DE365961C - Anschnallvorrichtung zur Sicherung fuer Flieger und aehnliche Zwecke mittels Riemen,Brustgurte u. dgl. - Google Patents

Anschnallvorrichtung zur Sicherung fuer Flieger und aehnliche Zwecke mittels Riemen,Brustgurte u. dgl.

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DE365961C
DE365961C DEC29398D DEC0029398D DE365961C DE 365961 C DE365961 C DE 365961C DE C29398 D DEC29398 D DE C29398D DE C0029398 D DEC0029398 D DE C0029398D DE 365961 C DE365961 C DE 365961C
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straps
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chest
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DEC29398D
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Description

  • Anschnallvorrichtung zur Sicherung für Flieger und ähnliche Zwecke mittels Riemen, Brustgurte u. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Anschnallvorrichtung zur Sicherung für Flieger und ähnliche Zwecke. Das Anschnallen des Fliegers erfolgt in bekannter Weise mittels Riemen und Brustgurten. Es ist bereits vorgeschlagen worden, äie den Flieger haltenden Riemen an einer Stelle zu lösen, so daß der Flieger sie abstreifen kann. Ferner ist es bekannt, eine Haltevorrichtung für den Flieger gemeinsam mit einem Fallschirm auszulösen. Den bekannten Einrich tungen gegenüber liegt das Wesen der Erfindung darin, daß die Riemen an den Enden an Platten angeschlossen sind, von denen jede mit einem Vorsprung versehen ist, der mit Vorsprüngen einer Verschlußv orrichtung in Eingriff kommt, sobald ein um einen Bolzen drehbarer Handgriff in der einen Richtung gedreht wird. Durch Drehung des Handgriffes in der anderen Richtung werden die Riemen und Gurte gleichzeitig entkuppelt und freigegeben. Es sind zwei übereinander angeordnete Kupplungsvorrichtungen vorgesehen, welche gleichzeitig durch die Bewegung eines Handgriffes gesteuert werden. Die Einrichtung ist so getroffen, daß die Anschnallvorrichtung, wenn sie mit einem Fallschirm verbunden ist, durch eine mittels Handhebel zu bewegende Verriegelung gleichzeitig mit dem Fallschirm vom Flugzeug losgekuppelt wird.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 eine Ansicht der Anschnallvorrichtung in Verbindung mit einem Fallschirm für Luftfahrzeuge.
  • Abb. 2 ist eine Ansicht und Abb. 3 ein Schnitt nach Linie a-a der Abb. 2 einer Vorrichtung zur augenblicklichen Auslösung der Anschnallvorrichtung derart, daß sie als Ganzes von dem Träger abgestreift werden kann.
  • Abb. 4. ist eine Ansicht einer abgeänderten Ausführung der Anschnallvorrichtung.
  • Abb. 5 veranschaulicht eine Abänderung der Verbindung der Anschnallvorrichtung mit dem .Luftfahrzeug.
  • Bei der in Abb. i dargestellten Ausführung der Anschnallvorrichtung besitzt diese zwei Ringe i, durch welche die Arme des Trägers gesteckt werden. Diese Ringe sind durch zwei Riemen verbunden, welche über den Rücken des Trägers laufen, und von denen der Riemen 2 mit einer Verstellvorrichtung versehen ist, während der andere Riemen 3 mit einem Riemen 4 verbunden ist, welcher den Haupttrag riemen vorstellt, mit dem die Anschnallvorrichtung als Ganzes an ein Seil 5 o. dgl. angehängt ist. Dieser Haupttragriemen läuft nach oben und ist, um eine Beweglichkeit zur besseren Verteilung der Belastung zu erzielen, über eine Rolle 6 an dem Seil 5 o. dgl. geführt. Von dort läuft der Riemen wieder nach unten durch eine Schlaufe 7 zu dem den Leib des Trägers umfassenden Riemen B. Von hier aus wird der Riemen 4 weiter nach unten geführt und ist mit einer Polsterung g versehen, welche zwischen den Beinen des Trägers liegt. Alsdann läuft der Riemen nach oben und ist mit dem Rierpen 8 mittels einer für alle Riemen gemeinsamen Halte- und Auslösevorrichtung io verbunden. An den Ringen i sind ferner zwei verstellbare Riemen ii vorgesehen, welche quer über die Brust des Trägers laufen und ebenfalls mit dem Riemen 8 durch die gemeinsame Halte- und Auslösevorrichtung io verbunden sind.
  • Die Verschlußvorrichtung io erfüllt die Aufgabe, die beiden Enden des Riemens 8, das Ende des Hauptriemens und die unteren Enden der Brustriemen alle gemeinsam in einer Verriegelungslage zu halten, aus der sie mit einer einzigen Handbewegung augenblicklich ausgelöst werden können, derart, daß die ganze Anschnallvorrichtung im Augenblick von dem Träger abgestreift werden kann.
