DE3701637C2 - - Google Patents

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DE3701637C2
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Description

Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-PS 9 25 450 bekannt. Bei dieser vorbekannten Vorrichtung werden die Finger der Fleischauflage durch Schlitze in einem als Abstützeinrichtung dienenden Arbeitstisch gebildet, der zwischen einer Ruhestellung, in welcher der Arbeitstisch angehoben ist, so daß die Finger einschließlich ihrer eine radial nach innen verlaufende Vorderkante aufweisenden Abschnitte über den Umfang der Greifrolle radial hinausragen, und einer Betriebsstellung, in welcher der Arbeitstisch abgesenkt ist, so daß die Finger mit ihren Abschnitten radial innerhalb des Umfanges der Greifrolle liegen, mittels eines Fußpedals verstellbar ist. Wenn sich bei Betriebsbeginn, vor dem Durchtreten des Fußpedals, die Finger noch außerhalb des Umfangs der Greifrolle befinden, kann die Haut eines auf den Fingern liegenden, zu enthäutenden Fleischstückes von den Zähnen der Greifrolle nicht ergriffen werden. Wird nach dem Auflegen des Fleisches auf die Finger in der Ruhestellung des Arbeitstisches das Fußpedal getreten, werden die Finger unter die Spitzen der Zähne der Greifrolle abgesenkt, wodurch gleich mehrere Zähne der Greifrolle mit der noch nicht abgetrennten Haut des Fleischstückes in Eingriff gelangen. Die Finger verlieren dabei ihre stützende Wirkung. Wenn aber die Zähne der Greifrolle die Haut und das Fleisch im noch nicht abgetrennten Zustand der Haut erfassen und dem Schneidmesser zuführen, läßt sich die Schnittiefe nicht genau steuern. Eine ungenaue Steuerung der Schnittiefe führt dann entweder dazu, daß eine zu dicke Hautschicht von dem Fleisch abgetrennt wird, so daß ein Quantitätsverlust eintritt, oder eine zu dünne Hautschicht abgetrennt wird, so daß wegen der unvollständig entfernten Haut die Qualität des Fleisches beeinträchtigt ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die gattungsgemäße Vorrichtung so auszubilden, daß eine genaue und gleichbleibende Positionierung des zu enthäutenden Fleisches zur Schneidkante erreicht wird, um die Haut in einer vorbestimmten Dicke von dem Fleisch abtrennen zu können.
Die Aufgabe der Erfindung wird mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung behalten die Finger auch während des Betriebes ihre stützende Wirkung, so daß die Dicke der abzutrennenden Hautschicht genau eingehalten und infolgedessen ein zusätzlicher Fleischverlust oder eine Qualitätseinbuße infolge eines zu geringen Abschnittes vermieden wird.
Vorzugsweise ist die Fleischauflage in ihrem Abstand von der Schneidkante des Schneidmessers verstellbar. Durch Verstellen des Abstandes der Fleischauflage von der Schneidkante des Schneidmessers wird die Schnittiefe des Schneidmessers verändert. Ein größerer Abstand erzeugt einen tieferen Schnitt und ein kleinerer Abstand führt zu einem dünneren Schnitt.
Im Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung stützen die Finger das Fleisch bis kurz vor dem Zeitpunkt ab, in welchem das Fleisch in Kontakt mit der Schneidkante des Schneidmessers gelangt, so daß sich das Fleisch schräg auf die Greifrolle zu und in Kontakt mit der Schneidkante bewegt und das Messer die Haut von dem Fleisch abtrennt. Die abgetrennte Hautschicht gelangt dann in Eingriff mit den Zähnen der Greifrolle und wird von den Zähnen der Greifrolle auf einer zwischen dem Schneidmesser und den Zähnen verlaufenden Bahn von der Schneidkante weggezogen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Enthäuten von Fleisch nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittansicht der Greifrolle und der Finger der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung,
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht des oberen Teiles von Fig. 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht des oberen Teiles von Fig. 2, wobei aber die Finger in eine solche Lage gebracht sind, daß ein größerer Abstand zwischen den fleischabstützenden Vorderkanten der Finger und der Schneidkante des Messers vorliegt,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Greifrolle der Vorrichtung, wobei die Finger in ihre ringförmigen Rillen eingeführt sind,
Fig. 6 einen Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei die Fleischauflage so angeordnet ist, daß ihre Fleischabstützfläche unmittelbar neben der Schneidkante des Messers ist, und
Fig. 7 eine weggebrochene perspektivische Darstellung der Fleischauflage der Vorrichtung von Fig. 6.
