DE3686328T2 - Transparenter projektionsschirm. - Google Patents

Transparenter projektionsschirm.

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DE3686328T2 DE8686202237T DE3686328T DE3686328T2 DE 3686328 T2 DE3686328 T2 DE 3686328T2 DE 8686202237 T DE8686202237 T DE 8686202237T DE 3686328 T DE3686328 T DE 3686328T DE 3686328 T2 DE3686328 T2 DE 3686328T2
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Description

  • Die Erfindung betrifft einen Hinterprojektionsschirm zum Wiedergeben eines von einer Primärbildquelle hinter dem Schirm geformten Bildes auf der Vorderseite des Schirmes, der eine Struktur von Anamorphotlinsenelementen und eine mit transparenten Öffnungen an der Stelle der Brennpunkte der Linsenelemente geformte lichtabsorbierende Schicht enthält. Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen Schirms.
  • Anamorphotlinsenelemente sind Linsenelemente, die verschiedene Krümmungsradien in zwei senkrecht aufeinander stehenden Richtungen besitzen. Der Projektionsschirm enthält eine zweidimensionale Matrix derartiger Linsenelemente.
  • Ein Beobachter, der auf den Schirm sieht, soll den Eindruck eines Bildes bekommen, dessen Helligkeitsverteilung möglichst einheitlich ist, wenn die das Bild formenden Helligkeitsschwankungen übersehen werden. Dieser Beobachter befindet sich im Raum vor dem Schirm, und dieser Raum wird daher als der Beobachterraum bezeichnet. Die Helligkeit sinkt von der Mitte dieses Raums nach außen hin ab. Vom Projektionsschirm her gesehen ist der Beobachterraum durch den horizontalen und den vertikalen Blickwinkel gekennzeichnet. Diese Blickwinkel bestimmen einen Raum, an dessen Ränder die Helligkeit auf die Hälfte der Helligkeit in der Mitte zurückgefallen ist. Die Größe des horizontalen und des vertikalen Blickwinkels ist von den optischen Eigenschaften des Schirms abhängig.
  • Ein Hinterprojektionsschirm wird u. a. in solchen Fallen ausgenutzt, in denen ein Bild oder eine Szene in einer beleuchteten Umgebung mittels eines Diapositivs oder Filmprojektors oder eines vergrößerten Bildes einer Abbildung oder einer Szene auf einer Kathodenstrahlröhre als Alternative für eine Kathodenstrahlröhre mit Superabmessungen projiziert werden muß.
  • Zum Erhalten von Bildern ausreichender Qualität in beleuchteten Umgebungen, müßte das vom Schirm reflektierte Umgebungslicht minimal sein. Dies trifft zu sowohl für gerichtete als auch für diffuse Reflexion. Weiter soll die Schirmhelligkeit maximal sein trotz der beschränkten Intensität der Primärbildquelle, beispielsweise einer Kathodenstrahlröhre.
  • In der US-Patentschrift 4003080 ist ein Hinterprojektionsschirm mit einer einfachen Platte beschrieben, die an ihrer Rückseite eine Vielzahl von Linsenelementen tragt, die in einer zweidimensionalen Matrix zum Fokussieren des einfallenden Lichts in einer Reihe transparenter Punkte in einer sonst lichtabsorbierenden Oberfläche an der Vorderseite des Schirms angeordnet ist.
  • Der bekannte Schirm dankt seine mechanische Stabilität der transparenten Platte mit den Linsenelementen. Platten, die mittels heutigen Technologien hergestellt werden, bestehen aus einem Kunststoff. Unter dem Einfluß von Schwankungen in der Temperatur und in der relativen Feuchtigkeit ist eine derartige Platte Änderungen in den Abmessungen unterworfen, so daß die Primärbildquelle nicht mehr scharf auf dem Schirm abbildet und das vom Beobachter gesehene Bild ebenfalls unscharf wird. Die Stabilität des Schirms kann durch die Verwendung einer dickeren Platte erhöht werden. Jedoch hat dies ihre Konsequenzen für die Brennweite und die Abmessungen der Linsenelemente und daher für die Qualität des optischen Systems.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hinterprojektionsschirm zu schaffen, dessen mechanische und optische Eigenschaften im wesentlichen voneinander unabhängig sind, wodurch eine Maximallichtmenge aus der Primärbildquelle den Beobachterraum erreicht und Reflexionen von Umgebungslicht in den Beobachterraum minimisiert.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein erfindungsgemäßer Hinterprojektionsschirm dadurch gekennzeichnet, daß auf einer flachen Trägerplatte eine lichtdurchlassende Folie angebracht ist, deren Rückseite mit einer Struktur von Anamorphotlinsen und deren der Trägerplatte zugewandte Vorderseite mit der lichtabsorbierenden Schicht mit transparenten Öffnungen versehen sind.
