DE366048C - Maschine fuer Zeit- und Zinsberechnung - Google Patents

Maschine fuer Zeit- und Zinsberechnung

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DE366048C
DE366048C DER52221D DER0052221D DE366048C DE 366048 C DE366048 C DE 366048C DE R52221 D DER52221 D DE R52221D DE R0052221 D DER0052221 D DE R0052221D DE 366048 C DE366048 C DE 366048C
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  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

  • Wlaschine für Zeit- und Zinsberechnung. Die Erfindung betrifft eine Rechenvorrichtung für Zeit- und Zinsbeträge mit mittels Kurbel drehb-aren Walzen oder Bahnen zur Angabe der Tage, der Monate und der Zinsbeträge und besteht im wesentlichen darin, daß eine die Monate und eine zweite die Tage angebende Walze von der Kurbel so betrieben werden, daß bei jeder Teildrehung der die Zinsbeträge angebenden Walze die Tageswalze und nach Vollendung einer vollständigen Umdrehung der letzteren die Mo,-natswalze um. einen Teil weitergedreht werden. Es brauchen hierbei für die Ausführung einer Rechnung nur zwei verschiedene Handgriffe ausgeführt bzw. zwei verschiedene O#.gane eingestellt zu werden, nämlich die Xurbel und die Monatswalze. Diese braucht für eine Rechnung nur einmal verstellt zu werden, alle anderen Einstellu-ngen erfolgen von der Kurbel aus.
  • Hieraus ergibt sich eine viel einfachere Bedienung als bei solchen Rechenvorrichtungen, bei denen für die Monatsbezeichnungen und die Tage nur eine -einzige Walze oder ein Band vorgesehen ist. Hier ist eine Einstellung der Vorrichtung an vier verschiedenen Stellen bzw. mittels vier verschiedener Organe erforderlich. Bei anderen Rechenvorrichtungen, mittels derer außerdem nur Zinsbeträge ermittelt werden können, befinden sich die Zinsbeträge, Tage und Monate auf einer einzigen Walze. Die ganze Vorrichtung erhält infolgedessen viel zu große Abmessungen und ist zu schwierig zu handhaben.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i zeigt eine Aufsicht und Abb.:2 dieselbe Aufdicht nach Abnahme des Deckels.
  • Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie A-B und Abb,- 4 eine Einzelheit.
  • In einem Kasten i mit einem Deckel:2 ist über zwei mit Zapfen drehbar gelagerte parallele Walzen 3, 4 ein Band 5 in der Weise geführt, daß es auf die eine Walze aufgerollt Wird, wenn es von der anderen abläuft. Dieses Band 5 ist der Länge nach. in eine Anzahl Spalten 6 eingeteilt, die mit Ausnahme der am weitesten links, hier jeden der 36o Tage des Zinsjahres die Zinsbeträge von einem bestimmten Kapital, z. B. einer Mark, bei einem für jede Spalte gegebenen Zinsfuß anzeigen. Die am weitesten links gelegene Spalte enthält die Anzahl Tage, die dem jeweiligen Zinssatz entsprechen.
  • Durch ein Zahnradgetriebe 7, 38 ist die Walze 4 mit der Hauptwelle 8 verbunden, die bei 9, io und 39 gelagert ist und an drem äußeren Ende eine Kurbel ii trägt. Gleichachsig mit den Walzen 3, 4 sind zu beiden Seiten der Welle 8 zwei kürzere Walzen 12, 13 auf mittels Zapfen 35, 36 drehbar gelagerten Wellen 34 bzw. 37 angeordnet. Die Walze 1:2 wird mittels der Zahnräder 14, 15, die die gleiche Anzahl Zähne haben, von der Welle 8 angetrieben, führt also, wenn die Kurbel ii eine Umdrehung macht, gleichzeitig auch eine Umdrehung aus. Auf der die Walze 13 tragenden Welle 37 ist ein gegen das Walzenende anliegendes Zahnrad 16 befestigt, in dessen Zähne 17 -ein an der Welle 8 sitzender Stift 18 eingreifen kann, so daß das Zahnrad 16 mit der Walze 13 jedesmal bei einer Umdrehung der Welle 8 um einen Zahn weiterbewegt wird.