Der Begriff "Fleischerzeugnis", wie er hier verwendet wird, soll so verstanden werden, daß er Fleisch-, Geflügel- und Fischerzeugnisse beinhaltet. Die Ausdrücke "Haut" und "Membran" werden synonym verwendet, wenn nichts anderes angegeben ist.
Es wird zunächst auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Die Vorrichtung 10 weist einen Rahmen 12 mit Stützbeinen 14 auf. Eine Fleischabstützeinrichtung 16 ist an einem oberen Abschnitt des Rahmens 12 angeordnet, und eine zweite Fleischabstützeinrichtung 18 ist auf der Oberseite des Rahmens ₁2 gegenüber der Fleischabstützeinrichtung 16 vorgesehen. Eine herkömmliche mit Zähnen versehene Greifrolle 20 ist mittels herkömmlicher Mittel an dem Rahmen 12 drehbar gelagert. Die Greifrolle 20 hat herkömmliche ringförmige Rillen 22, die in sie geschnitten sind, wie am besten in Fig. 5 zu sehen ist. Eine Vielzahl von Zähnen 24 sind in die äußere Fläche der Rolle 20 geschnitten. Eine Fleischauflage 26 (Fig. 1) ist an der Vorrichtung parallel zu der Greifrolle 20 und leicht über der Greifrolle angeordnet. Ein herkömmlicher Messerhalter 28 ist an der Vorrichtung angeordnet und hält ein herkömmliches Schneidmesser 30, das eine Schneidkante 32 nahe bei den Zähnen 24 der Rolle 20 hat.
Das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung ist am besten in den Fig. 1-5 zu sehen und beinhaltet eine Vielzahl von Abstreifelementen 34, die einen Basisabschnitt 36 und einen Finger bildenden bogenförmigen offenen Hakenabschnitt 38 haben, der sich von dem Basisabschnitt aus erstreckt. Der Hakenabschnitt 38 hat eine obere Randfläche 40, der in einem fleischabstützenden Abschnitt 42 endet. Der Hakenabschnitt 38 ist formgleich zu der ringförmigen Rille 22 und hat eine solche vertikale Dicke, daß sich die obere Randfläche 40 an einer Stelle befindet, die radial innerhalb der äußeren Spitzen der Zähne 24 ist. Wie jedoch deutlich in den Fig. 2, 3 und 4 gezeigt ist, ragt der Abschnitt 42 radial über die Spitzen der Zähne 24 hinaus. Wenn die Abschnitte 42 einer Vielzahl von Abstreifelementen 34 in einer Vielzahl von ringförmigen Rillen 22 einer Greifrolle 20 angeordnet sind, wird eine Fleischauflagefläche gebildet, auf der Fleischerzeugnis an einer außerhalb des äußeren Randes der Zähne 24 der Rolle 20 liegenden Stelle abgestützt werden kann.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, erstreckt sich eine Welle 44 durch eine geeignete Öffnung in jedem Abstreifelement 34 in einer zur der Achse der Greifrolle 20 parallelen Richtung. An den Enden der Welle 44 sind Ansätze 46 angeordnet, und die inneren Enden eines Gewindebolzens 48 sind auf geeignete Art und Weise mit den Ansätzen 46 drehbar verbunden. Eine Öffnung 50 in dem Rahmenteil 12A nimmt den Gewindebolzen 48 verschiebbar auf. Eine Sicherungsmutter 52 ist auf den Bolzen 48 aufgeschraubt, und ein Bedienungskopf 54 ist an dem äußeren Ende des Bolzens 48 angeordnet.
