DE3689013T2 - Verzweigte 2,4,6-tris(4'-hydroxyaryl)-amino-s-Triazine enthaltende Polycarbonate. - Google Patents

Verzweigte 2,4,6-tris(4'-hydroxyaryl)-amino-s-Triazine enthaltende Polycarbonate.

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Description

  • Polycarbonate sind thermoplastische Materialien, welche in verschiedenen Anwendungsgebieten weitverbreitet sind.
  • Sie werden üblicherweise durch Umsetzung eines Precursors der Carbonatgruppe mit einem bifunktionellen Phenol hergestellt und besitzen eine lineare Struktur.
  • Im Gegensatz zu den meisten thermoplastischen Polymeren hat das lineare Polycarbonat (PC) zumindestens bei nicht übermäßig hohem Schergefälle ein ausschließlich Newton'sches Verhalten, und seine Abweichungen von einem derartigen Verhalten bei einem hohen γ sind jedoch nicht so deutlich wie bei anderen Produkten.
  • Das Newton'sche Verhalten tritt bekanntlich ein, wenn η (scheinbare Viskosität) im wesentlichen von γ (Schergefälle) unabhängig ist.
  • Dieses rheologische Verhalten kann einen Nachteil darstellen, wenn die Duktilität für ein Produkt erforderlich ist, damit es für die Herstellung durch verschiedene Technologien geeignet ist.
  • Üblicherweise wird lineares PC durch Spritzgießen verarbeitet, während ein hochwertiges Produkt durch Extrusion oder Blasformen praktisch nicht erhalten werden kann, welche Techniken darstellen, die dazu geeignet sind, besonders hergestellte Produkte zu liefern (wabenförmige Platten, Flaschen, Hohlbehälter usw.).
  • Bei den oben erwähnten Techniken ist es tatsächlich notwendig, daß die Flüssigkeit eine scheinbare Viskosität aufweist, die mit steigendem Schergefälle abnimmt, eine typische Erscheinung des Nicht- Newton'schen Verhaltens, um so den Zustand des geschmolzenen Polymers bei zwei aufeinanderfolgenden Zeitpunkten differenzieren zu können: beim ersten Zeitpunkt, wenn das geschmolzene Polymer in der Verarbeitungsmaschine (z. B. im Inneren des Extruders) vorliegt und beim zweiten Mal, wenn das Produkt sie verläßt (z. B. durch die Düse dieses Extruders).
  • Während der ersten Stufe sind die Scherspannungen, denen die Flüssigkeit ausgesetzt ist, hoch und umgekehrt ist ihre scheinbare Viskosität niedrig, so daß ihre Verarbeitung vereinfacht wird; im Augenblick ihres Austritts aus dem Extruder herrschen hingegen niedrige γ-Werte und hohe Viskositäten vor, welche Erscheinung verhindert, daß das Produkt zusammenfällt und es dem hergestellten Gegenstand erlaubt, eine gute dimensionale Stabilität zu zeigen.
  • Das Nicht-Newton'sche Verhalten des geschmolzenen Polymers hat auf zwei weitere Eigenschaften hievon einen beachtlichen Einfluß, auf die Elastizität des geschmolzenen Polymers, nämlich die Schmelzelastizität und die Schmelzfestigkeit, welche gleichfalls vom Gesichtspunkt des Extrusions- und Blasformtechniken sehr wichtig sind.
  • Die Schmelzelastizität besteht im wesentlichen aus der Fähigkeit der Flüssigkeit mit Nicht-Newton'schem Verhalten, beim Austritt aus der Düse stärker anzuschwellen als eine Flüssigkeit mit Newton'schem Verhalten, als Folge einer größeren Rückgewinnung von elastischer Energie in ihrem Inneren, aufgrund einer größeren Verminderung und einer größeren molekularen Orientierung unter der Einwirkung einer Scherkraft.
  • Das oben Erwähnte führt aufgrund einer höheren Flexibilität und Dehnbarkeit des Materials zu einer verbesserten Herstellbarkeit des Produkts.
  • Die zweite aufgezeigte Eigenschaft, d.i. die Schmelzfestigkeit, wird umgekehrt in dem Augenblick bedeutend, wenn das geschmolzene Produkt aus der Fabrikationsmaschine austritt. Sie kann als die Zähigkeit des Polymers in geschmolzenem Zustand betrachtet werden, d. i. ihre Fähigkeit, Belastungen standzuhalten. Wenn die geschmolzene Masse tatsächlich nicht fähig ist, ihr eigenes Gewicht zu tragen, bricht das Extrudat zusammen, und ein Erreichen der gewünschten Formen des hergestellten Gegenstands wird in der Folge unmöglich.
