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Wlaschine für Zeit- und Zinsberechnung. Die Erfindung betrifft eine
Rechenvorrichtung für Zeit- und Zinsbeträge mit mittels Kurbel drehb-aren Walzen
oder Bahnen zur Angabe der Tage, der Monate und der Zinsbeträge und besteht im wesentlichen
darin, daß eine die Monate und eine zweite die Tage angebende Walze von der Kurbel
so betrieben werden, daß bei jeder Teildrehung der die Zinsbeträge angebenden Walze
die Tageswalze und nach Vollendung einer vollständigen Umdrehung der letzteren die
Mo,-natswalze um. einen Teil weitergedreht werden. Es brauchen hierbei für die Ausführung
einer Rechnung nur zwei verschiedene Handgriffe ausgeführt bzw. zwei verschiedene
O#.gane eingestellt zu werden, nämlich die Xurbel und die Monatswalze. Diese braucht
für eine Rechnung nur einmal verstellt zu werden, alle anderen Einstellu-ngen erfolgen
von der Kurbel aus.
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Hieraus ergibt sich eine viel einfachere Bedienung als bei solchen
Rechenvorrichtungen, bei denen für die Monatsbezeichnungen und die Tage nur eine
-einzige Walze oder ein Band vorgesehen ist. Hier ist eine Einstellung der Vorrichtung
an vier verschiedenen Stellen bzw. mittels vier verschiedener Organe erforderlich.
Bei anderen Rechenvorrichtungen, mittels derer außerdem nur Zinsbeträge ermittelt
werden können, befinden sich die Zinsbeträge, Tage und Monate auf einer einzigen
Walze. Die ganze Vorrichtung erhält infolgedessen viel zu große Abmessungen und
ist zu schwierig zu handhaben.
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In der Zeichnung ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Aufsicht und Abb.:2 dieselbe Aufdicht nach Abnahme
des Deckels.
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Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie A-B und Abb,-
4 eine Einzelheit.
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In einem Kasten i mit einem Deckel:2 ist über zwei mit Zapfen drehbar
gelagerte parallele Walzen 3, 4 ein Band 5 in der Weise geführt, daß
es auf die eine Walze aufgerollt Wird, wenn es von der anderen abläuft. Dieses Band
5 ist der Länge nach. in eine Anzahl Spalten 6 eingeteilt, die mit
Ausnahme der
am weitesten links, hier jeden der 36o Tage des Zinsjahres
die Zinsbeträge von einem bestimmten Kapital, z. B. einer Mark, bei einem für jede
Spalte gegebenen Zinsfuß anzeigen. Die am weitesten links gelegene Spalte enthält
die Anzahl Tage, die dem jeweiligen Zinssatz entsprechen.
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Durch ein Zahnradgetriebe 7, 38 ist die Walze 4 mit der Hauptwelle
8 verbunden, die bei 9, io und 39 gelagert ist und an drem
äußeren Ende eine Kurbel ii trägt. Gleichachsig mit den Walzen 3, 4 sind
zu beiden Seiten der Welle 8 zwei kürzere Walzen 12, 13
auf mittels
Zapfen 35, 36 drehbar gelagerten Wellen 34 bzw. 37 angeordnet. Die
Walze 1:2 wird mittels der Zahnräder 14, 15, die die gleiche Anzahl Zähne haben,
von der Welle 8
angetrieben, führt also, wenn die Kurbel ii eine Umdrehung
macht, gleichzeitig auch eine Umdrehung aus. Auf der die Walze 13 tragenden Welle
37 ist ein gegen das Walzenende anliegendes Zahnrad 16 befestigt, in dessen
Zähne 17 -ein an der Welle 8 sitzender Stift 18 eingreifen kann, so daß das
Zahnrad 16 mit der Walze 13 jedesmal bei einer Umdrehung der Welle
8 um einen Zahn weiterbewegt wird.
