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Additionsmaschine. Additionsmaschinen mit mehreren Anzeigewerken sind
bereits bekannt. So wird z. B. nach Patentschrift 195152 durch einen Druck auf drehbar
angeordnete, um einen Punkt schwenkbare Hebel das Anzeigewerk für Teilsummen außer
Eingriff mit dem Kettenantrieb gebracht.
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Vorliegende Erfindung unterscheidet sich von den bekannten wesentlich
in der Konstruktion und hat auch eine ,ganz andere Aufgabe zu erfüllen. Sie hat
den Zweck, dauernd den jeweiligen Stand von Tageskassen (Einnahmen) anzugeben, und
soll ferner zu Rechenzwecken beliebiger Art dienen, ohne daß dadurch die Angaben
der Tageskasse beeinflußt werden. Sie besteht demgemäß aus zwei Anzeigewerken 3
und 4, von welchen das obere (3) den Stand der Tageskasse angibt und das untere
(.4) den besonderen Rechenzwecken (Addition von Summanden ... ) dient.
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Folgendes Beispiel soll den Zweck der Additionsmaschine näher erläutern:
Ein Kaufmann (Zigarrenhändler) verkauft seinen ersten Posten Ware:
| 25 Zigarren für ......... 37,50 Mark |
| 5o Zigarren für . . . . . . . . . 75,00 - |
| ioo Zigaretten für........ 3575 - |
| 148,25 Mark. |
Wenn er die einzelnen Summanden mit der Maschine addiert, dann hat er in diesem
Falle die Endsumme auf beiden Anzeigewerken. Nach Erledigung der Rechnung bringt
er das untere Anzeigewerk 4 in die Nullstellung. Kommt nun ein zweiterKäufer, der
nur einen Posten kauft, z. B. ioo Zigaretten für 48,50 Mark, dann schaltet der Kaufmann
das untere Anzeigewerk aus und addiert den Summand nur zum oberen Anzeigew erk 3
für die Tageskasse, so daß am Schluß des Verkaufs die Gesamteinnahme immer auf dem
Zählwerk für die Tageskasse registriert ist. Das andere Zählwerk 4 dient für Zwischenrechnungen,
etwa um den zu zahlenden Betrag sofort festzustellen, wenn ein Käufer mehrere Einzelkäufe
gemacht hat. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Aufsicht des Erfindungsgegenstandes, Abb. 2 den
Schnitt a-b durch die Maschine, Abb.3 die besondere Konstruktion des Antrieborganes,
Abb. 4 die Zehnerschaltung schematisch; -Abb. 5 zeigt den Schnitt c-d, der die Anordnung
und Form der Ausschaltetasten erkennen läßt; Abb. 6 und 7 enthalten zwei weitere
Teilschnitte g-h, e-f, um die Führung der Antrieborgane erkennbar zu machen; Abb.8
zeigt eine andere Anordnung der Sperrkegel.
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Die Maschine ruht auf einem Gestell 9, auf dem sie mit Schrauben
17 befestigt ist. Der sie abschließende Deckel i hat zwei Schauöffnungen
für die Anzeigewerke 3 und 4. Die mit Führungsstiften 13 versehenen Handhaben
12 der Antrieborgane 6, 7 bzw. 2o bewegen sich zwangläufig in den Führungsschlitzen
14 des Deckels, zwischen welchem auch die Zahlen von o bis 9 eingraviert sind. Die
Antrieborgane 6, 7 bzw. 2o wirken auf die Summierräder 5 bzw. 48 ein. 2 und i i
ist ein aus Messing und Hartgummi befestigter Anschlag für die Handhaben der Antrieborgane.
io, 8 und 16 sind die Exzenterhebel zur Bedienung der Ausschaltetasten.
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Aus der Schnittfigur 2 dst die Wirkungsweise der Maschine erkennbar.
