DE3700528C2 - Selbständige Datenübertragungs-Steuerung - Google Patents

Selbständige Datenübertragungs-Steuerung

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Description

Die Erfindung betrifft eine Datenübertragungssteue­ rung für ein ringförmiges Datenübertragungssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der Zeitschrift: DATACOM 1/1984, Schmidt: Lokales Netz in Ring-Struktur, ist eine Datenübertragungssteuerung für ein ringförmiges Datenübertragungssystem bekannt. Bei der bekannten Datenübertragungssteuerung wird ein sog. IBM-To­ ken-Passing-System verwendet. Innerhalb des ringförmigen Datenübertragungssystems läuft ein Leitungsbenutzungser­ laubnissignal von einer Übertragungssteuerstation zur ande­ ren um.
Ein Nachteil der bekannten Datenübertragungssteuerung be­ steht darin, daß sich beim Fortschreiten der Signale auf der Übertragungsleitung des ringförmigen Datenübertragungs­ systems und zusätzlich durch die einzelnen Übertragungs­ steuerstationen, die Phasen der Signale immer mehr ver­ schieben können, so daß die Signale durch einen sog. zeit­ lichen "Jitter" verzerrt werden. Hierdurch treten Synchro­ nisationsstörungen auf.
Weiter ist eine herkömmliche Datenübertragungssteuerung, die das ringförmige Datenübertragungssystem bzw. ein Schleifenverbindungssystem verwendet, in der JP-AS 46-35931 beschrieben. Der Aufbau dieses bekannten Systems umfaßt in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Weise einen Hauptimpuls-Sender-Empfänger 1, der im zentralen Computer vorgesehen ist, einen Modulator-Demodulator 2, der im folgendem einfach als Modem bezeichnet wird, im Hauptim­ puls-Sender-Empfänger 1 vorgesehen ist und aus einem Modulator 2a und einem Demodulator 2b aufgebaut ist, eine Vielzahl von Terminaleinheiten 4, 6, 8 und 10, die am Ende der Übertragungsleitung angeordnet sind und jeweils aus einer Koppelgruppe 3 und einem Impuls-Sender-Empfänger 5, (7, 9, 11) aufgebaut sind, der mit der Koppelgruppe 3 verbunden ist, und Terminalmodems 13, 14, 15 und 16, die in Reihe zur Übertragungsleitung 12 geschaltet sind und jeweils für eine Gruppe von in Reihe geschalteten Terminaleinheiten 4 (6, 8, 10) vorgesehen sind. Ein Terminalmodem 13 (14, 15, 16) besteht aus einem Modulator 13a (14a, 15a, 16a) und einem Demodulator 13b (14b, 15b, 16b).
Wie es mehr im einzelnen in Fig. 2 dargestellt ist, besteht die Koppelgruppe 3 aus einem Impulsregister 17, einem Decodierer 18, einem ersten Anschluß 19 zum Nebenschließen des Impulsregisters 17, einem zweiten Anschluß 20 für den mit dem Impulsregister 17 verbundenen Eingang, einem dritten Anschluß 21, der mit dem Impuls- Sender-Empfänger 5 (7, 9, 11) verbunden ist und einer Schalteinrichtung 22, die den ersten, zweiten und dritten Anschluß 19, 20 und 21 wählt.
Im folgenden wird die Arbeitsweise der obigen herkömmli­ chen Datenübertragungssteuerung beschrieben. Das in Fig. 1 dargestellte Datenübertragungssystem mit geschlossener Schleife bzw. Ring hat drei Arbeitsweisen. Das sind eine erste Arbeitsweise, in der alle Koppelgruppen 3 nebengeschlossen sind, um die Terminalleitungen leerzuschalten, eine zweite Arbeitsweise, in der die Information von den Impuls-Sen­ der-Empfängern 5, 7, 9 und 11 auf den Hauptimpuls- Sender-Empfänger 1 übertragen wird, und eine dritte Arbeitsweise, in der die Information vom Hauptimpuls- Sender-Empfänger 1 auf die Terminalimpuls-Sender-Empfänger 5, 7, 9 und 10 übertragen wird.
