DE367115C - Halterelais, insbesondere fuer elektrische Kassensicherungen - Google Patents

Halterelais, insbesondere fuer elektrische Kassensicherungen

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DE367115C
DE367115C DEB102940D DEB0102940D DE367115C DE 367115 C DE367115 C DE 367115C DE B102940 D DEB102940 D DE B102940D DE B0102940 D DEB0102940 D DE B0102940D DE 367115 C DE367115 C DE 367115C
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05G—SAFES OR STRONG-ROOMS FOR VALUABLES; BANK PROTECTION DEVICES; SAFETY TRANSACTION PARTITIONS
    • E05G1/00—Safes or strong-rooms for valuables
    • E05G1/10—Safes or strong-rooms for valuables with alarm, signal or indicator

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  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Halterelais, insbesondere für elektrische Kassensicherungen. Durch die Patentschriften 285478 und 326875 sind elektrische Kassensicherungseinrichtungen bekannt geworden, bei denen Relais durch starke Vormagnetisierung befähigt werden, ihre von. den Elektromagnetkernen angezogenenAnker hernach mit Strom von nur ganz geringer Stärke festzuhalten.
  • Durch die Tagespresse ist .die Entdeckung einer neuen elektrischen Anziehungswirkung zwischen Metallen und. sogenannten elektrischen Halbleitern bekannt geworden, bei welcher - allerdings - wie Versuche ergeben haben - eine noch weit geringere Stromstärke zur Festhaltung des Halbleiters am Metall, ja sogar eines Halbleiters an einem anderen Halbleiter genügt, indessen keinerlei Fernwirkung, sondernnureine ausgesprochene Klubwirkung in Frage kommt. Beide vorbeschriebenen Wirkungen lassen sich nun aber - und dieses ist Gegenstand vorliegender Erfindung - vorteilhaft zu einer einzigen vereinigen, derenAnwendungsmöglichkeit in bezug auf elektrische Kassensicherungszwecke besonders günstig erscheint. .
  • In .der beiliegenden Zeichnung (Abb. i bis d:) sind Ausführungsformen der neuen Relaisausführung veranschaulicht, und es sei dieselbe an Hand der Darstellungen hier näher beschrieben: Abb. i zeigt ein Halterelais R, mit Vormagnetisierungs- und Alarmbatterie B,, Vormagnetisierungstaste T sowie mit dem neuen Klebkontakt K, und einem Alarmrelaiskontakt h=. Das Relais R, ist in gleicher Weise mit einer Ruhestromquelle B.., einem ErschütterungskontaktV und einem hohen Vorschalt-,viderstande W zusammengeschaltet wie laut Patentschrift 285478. Im Lokalstromkreise des Relais R, liegt ein mittels Ausschalters A abschaltbarer Alarmwecker G.
  • Die Wirkungsweise der neuen Einrichtung laut Abb. i ist die folgende: Wird Taste T gedrückt, so fließt Strom vom ----Pole der Batterie B, über Kontakt 3 der Taste T, Leitung 5, Wicklung 6 von R, und zurück zum --Pole von B,. Das Relais R, zieht seinen Anker an und schließt nun den Kontakt Isl @d. h. der Anker des, Relais R, legt die beiden aus elektrischen Halbleitern oder einem solchen und einem Metall bzw. sonstigen Volleiter bestehenden Platten P" P, möglichst großer evt1. gewellter Oberfläche aneinander. Sobald' nun die Platten PI und P. einander berühren, tritt auch die Batterie B, in Tätigkeit, und es fließt Strom vom +-Pole derselben über den Erschütterungskontakt V, den selbsttätigen Feuermeldekontakt Z, Leitung i o, Erde 7, Erde 8, Leitung 9, ebenfalls durch die Wicklung 6 von R" Anker i i, Platte P.., Platte P" Leitung 12 und über \'orschaltwiderstand W zurück« zum --Pole von B- Dieser Strom besitzt, insbesondere wenn beide PlattenP" P: aus Halbleitern bestehen, nur eine äußerst geringe, nach Hunderttausendsteln eines Ampere zählende Stärke, ruft aber zwischen den Berührungsflächen von P, P. eine erhebliche' Klebwirkung hervor, welche um so größer ist, je größer und vollkommener die Berührungsmöglichkeit zwischen P, und P, ist. Außerdem wirkt derselbe Strom aber auch noch magnetisierend auf den Kern von R, und hält hier einen ebenfalls erheblichen Teil der Vormagnetisierung auch dann noch aufrecht, wenn durch Loslassen der Taste T der Vormagnetisierungskontakt 3 wieder geöffnet wird. Beide Wirkungen, der zurückgehaltene Magnetismus des Kernes von R, und die Klebwirkung zwischen P, und P2 vereinigen sich nun zu einer gemeinsamen Festhaltungskraft, lediglich aufrechterhalten durch den minimalen Haltestrom aus Batterie B2, welcher unter Umständen durch Einschalten eines Vorschaltwiderstandes W - als welcher wieclerum ein Halbleiter (Schieferstift o. dgl.) verwendbar ist - noch weiter abgeschwächt werden kann.
