DE366538C - Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel - Google Patents

Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel

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DE366538C
DE366538C DER41251D DER0041251D DE366538C DE 366538 C DE366538 C DE 366538C DE R41251 D DER41251 D DE R41251D DE R0041251 D DER0041251 D DE R0041251D DE 366538 C DE366538 C DE 366538C
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B31/00Fishing for or freeing objects in boreholes or wells
    • E21B31/12Grappling tools, e.g. tongs or grabs
    • E21B31/18Grappling tools, e.g. tongs or grabs gripping externally, e.g. overshot

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 6. JANUAR 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 a GRUPPE
(R 41251 VIl5 a)
Anton Raky in Berlin.
Fangvorrichtung für Bohrgestänge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefügtem
gekrümmten Fangflügel.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. September 1914 ab.
Zum Auffangen und Wiederherausziehen von im Bohrloch steckengebliebenen Meißeln 'oder abgebrochenen Bohrgestängen benutzt man eine Fangvorrichtung in Gestalt eines Hakens. Dieser Haken ist aus einem schmiedeeisernen, zumeist vierkantigen Stab gebogen. Das Erfassen eines im Bohrloch sitzenden Gestänges o. dgl. mittels eines solchen Hakens ist schwierig, außerdem zerbricht der Haken leicht, wenn erhebliche Kräfte zu überwinden sind, wie das bei längeren Gestängeteilen und bei festgeklemmtem Meißel zumeist der Fall zu sein pflegt.
Die neue Fangvorrichtung soll gegen
Bruchgefahr möglichst gesichert sein, und sie soll außerdem das Erfassen des im Bohrloch sitzenden Gestängeteiles erleichtern. Die Fangvorrichtung besteht aus einem flügelartigen Teil, der in die Ebene abgewickelt am besten die Form eines Dreiecks zeigt, dessen eine Seite an dem Schaft anschließt. An der unteren annähernd wagerechten Dreieckseite befindet sich eine vorspringende Rippe. ίο Der ganze Flügel ist nach innen, d. h. nach der Seite der Rippe zu, gekrümmt. Das von dem Flügel erfaßte Gestänge wird bei entsprechender Drehung des Fängers nach dem Schaft hin verschoben und dort alsdann festgehalten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung dargestellt. Abb. 1 zeigt eine Seitenansicht, Abb. 2 einen Grundriß mit teilweisem Schnitt, Abb. 3 eine Abwicklung.
Abb. 3 läßt deutlich erkennen, daß ein in der Abwicklung dreieckiger Flügel a an einem Schaft b sitzt. Die Teile α und b bilden zweckmäßig ein zusammenhängendes Schmiede- oder Gußstück. Der Schaft b setzt sich nach oben beliebig weit fort und wird, in an sich bekannter Weise an einem Gestänge befestigt, in das Bohrloch hineingeführt.
An der unteren Kante des Flügels sitzt eine Rippe c, und man erkennt aus Abb. 1, daß diese Rippe nach dem Schaft hin etwas geneigt ist, derart, daß der Teil c' mit einem stufenartigen Teil c" in den niedriger gelegenen Teil c3 übergeht.
An dem dreieckigen Flügel α kann noch ein Verlängerungsstück d durch Schraube e o. dgl. befestigt werden. Hierdurch wird es ermöglicht, das gleiche Werkzeug für verschieden starke Bohrlöcher anzuwenden. In der Grundrißabb. 2 deutet der ausgezogene Kreis r ein Bohrloch an, für welches der Flügel α paßt, während punktiert ein größeres Bohrloch r' angedeutet ist, in welches das Werkzeug hineinpaßt, nachdem der Verlängerungsflügel d angesetzt ist.
Die ursprüngliche Lage eines abgebrochenen Gestänges ist punktiert bei g- in Abb. 2 angedeutet. Nachdem der Flügel a in dem Bohrloch so weit niedergelassen ist, daß j er unter einen Vorsprung des Gestänges, zu- i meist unter eine Muffe, greifen kann, wird der Flügel mit Hilfe des Gestänges b rechts herumgedreht. Es schiebt sich dann das Gestange g an der Fläche des Flügels entlang, bis es in die Stellung g' gelangt, wo die Gestängemuffe von der entsprechend geformten Rippe c3 sicher festgehalten wird, so daß das Herausziehen erfolgen kann. Bei g2 ist noch ein Gestänge angedeutet in einer solchen Lage, daß es zunächst von der Flügelverlängerung d erfaßt und allmählich nach der Stelle g' hin befördert werden kann.
Wie Abb. 1 und 3 erkennen lassen, ist das Gestänge mit einer Höhlung h versehen, und es ist an dem Flügel α vorbei auch nach unten hin entwickelt. Durch die Höhlung hindurch kann man noch ein besonderes schwaches Gestänge in das Bohrloch hinunter leiten. Mit dem aus dem Gestänge g unten herausragenden Teil kann man dann gut vorsondieren, um die Lage des im Bohrloch steckenden Gestänges, Meißels 0. dgl. nach Möglichkeit schon festzustellen, ehe der eigentliche Fänger α entsprechend weit heruntergelassen wird. Ebenso kann man durch die Höhlung hindurch eine Spülung bewirken, was bei manchen Gebirgsarten von großer Bedeutung sein kann. Es ist bisweilen notwendig, ein Gestänge an der Bruchstelle erst frei zu spülen, ehe der Fänger an diese Stelle überhaupt herankommen kann. Ebenso ist es bisweilen notwendig, einen Meißel, der sich festgesetzt hat, frei zu spülen. Der Gestängebruch kann sich dann um ein erhebliches Stück über dem Meißel befinden. In solchen Fällen ist es möglich, eine solche Verlängerung des Hohlgestänges b unterhalb des Fängerflügels α anzubringen, daß mittels der Verlängerung unten an der Meißelstelle oder an einer anderen fest- go sitzenden Stelle durch kräftigen Wasserstrahl gespült wird, während der Flügel α das Gestänge schon zum Herausheben erfaßt hat. Sobald dann die Spülung die Lösung bewirkt, wird die Hebung möglich.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Fangvorrichtung für Bohrgestänge
u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefügtem gekrümmten Fangflügel, dadurch gekennzeichnet, daß der gekrümmte Flügel (a) in gestreckter Lage eine Dreiecksform hat und mit einem rippenartigen Vorsprung (c) versehen ist.
2. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (b) mit der Höhlung (h) versehen ist, so daß durch die Höhlung hindurch ein kleineres Gestänge geführt oder das Spülwasser geleitet werden kann.
3. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel (σ) durch ein gekrümmtes Stück (d) zu verlängern ist und dadurch für Bohrlöcher größeren Durchmessers benutzbar wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DER41251D 1914-09-05 1914-09-05 Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel Expired DE366538C (de)

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DER41251D DE366538C (de) 1914-09-05 1914-09-05 Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel
CH92901D CH92901A (de) 1914-09-05 1920-11-06 Fangvorrichtung für bei Tiefbohrungen verwendete Bohrgestänge und dergleichen mit einem Schaft und angefügtem gekrümmtem Fangflügel.

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