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Diese Erfindung betrifft Ventile oder spezielle Ventile
des Typs, die gemeinhin als Faltenbalgventile bezeichnet
werden. Die Erfindung ist speziell anwendbar an
invertierten Faltenbalgventilen und wird mit spezieller
Bezugnahme dazu beschrieben. Es wird aber hervorgehoben, daß
die Erfindung einen breiteren Anwendungsbereich hat und
verwendbar ist in Gebrauch in anderen Umgebungen oder
Anwendungen.
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Der wachsende Gebrauch von Faltenbalgventile wurde durch
das Bedürfnis begünstigt, das Ventilinnere gegenüber der
äußeren Umgebung abzudichten wie es beispielsweise
speziell beim Hantieren mit korrosiven Flüssigkeiten
auftreten kann. Der Ausdruck "invertierter Faltenbalg"
bezieht sich auf die Tatsache, daß der Faltenbalg
relativ zum Stößel oder zum Stößelkopf derart abgedichtet
ist, daß das Systemfluid äußerlich auf den Faltenbalg
wirkt, anstelle innerlich. Es wurde gefunden, daß der
Faltenbalg in derartigen Ventilen größeren externen
Kräften als internen Kräften, widerstehen kann, so daß
der Gebrauch von dem invertierten Typ Faltenbalgventil
bei höheren Systemdrücken möglich ist. Viele der zum
Stand der Technik gehörenden Bauteile haben maximal
Druckbereiche von beispielsweise 600 psi (41 Bar) und
das Ventil, welches in der US-A-4 201 366 beschrieben
ist, hat einen maximalen Druckbereich von 1000 psi
(67,7 Bar). Eine zuverlässige Absperrfunktion unter
jeder Druck- oder Vakuumbedingung innerhalb seines
Bereichs ist also eine wichtige Voraussetzung gemeinsam
mit einer verminderten Verformung des Faltenbalges unter
Lastwechsel bei Druckbeaufschlagung. Die wachsenden
Standards für die industrielle Verwendung wurden bis
jetzt bei dem aus dem Stand der Technik bekannten
Vorrichtungen noch nicht erreicht.
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Es war deshalb wünschenswert, die zugrundeliegende
Ausgestaltung zu verbessern, wobei die Ventilstruktur höheren
Druckanforderungen widerstehen kann, ohne
Qualitätsverlust in der Ventilanordnung. Ein Gesichtspunkt der
Erfindung ist es, ein neues und verbessertes Ventil vom Typ
invertierter Faltenbalg anzugeben, welches eine höhere
Druckbeanspruchung zuläßt.
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Von der US-A-42 01 366 ist ein Faltenbalgventil
offenbart, welches einen Ventilkörper aufweist, der Einlaß-
und Auslaßkanäle, eine in Strömungsverbindung mit einem
der Kanäle stehenden Ventilkammer und einen Ventilsitz
aufweist, welcher zwischen der Ventilkammer und dem
jeweils anderen Kanal angeordnet ist. Weiter weist
dieses Ventil einen Verschlußring auf, welcher eine
Austrittsöffnung der Ventilkammer verschließt, einen
Ventilstößel, der einseitig einen Stößelkopf hat zur
wahlweisen dichtenden Beaufschlagung des Ventilsitzes, um dem
Fluid-Strom zwischen Einlaß- und Auslaßkanal zu steuern,
Antriebsmittel um eine wahlweise Öffnungs- und
Schließbewegung des Ventil-Stößels zu erreichen, und einen
Faltenbalg, welcher einen Teilbereich des Stößels umgibt und
dichtend mit dem anderen Ende befestigt ist, bzw. am
Verschlußring und am Ventilstößel, um den Stößel
gegenüber dem Fluid-Strom, welcher durch die Ventilkammer
strömt, zu isolieren, wobei das Fluid eine äußere
Druckkraft auf den Faltenbalg ausübt.