  • Wird dieser Haltestrom aber an irgendeiner Stelle, z. B. durch Betätigung eines Erschütterungskontaktes (an Kassentür, Geldschrank o. dgl. befindlich) unterbrochen, so hört naturgemäß sowohl die Klebwirkung zwischen P, und P2 sowie die elektromagnetische bzw. remanent-magnetische Zugwirkung des Kernes von R, auf den Anker i i im gleichen Augenblicke auf und der Anker i i wird unter Wirkung einer Abreißfeder 13 vom Kerne des Relais R, abgerissen. Hierbei wird die Berührung zwischen P, und P2 aufgehoben und der Kontakt K2 bzw. der Stromkreis der Batterie B, über den Alarmwecker G geschlossen.
  • Außer durch Stromunterbrechung kann die Wiedertrennung der Berührung zwischen P, und P. bzw. das Abfallen des Ankers i i naturgemäß aber auch durch gar zu weit gehende Schwächung des Haltestromes veranlaßt werden, wie solche z. B. durch entsprechend kräftigen Nebenschluß herbeigeführt werden kann.
  • Ein Beispiel hierfür stellt Abb. 2 dar. Hier ist die Batterie B, oder sonstige Stromquelle in einem Panzerschranke S untergebracht, welcher auf einer ihn gegen Erde isolierenden Unterlage U ruht oder mit einer isolierten Metallumkleidung L umgeben ist. Der +-Pol der Batterie BZ ist mit einem die Wand oder Tür des Panzerschrankes isoliert durchsetzenden und mit einem elektrischen Leiter oder Halbleiter M verbundenen Bolzen D verbunden, während der --Pol mit dem Metall des Panzerschrankes oder der Umkleidung L und ferner durch eine mit demselben verbundene Leitung 15 (punktiert angedeutet) mit der Relaisschaltung (Abb. i) in Verbindung befindlich gedacht ist. Die Ableitung. des +-Pales zur Erde ist als über einen mit dem Halbleiter M in Berührung gebrachten und über Leitung 16 geerdeten zweiten Leiter oder Halbleiter N bewerkstelligt gedacht. (Die Batterie B., Abb. i, Kontakte V, Z und Leitung io sind-hierbei nicht vorhanden.) Der Haltestrom würde in,diesem Falle über Leitung 16 (Abb. 2), Erde, Erde 8 und. Leitung 9 (Abb. i) usw., wie vorher, dagegen über Leitung 15 und das. Metall des Panzerschrankes S zum Pole von Bz (Abb. 2) zurückfließen.
  • Würde nun jemand, auf dem geerdeten Boden E stehend, durch Berührung des Panzerschrankes S diesen ebenfalls erden, so wird der Stromkreis der Batterie B, (Abb. 2) in sich mehr oder weniger kurzgeschlossen, der Strom in der Wicklung von R1 (Abb. i) bzw. zwischen P, P, wird unterbunden, und es erfolgt wiederum Trennung zwischen P,_ und P= bzw. Schließung des Alarmkontaktes K, An Stelle des Widerstandes W der Abb. i dient bei Abb. 2 der aus Halbleitern bzw. aus einem Leiter und einem Halbleiter M. N lösbar zusammengesetzte gemeinsame Widerstand zur Stromabschwächung- und vertritt in diesem Falle gleichzeitig den Erschütterungskontakt V (Abb. i) noch mit. Besteht M aus einem Halbleiter, N aus einem Volleiter, und ist die Anordnung so getroffen, daß durch die Klebkraft des zwischen beiden übergehenden Haltestromes gerade eben noch beide zusammengehalten werden, so muß bei Erschütterung des Panzerschrankes S der Vollleiter N abfallen, wodurch der Haltestrom unterbrochen werden würde. Außerdem aber @muß der Volleiter N auch noch nach jeder Verbindung des Schrankes S mit Erde ebenfalls abfallen, weil in diesem Falle laut vorstehendem durch den Anker des Relais R,. der Haltestrom alsdann unterbrochen wird, mithin auch die Klebkraft zwischen M und N ihr Ende findet, sobald die Verbindung des Schrankes S mit Erde wider beseitigt ist. Letzterer Vorgang ist allerdings für die Wirkungsweise der Sicherungseinrichtung bedeutungslos.