  • Dieser Aufbau ermöglicht die im wesentlichen voneinander unabhängige Optimierung der mechanischen und optischen Eigenschaften des Schirms, während außerdem die Linsenstruktur und die Absorptionsschicht gegen externe mechanische und chemische Einflüsse auf geeignete Weise geschützt sind.
  • Es sei bemerkt, daß die Verwendung einer Trägerplatte in einem Hinterprojektionsschirm an sich aus der britischen Patentschrift 1 548944 bekannt ist. Jedoch bezieht sich diese Patentschrift auf einen Projektionsschirm, der statt der Linsenstruktur eine Schicht aus lichtstreuendem Material verwendet, wie zum Beispiel Wachs oder einen Polymerfilm zum Streuen des Lichts aus der Primärbildquelle. Diese Werkstoffe eignen sich nicht für die Herstellung einer selbsttragenden Platte. Außerdem hat ein Hinterprojektionsschirm, dessen optische Auswirkung auf der Lichtstreuung in beliebige Richtungen basiert, weniger geeignete Eigenschaften in bezug auf die Reflexion von Umgebungslicht und auf die Verteilung des Signallichts im Beobachterraum als ein Hinterprojektionsschirm nach der Erfindung. In der Praxis ist es erwünscht, daß der Blickwinkel in horizontaler Richtung groß ist und in vertikaler Richtung beschränkt. Das Signallicht ist das aus der Primärbildquelle herrührende Licht.
  • Ein Hinterprojektionsschirm nach der Erfindung ist weiter dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Linsenstruktur und der Bildquelle eine Fresnel-Linse angeordnet ist, deren gestufte Seite der Anamorphotlinsenstruktur und deren flache Seite der Primärbildquelle zugewandt sind. Diese Fresnel-Linse besteht aus einem gerichteten Kortekturelement, das das divergierende Signalbündel als ein im wesentlichen paralleles Bündel auf die Linsenstruktur überträgt. Für die gegebene Orientierung der Fresnel- Linse ist nahezu alles Signallicht auf den Beobachter gerichtet. Es sei bemerkt, daß in der US-Patentschrift 3 832032 ein transparenter Projektionsschirm mit einer Fresnel- Linse beschrieben ist, die der Primärbildquelle mit ihrer flachen Seite zugewandt ist. Jedoch bezieht sich diese Patentschrift auf einen Hinterprojektionsschirm, dessen vertikales Bildfeld im wesentlichen durch Diffusion aus Mikrorillen an der Vorderseite der Frontplatte bestimmt wird, und dessen horizontales Bildfeld im wesentlichen durch vertikal angeordnete zylindrische Linsen an der Rückseite bestimmt wird. Da das auf die zylindrischen Linsen einfallende Umgebungslicht vollständig inwendig ist, reflektiert ein derartiger Schirm nur etwa 10% des Umgebungslichts.
  • Ein weiterer erfindungsgemäßer Hinterprojektionsschirm ist dadurch gekennzeichnet, daß die Fresnel-Linse aus der Anamorphotlinsenstruktur besteht, deren aufeinanderfolgende Linsen optische Achsen besitzen, die in bezug auf die Normale zur Folie Winkel einschließen, die vom Zentrum nach den Rändern hin größer werden.
  • Also stellt jede der Anamorphotlinsen eine Facette einer Fresnel-Linse dar, so daß die Fresnel-Linse keine getrennte Oberfläche oder getrennten Träger erfordert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel enthält der Hinterprojektionsschirm nur eine Platte, so daß nur zwei Oberflächen vorgesehen sind, von denen Licht zurückgeworfen werden kann. Außerdem muß nur eine Oberfläche mit einer Linsenstruktur versehen werden, wodurch Kostenersparnis in der Massenherstellung eines derartigen Schirms gegeben ist.