In der ersten Arbeitsweise wählt die Schalteinrichtung 22 den ersten Anschluß 19 zum Nebenschluß in allen Koppel­ gruppen 3 in Fig. 2 und überträgt der Hauptim­ puls-Sender-Empfänger 1 eine Reihe von Zeichen, von denen jedes aus einer Impulskombination A aufgebaut ist. Da alle Koppelgruppen 3 an ihren Eingängen und Ausgängen kurz­ geschlossen sind, werden die Ausgangsimpulse von allen Demodulatoren 13b, 14b, 15b und 16b direkt zu den jeweiligen Modulatoren 13a, 14a, 15a und 16a geleitet und wird der Zeichenstrom, der über den Haupt­ impuls-Sender-Empfänger 1 übertragen wird, in jedem Modem 13, 14, 15 und 16 wiedergegeben und ggfs. über den Demodulator 2b zum Hauptimpuls-Sender-Empfänger zurückge­ leitet. Die Ausbildung des Zeichenstromes hat zwei Ziele. Das erste besteht darin, einen Synchronismus zwischen dem Oszillator in einem Demodulator, beispielsweise dem Demodu­ lator 14b und dem Oszillator, in einem vorhergehenden Demodulator, beispielsweise dem Demodulator 13b, herzu­ stellen und das zweite Ziel besteht darin, einen Synchro­ nismus zwischen der Impulskette, die in Form von Zeichen durch den Hauptimpuls-Sender-Empfänger 1 übertragen wird, und der Impulskette herzustellen, die in Form von Zeichen durch das Impulsregister 17 aufgenommen wird. Wenn ein Zeichen, das vom Impuls-Sender-Empfänger 1 über den Demodulator 2b empfangen wird, dieselbe Impulskombination wie ein Zeichen hat, das durch den Impuls-Sender-Empfänger 1 übertragen wird, werden alle Einheiten im Datenübertra­ gungssystem als synchron angesehen.
Im folgenden wird die zweite Arbeitsweise beschrieben, bei der der Hauptimpuls-Sender-Empfänger 1 bereit ist, eine Information von den Impuls-Sender-Empfängern 5, 7, 9 und 11 in den Terminaleinheiten 4, 6, 8 und 10 zu empfangen.
Der Hauptimpuls-Sender-Empfänger 1 setzt die Übertragung des Zeichens A aus und überträgt 2 Zeichen B und C, wonach er die Übertragung für das Zeichen A wieder aufnimmt. Die Übertragung der Zeichen B und C hat den folgenden Zweck. Wenn der Decodierer 18 einmal das Zeichen B im Impulsre­ gister 17 erkannt hat, beginnt der betreffende Impuls- Sender-Empfänger 5, 7, 9 oder 11, der die zu sendende Information hat, mit dem folgenden Arbeitsvorgang.
  • 1. Die Schalteinrichtung 22 wird so eingestellt, daß der zweite Anschluß 20 gewählt ist.
  • 2. Der Impulsregisterinhalt wird überprüft, um festzu­ stellen, ob C das folgende Zeichen ist.
  • 3. Wenn C als folgendes Zeichen gefunden wird, wird die Schalteinrichtung 22 auf den dritten Anschluß 21 gesetzt, so daß nur Zeichen durchgehen können, die von einem zugehörigen Impuls-Sender-Empfänger übertragen werden. Das Zeichen C wird daher daran gehindert, zur nächsten Terminaleinheit 4, 6, 8 oder 10 in der Reihenverbindung weiterzugehen, so daß folglich das nächste Impulsregister 17 unmittelbar anschließend an den Empfang des Zeichens B das Zeichen C nicht empfängt. Wenn eine Terminaleinheit 4, 6, 8 oder 10 eine zu sendende Information hat, während das Zeichen B durch das Impulsregister 17 aufgenommen wird, bleibt die Schalteinrichtung 22 in der unbesetzten Position. Die von irgendeinem der Impuls-Sender-Empfänger 5, 7, 9 und 11 übertragene Information geht über die Schalteinheit 22 in der nächsten Einheit der Reihenver­ bindung und kommt am Eingang des Hauptimpuls-Senders- Empfängers 1 an. Jeder der Impuls-Sender-Empfänger 5, 7, 9 und 11 beendet die Übertragung mit den Zeichen B und C und setzt die Schalteinrichtung 22 auf den ersten Anschluß 19, d. h. auf die unbesetzte leere Position zurück. Dann wird der obige Arbeitsvorgang durch die nächste Terminaleinheit wiederholt.