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Auf der Walze 1:2 befinden sich die Ziffern der Tage von i bis
30 und auf der Walze 13
die Namen der Monate. Die Tage, die Monate
und die auf dem Bande 5 befindlichen Zinssätze mit der entsprechenden Tageszahl
werden bei der Drehung der Walzen durch in dem Deckel:2 des Kastens befindliche
öffnungen Ig, 20 und 21 sichtbar. Die öffnung ig zeigt die Zinssätze und die danebenstehende
Ziffer oder Ziffern für die Anzahl der Tage, die öffnung 2-o den Namen des Monats,
der der in der öffnung ig sichtbaren Zahl der Tage entspricht, von dem Tage an gerechnet,
von welchem ein gewisser Zins berechnet werden soll, und die Öffnung:2i das Datum
des in der Öffnung:2o sichtbaren Monats, das der in der öffnung ig sichtbaren Zahl
der Tage entspricht. Der Zinsfuß, nach dem die Zinssätze in jeder Spalte
be-
rechnet sind, befindet sich über der Öffnung ig, so daß jede Spalte
des Bandes 5 demjenigen Zinsfuß gegenübersteht, nach dem alle in dieser Spalte
aufgenommenen Werte b,prechnet sind. Diese Werte sind auf dem Band so angeordnet,
daß alle Werte, welche nach derselben Tageszahl berechnet sind, nebst der Ziffer
oder den Ziffern der entsprechenden Tageszahl gleichzeitig in der Öff-
nung
ig sichtbar werden.
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Die Übersetzungen zwischen der Hauptwelle 8 und den beiden
Walzen 4 und i?, sind so gewählt, daß, wenn das Band 5 um eine Teilung vorbewegt,
d. h. die nächstfolgende Reihe von Zinssätzen in die öffnung ig eingestellt
ist, die Tageswalze 12 auch gleichzeitig um eine Teilung gedreht ist. Ist die Tageswalze
um 3o Teilungen gedreht, d. h. hat sie eine ganze Umdrehung ausgeführt, so
hat auch die Hauptwelle 8 eine Umdrehung gemacht, und der Stift 18 greift
in das Zahnrad 16 ein und dreht die Walze 13 um eine Teilulig vor, so daß der nächste
Monat in der üffnu*ng2o und gleichzeitig dessen erster Tag in der öffnung 2 1 sichtbar
werden.
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Damit die Zinssätze, Tageusw. nach jeder Bewegung gerade vor der betreffenden
Öff-
nung stehenbleiben, ist an der die Walzen 3, 4, 1:2,
13 an einem Ende tragenden Schiene22 ein Sperrhaken:23 drehbar, der m-it
einem Stift:24 unter Einwirkung einer Feder2,5 in das Zahnrad 5 eingreift
und dieses und damit sämtliche Walzen nach jeder Drehung anhält. Obgleich die Walze
13 bei der Ausführung der Berechnungen schrittweise mit der Welle37 mitbewegt werden
soll, ist sie mit derselben nicht starr, sondern durch Reibung verbunden, derart,
daß man vor Beginn der Rechnung den Namen des Monats, von dem man beti der Zinsberechnung
ausgeht, in der öffnung2o einstellen kann. Zu diesem Zweck ist an der einen Endfläche
der Walze eine runde Scheibe26 befestigt, deren Rand durch einen Schlitz:27 im Deckel
hindurchragt, so daß die Scheibe für die Einstellung der Walze in die gewünschte
Lage leicht zugänglich ist.