  • Es sei bemerkt, daß es an sich bekannt ist, aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 80.26.773 lichtreflektierende Elemente auf einem Hinterprojektionsschirm derart anzuordnen, daß ihre optischen Achsen gegen die Normale zum Schirm geneigt sind. Jedoch sind in diesem Gebrauchsmuster die lichtreflektierenden Elemente sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite des Projektionsschirms angeordnet und diese Elemente enthalten horizontale und vertikale Stege statt Anamorphotlinsen. Es ist klar, daß diese Konfiguration nicht mit einer lichtabsorbierenden Schicht kombinierbar ist, die mit transparenten Öffnungen ausgebildet wird und mit der Platte integral ist.
  • Vorzugsweise ist ein Hinterprojektionsschirm nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Anamorphotlinsenelemente sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung zwischen etwa 0,3 und 0,5 mm liegen. Ein derartiger geringer Abstand bedeutet eine hohe Auflösung des projizierten Bildes.
  • Vorzugsweise ist ein Hinterprojektionsschirm nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die transparenten Öffnungen in der lichtabsorbierenden Schicht weniger als 25% des Oberflächengebiets bedecken. Da der gesamte Absorptionsgebiet direkten Einfluß auf das Maß hat, zu dem Umgebungslicht vom Schirm zurückgeworfen wird, ist es wesentlich, die transparenten Öffnungen möglichst klein zu machen. In einem erfindungsgemäßen Hinterprojektionsschirm kann etwa 75 bis 80% des Oberflächenbereichs ohne Verringerung der Bildhelligkeit lichtabsorbierend gemacht werden. Dies ist wesentlich höher als für die bekannten Schirme.
  • Eine weitere charakteristische Eigenschaft eines erfindungsgemäßen Hinterprojektionsschirms ist, daß wenigstens eine der Oberflächen des Schirms antireflektierend ist. Dieser Schritt führt zu einer erhöhten Übertragung des Projektionsschirms für Signallicht und eine verringerte Reflexion von Umgebungslicht durch den Projektionsschirm. Dies ergibt eine bessere Helligkeit und einen besseren Kontrast des projizierten Bildes.
  • Eine weitere charakteristische Eigenschaft des erfindungsgemäßen Hinterprojektionsschirms kann sein, daß die Antireflexionsoberfläche mit einer Mikroreliefstruktur versehen ist, deren Einzelheiten Abmessungen in der Größenordnung von 200 bis 600 nm besitzen. Diese mit Mottenaugenstruktur bezeichnete Struktur erzeugt einen gestuften Übergang vom Brechungsindex des umgebenden Mediums auf den vom Projektionsschirm, so daß die chromatische und Richtempfindlichkeit dieser Antireflexionsschicht im wesentlichen kleiner istals die einer herkömmlichen Antireflexionsbeschichtung mit einer oder mehreren dünnen Schichten.
  • Ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Hinterprojektionsschirms ist dadurch gekennzeichnet, daß folgende Schritte in nachstehender Reihenfolge durchgeführt werden: Kopieren einer in einer Lehre geformten Anamorphotlinsenstruktur auf eine erste Seite einer dünnen transparenten Folie, Anbringen eines lichtempfindlichen Werkstoffs auf die zweite Seite der transparenten Folie, Belichten des lichtempfindlichen Werkstoffs durch die Linsenstruktur hindurch, derartiges Entwickeln des lichtempfindlichen Werkstoffs, daß unbelichtete Teile lichtundurchlässig werden, und Befestigen der zweiten Seite der Folie auf einer transparenten Trägerplatte.
  • Ein Verfahren zum Herstellen eines Hinterprojektionsschirms, vom dem wenigstens eine der Oberflächen eine Mikroreliefstruktur trägt, ist dadurch weiter gekennzeichnet, daß die Mikroreliefstruktur gleichzeitig mit der Linsenstruktur ausgehend von einer Lehre gebildet wird, die ebenfalls mit einer Struktur geformt ist, die das Umgekehrte der Mikroreliefstruktur ist. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, daß die nachfolgende Anwendung der Antireflexionsbeschichtung nicht mehr erforderlich ist.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend mit weiteren Einzelheiten anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
  • Fig. 1 die Verwendung eines Hinterprojektionsschirms,
  • Fig. 2 die laminierte Struktur eines erfindungsgemäßen Hinterprojektionsschirms, und
  • Fig. 3a und 3b zwei Projektionsschirme, in denen die Erfindung benutzt wird.
