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Sperrvorrichtung. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom z. Juni icgi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Österreich vom
19. Februar 192i Nanspruzlit. Es ist von Wichtigkeit, daß der Wagen an Schreibmaschinen,
Rechenmaschinen u. dgl. in einer .bestimmten Stellung steht, wenn der Kasten darüber
gelegt werden soll. Zu diesem Zwecke sind Feststellvorrichtungen bekannt, welche
den Wagen in seiner .Mittelstellung festhalten. Jede moderne Schreibmaschine hat
überdies auch eine Tastensperrvorrichtung, welche der gewissenhafte Schreiber stets
einstellen wird, sobald er sein Tagewerk vollendet hat. Für diese beiden Vorrichtungen
sind bisher zwei Handgriffe nötig, der eine, um den Wagen in .der 'Mittelstellung
festzuhalten, und der andere, um die Tastensperre zur Wirkung zu bringen.
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Der Zweck der vorliegenden Erfindung .ist, beide Vorrichtungen mit
einem rHandgriff zu bewerkstelligen. Es wird, dies dadurch erreicht, daß die Feststellvorrichtung
für den Wagen gleichzeitig die Tastensperre bewirkt bz-w. umgekehrt, so daß beide
Sperren gemeinsam stelbbar sind. Eine Ausführungsform zeigt beispielsweise die Zeichnung
am vorderen Teile einer Se1meibmaseMne. ,Abb, i ist eine Vorderansicht, Abb. 2 die
Seitenansicht.
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,Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Wagensperre und die
Tastensperre durch ein gemeinsames Stellorgan in die wirksame Stellung gebracht
werden können, wobei aber die Einrichtung derart getroffen ist, @d .f1 die Tastensperre
auch, unabhängig von -der Wagensperre in Tätigeit kommen kann. Für die Darstellung
ist eine Maschine gewählt mit einer unter Nasen der Tastengab°l eingreifenden Sperrstange.
Die Verriegelung des Wagens ;bewirkt ein Sperriegel, der unter Federwirkung in ein
Loch des Wagens einfällt.
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Die Tastenhebel i besitzen Nasen 2, unter welche die Sperrstange 5
greift, die auf der Schwingwelle 3 vor, den Armen q. getragen ist. An einem Ende,
,z. B, rechts, ist .auf der Schwingwelle 3 ein Hebel 6 befestigt, der als Anschlag
zwecks Verschwenkung der Sperrstange 5 dient. Dieser Anschlag arbeitet zusammen
mit einem am Seitenständer 7 angeordneten
Stellhebel, der um einen
Zapfen io drehbar ist und zwei Arme besitzt, nämlich einen geraden Griffarm 8 und
einen gebogenen ,Anschlagarm 9. Am Anschlagarm ist ein Anschlagbolzen i i befestigt,
der mit dem Anschlaghebel 6 zusammen arbeitet. Der Arm 8 trägt einen Federeinhängbolzen
12, und eine Feder 14 ist zwischen diesem und einem feststehenden Federeinhängbolzen
13 angeordnet.
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Zur Verriegelung des Wagens @dient eine Stange 15, welche im Maschinenrahmen
entsprechend geführt ist, z. B. in einem Loch i6" verschiebbar ,ist, und die in
,der Mittelstellung des Wagens in ein Loch 24 desselben einschnappen kann. Diese
Sperrstange i5 ist an die Tastenverriegelungseinrichtung angeschlossen, und zwar
in .der Weise, daß, wenn die Tastenhebelsperre von Hand aus eingestellt wird, auch
die Feder 16 der Wagensperrstange 15 gespannt wird. Bei der gezeichneten Ausführungsform
ist die Stange 15
am unteren Ende 1511 abgeflacht und mit einem Schlitz 17
versehen, wobei sie mit ihrem gabelförmigen Ende in die Ringnut eines Bolzens 18
faßt, der auf dem Anschlagarm 9 befestigt ist. Auf dem Teile i511 der Sperrstange
15 sitzt die Spannfeder 16, und zwar zwischen einem Schei;bchen i9, welches
an einem Stift 2o der Sperrstange 15 anliegt und dem Scheibchen 2i, welches an dem
Bolzen 18 anliegt. Ist die Feder 16 gespannt und kommt der Wagen in die Mittelstellung,
so schnappt die Sperrstange 15 in das Loch 24 ein.
