DE3689541T2 - AM-Stereoempfänger mit Schutz gegen Stereobildbewegungen. - Google Patents

AM-Stereoempfänger mit Schutz gegen Stereobildbewegungen.

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Description

  • Die Erfindung betrifft das Gebiet des AM-Stereoempfangs und, spezieller, AM-Stereoempfanger, die Mittel zum Schutz des Empfangs gegen die Erzeugung einer unerwünschten Bewegung des vorgestellten Stereobildes von Seite zu Seite (Schallorverlagerung) aufweisen.
  • Schallortverlagerung ist eine Eigenschaft, die AM- Stereosystemen innewohnt, die die Phasenbeziehung zwischen dem Nachrichtenträger und seinen Seitenbandern nutzen, um das Stereodifferenzsignal (L-R) darzustellen. Solche Systeme werden in dieser Beschreibung als Systeme mit "Winkelmodulationsanteil" bezeichnet. Winkelmodulations-AM- Stereosysteme enthalten AM/PM, AM/FM und Quadraturmodulationssysteme, die das reine Quadraturamplitudenmodulationssystem (QUAM), wie es seinerzeit durch die Harris Corporation vorgeschlagen worden ist sowie das sogenannte kompatible Quadraturamplitudenmodulationssystem beinhalten, das durch die Motorola Inc. vorgeschlagen worden ist (das "Motorola-System").
  • Schallortverlagerung kann von unterschiedlichen Ursachen herrühren, eine von ihnen ist die Gleichkanalinterferenz (d. h. die Interferenz, die durch den Empfang von zwei oder mehreren Signalen (ein gewünschtes Signal und ein oder mehrere unerwünschte Signale)) verursacht ist, die fast identische Trägerfrequenzen aufweisen.
  • Eine Gleichkanalinterferenz erzeugt eine Trägerschwebung zwischen dem gewünschten und dem unerwünschten Signal. Diese führt zu einem resultierenden Trägerwobbeln. Außerdem und wichtiger für Interferenzen bei mittleren und niedrigen Pegeln ist, daß die Seitenbänder des unerwünschten oder interferierenden Signals in Phase um den Träger des stärkeren Nutzsignales schwingen. Bei AM-Stereosystemen mit Winkelmodulationsanteil ist das Ergebnis, daß sich die Interferenz selbst von Seite zu Seite in dem empfangenen Stereobild bewegt, wobei der Störungsfaktor der Gleichkanalinterferenz erhöht wird.
  • Auf der anderen Seite unterliegen AM-Stereosysteme, die die Frequenzdifferenz zwischen dem oberen und dem unteren Seitenband des Nachrichtensignals nutzen, um die Stereoinformation darzustellen (d. h. das Kahn/Hazeltine- Independent Sideband-System (ISB), bei dem beispielsweise die Stereoinformation für den linken Kanal über das untere Seitenband und die Stereoinformation für den rechten Kanal über das obere Seitenband übertragen wird, nicht der Schallortverlagerung.
  • Das L. M. Ecklund erteilte US-Patent Nr. 489431 (das '431-Patent) offenbart eine Schaltung zur Verwendung in AM-Stereoempfängern mit dem Motorola-System, um die störenden Effekte der Schallortverlagerung zu vermeiden. Die Lösung des '431-Patentes bezüglich des Schallortverlagerungsproblems liegt darin, das Vorliegen einer Gleichkanalinterferenz zu erfassen und den AM-Stereoempfänger auf Monobetrieb umzuschalten, wenn Gleichkanalinterferenzen vorliegen. Während diese einfache Lösung die Schallortverlagerung eliminiert, ist ebenso offensichtlich gleichzeitig der Stereoempfang eliminiert, wodurch der Stereoempfangsbereich der betreffenden gewünschten AM-Station reduziert ist. Somit ist das Stereoempfangsgebiet solcher AM- Rundfunkstationen, die das Motorola AM-Stereosystem benutzen und die an Gleichkanalinterferenz leiden, signifikant reduziert.
  • Die in dem '431-Patent offenbarten Mittel zum Erfassen von Gleichkanalinterferenz können als Teil von Stereoempfängern verwendet werden, die von der vorliegenden Erfindung Gebrauch machen und deshalb wird hiermit auf die Beschreibung und die Zeichnungen des '431-Patentes Bezug genommen.
  • Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung zu verhindern, daß Gleichkanalinterferenzen bei Stereoempfängern für Stereosysteme mit Winkelmodulationsanteil, wie es das Motorola-System ist, Schallortverlagerung verursachen, ohne solche Empfänger auf Monobetrieb umzuschalten.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, verbesserte AM-Stereoempfänger zu schaffen, die eine Einbuße am Stereoempfangsbereich von AM-Stationen vermeiden, die AM- Stereosysteme mit Winkelmodulationsanteil nutzen und die Gleichkanalinterferenzen unterworfen sind.
  • Die oben genannte US-A-4489431 beschreibt somit einen AM-Stereoempfänger mit Schutz gegen Verlagerung des scheinbaren Schallortes, wobei der Empfanger aufweist:
  • Empfangsmittel zum Empfangen von AM-Hochfrequenzsignalen und zum Umwandeln dieser Signale in entsprechende Zwischenfrequenzsignale;
  • von den Zwischenfrequenzsignalen gesteuerte Dekodermittel zum Dekodieren von AM-Stereosignalen;
  • Detektormittel, um festzustellen, daß besondere Signalempfangsbedingungen vorliegen, die zu einer Verlagerung des scheinbaren Schallortes führen und um ein dies anzeigendes Ausgangssignal zu erzeugen; und
  • von dem Ausgangssignal der Detektormittel gesteuerte Steuermittel, um den Empfänger zu veranlassen, seinen Betriebsmodus zu wechseln.
  • Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Dekodermittel zum Dekodieren der AM-Stereosignale in wenigstens zwei unterschiedlichen Betriebsmodi betreibbar ist, von denen jeder Audiostereoempfang ergibt, wobei unter den besonderen Empfangsbedingungen wenigstens einer der Schallortverlagerung unterworfen ist und ein anderer bei diesen Signalempfangsbedingungen unempfindlich gegen Schallortverlagerungen ist; und
  • daß das Steuermittel von dem Ausgangssignal des Detektormittels gesteuert ist, um das Dekodermittel zu veranlassen, in demjenigen seiner Betriebsmodi zu arbeiten, der unempfindlich gegen die Schallortverlagerung ist, sobald das Detektormittel anzeigt, daß die besonderen Signalempfangsbedingungen vorliegen.
  • Ausführungsformen der Erfindung werden nun am Beispiel mit Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • Fig. 1 eine Kopie aus aus dem zu dem Stand der Technik gehörigen US-Patent Nr. 4489431 ist, wobei Fig. 1A der Fig. 1 des '431-Patentes und Fig. 1B der Fig. 2 des '431-Patentes entsprechen.
  • Fig. 2 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild eines Einsystem-AM-Stereoempfängers gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 3 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild eines Vielsystem-AM-Stereoempfängers gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Die Schaltung nach Fig. 1 und ihre Arbeitsweise sind in dem zu dem Stand der Technik gehörigen US-Patent 4489431 beschrieben. Jedoch soll das spezielle, in dem '431-Patent zum Erfassen des Vorhandenseins von Gleichkanalinterferenz in dem AM-Stereoempfänger für AM-Stereorundfunksysteme mit Winkelmodulationsanteil verwendete Verfahren die vorliegende Erfindung nicht beschränken. Die Offenbarung des '431-Patentes ist lediglich als geeignete Veranschaulichung einer Schaltung zur Gleichkanalinterferenzerfassung verwendet, die bei der vorliegenden Erfindung verwendbar ist. Es sollte angemerkt werden, daß Block 41 der Fig. 1B als "+/- Matrix" anstelle von "Stereo-Dekoder" umbenannt worden ist, was eine für den Block 41 der Fig. 2 des '431-Patentes verwendete fehlerhafte Bezeichnung ist. Die Bezeichnung "Stereo-Dekoder", wie sie in der vorliegenden Beschreibung verwendet ist, bezeichnet den gesamten Stereosignaldekoderabschnitt eines AM-Stereoempfängers und nicht lediglich den Summier- und Subtrahiermatrixabschnitt (+/-Matrix) desselben.