  • In Abb. 3 und q. ist eine besonders günstige Ausführungsform des Relais R, der Abb. i dargestellt. Hier ist die eine Klebfläche m mit dem Anker b des Relais R zu einem Ganzen vereinigt, desgleichen die Gegenklebfläche c mit dem Mantel d des Relais. Wie bei allen elektromagnetischen Relais muß auch hier eine direkte Berührung zwischen dem Eisen des. Ankers b und dem des Kernes c zur Verineidung des Aneinanderhaftenbleibens infolge etwaigen remanenten Eigenmagnetismus des Eisens vermieden werden, dagegen müssen sich die Flächen des Halbleiters, a und des Leiters (Metalles) c möglichst plan und fest aneinanderlegen, um das elektrische Aneinanderkleben tunlichst zu begünstigen. Auch dieses darf allerdings. nicht in dem Maß-, geschehen, daß evtl. ein die Wirkung der Feder f bzw. das Abreißen des Ankers bei Stromunterbrechung behinderndes. Vakuum entsteht.
  • Bei der Ausführung nach Abb. 3 und q. addieren sich nicht nur dieWirkung desElektromagnetis.mus und. der sogenannten Klebkraft zwischen Leiter und Halbleiter, sondern der Magnetismus des Eisens scheint auch noch den Stromweg über Leiter c und Halbleiter a günstig zu beeinflussen, insbesondere, wenn die Richtung des Haltestromes mit der des elektromagnetischen Kraftflusses vom Mantel d zum Anker b des Relais hzw. vom Leiter c zum Halbleiter a übereinstimmt.
  • Wie vorbemerkt, wird die Erfindung erblickt in der Vereinigung der elektromagnetischen Haltewirkung mit der Klebwirkung des Haltestromes, außerdem aber auch in der Anwendung der zwischen Halbleitern allein hervorgerufenen Klebwirkung sowie in der Benutzung von Halbleitern als Vorschaltwiderstände zur weiteren Herabsetzung der Haltestromstärke und schließlich in der Herrichtung von Relais zu gedachten Zwecken, derart, daß' die Klebflächen zwischen Leiter und Halbleiter bzw. zwei Halbleitern sowohl von dem Haltestrome wie auch von dem Elektromagnetismus des, Relais durchsetzt werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Halterelais, insbesondere für elektrische Kassensicherungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Relaisanker (i i; Abb. i) außer durch die elektromagnetische Wirkung des Haltestromes und die durch diese aufrechterhaltene Vormagnetisierung des Relaiseisens noch durch die zwischen mit dem Anker mechanisch verbundenen elektrischen Leitern und Halbleitern .oder auch Halbleitern und Halbleitern (P,., P2) durch ebendenselben Haltestrom hervorgerufene Klebwirkung angezogen gehalten wird.
  2. 2. Halterelais nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die mechanische Verhindung des einen Klebkontaktes, (cs, Abb.3 und q.) mit dem Relaisanker (b), derart, daß die vom Haltestrome Durchflossenen Klebflächen bzw. Klebkörper (a, c, Abb. 3 und q.) auch gleichzeitig vom Elektromagnetismus und: evtl. remanenten Magnetismus: des Relais, mitdurchsetzt werden.
  3. 3. Halterelais nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch seineVerbindung mit einem aus Halbleitermaterial bestehenden Vorschaltwiderstan.de (W, Abb. i), zu ,dem: . Zwecke, unter Vermeidung von hohen und teueren, aus Volleitermaterial bestehenden Widerständen durch Einschalten billiger und handlicher Halbleiter in den Weg des, Haltestromes dessen Stärke nach Belieben vermindern zu können.
DEB102940D 1921-12-29 1921-12-29 Halterelais, insbesondere fuer elektrische Kassensicherungen Expired DE367115C (de)

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