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Maschine zur Herstellung von Kunstseide.
| Es ist bekannt, daß Viskosefäden imAugen- |
| blick ihrer Formgebung für das Gerinnen ein |
| Ausziehen zulassen, welches dieselben feiner |
| macht. |
| Es ist ferner bekannt, daß .die ,Fäden :diesem |
| Ausziehen. entisp.rechenü verschiedene Quer- |
| schnitte haben können, daß .die ZelIulosefädien |
| um .so glänzender sind, je mehr sie ausgezo- |
| gen, werden, daß die Fäden ein mattes A us- |
| sehen haben und eine ve.rsohiedene Elasti.zstät |
| .haben, wenn dierelbten im Auäenblick der |
| Formgebung keinem Ausziehen unterworfen |
| werden oder wenn das Durchziehen gerinzer |
| ist -als die A,ttsflußgesahwindi@Jkeit d.er T-ö- |
| sun,g, daß es ,i:nfolgedessen möglich ist, mit |
| einer entsprechenden Einrichtung Fäden her- |
| zustellen, die in Feinheit und Güte versahie- |
| :d:en sind. |
| Durch vorliegende Erfindung soll eine Ein- |
| richtung geschaffen werden, idiie ges, ermög- |
| licht, auf einfache WeIse mehr oder weniger |
| glänzende und .Uhei feste Fäden von beliebi- |
| gem Querschnitt beliebig herzustellen. |
| Die Vorbereitungen; denen die zu verar- |
| beitende Masse unterworfen wird, bestehen |
| darün, @daß maa-n zunächst eine beträchtliche |
| Anzahl von S.tr-ahlen aus versginnbarer Zell:u- |
| los-elösung s:n bekannte Gerinnungsbäder |
| spritzt und sie nachher zu einem Strange ord- |
| net. Mit der .nau:en Vorrichtung isst es mög- |
| lich, die physikalischen aEigensahaften des |
| Stranges @zu ändern, ohne dlaß die Maschine |
| stillgesetzt zu .wenden braucht und gegebenen- |
| falls gewisse Viskoselösungen v4:>n@ minder- |
| wertiger Qualität .zu: verwenden, welche für |
| die Fabrikation kün:stlicher Sende bisher un- |
| geeignet ,sin:d'. Die angegebenen Wirkungen |
| wenden iim wesentlichen @duTch einen regelba- |
| ren Antrieb, z. B. durch ein System ausdehn- |
| barer Riemenscheiben, :erzielt, welche es ge- |
| statten, nach Belieben entweder auugenbli k- |
| lick oder fortschreitend die Gesahwaindigkeit |
der Fäden während ihrer Fabrikation zu ändern, und zwar ohne daß
der Gang der Maschine auch nur einen Augenblick unterbrochen wird.
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Dieser Regeltrieb treibt eine Trommel von einer ge:«-;i:ssen Größe,
welche am Ausgang des Gerinnungsbades aufgestellt ist. Die Trommel nimmt .den aus
dem Bade tretenden Strang auf und befördert ihn in den Sammelbehälter, in dem er
sich aufhäuft.
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Durch einfaches .Beschleunigen oder Verzögern des Antriebes vernichrt
oder vermindert. seich der durch die Trommel mikgerissene Strang, und h.ierduTch
ändert sieh augenblicklich sowohl das Aussehen als auch die physikalische Struktur
.der in Bildung begriffenen Zell:uloseelemente. Das Erzeugnis wird' matter oder
glänzender und Feiin'heit und Elastizität ändern sich.
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Auf ,der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der neuen
Einrichtung dargestellt.
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Abb. i zeigt einen Vertikalschnitt und Abb.2 einen Grundrdß.
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i bezeichnet eine Wanne, welche diie Gerinn:ungsflüssigkeit enthält;
ihre Form kann belieh;;' sein. Die in der Zeichnung .dargestellte Form erleichtert
dem Überwachenden den Zutritt zu allen Punkten seiner Arbeit. Die Wanne muß ziemlich
groß sein, tun den Fäden zu gestatten, während ihres AtttfenthaJ-tes .in dem Bade
zu :gerinnen und sich zu festigen. Ein Abstand von etwa einem Meter ist zwischen
den Düsen und dem Ausga:nge aus der Wanne vorgesehen. a bezeichnet .die Gesamtheit
der Apparate, welche die von kapillarer Mundstücken durchlöcherten Platten enthalten.
Diese Apparate sind ra'bnehirnbar, um :das Ingangsetzen und Reinigen zu. erleichtern.
Während des Ganges sind die Rohrstücke, welche die Kapillarmundstüc.ke (Düsen) tragen,
in das Ba.d:,ei.ngetaucht. Diese Rohrstücke werden von dem Rohre 3 gespeist, und
dieses Rohr erhält die Lösung ,tmter Druck.
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Die Fäden sind durch d. dargestellt. Es sind auf einen Meter .Breite
.mehrere tausend Fäden vorhanden. Sie werden, :indain sie .einen großen Tail des
Gerinnungsba-des durchlaufen, schräg nach dem entgegengesetzten Ende der Wanne geführt,
und' ,zwar zu einem Sammler 5, wo sie ,in Form eines ununterbrochenen Stranges gruppiert
werden.
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Dieser Strang ist nun zusammengesetzt aus ungeri@ssenen Fäden oder
aus gerissen-en, welche einfach mit fortgerissen worden sind oder welche der Überwachendie
nach dem Reißen zu den übrigen Fäden geworfen hat. Beim Austritt aus dem Sammler
5 wird der Strang durch .die Trommel 6 -mitgenommen, auf welcher er infolge .seiner
Feuchtigkeit leicht haftet. Diese Trommel dient sowohl zum Mitnehmen als auch zum
Ausziehen; sie erhält ,ihre Bewegung direkt oder .indirekt durch den Regeltrieb
7. Die Trommel könnte außerdem als Wickeltrommel ausgebildet werden, auf welches
sich der Strang aufrollen würde. In diesem :Falle würde man ihm eine geeii;gnete
Form geben, welche später ein leichtes Abnehmen des Stranges gestattet. Die Trommel
würde .dann auswechselbar sein, wie ,dies z. B. in der I#-,artonnageni:ndtistrie
der Fall ist, um :ein ununterbrochenes Arbeiten zu gestatten.
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In dem Falle, >d:aß die Trommel nur als Mitnehmer gedacht ist, wird
zweckdienlich ein Abstreifer 8 angebracht, welcher den Strang von der Trommel abstreift.
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io bezeichnet einen Behälter, ,in welchem sich der Strang ansammelt;
i i ist ein Behälter, welcher die durch den Strang mitgerissene Gerinnungsflüssigkeit
aufnehmen soll; 12 ist die vom :Antrieb kommende Welle, welche die Trommel antreibt;
13 ist der Stellhebel für den Regeltrieb; 14 ist die Welle, welche diesen mit der
antreibenden Riemenscheibe 15 verbindet.
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Die einfache Beschleunigung oder Verzögerung des Regeltriebes gibt
der Trommel 0 eine mehr oder weniger schnelle Bewegung, und die Trommel nimmt den
Strang mit 5röß erer oder kleinerer Geschwindigkeit mit.
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Die in Biildirng begniffenen Fäden d. werden nach Belieben ohne Ausziehen
hergestellt oder finit einem Ausziehen, welches sie his zum äußersten verfeinert.
Der Strang wird -demzufolge ganz nach Belieben aus Fäden,7ju:sammengesetzt sein,
welche ein mehr oder -weniger mattes oder glänzendes Aussehen haben, verschiedene
Feinheiten aufweisen und in der Elastizität verschieden sind.