  • In Fig. 1 ist eine Primärbildquelle 1 dargestellt, beispielsweise eine Kathodenstrahlröhre, auf deren Frontplatte 2 eine Abbildung oder eine Szene veranschaulicht wird. Diese Abbildung wird durch ein Projektionslinsensystem 3 auf dem Hinterprojektionsschirm 4 vorgeführt. Vom Beobachterraum 5 aus, mit gestrichelten Linien dargestellt, kann das ganze Bild zufriedenstellend beobachtet werden. Offensichtlich ist die Kombination der Kathodenstrahlröhre und des Projektionslinsensystems durch ein Diapositiv oder einen Filmprojektor ersetzbar. Es sei bemerkt, daß in Fig. 1 lediglich das Prinzip eines Projektionssystems veranschaulicht ist. Statt nur einer Kathodenstrahlröhre und nur eines Projektionslinsensystems ist es möglich, beispielsweise drei derartiger Röhren und Systeme zu verwenden, wenn ein Farbbild projiziert werden muß.
  • In Fig. 2 ist eine teilweise aufgeschnittene Ansicht eines Hinterprojektionsschirms nach der Erfindung dargestellt, wobei die laminierte Struktur des Schirms klar ersichtlich ist. In dieser Figur ist eine Trägerplatte 11 dargestellt, deren Dicke nicht kritisch ist. In praktischen Ausführungen hat diese Dicke einen Wert zwischen 3 und 5 mm. Die Rückseite der Trägerplatte trägt die Struktur, die die richtige Lichtverteilung liefert. Diese Struktur umfaßt eine dünne Folie 16, die an ihrer Rückseite mit einer zweidimensionalen Matrix von Anamorphotlinsenelementen 17 ausgebildet ist. Die Dicke der Folie wird durch die gewünschte Brennweite der Linsenelemente und durch die mechanischen Spannungen vorgeschrieben, denen die Folie beim Herstellungsverfahren unterworfen wird. In der Praxis besitzt diese Folie eine Dicke zwischen 0,2 und 0,5 mm. Vorzugsweise sind die Abmessungen in der horizontalen und in der vertikalen Richtung der Linsenelemente in der Größenordnung von 0,3 bis 0,5 mm. Die Krümmungsradien in der horizontalen Richtung (RH) und in der vertikalen Richtung (RV) sind verschieden, so daß der Blickwinkel in den beiden Richtungen ebenfalls verschieden ist. Die Linsenelemente können sphärische oder asphärische Linsen sein.
  • An der Vorderseite ist die Folie 16 mit einer lichtabsorbierenden Schicht 14 versehen, in der transparente Öffnungen 15 gebildet sind, in denen das auf die Linsenelemente 17 einfallende Licht fokussiert wird. Also wird dafür gesorgt, daß im wesentlichen alles Signallicht durch die kleinen Öffnungen geht, während das meiste in den Schirm eintretende Umgebungslicht absorbiert wird und den Beobachtungsraum nicht mehr erreichen kann. In einem Hinterprojektionsschirm nach der Erfindung ist etwa 75% des Oberflächengebiets der Schicht 14 absorbierend.
  • Die Folie wird an der Trägerplatte 11 beispielsweise mittels einer dünnen photopolymerisierbaren Beschichtung 13 beispielsweise aus einem ultraviolett wiederherstellbaren Werkstoff an der Trägerplatte befestigt.
  • In Fig. 3a und 3b sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In diesen Figuren sind mit identischen Bezugsziffern dieselben Elemente wie in Fig. 2 bezeichnet. In Fig. 3a ist eine Fresnel-Linse 20 als richtungkorrigierendes Element hinter dem Projektionsschirm 10 angeordnet. Das Licht aus der Primärbildquelle, das von links einfällt, wird von der Fresnel-Linse 20 derart gebrochen, daß es im wesentlichen senkrecht auf den Schirm 10 einfällt.
