DE366832C - Melkmaschine, deren doppelwandige Melkbecher durch einen einzigen allen vier Melkbechern gemeinsamen Unterbrecher abwechselnd mit Unterdruck und Atmosphaere beschickt werden - Google Patents

Melkmaschine, deren doppelwandige Melkbecher durch einen einzigen allen vier Melkbechern gemeinsamen Unterbrecher abwechselnd mit Unterdruck und Atmosphaere beschickt werden

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DE366832C
DE366832C DEW43757D DEW0043757D DE366832C DE 366832 C DE366832 C DE 366832C DE W43757 D DEW43757 D DE W43757D DE W0043757 D DEW0043757 D DE W0043757D DE 366832 C DE366832 C DE 366832C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Percussion Or Vibration Massage (AREA)

Description

366S32
Es sind bereits Melkmaschinen bekannt, deren Melkbecher während des Betriebes gewisse Eigenbewegungen in vertikaler Richtung gegen das Euter ausführen; es sind ferner bestimmte Unterbrecher für Melkmaschinen bekannt, die aus einem oder zwei horizontal liegenden Zylindern bestehen, in denen zwei oder mehr Kolben von verhältnismäßig erheblichem Gewicht durch den Druckunterschied gespannter Luft oder durch die Kraft einer starken Feder oder durch beides mit großer Gewalt hin und her geschleudert werden, so daß sie an den Enden der Zylinder mit kräftig hörbarem.Ruck anschlagen und — bei einer frei schwebenden Aufhängung dieser Unterbrecher an einem oder mehreren Schläuchen — duroh die kräftigen ruckweisen Kolbenbewegungen alsbald in eine pendelnde, schwingende Eigenbewegung* geraten.
Durch die vorliegende Erfindung werden nun die an sich bekannten Melkbecher und Unterbrecher mit ihren gleichfalls bekannten Eigenbewegungen durch eine besondere neue Anordnung vereinigt zu einem neuen Ganzen, wobei sich für die Melkmaschine eine neue überraschende, sehr günstige Wirkung ergibt. Die neue Anordnung der an sich bekannten Einzelheiten besteht darin, daß einerseits die Milchsammelkapsel, anderseits der Unterbrecher von der erwähnten bekannten Bauart im Betriebe ungefähr im Mittelpunkte unter den vier Melkbechern an elastischen biegsamen Schläuchen aufgehängt sind, so zwar, daß Milchsammelkapsel und Unterbrecher freischwebend unter den Melkbechern hängen, während dieMilohsammelleitung zurEntleerung der Sammelkapsel und die Vakuumleitung zum Betriebe des Unterbrechers ungefähr in horizontaler Richtung an den freihängenden Unterbrecher bzw. an die Sammelkapsel angeschlossen sind und diese in ihrem freien Hang und in ihren alsbald nach Betriebsbeginn einsetzenden schwingenden und pendelnden Bewegungen in keiner Weise behindern. Bei dieser neuartigen Anordnung ergibt sich für den Melkbetrieb der ganz eigenartig überraschende" Erfolg, daß die er- · wähnten Eigenbewegungen von Melkbechern und Unterbrecher, unterstützt durch das beträchtliche Eigengewicht dieser Teile eine sehr wirksame, massierende Wirkung auf das Kuheuter ausüben, die die Erreichung· des angestrebten Zweckes, nämlich des vollständigen Ausmelkens der Kühe, sichert.
Es sind Einrichtungen bekannt, mit denen auf andere viel umständlichere Weise ein ähnlicher Erfolg bezweckt wird. Dies betrifft besonders jene Melkbecherausführungen, in deren unteres Ende je ein besondere, durch eine Stahlkugel und Stempel gebildeter Unterbrecher eingebaut ist. Die Stahlkugel bewegt sich im Betriebe auf und ab und bewirkt durch ihre Erschütterungen in geringfügigem Maße ein Auf- und Niederwippen der Melkbecher. Diese Ausführung unterscheidet sich durch ihre ganze Bauart, aber auch durch ihre ziemlich geringfügige Wirkung völlig von der vorliegenden Anordnung. Es unterscheiden sich endlich von ihr auch andere bekannte Einrichtungen, so beispielsweise Anordnungen, bei denen Milchsammelkapsel und Unterbrecher in einem Stück vereinigt unter dem Melkbecher angebracht sind, weil einerseits die elastische Verbindung der vereinigten Sammelkapsel und Unterbrecher mit den Melkbechern in Form von elastischen biegsamen Schläuchen, anderseits die unbedingt notwendige Eigenbewegung· der Unterbrecher in Form eines horizontalen Pendels und Schwingens fehlt. Auch steht es bei diesen bekannten Anordnungen durchaus nicht fest, ob die dort angewendeten Melkbecher die gleiche Eigenschaft besitzen wie die hier angewendeten, nämlich während des Betreibens des Melkens kleine Eigenbewegungen in vertikaler Richtung gegen das Euter auszuüben.
Die Abb. ι und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel.
Abb. ι zeigt eine Zusammenstellung der Melkmaschine mit .einer Teilansicht des Milchsammelgefäßes.
Abb. 2 veranschaulicht zwei Melkbecher, die Milchsammeikapsel und den Unterbrecher im Schnitt; das Milchsammeigefäß ist hier ganz weggelassen,