  • Bei dem '431-Patent besteht das Verfahren zur Erfassung gewisser Empfangsbedingungen die Schallortverlagerung bei AM-Stereoempfängern für AM-Rundfunksysteme für Phasentrennung verursachen, wie es das Motorola-System ist, darin, durch Gleichkanalinterferenzen verursachte niedrige Schwebungsfrequenzen zu erfassen. Ein alternatives, relativ einfaches Verfahren liegt darin, lediglich festzustellen, ob niedrige Empfangssignalpegel vorliegen, wie es beispielsweise durch die AGC-Spannung (Verstärkungsregelungsspannung) des Stereoempfängers angezeigt wird. Wenn das empfangene Signal schwach ist, kann man üblicherweise annehmen, daß signifikante Gleichkanalinterferenzen vorhanden sind. Bei Benutzung einer dieser Verfahren sollte gemäß der Erfindung, wenn die Existenz von Gleichkanalinterferenz angezeigt wird, der Stereodekodiermodus des AM- Stereoempfängers von der Winkelmodulations-Betriebsart zu der Betriebsart für unabhängigen Seitenbandempfang umgeschaltet werden, die relativ immun gegen Schallortverlagerung ist. Die Verwendung der AGC-Spannung, die an eine einfache schwellenempfindliche Einrichtung geführt wird, ist gewöhnlich einfacher und billiger als die Verwendung des in dem '431-Patent dargestellten Verfahren zur Gleichkanalinterferenzerfassung und ist entsprechend eine der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
  • Es gibt eine Anzahl von Verwendungen der vorliegenden Erfindung. Beispielsweise kann die Erfindung verwendet werden bei;
  • a) Einsystem-AM-Stereoempfängern zur AM-Stereosysteme mit auf der Phase (Winkelmodulationsanteil) basierender Stereosignalübertragung, wie es das Motorola-System ist; oder
  • b) Vielsystem-AM-Stereoempfängern die dazu geeignet sind, sowohl AM-Stereosignale mit Winkelmodulationsanteil als auch AM-Stereosignale mit auf der Frequenz basierender Stereosignalübertragung (Frequenzseparationstyp) zu empfangen und die auf Monoempfang umschalten, wenn kein Stereopilotsignal eines der Systeme empfangen wird; oder
  • c) bei Multisystem-AM-Stereoempfängern, die dazu geeignet sind, sowohl AM-Stereosignale mit Winkelmodulationsanteil als auch AM-Stereosignaie mit auf der Frequenz basierender Stereosignalübertragung zu empfangen und die auf den Empfang des Winkelmodulationstyps lediglich dann schalten, wenn das Pilotsignal eines Systems mit Winkelmodulationsanteil empfangen wird, die jedoch auf Empfang vom Frequenzseparationstyp schalten, wenn entweder monophone Signale (d. h. keine Pilotsignale) oder wenn das Pilotsignal eines AM-Stereosenders mit Frequenzseparation empfangen wird.
  • Fig. 2 zeigt einen AM-Stereoempfänger vom Einsystemtyp gemäß der vorliegenden Erfindung. Bei diesem Beispiel ist das einzelne AM-Stereosystem das Motorola kompatible Quadraturamplitudenmodulationssystem und die Stereodekoderschaltung basiert hinsichtlich der Gewinnung einer cos- (R)-Korrektur, auf der die in dem F.H. Hilbert erteilten US-Patent Nr. 4371 747 (dem '747-Patent) offenbart ist - (siehe Fig. 1 des '747-Patentes) und auf meinem früheren US-Patent Nr. 4018994 (dem '994-Patent) hinsichtlich des Verfahrens der Störungsreduzierung in dem demodulierten L-R-Signal durch die Verwendung von inverser Amplitudenmodulation, in diesem Falle mit einem cos-(R)-Korrektursignal, das aus der L+R Komponente des empfangenen Signals umgeleitet worden ist. Unglücklicherweise ist das Motorola-System ein AM-Stereosystem mit Winkelmodulationsanteil und deshalb würde der Empfänger nach Fig. 2 ohne die vorliegende Erfindung der Schallortverlagerung unterliegen, wenn er in Stereo betrieben wird. Er unterliegt außerdem wegen der für das Motorola-AM-Stereosystem erforderlichen cos-(R)-Korrektur gewissen Rauschspitzen. Ein Verfahren zur Reduzierung dieser Rauschprobleme ist in dem N. W. Parker erteilten US-Patent Nr. 4169968 offenbart (d. h. die cos-(R)-Korrektur abzuschalten, wenn der Eingangsstörabstand unter einen gewissen Wert des Hochfrequenzrauschens fällt. In dem vorliegenden Fall kann die cos-(R)-Korrektur ebenfalls (durch Schalten an eine festgelegte Vorspannung) stillgelegt werden, wenn das Gleichkanalinterferenzniveau einen Schwellpunkt überschreitet und die Schallortverlagerung-Schutzeigenschaft ist Teil einer Stereodekoderschaltung.