Das Antrieborgan besteht aus der Führungsleiste 6, an welcher die Zahnstangen 7,
2o beweglich angeordnet sind (s. auch Abb. 3). Die Zahnstangen haben Führungsschlitze
37, die durch die Stifte 39 Führung an der Führungsleiste 6 erhalten. Die Zahnstangen
stehen unter leichtem Federdruck der Federn 38, um beim Abschalten der Zahnstangen
nach einer Zehnerschaltung diese in die Normalstellung zurückzubringen. Sie haben
also nur eine ganz geringe Arbeit zu leisten und müssen in einem ganz bestimmten
Stärkeverhältnis
zu den Hauptfedern i8 stehen. Am Ende besitzt die
Führungsleiste jedes Antrieborgans eine Führungslasche rg, die in der Führungsschiene
21 hin und her gleitet (Abb. 6 und 7). .
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Beim Antrieb greifen nun die Zahnstangen 7 bzw. 2o in die Zahnräder
49 bzw. 23 der Summierrädchen 5 bzw. 48, auf welchen sich die Zahlen von o bis 9
befinden. Je nachdem auf welche Zahl der Arretierzahn 12 der Zahnstange eingestellt
wird, wird die entsprechende Zahl des Summierrädchens im Schauschlitz zum Vorschein
kommen. Die Summierrädchen werden durch die unter Federdruck 26 stehenden Sperrkegel
24, die in die Zahnräder eingreifen, abgebremst, so daß ein Überschleudern nicht
vorkommen kann. Die Zehnerschaltung wird durch die Zehnerschaltstifte 22 der Zahnstangen
7 (ZO) und durch j e einen Schaltzahn 42 der Summierrädchen bewirkt. Der Schaltzahn
42 kann auch als einfacher Stift ausgebildet sein. Der Schaltzahn greift nach einer
vollen Umdrehung hinter den Zehnerschaltstift der Zahnstange und schiebt diese um
einen Abstand weiter, so daß der Zehner des benachbarten Summierrädchens zur Einstellung
gelangt, wie aus der Anordnung der Abb.4 deutlich zu ersehen ist. Die Zahnstange,
die eine Zehnerschaltung vornimmt, bleibt nun so lange in der neuen Lage, bis sie
vom Antrieb abgeschaltet und von der Feder 38 in ihre Normallage zurückgezogen wird.
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Die Abschaltung vom Antrieb durch Exzenter 29 mittels Hebel io (s.
auch Abb.5). Exzenter 29 drückt die gemeinsame Ausschalteschiene 32 herunter. Da
Ausschalteschiene 32 auf die gefederten Achsen 28 und 31 der Anzeigewerke 3 und
4 und. auf die ebenfalls gefederten (35) Arretierstücke 33 einwirkt, werden die
Zahnräder 23 und 49 und die Arretierstücke 33 von den Zahnstangen abgeschaltet.-
Die Zahnstangen werden durch Federwirkung i8 in ihre Nullage zurückgebracht.
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Die Arretierstücke 33 ruhen auf Blattfedern 35 und besitzen Führungsschlitze
34 für die Achsen 47, auf welche die Ausschalteschiene 32 in' der oben beschriebenen
Weise einwirkt. Exzenter 25 (s. auch Abb. 5) wird durch Hebel 8 betätigt und wirkt
auf den Ausschaltehebe127, durch den das Anzeigewerk 3 für eine beliebige Zeit vom
Zahnstangeneingriff abgeschaltet werden kann. Exzenter 30 wirkt mittels Ausschaltehebels
36 in derselben Weise auf das Anzeigewerk 4 ein. Er wird durch Ausschaltehebel16
betätigt. Die Achsen 31 bzw. 28 der Anzeigewerke ruhen auf Federn 46.
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Die Nullstellung kann in beliebiger, bereits bekannter Weise erfolgen.
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Die Handhabung der Einrichtung ist nun folgende: Die arretierten Zahnstangen
werden durch Hebel io wieder freigegeben. Dieser Vorgang hat sich nach jeder addierten
Zahl zu wiederholen. Soll nun das Anzeigewerk für Tageskasse beansprucht werden,
so wird das Anzengewerk 4 durch Hebel 16 ausgeschaltet. Soll dagegen die Additionsmaschine
für eine andere Rechenaufgabe (Zwischenrechnung) Verwendung finden unter Ausschluß
der Tageskasse, so tritt Hebel 8 in Tätigkeit und schaltet das Anzeigewerk 3 für
Tageskasse aus.