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In der US-A-42 01 366 weist der Verschlußring eine
Adapter-Mutter und einen flachen Dichtring auf, welcher
zwischen einer Schulter des Ventilkörpers und einer
Schulter der Adapter-Mutter aufgenommen ist. Eine nicht
richtige Gewindestellung zwischen Adapter- Nuß und dem
Ventilkörper kann dabei zu einer fehlerhaften Dichtung
führen.
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Von der GB-A-21 25 581 wird ein ähnliches
Faltenbalgventil offenbart, wobei der Verschlußring eine Bohrung in
einem Führungskanal verschließt, welcher ein Stützglied
für das Ventilschließglied axial führt.
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Ein Faltenbalgventil gemäß der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschlußring eine
Stufendichtung mit der Austrittsöffnung der Ventilkammer
ausbildet. Dabei ist der Verschlußring ringförmig ausgebildet,
um den Stößel aufzunehmen und beinhaltet eine
langgestreckte Büchse, welche den Stößel umgibt, um eine
Zentrierung und eine Führung des Stößels zu bewirken. Der
Verschlußring hat weiter eine abgeschrägte Oberfläche,
damit der Ring und der Faltenbalg gegenüber der
Austrittsöffnung der Ventilkammer zentriert wird.
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Der Gebrauch der Stufendichtung bewirkt eine
entsprechende Dichtung des Fluids innerhalb der Ventilkammer.
Vorzugsweise wirkt eine Kappe zusammen mit einer
Haltemutter, um die Kappe und den Verschlußring kräftig in
dichte Anlage mit dem Ventilkörper an der Austrittsöffnung
der Ventilkammer zu bringen. Die abgeschrägte Oberfläche
ist an dem Verschlußring vorgesehen, um ein präzises
Passen zwischen Ring und Ventilkörper zu gewährleisten
und unterstützt die axiale Justierung des Ventilstößels.
Der Stößel kann koaxiale erste und zweite
Gewindeverbindungen aufweisen. Solche Gewindeverbindungen
gewährleisten einen positiven Stößelrückzug und ermöglichen den
Ausbau der Faltenbalganordnung in einem Stück, so daß
die Wartung und die Erneuerung erleichtert ist. Nach
Belieben zwingt ein Druckantrieb den Stößel entweder
axial einwärts oder axial auswärts gegen die Kraft eines
entgegengerichteten Federmittels. In einer
normal-geschlossen Ausgestaltung ist die Gegenkraft von einem
Paar innerer und äußerer Spiralfedern gebildet, welche
mit einem Taumel-Kragen zusammenwirken. Der Taumelkragen
liegt auf den Ventilstößel auf und hat eine geneigte
innere Oberfläche, um irgendwelche ungleichen
Federkräfte ausgleichen zu können, welche auftreten können.
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Entsprechend einer Ausbildung der Erfindung beinhaltet
das Antriebsgehäuse ein Verschlußglied, welches damit
schraubverbunden ist. Das Verschlußglied hat eine
Öffnung, welche dazu vorgesehen ist, den Ventilstößel in
Verbindung mit der Kappe aufzunehmen. Eine enge
Paßtoleranz zwischen dem Verschlußglied und dem Antriebsgehäuse
erlaubt eine axiale Einstellung des Antriebs gegenüber
dem übrigen der Ventilanordnung.
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Ein Vorteil der Erfindung ist das Vorsehen eines neuen
invertierten Faltenbalgs, welcher bei höheren
Systemdrucken angewendet werden kann.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt in einer
strukturellen Anordnung, welche eine axiale Einstellung der
verschiedenen Ventil- und Ventilantriebskomponenten
erlaubt.
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Die Erfindung wird weiter beschrieben anhand eines
Beispiels mit der Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung,
welche eine schnittbildliche Darstellung des
invertierten Faltenbalgventils zeigt, das entsprechend einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung konstruiert ist.