  • Aus dem Obengesagten ergibt sich deutlich, daß die Polymere, welche durch ein Nicht-Newton'sches Verhalten gekennzeichnet sind, zwei Grundeigenschaften zeigen, welche ihnen erlauben, durch Extrusions- und/oder Blasformverfahren hergestellt zu werden: sehr einfache Verarbeitung in der Maschine (niedrige scheinbare Viskosität bei hohen γ-Werten und hohe Schmelzelastizität) und sehr gutes Verhalten beim Austritt aus derselben (hohe scheinbare Viskosität bei niedrigem γ und beträchtliche Schmelzzähigkeit).
  • Polycarbonate mit rheologischen Nicht-Newton'schen Eigenschaften können leicht durch die Verwendung von polyfunktionellen Comonomeren mit drei oder mehr reaktiven Gruppen hergestellt werden, um so eine Struktur zu erhalten, die durch das Vorhandensein von statistischen Verzweigungen gekennzeichnet sind.
  • In der US-A-2 950 266 wird beispielsweise die Synthese von Produkten dieses Typs beschrieben, die durch Verwendung von Phloroglucin als polyfunktionelles Comonomer durchgeführt wird.
  • Gemäß den in der vorliegenden Erfindung erläuterten Erkenntnissen ist die Herstellung von verzweigten Polycarbonaten, die durch ausgezeichnete rheologische Eigenschaften gekennzeichnet sind, die es ihnen ermöglichen, durch Blasformverfahren hergestellt zu werden, auch durch Verwendung von 2,4, 6-Tris-(4'-hydroxyaryl)-amino-striazinen als Verzweigungsmittel möglich. In der französischen Patentschrift FR-A-2 200 308 werden Verzweigungsgruppen durch Verwendung von Trihalogen-s-triazinen in Polycarbonate eingeführt.
  • Diese Verbindungen bieten den Vorteil einer Reaktivität, die mit der von aromatischen Dihydroxyderivaten absolut vergleichbar ist, und sie ermöglichen daher die Gewinnung von stark verzweigten Polycarbonaten, sogar dann, wenn sie in ziemlich geringen Mengen verwendet werden, die deutlich niedriger als jene sind, die im Falle von Phloroglucin notwendig sind.
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von verzweigten, löslichen, hochmolekularen Polycarbonaten, die zur Verarbeitung durch Blasformen besonders geeignet sind.
  • Ein solches Verfahren besteht entweder in der Kondensation von gegebenenfalls halogenierten aromatischen Dihydroxyderivaten oder Gemischen hievon mit Phosgen oder Precursoren der Carbonatgruppe oder Oligomeren von Chloroformylgruppen enthaltendem Polycarbonat durch Grenzflächenreaktion oder durch Umsetzung in Lösung bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 80ºC in Gegenwart einer einwertigen aromatischen Hydroxyverbindung; oder in der Umesterung dieser aromatischen Dihydroxyderivate mit Alkyl-, Aryl- oder Alkylaryldiestern der Kohlensäure in geschmolzenem Zustand, bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 300ºC; wobei jede dieser Methoden in Gegenwart von 0,05-5 Mol-% (bezogen auf das aromatische Dihydroxyderivat) von 2,4,6-Tris(4'-hydroxyaryl)-amino-sdurchgeführt wird:
  • worin R&sub1; und R&sub2;, die gleich oder voneinander verschieden sind, Wasserstoff, gerades oder verzweigtes C&sub1;&submin;&sub5;-Alkyl oder Halogen (insbesondere Chlor oder Brom) darstellen.
  • Auch die gemäß der hierin beschriebenen Methode erhaltenen Polycarbonate sind ein Ziel der vorliegenden Erfindung.
  • 2,4,6-Tris(4-hydroxyaryl)-amino-s-triazine können beispielsweise durch Umsetzung von Cyanurchlorid mit Aminophenolen (und Derivaten hievon) gemäß den für die anorganische Chemie typischen bekannten Verfahren hergestellt werden. Beispiele für solche Verbindungen werden in Chemical Abstracts 81 79232f und in US-A-2 393 755 beschrieben.