  • In den Abb. 2 und 3 ist eine Ausführung der Verschlußvorrichtung dargestellt. Sie besteht aus einer Platte 12 mit Schlitzen 13 und 14 für die Riemen ii und das eine Ende des Riemens B. Die Platte ii trägt in der Mitte einen Bolzen 15, auf dem drehbar eine bluffe 16 mit einem Flansch 17 lagert, der mit zwei Vorsprüngen i8 versehen ist, die sich mit den Verschlußteilen an den Enden der Riemen 4 und ii und an dem Ende des Riemens 8 verriegeln. Zur Öffnung und zum Schließen des Verschlusses dient ein Hebel ig, der mit dem Flansch 17 und einer :Butter 2o auf dem Gewinde des Bolzens 15 so verbunden ist, daß die Muffe 16, der Flansch 17 und der Griff i9 zur Platte 12 gedreht werden können. Die Drehung wird durch einen Anschlag 21 an der Platte 12 begrenzt. Der bis hierher beschriebene Teil der Vorrichtung ist mit dem einen Riemen ii und'mit dem einen Ende des Riemens 8 verbunden. Es sind nun noch Vorrichtungen notwendig, um das Ende des anderen Riemens ii und das andere Ende des Riemens 4 sowie das gegenüberliegende Ende des Riemens 8 mit der Vorrichtung zu kuppeln. Hierzu dienen zwei Platten 22 und 23, von denen die erste Schlitze 24 für das Ende des Riemens 8 und das Ende des Riemens ix besitzt, während die Platte 23 mit Schlitzen 25 für die Befestigung des Riemenendes 4 versehen ist. Jede Platte 22, 23 hat eine Zunge a6 mit einem nach oben vorspringenden Ansatz 27 (_-'#bb. 3), welcher sich mit den Ansätzen 18 am Flansch 17 kuppelt, wenn der Flansch durch den Griff ig in die Lage gemäß Abb. 2 gebracht wird.
  • Die beiden Riemen ii können auch fortfallen und durch quer über die Brust laufende, mit punktierten Linien in Abb. i angedeutete Riemen ersetzt werden. Diese Riemen sind dann in der Mitte durch eine V erschlußvorrichtung vereinigt, derart, daß sie gleichzeitig mit den Riemen 8 ausgelöst werden können (Abb. 4). In diesem Falle trägt die Platte 12 zwei Verschlußvorrichtungen, ähnlich der vorher beschriebenen (Abb. 2 und 3). Die obere dient zur Auslösung der Brustriemen und die untere zur Auslösung des Riemens 8 und .1. Die drehbaren Teile beider Vorrichtungen werden gleichzeitig durch den Hebel i9 unter Vermittlung über das Gelenk a8 bewegt, wodurch die Zungen 26 ähnlieh ausgelöst werden wie oben beschrieben. Zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Auslösung wird der Hebel ic) in der @'erTiegelungslage gesperrt, beispielsweise durch eine Schlaufe aus Leder auf dein Riemen ii, die sich über den Griff ig schieben läßt, durch ein ähnlich angeordnetes Gummiband o. dgl.
  • Statt die beiden @'erschlußv orrichtungen in der beschriebenen Weise zu bedienen, kann die eine mit einem Handgriff iq versehen sein, und von dem drehbaren Teil dieser Verschlußvorriehtung führt eine Verbindungskette nach dem Umfang des drehbaren Teils der anderen V erschluß vorrichtung.
  • Die beschriebene Anschnallvorrichtung läßt sich für die verschiedensten Zwecke verwenden, bei denen es sich darum handelt, eine Person sicher und bequem mit der Möglichkeit augenblicklicher Freigabe in der Schwebe zu halten. Die Vorrichtung kann an Seilen, die über Rollen laufen, so geführt sein, daß die Person wagerecht und senkrecht bewegt werden kann, z. B. über die ganze Front eines Gebäudes oder Schiffes nach oben und unten bewegt «erden kann.
  • Weiterhin ist die Vorrichtung vorzüglich zu verwenden für Bergsteiger, Seeleute oder für Minen- und Brunnenarbeiter.
  • Hauptsächlich ist sie aber bestimmt für Flieger, und zwar für die Benutzung von Fallschirmen in Luftfahrzeugen.
  • Zu diesem Zwecke ist die Anschnallvorrichtung mit dem Tragbolzen des Fallschirmes 3 4 durch ein Seil 5 verbunden (Abb. i) und mit dem Boden oder Rahmen-,verk des Luftfahrzeuges durch Riemen 29, welche in Ösen 3o enden, in die eine entsprechende Verriegelungsvorrichtung 31 an oder unter den Sitz eingreift. Diese Verriegelungsv orrichtung kann beispielsweise mittels einer Stange 32 o. dgl. ausgelöst werden, die mittels eines Hebels 33 im Handbereich des Fliegers bewegt wird. Die Verriegelung kann gleichzeitig die Verriegelung der Fallschirmbefestigung im Fahrzeug auslösen, so daß der Flieger nach Bewegung des Hebels 33 lediglich über Bord ztt springen braucht. Die Verriegelung des Fallschirmes besteht beispielsweise aus einer Vorrichtung 35.
  • In Abb. 5 ist eine abgeänderte Ausführung der Ve rriegc#lungsvorrichtung für die Anschnal lunh im Flugzeug dargestellt. Bei dieser Kon struktion sind die Riemen 2c) an jeder Seite de Anschnallvorrichtung mittels eines Teiles 3j rnit einem Nebel j6 verbunden, der an einen (=elc#nk 37 zwischen zwei Platten, von denen nu die hintere Platte 38 dargestellt ist, befestigt ist Dieser Hebel 36 hat einen Ansatz 39, welcher siel mit dem Teil 351 kuppelt. Mit dem freien Enä des Hebels 36 ist das Ende eileer Bowdenleitun; .1o verbunden. Die Platten 38 sind mit Bän lern 41 und Karabinerhaken 4.? an einen Augenbolzen .43 am Rahmenwerk des Luft fahrzeuges befestigt. Der Handgriff zur Bedie nun- der Bowdenleitung, «-elche die Anschnall vorrichtung mit dem Luftfahrzeug verbindet kann gleichzeitig zur Öffnung der Befest `gung; vorrichtung des Fallschirmes am Luftfahrzeu, dienen, so daß eine gleichzeitige Freigabe erfolgt

