DE3700152C2 - Gerät zum Abscheiden von Staub - Google Patents

Gerät zum Abscheiden von Staub

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    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24FAIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
    • F24F6/00Air-humidification, e.g. cooling by humidification

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Description

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Abscheiden von Staub nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bereits in der WO 85/03 745 wird eine Staubabscheidung durch Prallströmung gegen eine Filterplatte erwähnt. Weiter ist ein Gerät gem. DE 85 26 486 U1 mit Staubabscheideeffekt durch Prallströmung über Wasser bekannt, bei dem ein flacher Gefäßrand das seitliche Abströmen der aufprallenden Luft sicherstellt. Nachteil dieser Anordnung ist das Überschwappen des Wassers beim Herumtragen des Gerätes und bei großer Geschwindigkeit der Luft durch nach außen laufende Wellen.
In der US 11 78 575 wird eine Luftströmung über Wasser beschrieben, die aber wegen des "Deflectors" (5) nur der Luftbefeuchtung dienen kann, da kein senkrechter Aufprall auf das Wasser stattfindet. Auch in der US 40 56 049 wird zur Luftbefeuchtung Luft über eine schmale Wasserfläche geführt, über der sich keine Luftturbulenz zur Staubabscheidung ausbilden kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Gerät der eingangs genannten Art zur Staubabscheidung so weiterzubilden, daß die Handhabung erleichtert und die Wirksamkeit verbessert wird. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Ein steiler Gefäßrand hat nicht nur den Vorteil, daß kein Überschwappen der Flüssigkeit beim Herumtragen stattfindet, sondern es findet erfindungsgemäß auch ein zusätzliches Abscheiden von Staub in Höhe der Wasserlinie an der durch die Wellenbewegung benetzten Gefäßwand statt. Rippen oder Filterplatten in Höhe des Wasserspiegels können in Höhe des Wasserspiegels diesen Abscheideeffekt erhöhen.
Der Leitring über dem Gefäß hat für die abfließende Luft einen derart großen Abströmquerschnitt, daß der Vorteil der Prallströmung, nämlich ein geringer Leistungsaufwand, durch diese Anordnung nicht beeinträchtigt wird. Auch der weitere Vorteil der Prallströmungsabscheidung für alle Staubarten vom gröbsten Staub bis zum Feinstaub, wie z. B. Asbest, wird durch die genannten Vorkehrungen nicht vermindert.
Dem Wasser als Prallfläche lassen sich geeignete Duftstoffe oder Desinfektionsmittel beimischen. Wenn Wasser als Prallfläche wegen der zusätzlichen Luftbefeuchtung nicht erwünscht ist, so kann jede andere Flüssigkeit als Prallfläche benutzt werden, z. B. Öl. Auch hygroskopische Flüssigkeiten als Prallfläche zur Luftentfeuchtung sind verwendbar. In den meisten Betrieben wird aber neben der Staubabscheidung auch die Luftbefeuchtung gewünscht, so daß die Vereinigung dieser Eigenschaften ein gerätetechnischer Fortschritt ist.
Als Luftbefeuchter hat das Gerät anderen Luftbefeuchtern durch Zerstäubung gegenüber den Vorteil, daß weder Keime noch Salze im Raum verteilt werden, da die Luftbefeuchtung nur durch den Dampfdruck des Wassers erfolgt. Durch eine Heizeinrichtung innerhalb oder außerhalb des Bottichs zur Erwärmung des Wassers oder der zuströmenden Luft läßt sich die Wasserabgabe an die Luft erhöhen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Leitring gemäß Fig. 1 ohne Schutzgitter und Motor und ohne Befestigungsstege des Leitringes am Bottichrand,
Fig. 3 bis 5 verschiedene Formen des Leitringes im Halbschnitt.
Es zeigt Fig. 1 einen zylindrischen Bottich 1, der mit Wasser 2 gefüllt ist. Die Prallströmung ist durch Pfeile angedeutet, ebenso die turbulent nach außen laufende Oberflächenströmung, die am Bottichrand nach oben abgelenkt wird und durch die Leitringe 3 mit großem Strömungsquerschnitt weiter nach außen strömt. Der Leitring 3 trägt das Schutzgitter 4 mit dem Motor 5 und dem Propeller 6. Fig. 2 zeigt den Leitring 3 in der Draufsicht. Fig. 3, 4 und 5 zeigen verschiedene Ausführungen des Leitrings 3 im Querschnitt.
Im verkleinerten Maßstab kann das Gerät als sogenannter "aktiver Aschbecher" arbeiten. Der mit radialen Kerben versehene Leitring dient als Zigarren- oder Zigarettenablage. Der Rauch der abgelegten Zigarren oder Zigaretten wird vom Propeller angesogen und dann gegen die Wasseroberfläche geblasen. Die gereinigte Luft tritt unter dem Leitring aus. In das Wasser fallende Asche glimmt nicht nach.

Claims (3)

1. Gerät zum Abscheiden von Staub mittels Prallströmung gegen eine Flüssigkeitsoberfläche, insbesondere von Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsbehälter (1) eine steile Gefäßwand hat, über deren Rand ein Leitring (3) zum Umleiten der abfließenden Luft angebracht ist, daß der Leitring (3) über ein Schutzgitter (4) einen Motor (5) mit einem Axial- oder Mantelpropeller (6) trägt, und daß die Behälterwand in Höhe des Wasserspiegels mit senkrechten Rippen oder Filterplatten versehen ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkante der Flügel des Axial- oder Mantelpropellers (6) tiefer als die innere Kante des Leitrings (3) angeordnet ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erwärmung der zugeführten Luft oder des Wassers eine Heizeinrichtung eingebaut ist.
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