  • Beispiele für diese Verbindungen sind:
  • 2,4,6-Tris(4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=R&sub2;=H); 2,4,6-Tris(3'-methyl-4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=CH&sub3;, R&sub2;=H); 2,4,6-Tris(3',5'-dimethyl-4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=R&sub2;=CH&sub3;); 2,4,6-Tris(3'-chlor-4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=Cl, R&sub2;=H); 2,4,6-Tris(3',5'-dichlor-4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=R&sub2;=Cl); 2,4,6-Tris(3'-brom-4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=Br, R&sub2;=H); 2,4,6-Tris(3',5'-dibrom-4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=R&sub2;=Br); 2,4,6-Tris(3'-chlor-4'-hydroxy-5'-methylphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=Cl, R&sub2;=CH&sub3;); 2,4,6-Tris(3'-brom-4'-hydroxy-5'-methylphenyl)-amino-s-triazin (R&sub1;=Br,R&sub2;=CH&sub3;);
  • Die aromatischen Dihydroxyverbindungen, die in der praktischen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, werden durch die folgende Formel dargestellt:
  • worin R eine substituierte oder nicht-substituierte Alkylgruppe mit 0 bis 5 Kohlenstoffatomen, , -O-, -S-, -SO&sub2;, -CO- darstellt;
  • x und Y gleich oder voneinander verschieden sind und H, CH&sub3; oder Halogenen bedeuten, m und n ganze Zahlen sind, die gleich oder voneinander verschieden sind und einen Wert von 1 bis 4 aufweisen.
  • Typische Beispiele solcher Verbindungen sind:
  • 4,4'-Dihydroxydiphenyl; 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan (Bisphenol A); 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-methan; 2,2-Bis-(3,5-dichlor-4-hydroxyphenyl)-propan; 2,2-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-propan; usw.
  • Zweiwertige Verbindungen mit nur einem aromatischen Ring wie Resorcin, Hydrochinon und Brenzcatechin sowie Gemische all dieser genannten Verbindungen können gleichfalls verwendet werden.
  • Um das Molekulargewicht des entstehenden Polycarbonates einzustellen, können solche Monohydroxyverbindungen wie beispielsweise Phenol, p-Isopropylphenol, p-tert.Butylphenol usw. verwendet werden.
  • Die verzweigten Polycarbonate der vorliegenden Erfindung können gemäß einer der in der Technik angegebenen Polykondensationsmethoden hergestellt werden.
  • Das polyfunktionelle Comonomer (Verzweigungsmittel) zusammen mit dem Dihydroxyarylderivat wird beispielsweise in einer wäßrigen Natriumhydroxidlösung gelöst, und einem solchen Gemisch wird ein organisches, wasser-unmischbares Lösungsmittel wie beispielsweise Dichlormethan zugesetzt.
  • Durch das Gemisch wird gasförmiges Phosgen in Gegenwart eines Regulators für das Molekulargewicht wie beispielsweise eines monofunktionellen Phenols und eines Phasentransferkatalysators, beispielsweise eines tertiären Amins, durchperlen gelassen, und das Reaktionsgemisch wird auf einer Temperatur im Bereich von 15 bis 25ºC während einer Zeit von 1 bis 6 Stunden gehalten.
  • Das so erhaltene verzweigte Polycarbonat wird nach einem Waschen der organischen Phase durch bekannte Techniken und Destillation des Lösungsmittels oder Ausfällen durch ein Nicht-Lösungsmittel mit hoher Ausbeute isoliert.
  • Ein alternativer Weg zur Durchführung des Verfahrens besteht zuerst in der Herstellung von Chloroformyl-endständigen Oligomeren von Polycarbonaten durch Grenzflächenreaktion zwischen Phosgen und den in einer wäßrig-alkalischen Lösung gelösten Dihydroxyarylverbindungen in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels. Das mittlere Molekulargewicht des Oligomers, vorzugsweise im Bereich von 400 bis 2000, kann a priori durch Verwendung von monofunktionellen Phenolen bestimmt werden.
  • Nach der Trennung der beiden Phasen wird die organische Lösung mit einem Gehalt an Chloroformyl-endständigen Oligomeren einer Grenzflächenkondensation in Gegenwart des Verzweigungsmittels unterworfen. Das zu gewinnende verzweigte Polycarbonat wird wie in der oben angegebenen Weise gereinigt.