Der Empfang der Zeichen B und C durch den Hauptimpuls- Sender-Empfänger 1 liefert die Möglichkeit der Informa­ tionsübertragung für alle Impuls-Sender-Empfänger 5, 7, 9 und 11 in der geschlossenen Schleife, was durch den Hauptimpuls-Sender-Empfänger 1 durch die Übertragung eines Zeichens D angezeigt wird, das angibt, daß die von einer Terminaleinheit mit niedrigem Rang kommende Information normal empfangen wurde. Wenn andererseits die durch den Hauptimpuls-Sender-Empfänger 1 empfangene Information Fehler enthält, wird der obige Arbeitsvorgang durch die erneute Übertragung der Zeichen B und C nochmals probiert. Ein Impuls-Sender-Empfänger 5, 7, 9 oder 11, der ohne Empfang des Zeichens D trotz der Informationsübertragung ist, wird die Information erneut aussenden.
Schließlich wird die dritte Arbeitsweise beschrieben, bei der der Hauptimpuls-Sender-Empfänger bereit ist, eine Information irgendeinem Impuls-Sender-Empfänger 5, 7, 9 und 11 auszusenden. Die Informationsübertragung bei dieser Arbeitsweise wird dadurch ausgeführt, daß zwei Zeichen D und X vor jeder Nachricht übertragen werden. Das Zeichen D zeigt an, daß das folgende Zeichen X einen bestimmten Impuls-Sender-Empfänger adressiert, der für die Nachricht bestimmt ist. Die Nachricht geht über alle Koppelgruppen 3, es wird jedoch nur ein Impuls-Sender-Empfänger mit der Zuweisung des Zeichens X unter den Impuls-Sendern-Empfän­ gern 5, 7, 9 und 11 auf die Information ansprechen.
Bei der oben beschriebenen herkömmlichen Übertragungs­ steuerung, bei der die Informationsübertragung und der Informationsempfang immer über den Hauptimpuls-Sender- Empfänger erfolgen, besteht jedoch das große Problem darin, daß bei Ausfall des Hauptimpuls-Senders-Empfängers die Übertragung unter allen Terminaleinheiten unterbrochen ist.
Daher ist es Aufgabe der Erfindung, die bekannte Datenüber­ tragungssteuerung für ein ringförmiges Datenübertragungssy­ stem so auszugestalten, daß Synchronisationsstörungen ver­ mieden werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird in jeder Übertragungssteuerstation, die die Daten und Signale auf ihrem Weg von der sendenden Übertragungssteuerstation zur empfangenden Übertragungs­ steuerstation durchlaufen, eine Daten- und Signalsynchroni­ sation nach dem der jeweiligen Übertragungssteuerstation eigenen Takt ausgeführt. Somit führt jede Übertragungssteu­ erstation gemäß der Erfindung eine unabhängige, individu­ elle Synchronisation aus und überträgt die Daten und Si­ gnale zu einem eigenen Taktgeber.
Auf diese Weise ist die Synchronisation und damit die Da­ tenübertragung wesentlich sicherer ausführbar, da aufgrund der individuellen Einstellung der Synchronisation in jeder Übertragungssteuerstation kein "Jitter" entstehen kann, weil während des Empfangs von Signalen von einer anderen Übertragungssteuerstation und des Aussendens der Signale von der eigenen Übertragungssteuerstation in das ringför­ mige Datenübertragungssystem die durch die Empfangstaktim­ pulse getragenen Signale mit den Sendetaktimpulsen synchro­ nisiert werden.