Claims (3)

  1. PATE T-AxSPRÜCHE: i. Anschnallvolrichtung zur Sicherung fü Flieger und ähnliche Zwecke mittels Riemen Brustgurte u. dgl., dadurch gekennzeichnet daß die Riemen an den Enden an Platte: (22, 23) angeschlossen sind, von denen jed mit einem Vorsprung (27) versehen ist, de mit Vorsprüngen (i5) einer Verschlußvoi richteng in Eingriff kommt, sobald ein ur einen Bolzen drehbarer Handgriff in der eine Richtung gedreht wird, während durc Drehung des Handgriffs in der anderen Rict tung die Riemen und Gurte gleichzeitig eni kuppelt und freigegeben «-erden.
  2. 2. Anschnallvorrichtung nach Anspruch i gekennzeichnet durch die Anordnung v o zwei übereinander angeordneten Kupplung: vorrichtungen, welche gleichzeitig durch äh Bewegung eines Handgriffes aesteuei werden.
  3. 3. Anschnallvorrichtung nach Anspruch und 2, dadurch gekennzeichnet, daß di Anschnallvorrichtung, wenn sie mit einer Fallschirm verbunden ist, durch eine mitte: Handhebel zu bewegende Verriegelung gleicl zeitig mit dem Fallschirm vom Flugzeu losgekuppelt wird.
DEC29398D 1914-12-24 1920-07-11 Anschnallvorrichtung zur Sicherung fuer Flieger und aehnliche Zwecke mittels Riemen,Brustgurte u. dgl. Expired DE365961C (de)

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DEC29398D Expired DE365961C (de) 1914-12-24 1920-07-11 Anschnallvorrichtung zur Sicherung fuer Flieger und aehnliche Zwecke mittels Riemen,Brustgurte u. dgl.

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