  • Das Einführen solcher reduzierender Mittel wie beispielsweise Natriumhyposulfit in die wäßrige Phase wird empfohlen, um die Bildung von gefärbten Nebenprodukten zu verhindern.
  • Eine weiter Möglichkeit zur Ausbildung der verzweigten Polycarbonate besteht in der Zuflucht zu der bekannten Methodik der Polykondensation in Lösung: in diesem Falle wird Phosgen durch eine Lösung von Methylenchlorid und Pyridin mit einem Gehalt an dem Molekulargewichtregler (monofunktionelles Phenol), dem Dihydroxyarylderivat und der polyfunktionellen Verbindung als Verzweigungsmittel der vorliegenden Erfindung durchperlen gelassen. Das so erhaltene Polycarbonat wird dann durch Destillation des Lösungsmittels oder durch Ausfällen durch ein Nicht-Lösungsmittel mit hoher Ausbeute direkt isoliert.
  • Das Gemisch aus Diphenol- und Triphenolverbindungen (Verzweigungsmittel) kann auch durch das Umesterungsverfahren in geschmolzenem Zustand durch Umsetzung mit Dialkyl-, Diaryl- oder Alkylarylcarbonaten bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 130ºC und in Gegenwart von Umesterungskatalysatoren wie Alkalimetalle und deren Oxide, Alkoxide von Übergangsmetallen oder dgl. in ein nochmolekulares/verzweigtes Polycarbonat umgewandelt werden.
  • In diesem Falle wird der Polymerisationsgrad nicht durch Vorhandensein von Molekulargewichtsreglern, sondern durch die Wirksamkeit der Entfernung der Nebenprodukte und durch Rühren der geschmolzenen Masse kontrolliert.
  • Die erhaltenen hochmolekularen verzweigten Polycarbonate, entsprechend dem Umfang der vorliegenden Erfindung nach jeder beliebigen der beschriebenen Methoden, werden durch ihre vollständige Löslichkeit in den üblichen Lösungsmitteln für gerades Polymer und durch eine starke Abhängigkeit der Schmelzviskosität von der Scherspannung gekennzeichnet.
  • Tatsächlich zeigt die Scherempfindlichkeit, welche das Verhältnis der Fließgeschwindigkeit des geschmolzenen Polymers bei zwei verschiedenen Scherspannungswerten und daher ein indirektes Maß des Nicht-Newton'schen Verhaltens des Polymers bedeutet, ständig Werte über 15, während das lineare Polycarbonat Werte rund um 12-13 aufweist.
  • Die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Polycarbonate sind sowohl zur Verarbeitung mittels Extrusions- als auch mittels Spritzgießverfahren geeignet.
  • Weiters können sie aufgrund der Wirkung der ausgezeichneten dimensionalen Stabilität der geschmolzenen Masse auch durch das Blasformverfahren zur Herstellung von Hohlkörpern verarbeitet werden. Schließlich können dank ihrer rheologischen Eigenschaften daraus extrudierte Folien mit guten mechanischen Eigenschaften und mit höherer Beständigkeit gegenüber Spannungen leicht erhalten werden.
  • Zur Kennzeichnung der gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten verzweigten Polycarbonate wurden die folgenden Vorgangsweisen verwendet:
  • Eigenviskosität: Sie wird in Methylenchlorid bei 20ºC mit dem Ubbelhodeviskometer gemessen und wird in dl/g ausgedrückt;
  • Schersensitivität: Die Bewertung wird auf dem "Schmelzindexmesser" unter Belastungen von 2,16 und 21,6 kg bei 260ºC gemäß ASTM D 1238 durchgeführt;
  • Schlagzähigkeit (IZOD): Diese Eigenschaft wird an gekerbten Probestäben bei 0ºC gemäß ASTM D 256 bewertet.
  • Beispiel 1 Herstellung von 2,4,6-Tris(4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin
  • Einer Lösung von 62,1 g (570 mMol) p-Aminophenol in 550 ml Aceton werden 150 ml des gleichen Lösungsmittels mit einem Gehalt an 17,5 g (95 mMol) Cyanurchlorid tropfenweise während 1 Stunde zugesetzt. Das Umsetzungsgemisch wird weitere drei Stunden kochend (bei etwa 56ºC) gehalten.