Weiter wird durch die Erfindung eine Datenübertragungs­ steuerung geschaffen, die es ermöglicht, selbst dann eine Daten- und Signalübertragung zwischen den einzelnen Stationen durchzuführen, wenn eine der Stationen ausgefallen ist.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 in einem Blockschaltbild eine herkömmliche Datenübertragungssteuerung, die in einem schleifen- bzw. ring­ förmigen Übertragungssystem verwandt wird,
Fig. 2 in einem Blockschaltbild im einzelnen die Koppelgruppe in der Übertragungssteuerung von Fig. 1,
Fig. 3 in einem Blockschaltbild das Ausführungsbei­ spiel der erfindungsgemäßen selbständigen Datenüber­ tragungssteuerung für ein ringförmiges Übertragungssystem,
Fig. 4 in einem Blockschaltbild im einzelnen die Datenübertragungssteuerung, die jede Datenübertragungs­ steuerstation in Fig. 3 bildet, und
Fig. 5 ein Diagramm zur Erläuterung der Grundarbeits­ weise der N-zu-N-Stationen-Datenübertragung in einem ringförmigen Übertragungssystem, bei dem jede Station mit einer selbständigen Übertragungssteuerung ausgerüstet ist, wie sie in Fig. 3 und 4 dargestellt ist.
Fig. 3 zeigt ein schleifen- bzw. ringförmiges Datenübertragungssystem, mit dem sich die vorliegende Erfindung befaßt und bei dem Übertragungssteuerstationen 31 über eine Übertragungslei­ tung 32 miteinander verbunden sind. Die Übertragungs­ steuerstationen 31 sind in irgendeiner Anzahl 31A, 31B, 31C . . . 31N entlang des Übertragungssystems angeordnet.
Jede Übertragungssteuerstation 31 besteht in der in Fig. 4 dargestellten Weise aus einer Detektorschaltung 33 zum Detektieren des Leitungsbenutzungserlaubnissignals s3, einer Schal­ tung 34 zum Erkennen, ob die auf der Übertragungsleitung 32 fließenden Daten bzw. Signale für die eigene Station bestimmt sind oder nicht, einer Empfangssteuerschaltung 35 zum Entnehmen der relevanten Daten aus dem Daten- und Signalstrom auf der Übertra­ gungsleitung 32, einem Zeitgeber 36, der das Vorliegen oder Fehlen des Leitungsbenutzungserlaubnissignals s3 auf der Übertragungsleitung 32 überwacht, einer Übertragungs­ steuereinrichtung 37, die Übertragungsdaten aussendet, einer Übertragungssteuerschaltung 38, die das Leitungsbe­ nutzungserlaubnissignal s3 von der Detektorschaltung 33 empfängt und Daten über die Übertragungsleitung 32 aussendet, wenn an der Übertragungssteuereinrichtung 37 Übertragungsdaten anliegen und die weiterhin ein Leitungsbe­ nutzungserlaubnissignal s3 über die Übertragungsleitung 32 auf den Takt des Zeitgebers 36 ansprechend aussendet, einer Übertragungsdatenschalteinrichtung 39, die die Übertragungsleitung 32 öffnet, um das Steuersignal und die Daten einzuführen, einer das übertragende Taktsignal synchronisierenden Schaltung 40, die das Sendesteuersignal und die Daten mit dem Taktsignal der eigenen Station synchronisiert, und eine Nebenschlußschaltung 41, die bewirkt, daß die Übertragungsleitung 32 die eine Station umgeht, wenn die­ se fehlerhaft ist.
Die Übertragungsdatenschalteinrichtung 39 besteht aus einer Bitverzöge­ rungsschaltung 42, einem ODER-Glied 43, an dem die Ausgangssignale der Übertragungssteuereinrichtung 37 und der Übertragungssteuerschaltung 38 liegen und die die logische Summe dieser Signale ausgibt, einem UND-Glied 44, an dem die Ausgangssignale der Bitverzögerungsschaltung 42 und der Übertragungssteuerschaltung 38 liegen und die das entsprechende logische Produkt ausgibt, und einem ODER- Glied 46, an dem die Ausgangssignale der UND-Glieder 44 und 45 liegen, und die die logische Summe dieser Signale der Schaltung 40 zum Synchronisieren des übertragenden Taktimpulses ausgibt. In Fig. 4 ist weiterhin eine Taktimpulsgeneratorschaltung 47 dargestellt.