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In Abb.2 ist die Vorrichtung in Schreibgebrauchstellung dargestellt,
d. h., die Wagensperrstange i5 befindet sich in der tiefsten Lage, und die Tastensperrs:tange
51':i@egt außerhalb der Nasen 2. Die Teile 8 und i i des Stellhebels befinden sich
in der äußersten linken Stellung. Soll der Wagen gesperrt werden, so wird der Stellhebel
8 mittels Fingerdruckes in der Richtung des Pfeiles. P gemäß Abb.2 bewegt. Vorher
oder nachher kann man auch den Wagen annähernd in die Mittellage schieben. Es sei
angenommen, daß der Wagen so weit in der Nähe der Stange 15 geschoben wurde, daß
letztere 15 nicht ins Mittel .des Loches 24 gekommen ist. Da sich bei Verstellung
des Armes 8 auch der Arm 9 ,des Stellhebels 8 in der Richtung des Pfeiles P gemäß
Abb. 2 bewegt hat, so wurde mit ihm im derselben Richtung der Bolzen 18 gehoben,
der somit auf die Feder 16 drückte und dieselbe spannte. Hierdurch .ist die Stange
15 so weit hinauf gedrückt, daß sie an !der Unterseite des Wagens anliegt. Beim
weiteren Verschwenken des Stellhebelarmes 9 wird der Bolzen i i an den Hebel 6 anschlagen
und diesen in der Richtung des Pfeiles Pa gemäß Abb. 2 bewegen und damit die Welle
3, auf welcher der Anschlaghebel 6 befestigt ist und durch welche die Tastensperrstange
5 v-erschwenkt wird, so daß letztere sich unter die Nagen 2 der Tastenhebel i legt.
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In der in Abb. 2 gezeichneten Stellung des Stellhebels 8 befindet
sich der Federeinhängbolzen 12 links vom Drehpunkt io des Hebels B. Durch die Verdrehung
des Teiles 8 nach rechts in der Richtung des Pfeiles P gemäß Abb. 2 gelangt -der
Bolzen 12 rechts über den Drehpunkt io hinüber, wodurch nunmehr die Feder 14 die
Bewegung in Richtung des Pfeiles P unterstützt und den Stellhebel 8 so lange zum
Anschlag nach der Richtung des Pfeiles P bringt, bis die Sperrstange :5 am Grunde
der Nasen 2 der Tastenhebel i aufliegt. Wird jetzt der Wagen langsam weiter verschoben,
so wird das Mittel der Löcher 16x und 24 zusammenfallen und durch die Wirkung der
Druckfeder 16 die Stange 15 in das Loch 24 hineingedrückt.
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Soll die Maschine wieder gebrauchsfähig gemacht werden, so wind der
Stellhebe18 entgegengesetzt der Richtung des Pfeiles P gemäß Abb. 2 mittels Fingerdruckes
bewegt, wodurch erst die Tastensperre aufgehoben und dann ,die Wagensperrstange
15 aus dem Loch 24 herausgebracht wird.
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,Die beschriebene Ausführungsform der Erfindung ist nur ein Ausführungsbeispiel.
'Die Ausbildung der Gestänge und Stell- sowie Sperrorgane kann sehr variieren, wenn
auch das Wesen ider Erfindung, welches darin besteht, daß :die Tastensperrvorrichtung
und die Wagenfeststellvorrichtung miteinander zusammenwirkend in Verbindung gebracht
werden, unverändert bleibt.