Die Bezugnahme auf die Zeichnung geschieht
ausschließlich zum Zwecke der Illustrierung einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung und nicht zum Zwecke diese
zu begrenzen. Ein Ventil A hat einen Ventilantrieb B,
welcher in einem wirksamen Verhältnis dazu angeordnet
ist. Das Ventil A hat einen Ventilkörper 10, welcher
einen Eingangsdurchlaß 12 und einen Ausgangsdurchlaß 14
aufweist. Gebräuliche Anschlüsse 12a, 14a sind am
Ventilkörper vorgesehen in umgebender Anordnung zu den äußeren
Enden der Durchlässe, um mit einem äußeren Fluid-System
in bekannter Weise verbunden zu werden. Der Auslaßkanal
14 steht in Verbindung mit einer Ventilkammer 16, und
ein ringförmiger Ventilsitz 18 ist zwischen dem
Einlaßkanal 12 und der Ventilkammer angeordnet. Die
Indentifizierung der Kanäle 12 und 14 als Einlaß bzw. als
Auslaß dient lediglich der Verdeutlichung und die
Bezeichnung kann ebensogut andersherum lauten oder es können
auch mehrere Einlaß- und Auslaßkanäle vorgesehen sein.
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Die Ventilkammer 16 hat ein geschlossenes Ende 24,
welches in Strömungsverbindung mit dem Ventilsitz und dem
Auslaßkanal steht und eine Austrittsöffnung (offenes
Ende) 26.
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Ein ringförmiger Verschlußring 30 hat einen
Durchlaßkanal 32, der dazu vorgesehen ist, um den Ventilstößel 44
aufzunehmen, wie es weiter unten beschrieben ist. Eine
gestufte Oberfläche 34 entlang der äußeren Umgebung des
Verschlußringes 30 ist zur zusammenpassenden Auflage mit
einer gestuften Oberfläche 30 am Ventilkörper 10 am
oberen, äußeren Ende 26 der Ventilkammer 16 vorgesehen,
wobei eine Abdichtung 37 dazwischen angeordnet ist. Die
gestuften Oberflächen und die Abdichtung werden
gewöhnlich wegen der zusammenpassenden Oberflächen 34 und 36
als Stufendichtung bezeichnet. Der Verschlußring 30 hat
eine ringförmig abgeschrägte Oberfläche 30, welche
radial einwärts von der gestuften Oberfläche 34 angeordnet
ist. Diese abgeschrägte oder geneigte Oberfläche
gewährleistet eine Selbstzentrierung des Ringes 30 in Bezug
zum Ventilkörper 10 während des Zusammenbaues.
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Der Ventilstößel 44 hat einen ersten oder unteren Teil
46, welcher in der Ventilkammer 16 Aufnahme findet. Ein
Ende des ersten Teils 46 beinhaltet einen Stößelkopf 48,
welcher aus KEL-F gefertigt ist oder einen anderen
gebräuchlichem Material, um einer speziellen
Ventilanwendung gerecht zu werden. Solche anderen Materialien
können in vorteilhafter Weise angewendet werden, ohne den
Gedanken der Erfindung zu verlassen. Der Stößelkopf 48
ist mit einer geneigten Oberfläche 50
(kegelstumpfförmig) dargestellt, jedoch ist ein balliger Kopf oder eine
andere Ausgestaltung ebenfalls anwendbar. Wenn sich das
Ventil in seiner Geschlossenstellung befindet,
beaufschlagt der Stößelkopf 48 den Ventilsitz 18 wie
dargestellt, um einen Fluidstrom zwischen Einlaß- und
Auslaßkanal 12,14 zu verhindern. In der Offenstellung des
Ventils ist der Stößelkopf 48 in einer vorherbestimmten
Beabstandung von dem Ventilsitz 18. Hierbei tritt eine
Fluid-Verbindung zwischen den Kanälen 12.14 auf. Wie
dargestellt, besteht ein weiter radialer Freiraum 52
zwischen dem Stößelkopf 48 und dem Auslaßkanal 14.