  • In Fig. 3b ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist jedes Linsenelement mit einer Facette einer Fresnel-Linse integral. Diese Facetten sind mit gestrichelten Linien angegeben.
  • Die Orientierungen der Facetten werden durch die Richtungen der optischen Achsen der betreffenden Anamorphotlinsen vorgeschrieben. Es sei bemerkt, daß die Fresnel-Linse eine zweidimensionale Linse sein kann, d. h. eine Fresnel-Struktur in zwei senkrecht aufeinander stehenden, u.zw. den horizontalen und vertikalen Richtungen, aufweisen kann. Unter spezifischen Bedingungen in Abhängigkeit vom Gebrauchsfeld kann es genügen, eine Fresnel-Struktur in nur einer Richtung zu verwenden, beispielsweise in der vertikalen Richtung, wodurch die Herstellung des Schirms vereinfacht wird. Die kombinierte Anamorphot- und Fresnel-Linsen-Struktur gewährleistet, daß das Licht aus der Bildquelle auf den Beobachterraum gerichtet wird und in diesem Raum verteilt wird.
  • Zum Erhöhen der Übertragung des Signallichts und zur Verringerung der Reflexion von Umgebungslicht kann eine Seite oder können beide Seiten des Projektionsschirms antireflektierend gemacht werden. Zu diesem Zweck kann die betreffende Oberfläche mit einer Beschichtung aus einer oder mehreren Schichten von Werkstoffen mit einem geeigneten Brechungsindex und einer geeigneten Dicke vorgesehen werden. Jedoch wird vorzugsweise die Oberfläche mit einer Mottenaugenstruktur versehen, d. h. mit einer Struktur winziger Grübchen oder Hügelchen, wobei die Grübchentiefe und die Höhe der Hügelchen und die Abstände zwischen den Grübchen oder Hügelchen in der Größenordnung von der halben Wellenlänge des verwendeten Lichts betragen. Diese Struktur versorgt einen gestuften Übergang vom Brechungsindex des umgebenden Mediums, beispielsweise Luft, nach dem des Schirmmaterials.
  • Insbesondere bei einem Hinterprojektionsschirm hat die Mikroreliefstruktur folgende Vorteile im Vergleich zu einer Antireflexionsbeschichtung mit einer oder mehreren dünnen Schichten.
  • - Die Abhängigkeit von der Richtung und von der Wellenlänge der einfallenden Strahlung wird bedeutend verringert.
  • - Die Struktur eignet sich besonders zur Verwendung auf Kunststoffoberflächen. Beim Anbringen einer Reflexionsbeschichtung auf der Oberfläche eines optischen Elements wird diese Schicht vorzugsweise wieder hergestellt. Zu diesem Zweck wird diese Schicht, und infolgedessen die optische Komponente, einer hohen Temperatur unterworfen. Wenn diese Komponente aus einem Kunststoff besteht, kann die Folge davon sein, daß sich ihre optischen Eigenschaften ändern.
  • - Die Mikroreliefstruktur kann gleichzeitig mit den optischen Element gebildet werden, wenn dieses Element mittels eines Replikvorgangs unter Verwendung einer Lehre hergestellt wird.
  • Für weitere Einzelheiten über die Mikroreliefstruktur sei auf "Optica Acta", 1982, Vol. 29, Nr. 7, S. 993-1009, verwiesen.
  • Die Herstellung eines Hinterprojektionsschirms nach der Erfindung kann in folgenden Schritten durchgeführt werden.
  • Zunächst eine Schablone, in der eine Struktur entsprechend der gewünschten Linsenstruktur mit Hilfe einer numerisch gesteuerten Fräsmaschine gebildet wird. Mit der Schablone läßt sich eine Vielzahl von Lehren mittels bekannter Metallablagerungstechnologien herstellen.
