DE368085C - Verfahren und Vorrichtung zum Abfuehren der Schwel- oder Destillationsgase aus Verkokungsoefen mittels in diese unter Druck eingeleiteter Gase o. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Abfuehren der Schwel- oder Destillationsgase aus Verkokungsoefen mittels in diese unter Druck eingeleiteter Gase o. dgl.Info
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Abführen der Schwel- oder Destillationsgase aus Verkokungsöfen mittels in diese unter Druck eingeleiteter Gase o. dgl. Das Bestreben der Kokereiindustrie, den bei der Verkokung der Kohle in Koksöfen sich primär bildenden Urteer durch ein geeignetes Destillationsverfahren vollständig und rein zu gewinnen und dadurch bei möglichster Nutzbarmachung der bei der Destillation der Kohle oberhalb 6oo° C destillierenden technisch wichtigen Nebenerzeugnisse und Hüttenkoks der Industrie eine größere Menge wertvoller Öle zu gewinnen, ist bisher nur zum Teile von Erfolg gewesen.
- Die darauf abzielenden Verfahren gestatten nur, einen geringen Prozentsatz des aus dem Ofeneinsatz gewinnbaren Urteers zu gewinnen, weil bei kleinen Störungen im Verfahren schon eine Mischung von Urteer mit Kokereiteer entsteht. Ferner bildet sich bei der frühzeitigen Verdichtung der Teernebel im Kokskuchen die sogenannte Verkokungsnaht, die ein wirtschaftliches Entfernen der Schwelgase aus dem Kohlenkuchen verhindert.
- Nach der Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch behoben, daß der Kohlenkuchen unter Druck gesetzt wird, wobei das Druckmittel (Wasserdampf, Gas o. dgl.) als Spülmittel für die Schwelgase dient und dieselben bei Erzielung einer kurzen Garungszeit, ohne Bildung einer Verkokungsnaht, gereinigt durch den Kohlenkuchen zum Saugrohr drückt. Es ist an sich bekannt, behufs Verhütung von Versetzungen der gasförmigen Destillationserzeugnisse diese mittels in die Ofenkammer unter Druck eingeleiteter Gase beschleunigt abzuführen. Hierbei werden aber die Spülgase mit den Destillationsgasen nur über den Kohlenkuchen hinweggeführt.
- In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise und schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen Teil einer Kokereianlage mit den eingeführten Saugrohren, Abb. z das in den Kohlenkuchen eingeführte Saugrohr in vergrößertem Maßstabe.
- Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus einem Saugrohr i, welches mit Lochungen 2 und an seinem freien Ende mit einer Spitze 3 aus Holz versehen ist. . Diese Holzspitze 3 ist in bekannter Weise so ausgebaucht, daß sie einen größeren Durchmesser hat als das Saugrohr selbst, so daß sich beim Einstechen in den Kohlenkuchen ein. hohler Saugraum 15 um das Saugrohr bildet, wodurch ein Verlegen der Öffnungen 2 verhindert wird.
- Der obere Teil des Saugrohres ist mit einem Mantel q. umgeben, der durch den Anschluß 5 an eine Gas-, Dampf- oder Heißwasserleitung angeschlossen werden kann. Dieser Mantel q. ist mit einer Hülse 6 umgeben, welche einerseits an dem Mantel 4. und anderseits an dem Rohre i angeschweißt und entsprechend mit feuerfester Masse, wie Asbest o. dgl., verkleidet ist. Diese Hülse 6 besitzt Austrittsöffnungen ii für das Spülmittel, welches die abziehenden Schwelgase abkühlt und sich im heißen Ofenraum erhitzt. Das Saugrohr i ist mittels Flanschen an das Ableitungsrohr 7 angeschlossen.
- Sobald diese Vorrichtung von oben in den Koksofen durch die Öffnung 8 eingeführt ist, wird die Hülse 6 vermittels der Dichtung 9 gegen außen druckdicht abgedichtet. Durch den Anschluß 5 wird nun entweder benzolfreies Gas, Wasserdampf oder auch heißes Wasser in den Mantel q. geleitet, wobei im letzteren Falle das Wasser infolge der hohen Ofentemperatur verdampft.