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Da es im allgemeinen notwendig ist, am Anfang einer Zinsberechnung
von der Nullstellung des Bandes 5, bei der also in der öffnung igin allen
Spalten Nullen erscheinen, auszugehen, bat der Apparat eine Einrichtung zur selbsttätigen
Zurückführung des Bandes 5
in die Nullstellung. Diese Einrichtung bestellt
aus einer auf die Welle8 aufgesteckten Schraubenfeder:28 und einer Hülse:29 mit
Zahnrad 30, das von einem auf der Walze 3
sitzenden ZahnradV angetrieben
wird. Die Feder28 ist mit ihrem einen Ende an der Welle8 und mit ihrem anderen Ende
an der Hülse 29 befestigt und wird infolgedessen gespannt, wenn die Welle
8 und die Walzen gedreht werden, um die gesuchten Zinsbeträge usw. in die
öffnungen zu bringen, da sich die Hülse:29 und die Welle 8 dann in entgegengesetzter
Richtung drehen. Soll das Band in die Nullage zurückgeführt werden, werden die beiden
Zahnräder 7 und 38 außer Eingriff miteinander gebracht. Zu diesem
Zweck ist die Welle 8 verschiebbar, und es dreht dann die Feder:28 die Walze
3 in entuegengesetzter Richtung.
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t' Um die Walzen bzw. das Band in ihrer Bewegung zu henunen, wenn
das Band aufgerollt ist, ist die Walze 4 mit einem in die Seitenfläche derselben
eingelassenen Anschlag
33 (Abb. 4) versehen, in welchen ein
durch eine Feder beeinflußter und an dem Boden des Kastens angebrachter Sperrhaken32
in demselben Augenblick eingreift, wo das Band die Nullage einnimmt. Der Sperrhaken
kann nur dann in Wirkung treten, wenn das Band diese Lage einnimmt, da der Anschlag
sonst von dem Band bedeckt ist.
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Die Benutzung der Maschine geschieht in folgender Weise: Nachdem man
sich überzeugt hat, daß das Band die Nullstellung hat, dreht man die Kurbel i i,
bis die Ziffer i in der Tagesö-ffnung2,i sichtbar wird, und es wird dann der Monat,
der dem Tage, von welchem der Zins berechnet werden soll, entspricht, durch Drehen
der Walze 13 um die Welle 37 in der Öffnung:2o eingestellt. Durch abermaliges
Drehen -der Kurbel wird darauf - das gewünschte Ausgangsdatum in die
Tagesöffnung vorgeschoben und die Hauptwelle 8 in ihre Arbeitslage gebracht.
Man braucht dann nur die Kurbel i i zu drehen, bis der Tag bzw. der Monat, bis zu
welchem der Zins berechnet werden soll, in der entsprechenden öffnung sichtbar wird,
wonach der Zinsbetrag in der Öffnung ig unter dem Zinsfuß, der der Berechnung zugrunde
liegt, abgelesen wird. Dadurch, daß man gleichzeitig die Tageszahl in der öffnung
ig abliest, erhält man außerdem die Anzahl der Tage, die zwischen den der Berechnung
zugrunde liegenden Zeitpunkten liegen. Die Arbeitsweisen wird noch einfacher, wenn
man den Zins für eine gewisse Anzahl Tage wissen will. Man braucht dann nur die
Walzen zu drehen, bis die bestimmte Tagesanzahl in, der Öffnung i gerscheint, und
danacn den gesuchten Zinsbetrag in derselben abzulesen. Nachdem man nun den Zinsbetrag
für eine Mark während der gegebenen Anzahl Tage erhalten hat, braucht man diesen
nur mit der ganzen Summe, von der der Z-ins be-
rechnet werden soll, zu multiplizieren.
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Weil die eben beschriebene Maschine die Anzahl Tage, die jedem Zinsbetrage
entspricht, angibt, wird es möglich, mit derselben ganz mechanisch nicht nur den
Zins während eines gewissen Zeitraumes von einem gegebenen Betrage, st>ndern auch
gleichzeitig die Anzahl Tage, welche diesen Zeitraum umfaßt, auszurechnen, wodurch
ein zweifaches Resultat bei der Bewegung der Walzen erhalten wird. Dies bedeutet
einen wesentlichen Vorteil vor den im Handel- vorkommenden Zinstabellen und den
bisher bekannte-n Zinsberechnungsmaschinen, mittels welcher nur die Zinsbeträge
ausgerechnet werden können. Bei der Anwendung der Tabellen muß man übrigens erst
dlie Tagesanzahl ausrech,nen, ehe man die betreffenden Zinsbeträge aufsuchen kann.