  • Es wird auf Fig. 2 Bezug genommen, die ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt, wobei der dargestellte Einsystem-AM-Stereodekoder (Motorola-System) ein angelegtes ZF-Signal so annimmt als würde es von einem konventionellen AM-Empfängerzwischenfrequenzausgang, wie den Blocks 25, 26 und 27 der Fig. 1B, geliefert. Das an dem Ausgang eines Hüllkurvendetektors 202 anstehende L+R-Signal steuert einen Abschnitt
  • (a) eines elektronischen Schalters 204.
  • Wenn der Schalter 204 in der in Fig. 2 dargestellten Position steht, ist die Schutzfunktion gegen Schallortverlagerung aktiviert. Somit ist das L+R-Signal des Hüllkurvendetektors 202 in einen Eingang der Summier- und Subtrahiermatrix (+/-Matrix) 208 über ein Allpaß-Phasenschiebernetzwerk 206 gekoppelt, während zur gleichen Zeit das L-R- Signal vom Quadraturdemodulator 212 in den anderen Eingang der Matrix 208 über ein Phasenschiebernetzwerk 214 und einen elektronischen Schalter 216 gekoppelt ist. Das aus den Netzwerken 206 und 214 gebildete Paar liefert eine Phasendifferenz von ungefähr 90 Grad über wenigstens einen wesentlichen Bereich des Audioempfangsbereiches des Empfängers. Hinsichtlich zusätzlicher Details der Theorie und Auslegung solcher Netzwerke sei auf "Normalized Design of 90 Phase Difference Network" von S. D. Bedrosian, IRE Transactions of the Professional Group on Circuit Theory, Vol. CP-7, No. 2, Seiten 128-136, Juni 1960 und die darin enthaltenen Literaturhinweise Bezug genommen.
  • Ein L-R-Signal wird unter der Verwendung der Schaltung erhalten, die aus dem '747-Patent und dem '994-Patent hervorgeht, die einen inversen Modulator 210 und einen Quadraturdemodulator 212 beinhalten. Wie oben angemerkt, kann ein elektronischer Schalter 226 in den Steuereingang zu dem Inversmodulator 210 eingesetzt werden, um bei einer Ausführungsform der Erfindung von dem cos-(R)-Korrektursignal auf eine feste Vorspannung umzuschalten, die von einem aus Widerständen 222 und 224 und einer Spannungsquelle E gebildeten Spannungsteiler abgegeben wird. Der elektronische Schalter 226 ist in der Position zur Rauschreduzierung dargestellt, während die Schalter 204 und 216 der Fig. 2 alle in der Position dargestellt sind, bei der ein 25 Hz Stereopilotsignal empfangen wird und Gleichkanalinterferenzen oberhalb einer gewissen Schwelle erfaßt werden. Das Ausgangssignal des Inversmodulators 210 ist an den Quadraturdemodulator 212 geführt, dem außerdem ein Referenzsignal zugeführt ist, das dem empfangenen ZF-Träger um 90º phasenverschoben entspricht.