  • 36,8 g des Produkts, 2,4,6-Tris-(4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin, werden dann durch Ausfällen mit Wasser und anschließende Waschvorgänge mit diesem Nicht-Lösungsmittel erhalten (Ausbeute = 96,3%).
  • Elementaranalyse: C = 62,7; H = 4,6; N = 20,8 (C&sub2;&sub1;H&sub1;&sub8;N&sub6;03 erfordert: C = 62,7; H = 4,5; N = 20,9)
  • Die Werte des Äquivalentgewichtes (Titrieren von aromatischen Hydroxygruppen), Molekulargewicht (V.P.O. und M5) und die Molekularstruktur (N.M.R.) stimmen mit der vorgeschlagenen Formel überein.
  • Die Verbindung schmilzt bei 301ºC (D.S.C.).
  • Die anderen Derivate des Klasse der 2,4,6-Tris(4-hydroxyaryl)amino-s-triazine werden durch Modalitäten analog zu den oben beschriebenen hergestellt.
  • Beispiel 2
  • In einen auf der kontrollierten Temperatur von 25ºC gehaltenen 3l- Glasreaktor werden unter Stickstoff 84 g Bisphenol A, 370 mg 2,4,6-Tris(4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (0,25 Mol-%, bezogen auf Bisphenol), 65,2 g Natriumhydroxid, gelöst in 650 ml Wasser, 20 mg Natriumhyposulfit (als Reduktionsmittel) und 6,3 ml einer wäßrigen Lösung von 0,5 N Triethylamin eingespeist.
  • Dann werden 2,7 g p-tert.-Butylphenol, gelöst in 1300 ml Methylenchlorid, zugesetzt, und 44 g gasförmiges Phosgen werden durch das unter kräftiger Bewegung gehaltene Gemisch während 30 Minuten durchperlen gelassen.
  • Die Umsetzung wird 2 Stunden mit wäßrigem Natriumhydroxid (bei 20 Gew.-%), das bei Bedarf zugesetzt wird, um den pH-Wert über 11 zu halten, weiterlaufen gelassen.
  • Zum Schluß wird die umgesetzte Masse mit 500 ml Methylenchlorid verdünnt, und die organische Phase wird abgetrennt und anschließend mit 300 ml Wasser (zweimal), 800 ml 0,15N wäßrigem Natriumhydroxid (dreimal), 600 ml Wasser (zweimal), 800 ml 0,1N Salzsäure und schließlich mit Teilen von 600 ml Wasser bis zur Neutralisation gewaschen.
  • Schließlich wird das Polymer durch Destillation des organischen Lösungsmittels gewonnen, wird getrocknet und zu Pulver vermahlen.
  • Das verzweigte Polycarbonat hat die folgenden Eigenschaften: - Eigenviskosität = 0,521 dl/g; - Schersensitivität = 22,3 - IZOD-Schlagfestigkeit = 829 J/m.
  • Beispiel 3
  • 212 g Chloroformyl-endständige Polycarbonatoligomere (zahlenmäßiges Molekulargewicht = 590, Chloroformyl-endständige Gruppen = 2780 mÄq/kg, endständige Hydroxygruppen = 490 mAg/kg), hergestellt aus Bisphenol A, Phosgen und p-tert.Butylphenol und gelöst in 900 ml Methylenchlorid, werden unter Stickstoff in einen auf der kontrollierten Temperatur von 25ºC gehaltenen 2,5 l-Glasreaktor eingespeist.
  • Unter mechanischem Rühren mit einem Magnet-Ankerrührer (300 UpM) werden dann 50 ml Wasser mit 720 mg 2,4,6-Tris(4'-hydroxyphenyl)amino-s-triazin (0,2 Mol-%, bezogen auf das Gesamt-Bisphenol A), 4,5 NaOH und 31 mg Natriumhyposulfit und 5 ml 0,05 N wäßrige Lösung von Triethylamin in der angegebenen Reihenfolge zugesetzt.
  • Danach werden unter Verwendung einer Dosierpumpe 97 ml einer wäßrigen Lösung von NaOH bei 20 (Gew.-)% während einer Zeitspanne von 10 Minuten zugesetzt und 30 Minuten später werden dann 300 ml Wasser mit einem Gehalt an 48,1 g Bisphenol A und 17 g NaOH zugesetzt.