Im folgenden wird die Arbeitsweise der obigen Datenübertra­ gungssteuerung beschrieben.
Wenn die Übertragungssteuerstationen 31A bis 31N ange­ schaltet sind, wobei zu diesem Zeitpunkt kein spezieller Befehl über die Übertragungsleitung 32 geht, beginnt der Zeitgeber 36 in jeder Station zu arbeiten. Auf den Ablauf des Zeitgebers 36 in derjenigen Station mit der kürzesten Zeiteinstellung wird das Zeitgeberausgangssignal s1 an die Übertragungssteuerschaltung 38 abgegeben, die dann ein Leitungseinführungssignal s2 und ein Leitungsbenutzungser­ laubnissignal s3 erzeugt, wobei das Signal s3 über die Übertragungsleitung 32 ausgesandt wird.
In der Zwischenzeit erfaßt eine andere Station das Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 über ihre Detektor­ schaltung 33 und geben die anderen Stationen ein Rücksetz­ signal s4 an den Zeitgeber 36 aus. Dann wird der Zeitgeber 36 in einen Bereitschaftszustand rückgesetzt. Die Station, die das Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 übertragen hat, empfängt das zurückkommende Signal s3 und gibt dieses wieder aus, woraufhin die Station diese Arbeitsvorgänge wiederholt, bis die andere Station die Datenübertragung ausführt.
Wenn eine beliebige Station Übertragungsdaten d1 erzeugt, wird ein Rücksetzsignal- bzw. Übertragungsdatenvorlagesignal s5 auf der Grund­ lage der Daten d1, die in die Übertragungssteuereinrichtung 37 eingegeben werden, der Übertragungssteuerschaltung 38 ausgegeben. Auf den Empfang des Zeitgeberausgangssignals s1 vom Zeitgeber 36, das durch das Rücksetzsignal s5 hervorge­ rufen wird, das auf dem Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 basiert, das von der Detektorschaltung 33 detektiert wird, erzeugt die Übertragungssteuerschaltung 38 ein Leitungseinführungssignal s2 und gibt die Steuerschal­ tung 38 ein Übertragungsanfangssignal s6 der Übertragungs­ steuereinrichtung 37 aus, die dann die Übertragungsdaten d2 einschließlich einer Bestimmungsadresse der Übertragungsdatenschalteinrichtung 39 liefert. In dieser Weise wird die Daten- und Signalübertragung ausgeführt.
Dann detektiert eine Empfangsstation über ihre Detektorschal­ tung 34 die zugehörige Adresse und gibt die Empfangs­ station ein Adressenpaßsignal s7 der Übertragungssteuer­ schaltung 38 aus. Die Übertragungssteuerschaltung 38 gibt ein Empfangsanfangssignal s8 der Empfangssteuerschaltung 35 aus, die dann die Empfangsantwortdaten d3 bekommt. Die Übertragungssteuerschaltung 38 gibt ein Empfangsbestä­ tigungssignal s9 zusammen mit einem Leitungseinführungs­ signal s2 über die Übertragungsleitung 32 aus und beendet den Empfangsvorgang. Auf den Empfang des Empfangs­ bestätigungssignals s9 beendet die Sendestation auch den Übertragungsbetrieb und gibt die Sendestation ein Lei­ tungsbenutzungserlaubnissignal s3 über die Leitung 32 in einem gleichen Arbeitsvorgang wie beim Ablauf des Zeitge­ bers 36 in der Anlaufphase des Systems aus (s. Fig. 5).