  • Das Ausgangssignal des Quadraturdemodulators 212 enthält eine L-R-Signalkomponente und in dem Fall des Empfangs von AM-Stationen, die gemäß dem Motorola-AM-Stereosystem senden, wie es in dem '431-Patent beschrieben i st, enthält es außerdem eine 25 Hz Pilotsignalkomponente. Wenn der 25 Hz Ton von dem Pilotdetektor 218 erfaßt wird, veranlaßt dieser den elektronischen Schalter 216, das an dem Ausgang des Schaltabschnittes 204d verfügbare L-R-Signal in die +/- Matrix 208 einzukoppeln. Im vorliegenden Fall ist das L-R-Signal durch das Phasenschiebernetzwerk 214 in der Phase verschoben worden, während die (c) und (d) Abschnitte des Schalters 204 in der Stellung zum Schutz gegen Schallortverlagerung dargestellt sind.
  • Wenn eine Gleichkanalinterferenz vorhanden ist, enthält das aus dem Quadraturdetektor 212 kommende Signal außerdem eine niederfrequente Schwebungskomponente. Diese Schwebungskomponente wird in dem Gleichkanaldetektor 220 erfaßt, der beispielsweise unter Verwendung der in dem '431-Patent für diesen Zweck dargestellten Schaltung implementiert werden kann. Das Ausgangssignal des Detektors 220 steuert die Schalter 204 und 226. Es ist möglich, die in Fig. 2 dargestellte Anordnung ohne den Schalter 226 und den Spannungsteiler 222 sowie 224 zu implementiereen, jedoch um den Nachteil höherer Rauschniveaus in dem L-R-Signal und an dem Ausgang des Quadraturdemodulators 212 bei ungünstigen Signalempfangsbedingungen.
  • Wenn die Gleichkanalinterferenz unter einem Niveau liegt, das wahrnehmbare Schallortverlagerung verursacht, veranlaßt der Ausgang des Detektors 220 die Schalter 204 und 226 zu dem normalen Motorola-Systemempfangsmodus zurückzuschalten, ohne daß die Phasenschiebernetzwerke 206 und 214 in den L+R- und L-R-Signalpfad geschaltet werden und ohne daß das cos-(R)-Signal in den Steuereingang des Inversmodulators 210 eingekoppelt wird.
  • Eine Stereoanzeigelampe 230 ist von dem Ausgang des 25 Hz Pilotsignaldetektors 218 über einen Lampentreiber 228 gesteuert. Wenn kein 25 Hz Pilotsignal erfaßt wird (wie beispielsweise während des Empfangs von monophonen AM-Rundfunksendungen), leuchtet die Lampe 230 nicht und der Schalter 216 ist offen, so daß kein L-R-Signal in den zweiten Eingang der Matrix 208 eingekoppelt wird.
  • Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Vielfachsystem- oder Vielsystem-AM-Stereoempfängers. Vielsystem-AM-Stereoempfänger sind aus der Technik von meinem früheren US-Patent Nr. 4426728 bekannt. Im vorliegenden Fall ist die Schaltung vorgesehen, um den Vielsystemempfänger nach Fig. 3 zu veranlassen, in einer von drei unterschiedlichen Betriebsarten zu arbeiten: (1) Monoempfang, (2) Stereoempfang gemäß dem Motorola-System oder (3) Stereoempfang gemäß dem Kahn/Hazeltine-System mit unabhängigen Seitenbändern.
  • Viele der in Fig. 3 dargestellten Blöcke tragen die gleichen Bezugszeichen, wie entsprechende, in Fig. 2 dargestellte Blöcke und diese arbeiten in derselben Weise, wie es oben mit der Beschreibung der Ausführungsform nach Fig. 2 beschrieben worden ist.
  • Jedoch schaltet der Schalter 226 anstelle des Umschaltens zwischen dem cos-(R)-Korrektursignal und einer festen Vorspannung zwischen dem cos-(R)-Korrektursignal und einem ISB-Korrektursignal zur richtigen ISB-Arbeitsweise gemäß beispielsweise dem '994-Patent.
  • Außerdem ist ein Pilotsignaldetektor 218 vorgesehen, der sowohl 15 Hz Pilottöne als auch 25 Hz Pilottöne erfaßt. Alternativ können zwei separate Pilotsignaldetektoren verwendet werden. Die beiden Ausgänge des Pilotdetektors 218 führen zu einem ODER-Schaltkreis 304, der seinerseits den Stereolampentreibern 228 und außerdem den Schalter 216 steuert.