Das Milchsammelgefäß 2 steht beim Melkbetriebe auf dem Stallboden neben der Kuh. Die durch die Melkbecher aus dem Kuheuter ermolkene Milch wird durch Schläuche in die • Milchsammelkapsel 8 geleitet und ,von hier durch den Hauptmilchschlauch 1 und den Absperrhahn 3 in das Milchsammelgefäß 2 abgeführt. Durch 'den Schlauchanschluß bei dem Absperrhahn 4 wird das Milchsammelgefäß 2 und das Innere der Melkbecher evakuiert.
Die Melkbecher, die sich an den Zitzen der Kuh festsaugen, bestehen aus metallenen Röhren f, in welche j e ein Gummistrutnpf g eingesetzt ist. In den unteren Teil jedes Gummistrumpf es g wird ein Metallkelch c eingesteckt, der einen luftdichten Abschluß zwischen dem äußeren Metallrohr f, dem Gummistrumpf g und dem eingesetzten Metallkelch c herstellt. Die Metallkelche c sind durch kurze Schläuche mit der Milchsammelkapsel 8 verbunden. Seitlich an den äußeren MetallröÜiren f sind kleine Rohrstutzen h befestigt, die zum Aufstecken von elastischen biegsamen Gummischläuchen 6 dienen. Auf die unteren Enden dieser Gummischläuche 6 ist der Unterbrecher 5 aufgesteckt, der sein Betriebsmittel (Unterdruck) durch den frei hängenden, ungefähr horizontal liegenden Schlauch 7 erhält.
Im Betriebe erfolgen nun bei den Melkbechern zunächst gewisse vertikale Bewegungen, die sich ohne weiteres aus der Wirkungsweise der Melkbecher ergeben. Im Innern des Gummistrutnpf es g und der Metallkelche c herrscht ständig ein bestimmter Unterdruck, durch den die Zitzen α und b im Innern des Gummistrumpfes festgehalten werden. In den Zwischenräumen zwischen dem dünnwandigen Teil des Gummistrumpfes g und der äußeren Metallhülse/ dagegen, das sind also die Hohlräume d und e, wird durch die Tätigkeit des Unterbrechers 5 abwechselnd Atmosphäre und dann wieder Unterdruck erzeugt. Dies hat zur Folge, daß beim Eintritt von Atmosphäre in diese Zwischenräume (AM>. 2e) der dünnwandigeTeil des Gummistrumpf es zusammen mit der Zitze zusammengepreßt wird. Dabei ergibt sich eine Bewegung des ganzen Melkbechers in vertikaler Richtung gegen das Euter zu. Diese Eigenbewegung der Melkbecher, die paarweise abwechselnd mit Unterdruck und Atmosphäre beschickt werden, so daß in der gleichen Zeit zwei Melkbecher Atmosphäre erhalten, während die beiden anderen in ihren Hohlräumen d evakuiert sind, wird gemäß der vorliegenden Erfindung zusammen mit anderen Mitteln benutzt, um die neue Wirkung .einer massierenden Bewegung der Vorrichtung zu erzielen. Das zweite Mittel zur Erzielung dieser pendelnden schwingenden Bewegung der Vorrichtung nietet die Bauart und Wirkungsweise des Unterbrechers. Dieser kann nach verschiedenen bekannten Ausführungen ausgebildet sein und besteht im wesentlichen aus zwei Zylindem, die untereinander und mit den Schlauchstutzen durch verschiedene Bohrungen vertuiiden sind und in denen zwei Kolben mit großer Kraft in horizontaler Richtung hin und her geschleudert "werden. Diese kräftigen Kollbenstöße fallen zeitlich vollständig mit den erwähnten Eigenbewegungen der Melkbecher zusammen und erzeugen alsbald nach Melkbeginn zunächst bei dem Unterbrecher die eingangs geschilderten pendelnden Eigenbewegungen, die verstärkt werden durch das nicht unbeträchtliche Gewicht des Unterbrechers und sehr bald1 regelmäßig pendelnde Bewegungen der ganzen Vorrichtung, die an den Zitzen der Kuh hängt, ergeben. Die go Folge dieser !Schwingungen, die in Abb. 2 nur in ihrem Anfangsstadium angedeutet .sind durch die Linien A-C und B-C, sind massierende Einwirkungen auf das Euter, die für den angestrebten Erfolg, nämlich das vollständige Ausmelken des Kuheuters durch die Maschine, von sehr erheblicher Bedeutung sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: . 1o°
    Melkmaschine, deren doppelwandige Melkbecher durch einen einzigen, allen vier Melkbechern gemeinsamen Unterbrecher abwechselnd mit Unterdruck und Atmosphäre beschickt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinen Eigenbewegungen der Melkbecher und die Eigenbewegungen des Unterbrechers sowie das Gewicht des Unterbrechers regelmäßige Schwingungen der ganzen an den Zitzen der Kuh hängenden Vorrichtung erzeugen, die eine massierende Wirkung auf das Kuheuter ausüben und dadurch den Melkvorgang und das Ausmelken befördern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEW43757D Melkmaschine, deren doppelwandige Melkbecher durch einen einzigen allen vier Melkbechern gemeinsamen Unterbrecher abwechselnd mit Unterdruck und Atmosphaere beschickt werden Expired DE366832C (de)

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