zu einer Muffe
16 verbreitert, die in der Lage ist, sich über den
Fortsatz 10a am ersten Stab 10 zu legen und in der
gestreckten Stellung des Gelenks zu sichern (Fig. 3).
An der Unterseite des Gelenks ist gemäß Fig. 10 eine
Aufhängöse 19 ausgebildet, an der ein Bügel 20 eingehängt
ist, der an der Zelthaut befestigt ist.
Gemäß Fig. 5 ist dem Gelenk eine Torsionsfeder 18 zugeordnet
die dazu dient, das Gelenk in die Spreizrichtung
vorzuspannen. Bei der Ausführungsform nach
Fig. 5 ist diese Torsionsfeder 18 außen am Gelenk angebracht
und am Gelenkzapfen 17 sowie an den Stäben
10 und 12 abgestützt. Sie weist hierzu entsprechende
Armabschnitte auf, die um den Gelenkzapfen 17 gewunden
sind bzw. sich an die Zeltstäbe 10 und 12 anlegen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist die Torsionsfeder
18 im Inneren der Stäbe 10 und 12 angebracht,
den Gelenkzapfen 17 als Sicherung umschlingend.
Beim Strecken des Gelenks drückt die schräge,
kurvenförmige Führungsfläche 11 am Fortsatz 10a des einen Stabes
10 die Hülse 14 gegen die Kraft der Feder 13 nach
hinten, wie der Pfeil in Fig. 4 zeigt, und in der völlig
gestreckten Stellung schnappt die Hülse 14 in ihre
Ruhestellung zurück, in der die Muffe 16 an der Hülse
14 über den Fortsatz 10a greift und das Gelenk in der
gestreckten Stellung sichert. Die Wirkung der kurvenförmigen
Führungsfläche 11 geht auch aus den Fig. 5 und 7
anschaulich hervor.
Zum Zusammenfalten einer Zeltstange muß die Hülse 14
von Hand gegen die Kraft der Feder 13 zurückgeschoben
werden, damit sie den Fortsatz 10a am Stab 10 freigibt.
Wie die Fig. 9 bis 11 zeigen, kann das Gestänge zusammengefaltet
werden, ohne daß es notwendig ist, die
Zelthaut von den Stäben 3 zu lösen. Dabei brauchen auch
die Stäbe 3 nicht vom Kreuzkopf 1 gelöst zu werden. Das
Zelt kann somit vollständig zusammengelegt werden,
ohne daß die Zelthaut und das Gestänge voneinander getrennt
werden müssen. Unter der Wirkung der an den Gelenken
angebrachten Torsionsfedern 18 ist es daher möglich, das
Zelt in kürzester Zeit mit wenigen Handgriffen aufzurichten,
was besonders für solche Einsatzfälle wichtig
ist, wo ein Zelt unter widrigen Umgebungsbedingungen
aufgestellt werden soll. Die Aufhängeösen 19 zusammen
mit den Bügeln 20 verhindern dabei ein Verrutschen der
Zelthaut gegenüber dem Gestänge sowohl im zusammengelegten
als auch im aufgerichteten Zustand des Zeltes.