Der Grundarbeitsvorgang der Datenübertragung von N-zu-N- Stationen in Fig. 5 läßt sich in der folgenden Weise zusammenfassen. Wenn am Anfang eine Übertragungs­ steuerstation 31A, die die Ring- bzw. Schleifensteuerpriorität hat, ein Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 ausgibt, nimmt eine andere Übertragungssteuerstation 31B mit der Daten­ übertragungsanforderung, die im folgenden als Sendestation bezeichnet wird, das ankommende Signal wahr, wobei dann, wenn es sich als Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 erweist, die Sendestation Übertragungsdaten d2 ein­ schließlich einer Sendeadresse mit dem Signal s3 aussen­ det. Eine Übertragungssteuerstation 31C, die der Sende­ betriebadresse der Übertragungsdaten d2 entspricht, die vom Signal s3 begleitet wird, arbeitet als Datenempfangssta­ tion, um die Übertragungsdaten d2 aufzunehmen, fügt Empfangsantwortdaten d3 als Empfangsbestätigung Übertragungsdaten d2 hinzu und sendet die Daten d2, d3 zur Ausgangsstation zurück. Die Sendestation 31B empfängt die Empfangsdaten d3, die die Empfangsbestätigung anzeigen, um den normalen Empfang durch die Empfangsstation 31C festzustellen. Sie hat nun die Ring- bzw. Schleifensteuerpriorität und sendet ein Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 aus. Daran schließt sich derselbe Arbeitsvorgang an, der vorher durch die Übertragungssteuerstation 31A ausgeführt wurde.
Bei dem obenbeschriebenen Ausführungsbeispiel der erfin­ dungsgemäßen Übertragungssteuerung ist die Anwei­ sungszeichensendefunktion nicht auf den Hauptimpuls-Sen­ der-Empfänger beim Aussenden des Leitungsbenutzungserlaub­ nissignals s3 auf die Übertragungsleitung 32 konzentriert, sondern statt dessen über die Übertragungssteuerstationen verteilt. Wenn aus irgendeinem Grunde eine Übertragungs­ steuerstation während der Übertragung des Leitungsbenut­ zungserlaubnissignals ausfällt, wird die fehlerhafte Station aus der Übertragungsleitung 32 durch die Neben­ schlußschaltung 41 herausgenommen und führt die Unterbre­ chung des Leitungsbenutzungserlaubnissignals s3 zu einem kurzen Ausfall der Datenverbindung oder -übertragung. Innerhalb kürzester Zeit wird jedoch der Betrieb wieder aufgenommen, der ähnlich dem Betrieb bei der Systemanlauf­ phase ist und gibt die Übertragungssteuerstation 31 mit der kürzesten Zeiteinstellung für den Zeitgeber 36 ein Leitungsbenutzungserlaubnissignal s3 auf den Ablauf des Zeitgebers 36 ansprechend aus, woraufhin sofort die normale Datenübertragung wieder aufgenommen wird.
Die Taktimpulsgeneratorschaltung 47 dient dazu, ein Grundzeitsignal s10 zum Betreiben der Schaltungen mit der Ausnahme der den Übertragungstaktimpuls synchronisierenden Schaltung 40 zu erzeugen, wobei die Schaltung 40 dazu dient, die verschiedenen Signale auf dem Empfangstakt mit dem Sendetakt zu synchronisieren.
Obwohl bei dem obigen Ausführungsbeispiel die Übertragungsdatenschalt­ einrichtung 39 als Einrichtung der Datenaufgabe auf die Übertragungsleitung 32 aus einer Kombination verschiedener logischer Verknüpfungsglieder einschließlich logischer Summen- und logischer Produktglieder aufgebaut war, ist die erfindungsgemäße Ausbildung darauf nicht beschränkt, es können vielmehr auch Schalteinrichtungen wie beispiels­ weise Analogschalter verwandt werden.
Wie es oben im einzelnen beschrieben wurde, macht die erfindungsgemäße selbständige Datenübertragungssteuerung, in einem schleifen- oder ringförmigen Datenübertragungssystem ver­ wandt wird, eine Masterstation überflüssig, die mit einem Hauptimpuls-Sender-Empfänger und ähnlichem versehen ist, so daß alle Stationen miteinander auf einer selbständigen Basis verbunden werden können, was verhindert, daß das System total zusammenbricht, wenn in irgendeiner Station ein Fehler auftritt, so daß eine höhere Systemzuverlässig­ keit erzielt wird.