Dieser Freiraum ermöglicht eine Reinigung und verhindert
das Einschließen von Prozeß-Fluiden, wie es bei Ventilen
aus dem Stand der Technik auftritt. Das Ventil kann
wegen dieses Freiraumes 52 in leichter Weise gespült und
gereinigt werden.
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Ein Faltenbalg 60 ist in der bevorzugten Ausgestaltung
aus rostfreiem Stahl gefertigt und geriffelt oder
gefaltet, wie ganz allgemein mit der Bezugsziffer 62
bezeichnet, um eine axiale Bewegung des Stößels zu
gewährleisten. Der Faltenbalg 16 ist mit dem ersten Stößelteil 46
in einem umgebenden Bereich 64, welcher vorspringend am
Stößelkopf 48 angeordnet ist, geschweißt oder
anderweitig dichtend mit gebräuchlichen Mitteln befestigt. Das
zweite Ende des Faltenbalges ist im Bereich 66 mit dem
Verschlußring 30 verschweißt oder anderweitig befestigt.
In dieser Weise ist der Druck des System-Fluids, welches
in die Ventilkammer 16 eintritt, dichtend von dem
Ventilstößel durch den Faltenbalg 60 isoliert. In dieser
Ventilkonstruktion ist es wichtig, daß eine axiale
Justierung des Faltenbalgs während der Stößelbewegung erhalten
bleibt, da eine Verbiegung des Faltenbalges aus dem
axialen Weg unerwünschte Spannungen, Verschleiß und
vorzeitiges Nachlassen der Faltenbalgdichtung bewirken
würde. Die Maßnahmen, um die notwendigen Grade der
Erhaltung der axialen Führung zu erzielen, werden weiter
unten im Detail beschrieben.
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Der mittlere Durchmesser D1 des Faltenbalges 16 ist im
wesentlichen gleich dem Durchmesser D2 des Stößelkopfes
48. Wegen der gleichen Durchmesser von Faltenbalg und
Stößelkopf ist das Ventil bi-direktional. Bi-direktional
bedeutet, daß beide Kanäle 12, 14 als Fluideinlaß des
Ventils dienen können. Vorzugsweise ist der Kanal 12 der
Einlaß, so daß, falls ein Faltenbalg-Fehler auftritt,
das Ventil schließt und das System-Fluid nicht in die
Ventilkammer 16 eintreten kann. Deshalb, weil das Ventil
durch beide Kanäle druckbeaufschlagt werden kann und in
gleicher Weise funktioniert, ist es bi-direktional.
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Äußere Schraubgewinde 68 des Ventilkörpers 10 werden
beaufschlagt von inneren Gewinden 70 einer
Kappen-Haltemutter 72. Die Haltemutter 72 hat äußere
Mehrkant-Oberflächen 80, welche eine Werkzeug-Angriffsfläche
definieren, um die Mutter gegenüber dem Ventilkörper
anzuziehen. Eine radial einwärts gerichtete Schulter 82 der
Mutter wirkt zusammen mit einem radial auswärts
gerichteten Flansch 88 der Kappe 90. Ein erstes Ende 92 der
Kappe liegt auf einer radialen Fläche 94 des
Verschlußringes 30, so daß die gestuften Oberflächen 34, 36 der
verschlußring-Abdichtung und des Ventilkörpers
gegeneinander abgedichtet sind mittels der Abdichtung 37, wenn
die Mutter 72 angezogen ist.
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Der Verschlußring 30 beherbergt ebenfalls eine
langgestreckte ringförmige Büchse 100, welche im
Durchtrittskanal 32 angeordnet ist. Bevorzugt ist die Büchse 100
aus Bronze oder einem anderen zweckmäßigen Material
gefertigt. Ein erstes oder unteres Ende 102 der Büchse
100 liegt auf einer Unterlegscheibe 104 auf, wobei ein
dazwischen liegender eingekerbter Bereich 106 eine
Rückhaltelippe 108 des Verschlußringes 30 beaufschlagt. Die
Büchse 100 hat eine zylindrische innere Oberfläche 110,
welche in eng anliegender Weise den ersten Teil 46 des
Ventilstößels 44 zentriert und führt.