  • Eine auf diese Weise erhaltene Lehre wird mit einem polymerisablen Werkstoff in einem geeignet weichem Zustand gefüllt, beispielsweise mit einem ultraviolett aushärtbaren Werkstoff, wonach die dünne Transparentfolie 16 darauf angedrückt wird. Nach dem Aushärten des polymerisablen Werkstoffs wird die Folie mit der verfestigten Linsenstruktur aus der Lehre entfernt. Anschließend wird die andere Seite der Folie mit einem lichtempfindlichen Werkstoff oder Photoresist versehen. Der Photoresist wird durch die Linsenstruktur hindurch belichtet. Weitere Vorgänge sind vom Typ des benutzten Photoresist abhängig. Bei einem negativen Photoresist härtet dieser Resist an der Stelle der Brennpunkte der Linsenelemente aus. Der unbelichtete nichtausgehärtete Resist wird entfernt und durch einen lichtabsorbierenden Werkstoff ersetzt. Schließlich wird die Folie optisch mit der Trägerplatte gekoppelt, beispielsweise ebenfalls mit Hilfe eines photopolymerisablen Werkstoffs.
  • Ein auf diese Weise hergestellter Projektionsschirm überträgt mehr als 80% des Signallichts und reflektiert weniger als 5% des Umgebungslichts. Für diesen Schirm beträgt der horizontale Blickwinkel etwa 90% und der vertikale Blickwinkel etwa 25%.

Claims (9)

1. Hinterprojektionsschirm (10) zum Wiedergeben eines von einer Primärbildquelle hinter dem Schirm geformten Bildes auf der Vorderseite des Schirmes, der eine Struktur von Anamorphotlinsenelementen (17) und eine mit transparenten Öffnungen (15) an der Stelle der Brennpunkte der Linsenelemente geformte lichtabsorbierenden Schicht (16) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer flachen Trägerplatte (11) eine lichtdurchlassende Folie (16) angebracht ist, deren Rückseite mit der Struktur von Anamorphoilinsen und deren der Trägerplatte zugewandte Vorderseite mit der lichtabsorbierenden Schicht (14) mit transparenten Öffnungen versehen sind.
2. Hinterprojektionsschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Linsenstruktur und der Bildquelle eine Fresnel-Linse (20) angeordnet ist, deren gestufte Seite der Anamorphotlinsenstruktur (17) und deren flache Seite der Primärbildquelle zugewandt sind.
3. Hinterprojektionsschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fresnel-Linse aus der Anamorphotlinsenstruktur besteht, deren aufeinanderfolgende Linsen optische Achsen besitzen, die in bezug auf die Normale zur Folie (16) Winkel einschließen, die vom Zentrum nach den Rändern hin größer werden.
4. Hinterprojektionsschirm nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Anamorphotlinsenelemente (17) sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung zwischen etwa 0,3 und 0,5 mm liegen.
5. Hinterprojektionsschirm nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die transparenten Öffnungen (15) in der lichtabsorbierenden Schicht (16) weniger als 25% des Oberflächengebiets bedecken.
6. Hinterprojektionsschirm nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Oberflächen des Schirms antireflektierend ist.
17. Hinterprojektionsschirm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Antireflexionsschicht mit einer Mikroreliefstruktur versehen ist, deren Einzelheiten Abmessungen in der Größenordnung von 200 bis 600 nm besitzen.
8. Verfahren zum Herstellen eines Hinterprojektionsschirms (10) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß folgende Schritte in nachstehender Reihenfolge durchgeführt werden: Kopieren einer in einer Lehre geformten Anamorphotlinsenstruktur (17) auf eine erste Seite einer dünnen transparenten Folie, Anbringen eines lichtempfindlichen Werkstoffs auf die zweite Seite der transparenten Folie (16), Belichten des lichtempfindlichen Werkstoffs durch die Linsenstruktur hindurch, derartiges Entwickeln des lichtempfindlichen Werkstoffs, daß unbelichtete Teile lichtundurchlässig werden, und Festmachen der zweiten Seite der Folie auf einer transparenten Trägerplatte (11).
9. Verfahren nach Anspruch 8 zum Herstellen eines transparenten Projektionsschirms (10), von dem wenigstens eine der Oberflächen eine Mikroreliefstruktur trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikroreliefstruktur gleichzeitig mit der Linsenstruktur (17) ausgehend von einer Lehre gebildet wird, die ebenfalls mit einer Struktur geformt ist, die das Umgekehrte der Mikroreliefstruktur ist.
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