  • Der elektronische Schalter 216 kann den Empfänger, wie es vorstehend beschrieben ist, bei Abwesenheit entweder eines 15 Hz Pilottones oder eines 25 Hz Pilottones in Monobetrieb umschalten. Jedoch kann es bei vielen Anwendungsfällen vorzuziehen sein, lediglich zwei Betriebsarten vorzusehen, d. h.,
  • 1) Motorola-Systembetrieb (mit Phasenschiebernetzwerken 206 und 214, die aus dem L+R- und L-R-Signal herausgeschaltet sind, wobei das cos-(R)- Korrektursignal an den Steuereingang des Inversmodulators 210 angelegt ist), wenn ein 25 Hz Pilotton erfaßt wird und günstige Signalempfangsbedingungen vorliegen; und
  • 2) ISB oder Kahn/Hazeltine-Betriebsart für alle anderen Bedingungen, wie Empfang von:
  • a) Kahn/Hazeltine-Systemstereosignalen (angezeigt durch das Vorhandensein eines 15 Hz Pilottones); oder
  • b) Monosignalen (kein Pilotton); oder
  • c) Motorola-Systemstereosignalen (angezeigt durch das Vorhandensein eines 25 Hz Pilottones) während ungünstiger Signalempfangsbedingungen, wie beispielsweise, wenn das empfangene Signal schwach ist oder Gleichkanalinterferenzen unterliegt.
  • Bei diesen beiden Betriebsarten kann der Schalter 310 verwendet werden, um den Schalter 216 inaktiv zu schalten oder die Schalter 310 sowie 216 können weggelassen werden, wobei in diesem Fall der Ausgang des Schalters 204d direkt mit dem Eingang der Matrix 208 verbunden werden sollte. Ahnlich kann in Fig. 2 der Schalter 216 weggelassen werden und die Abschnitte (a) (b), (c) und (d) des Schalters 204 können veranlaßt werden, die Phasendifferenznetzwerke 206 sowie 214 einzuschalten, wann immer Monosignale empfangen werden oder wenn Motorola-Systemsignale bei unvorteilhaften Signalempfangsbedingungen empfangen werden (d. h. solche, die Schallortverlagerung verursachen würden).
  • Zurück zu Fig. 3, der 25 Hz Ausgang des Detektors 218 speist eine UND-Schaltung 308. Der Block 308 ist außerdem von dem Ausgang eines Inverters 306 gespeist, der ein invertiertes Ausgangssignal von dem Gleichkanaldetektor 220 erzeugt. Somit erzeugt die UND-Schaltung 308, wenn Gleich- Kanalinterferenz vorhanden ist, jedoch unter der Schwelle des Detektors 220 liegt und wenn ein 25 Hz Pilotsignal erfaßt wird, ein "1"-Ausgangssignal; das die Abschnitte (a), (b) (c) und (d) des Schalters 204 veranlaßt, die Phasendifferenznetzwerke 206 sowie 214 aus dem L+R- und L-R-Signalpfad herauszuschalten und das den Schalter 216 veranlaßt, das cos-(R)-Korrektursignal an den Inversmodulator 210 anzulegen. Auf der anderen Seite wird, wenn entweder das 25 Hz Pilottonsignal fehlt oder Gleichkanalinterferenz festgestellt wird, ein "0"-Ausgangssignal von dem UND-Schaltkreis 308 erzeugt, wobei die Phasenschiebernetzwerke 206 und 214 in den L+R- und L-R-Signalptad hineingeschaltet und das ISB-Korrektursignal an den Inversmodulator 210 angelegt wird.
  • Bei den obigen Ausführungsformen der Erfindung ist der Schalter 204 so dargestellt, daß er den Stereosignaldekoder von einer Betriebsart in eine andere umschaltet, indem er die 90-Grad-Phasendifferenznetzwerke 206 sowie 214 hineinschaltet bzw. herausnimmt. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden anstelle des Ein- oder Ausschaltens der Phasendifferenznetzwerke (und dabei des schnellen Einführens oder Wegnehmens der 90º Phasendifferenz) 90º der Phasendifferenz graduell hinzugefügt oder weggenommen (beispielsweise über ein einige Sekunden dauerndes Intervall), so daß Hörer keinen plötzlichen Wechsel des Stereobildes wahrnehmen würden. Während dieses Überblendprozesses erhöht sich die relative Phasendifferenz zwischen dem L-R- und L+R-Signal langsam in kleinen diskreten Schritten oder kontinuierlich von 0º bis 90º oder umgekehrt.