  • Auf der Walze 1:2 befinden sich die Ziffern der Tage von i bis 30 und auf der Walze 13 die Namen der Monate. Die Tage, die Monate und die auf dem Bande 5 befindlichen Zinssätze mit der entsprechenden Tageszahl werden bei der Drehung der Walzen durch in dem Deckel:2 des Kastens befindliche öffnungen Ig, 20 und 21 sichtbar. Die öffnung ig zeigt die Zinssätze und die danebenstehende Ziffer oder Ziffern für die Anzahl der Tage, die öffnung 2-o den Namen des Monats, der der in der öffnung ig sichtbaren Zahl der Tage entspricht, von dem Tage an gerechnet, von welchem ein gewisser Zins berechnet werden soll, und die Öffnung:2i das Datum des in der Öffnung:2o sichtbaren Monats, das der in der öffnung ig sichtbaren Zahl der Tage entspricht. Der Zinsfuß, nach dem die Zinssätze in jeder Spalte be- rechnet sind, befindet sich über der Öffnung ig, so daß jede Spalte des Bandes 5 demjenigen Zinsfuß gegenübersteht, nach dem alle in dieser Spalte aufgenommenen Werte b,prechnet sind. Diese Werte sind auf dem Band so angeordnet, daß alle Werte, welche nach derselben Tageszahl berechnet sind, nebst der Ziffer oder den Ziffern der entsprechenden Tageszahl gleichzeitig in der Öff- nung ig sichtbar werden.
  • Die Übersetzungen zwischen der Hauptwelle 8 und den beiden Walzen 4 und i?, sind so gewählt, daß, wenn das Band 5 um eine Teilung vorbewegt, d. h. die nächstfolgende Reihe von Zinssätzen in die öffnung ig eingestellt ist, die Tageswalze 12 auch gleichzeitig um eine Teilung gedreht ist. Ist die Tageswalze um 3o Teilungen gedreht, d. h. hat sie eine ganze Umdrehung ausgeführt, so hat auch die Hauptwelle 8 eine Umdrehung gemacht, und der Stift 18 greift in das Zahnrad 16 ein und dreht die Walze 13 um eine Teilulig vor, so daß der nächste Monat in der üffnu*ng2o und gleichzeitig dessen erster Tag in der öffnung 2 1 sichtbar werden.
  • Damit die Zinssätze, Tageusw. nach jeder Bewegung gerade vor der betreffenden Öff- nung stehenbleiben, ist an der die Walzen 3, 4, 1:2, 13 an einem Ende tragenden Schiene22 ein Sperrhaken:23 drehbar, der m-it einem Stift:24 unter Einwirkung einer Feder2,5 in das Zahnrad 5 eingreift und dieses und damit sämtliche Walzen nach jeder Drehung anhält. Obgleich die Walze 13 bei der Ausführung der Berechnungen schrittweise mit der Welle37 mitbewegt werden soll, ist sie mit derselben nicht starr, sondern durch Reibung verbunden, derart, daß man vor Beginn der Rechnung den Namen des Monats, von dem man beti der Zinsberechnung ausgeht, in der öffnung2o einstellen kann. Zu diesem Zweck ist an der einen Endfläche der Walze eine runde Scheibe26 befestigt, deren Rand durch einen Schlitz:27 im Deckel hindurchragt, so daß die Scheibe für die Einstellung der Walze in die gewünschte Lage leicht zugänglich ist.
  • Da es im allgemeinen notwendig ist, am Anfang einer Zinsberechnung von der Nullstellung des Bandes 5, bei der also in der öffnung igin allen Spalten Nullen erscheinen, auszugehen, bat der Apparat eine Einrichtung zur selbsttätigen Zurückführung des Bandes 5 in die Nullstellung. Diese Einrichtung bestellt aus einer auf die Welle8 aufgesteckten Schraubenfeder:28 und einer Hülse:29 mit Zahnrad 30, das von einem auf der Walze 3 sitzenden ZahnradV angetrieben wird. Die Feder28 ist mit ihrem einen Ende an der Welle8 und mit ihrem anderen Ende an der Hülse 29 befestigt und wird infolgedessen gespannt, wenn die Welle 8 und die Walzen gedreht werden, um die gesuchten Zinsbeträge usw. in die öffnungen zu bringen, da sich die Hülse:29 und die Welle 8 dann in entgegengesetzter Richtung drehen. Soll das Band in die Nullage zurückgeführt werden, werden die beiden Zahnräder 7 und 38 außer Eingriff miteinander gebracht. Zu diesem Zweck ist die Welle 8 verschiebbar, und es dreht dann die Feder:28 die Walze 3 in entuegengesetzter Richtung.
  • t' Um die Walzen bzw. das Band in ihrer Bewegung zu henunen, wenn das Band aufgerollt ist, ist die Walze 4 mit einem in die Seitenfläche derselben eingelassenen Anschlag 33 (Abb. 4) versehen, in welchen ein durch eine Feder beeinflußter und an dem Boden des Kastens angebrachter Sperrhaken32 in demselben Augenblick eingreift, wo das Band die Nullage einnimmt. Der Sperrhaken kann nur dann in Wirkung treten, wenn das Band diese Lage einnimmt, da der Anschlag sonst von dem Band bedeckt ist.
