DE366538C - Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel - Google Patents
Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten FangfluegelInfo
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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- E21B31/12—Grappling tools, e.g. tongs or grabs
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 6. JANUAR 1923
AM 6. JANUAR 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 a GRUPPE
(R 41251 VIl5 a)
Anton Raky in Berlin.
Fangvorrichtung für Bohrgestänge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefügtem
gekrümmten Fangflügel.
Zum Auffangen und Wiederherausziehen von im Bohrloch steckengebliebenen Meißeln
'oder abgebrochenen Bohrgestängen benutzt man eine Fangvorrichtung in Gestalt eines
Hakens. Dieser Haken ist aus einem schmiedeeisernen, zumeist vierkantigen Stab gebogen.
Das Erfassen eines im Bohrloch sitzenden Gestänges o. dgl. mittels eines solchen Hakens
ist schwierig, außerdem zerbricht der Haken leicht, wenn erhebliche Kräfte zu überwinden
sind, wie das bei längeren Gestängeteilen und bei festgeklemmtem Meißel zumeist der Fall
zu sein pflegt.
Die neue Fangvorrichtung soll gegen
Bruchgefahr möglichst gesichert sein, und sie soll außerdem das Erfassen des im Bohrloch
sitzenden Gestängeteiles erleichtern. Die Fangvorrichtung besteht aus einem flügelartigen
Teil, der in die Ebene abgewickelt am besten die Form eines Dreiecks zeigt, dessen
eine Seite an dem Schaft anschließt. An der unteren annähernd wagerechten Dreieckseite
befindet sich eine vorspringende Rippe. ίο Der ganze Flügel ist nach innen, d. h. nach
der Seite der Rippe zu, gekrümmt. Das von dem Flügel erfaßte Gestänge wird bei entsprechender
Drehung des Fängers nach dem Schaft hin verschoben und dort alsdann festgehalten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung dargestellt. Abb. 1
zeigt eine Seitenansicht, Abb. 2 einen Grundriß mit teilweisem Schnitt, Abb. 3 eine Abwicklung.
Abb. 3 läßt deutlich erkennen, daß ein in der Abwicklung dreieckiger Flügel a an einem
Schaft b sitzt. Die Teile α und b bilden zweckmäßig ein zusammenhängendes
Schmiede- oder Gußstück. Der Schaft b setzt sich nach oben beliebig weit fort und
wird, in an sich bekannter Weise an einem Gestänge befestigt, in das Bohrloch hineingeführt.
An der unteren Kante des Flügels sitzt eine Rippe c, und man erkennt aus Abb. 1, daß
diese Rippe nach dem Schaft hin etwas geneigt ist, derart, daß der Teil c' mit einem
stufenartigen Teil c" in den niedriger gelegenen
Teil c3 übergeht.
An dem dreieckigen Flügel α kann noch ein
Verlängerungsstück d durch Schraube e o. dgl. befestigt werden. Hierdurch wird es ermöglicht,
das gleiche Werkzeug für verschieden starke Bohrlöcher anzuwenden. In der Grundrißabb. 2 deutet der ausgezogene
Kreis r ein Bohrloch an, für welches der Flügel α paßt, während punktiert ein größeres
Bohrloch r' angedeutet ist, in welches das Werkzeug hineinpaßt, nachdem der Verlängerungsflügel
d angesetzt ist.
Die ursprüngliche Lage eines abgebrochenen Gestänges ist punktiert bei g- in
Abb. 2 angedeutet. Nachdem der Flügel a in dem Bohrloch so weit niedergelassen ist, daß j
er unter einen Vorsprung des Gestänges, zu- i meist unter eine Muffe, greifen kann, wird
der Flügel mit Hilfe des Gestänges b rechts herumgedreht. Es schiebt sich dann das Gestange
g an der Fläche des Flügels entlang, bis es in die Stellung g' gelangt, wo die Gestängemuffe
von der entsprechend geformten Rippe c3 sicher festgehalten wird, so daß das
Herausziehen erfolgen kann. Bei g2 ist noch ein Gestänge angedeutet in einer solchen
Lage, daß es zunächst von der Flügelverlängerung d erfaßt und allmählich nach der
Stelle g' hin befördert werden kann.
Wie Abb. 1 und 3 erkennen lassen, ist das Gestänge mit einer Höhlung h versehen, und
es ist an dem Flügel α vorbei auch nach unten hin entwickelt. Durch die Höhlung hindurch
kann man noch ein besonderes schwaches Gestänge in das Bohrloch hinunter leiten. Mit
dem aus dem Gestänge g unten herausragenden Teil kann man dann gut vorsondieren,
um die Lage des im Bohrloch steckenden Gestänges, Meißels 0. dgl. nach Möglichkeit
schon festzustellen, ehe der eigentliche Fänger α entsprechend weit heruntergelassen
wird. Ebenso kann man durch die Höhlung hindurch eine Spülung bewirken, was bei
manchen Gebirgsarten von großer Bedeutung sein kann. Es ist bisweilen notwendig, ein
Gestänge an der Bruchstelle erst frei zu spülen, ehe der Fänger an diese Stelle überhaupt
herankommen kann. Ebenso ist es bisweilen notwendig, einen Meißel, der sich festgesetzt
hat, frei zu spülen. Der Gestängebruch kann sich dann um ein erhebliches Stück über dem
Meißel befinden. In solchen Fällen ist es möglich, eine solche Verlängerung des Hohlgestänges
b unterhalb des Fängerflügels α anzubringen, daß mittels der Verlängerung unten
an der Meißelstelle oder an einer anderen fest- go sitzenden Stelle durch kräftigen Wasserstrahl
gespült wird, während der Flügel α das Gestänge schon zum Herausheben erfaßt hat.
Sobald dann die Spülung die Lösung bewirkt, wird die Hebung möglich.
Claims (3)
1. Fangvorrichtung für Bohrgestänge
u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefügtem gekrümmten Fangflügel, dadurch
gekennzeichnet, daß der gekrümmte Flügel (a) in gestreckter Lage eine Dreiecksform
hat und mit einem rippenartigen Vorsprung (c) versehen ist.
2. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft
(b) mit der Höhlung (h) versehen ist, so daß durch die Höhlung hindurch ein kleineres
Gestänge geführt oder das Spülwasser geleitet werden kann.
3. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel
(σ) durch ein gekrümmtes Stück (d) zu verlängern ist und dadurch für Bohrlöcher
größeren Durchmessers benutzbar wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER41251D DE366538C (de) | 1914-09-05 | 1914-09-05 | Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel |
| CH92901D CH92901A (de) | 1914-09-05 | 1920-11-06 | Fangvorrichtung für bei Tiefbohrungen verwendete Bohrgestänge und dergleichen mit einem Schaft und angefügtem gekrümmtem Fangflügel. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER41251D DE366538C (de) | 1914-09-05 | 1914-09-05 | Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE366538C true DE366538C (de) | 1923-01-06 |
Family
ID=7406305
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER41251D Expired DE366538C (de) | 1914-09-05 | 1914-09-05 | Fangvorrichtung fuer Bohrgestaenge u. dgl., bestehend aus einem Schaft mit angefuegtem gekruemmten Fangfluegel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH92901A (de) |
| DE (1) | DE366538C (de) |
-
1914
- 1914-09-05 DE DER41251D patent/DE366538C/de not_active Expired
-
1920
- 1920-11-06 CH CH92901D patent/CH92901A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH92901A (de) | 1922-02-01 |
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