Claims (7)

1. AM-Stereoempfanger mit Schutz gegen Verlagerungen des scheinbaren Schallortes, wobei der Empfänger aufweist:
Empfangsmittel (25, 28, 27) zum Empfangen von AM- Hochfrequenzsignalen (RF) und zum Umwandeln dieser Signale in entsprechende Zwischenfrequenzsignale (IF);
von den Zwischenfrequenzsignalen gesteuerte Dekodermittel (202; 216) zum Dekodieren von AM-Stereosignalen;
Detektormittel (218, 220), um festzustellen, daß besondere Signalempfangsbedingungen vorliegen, die zu einer Veränderung des scheinbaren Schallortes führen, und um ein dies anzeigendes Ausgangssignal zu erzeugen; und
von dem Ausgangssignal der Detektormittel (218, 220) gesteuerte Steuermittel (204, 216, 226, 310) , um den Empfänger zu veranlassen, seinen Betriebsmodus zu wechseln;
dadurch gekennzeichnet:
daß das Dekodermittel (202-216) zum Dekodieren der AM-Stereosignale in wenigstens zwei unterschiedlichen Betriebsmodi betreibbar ist, von denen jeder Audiostereoempfang ergibt, wobei unter den besonderen Empfangsbedingungen wenigstens einer der Schallortverlagerung unterworfen ist und ein anderer bei diesen Signalempfangsbedingungen unempfindlich gegen Schallortverlagerungen ist; und
daß das Steuermittel (204, 216, 226, 310) von dem Ausgangssignal des Detektormittels (218, 220) gesteuert ist, um das Dekodermittel (202-216) zu veranlassen, in demjenigen seiner Betriebsmodi zu arbeiten, der unempfindlich gegen die Schallortverlagerung ist, sobald das Detektormittel anzeigt, daß die besonderen Signalempfangsbedingungen vorliegen.
2. AM-Stereoempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das AM-Sterosignaldekodermittel (202-216) in der Lage ist, in einem ersten Betriebsmodus zum Dekodieren von AM-Stereosystemsignalen eines Systems mit Winkelmodulationsanteil zu arbeiten.
3. AM-Stereoempfänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das AM-Stereosignaldekodermittel (202-216) in der Lage ist, in einem zweiten Betriebsmodus zu arbeiten, um voneinander unabhängige AM-Stereosystemseitenbandsignale zu dekodieren, wobei der zweite Betriebsmodus gegen die Schallortverlagerung unempfindlich ist.
4. AM-Stereoempfänger nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das System mit Winkelmodulationsanteil ein Motorola kompatibles Quadraturamplitudenmodulationssystem ist.
5. AM-Stereoempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Detektormittel (218, 220) das Vorhandensein von Gleichkanalinterferenzstörungen in dem empfangenen Signal feststellt.
6. AM-Stereoempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es das Detektormittel (218, 220) feststellt, ob das empfangene Signal unter einem vorbestimmten Pegel liegt.
7. AM-Stereoempfänger nach einem der Ansprüche 2, 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnete daß der Empfänger Mittel (218) zum Feststellen des Vorhandenseins eines Pilotsignals, das mit übertragen worden ist und die Signale des Systems mit Winkelmodulationsanteil eindeutig identifiziert, und zum Bilden eines dieses anzeigenden Ausgangssignals aufweist; und daß das Steuermittel (204, 216, 226, 310) außerdem von dem Ausgangssignal des Pilotsignaldetektormittel (218) gesteuert ist und das AM-Stereosignaldekodermittel (202-216) veranlaßt, in demjenigen seiner Betriebsmodi zu arbeiten, der unempfindlich gegen Schallortverlagerungen ist, wenn das Pilotsignaldetektormittel (218) anzeigt, daß das Pilotsignal nicht empfangen worden ist.
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