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Die Unterlegscheibe 104 ist aus rostfreiem Stahl
gefertigt und wirkt als eine Anschlagsfläche, welche mit der
Schulter 114 zusammenwirkt, welche dem ersten Stößelteil
46 angeformt ist. Wenn der Ventilstößel 44 in eine
Offenstellung verlagert wird, liegen Unterlegscheibe 104 und
Schulter 114 aufeinander, wobei die äußerste Grenze der
axialen Bewegung des Ventilstößels definiert wird. Ein
Testkanal 120 ist in der Kappe 90 vorgesehen und findet
Verwendung, eine nicht dargestellte Rohrverbindung
aufzunehmen. Der Testkanal wird zur Kontrolle der
Ventilanordnung gebraucht und erlaubt eine Überprüfung, ob
irgendein Fluid aus dem Ventil die Stufendichtung oder die
Faltenbalgdichtung umgibt, so daß geeignete Mittel
ergriffen werden können, um diesen Zustand zu korrigieren.
Ein Gewindeteil 21 des Testkanals erlaubt das
Einschrauben einer geeigneten Rohrverbindung.
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Die Kappe 90 hat einen radial einwärts gerichteten
Stützflansch 124, welcher Mittel unterstützt, um eine
Fehljustierung
zu kompensieren. Die
Fehljustierungskompensierungsmittel beinhalten eine ringförmige Kappe 126, welche
eine innere Nut 128 und eine äußere Nut 130 aufweist.
Diese Nuten sind verwendbar, um einen inneren O-Ring 132
und einen äußeren O-Ring 134 aufzunehmen. Der innere
O-Ring 132 steht in Kontakt mit einem zweiten oder
oberen Stößelteil 140. Der äußere O-Ring 134 wirkt zusammen
mit einer inneren Oberfläche 142 der Kappe 90. Die
Verwendung der ringförmigen Büchse 126 mit zwei O-Ringen
in inneren und äußeren Nuten 128,130 kompensiert jede
Mißjustierung des Ventilstößels, da die Büchse und die
O-Ringe ein Gleiten erlauben. Die Büchse 126 ist derart
ausgestaltet, daß sie den zweiten Stößel lose aufnimmt.
Die Büchse wiederum ist lose aufgenommen von der Kappe
90. Die O-Ringe 132,134 deformieren sich, um die axiale
Lage des zweiten Stößelteils 140 zu stabilisieren. Ein
Rückhaltering 144 hält die
Mißjustierungskompensationsmittel axial entlang der inneren Oberfläche 142 der
Kappe und des Stützflansches 124 positioniert.