Die Drehstellung des Abstreifelementes 34 wird von der in Fig. 2 durchgezogen gezeigten Lage in die gestrichelt gezeigte nur durch Fassen des Knopfes 54 und Herausziehen des Gewindebolzens 48 nach außen geändert, so daß die Welle 44 von der Position A zu der Position B bewegt wird, und die Sicherungsmutter 52 wird dann in eine Stellung angrenzend an das Rahmenteil 12A gedreht, um die Welle 44 in dieser eingestellten Lage zu halten. Die Drehung des Abstreifelementes 34 bewirkt, daß sich die Vorderkante 8 von einer Lage mit geringem Abstand von der Schneidkante 32 des Messers 30 (Fig. 3) zu einer Lage mit größerem Abstand, die in Fig. 4 gezeigt ist, bewegt. Die in Fig. 3 dargestellte Anordnung dieser Bauteile ist besser dafür geeignet, eine dünne Haut eines Steaks oder dergleichen von dem Steak abzuziehen, und der größere, in Fig. 4 dargestellte Abstand ist besser dafür geeignet, eine dickere Haut von einem Huhn oder anderen Geflügelerzeugnissen abzuziehen.
Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 6 gezeigt, in welcher eine herkömmliche Fleischfördervorrichtung 56 anstelle der Fleischabstützeinrichtung 18 verwendet wird. Eine Fleischauflage 58 ist an der Vorrichtung neben der Schneidkante 30 des Messers 32 angeordnet. Die Auflage 58 weist einen massiven Basisabschnitt 59 auf, der in einer Vielzahl von Abstände voneinander aufweisenden Fingern 60 endet. Die Finger 60 haben einen Fleischabstützabschnitt 62, der dem Abschnitt 42 an dem Abstreifelement 34 ähnlich ist. Die Finger 60 werden in den Rillen 22 der Rolle 20 aufgenommen, aber die Abschnitte 62 der Finger 60 erstrecken sich radial über den äußeren Rand der Zähne 24 der Rolle 20 hinaus.
Ein länglicher Schlitz 64 ist in der Basis 59 der Auflage 58 vorhanden und nimmt eine Einstellschraube 65 auf, die in das Rahmenteil 66 eingeschraubt ist. Das Rahmenteil 68 hat eine geeignete vertikale Öffnung, um einen Gewindebolzen 70 verschiebbar darin aufzunehmen, dessen oberes Ende durch irgendwelche geeignete Mittel in dem Rahmenteil 66 drehbar gelagert ist. Eine Sicherungsmutter 72 ist auf den Bolzen 70 aufgeschraubt und ein Knopf 74 ist an dem unteren Ende des Bolzens 70 angeordnet.
Die Auflage 58 kann seitwärts auf das Messer 30 zu und von ihm weg bewegt werden, indem die Schraube 65 gelöst und die Auflage zu der gewünschten Lage bewegt wird, wonach die Schraube 65 angezogen wird, um die neue Lage zu halten. Ebenso kann die Auflage 58 angehoben oder abgesenkt werden, indem die Sicherungsmutter 72 an dem Bolzen 70 eingestellt wird und der Bolzen 70 nach oben oder nach werden, indem die Sicherungsmutter 72 an dem Bolzen 70 eingestellt wird und der Bolzen 70 nach oben oder nach unten bewegt wird, um das Rahmenteil 66 und die Auflage 58 nach oben oder nach unten zu bewegen. Das Rahmenteil 66 ist durch irgendwelche geeignete Mittel an dem Rahmen 12 beweglich angeordnet. Somit kann die Einstellung des Rahmens 58 in horizontaler oder vertikaler Richtung leicht durchgeführt werden.
Der normale Betrieb der Vorrichtung nach den Fig. 1-5 erfordert die Einstellung des gewünschten Abstandes zwischen der Vorderkante 82 und der Schneidkante 32 des Messers 30. Auf die Abstandsunterschiede zwischen den Fig. 3 und 4 wird verwiesen.
Das Fleischerzeugnis wird dann von links nach rechts auf der Fleischabstützeinrichtung 16, wie in den Fig. 2-4 zu sehen ist, bewegt, und wenn das Fleischerzeugnis die Einrichtung 16 verläßt, wird es auf den Abschnitten 42 an einer radial außerhalb der Zähne der Greifrolle 20 liegenden Stelle abgestützt. Wenn sich das Fleischerzeugnis an der Vorderkante 82 der Abschnitte 42 vorbeibewegt, bewegt es sich sofort in einer schrägen Richtung nach unten auf die Zähne der Greifrolle 20 zu. Das Fleisch gelangt sofort in Eingriff mit der Schneidkante 32 des Messers 30 und die Membran oder die Haut 84 wird von den Zähnen 20 erfaßt und zwischen den Zähnen und dem Messer 30 nach unten gezogen, während es von dem Fleischerzeugnis 86 getrennt wird. Dieser Vorgang ist am besten in den Fig. 3 und 4 zu sehen.