Die Datenübertragungsfunktion wird von der Möglichkeit der Spezifizierung von Datenbestimmungsadressen begleitet, und die selbständige Übertragungssteuerung ist grundsätzlich zu einer Datenübertragung von N-zu-N-Stationen in der Lage.

Claims (3)

1. Datenübertragungssteuerung für ein ringförmiges Daten­ übertragungssystem, bei dem eine Vielzahl von Übertragungs­ steuerstationen (31A-31N) in einer Übertragungsleitung (32) liegen, wobei jede Übertragungssteuerstation (31A-31N) nur dann eine Nachricht auf die Übertragungsleitung (32) geben kann, wenn kein Leitungsbenutzungserlaubnissignal (s3) von einer anderen Übertragungssteuerstation (31A-31N) auf der Übertragungsleitung (32) liegt, und mit einer Umgehungs­ schaltung (41), die die eigene Übertragungssteuerstation (31A-31N) aus der Übertragungsleitung (32) ausschließen kann, wenn die eigene Übertragungssteuerstation (31A-31N) fehlerhaft ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede Übertra­ gungssteuerstation (31A-31N) aufweist:
eine Übertragungssteuerschaltung (38) zum Empfang des Lei­ tungsbenutzungserlaubnissignales (s3) und zum Abgeben von Daten- und Steuersignalen,
eine Übertragungsdatenschalteinrichtung (39), die die zu übertragenden Daten- und Steuersignale auf die Übertra­ gungsleitung (32) gibt, und
eine Übertragungstaktsynchronisationsschaltung (40), die die Daten- und Steuersignale aus der Übertragungsdaten­ schalteinrichtung (39) synchron zum Takt der eigenen Über­ tragungssteuerstation (31A-31N) ausgibt.
2. Datenübertragungssteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsdatenschalteinrichtung (39) eine Verzögerungsschaltung (42), die direkt von der Übertragungsleitung (32) das Leitungsbenutzungserlaubnis­ signal (s3) einer anderen Übertragungssteuerstation (31A-31N) erhält, aufweist:
ein erstes UND-Glied (44), das das Ausgangssignal der Ver­ zögerungsschaltung (42) empfängt und in Reaktion auf das Fehlen eines- Leitungseinführungssignals (s2), das von der Übertragungssteuerschaltung (38) zugeführt wird, ein zwei­ tes Ausgangssignal abgibt,
ein erstes ODER-Glied (43), das in Reaktion auf das Lei­ tungsbenutzungserlaubnissignal (s3), das über die Übertra­ gungssteuerschaltung (38) zugeführt wird, auf ein Empfangs­ bestätigungssignal (s9) von der Übertragungssteuerschaltung (38) oder auf ein Übertragungsdatensignal (d2) von eine Übertragungssteuerungseinrichtung (37) ein drittes Aus­ gangssignal abgibt,
ein zweites UND-Glied (45), das in Reaktion auf den gleich­ zeitigen Empfang des dritten Ausgangssignals aus dem ersten ODER-Glied (43) und des Leitungsführungssignals (s2) von der Übertragungssteuerschaltung (38) ein viertes Ausgangs­ signal abgibt, und
ein zweites ODER-Glied (46), das in Reaktion auf Erhalt des zweiten und vierten Ausgangssignals von dem ersten UND- Glied (44) bzw. von dem zweiten UND-Glied (45) ein fünftes Ausgangssignal abgibt, das das Eingangssignal der Überlage­ rungstaktsynchronisationsschaltung (40) bildet.
3. Datenübertragungssteuerung nach Anspruch 1 und 2, da­ durch gekennzeichnet, daß mit dem Einschalten der Daten­ übertragungssteuerung der Zeitgeber (36) jeder Übertra­ gungssteuerstation (31A-31N) zu arbeiten beginnt, und daß auf den Ab­ lauf des Zeitgebers (36) in derjenigen Übertragungssteuer­ station (31A-31N) mit der kürzesten Zeiteinstellung diese Übertra­ gungssteuerstation (31A-31N) das Leitungsbenutzungserlaubnissignal (s3) abgibt.
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