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Der zweite Stößelteil 140 beinhaltet ein Innengewinde
146, das mit einem Außengewinde 148 am äußersten Ende
des ersten Stößelteils 46 zusammenwirkt. Die
Schraubverbindung erlaubt ein positives Rückkehren des
Ventilstößels 44 während seiner axialen Bewegung. Der erste und
der zweite Stößelteil 46,140 haben ebenfalls eng
zusammenpassende innere und äußere Durchmesser. Diese eng
zusammenpassenden Durchmesser erlauben eine axiale
Führung der beiden Stößelteile während des erstmaligen
Zusammensetzen oder zu einem späteren Zeitpunkt beim
Wiederzusammensetzen nach einer Wartung. Der Gebrauch
von Gewindeverbindung zwischen den beiden Stößelteilen
erlaubt ein wahlweises Entfernen der
Faltenbalgunteranordnung in einem Stück ohne eine Verzerrung der
erwünschten axialen Bewegung des Faltenbalgs. Außen ist an der
Kappe 90 ein Gewindeteil 152 vorgesehen, welches
wiederum verbunden ist mit einem Gewindebereich 154 einer
Öffnung 156 in einem Antriebs-Verschluß-Glied oder Basis
158. Das Antriebs-Verschluß-Glied hat eine äußere
umgebende Oberfläche 160, welche eine Gewinderegion 162 und
eine Nut 164 beinhaltet, welche zur Aufnahme eines
Dichtungsrings 166 verwendbar ist. Eine axiale Endfläche 168
des Antriebs-Verschluß-Gliedes wird zusammen mit einer
axialen Schulter 170 des Getriebegehäuses 172, welche
den innersten Einschub des Verschlußgliedes 185
definiert. Eine Nut 174 und ein zugehöriges Dichtglied 176
bewirken eine fluiddichte Abdichtung zwischen dem
Antriebs-Verschluß-Glied oder Basis 158 und dem Äußeren
der Kappe 90. Eine innere Schulter 178 ist auf dem
Verschlußglied 158 vorgesehen, um ein Ende einer Feder 180
in einer Ausgestaltung des Ventils aufzunehmen. Die
Feder 180 ist als Phantombild dargestellt, da sie
lediglich in einer alternativen, normal geöffneten
Ausgestaltung des Ventils vorgesehen ist, wie es der Fachmann
versteht. Die alternative, normal geöffnete
Ausgestaltung wird weiter unten mehr im Detail beschrieben.
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Der Antrieb 182, hier speziell als Kolben dargestellt,
ist am zweiten Stößelteil 140 angeordnet. Andere
Antriebe können Verwendung finden mit gleichem Erfolg. Eine
Mutter 184 und eine Unterlegscheibe 186 sind am zweiten
Stößelteil 140 vorgesehen, um diesen Kolben in einer
festen Beziehung zu dem Stößel zu halten. Der Kolben 182
beaufschlagt dichtend das Antriebsgehäuse 172 mittels
eins O-Rings 192, welcher von einer äußeren umgebenden
Nut 194 des Kolbens aufgenommen wird. Die innere
Umgebung 196 des Kolbens ist eng beabstandet zu einem O-Ring
198 angeordnet, welcher in einer umgebenden Nut 200 im
zweiten Stößelteil 140 angeordnet ist.
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Ein Fluiddruck kann auf das Innere des Antriebs 206
ausgeübt werden, welche wie dargestellt, in
Strömungsverbindung mit einem axialen Strömungskanal 208 steht,
welcher im zweiten Stößelteil 140 vorgesehen ist.
Alternativ kann der zweite Stößelteil eine solide
Ausgestaltung haben mit einer zweckmäßigen Strömungsöffnung,
welche in anderer Weise durch das Antriebsgehäuse
vorgesehen ist. Der Strömungskanal 208 erstreckt sich vom
äußersten Ende 212 des Stößels 44 bis zu einer
Querbohrung 214, welche am inneren Ende des zweiten Stößelteils
140 angeordnet ist. In dieser Weise kann der Fluid-Druck
wahlweise gegen die innere Fläche 220 des Kolbens
gerichtet werden, um einen axialen Antrieb des Kolbens gegen
eine entgegengerichtete Federkraft zu bewirken, welche
gegen die äußere Fläche 222 des Kolbens angreift. Eine
gekrümmte Oberfläche 224 am zweiten Stößelteil 140 wirkt
zusammen mit einer Öffnung in einem Taumelkragen 226, um
ungleiche Kräfte zu kompensieren, welche von den
Federmitteln 232, 234 ausgehen.