- Das Gas oder der Dampf tritt durch die Öffnungen i= des Mantels 6 in den oberen Teil des Ofens ein, und die sich bei der Verkokung der Kohle bildenden Schwelgase werden gezwungen, in das Innere des Kohlenkuchens zu strömen und in das Innere des Kuchens gegen das Saugrohr hineingedrückt. Dabei muß der einströmende Wasserdampf oder das benzolfreie Gas einen Druck von etwa 5o bis ioo mm Wassersäule haben.
- Gleichzeitig kühlen die einströmenden Gase oder das Wasser den oberen Teil des Saugrohres, so daß eine starke Erhitzung derselben sowie eine Zersetzung der Schwelgase verhindert wird.
- Die in den Kuchen eingepreßten Schwelgase werden hierbei gezwungen, in den unteren gelochten Teil des Saugrohres i einzuströmen, aus welchem sie in die Urteervorlage abgesaugt werden.
- Die so gewonnenen Urteerdämpfe werden infolge des Durchdrückens durch den Kohlenkuchen gereinigt, so daß ein vollkommen heller, pechfreier Urteer in die Vorlage gelangt, der ohne weitere Reinigung verwendet werden kann. Ist die Temperatur von q.5o bis 500° C bei den abziehenden Schwelgasen am oberen Teile des Saugrohres erreicht und die Urteerperiode beendet, so kann das Rohr mit Hilfe der Kranvorrichtung 13 aus dem Koksofen gezogen werden, und die weiter sich bildenden Gase können durch das auf dem Koksofen befindliche Steigrohr i2 in üblicher Weise abgeführt werden.
- Die Saugrohrvorrichtung kann auch nach dieser Periode in dem Ofen verbleiben; die Abzugsrohre, die nunmehr nur noch Kokereigase führen, werden an die Kokereiteervorlage 1q. angeschlossen.
- Auf diese Art kann der ganze Ofeneinsatz auf Urteer verkokt werden, und wenn das Verfahren weitergeführt wird, können außer Hüttenkoks alle weiteren Nebenerzeugnisse, die bei der Verkokung auf Hüttenkoks entstehen, gewonnen werden.
- Nach der Erfindung wird die Hitze der heißen Ofenwände durch die Spülgase nach dem Innern des Kohlenkuchens übertragen, wodurch die Garungszeit des Ofens herabgesetzt wild.
- Der Wärmeüberschuß der abziehenden Gase wird an das durch den Anschluß 5 eingeleitete Spülmittel, also z. B. an das im Mantel q. zu verdampfende Wasser, abgegeben, wodurch größere Wärmemengen verwertet werden können. Dieses Verfahren ist auch für die Gewinnung nur von Kokereiteer anwendbar, wobei in diesem Falle die Kokereigase nicht durch das gewöhnliche Steigrohr 12, sondern durch die in der Zeichnung dargestellten Saugrohre abgeleitet werden und hierdurch ebenfalls eine kürzere Garungszeit erreicht wird.
- Diese Vorrichtung läßt sich nicht nur bei Öfen mit liegenden Kammern, sondern auch bei Öfen mit stehenden Kammern verwenden. Die Saugrohre werden in jedem Falle von oben eingeführt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abführen der Schwel-oder Destillationsgase aus Verkokungsöfen mittels in diese unter Druck eingeleiteter Gase, Wasserdampfes o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Spülgase unter einem solchen Druck in, die Ofenkammer eingeführt werden, daß sie den Kohlenkuchen durchdringen und die entstehenden Schwelgase unter Abkürzung der Garungszeit ohne Bildung einer Verkokungsnaht den in den Kohlenkuchen eingesetzten Saugrohren zuführen.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des Saugrohres (i) mit mehreren, gegebenenfalls isolierten Rohren (q., 6) umgeben ist, welche zur Zuführung des Spülmittels (Gas, Heißwasser, Dampf usw.) dienen und eine starke Erhitzung des Saugrohres (i) sowie eine Zersetzung der abziehenden Urteerdämpfe verhindern.
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