  • Die Benutzung der Maschine geschieht in folgender Weise: Nachdem man sich überzeugt hat, daß das Band die Nullstellung hat, dreht man die Kurbel i i, bis die Ziffer i in der Tagesö-ffnung2,i sichtbar wird, und es wird dann der Monat, der dem Tage, von welchem der Zins berechnet werden soll, entspricht, durch Drehen der Walze 13 um die Welle 37 in der Öffnung:2o eingestellt. Durch abermaliges Drehen -der Kurbel wird darauf - das gewünschte Ausgangsdatum in die Tagesöffnung vorgeschoben und die Hauptwelle 8 in ihre Arbeitslage gebracht. Man braucht dann nur die Kurbel i i zu drehen, bis der Tag bzw. der Monat, bis zu welchem der Zins berechnet werden soll, in der entsprechenden öffnung sichtbar wird, wonach der Zinsbetrag in der Öffnung ig unter dem Zinsfuß, der der Berechnung zugrunde liegt, abgelesen wird. Dadurch, daß man gleichzeitig die Tageszahl in der öffnung ig abliest, erhält man außerdem die Anzahl der Tage, die zwischen den der Berechnung zugrunde liegenden Zeitpunkten liegen. Die Arbeitsweisen wird noch einfacher, wenn man den Zins für eine gewisse Anzahl Tage wissen will. Man braucht dann nur die Walzen zu drehen, bis die bestimmte Tagesanzahl in, der Öffnung i gerscheint, und danacn den gesuchten Zinsbetrag in derselben abzulesen. Nachdem man nun den Zinsbetrag für eine Mark während der gegebenen Anzahl Tage erhalten hat, braucht man diesen nur mit der ganzen Summe, von der der Z-ins be- rechnet werden soll, zu multiplizieren.
  • Weil die eben beschriebene Maschine die Anzahl Tage, die jedem Zinsbetrage entspricht, angibt, wird es möglich, mit derselben ganz mechanisch nicht nur den Zins während eines gewissen Zeitraumes von einem gegebenen Betrage, st>ndern auch gleichzeitig die Anzahl Tage, welche diesen Zeitraum umfaßt, auszurechnen, wodurch ein zweifaches Resultat bei der Bewegung der Walzen erhalten wird. Dies bedeutet einen wesentlichen Vorteil vor den im Handel- vorkommenden Zinstabellen und den bisher bekannte-n Zinsberechnungsmaschinen, mittels welcher nur die Zinsbeträge ausgerechnet werden können. Bei der Anwendung der Tabellen muß man übrigens erst dlie Tagesanzahl ausrech,nen, ehe man die betreffenden Zinsbeträge aufsuchen kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRücHE: i. Maschine für Zeit- und Zinsberechnung mit mittelsKurbel drehbarenWalzen oder Bahnen zur Angabe der Tage, der Monate und der Zinsbeträge, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Monate und eine zweite die Tage anzeigende Walze (1-22, 13) von der Kurbelwelle (8) derart getrieben werden, daß die Tageswalze (12) bei jeder Teifdrehung der die Zinsbeträge aufnehmenden Walze oder Bahn und die Monatswalze (13) nach Vollendung einer ganzen Umdrehung durch die Tageswalze (12,) um einen Teil weitergedreht werden. :2. Eine Ausf#hrungsform der Maschine nach Anspruch i, bei der die Zinsbeträge und die Tage auf einem über zwei syrnmetrisch zu beiden Seiten der Kurbelwelle (8) angeordneten Walzen (3,4) geführten Bande (5) aufgezeichnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Bandwalze (4) und die Tageswalze (i--) von der Kurbelwelle (8) durch eine Übersetzung mit dem Übersetzungsverhältnis von i : i angetrieben und diese Übersetzungen so angeordnet sind, daß die Bandwalze (4), nicht aber die Tageswalze (1:2), durch die Verschiebung der Kurbelwelle ausgerückt werden kann, um das Band (5) unabhängig von der Kurbelwelle (8) in die Nullage zurückführen zu können, während die Monatswalze (13) oder deren Welle mit einer genügenden Anzahl Zähne und die Kurbelwelle mit einem in diese eingrejifenden Vorsprung (18) o. dgl. versehen ist, der die Monats-*walze (13#- jedesmal -um einen Zahn dreht, wenn die Kurbelwelle (8) bzw. Zeitwalze (1:2) eine Umdrehung vollendet hat. 3. Maschine nach Anspruch i und :2, dadurch, gekennzeichnet, daß die nicht von der Kurbelwefle unmittelbar bewegte, das Band tragende Walze (3) mittels eines Getriebes mit einer auf der Kurbelwelle drehbar gelagerten Hülse (29) und diese durch eine Schraubenfeder (28) mit der Kurbelwelle verbunden ist, die bei der Drehung der Kurbelwelle gespannt wird und beim Ausrücken der angetriebenen Bandwalze (4) die nicht angetriebene Walze (3) in entgegengesetzter 'Richtung dreht.
DER52221D 1919-05-19 1921-02-09 Maschine fuer Zeit- und Zinsberechnung Expired DE366048C (de)

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