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Im einzelnen hat der Taumelkragen 226 eine
längserstreckte Durchgangspassage 128, welche in loser Weise dem
zweiten Stößelteil 140 aufnimmt. Eine geneigte
Oberfläche 230 beaufschlagt den gekrümmten Teil 224 des zweiten
Stößelteils, so daß der Taumelkragen begrenzte
Winkelstellungen zur Stößelachse einnehmen kann und die dabei
die ungleichen Kräfte, welche durch die Federn 233,234
ausgeübt werden können, kompensieren. In der bevorzugten
Ausgestaltung haben diese Federn die Form einer Helix
und sind konzentrisch angeordnet, so daß ein Ende den
Taumelkragen beaufschlagt, während das andere Ende
ringförmige Schultern 240,242 im Antriebsgehäuse 172
beaufschlagt. Ein Federpaar wird gebraucht für die
normal-geschlossen-Ausgestaltung, da große Gegenkräfte notwendig
sind für eine Hochdruckanwendung.
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Die Alternative, normal-geschlossen-Ausgestaltung hat
eine Feder 180, deren eines Ende die innere Schulter 178
am Antriebsverschlußglied 158 beaufschlagt. Das andere
Ende der Feder 180 stößt gegen den Kolbenantrieb 182.
Die Querbohrung 214 ist an einer alternativen axialen
Position angeordnet, um Fluid-Druck gegen die äußere
Fläche 222 des Kolbens auftreten zu lassen. Diese
Alternative, normal-offen-Ausgestaltung benutzt Fluid-Druck
gegen die äußere Kolbenfläche 220, um die
Gegenfederkraft der Feder 180 zu überwinden. Nur eine kleine Feder
ist notwendig in dieser alternativen Ausgestaltung wegen
des hohen Fluid-System-Drucks in der Ventilkammer. Dabei
wird die Anordnung selbstverständlich so verstanden, daß
die Federn 180,232,234 nicht alle gleichzeitig benutzt
werden, sondern jeweils anstelle eingebaut sind,
entsprechend einer alternativen Ausgestaltung des Ventils.
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Alle letzten Metallteile des invertierten
Faltenbalgventils sind vorzugsweise aus 316 rostfreiem Stahl
gefertigt, incl. des Faltenbalges selbst. Der zweite oder
obere Stößelteil 140 kann aus härtbarem rostfreiem Stahl
gefertigt sein, wobei die übrige Antriebsstruktur aus
Aluminium sein kann. Wie weiter oben angedeutet, ist
der Stößelkopf 48 aus einem weichem Material wie KEL-F
gefertigt, welches sicher mit dem Ventilsitz 18 dichtet.
Ungeachtet dessen sind die vorgenannten Materialien im
wesentlichen exemplarisch aufgezählt und es können auch
andere zweckmäßige Materialien verwendet werden, ohne
den Weg der Erfindung zu verlassen.
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Die gegenständliche neue Entwicklung beinhaltet eine
geneigte, selbst zentrierte Oberfläche zusätzlich zum
Taumelkragen und dem Mißjustierungs-Kompensations-Glied.
Die geneigte Oberfläche sichert eine axiale Justierung
von zwei wesentlichen Komponenten, welche wiederum eine
akkurate axiale Bewegung des Faltenbalgs erlauben. Der
Taumelkragen stellt sicher, daß ungleiche Kräfte, die
wegen des Gebrauchs von verschiedenen konzentrischen
Federn auftreten, nicht weiter gegeben werden auf den
Ventilstößel. In ähnlicher Weise erlaubt die Büchse 126
mit den verschiedenen konzentrischen O-Ringen, daß der
Stößel gleitet und dabei irgendwelche Fehljustierungen
kompensiert werden. Die Büchse 100 für die Zentrierung
und Führung des Ventilstößels ist außerhalb des
Systemfluids angeordnet. Die verschraubte Verbindung zwischen
ausgewählten Komponenten ermöglichen ein
Auseinandernehmen und Warten des Ventils. Durch die Zusammenwirkung
dieser verschiedenen Eigenschaften wird eine invertierte
Faltenbalganordnung erzielt, welche Drücken widerstehen
kann, welche 3.500 psi (234 Bar) widersteht.