  • Drei Stunden später wird das Gemisch in 2200 ml Methylenchlorid gegossen. Die organische Phase wird dann abgetrennt und der Reihe nach mit 450 ml Wasser (zweimal), 1300 ml 0,15N wäßrigem Natriumhydroxid (dreimal), 900 ml Wasser (zweimal), 1300 ml 0,1N Salzsäure und schließlich mit Teilen von 900 ml Wasser bis zur Neutralisation gewaschen
  • Das verzweigte, in herkömmlicher Weise isolierte Polycarbonat zeigt die folgenden Eigenschaften: - Eigenviskosität = 0,483 dl/g; - Schersensitivität = 16,0 - IZOD-Schlagfestigkeit = 821 J/m.
  • Beispiel 4
  • Beispiel 3 wird mit den gleichen Arbeitsmodalitäten und Reaktantenmengen wiederholt, mit der Ausnahme, daß 1,45 g 2,4,6- Tris(4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (0,4 Mol-%, bezogen auf Gesamt-Bisphenol A) zugesetzt werden.
  • Das erhaltene Polycarbonat besitzt die folgenden Eigenschaften: - Eigenviskosität = 0,599 dl/g; - Schersensitivität = 21,4 - TZOD-Schlagfestigkeit = 826 J/m.
  • Beispiel 5
  • Beispiel 3 wird mit den gleichen Arbeitsmodalitäten und Reaktantenmengen wiederholt, mit der Ausnahme, daß 2,90 g 2,4,6- Tris(4'-hydroxyphenyl)-amino-s-triazin (0,8 Mol-%, bezogen auf Gesamt-Bisphenol A) zugesetzt werden.
  • Das erhaltene verzweigte Polycarbonat besitzt die folgenden Eigenschaften: - Eigenviskosität = 0,510 dl/g; - Schersensitivität = 22,9 - IZOD-Schlagfestigkeit = 828 J/m.

Claims (4)

1. Verzweigtes Polycarbonat, gekennzeichnet durch das Vorliegen von Einheiten in seiner Struktur, welche Einheiten von Tris(4'-hydroxyaryl)-amino-S-triazinen mit der allgemeinen Formel:
abstammen, worin R&sub1; und R&sub2;, die gleich oder voneinander verschieden sind, Wasserstoff, gerades oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder Halogen darstellen.
2. Verzweigtes Polycarbonat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die allgemeine Formel (I) aufweisende Verbindung in einer Menge im Bereich von 0,05 bis 5 Mol-%, bezogen auf das aromatische Dihydroxyderivat, zugegen ist.
3. Verzweigtes Polycarbonat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die allgemeine Formel (I) aufweisende Verbindung vorzugsweise unter: - 2,4,6-Tris(4'-hydroxyphenyl)-amino-S-triazin (R&sub1;=R&sub2;=H); - 2,4,6-Tris(3'-methyl-4'-hydroxyphenyl)-amino-S-triazin R&sub1;=CH&sub3;, R&sub2;=H); - 2,4,6-Tris(3'5'-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-amino-S-tria zin (R&sub1;=R&sub2;=CH&sub3;); - 2,4,6-Tris(3'-chlor-4'-hydroxyphenyl)-amino-S-triazin (R&sub1;=Cl, R&sub2;=H); - 2,4,6-Tris(3',5'-dichlor-4'-hydroxyphenyl)-amino-S-triazin (R&sub1;= R&sub2;=Cl); - 2,4,6-Tris(3'-brom-4'-hydroxyphenyl)-amino-S-triazin (R&sub1;=Br, R&sub2;=H); - 2,4,6-Tris(3',5'-dibrom-4'-hydroxyphenyl)-amino-S-triazin (R&sub1;=R&sub2;=Br); - 2,4,6-Tris(3'-chlor-4'-hydroxy-5'-methylphenyl)-amino-S- triazin (R&sub1;=Cl, R&sub2;=CH&sub3;); und - 2,4,6-Tris(3'-brom-4'-hydroxy-5'-methylphenyl)-amino-S- triazin (R&sub1;=Br, R&sub2;=CH&sub3;) ausgewählt ist.
4. Verfahren zur Herstellung von verzweigtem Polycarbonat, dadurch gekennzeichnet,daß als Verzweigungsmittel eine Verbindung mit der allgemeinen Formel (I):
verwendet wird, worin R&sub1; und R&sub2;, die gleich oder voneinander verschieden sind, Wasserstoff, gerades oder verzweigtes Alkyl mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder Halogen darstellen.
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