Dieser schräge "Zug", den die Vorrichtung erzeugt, wird durch die Abschnitte 42 erzielt, die außerhalb des äußeren Randes der Zähne 24 der Greifrolle 20 enden.
Die Auflage 58 des Ausführungsbeispiels das in den Fig. 6 und 7 gezeigt sind, schafft, wie die Auflage 26 der Vorrichtung nach den Fig. 2 bis 5, eine Fleischabstützfläche außerhalb des äußeren Randes der Zähne der jeweiligen Greifrolle, um das Fleischerzeugnis solange abzustützen, bis es nahe bei der Schneidkante 32 des Messers 30 ist. Die Auflage 58 kann auf die Schneidkante 32 zu und von ihr weg bewegt und vertikal angehoben oder abgesenkt werden, je nachdem, daß ein geringer Abstand der Auflagen von der Schneidkante des Messers zur Entfernung einer dünneren Materialschicht von einem Fleischerzeugnis führt und ein größerer Abstand zu einer dickeren Materialschicht führt, die von dem Fleischerzeugnis entfernt wird.

Claims (8)

1. Vorrichtung zum Enthäuten von Fleisch, mit einem Rahmen, einer am Rahmen drehbar gelagerten Greifrolle, die eine Vielzahl von durch ringförmige Rillen beabstandeten Zahnkränzen aufweist, einem am Rahmen befestigten Schneidmesser, dessen Schneidkante parallel zu der Greifrolle verläuft, und einer am Rahmen angeordneten Fleischauflage, die eine Vielzahl von Fingern aufweist, die sich zwischen den Zahnkränzen in den Rillen erstrecken und jeweils einen Abschnitt haben, der im Abstand von der Schneidkante eine radial nach innen verlaufende Vorderkante hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt (42, 62) der Finger (38, 69) über den Umfang der Greifrolle (20) radial hinausragt und das zu enthäutende Fleisch über den Zähnen (24) der Greifrolle (20) abstützt, wobei nur der von dem Schneidmesser (30) abgetrennte Teil der Haut (84) in Eingriff mit den Zähnen (24) der Greifrolle (20) ist und der noch nicht abgetrennte Teil der Haut (84) auf dem Abschnitt (42, 62) der Finger (38, 60) aufliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fleischauflage (26, 58) in ihrem Abstand von der Schneidkante (32) des Schneidmessers (30) verstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger (38) die vorstehenden Enden von hautabstreifenden Elementen (34) sind, die in den ringförmigen Rillen (22) der Greifrolle (20) verstellbar angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abstreifwelle (44) an dem Rahmen (12) unter der Greifrolle (20) angeordnet ist und die Abstreifelemente (34) lösbar an der Abstreifwelle (44) in Abständen angeordnet sind, wobei jedes Ende der Abstreifelemente (34) einen die Finger bildenden bogenförmigen Hakenabschnitt (38) hat, der in einer jeweiligen Rille (22) in der Greifrolle (20) aufgenommen ist, wobei er sich über einen Teil der Greifrolle (20) erstreckt, und daß der Hakenabschnitt (38) der Abstreifelemente (34) in dem Abschnitt (42) der Finger endet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer neben der Greifrolle an dem Rahmen angeordneten Abstützeinrichtung zum Abstützen des gegen das Schneidmesser (30) zu bewegenden Fleisches, dadurch gekennzeichnet, daß die Fleischauflage (26, 58) zwischen der Abstützeinrichtung (18) und der Schneidkante (32) an dem Rahmen (12) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fleischauflage (26, 58) bogenförmig ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fleischauflage (26, 58) radial über den Rand der Greifrolle (20) hinaus erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fleischauflage (26, 58) getrennt von der Abstützeinrichtung (18) an dem Rahmen (12) angeordnet ist.
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